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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 09. Okt 2017, 22:11 

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Zitat:
Bundesheer

1 Std

Mit Bedauern geben wir bekannt, dass heute Abend ein Rekrut getötet wurde. Bei einem Schussvorfall im Amtsgebäude Vorgartenstraße wurde ein 20-jähriger Wiener von einem Sturmgewehr 77 getroffen. Die gerufene Rettung konnte das Leben des Soldaten nicht mehr retten. Das Militärkommando Wien hat eine Untersuchung eingeleitet. Es herrscht große Trauer und Bestürzung beim Bundesheer.



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 10. Okt 2017, 16:50 

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Toter Wachsoldat: Schuss fiel im Ruheraum

Zitat:
Der Schütze wurde zwar noch nicht einvernommen, aber im Vorfeld habe es keinen Streit zwischen den beiden gegeben, berichtete Polizeisprecher Patrick Maierhofer am Dienstag. Erste Ergebnisse der Befragung wird es erst am Abend bzw. am Mittwoch geben. Bekannt ist mittlerweile, dass der Schuss im Ruheraum fiel.

Der Zeuge - ein Wachkommandant, der sich zum Zeitpunkt des Schusses Montagabend um 19.13 Uhr im vorderen Bereich des Wachcontainers in der Vorgartenstraße in der Leopoldstadt aufgehalten hatte - habe bei seiner Einvernahme nicht viel Aufschluss über die Geschehnisse geben können, sagte Maierhofer. Er war bei dem Vorfall nicht dabei. Er beobachtete nur, wie der 22-jährige Wachkommandant-Stellvertreter in den Ruheraum ging, danach fiel der Schuss.

Der 20-Jährige erlitt einen Kopfschuss und verstarb. Sein Kamerad wurde festgenommen. Tatwaffe war das Sturmgewehr 77, das zur Standardausrüstung eines Soldaten in Österreich gehört. Ob der Schuss absichtlich abgegeben wurde oder ob es sich um einen Unfall handelte, war noch völlig unklar.

Am Dienstagvormittag wurde der 22-jährige gebürtige Salzburger erstmals einvernommen, was laut Maierhofer einige Stunden in Anspruch nehmen wird. Die Tatortarbeit des Landeskriminalamtes Wien in dem Wachcontainer in der Vorgartenstraße war ebenfalls noch nicht abgeschlossen.

Der 20-jährige Wiener und sein 22-jähriger Kamerad dürften nicht zerstritten gewesen sein. Auch der Zeuge berichtete, dass es im Vorfeld keine Auseinandersetzung gegeben habe, so Maierhofer. Dazu dass der Rekrut in einem Bett gelegen, von dem 22-Jährigen mit der Waffe angestupst worden sei und sich da ein Schuss gelöst habe, wie oe24.at berichtete, meinte Maierhofer: "Es ist nicht auszuschließen."

Zitat:
Vor allem der Ausbildner des 22-jährigen Schützen zeigte sich betroffen. Der junge Mann sei der "beste Soldat, den er in den letzten Jahren hatte" und bisher "nur positiv aufgefallen", berichtete Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium der APA. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) sprach am Rande eines Pressetermins von einem "bedauerlichen Vorfall". "Mein Mitgefühl gilt den Eltern und den Angehörigen", sagte Doskozil. Das Ministerium wolle die Ermittlungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft abwarten, weil "es auch für uns eine wichtige Frage ist, wie konnte das passieren, zumal ja die Wachsoldaten ihren Dienst nicht mit geladenen Sturmgewehren versehen". Für die Schussabgabe bei einem StG 77 sei laut Doskozil "viel Zutun" notwendig.

Der 22-jährige Salzburger wurde zwei Monate lang zum Wachkommandanten ausgebildet. Dabei wurde er auch im Umgang mit der Waffe angelernt. Der 20-Jährige, der von dem Schuss des Salzburgers tödlich getroffen wurde, erhielt eine vierwöchige Basisausbildung und wurde dann drei Wochen zum Wachsoldaten ausgebildet, sagte Bauer.

