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BeitragVerfasst: 19. Mär 2017, 20:14 

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Da es ja keine Aktenvermerke bzw. Protokolle bei den Verhandlungen von Darabos bis zum Abschluss des Vergleiches gibt, wäre es interessant, ob es dazu Aufzeichnungen von Airbus gibt und es evt. auch andere Vorschläge seitens von Airbus gab.


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BeitragVerfasst: 20. Mär 2017, 14:03 
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Auf der Website des Bundesheeres findet sich im FAQ zur Klage folgender Hinweis auf die Muss-Anforderungen eines Abfangjägers:

Zitat:
Braucht Österreich überhaupt Abfangjäger?

Abfangjäger sind zur Sicherung der Luftsouveränität der Republik Österreich unverzichtbar. In der Teilstrategie Verteidigungspolitik der derzeit geltenden österreichischen Sicherheitsstrategie wird unmissverständlich ausgeführt, dass "die Luftsouveränität und Luftraumüberwachung in Österreich gewährleistet sein müssen". Dem Österreichischen Bundesheer fällt die Aufgabe der Überwachung und Sicherung des Luftraums zu. Um diese Aufgabe zu erfüllen, braucht das Österreichische Bundesheer Kampfflugzeuge mit Lenkwaffen, die wetter- und tageszeitunabhängig einsetzbar und in der Lage sind, sogenannte "sehr schnelle Luftfahrzeuge", die mehr als 900 km/h fliegen, abzufangen.


http://www.bundesheer.at/archiv/a2017/tf/faq.shtml

Damit sollten einige hier im Forum dargestellte Horrorszenarien wegfallen.


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BeitragVerfasst: 20. Mär 2017, 14:42 
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Papier ist ja sooooo geduldig.


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BeitragVerfasst: 20. Mär 2017, 15:08 

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Doppeladler hat geschrieben:
Auf der Website des Bundesheeres findet sich im FAQ zur Klage folgender Hinweis auf die Muss-Anforderungen eines Abfangjägers:

Zitat:
Braucht Österreich überhaupt Abfangjäger?

Abfangjäger sind zur Sicherung der Luftsouveränität der Republik Österreich unverzichtbar. In der Teilstrategie Verteidigungspolitik der derzeit geltenden österreichischen Sicherheitsstrategie wird unmissverständlich ausgeführt, dass "die Luftsouveränität und Luftraumüberwachung in Österreich gewährleistet sein müssen". Dem Österreichischen Bundesheer fällt die Aufgabe der Überwachung und Sicherung des Luftraums zu. Um diese Aufgabe zu erfüllen, braucht das Österreichische Bundesheer Kampfflugzeuge mit Lenkwaffen, die wetter- und tageszeitunabhängig einsetzbar und in der Lage sind, sogenannte "sehr schnelle Luftfahrzeuge", die mehr als 900 km/h fliegen, abzufangen.


http://www.bundesheer.at/archiv/a2017/tf/faq.shtml

Damit sollten einige hier im Forum dargestellte Horrorszenarien wegfallen.


Und hier ein Zitat aus den FAQ:
Zitat:
2. Als weitere Konsequenz aus dem Bericht der Task Force Eurofighter hat Bundesminister Doskozil den Kommandanten der Luftstreitkräfte, Brigadier Karl Gruber, damit beauftragt, eine Arbeitsgruppe im BMLVS zu leiten, die alle militärischen und betriebswirtschaftlichen Optionen zur Sicherstellung der Luftraumüberwachung der Republik Österreich untersuchen und bewerten soll. Dies vor dem Hintergrund, dass dem Österreichischen Bundesheer die derzeit für die Sicherung des österreichischen Luftraums eingesetzten Saab 105 OE nur noch bis längstens 2020 zur Verfügung stehen und die laufenden, jährlichen Betriebskosten der Eurofighter sehr hoch sind. Ziel ist, die Sicherheit des österreichischen Luftraums so effektiv wie heute, aber kostengünstiger zu garantieren. Die Arbeitsgruppe wird fihre Analyse und entsprechende Empfehlungen bis Ende Juni 2017 vorlegen.

