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BeitragVerfasst: 14. Nov 2017, 00:25 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20772
Und bei 9 - 12 Monaten vielleicht eine neue Übungssystematik:

Z.B. alle zwei Jahre eine BWÜ im Bataillonsrahmen von 10 - 14 Tagen und im Jahr dazwischen 3-4 verpflichtende Wochenendübungen zu je 2 Tagen (zur Erhaltung der Schießfertigkeit, wie in der Schweiz). Dann hätten die meisten ihre Verpflichtung von 3 - 6 Monaten nach 4 - 8 Jahren erfüllt.

Außerdem könnte dadurch die Mobilmachungsstärke des Bundesheeres zu minimalen Kosten um über 70.000 Mann erhöht werden.


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BeitragVerfasst: 14. Nov 2017, 08:06 

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Beiträge: 595
iceman hat geschrieben:
Bei der Volksbefragung haben zwei Drittel für den Zivildienst abgestimmt....
Bitte Träumereien abstellen.
Für mich käme nur eines in Frage: Wehrdienst für Frauen und Männer.


Stimmt. Abgesehen davon, kann ich mir nicht vorstellen, dass es legal wäre, den Zivildienst ganz abzuschaffen. In der Schweiz gibt es ihn auch und man kann sich sogar ganz aus dem Wehrdienst hinauskaufen (finde ich schlecht). Und in Israel gibt es ja auch einen Zivildienst. Mit solchen Abschaffungsideen tut man der Sache nichts Gutes.


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BeitragVerfasst: 15. Nov 2017, 10:18 

Registriert: 12. Mai 2011, 11:05
Beiträge: 3393
Wieso Zivildienst abschaffen? Davon redet doch keiner.
Aber in ganz Europa rennt der Genderwahn Amok, speziell in Skandinavien - und dort muss jedes Weibchen jetzt auch seinen Beitrag leisten.
Also ja, iceman hat Recht und ich ging sogar nicht weit genug mit der Forderung: Wehrpflicht für (bald) alle 3(!) Geschlechter!

Wenn sie das bei uns ablehnen, haben sie mMn absolut keine glaubhafte Rechtfertigung mehr für Gleichberechtigung in allen Lebensbelangen.
Um es mit Onkel Trump's Worten zu sagen: This is not fair!


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BeitragVerfasst: 15. Nov 2017, 11:40 

Registriert: 14. Dez 2011, 13:35
Beiträge: 595
Ich bin auch für die Wehrpflicht für Frauen. Und von mir aus für die angeblich existierenden fünf oder zwanzig anderen Geschlechter auch. Ich glaube nur nicht, dass es a) realpolitisch durchsetzbar und b) verfassungsgemäß wäre, Männer exklusiv zum Wehrdienst und Frauen zum Zivildienst zu verpflichten. Ich finde es auch okay, wenn ein junger Mann lieber Zivildienst leistet z. B. bei der Rettung. Und Frauen kann man ja auch beim Militär einsetzen. Nur so wie es derzeit ist, bringt die Wehrpflicht aus meiner Sicht leider nichts.

Ich habe auch dutzende schöne Ideen, wie man das System in Österreich verändern könnte, nur glaube ich da leider nicht mehr an ein Umdenken bei Politikern und bei Bevölkerung. Denn der letzteren reicht einfach eine bessere Feuerwehr, die man bei Bedarf auch mal durch die Dörfer patrouillieren lassen kann. Eigentlich wollen die Österreicher eine Gendarmerie und kein Heer.


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BeitragVerfasst: 15. Nov 2017, 13:43 

Registriert: 17. Jun 2016, 11:30
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innsbronx hat geschrieben:
Ich bin auch für die Wehrpflicht für Frauen. Und von mir aus für die angeblich existierenden fünf oder zwanzig anderen Geschlechter auch. Ich glaube nur nicht, dass es a) realpolitisch durchsetzbar und b) verfassungsgemäß wäre, Männer exklusiv zum Wehrdienst und Frauen zum Zivildienst zu verpflichten. Ich finde es auch okay, wenn ein junger Mann lieber Zivildienst leistet z. B. bei der Rettung. Und Frauen kann man ja auch beim Militär einsetzen. Nur so wie es derzeit ist, bringt die Wehrpflicht aus meiner Sicht leider nichts.

Ich habe auch dutzende schöne Ideen, wie man das System in Österreich verändern könnte, nur glaube ich da leider nicht mehr an ein Umdenken bei Politikern und bei Bevölkerung. Denn der letzteren reicht einfach eine bessere Feuerwehr, die man bei Bedarf auch mal durch die Dörfer patrouillieren lassen kann. Eigentlich wollen die Österreicher eine Gendarmerie und kein Heer.

