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Sammelthread: Nachfolger Saab 105 Oe

Flugzeuge, Großgerät, Fliegerhorste, ...
Maschin
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Re: Sammelthread: Nachfolger Saab 105 Oe

Beitrag von Maschin » 02. Dez 2015, 15:25

...
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Milizler
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Re: Sammelthread: Nachfolger Saab 105 Oe

Beitrag von Milizler » 02. Dez 2015, 20:07

Ok, vielen Dank für deine Ausführungen.
Beordert bei 1./JgB NÖ

em
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Re: Sammelthread: Nachfolger Saab 105 Oe

Beitrag von em » 03. Dez 2015, 00:39

wenn man bei unserer Luftwaffe das Flugzeug für die drei Aufgaben - 1. Download der teuren EF-Stunden (wohl der wichtigste Grund für die Beschaffung eines Trainers mit Simulation für EF geeignet) 2. teilweise Übernahme der LRÜ zur Entlastung der EF (infolge der teuren EF-Stunden) 3. Ausbildung von Düsenpiloten nach modernen Gegebenheiten bis zur EF-Ausbildung - anschaffen und damit mit ernster Absicht wirklich einmal was ordentliches für einen langen Zeitraum installieren will, wird insbesondere für den 1. und 2. Punkt nur die M-346 in Frage kommen können. Alles andere wäre wieder Schwachsinn und Vernichtung teurer Steuermittel, auch wenn eine andere Type angeblich um einen geringen Preis billiger käme!!

Dr4ven
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Re: Sammelthread: Nachfolger Saab 105 Oe

Beitrag von Dr4ven » 03. Dez 2015, 08:56

Naja zumindest die ganzen Sachausschreibungen gehen jetzt allesamt nach dem Billigstbieter und nicht nach dem Bestbieter Prinzip.

Milizler
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Re: Sammelthread: Nachfolger Saab 105 Oe

Beitrag von Milizler » 03. Dez 2015, 09:05

Solange der Anforderungskatalog detailliert genug ist und eingehalten wird ist das Billigstbieter Prinzip nichts schlechtes. Zumindest in der Theorie könnte man damit einer gewissen Korruption vorbeugen. Zu befürchten ist jedoch wieder das es dann von den verlierenden Parteien Beschwerden hagelt weil die Kriterien angeblich auf bestimmte Anbieter zugeschnitten sind.
Beordert bei 1./JgB NÖ

theoderich
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Re: Sammelthread: Nachfolger Saab 105 Oe

Beitrag von theoderich » 03. Dez 2015, 11:40

Im BVergVS 2012 ist das Billigstbieterprinzip für alle Ausschreibungen im Oberschwellenbereich festgeschrieben, bei denen in den Ausschreibungsunterlagen keine Angaben über die Vergabemodalitäten gemacht werden:

    Bundesgesetz über die Vergabe von Aufträgen im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich (Bundesvergabegesetz Verteidigung und Sicherheit 2012 – BVergGVS 2012)

    Inhalt der Ausschreibungsunterlagen

    § 68. (1) In den Ausschreibungsunterlagen oder in der Bekanntmachung ist der Auftraggeber oder der Auftraggeber und die vergebende Stelle genau zu bezeichnen sowie anzugeben, ob die Vergabe der ausgeschriebenen Leistung nach den Bestimmungen dieses Bundesgesetzes für den Ober- oder den Unterschwellenbereich und der dazu ergangenen Verordnungen erfolgt und welche Vergabekontrollbehörde für die Kontrolle dieses Vergabeverfahrens zuständig ist.

    [...]

    (3) Im Oberschwellenbereich kann der Auftraggeber den Zuschlag dem technisch und wirtschaftlich günstigsten Angebot oder dem Angebot mit dem niedrigsten Preis erteilen. Soll der Auftrag dem technisch und wirtschaftlich günstigsten Angebot erteilt werden, so hat der Auftraggeber in der Bekanntmachung oder in den Ausschreibungsunterlagen alle Zuschlagskriterien, deren Verwendung er vorsieht, im Verhältnis der ihnen zuerkannten Bedeutung anzugeben. Diese Angabe kann auch im Wege der Festlegung einer Marge, deren größte Bandbreite angemessen sein muss, erfolgen. Ist die Festlegung der Zuschlagskriterien im Verhältnis der ihnen zuerkannten Bedeutung aus nachvollziehbaren Gründen nach Ansicht des Auftraggebers nicht möglich, so hat der Auftraggeber in der Bekanntmachung oder in den Ausschreibungsunterlagen alle Zuschlagskriterien, deren Verwendung er vorsieht, in der Reihenfolge der ihnen zuerkannten Bedeutung anzugeben. Sofern in der Bekanntmachung oder in den Ausschreibungsunterlagen keine Festlegung betreffend das Zuschlagsprinzip erfolgt, ist der Zuschlag dem Angebot mit dem niedrigsten Preis zu erteilen.



