Wehrpflicht: Koalitionskonflikt wird schärferZitat:
Schützenhilfe bekam Darabos von SPÖ-Klubobmann Josef Cap, der den Koalitionspartner zu einer sachlichen Diskussion aufgefordert. Er attestierte ihm, „konstruktive Arbeit“ zu leisten. „Er hat die Aufgabe, das Heer in Richtung Professionalisierung vorzubereiten und das tut er.“ In ganz Europa gehe die Entwicklung aufgrund veränderter geopolitischer Lage in Richtung Berufsheer, diesem Prozess könne sich auch Österreich nicht verschließen, bekräftige Cap die SPÖ-Linie.
Österreich schickt 160 Soldaten in den LibanonZitat:
Die Hauptbasis der Österreicher, die mit der Versorgung von etwa 12.000 Soldaten betraut würden, werde in Naqoura (Nakura) im Südwesten des Libanon sein, führte der Minister aus. Das Interesse an dem Einsatz sei groß, und Mitte September beginne die Ausbildung der Soldaten. Ende Oktober werde ein Vorkommando in den Libanon verlegt, Ende November solle dann die volle Einsatzbereitschaft erreicht sein.
Das Material für den Einsatz werde von der UNO zur Verfügung gestellt, die auch einen Teil der Personalkosten - 1000 Euro pro Soldat und Monat - refundiere. Die für Österreich verbleibenden Kosten für die Mission seien "budgetär abgesichert", sagte Darabos. In der letzten Budgetverhandlung seien fünf Millionen Euro für zukünftige Auslandseinsätze ausverhandelt worden, und er gehe davon aus, dass man mit diesen fünf Millionen pro Jahr auskommen werde.
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Generalstabschef Othmar Commenda sagte auf der gemeinsamen Pressekonferenz, das Camp nahe der Grenze zu Israel sei "wahrscheinlich das schönste, das wir je bezogen haben". Er kenne keine Mission, die vom Aufwand her so einfach anzugehen gewesen wäre. Das Gerät, das den Österreichern zur Verfügung stehe, sei "top", das Material "modernst". Insgesamt stellten 35 Staaten Truppen - allen voran Italien, Frankreich, Indonesien und Indien. "Force Commander" ist der Spanier Alberto Asarta Cuevas.
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Darabos kündigte in Alpbach zudem an, dass der Ministerrat am Dienstag eine Änderung des Auslandseinsatzgesetzes beschließen werde. Dabei gehe es um die Rechtssicherheit der Soldaten im Ausland. Ein rechtsfreier Raum werde beseitigt. Commenda ergänzte, das Gesetz sei "für uns ein ganz wichtiger Punkt": "Es gibt 'rules of engagement', die sind aufs Völkerrecht abgestimmt, und die galten bisher nur im Ausland und in Österreich nicht." Das werde nun geändert.