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Leopard 2A7 für die Bundeswehr

Wehrtechnik & Rüstung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
theoderich
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Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr

Beitrag von theoderich » 10. Mai 2017, 13:04

Als wesentliche Unterauftragnehmer in dem 760-Millionen Euro-Vertrag wirken Rheinmetall (106,5 Millionen Euro) und MTU Friedrichshafen (21,2 Millionen Euro) mit.



Leopard 2: Mehr Panzer und verbesserte Technik mit dem „A7V"

Erhöht wird die Stückzahl, indem 100 im Industriebesitz befindliche ältere Leopard 2 A4 zurückgekauft werden. 68 davon, sowie 16 weitere Leopard 2 A6 aus niederländischen Beständen, werden umgerüstet. Hinzu kommen 20, dann auf „V“ modernisierte, Leopard 2 A7.

Ein Wärmebildgerät der dritten Generation beim Richtschützen verbessert beim A7V die Nachtkampffähigkeit. Unterstützend wirkt dabei ein neues Fahrernachtsichtgerät mit Wärmebildanteil für die Vorwärts- und Rückwärtsfahrt. Mit dem Wärmebildgerät kommt ebenfalls ein neuer Laser-Entfernungsmesser mit höherer Genauigkeit zum Einsatz.

Das in der Version A7 eingeführte Klimaaggregat zur Kühlung des Kampfraumes beim Einsatz in Wüstengebieten wird durch ein neues ersetzt. Zwar hat sich das derzeit eingebaute grundsätzlich bewährt. Mittlerweile steht aber ein Gerät zur Verfügung, das die gleiche Leistung erbringt und zusätzlich eine ABC-Schutzbelüftungsanlage beinhaltet. Der alte ABC-Anlagenraum kann nun für eine weitere Kühlanlage genutzt werden. Sie schützt künftig speziell den Fahrerplatz vor Überhitzung, wie es bereits für die Vorgängerversion gefordert worden war.

Der Leo kann wieder springen

Beginnend mit der Version A7V wird die elektrische Nachführanlage der Bordkanone digitalisiert. Zudem erhält der Kommandant einen neuen Monitor. Langfristig sollen auch ältere Versionen entsprechend umgerüstet werden.

Zu den weiteren Verbesserungen das A7V gehört ein zusätzliches Schutzmodul am Bug des Fahrgestells. Dank geänderter Seitenvorgelege an den Antriebskränzen der Kette ist der Panzer zudem wieder in der Lage, den taktischen „Sprung“ aus der Deckung adäquat durchzuführen. Erkauft wurde dieser Vorteil durch Abstriche bei der maximalen Geschwindigkeit. Außerdem wurden eine dem Gewicht angepasste Kette und verstärkte Drehstäbe verbaut.

Alle Motoren werden aufgrund ihres Alters generalüberholt. Anzupassen ist zudem die Multispektral-Schutzausstattung Barracuda. Um die bisher schwerste Munitionsart, die Sprengpatrone DM11, in bisheriger Anzahl mitführen zu können, werden zudem die Munitionshalterungen überarbeitet.


theoderich
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Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr

Beitrag von theoderich » 09. Jun 2017, 15:44

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Von den 100 zurückgekauften Fahrzeugen fließen 68 in das Aufwuchsprogramm, die übrigen 32 werden für noch genauer zu definierende Umbauten in Unterstützungsfahrzeuge wie die neue Gefechtsfeldbrücke, den Nachfolger des Pionierpanzer Dachs oder andere zurückgehalten. Ziel ist die langfristige Umstellung aller Familienfahrzeuge auf die Basis Leopard 2, um die logistische Gleichheit zum KPz zu erreichen.

Mit der Modernisierung sollte möglichst ein höheres Niveau als die Version A7 erreicht werden. Damit waren auch die 16 niederländischen Leopard 2 A6 und die bereits vorhandenen deutschen Leopard 2 A7 auf den einheitlichen höheren Rüststand aufzurüsten. Hauptaugenmerk lag aber eindeutig auf der Stückzahlerhöhung. Die Verbesserungen durften weder den vorgegebenen Finanzrahmen sprengen, noch den Zeitplan gefährden. Damit fielen alle noch nicht zu Ende entwickelten bzw. mit hohem Aufwand zu qualifizierenden Möglichkeiten aus der Betrachtung. Dieses spiegelt sich auch in der Bezeichnung der neuen Version wider, die nicht um eine weitere Zahl steigt, sondern nur den Zusatz „V“ wie verbessert bekommt. Sind alle geplanten Fahrzeuge umgerüstet, kann der Zusatz „V“ wieder entfallen.