Maschin hat geschrieben:Nur bei der PC-21 geht es um Ausbildung und Simulation, wobei zwar Aussenlasten möglich sind und auch angeboten werden, aber die Schweizer rein nur Ausbildung praktizieren.


Es gibt aber nur ganz, ganz wenige Fotos davon. Etwa diese hier, mit einem Rauchsystem, ...

    Bild

    Bild

    Bild

... oder Zusatztanks ...

    Bild

... oder diese PC-21 der Vereinigten Arabischen Emirate, mit Zusatztanks:

Zuletzt geändert von theoderich am 04. Dez 2015, 09:00, insgesamt 5-mal geändert.

Rabe
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Re: Sammelthread: Nachfolger Saab 105 Oe

Beitrag von Rabe » 04. Dez 2015, 02:07

Besser die L-39NG als garnichts.
Aber es wird noch viel heisse luft geben von allen seiten befor was (od. nix) entschieden wird.

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Re: Sammelthread: Nachfolger Saab 105 Oe

Beitrag von Dr4ven » 04. Dez 2015, 08:55

Wollen die Schweden nicht die PC-21 kaufen?

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/ ... y/18313159

Maschin
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Re: Sammelthread: Nachfolger Saab 105 Oe

Beitrag von Maschin » 04. Dez 2015, 12:28

...
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theoderich
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Re: Sammelthread: Nachfolger Saab 105 Oe

Beitrag von theoderich » 04. Dez 2015, 12:35

Dr4ven hat geschrieben:Wollen die Schweden nicht die PC-21 kaufen?


Es gibt lediglich ein MoU zwischen SAAB und Pilatus:


theoderich
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Re: Sammelthread: Nachfolger Saab 105 Oe

Beitrag von theoderich » 13. Jan 2016, 14:26

Militär Aktuell 4/2015 hat geschrieben:SAAB 105

Von der aktuellen Saab 105-Flotte dürften zwölf Jets mit nachgerüstetem Cockpit (dabei geht es um moderne Navigationshilfen und Kommunikationsmittel) bis 2020 fliegen. Spätestens dann muss sich das Bundesheer wohl um einen Nachfolger bemühen. Die verfügbaren Modelle (die italienische M346 dürfte intern Priorität genießen) werden daher schon jetzt ebenso wie mögliche Beschaffungsvarianten geprüft - auch eine Leasing-Lösung scheint denkbar. Die Ausschreibung sollte spätestens Ende 2016 erfolgen. Dem Vernehmen nach wurden übrigens alle für die Nachrüstung benötigten Teile wie Funkgeräte mit heute üblicher Kanalspreizung und fest eingebautes GPS ohne Beteiligung von Fremdausrüstern von eigenen Werkstätten gestemmt.


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Re: Sammelthread: Nachfolger Saab 105 Oe

Beitrag von theoderich » 30. Jan 2016, 11:46

Neue Flugzeuge: Wenn Soldaten in die Luft schauen

Der neue Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil wird sich rascher, als ihm lieb ist, mit einem Beschaffungsprogramm befassen müssen, das wenig Popularitätsgewinn verspricht: Es geht um die Anschaffung neuer Flugzeuge – und da ist seit dem Kommunikationsdesaster um die bisherigen Kampfflugzeugbeschaffungen viel Fingerspitzengefühl notwendig.Es geht zunächst einmal um den Ersatz der in die Jahre gekommenen Saab 105.

Bis zum Jahr 2020 stehen noch zwölf Saab 105 zur Verfügung, nach 50 Jahren im Einsatz ist dann aber endgültig Schluss. Daher ist im Bundesheer seit Jahren eine Nachbeschaffung geplant – die aktuelle Ausgabe der Schweizer "Flieger Revue" schreibt dazu: "Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem international immer üblicher werdenden Konzept eines sogenannten Companion-Trainers, das ist eine Plattform, die in der Cockpitausrüstung samt simuliertem Radar- und Waffeneinsatz dem Einsatzmuster so nahekommt, dass viele von dessen Übungsflugstunden in dem Trainer absolviert werden können. Zu oft nur einem Zehntel der Flugstundenkosten. Da, so die inzwischen auch von den Militärs nicht mehr verleugnete Einsicht, 15 Eurofighter für einen täglichen 24-Stunden-Betrieb zu wenig sind, wird der neue Trainer zudem auch aktive Luftraumpolizei machen müssen."