Normalerweise schieben drei Soldaten 24 Stunden lang Wache. In dem Fall waren der Wachkommandant - der Zeuge -, der 22-Jährige als sein Stellvertreter und der 20-jährige Wachsoldat im Einsatz. Der Dienst begann zu Mittag. Sieben Stunden später fiel in dem Wachcontainer der Schuss. Ausgerüstet sind die Soldaten mit einem Sturmgewehr 77. Sie haben die Verpflichtung, die Waffe halb geladen bei sich zu tragen. Das heißt, das Magazin mit der Munition ist zwar angesteckt, doch sollte abgedrückt werden, löst sich kein Schuss. Dafür muss die Waffe zunächst geladen und abgedrückt werden.



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 10. Okt 2017, 18:14 

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Seltsame Unfallversion
Soldat tot: Schütze wegen Mordverdacht in Haft

Zitat:
Der Rekrut ruhte ahnungslos auf dem Bett, als ihn Montag um 19.15 Uhr das tödliche Projektil aus dem STG 77 in den Kopf traf. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich zwei weitere Soldaten in dem engen Container beim Schlagbaum der Erzherzog-Albrecht-Kaserne: Der Wachkommandant, der davon nichts mitbekam, weil er mit dem Rücken zum Geschehen stand, und sein Stellvertreter, der 22-jährige Todesschütze Ali U.!

Verweigerte Aussage

Der Salzburger verweigerte nach dem Schuss die Aussage. Sowohl Alko- als auch Drogentest waren negativ. Im Verhör durch die Mordermittler sagte er nur: "Ich kann mich an nichts erinnern!" Dabei wurde er zwei Monate zum Wachkommandanten ausgebildet.

Zitat:
Wollten Zigarette rauchen

Ali U. sitzt wegen Mordverdachts in Haft. Bei einer weiteren Befragung am späten Dienstagnachmittag, tischte der 22-Jährige im Beisein seines Anwalts Manfred Arbacher-Stöger (Kanzlei Rifaat) plötzlich eine seltsame Unfallversion auf. Demnach hätte er jemanden beim Schlagbaum in die Kaserne gelassen, wäre dann in den Container zurückgekehrt. Sein Kamerad der im Bett lag hätte gefragt, ob sie eine Zigarette rauchen gehen sollten - dabei soll sich der tödliche Schuss gelöst haben.

"Die Familie des Opfers ist völlig fertig und glaubt nicht an einen Unfall", so Anwalt Philipp Winkler. "Ich fordere lückenlose Aufklärung."



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 11. Okt 2017, 11:18 

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Beiträge: 20432
Zitat:
Rekrut starb nach Marsch: Ausbildung wird evaluiert

Nach dem Tod eines Rekruten nach einem Marsch in Niederösterreich im Sommer hat Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) eine weitere Kommission ins Leben gerufen, wie aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage hervorgeht.

Unter der Leitung des früheren Kommandanten des Streitkräfteführungskommandos, Generalleutnant Günter Höfler, soll diese sämtliche Ausbildungsvorschriften überprüfen. Allfällige Defizite sollen von der Sonderkommission eruiert und Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet werden, sagte Doskozil heute.


Das ist zwar alles schon seit dem Sommer bekannt, aber zur Verbesserung der Chance auf Vorzugsstimmen wird es eben wieder aufgewärmt. Merkt sowieso keiner ...


Die nächste Version
Todesschütze: "Gewehr ist mir heruntergefallen"



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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 11. Okt 2017, 14:33 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20432
"Er ist ein harmloser Bub"
Soldat tot: Jetzt sprechen die Eltern des Schützen


Die "Krone" scheint diese Geschichte um jeden Preis auszuschlachten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 12. Okt 2017, 10:18 

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Beiträge: 20432
Wahlprogramme:
Viele Vorstellungen von Sicherheit




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 Betreff des Beitrags: Re: Medienberichte 2017
BeitragVerfasst: 12. Okt 2017, 21:57 

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Beiträge: 20432
Mordverdacht: Wachsoldat in U-Haft

Zitat:
Indessen kritisiert der Waffenexperte Armin Zotter im „Presse“-Gespräch, dass bei der Aufarbeitung des Falls zuwenig Distanz zum Bundesheer bestehe.

