Medienberichte 2017

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mechtruppe
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Re: Medienberichte 2017

Beitrag von mechtruppe » 16. Mai 2017, 12:27

de10kcl hat geschrieben:Und aktiv beschossen hat man natürlich auch keinen Panzer, so gesehen hätte die Panzerung auch aus Holz sein können ;-)
"Brauchbar" ist also relativ.


Aber man hat getroffen, öfter als die anderen....... :)
Und ob man trifft oder nicht ist auch entscheidend.
Und ich meine mit "brauchbar", das wir keinen Schrott haben wie mancher glaubt!

Und auch die beste Panzerung schützt nicht vor Ausfall, das sollte man wissen...
Wie gesagt, auch bei unseren Leos sollten aber zumindest kleine Verbesserungen Einzug halten.

de10kcl
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Re: Medienberichte 2017

Beitrag von de10kcl » 16. Mai 2017, 12:56

mechtruppe hat geschrieben:Aber man hat getroffen, öfter als die anderen....... :)

Stimmt, aber trotzdem wäre interessant unter welchen Bedingungen. Auf Sicht? Mit Wärmebildgerät? Mit welcher Munition? Mit wieviel Vorbereitungszeit? Gar aus dem Fahren? War es schwierig die Ziele zu erkennen?

Ich stimme dir natürlich zu - ohne gutes Personal nützt dir auch der modernste Leo 2 AV7 oder was auch immer nix. Und wir haben natürlich einen guten Trick gemacht bei dem Wettkampf, anscheinend war ja jeder Teilnehmer von uns mindestens Wachtmeister. Wobei - die deutschen haben anscheinend 4 Monate lang trainiert, der Zug unter Führung eines Hauptmannes (!!) wurde im Januar zusammengestellt. Aber weißt eh, manche üben monatelang und schaffen den Irischen Tisch auf der Hindernisbahn trotzdem nicht bzw kaum. Oder brauchen für die steile Treppe das Seil. Wenn die deutschen also bei der Vorauswahl des Personals keine Top-Sportler genommen haben, dann können sie auch 2 Jahre trainieren gegen unsere super Unteroffiziere!
Eventuell haben sie auch einfach am Abend - off the records - den Alkohol gut vertragen bzw sich zurückgehalten...
Hab vor Jahren mal eine internationale Übung im Rahmen von SFOR/IFOR gemacht. Das war dort durchaus mitentscheidend für die Ergebnisse mancher Nationen.

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Re: Medienberichte 2017

Beitrag von theoderich » 19. Mai 2017, 17:48

Flugpolizei und Cobra heben gemeinsam ab

Die Flugpolizei bekommt eine eigene Flugeinsatzstelle in Wiener Neustadt. Weil die bisherige Zentrale im dicht besiedelten Gebiet in Wien-Meidling an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt ist und keine Nachtflüge möglich sind, wird ein neuer Hangar samt Pilotenschule am Gelände der Cobra gebaut. In dem neuen Hubschrauberwartungsbetrieb sollen bis zu acht Maschinen gleichzeitig Platz finden, hieß es bei der Präsentation am Freitag durch Innenminister Wolfgang Sobotka, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bürgermeister Klaus Schneeberger. 15 Millionen Euro sind für das Projekt veranschlagt, maximal 2,9 Millionen Euro davon fördert das Land Niederösterreich.


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Re: Medienberichte 2017

Beitrag von theoderich » 19. Mai 2017, 22:27

Bundesheer rüstet jetzt die Helikopter- Flotte auf

Um für Katastrophenfälle wie bei der Hochwasserkatastrophe 2002 gewappnet zu sein, setzt das Bundesheer auf professionelle Rettung aus der Luft. SPÖ- Verteidigungsminister Doskozil lässt deshalb die Helikopter- Flotte aufrüsten und machte sich bei einer groß angelegten Übung in Salzburg selbst ein Bild von der Einsatzstärke seiner Soldaten im Krisenfall.