Das war schon klar, als der Eurofighter bestellt wurde. Damals dachte man daran, ihn um die britische Hawk zu ergänzen – doch wegen des politischen Wirbels um die Eurofighter traute sich 14 Jahre lang kein Politiker, einen Neukauf auch nur anzusprechen.Im Stillen wurde aber sondiert: Einerseits wurde die tschechische L-159 geprüft, von denen im Nachbarland mehr produziert als letztlich beschafft wurden. Doch die überzähligen Flugzeuge sind längst verwertet – mehr als ein Dutzend davon ist im Irak gelandet.Als liebste Lösung gilt den Fliegern die italienische Aermacchi M-346, die ein ähnliches Cockpit wie der Eurofighter aufweist. Auf diesem Flugzeug (oder dem Vorgängermodell M-339) trainieren Bundesheerpiloten schon jetzt regelmäßig. Für einen Kauf fehlt aber das formelle Beschaffungsprogramm. Und das Geld: Die gewünschten zwölf Flugzeuge wird man allenfalls leasen können.


"Das war schon klar, als der Eurofighter bestellt wurde. Damals dachte man daran, ihn um die britische Hawk zu ergänzen" - klingt, als ob sich Conrad Seidl das "aus den Fingern gesaugt" hätte. Denn so ein Schritt war nie auch nur angedacht. Ursprünglich hätte die Saab-105OE nur 10 - 15 Jahre betrieben werden sollen, also bis Mitte der 1980er-Jahre:

    Bericht des parlamentarischen Untersuchungsausschusses

    zur Prüfung aller Vorkommnisse im Zusammenhang mit Flugzeugankäufen des Bundesheeres


    Die mehrfach erwähnte Sitzung mit dem Verhandlungsgegenstand "Materielle Bereitstellung von Düsenmaschinen für den Ausbildungsbetrieb" hat am 25. Oktober 1968 im großen Sitzungssaal des Bundesministeriums für Landesverteidigung unter dem Vorsitz des Leiters der Planungsabteilung A Oberst Dr. Tretter stattgefunden. Weitere Teilnehmer waren Brigadier Bizek, Brigadier Dipl.-Ing. Mühlbacher, Brigadier Hauck, Oberst Hügel, Sektionsrat Vock, Dipl.-Ing. Franz, Major Thurner und Major Grigar.

    Das Verhandlungsergebnis ist in einer Information der Planungsabteilung A für den Bundesminister vom 5. November 1968 wie folgt protokolliert worden:

      "Im Hinblick auf die laut LuftAbt erforderliche Doppelbesetzung der SAAB 105 Ö ist ein Flugstundensoll für Düsentraining von rund 1260 Flugstunden/Jahr erforderlich, um mit der Einführung der SAAB 105 Ö in das ÖBH über 40 Düsenpiloten verfügen zu können. Dieses Erfordernis setzt den Bestand von zehn bis zwölf Düsentrainern voraus.

      Zur materiellen Abdeckung dieses Erfordernisses wurde grundsätzlich von ,allen Teilnehmern festgestellt, daß die Aufrechterhaltung des Düsenflugbetriebes (Schul- und Einsatzbetrieb ) nur dann möglich ist, wenn umgehend zehn plus zehn ist gleich weitere 20 SAAB 105 Ö bestellt bzw. eine Option auf diese Stückzahl mit der Firma Saab abgeschlossen wird.

      Die Kriterien hiezu sind:

        a) Die eingeleitete Beschaffung von 20 SAAB 105 Ö bindet das ÖBH mindestens zehn bis 15 Jahre an diese Type.

        Nach den zur Verfügung stehenden Erfahrungswerten ,und den bisherigen österreichischen Unfallsraten wäre für die Ersatzplanung eine Normalverlustrate für Luftfahrzeuge dieser Leistungsklasse und der vorgesehenen Verwendung mit fünf Maschinen/10.000 Flugstunden einzukalkulieren.

        Auf die 20 SAAB 105 Ö umgelegt bedeutet dies, daß in zehn Jahren mit den in Beschaffung stehenden 20 Maschinen kein Staffelbetrieb mehr aufrechterhalten werden kann. Eine Nachbeschaffung von mindestens zehn Flugzeugen für das JaBoGeschwader ist daher unerläßlich.