Wenn das eine Konsequenz sein soll, dann weiß ich nicht. Das sind Äpfel und Birnen. Fast nach dem Motto eines bekannten früheren Bundeskanzlers, der im Mittelmeer weilend die Semesterferien zum Energiesparen propagiert hatte - und mit dem Bullshit durchkam!
"So effektiv wie heute, aber kostengünstiger".
Das ist nun Bullshit zum Quadrat - aber die Aussage, dass die 105 zur Sicherung des Luftraumes eingesetzt werden, zeigt die Richtung auf. Bei Trump oder gewissen anderen Kandidaten würden die Medien zurecht nach "Faktencheck" rufen. Die 105 sind bei uns aushilfsweise zur Sicherung eingesetzt, ja, aber nur, weil wir einfach viel zu wenig EF gekauft haben!! Primär sind die 105 bekanntlich ein Trainingsflugzeug und ein leichtes Erdkampfflugzeug - kein "Abfangjäger". Ob unsere 105 einer mit vmax fliegenden Gulfstream überhaupt noch nachkommen würden?
Aus dem Kostenargument kommt auch, dass gewisse Medien nun die 346 etc ins Spiel bringen. Die sind billiger - können aber auch massiv weniger weil eher ein Nachfolger der 105 als der EF...
--> Typisch Politik, da kann man viel hineininterpretieren. Die Fakten werden dann zeigen, wohin die Reise geht.

Gibt es übrigens neue Fakten zu den "hohen jährlichen Betriebskosten" der EF? Oder wird nun schlagend, dass wir quasi die ältesten Rüststände betreiben? Weil eigentlich sollte die Logistik nun halbwegs eingespielt sein.


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BeitragVerfasst: 20. Mär 2017, 16:48 

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Also letztens habe ich in einer äusserst positiven "Doku" aus DE in der Sendung mit der Maus für Erwachsene (Galileo zu Besuch bei der NATO Air Policing Mission in den Balten) gehört, dass die Flugstunde des Typhoon 90.000 Euro kostet.
So gesehen sind die Deutschen im Vergleich zu den bei uns kolportierten Zahlen (60-70k) um 25-30% teurer dran als wir armes Dritte Welt Land.
Schon schlimm.

Realistisch gesehen wird man gar nichts kaufen, sondern die 15 EF weiterbetreiben, ohne SAAB 105.
Wenn es billiger sein soll, kann es nur eine Eintypenlösung geben und man kann uns, dem Pöbel, ja die 1700 Stunden als wirtschaftlich billiger verkaufen - was sie ja auch de facto sind.

Es gibt keinen Markt für gebrauchte T1 und 1.7 Mrd. an Steuergeld so einfach in die Ecke stellen...das kann ich mir nicht vorstellen.

Falls Airbus Geld locker macht, kann man damit die Stunden auf 1500-1700 raufschrauben und legt den Typhoon T1 gemeinsam mit den anderen Betreibernationen spätestens 2025 still.

Danach folgen 14 Gripen NG auf Leasing oder je nachdem was die nächsten beiden Regierungen aus dem Land machen auch gar nichts mehr, weil der Erhalt des Sozialsystems für den innerpolitischen Frieden am Wichtigsten geworden ist.


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BeitragVerfasst: 20. Mär 2017, 17:13 

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Ja, ich kenne das auch mit den Zahlen.
Nur:
Ohne im Detail die Berechnungsgrundlage zu kennen, gilt das (nicht von Churchill) stammende Bonmot:
Traue nur den Statistiken, die du selber gefälscht hast...
Das deutsche Militär zahlt zB im Durchschnitt massiv höhere Löhne/Gehälter als wir in Österreich.
Normalerweise sinken die Kosten, speziell bei den eher üblichen Vollkostenbetrachtungen, bei mehr Flugstunden pro Maschine pro Jahr.
Und mehr Stück führen ebenso zu Senkungen - besonders mehr baugleiche Stück.