Gleichzeitig bestätigte Doskozil, dass die Helikopter- Stützpunkte in Vomp und Klagenfurt erhalten bleiben werden. "Damit kann das Bundesheer im Ernstfall auch weiterhin rasch und effizient Schutz und Hilfe leisten", so der Minister. Egal, ob bei Bränden, bei Naturkatastrophen oder Such- und Rettungsaktionen, die Militärs können aus der Luft effizient helfend eingreifen.

Update für Black- Hawk- Bordcomputer, neuer Heli- Typ

Damit die Luftstreitkräfte gestärkt werden, hat Doskozil zielorientiert in das dringende Update der Black- Hawk- Bordcomputer investiert. Und: Ein neuer Helikopter- Typ wird zusätzlich angeschafft.


Ein astreiner Wahlkampfartikel.


Minister bei Allrad-Experten: Doskozil in Nebelberg

Die australische Armee fährt damit, ebenso die Finnen, Polen. Deutschen und Schweizer: Die Rede ist von Mercedes-Fahrzeugen mit Allrad-Getrieben der Firma Oberaigner aus dem Mühlviertel. Auch in Österreichs Bundesheer sind Mercedes Sprinter mit Allrad-Antrieb aus dem Mühlviertel im Einsatz.

Kommenden Freitag, 26. Mai, besucht Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil (SP) das Vorzeigeunternehmen aus Nebelberg.

Doskozils Besuch am Freitag ist seit Monaten geplant, der Minister informiert sich an seinem Mühlviertel-Tag bei der Firma Oberaigner über geländetaugliche Transporter für das Bundesheer.


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Re: Medienberichte 2017

Beitrag von theoderich » 23. Mai 2017, 06:57

Erdogan löst wegen Österreich Eklat bei der Nato aus

Wenn sich am Donnerstag in Brüssel die 28 Nato-Mitgliedstaaten treffen, wird auch das Nichtmitglied Österreich eine Rolle spielen. Aufgrund eines Vetos der Türkei sollen Österreichs Soldaten in Zukunft nicht mehr mit Nato-Ländern zusammen trainieren können und auf unbestimmte Zeit von allen wichtigen Partnerschaftsprogrammen der Allianz (das sogenannte Partnership Cooperation Menue, abgekürzt PCM) ausgeschlossen werden.

Offen ist, was die Entscheidung für die Nato-Präsenz auf dem Balkan bedeutet. Allein beim Nato-Friedenseinsatz im Kosovo ist das Partnerland Österreich mit mehr als 400 Soldaten vertreten und gehört damit zu den wichtigsten Truppenstellern. "Es wird schwierig, dass sich Österreichs Soldaten auf die Dauer weiter an diesem Einsatz beteiligen, wenn sie nicht innerhalb von Nato-Strukturen trainieren können", hieß es laut WELT in Kreisen des Bündnisses. Offiziell soll Österreich aber Partnerland der Nato bleiben.



NATO will Österreich von Partnerprogrammen ausschließen

Wegen der Spannungen zwischen Wien und Ankara sollen Bundesheersoldaten künftig nicht mehr mit NATO-Ländern zusammen üben können und auf unbestimmte Zeit von allen wichtigen Partnerschaftsprogrammen der Allianz ausgeschlossen werden. Die Entscheidung solle heute fallen, berichtete die Zeitung „Die Welt“ (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf hohe informierte NATO-Diplomaten.

Veto von Ankara

Grund sei ein Veto der Regierung in Ankara, die damit auf die anhaltenden Forderungen aus Wien nach einem Abbruch der EU-Beitrittsgespräche und der Kritik österreichischer Politiker an Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan reagiere.

Demnach wollen die NATO-Staaten beschließen, die Zusammenarbeit mit den 41 Partnerstaaten aus Europa, Asien und ehemaligen Sowjetrepubliken wie Georgien oder der Ukraine so zu reformieren, dass künftig jedes Land einzeln ein Abkommen mit der Nato vereinbart, berichtete die Zeitung. Damit solle die wegen Österreich seit mehreren Monaten für alle Partnerländer bestehende Blockade der militärischen Zusammenarbeit aufgehoben werden.