        Stellt man für Ausbildungszwecke einen Ersatz für die derzeit im Dienst stehenden FOUGA MAGISTER in Rechnung, ergibt sich somit die Notwendigkeit einer Beschaffung von weiteren zehn Stück, wobei diese für den Schulungsbetrieb vorgesehenen Maschinen mit einer einfacheren Bordausrüstung geliefert werden könnten.

        b) Für die Nachbestellung von 20 Stück SAAB 105 Ö muß bis spätestens erstes Quartal 1969 eine Option an die Firma Saab gegeben werden. Die für den Schulungsbetrieb erforderlichen Maschinen müssen im Anschluß an die erste Lieferrate der bereits laufenden Bestellung bis Mitte 1971 verfügbar sein, weil

          eine Grundüberholung der FOUGA MAGISTER, zeitlich gesehen, den Engpaß an verfügbaren Düsenmaschinen im Zeitraum Mitte 1969 bis Ende 1970 nicht beheben kann und eine

          Teilüberholung der FOUGA MAGISTER deren vertretbare Flugtüchtigkeit nur bis maximal Mitte 1971 verlängert.

      Die Lieferung der für das JaBoGeschwader zwecks Auffüllung zu bestellenden zehn Maschinen kann mit 1973 terminisiert werden.

      Eine fallweise Bestellung von geringen Stückzahlen nach Bedarf ist aus fertigungstechnischen Gründen nicht möglich und aus wirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar."

    Das Protokoll enthält weiters eine Darstellung der Vor- und Nachteile verschiedener Varianten des Umbaues bzw. der Überholung der FOUGA MAGISTER zur Beseitigung des materiellen Engpasses von Düsenmaschinen im Zeitraum von Mitte 1969 bis Ende 1970 und schließt wie folgt:

      "Der Leiter LuftAbt stellt abschließend dazu fest, daß mit dieser Problemlösung die Beschaffung von Abfangjägern unberührt bleibt. Der Herr Bundesminister wird gebeten, die Verwirklichung des Mehrheitsbeschlusses zu genehmigen."



Und bei der Ablöse der Saab J-35 "Draken" war ein gemeinsamer Ersatz durch ein einziges Muster eines Mehrzweckkampfflugzeugs geplant:

    Parlamentskorrespondenz Nr. 613 vom 18.09.2001
    Verteidigungsminister Scheibner rechnet mit begrenzter US-Reaktion

    Das zweite Thema der Aussprache war die geplante Beschaffung des Nachfolgetyps für die SAAB-Draken. Nach dem Abschluss der Verhandlungen mit dem Finanzminister wurden fünf Firmen eingeladen, bis zum 18.1.2002 Offerte für die Typen F-16, F-18, Mirage 2000, Euro-Fighter und SAAB-Gripen zu legen. Nach einer einmonatigen Bewertung wird es ein Short-list-Verfahren und die Möglichkeit zu Angebotsverbesserungen geben. Mit der Typenentscheidung sei voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2002 zu rechnen, teilte der Verteidigungsminister mit. Da bis zum Eintreffen des neuen Abfangjägers drei Jahre verstreichen werden, sei es notwendig, eine Übergangslösung zu finden, wobei auch an eine Leasing-Variante gedacht sei. Diese Übergangslösung sei in der Aufforderung zur Offertlegung enthalten. Die Bezahlung sei in Form von Zehnjahresraten geplant, sagte Scheibner, wobei Kompensationen von bis zu 200 % des auf 20 bis 22 Mrd. S geschätzten Systempreises erwartet werden. Durch diese Beschaffung werde es auch möglich sein, die noch in Verwendung stehenden Flugzeuge vom Typ SAAB-105 in den nächsten zehn Jahren nach und nach außer Dienst zu stellen.



    19. August 2002 (113/NRSITZ)

    Bundesminister für Landesverteidigung Herbert Scheibner (fortsetzend): [...] Ja, Herr Abgeordneter, das Nützliche wird auf das Notwendige reduziert. Mit 18 Abfangjägern im Konnex mit den SAAB 105-Flugzeugen, die wir noch bis zum Jahre 2010 im Dienst haben, ist die Luftraumüberwachung darstellbar. Was mit 18 Flugzeugen nicht darstellbar ist, sind Training, Ausbildung und die Einmeldung in ein internationales beziehungsweise europäisches Sicherheitssystem.