Zu deiner Schlussfolgerung:
Da stimme ich dir nicht zu - was konkret man bei uns machen will, wird sich zeigen.
Wir können nahezu beliebig weiterraten - weil sich eben das Ministerium selbst kaum erreichbare Ziele gibt (billiger und gleich effektiv). Wenn man ein wenig "out of the box" denkt, kann man sich zB fragen:
-) Warum sollten wir die Ausbildung selber machen?
-) Mit den ursprünglich 30 Stück wollte man AUCH die 105 ablösen (man braucht ja nicht 40 Ausbildungsflugzeuge). Seit der hochwasserbedingten Reduktion auf 18 ist das weggefallen und die 105 müssen Aushilfsweise auch Alarmrotte spielen.
-) Warum ein Jet mit 2 Triebwerken?
Für mich ist es verteidigungspolitisch nicht nachvollziehbar, dass man nun auf Totalkonfrontation mit EADS zu gehen scheint. Was auch immer das nach so vielen Jahren bringen soll - außer politischem Kleingeld, nennen wir es Vorwahlkampf. Weil wenn man die Systemeinführungskosten von einem anderen Modell einrechnet... Bei aller strafrechtlicher Relevanz wird man zu, jetzt rate ich mal drauflos, zu 99% nicht die Jets zurückgeben UND das Geld retour bekommen können. Daher stimme ich dir schon zu, dass man durchaus die 15 weiterbetreiben könnte - aber ohne 105 bräuchten wir halt 10 mehr, und auch wenn es diese gebraucht von UK oder IT am Markt geben mag, ob das realpolitisch durchsetzbar wäre?

Dr4ven hat geschrieben:
Also letztens habe ich in einer äusserst positiven "Doku" aus DE in der Sendung mit der Maus für Erwachsene (Galileo zu Besuch bei der NATO Air Policing Mission in den Balten) gehört, dass die Flugstunde des Typhoon 90.000 Euro kostet.
So gesehen sind die Deutschen im Vergleich zu den bei uns kolportierten Zahlen (60-70k) um 25-30% teurer dran als wir armes Dritte Welt Land.
Schon schlimm.

Realistisch gesehen wird man gar nichts kaufen, sondern die 15 EF weiterbetreiben, ohne SAAB 105.
Es gibt keinen Markt für gebrauchte T1 und 1.7 Mrd. an Steuergeld so einfach in die Ecke stellen...das kann ich mir nicht vorstellen.

Falls Airbus Geld locker macht, kann man damit die Stunden auf 1500-1700 raufschrauben und legt den Typhoon dann spätestens 2025 still.
Danach folgen 14 Gripen NG auf Leasing oder je nachdem was die nächsten beiden Regierungen aus dem Land machen - gar nichts mehr.


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BeitragVerfasst: 20. Mär 2017, 21:30 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 19901
Dr4ven hat geschrieben:
Also letztens habe ich in einer äusserst positiven "Doku" aus DE in der Sendung mit der Maus für Erwachsene (Galileo zu Besuch bei der NATO Air Policing Mission in den Balten) gehört, dass die Flugstunde des Typhoon 90.000 Euro kostet.
So gesehen sind die Deutschen im Vergleich zu den bei uns kolportierten Zahlen (60-70k) um 25-30% teurer dran als wir armes Dritte Welt Land.
Schon schlimm.


Tatsächlich (ab 12:21) ...



de10kcl hat geschrieben:
-) Warum ein Jet mit 2 Triebwerken?


Mehr Leistung, längere Durchhaltefähigkeit, nur minimal höherer Spritverbrauch (Supercruise-Fähigkeit!) und deutlich geringere Lärmbelastung für die Anrainer des Fliegerhorsts in Zeltweg.

    Untersuchungsausschussprotokoll (1/GO) 11. Sitzung, 11.01.2007 - öffentlicher Teil (48/KOMM)

    Zitat:
    Abgeordneter Dr. Werner Fasslabend (ÖVP): Wenn wir schon bei dem Thema sind – zwei Triebwerke und eines –: Ist es so, dass bei einem Flugzeug mit zwei Triebwerken das jeweilige Triebwerk weniger oder gleich viel in Anspruch genommen wird, wie wenn es nur eines gibt?

      Mag. Wolfgang Katter: Sie teilen sich die Arbeit, simpel gesprochen – ja.

    Abgeordneter Dr. Werner Fasslabend (ÖVP): Das heißt, es ist auch zu vermuten, dass die Lebensdauer ...

      Mag. Wolfgang Katter: Die Auslegung geht ja darauf hinaus, dass das Luftfahrzeug mit einem Triebwerk noch entsprechend flugfähig und agil ist, also nicht die „lahme Ente“, sondern dass entsprechend weniger, aber doch noch Leistungsreserven verfügbar sind, auch für Rettungsmanöver zum Beispiel, und bei Bedrohung. Daher ist der Umkehrschluss, dass sie im Normalbetrieb sozusagen eben nur mit Teillast fahren, richtig.