Die neue Version setzt technisch auf seinem Vorgänger auf. Die dort eingebrachten Modernisierungen haben sich grundsätzlich bewährt. Insgesamt stellt sich das System nach der erneuten Aufrüstung als von vielen Obsoleszenzen und Schwachstellen bereinigt und für weitere Anpassungen offen dar. Der Fahrgestellbug erhält ein zusätzliches Schutzmodul, welches bereits aus internationalen Programmen bekannt ist. Die Möglichkeit, bei Bedarf Zusatzpanzerungselemente für den Rundumschutz zu montieren, wird konsequent umgesetzt, sodass im Bedarfsfall außer dem eigentlichen, einfach gestalteten Anbau keine zusätzlichen, kosten- oder zeitintensiven Maßnahmen erforderlich sind. Die Erhöhung des Schutzes war eine hoch priorisierte Forderung des Bedarfsträgers.

Seit den Ursprüngen des KPz Leopard 2 ist der Bereich des Antriebsstranges quasi unverändert, während das Gewicht seit der Version A5 bei jeder Kampfwertsteigerung zugenommen hat. Bei nahezu unveränderter Endgeschwindigkeit hatte sich dadurch das Beschleunigungsverhalten zunehmend verschlechtert. Ein bereits vor einigen Jahren begonnenes Programm zur Verbesserung der Mobilität ermöglicht es nun, die einzelnen Maßnahmen als Paket in die Serie des A7V einzubringen. 70 Tonnen sind als Gefechtsgewicht nun qualifiziert. Da dieser Wert selbst mit den Zusatzschutzpaketen derzeit nicht erreicht wird, ist noch hinreichend Spielraum für spätere Änderungen. Kernelement sind im Übersetzungsverhältnis geänderte Seitenvorgelege, mit denen man sich dem alten Beschleunigungsverhalten annähert. Mit dieser Änderung wird der Panzer in die Lage versetzt, den taktisch wichtigen Sprung aus der Deckung wieder adäquat durchführen zu können. Erkauft wird dieser Vorteil durch Abstriche bei der maximalen Geschwindigkeit, welche aber ohnehin eher eine Nenngröße ohne praktischen Nutzen ist. Um das den erhöhten Kräften ausgesetzte Getriebe zu härten, aber auch um im Laufe der Jahre erkannte Schwachstellen abzustellen, sind Änderungen eingebracht, die eine Dauerfestigkeit sicherstellen, aber die grundsätzliche Konstruktion beibehalten. Weiterhin werden eine dem Gewicht angepasste Kette und verstärkte Drehstäbe verbaut.

Verbessert wird die Nachtkampffähigkeit durch ein Wärmebildgerät der dritten Generation beim Richtschützen sowie den Einsatz eines neuen Fahrernachtsichtgerätes mit Wärmebildanteil für Vorwärts- und Rückwärtsfahrt. Mit dem Wärmebildgerät kommt ebenfalls ein neuer Laserentfernungsmesser mit höherer Genauigkeit zum Einsatz.

Das über das Projekt Energie- und Kampfraumkühlanlage (EKKA) in der Version A7 eingeführte Klimaaggregat zur Kühlung des Kampfraumes wird durch ein neues ersetzt. Zwar hat sich das derzeit eingebaute grundsätzlich bewährt, mittlerweile steht aber ein Gerät zur Verfügung, das leistungsgleich im identischen Bauraum zusätzlich eine ABC-Schutzbelüftungsanlage beinhaltet. Der alte ABC-Anlagenraum kann nun für eine weitere Kühlanlage speziell für den Fahrer genutzt werden. Mit einem Schlauch wird die temperierte Luft nun auch in den Fahrerraum geführt. Damit wird die bereits für die EKKA geforderte Möglichkeit zur Kühlung auch des Fahrerplatzes nun realisiert.

Weitere kleinere Anpassungen sind als Folgemaßnahmen der bisher genannten neu einzubringen. So machen die externen Änderungen eine Anpassung der Multispektral-Schutzausstattung (Barracuda) erforderlich. Um die bisher schwerste Munitionsart, die Sprengpatrone DM11, ohne Einschränkung bei Verstauort und Anzahl mitführen zu können, werden die Munitionshalterungen überarbeitet.

Zunächst werden zwei vorgezogene Serienfahrzeuge für die Nachweisführung und die Einsatzprüfung ausgeliefert. Basis für diese Fahrzeuge sind Kampfpanzer der Version A7, um diese Fahrzeuge zeitgerecht Ende 2019 zur Verfügung zu haben. Dann erfolgt die Übergabe der auf A6-basierenden A7V im Jahr 2020, direkt gefolgt von den umgerüsteten 68 zurückgekauften KPz Leopard 2 A4. Die restlichen 18 KPz Leopard 2 A7 werden als letzte der Umrüstung zugeführt, um diese zurzeit modernste Version möglichst lange für die Truppe verfügbar zu halten und erst dann einzusteuern, wenn eine gewisse Anzahl A7V zur Verfügung steht.