    Vorbereitung der Nachfolgebeschaffung von Luftraumüberwachungsflugzeugen (Reihe Bund 2002/3)

    Der RH überprüfte von November 2001 bis Februar 2002 die Vorbereitung der Nachfolgebeschaffung von Luftraumüberwachungsflugzeugen im BMLV. Zu den Prüfungsmitteilungen des RH vom April 2002 nahmen das BMLV im August 2002 und das BMWA im Juli 2002 Stellung. Der RH erstattete seine Gegenäußerungen im August 2002.

    Auslaufplanung

      Dem BMLV standen zur Zeit der Gebarungsüberprüfung für Zwecke der friedensmäßigen Luftraumüberwachung und Luftraumsicherung 23 Kampfflugzeuge SAAB 35 OE (Draken) und für Ausbildungszwecke 29 Schulflugzeuge SAAB 105 OE zur Verfügung. Obwohl diese Flugzeuge aus Altersgründen voraussichtlich zwischen 2003 und 2005 (Draken) bzw 2008 und 2010 (SAAB 105 OE) ausgeschieden werden und bereits beim Ankauf der gebrauchten Draken im Jahr 1985 mit einem Ausscheiden nach rd zehn Jahren Verwendungsdauer gerechnet wurde, war die Planung für das Nachfolgemodell erst 1998 abgeschlossen. Die politische Entscheidung für die Angebotseinholung erfolgte in Form einer Empfehlung des Landesverteidigungsrates 2001.

      Laut den Berechnungen des BMLV belief sich der bisherige Betriebsaufwand für die beiden Flugzeugsysteme Draken und SAAB 105 OE im Jahr 2000 auf 26,89 Mill EUR. Vom RH veranlasste Erhebungen ergaben Betriebskosten in der Höhe von 77,30 Mill EUR im Jahr 2000. Eine Flugstunde kostete rd 37 600 EUR beim Draken und rd 5 500 EUR bei der SAAB 105 OE.

    Planung der Nachfolgebeschaffung

      Im September 1993 erließ das BMLV das Konzept für den Einsatz des österreichischen Bundesheeres, welches sich aus der Verteidigungsdoktrin 1975 ableitete und Grundlage für den Einsatz der Land– und Luftstreitkräfte darstellte. Darauf aufbauend wurden 1997 das Konzept für den Einsatz der Luftstreitkräfte und das operativ taktische Konzept für die Nachfolge der Draken erstellt.

    [...]

      Im operativ–taktischen Konzept wurde die Anzahl der erforderlichen Kampfflugzeuge für die Luftraumsicherung mit 30 Stück und für die Luftverteidigung mit 75 Stück festgelegt. Im Zuge der Gebarungsprüfung leitete das BMLV den Bedarf für eine umfassende Luftraumüberwachung im Frieden mit 24 Stück ab.

      Ausgangspunkt der Überlegungen waren zwei Standorte für die Luftraumüberwachung, für welche sechs Kampfflugzeuge benötigt werden. Für die Aus– und Weiterbildung der Piloten wurden zehn weitere Kampfflugzeuge als notwendig angesehen. Die restlichen acht Kampfflugzeuge (für Wartung/Instandsetzung) ergaben sich aus der Zielsetzung, insgesamt einen angestrebten technischen Klarstand (Einsatzbereitschaft) von rd 70 % der 24 Kampfflugzeuge zu erreichen.

      Der RH wies darauf hin, dass mit 24 Kampfflugzeugen nur die friedensmäßige Luftraumüberwachung vollständig wahrgenommen werden kann; die gemäß der Sicherheits– und Verteidigungsdoktrin 2001 (Entschließung des Nationalrates vom 12. Dezember 2001) vorgesehene Luftraumsicherung erfolgt hingegen nur in eingeschränktem Umfang.

        Das BMLV bestätigte die vom RH getroffene Schlussfolgerung.



        Kommuniqué
        des Untersuchungsausschusses betreffend Beschaffung von Kampfflugzeugen (1/GO XXIII. GP)

        Untersuchungsausschussprotokoll (1/GO) 10. Sitzung, 09.01.2007 - öffentlicher Teil


        Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (BZÖ): Das heißt ,Sie haben auch direkt darauf Einfluss genommen. (Josef Bernecker: Ja!) – War bei der ursprünglichen Überlegung der Anschaffung von 30 Luftraumüberwachungsflugzeugen, also diese 24 plus 6, auch der vollständige Ersatz der SAAB 105 geplant?

          Josef Bernecker: Nein, das hat mit der 105 nichts zu tun gehabt.