    Zitat:
    Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Eine ganz kurze Frage, Herr Brigadier: Ich bin heute von Herrn Fasslabend schon darüber aufgeklärt worden, dass Betriebskosten und diese Cycle-Costs nicht heranzuziehen sind, weil dies – so wie Sie es vorhin formuliert haben – „Wahrsagerei“ ist und wir das über 30 Jahre ja nicht mehr erleben werden. – Gut, das stimmt vielleicht für mich.

    Jetzt habe ich genau aufgepasst, wie Herr Abgeordneter Fasslabend Sie zu einigen Begriffen dieser Life-Cycle-Costs befragt hat – zum Beispiel wegen dieser Maschinen, wegen der Triebwerke und so weiter –, und da wussten Sie doch sehr genau, welche Vor- und Nachteile da anzuführen sind.

    Jetzt frage ich mich: Wieso kann man dann, wenn man dieses Wissen hat – das ich Ihnen natürlicherweise zugestehe und das ja klarerweise da ist –, diese Kosten nicht für alle möglichen Typen, die zur Entscheidung gestanden sind, zumindest so berechnen, dass man sie für die Zukunft einfach mit einbeziehen kann?

    Es ist ja nicht unbedeutend, welche Höhe diese Betriebskosten und diese Life-Cycle-Costs haben. Vielleicht bin ich da wirklich zu wenig verständig, zu dumm, das zu verstehen, aber Sie haben jetzt sehr deutlich gesagt, um was alles es dabei geht.

    Wieso beziehen Sie das nicht auch in die Bewertung der Angebote ein?

      Mag. Wolfgang Katter: Erstens ist das ja nur ein relatives Urteil gewesen. Die Fragen des Herrn Abgeordneten Fasslabend haben sich auf Aspekte bezogen, über die ich natürlich Auskunft geben kann.

      Die Schwierigkeit liegt dann in der verlässlichen Quantifizierung der einzelnen Einflussgrößen. Es ist leicht, zu sagen: Zwei Triebwerke fahren nicht im selben Betriebsprofil wie eines, sondern sie teilen sich, simpel gesprochen, bis zu einem gewissen Grad die Arbeit. Was das aber in den einzelnen Bereichen an Auswirkungen hat und dann an der Kasse bedeutet, ist um vieles komplexer und schwieriger zu ermitteln. Das ist das Problem. – Erstens.

      Zweitens: Ich möchte die „Wahrsagerei“ jetzt nicht als die dominante Aussage meinerseits zu den Life-Cycle-Costs hier zurücklassen. Ich habe nur auf die Problematik der Life-Cycle-Costs-Darstellung und -ermittlung hingewiesen. Aber wir haben uns sehr wohl – und, wie ich glaube, auf intelligente Art und Weise – um Basisdaten bemüht, um den von Ihnen angesprochenen – wenn ich Sie richtig verstanden habe – Vergleich zu ermöglichen. Mögen auch die Zahlen in der Prognose fehleranfällig sein, aber wenn ich den Vergleich nach dem gleichen Schema fahre, dann habe ich eine Skalierungsmöglichkeit. Vielleicht stimmen die Endwerte nicht, aber die Relativwerte sagen etwas aus.

      Das habe ich hier auch gesagt, genauso wie der Hierarchie.



    Untersuchungsausschussprotokoll (1/GO) 27. Sitzung, 22.03.2007 - öffentlicher Teil (64/KOMM)

    Zitat:
    Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Auf jeden Fall: Sie meinen, dass man mit 18 eine Grenze erreicht hat, dass man noch von Luftraumüberwachung reden kann.

    Als Techniker sind Sie sicher in der Lage, uns auch die unterschiedliche technische Leistungsfähigkeit zwischen Gripen und Eurofighter in den wesentlichen Positionen darzustellen.

      Dipl.-Ing. Andreas Knoll: In den wesentlichen Positionen, ja.

    Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Damit es nicht zu lange dauert, die ganze Litanei verlange ich nicht ab, aber es ist sicher interessant. (Obmann-Stellvertreter Mag. Gaßner übernimmt den Vorsitz.)

      Dipl.-Ing. Andreas Knoll: Sagen wir einmal: schneller steigen. Da gibt es Tabellen, die man vergleichen kann. Also bitte, mein Zahlengedächtnis ist nicht so gut, aber da geht es in 10 000 Meter um 48 Sekunden. Ich weiß noch, dass irgendwo auf einer Tabelle steht, 48 Sekunden ist der Gripen später oben.