„Ärgerliches Thema“

„Präsident Erdogan wird sich mit der Isolierung des wichtigen Partnerlandes Österreich innerhalb der NATO am Ende leider durchsetzen“, kritisierte ein Spitzendiplomat des westlichen Verteidigungsbündnisses.

In Kreisen der Allianz hieß es zudem, man wolle das „ärgerliche Thema“ vor dem NATO-Treffen am Donnerstag, an dem auch US-Präsident Donald Trump teilnimmt, vom Tisch haben.

Folgen für Kosovo-Einsatz?

Offen ist, was die Entscheidung für die NATO-Präsenz auf dem Balkan bedeutet. Allein beim NATO-Friedenseinsatz im Kosovo ist Österreich mit mehr als 400 Soldaten vertreten und gehört damit zu den wichtigsten Truppenstellern.


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Re: Medienberichte 2017

Beitrag von innsbronx » 23. Mai 2017, 07:51

Jetzt zeigt sich wie glorreich unsere dumme Neutralität wirklich ist.

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Re: Medienberichte 2017

Beitrag von mechtruppe » 23. Mai 2017, 10:57

innsbronx hat geschrieben:Jetzt zeigt sich wie glorreich unsere dumme Neutralität wirklich ist.


Schuld hat aber nicht unsere Neutralität!
Sondern ein Nato-Land, wir wissen welches....

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Re: Medienberichte 2017

Beitrag von theoderich » 23. Mai 2017, 11:42

NATO-Partnerschaft: Türkei straft Österreich ab

Künftig soll es möglich sein, dass jedes Land für sich Partnerschaftsprogramme mit der NATO abschließt. Am Dienstagabend läuft die Einspruchsfrist für diesen Vorschlag ab. Dass sie ein Land in Anspruch nehmen wird, gilt mittlerweile als ausgeschlossen.

Für die restlichen Partnerländer würde das ein Ende der Blockade bedeuten - nicht so für Österreich. Zwar heißt es aus österreichischen Diplomatenkreisen, dass abseits der Türkei kein anderer NATO-Staat das Ausgrenzen Österreichs befürworte. Doch das Veto aus Ankara würde genau das zur Folge haben. So könnte etwa das wichtige Programm „Partnerschaft für den Frieden“ wieder aufgenommen werden.

Doskozil erzürnt

Entsprechend heftig fiel die erste Reaktion aus Österreich aus. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) verurteilte das Vorgehen „aufs Schärfste“. Es sei „Österreich gegenüber unverantwortlich und bestärkt mich einmal mehr in der Annahme, dass die Türkei derzeit weit davon entfernt ist, der EU anzugehören“, sagte Doskozil am Dienstag. Die Türkei „gefährdet damit die Sicherheitsinteressen Europas“, so der Verteidigungsminister.

Doskozil spielte damit wohl auf die NATO-Missionen auf dem Balkan an, an denen das Bundesheer beteiligt ist. Österreich ist mit über 400 Soldaten einer der größten Truppensteller bei der NATO-geführten Kosovo-Mission KFOR. Außerdem sind über 300 Bundesheersoldaten im Rahmen der Mission EUFOR-Althea in Bosnien-Herzegowina im Einsatz, die zwar von der EU geführt ist, aber auf NATO-Strukturen zurückgreift.

Mögliche Folgen für Balkan-Missionen

Ein Abzug der österreichischen Soldaten von diesen Missionen steht unmittelbar nicht im Raum. „Für Österreich als einen der größten Truppensteller sind diese Einsätze von größter Bedeutung, und wir sind weiter gewillt, diese mit unseren Beiträgen aufrechtzuerhalten“, sagte Doskozil.

In diplomatischen Kreisen hieß es, dass die Entscheidung zwar nicht laufende Einsätze Österreichs im Rahmen der NATO im Kosovo, in Bosnien-Herzegowina und in Afghanistan betreffe. Doch könnte sie langfristig auch für die Einsätze zum Problem werden. Die Ausbildungs- und Trainingsmissionen sind dafür eine wichtige Voraussetzung. Können österreichische Soldaten an diesen nicht mehr teilnehmen, stellt das auch ihren Einsatz bei den eigentlichen Missionen infrage.