        Kommuniqué
        des Untersuchungsausschusses betreffend Beschaffung von Kampfflugzeugen (1/GO XXIII. GP)

        Untersuchungsausschussprotokoll (1/GO) 11. Sitzung, 11.01.2007 - öffentlicher Teil


          Ing. Heribert Wagner: So sehe ich das nicht. Nachdem die Draken-Nachfolge von vornherein zusätzlich zu budgetieren gewesen war, und zwar nicht im Verteidigungsressort, war natürlich das Finanzministerium als direkter Budgetträger mit im Boot und stellte fest: So viel ist drin! Wir sind ja angetreten mit 24 plus 6 – unter der Annahme, so können wir Draken und SAAB 105 außer Dienst stellen; diese beiden Typen waren in der Luftraumüberwachung eingesetzt.

          Im Laufe der Verhandlungen wurde daraus 18 plus 6, und damit sind wir in die Beschaffung gegangen. Es wurde aber gleichzeitig kundgetan, dass damit nicht alle SAAB 105 außer Dienst gestellt werden können. Somit war die Aufgabenerfüllung wieder gesichert.

        Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (BZÖ): [...] Vorerst möchte ich mit dieser Frage schließen: Hätten mit den geplanten 30 Flugzeugen dieser Nachbeschaffung die gesamten SAAB 105 ersetzt werden sollen?

          Ing. Heribert Wagner: Ja. Mit 30 neuen Abfangjägern war vorgesehen, alle 52, also Draken plus SAAB 105 außer Dienst zu stellen.

        Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (BZÖ): Eine Frage möchte ich doch noch anschließen, da ich ja sicherlich noch in der Zeit bin: Hätte damals mit den geplanten 30 Flugzeugen die gesamte SAAB-105-Staffel ersetzt werden sollen?

          Mag. Wolfgang Katter: Das war die Planung, ja.



        Kommuniqué
        des Untersuchungsausschusses betreffend Beschaffung von Kampfflugzeugen (1/GO XXIII. GP)

        Untersuchungsausschussprotokoll (1/GO) 13. Sitzung, 18.01.2007 - öffentlicher Teil


        Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (BZÖ): Herr General, war es geplant, wenn wirklich 30 Stück vom Eurofighter Typhoon angeschafft worden wären, die gesamte Flotte der Saab-105 außer Dienst zu stellen? War das jemals geplant?

          Dr. Peter Corrieri: Sie meinen, dass man die Flotte der Saab-105 auflassen sollte? (Abg. Mag. Darmann: Genau!) Wie das im Detail abläuft, weiß ich nicht, das ist eines der Wunder des Bundesministeriums für Landesverteidigung. Die Saab-105-Flotte wurde in meiner Erinnerung mindestens schon drei Mal außer Dienst gestellt – mit entsprechenden Weisungen hat er das aber immer überlebt –, weil halt die 105-er, obwohl dazu nicht geeignet, für alles Mögliche als Lückenbüßer haben herhalten müssen.

        Obmannstellvertreter Mag. Gernot Darmann: Zum Abschluss noch einmal, um für mich noch mehr Licht in diese Life Cycle Costs zu bringen: Sie haben ja vorhin, wenn ich es richtig verstanden habe, festgestellt, dass in der Endphase einer Lebenslaufzeit oder Betriebslaufzeit eines Fluggerätes sehr wohl die Betriebskosten und Wartungskosten sehr stark ansteigen.

        Ist es jetzt – nur um das als Beispiel heranzuziehen – bei der Flotte der SAAB 105 überhaupt noch rentabel, diese Flotte in einem so fortgeschrittenen Betriebsalter weiterzuführen?

          Dr. Peter Corrieri: Ich glaube, SAAB 105 gibt es weltweit relativ viele. Ein solches Flugzeug hat eine relativ lange Lebensdauer. Die Lebensdauer von Flugzeugen ist eigentlich heute im Wesentlichen nur durch die Verfügbarkeit von Ersatzteilen beschränkt. Sie wissen, die B-52 der Amerikaner soll 80 bis 100 Jahre fliegen. Es gibt also eigentlich keine Begrenzung, wo Ersatzteile nach wie vor produziert werden.

          Beim Draken war es so, dass wir die letzte Luftwaffe waren, die den Draken betrieben hat. Außer bei uns ist nur noch ein ziviler Draken irgendwo in Amerika geflogen, der für irgendwelche Filme zur Verfügung stand und dort immer die Feinddarstellung gemacht hat.