      Der Sichtbereich. Sie brauchen nur nachzuschauen, was wir bewertet haben, wo der Gripen weniger hat.

      Zwei Triebwerke: erhöhte Sicherheit. In meinen Augen für Österreich unheimlich wichtig. Und dabei kaum höherer Treibstoffverbrauch. Treibstoff ist ja marginal bei dem ganzen Geschäft, aber kaum erhöhter Treibstoff. Die Möglichkeit sozusagen, auch viel länger im Luftraum zu bleiben, weil der Eurofighter Überschall auch fliegt ohne Nachbrenner. Na super, das ist völlig klar, kann mehr tragen.

      Das ist einfach auch das modernere Konzept, die Entwicklungsmöglichkeiten; das, wie ich es da auch geschrieben habe. Da gibt es ...

    Zitat:
    Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Ja, natürlich, aber Ihre Bestätigung ist mir wichtig. Sie haben vom Treibstoff gesprochen, dass nicht unwesentlich mehr Treibstoff verbraucht wird. Können Sie die Umweltbelastung in eine Relation bringen, dass eventuell der Gripen wesentlich weniger Umweltbelastung gewesen wäre, als wenn der Eurofighter in Betrieb ist?

      Dipl.-Ing. Andreas Knoll: Darf ich da nur ganz kurz hineinschauen? (Die Auskunftsperson blättert in ihren Unterlagen.)

      Ich habe noch fragen lassen: Haben wir CO2-Werte? Das ist mir in der Zeit jetzt nicht zur Verfügung gestanden. Das müssen wir jetzt erst nachschauen. Betreffend CO2-Diskussion haben wir angeordnet, das müssen wir unbedingt haben, weil solche Fragen werden kommen. Kann ich jetzt nicht beantworten.

      Das Eurofighter-Triebwerk ist natürlich ein sehr modernes Triebwerk und eine optimale Verbrennung. Wir sind aber da beim Treibstoff relativ im gleichen Bereich wie der Draken. Der Draken hat sogar 4 900 Liter Treibstoffverbrauch, der Gripen hat 4 000 Liter und der Eurofighter hat 4 200 Liter Treibstoffverbrauch. Wenn man die Profile, das ist ein theoretisches Profil ...



Zuletzt geändert von theoderich am 20. Mär 2017, 21:52, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 20. Mär 2017, 21:50 

Registriert: 09. Jun 2009, 17:39
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Ja - geile Flugleistungen und im Ernstfall doch nur hilfloses Opfer eines tschechischen und ungarischen Gripen!


Beste Wünsche und kameradschaftliche Grüße

Weiniviertler


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BeitragVerfasst: 20. Mär 2017, 22:23 

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Das könnte man mit einem zweistelligen Millionenbetrag sofort verhindern, dann wäre jeder Gripen leichtes Futter des EF.

Jetzt genügt auch eine alte Mig 21 mit Sidewinder...da muss man nicht den Gripen ins Spiel bringen...Dank gebührt dem Frisiersalon Norbert, der EF kann nichts dafür und neue Helme oder genug Fahrzeuge für die Miliz gäbe es auch mit Gripen keine, um ein praktisches Synonym für fehlenden pol. Willen zu bemühen.


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BeitragVerfasst: 20. Mär 2017, 22:34 

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Servus Alex!

Der Gripen ist bei weitem kein Opfer bei den NATO - Luftkampfübungen, weil er klein ist und dadurch schwer aufgefaßt werden kann und erst recht nicht mit der gleichen Bewaffnung wie der EF!! Und der Gripen oder EF haben für mich überhaupt nix mit irgendeinem Ausrüstungsbedürfnis der Miliz zu tun!

Und dann wär auch noch festzuhalten, was in den wehrrechtlichen Grundlagen steht - nämlich Landesverteidiung und was machen wir - richtig - Air Policing! Und genauso konsequent gestalten die Würdenträger im Bundesheer halt alles!


Beste Wünsche und kameradschaftliche Grüße

Toni


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BeitragVerfasst: 20. Mär 2017, 23:35 

Registriert: 24. Jan 2013, 20:50
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FAQs Luftraumüberwachung Österreich:

Worin besteht der Betrugsvorwurf über die Lieferfähigkeit des Kaufgegenstandes?