Österreich soll von Nato-Programmen ausgeschlossen werden



Rache für Kritik an österreichischer Politik:
Erdogan will mit der NATO Österreich massiv schaden

Zuletzt geändert von theoderich am 23. Mai 2017, 12:10, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Medienberichte 2017

Beitrag von em » 23. Mai 2017, 11:56

ich hoffe wir treten der NATO nie bei, wo ein diktatorischer Staatschef das ganze Bündnis in Bann halten kann. - Und wenns diesen zum Kriegführen beliebt,
unsere Soldaten womöglich für einen Diktator als Kanonenfutter dienen.

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Re: Medienberichte 2017

Beitrag von theoderich » 23. Mai 2017, 12:45

Ich vermute dabei geht es um den Euro-Atlantic Partnership Council:



Relations with Austria



Österreichische Vertretung bei der NATO


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hakö
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Re: Medienberichte 2017

Beitrag von hakö » 23. Mai 2017, 14:05

innsbronx hat geschrieben:Jetzt zeigt sich wie glorreich unsere dumme Neutralität wirklich ist.

wir sind ja überall mit der Nase drinnen, aber nicht wirklich dabei, das ist österreichische Tradition.
Pazifisten sind wie Schafe, die glauben der Wolf sei Vegetarier. (Yves Montand)

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Re: Medienberichte 2017

Beitrag von theoderich » 23. Mai 2017, 21:20

Türkei will Österreich in der Nato weiter blockieren

Die Allianz stellt ihr System von Planung, Beschluss und Durchführung der PfP-Missionen bzw. Trainings um – auch im Rahmen aller existierenden Partnerschaften mit insgesamt 41 Ländern.

Bisher war es so, dass diese im Paket mit allen teilnehmenden Ländern vereinbart wurden. In Zukunft sollen sich die Partner individuell beteiligen können, die Nato wird nun Land für Land akzeptieren. Die Türkei, ein strategisch wichtiges Natoland, will das nützen, um Österreich aus Friedensmissionen rauszuhalten, will Wien wegen der harten Haltung bei den EU-Beitrittsverhandlungen bestrafen. Bisher hatten andere Natostaaten das noch hinausgezögert. Die Reform wurde verschoben, was aber etwa bei der Terrorbekämpfung in der Mittelmeerkooperation Nachteile brachte.

Dienstagabend wurde die Reform nun freigegeben, weil es keine Einwände mehr gab, wie ein Diplomat erklärte. Bleibt die Türkei bei ihrer Haltung, wäre die Folge, dass österreichische Soldaten sich nicht mehr an Trainings der Nato beteiligen können. Laufende Missionen im Kosovo, in Bosnien-Herzegowina oder Afghanistan, wo Österreich mit rund 750 Soldaten engagiert ist, wären aber nicht betroffen – vorläufig.

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil verurteilte das Vorgehen Ankaras "aufs Schärfste". Ob das letzte Wort gesprochen ist, könnte sich beim Nato-Gipfel Donnerstag in Brüssel zeigen. Erstmals wird US-Präsident Donald Trump teilnehmen.



Türkei kippt Österreich aus Nato-Kooperation

Aus Verärgerung über Österreichs Blockade der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ist Österreich aus dem militärischen Kooperationsprogrammen der Nato herausgeflogen. Eine entsprechende Frist ist nach Informationen der Kleinen Zeitung um 18 Uhr abgelaufen. Wegen des bevorstehenden Besuchs von US-Präsident Donald Trump hat man in Brüssel reinen Tisch gemacht und, wie ein Insider sagt, sich des "lästigen Problems" entledigt.