          Das Problem ist: Wenn die Herstellerfirma keine Ersatzteile mehr hat, wenn die ehemaligen Luftwaffen keine Ersatzteile mehr abgeben, wenn man keine Flugzeuge mehr zum Ausschlachten hat und der Selbstbau von Ersatzteilen absolut unbezahlbar ist, dann können Kostensprünge von hunderttausend oder einer Million Prozent stattfinden. Teile, die früher vielleicht 300 oder 400 ATS gekostet haben, können dann plötzlich 10 000, 20 000, 30 000 oder 100 000 ATS kosten, weil es sich um Luftmaterial dreht, weil die Teile extrem sorgfältig gefertigt werden müssen und weil dahinter viel Aufwand und viel Verantwortung steht.

          Das heißt, wenn einmal der Ersatzteilfluss abgeschnitten ist, dann ist das Flugzeug mehr oder minder aus dem Betrieb zu nehmen. Das war ja auch beim Draken die eigentliche Ursache. Von der Zelle und von der Anlage her hätten wir das Flugzeug wahrscheinlich noch 20 Jahre fliegen können.



        Kommuniqué
        des Untersuchungsausschusses betreffend Beschaffung von Kampfflugzeugen (1/GO XXIII. GP)

        Untersuchungsausschussprotokoll (1/GO) 18. Sitzung, 12.02.2007 - öffentlicher Teil


          Herbert Scheibner: Ich kann Ihnen jetzt nicht sagen, ob ich diese Liste so gesehen habe; das weiß ich nicht. Ich kann mich aber eben, die Zahlen habe ich schon genannt, daran erinnern, dass das in etwa die Zahlen gewesen sind bei den Betriebskosten und dass es auch die Überlegung gegeben hat, jetzt gegenüberzustellen zu den damals präsenten Betriebskosten von SAAB 105 und Draken, die bei etwa, ich weiß jetzt nicht genau, ob alle zusammen oder nur der Draken alleine, pro Jahr bei 300 Millionen € gelegen sind und beim Draken stark steigend. Und es war ja damals die Überlegung, die gesamte Flotte, also SAAB 105 und Draken, durch das neue Flugzeug zu ersetzen.

          Und man hat dann eben gesagt, welchen Teil oder bei welchem Flugzeug kann man quasi eins zu eins die Betriebskosten überleiten, sodass wir das eben nötigenfalls aus den eigenen Mitteln bestreiten könnten.

        Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (ÖVP): Zur Anzahl der Flieger: Es ist ja schon erwähnt worden, dass die Stückzahl reduziert wurde. Sie als Verteidigungsminister hätten sich mehr gewünscht. Jetzt sind dann so krause Ideen aufgetaucht, man könnte vielleicht doch nur 12 oder 13 nehmen und dafür EADS-Hubschrauber, die dann wieder nicht zu unserer Black Hawk-Flotte passen, von der Ausschreibungsverpflichtung und vom Wettbewerb ganz zu schweigen, weil wenn ich das schon so ankündige, kriegen wir ja diese Hubschrauber im Verhältnis zu Eurofighter dann um einen Goldpreis.

        Wie bewerten Sie diese Ideen stückzahlmäßig noch herunterzugehen?

          Herbert Scheibner: Also mit den 18 – ich habe das auch gesagt – sind unter Aufrechterhaltung, deshalb war mir auch wichtig damals bei der Entscheidung, dass es 18 plus eine Option für weitere sechs gewesen sind, damals im ... (Abg. Dr. Fekter: Im Ministerrat!) – Das auch vielleicht noch zu Ihrer Frage Stückzahlreduzierung nach dem Hochwasser. Ich bin immer von 18 und einer Option für sechs weitere ausgegangen, also Gesamtstückzahl bei 24 belassen.

          Die 18 sind dann ausreichend, wenn die SAAB 105 durch ein anderes Flugzeug ersetzt wird. Also dass man für Ausbildungsflüge und für untergeordnete Aufgaben nicht auf den Abfangjäger zurückgreift, sondern auf ein anderes Flugzeug übergehen kann.

          Diese Flexibilität hat man, dass man weitere Eurofighter in einer weiteren Tranche ankauft, um wirklich die gesamte Flotte zu ersetzen, so wie das ursprünglich geplant gewesen ist, oder ob man die SAAB 105 entsprechend weiter im Dienst belässt oder durch ein anderes Modell ersetzt. In Wahrheit war dann letztlich, sage ich einmal, rückblickend auch diese Reduzierung insofern interessant, als sie mehr Flexibilität für künftige Regierungen gegeben hat. Aber eine weitere Reduktion kann ich mir nicht vorstellen, wie das begründbar ist.