Der erste Schritt wäre eine verpflichtende Stellung auch für Frauen (samt einer bewussten - natürlich anonymisierten - Veröffentlichung der Daten). Und das hat die ÖVP in ihrem Wahlprogramm ja angekündigt.
Man kann relativ viel machen solange man damit durchkommt, den Zivildienst als Wehrersatzdienst zu titulieren. Weil als Zivildienst wäre er nicht gemäß den Menschenrechten - Verbot der Zwangsarbeit. Da gibt es die Ausnahme für den Wehrdienst. Wie hier Theoderich korrekt angemerkt hat - die Ausnahme gilt für den Wehrdienst, aber nicht beschränkt auf Männer! Andrerseits wird bis jetzt so argumentiert, dass ein Wehrdienst NUR für Männer gleichzeitig keine Diskriminierung darstellt. Dahinter steht meiner Meinung nach ein veraltetes gesellschaftliches Rollenbild - aber Richter jenseits der 50-60 sind eben eine andere Generation.
Mit 20 Jahren haben wohl keine 5% der Frauen bei uns aktuell bereits Kinder. Schätzungen gehen dahin, dass von den heute 20-Jährigen Frauen bis zu einem Drittel nie in ihrem Leben ein Kind bekommen werden. Besonders das deutsche Grundgesetz spricht auch sehr gut von besonderen Rechten von Müttern, aber nicht von Frauen. Aber bitte jetzt keine Feminismusdebatte - ein schwieriges Thema...


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BeitragVerfasst: 15. Nov 2017, 14:56 

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Beiträge: 63
Dienstpflicht für alle, auch nicht Staatsbürger. Dienste mit besonderem Bezug zur Republik Österreich nur Staatsbürger. Mindestens 60% militärischer Dienst; 30% Rettung, Feuerwehr, Bergrettung, etc.; 10% Sonstige, Landwirtschaftliche Unterstützung, Auslandsdienst, etc.
Dienstplicht 9 Monate, für mil. Bereich 6 Monate Grundwehrdienst, 3 Monate Übungen/Einsätze; Zivildienst 6 Monate Ausbildung Verwendung in der Funktion, 3 Monate Staffelbar; Abgeleistet bis zum 30.Lebensjahr, Ausnahmen individuell (Studienzeiten, Mutterschutz, Gründung eines Unternehmens, etc.).

Kein Gesamtkonzept, aber ein paar spontane Ideen.


Zuletzt geändert von Leonking am 15. Nov 2017, 20:25, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 15. Nov 2017, 16:40 

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Leonking hat geschrieben:
Dienstpflicht für alle, auch nicht Staatsbürger. Dienste mit besonderem Bezug zur Republik Österreich nur Staatsbürger. Mindestens 60% militärischer Dienst; 30% Rettung, Feuerwehr, Bergrettung, etc.; 10% Sonstige, Landwirtschaftliche Unterstützung, Auslandsdienst, etc.
Dienstplicht 9 Monate, für mil. Bereich 6 Monate Grundwehrdienst, 3 Monate Übungen/Einsätze; Zivildienst 6 Monate Ausbildung Verwendung in der Funktion, 3 Monate Staffelbar; Abgeleistet bis zum 30.Lebensjahr, Ausnahmen indivituell (Studienzeiten, Mutterschutz, Gründung eines Unternehmens, etc.).

Kein Gesamtkonzept, aber ein paar spontane Ideen.

Die Schweiz hat noch eine interessante Facette:
Wer nicht will, kann sich freikaufen. Kostet jedes Jahr ein paar %-Punkte zusätzlich Steuer (bis 30) bzw einen Mindestbetrag.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrpflichtersatzabgabe
Gilt anscheinend in der Schweiz auch, wenn du nicht deine Übungstage machst. Ebenfalls ein interessanter Ansatz.


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BeitragVerfasst: 15. Nov 2017, 18:36 

Registriert: 14. Dez 2011, 13:35
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Ich kann mir auch vorstellen, dass man EU Bürger mit Daueraufenthalt zum Wehrdienst zulässt oder sogar verpflichtet. Bis zu den Chargen- oder möglicherweise bis zum Oberwachtmeister könnte ihnen auch die (Miliz-)Laufbahn offen stehen.

Das Schweizer Modell des Hinauskaufens lehne ich komplett ab. Das ermöglicht Reichen, sich leicht vor dem Dienst zu drücken und ist sozial ungerecht.