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Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr

Beitrag von theoderich » 13. Jul 2017, 09:08

BAAINBw beschafft Sekundärmunition für die Kampfpanzer der Bundeswehr

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Der nun geschlossene Vertrag hat ein Auftragsvolumen von ca. 45 Millionen Euro. Die Firma Rheinmetall Waffe und Munition (RWM) wird dabei in zwei Losen je 2.500 Patronen 120mm x 570 DM11 bis Ende 2017 bzw. bis Ende 2018 an die Bundeswehr liefern.

Bei der Patrone 120mm x 570 DM11 handelt es sich um eine Sprengpatrone, deren Zünder im geladenen Zustand mit der Feuerleitanlage des Kampfpanzers LEOPADRD 2 verbunden ist. Diese Patrone ist mit drei Zünderfunktionen – Aufschlag, Verzögerung und Luftsprengpunkt – verschießbar und ist besonders geeignet, weitreichende Panzerabwehrwaffen, ungepanzerte bis leichtgepanzerte Fahrzeuge hinter Deckungen und Feldbefestigungen zu bekämpfen.

Tests und Prüfungen dieser Patrone wurde in Kooperation mit dem US Marine Corps im Jahr 2013 abgeschlossen. Ende 2013 wurde bereits ein erstes Los mit 2.500 Patronen beschafft.

Mit der nun unter Vertrag genommenen Beschaffung wird die Bereitstellung des notwendigen Einsatzvorrates sowie eine Bevorratung für die reale Gefechtsausbildung mit den in naher Zukunft zur Verfügung stehenden 104 KPz LEOPARD 2 A7V gewährleistet.


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Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr

Beitrag von theoderich » 28. Jul 2017, 16:22


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Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr

Beitrag von theoderich » 27. Sep 2017, 13:18

Großauftrag für Rheinmetall

Das Modernisierungspaket und weitere Leistungen haben einen Netto-Gesamtwert von 118 Mio EUR. Die ersten umgerüsteten Serienkampfpanzer Leopard 2 A7V sollen der Bundeswehr ab 2020 zulaufen.

Insgesamt werden 68 Leopard 2A4, 16 Leopard 2A6 und 20 Leopard 2A7 auf den Konstruktionsstand A7V gebracht. Im Rahmen der Modernisierung übernimmt Rheinmetall die Behebung von Obsoleszenzen am Feuerleitrechner und am Rechnerbediengerät, rüstet einen neuen augensicheren Laserentfernungsmesser ein und integriert ein neues Wärmebildgerät.

Weiterhin liefert Rheinmetall neue Waffenanlagen des Typs L55A1 für die zu modernisierenden 68 Leopard 2A4. Diese Kampfpanzer verfügen dann waffenseitig bereits über die technischen Voraussetzungen, die nächste Generation panzerbrechender Munition im höheren Druckbereich verschießen zu können. Alle 104 Leopard 2A7V erhalten die Fähigkeit, die neue programmierbare Mehrzweckmunition DM11 von Rheinmetall zu nutzen.


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Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr

Beitrag von theoderich » 11. Okt 2017, 12:18


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Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr

Beitrag von theoderich » 24. Okt 2017, 14:35


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Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr

Beitrag von de10kcl » 16. Nov 2017, 13:42

Da scheint es noch Probleme zu geben.
Wobei - das mit Umrüstung ist klar. Ein Land das größere Mengen an gewissen Geräte hat wird immer einen Teil gerade Upgraden.
Man müsste also eher fragen:
Welchen Klarstand will man erreichen und wenn man diesen nicht erreicht, warum konkret. Ersatzteile ist sehr allgemein. Das können Wärmebildgeräte sein die nicht mehr produziert werden.
http://www.focus.de/politik/deutschland ... 54562.html

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Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr

Beitrag von theoderich » 07. Dez 2017, 00:01

Europe's forces expand on the land

The 2A7V is a minor upgrade over the existing 2A7, introducing some of the improvements that were developed for the Qatari Leopard 2A7Q variant. Exact details are limited, but it is understood that the upgrade includes an improved gunner's primary optic, replacement of the driver's night sight with the Airbus SPECTUS TI/IR unit, and the installation of the FLW-200 remotely operated weapon station (ROWS). Although unconfirmed, it is expected that the latest development in Rheinmetall's 120 mm smoothbore gun range, the L55A1, will also be installed. The company previously stated that the first customer for the new gun will be Germany, with deliveries from 2017, which would align closely with the country's intentions for the 2A7V upgrade programme. The L55A1 has a higher pressure level - 700 MPa versus the baseline L55's 670 MPa - and the stub-case ejector system has been optimised. The former produces a claimed 20% increase in penetration over the baseline L55 weapon.


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