Zitat:
Gesichert ist: Das 20-jährige Opfer, Ismail M., ebenfalls ein Wachsoldat, starb durch einen Kopfschuss. Die Tatwaffe war das Sturmgewehr, das StG 77, des nunmehr in U-Haft sitzenden Soldaten. Ebendiese Tatwaffe wird nun durch den ebenso prominenten wie erfahrenen Schießsachverständigen Ingo Wieser untersucht.

Die „Nähe“ des Gutachters

Kurios: Wieser bekleidet eine Leitungsfunktion im Amt für Wehrtechnik; die Tat ereignete sich in einem Wachcontainer – drei Wachsoldaten, darunter der Schütze und das Opfer, waren dazu eingeteilt gewesen, das Kommando des Amts für Wehrtechnik (Wien Leopoldstadt, Vorgartenstraße 225) zu bewachen. Geografisch gesehen ereignete sich die Tat aber nicht direkt vor Wiesers Haustür, da seine Dienststelle in Felixdorf (Niederösterreich) liegt. Wieser gilt als Legende unter den Waffenexperten. Als Gerichtsgutachter war er schon im Lucona-Mordprozess um Udo Proksch oder im Briefbombenterrorprozess um Franz Fuchs eingesetzt.

Nun wurde er zwar von der Staatsanwaltschaft Wien und nicht vom Heer als Gutachter (Wieser ist gerichtlich beeideter Sachverständiger) bestellt, dennoch regt sich Kritik. Der gerichtliche Waffen- und Munitionssachverständige Armin Zotter (er untersuchte beispielsweise den blutigen Amoklauf des Wilderers von Annaberg) meint: „Der Fall ist beim Bundesheer angesiedelt und sollte nicht von Personen, die dem Militär nahestehen, untersucht werden.“

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Michael Bauer, dazu: „Die Auswahl des Experten oblag ausschließlich der Staatsanwaltschaft.“
Indessen hält Zotter den zuletzt von Verteidiger Farid Rifaat vorgebrachten Einwand für ziemlich unwahrscheinlich: Rifaat hat gemeint, die Waffe sei dem Rekruten im Wachdienst runtergefallen, dadurch sei vielleicht eine Patrone in die Kammer geraten. Das StG 77 lade sich nicht selbst, sobald es irgendwo herunterfalle, meint Zotter dazu.

„Er ist am Boden zerstört“

Abgesehen davon muss das Gewehr ja auch entsichert worden sein – und der Abzug muss betätigt worden sein. Das Entsichern könne durch gedankenverlorenes Herumspielen passiert sein, so Anwalt Rifaat zur „Presse“. Und: „Es war ein Unfall. Mein Mandant hatte doch kein Motiv. Er ist am Boden zerstört.“

Die Anwälte der Hinterbliebenen des Opfers, Rudolf Mayer und Philipp Winkler, sind „an der Wahrheit“ interessiert. Mayer: „Die Familie will wissen, die Eltern wollen wissen, warum ihr Sohn sterben musste.“ Zu einem möglichen Herunterfallen des Gewehrs sagt Mayer: „Dann hätte der Rekrut, ein ausgebildeter Wachsoldat, doch sofort die Waffe abgeben müssen und ersuchen müssen, dass sie genau inspiziert wird.“ Mayer und Winkler begehren nun Schadenersatz für die Hinterbliebenen.


Dass das "Amt für Wehrtechnik" seit der REORG 2002 "Amt für Rüstung und Wehrtechnik" heißt, war wohl zu viel der Recherche.


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