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BeitragVerfasst: 15. Nov 2017, 20:28 

Registriert: 12. Mai 2011, 11:05
Beiträge: 3393
Da stimme ich zu, das Freikaufen macht unnötig böses Blut und davon gibt es momentan leider viel zu viel.


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BeitragVerfasst: 16. Nov 2017, 07:39 
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Registriert: 11. Jan 2007, 07:53
Beiträge: 107
Hab gerade den Dienstplan für eine demnächst stattfindene BWÜ bekommen!

Dazu fallen mir drei Dinge ein: 1. Es gibt für die Södnertruppe wieder Überstunden und dies wird schamlos ausgenutzt. 2. Die Kunst 6 Stunden auf 6 Tage zu verteilen lebt munter weiter. 3. Die Herren Söldner haben keine Ahnung mehr was die Einsatzorganisation ist, sondern sind geistig irgendwo in der BA1 hängen geblieben.

Es ist zum ärgern und zum schämen! Da brauchen wir nicht über große Reformen in der Miliz philosophieren. Das Problem liegt in den Köpfen der Herren Berufssöldner!

_________________
Wir sind Österreicher. Was bedeutet, daß grundsätzliche Kurskorrekturen und deutliche Prioritätensetzungen nicht unsere Sache sind. Man ist froh, einigermaßen über die Runden zu kommen und Probleme irgendwie auszusitzen. (Zitat v. Alfred Payrleitner)


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BeitragVerfasst: 16. Nov 2017, 09:00 

Registriert: 24. Jan 2013, 20:50
Beiträge: 1013
@Oberleutnant: Nenne die Berufssoldaten bitte nicht immer Söldner.

Nochmal zu Wehrpflicht für Frauen:
Am einfachesten wäre eine Volksabstimmung- oder Befragung.
Alt BP Fischer hat das für der Volksbefragung auch kurz angedacht.
Ich sehe auch keinen Grund, warum das nicht so sein sollte. Die wenigsten 19jährigen Männer sind Väter, geschweige die 19Jährigen Frauen Mütter.
Ich nehme an, dass die Mehrheit auch für eine Wehrpflicht für Frauen wäre, dann würden unsere Frauenrechtlerinnen alt aussehen.
Der Wehrdienst bzw. Zivildienst sollte für beide Geschlechter gleich sein, wobei ich annehme, daß die meisten Frauen dann sowieso zum Zivildienst tendieren.
Dabei würden sich für den Zivildienst wieder ganz neue Möglichkeiten ergeben, zB Kinderbetreuung in Kindergärten oder Ganztagsschulen.
Ob es dem Bundesheer konkret etwas bringt, kann ich nicht beurteilen, da es aber allgemeine Wehrpflicht heißt, wäre es aber im Sinne der Gerechtigkeit an der Zeit.


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BeitragVerfasst: 16. Nov 2017, 12:20 

Registriert: 17. Jun 2016, 11:30
Beiträge: 196
Dr4ven hat geschrieben:
Da stimme ich zu, das Freikaufen macht unnötig böses Blut und davon gibt es momentan leider viel zu viel.

Sieh es mal so - die Schweizer sind sehr entspannt zu Geld, sehr pragmatisch. Besser als jemand kann sich ein Gutachten für Plattfüße und was weiß ich kaufen. Und besser als es wird herumgeeiert mit (oft) vorgeschobenen Gründen warum man keine Milizübung machen kann - so war es doch früher oft, als wir noch Milizübungen hatten. Und selbst heute gibt es ja Milizkadersoldaten die dann herumeiern - wobei die lange Verpflichtungsdauer halt schon ein Hammer ist, wie viele 18-jährige begreifen, was das für Auswirkungen haben kann wenn man mal 40 Jahre alt ist.

Und @Oberleutnant:
Das mit Söldner ist nur noch beleidigend gegenüber Berufssoldaten. Schnauf doch mal durch.


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BeitragVerfasst: 16. Nov 2017, 14:06 
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Beiträge: 107
@de10kcl und iceman: Einfach Berufs-söldner mit -soldat ersetzen, dann ist die Welt wieder in Ordnung. Diese Begriffe sind für mich per definitionem synonym zu gebrauchen. Lasse mich aber gerne vom Gegenteil belehren!

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BeitragVerfasst: 17. Nov 2017, 11:46 
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Beiträge: 1290
Ein Söldner kämpft für Geld. Geldgeber ist Nebensache.
Ein Berufssoldat dient seinem Land, kämpft wenn es die Lage erfordert.

Also ersuche ich ebenfalls um begriffliche Trennung.


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