In einer ersten Reaktion meint ein hoher Nato-Vertreter zur Kleinen Zeitung. "Wir beenden nicht die Kooperation mit Österreich. Österreich ist seit langem ein Nato-Partner, und wir würdigen den Beitrag der Österreicher zu unserer gemeinsamen Sicherheit. Unsere Reform zielt darauf ab, dass alle Partner mit der Nato kooperieren können. Wir hoffen, dass die bilateralen Fragen zwischen Österreich und der Nato so rasch wie möglich gelöst werden."

Auch Österreichische Europaabgeordnete haben den von der Türkei betriebenen Ausschluss Österreichs aus NATO-Partnerschaftsprogrammen kritisiert und vor einer Gefährdung von Auslandseinsätzen gewarnt. ÖVP-Delegationsleiter Othmar Karas rief zur Besonnenheit auf. Der SPÖ-Europaabgeordnete Eugen Freund forderte, die NATO dürfe sich von der Türkei nicht erpressen lassen.

Karas zeigte kein Verständnis für das kolportierte Bestreben des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogans, die NATO-Partnerschaft für den Frieden künftig ohne Österreich fortzusetzen. "Denn wir haben traditionell enge Beziehungen und eine gewachsene Verantwortung, die wir auch in Zukunft wahrnehmen werden. Wir schlagen keine Türen zu und erwarten dies auch nicht von der Türkei."

Zuletzt geändert von theoderich am 24. Mai 2017, 09:38, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Medienberichte 2017

Beitrag von Dr4ven » 24. Mai 2017, 08:01

Das geht aber bereits ein volles Jahr so dahin und bisher hat es kein Medium gestört.
Jetzt wo gewisse Vorhaben auf NATO Ebene zum Abschluss kommen sollen, sowie viele Lehrgänge neu beginnen und noch dazu Wahlkampf herrscht, kommt es gerade Recht um Doskozil's angeblich harte rechte Seite zu pushen...wieder ein Kasperltheater, da man die letzten Monate nicht in der Lage war, das mit den Türken selbst zu lösen, wie es die NATO wollte.

Demnach wollen die NATO-Staaten beschließen, die Zusammenarbeit mit den 41 Partnerstaaten aus Europa, Asien und ehemaligen Sowjetrepubliken wie Georgien oder der Ukraine so zu reformieren, dass künftig jedes Land einzeln ein Abkommen mit der Nato vereinbart, berichtete die Zeitung. Damit solle die wegen Österreich seit mehreren Monaten für alle Partnerländer bestehende Blockade der militärischen Zusammenarbeit aufgehoben werden.


Genau das wird passieren und diese individuellen Verträge gelten dann meistens 3 Jahre.
Somit kann sich der Türke dann brausen gehen, weil er sich mit seiner Blockade hier mittelfristig sogar selbst ins Bein geschossen hat und durch die individuellen Verträge für PfP Staaten in Zukunft ein Druckmittel weniger in der Hand hat.

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Re: Medienberichte 2017

Beitrag von theoderich » 24. Mai 2017, 15:52

Streit mit Türkei
Lopatka und Pilz drohen NATO mit "Riesenwirbel"

"So kann das nicht ablaufen. Wir werden mit unserer Parlamentarier- Delegation zum NATO- Gipfel in Tiflis fliegen und dort für einen Riesenwirbel sorgen", reist Pilz, der Sicherheitssprecher der Grünen, mit Reinhold Lopatka (ÖVP) und Hannes Weninger (SPÖ) am Freitag nach Georgien.

Pilz: "NATO- Führung muss sich entscheiden: Österreich oder Türkei"

Das Trio erhofft sich, dass der Protest vor Ort doch noch eine Allianz für Österreich ermöglicht. Pilz: "Der Kurs der NATO kann doch nicht von einer islamistischen Diktatur bestimmt werden. Die NATO- Führung muss sich entscheiden: Österreich oder die Türkei. Und ohne Österreich, das für die Einhaltung der Menschenrechte und für die Verteidigung des Rechtsstaats eintritt, fällt die politische Legitimation des Nordatlantikpakts weg." Nach seiner Rückkehr aus Tiflis will Pilz zum Thema NATO- Partnerschaft auch den Nationalen Sicherheitsrat einberufen.