Es besteht der dringende Verdacht, dass die verantwortlichen Entscheidungsträger von Eurofighter Jagdflugzeug GmbH und Airbus Defence and Space GmbH weder in der Lage noch willens waren, der Republik Österreich die vertraglich vereinbarten Eurofighter zu liefern. Die Airbus-Unternehmen hatten sich verpflichtet, zwischen Juni 2007 und Dezember 2007 vier, im Jahr 2008 elf und im Jahr 2009 weitere drei Stück Abfangjäger der Type Eurofighter im Bauzustand Tranche 2 Block 8 oder aber Eurofighter im Bauzustand Tranche 1 Block 5 mit der Verpflichtung zur Umrüstung auf Tranche 2 zu den vereinbarten Lieferzeitpunkten zu liefern.


Was waren die Eckpunkte des Vergleichs von 2007?

Ende Juni 2007 wurden zwischen der Republik Österreich und Eurofighter Jagdflugzeug GmbH/EADS mit einer als "Vergleich" titulierten Vertragsänderung die im Vertrag V1 und V2 vorgesehenen Leistungs- und vertraglichen Bestimmungen wesentlich abgeändert. Der unterzeichnete Vertrag umfasst eine "Vergleichspunktation" und "Nebenpunkte". So wurde unter anderem eine Reduktion der Lieferverpflichtung für 18 Stück Eurofighter der Tranche 2 auf 9 "neue" und 6 "gebrauchte" Eurofighter der Tranche 1 und eine Rückzahlung von EUR 250 Millionen an die Republik Österreich vereinbart.

Welcher Typ und welche Tranchen des Eurofighters wurden schlussendlich geliefert?

In Folge des Vergleichs wurden insgesamt 15 Eurofighter der Konfiguration Tranche 1 geliefert, teils gebraucht.

Wie kann man ein Unternehmen für etwas beschuldigen, obwohl man das geliefert bekam, was bestellt wurde, nämlich ausdrücklich T1?
Die Sache mit den Schmiergeldzahlungen gehöhrt aufgeklärt, alles andere liegt nicht in der Schuld von Airbus. Meine Meinung.
Hätte Darabos nicht diesen Vergleich mit Eurofighter abgeschlossen, sonderen sich um eine weitere Reduktion der Stückzahl, zB von 18 auf 12 + 2 Doppelsitzer, dafür aber nicht auf T2-Verzicht geeinigt hätte, würde die Sache heute vielleicht anders aussehen.


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BeitragVerfasst: 20. Mär 2017, 23:53 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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Weinviertler hat geschrieben:
Ja - geile Flugleistungen und im Ernstfall doch nur hilfloses Opfer eines tschechischen und ungarischen Gripen!


Du weißt aber schon, dass die Ungarn und Tschechen JAS-39C/D fliegen? Und zwar mit der im Vergleich zur IRIS-T wesentlich leistungsschwächeren AIM-9M "Sidewinder":


Zitat:
Pokud jde o výzbroj letounů JAS-39, ta je v případě českých vzdušných sil určena pouze proti vzdušným cílům. Základem je palubní kanon Mauser BK-27 ráže 27 mm a protiletadlové řízené rakety krátkého dosahu AIM-9M Sidewinder. Zhruba od poloviny roku 2008 jsou ve výzbroji českých Gripenů také rakety středního dosahu AIM120C-5 AMRAAM, jež patří ke špičce ve své kategorii.


Der qualitative Mehrwert sind die Verfügbarkeit von Mittelstreckenlenkwaffen AIM-120C-5, des Selbstschutzsystems EWS 39 und des Zielbehälters Litening. Und im Fall Tschechiens die geplante Luft-Boden-Befähigung. Die Ungarn fliegen schon seit zehn Jahren mit AGM-56G/H Maverick.

    Szöveges beszámoló jelentés
    a XIII. Honvédelmi Minisztérium fejezet
    2010. évi költségvetésének teljesítéséről


    Zitat:
    - Gripen bérleti díj és kapcsolódó beszerzések: ezen feladatokra biztosított 27.026,1 MFt módosított előirányzat 99,7%-on (26.944,4 MFt) teljesült. A 2009. évi maradvány felhasználása 93,2%-os szinten realizálódott. Ezen belül az alábbi feladatok kerültek elszámolásra:

      o Gripen éves bérleti díj kifizetése

      o repülőgép-vezetői speciális ruházat beszerzése

      o humán centrifuga és túlélő kiképzés

      o légi utántöltési kiképzés

      o Litening célmegjelölő beszerzése

      o Infra zavaró töltet beszerzése

      o Harcászati föld-levegő-föld híradás többsávos URH-DMH (VHF-UHF) rádiók, rendszerek beszerzése

      o AIM-120-C5 L-L rakéta (AMRAAM) beszerzése

      o Fedélzeti gépágyú lőszer (PELE) beszerzése



    Szöveges beszámoló jelentés
    a XIII. Honvédelmi Minisztérium fejezet
    2009. évi költségvetésének teljesítéséről


    Zitat:
    - Gripen bérleti díj és kapcsolódó beszerzések: ezen feladatokra biztosított 29.791,6 MFt módosított előirányzat 98,2%-on (29.257,8 MFt) teljesült, a végrehajtott főbb feladatok a következők:

      o Gripen éves bérleti díj kifizetése

      o Litening célmegjelölő beszerzése

      o Infra zavaró töltet beszerzése

      o Harcászati föld-levegő-föld híradás többsávos URH-DMH (VHF-UHF) rádiók, rendszerek beszerzése

      o AIM-120-C5 L-L rakéta (AMRAAM) beszerzése

      o Fedélzeti gépágyú lőszer beszerzése



Zuletzt geändert von theoderich am 21. Mär 2017, 08:24, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 21. Mär 2017, 07:46 

Registriert: 09. Jun 2009, 17:39
Beiträge: 604
Alles natürlich bekannt, Theoderich! Aber bei unseren EF gibts keinen Selbstschutz! Und genau daraus ergibt sich der entscheidende Mehrwert zum Nachteil unserer EF!


Beste Wünsche und kameradschaftliche Grüße

Weinviertler


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BeitragVerfasst: 21. Mär 2017, 08:28 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 19901
Abgesehen davon, dass die Tschechen und Ungarn unsere "Eurofighter" schon aus über 100 km Entfernung unschädlich machen könnten.
__________________________________

Zitat:
Eurofighter-U-Ausschuss kommt rasch auf Schiene

In einer Woche wird es ernst mit dem zweiten Eurofighter-Untersuchungsausschuss: Kommenden Dienstag tritt der Geschäftsordnungsausschuss zusammen, um den Beweisbeschluss zur Vorlage von Akten zu fassen.

Mit dem Nationalratsplenum am Mittwoch, gilt der blau-grüne U-Ausschuss dann als eingesetzt und kann seine Arbeit aufnehmen.

Zitat:
Die Zeugenbefragungen dürften im Mai starten.



Zuletzt geändert von theoderich am 21. Mär 2017, 09:22, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 21. Mär 2017, 09:09 

Registriert: 12. Mai 2011, 11:05
Beiträge: 3319
Weinviertler hat geschrieben:
Servus Alex!
Und der Gripen oder EF haben für mich überhaupt nix mit irgendeinem Ausrüstungsbedürfnis der Miliz zu tun!


Es ist schon klar, dass du de-facto Recht hast.

Für mich hat deine Aussage so geklungen wie das typische Ergebnis dessen was passiert wenn innerhalb der Streitkräfte gegeneinander gearbeitet wird, sprich Luft- gegen Landstreitkräfte.

Ich habe in den letzten Jahren immer wieder live mitbekommen wie Milizler, Jäger und auch JaKo gegen den EF gegeifert haben und dass sie wegen dieser "Fehlbeschaffung" ein riesen Loch im Budget hätten, wofür sie am Ende mit schlechterer Ausrüstung zu bezahlen hätten.

So gesehen muss ich ganz ehrlich sagen, dass man eigentlich sämtliche Beamte, Offiziere und alle die länger als 5 Jahre dabei sind, im BMLVS kündigen, 50% des Generalstabes abfertigen, die maximale Anzahl an 1-4 Sternen gesetzlich festlegen und den Rest nur noch mit Zeitverträgen neu anstellen müsste.
Wird halt nicht passieren und genau deswegen wird sich nichts ändern, ausser es passiert etwas Gröberes - sprich wir Bürger müssten in grösserer Anzahl unser Leben lassen, bis sich politisch etwas tut.


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