Erdogan droht Österreich mit längerer Blockade

Im Verteidigungsministerium nennt man die Entwicklung "alles andere als erfreulich". Bisher seien alle PfP-Mitglieder im gleichen Boot gesessen, nun könne Österreich einzeln isoliert werden, sagte ein Sprecher der APA. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil sagte, er habe "überhaupt kein Verständnis dafür, dass die Türkei auf unverantwortliche Weise eine bilaterale Auseinandersetzung in die Nato hineingetragen" habe.

Nun sucht man nach Auswegen. Als denkbar gilt es, dass das, was in der PfP nicht mehr möglich ist, auf bilateralem Wege ausgeglichen wird. Mittelfristig gilt es etwa als machbar, dass ein einzelnes Mitglied der Nato sein Wissen an Österreich weitergibt. Sollte die Blockade Ankaras aber von längerer Dauer sein, seien Auswirkungen auf die Auslandseinsätze Österreichs möglich.



Österreich fürchtet nach Türkei-Blockade Isolation in Nato

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) zählt daher auf Solidarität innerhalb der EU im Auftreten gegenüber der Türkei. Er kritisierte die Haltung der Türkei am Mittwoch scharf.

Die neue Nato-Regelung gebe der Türkei die Möglichkeit, "auf Österreich zu fokussieren, dass wir innerhalb der NATO in der Zusammenarbeit mit der NATO blockiert werden", meinte Doskozil. Das zeige ganz klar, "wie unreif die Türkei ist, wenn es darum geht, einer internationalen Staatengemeinschaf als Partner gegenüberzutreten." Es sei nun "vollkommen ausgeschlossen", dass die Türkei EU-Partner oder EU-Mitglied werde. "Die Türkei spielt hier mit dem Thema Sicherheit." Das sei "unverantwortlich", meinte Doskozil.

"Ich würde mir einen gewissen Solidaritätsfaktor innerhalb der Europäischen Union wünschen, hier klar und deutlich auch gegenüber der Türkei aufzutreten. Ich glaube, nur eine klare und deutliche Sprache in verschiedenen Themenbereichen - nicht nur, was diesen Sachverhalt betrifft - gegenüber der Türkei würde die Situation verbessern."

"Wir werden versuchen, diese Ausfälle auf bilateralem Wege aufzufangen", erklärte Ministeriumssprecher Michael Bauer. Denkbar wäre also, dass ein NATO-Mitglied direkt sein Wissen an die österreichischen Soldaten weitergibt. Vorerst werde die Nicht-Teilnahme an den Ausbildungsprogrammen der NATO keine Auswirkungen haben, versicherte Hirsch. Langfristig aber "sehr wohl" - vor allem, weil man in Wien nicht damit rechnet, dass sich an der Haltung der Türkei rasch etwas verändert. Trotzdem gebe es Bestrebungen, dies auch auf diplomatischem Wege zu lösen, meinte Bauer.

Langfristig könnte die Blockade der Türkei für die österreichische Teilnahme an Trainingsprogrammen jedenfalls Auswirkungen auf Auslandseinsätze des österreichischen Bundesheeres haben. Auf eine zeitliche Einschätzung wollte sich Bauer aber nicht festlegen.

Die laufende Teilnahme an Ausbildungen ist Voraussetzung für solche Einsätze, sie würden deshalb langfristig gefährdet sein. "Für Österreich sind die Friedensmissionen am westlichen Balkan, also vor unserer Haustür, von besonderer Bedeutung. Die Entwicklungen am Balkan, Stichworte zunehmende Islamisierung einerseits und zunehmender Nationalismus andererseits, zeigen, wie wichtig Stabilität in der Region ist", betonte der Verteidigungsminister.



Österreichische Abgeordnete erwarten von NATO Unterstützung für Österreich


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Re: Medienberichte 2017

Beitrag von theoderich » 25. Mai 2017, 19:47

Truppenübungsplatz feiert 60er


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