        Kommuniqué
        des Untersuchungsausschusses betreffend Beschaffung von Kampfflugzeugen (1/GO XXIII. GP)

        Untersuchungsausschussprotokoll (1/GO) 24. Sitzung, 08.03.2007 - öffentlicher Teil


          Herbert Scheibner: Sie können sich vorstellen, dass ich keine Freude gehabt habe mit dieser Reduzierung, weil ich davon ausgegangen bin – und auch die militärischen Planungen waren in diese Richtung –, dass man 24 Abfangjäger benötigt, wenn man – und so war ja damals die Idee – das gesamte Spektrum der Luftraumüberwachung inklusive der Ausbildung, der Schulung, der Übungsflüge mit dem Abfangjäger, mit dem neuen Abfangjäger umsetzen wollte und möglicherweise auch eine Option wahrnehmen kann, dass man im Laufe der Betriebsdauer der Abfangjäger – immerhin 30, 35 Jahre – auch für eine europäische Sicherheits- und Verteidigdungskomponente hier einen Beitrag leisten könnte.

          Es war klar, mit den 18 – ich habe das einmal in einer Presseaussendung so genannt, dass ich gesagt habe: Wir haben vom Nützlichen auf das Notwendige reduziert. – Das heißt, die Grundaufgabe Luftraumüberwachung ist mit diesen 18 Flugzeugen möglich, solange es für andere Aufgaben, etwa Schulung, Übungsflüge, jetzt noch die SAAB-105 – das habe ich, glaube ich, auch das letzte Mal schon betont –, das Düsenflugzeug SAAB-105 gibt.

          Rückblickend gesehen gibt es jetzt für eine jetzige oder künftige Bundesregierung in Wahrheit mehr Flexibilität. So schlecht war also diese Entscheidung gar nicht, rückblickend gesehen, weil eine künftige oder präsente Bundesregierung jetzt entscheiden kann: Möchte man mit diesen 18 Abfangjägern das Auslangen finden, dafür aber möglicherweise einen Ersatz für die SAAB-105 schaffen, um hier auf zwei Bereichen dann, möglicherweise auch kostengünstiger, die Flugstunden zu bewältigen – oder möchte man noch weitere Flugzeuge von diesem Typ anschaffen?



        Kommuniqué
        des Untersuchungsausschusses betreffend Beschaffung von Kampfflugzeugen (1/GO XXIII. GP)

        Untersuchungsausschussprotokoll (1/GO) 43. Sitzung, 13.06.2007 - öffentlicher Teil


        Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (BZÖ): Eine kurze Frage noch, Herr Präsident: Jetzt bei der Abklärung der Alternativen für die Zukunft, wird auch davon geredet, unsere Flugoldtimer, die SAAB 105, auf ein digitales Cockpit umzurüsten, was natürlich immense Kosten mit sich bringen würde und wo natürlich auch wieder die Kosten-Nutzen-Frage gestellt werden muss. Hat sich der Rechnungshof damit schon in irgendeiner Art und Weise befasst?

          Dr. Josef Moser: Nein, das haben wir nicht. Wir haben nur feststellen müssen, dass ursprünglich vorgesehen war, die SAAB 35 OE im Jahr 2005 auslaufen zu lassen. Und gleichzeitig war in dem Einsatzplan beziehungsweise Einsatzplanungen war vorgesehen, dass die 105 OE – also den Sie angesprochen haben – ausgemustert werden soll. Ich glaube vom Jahr 2008 bis zum Jahr 2010. Das ist also das, was uns bekannt ist. Inwieweit weitere Bemühungen, Intentionen da sind, kann ich nicht beurteilen, weil wir eben nur geprüft haben bis zum Abschluss des Kaufvertrages, dann die Gegengeschäfte geprüft haben, aber nicht weiter in dem Punkt diese Kriterien mituntersucht haben, die Sie gerade angesprochen haben.


    Luftraumüberwachungsflugzeuge: Kaufverträge, Finanzierung, Gegengeschäftsvertrag (Reihe Bund 2005/3)

    Operativ–taktische Erfüllung

      Die operativ–taktischen Vorgaben zum Einsatz der neuen Kampfflugzeuge (Luftraumüberwachung, Luftraumsicherung, Luftverteidigung, Teilnahme an friedenserhaltenden internationalen Einsätzen, Luftaufklärung sowie weitere Aktionsarten) wurden vom BMLV Ende der 90er–Jahre ausgearbeitet und waren zum Zeitpunkt der Gebarungsüberprüfung gültig. Im Hinblick auf die Anzahl der bestellten Kampfflugzeuge ergaben sich laut BMLV folgende Verwendungsmöglichkeiten:

      Mit 18 Kampfflugzeugen und 18 Piloten könnte eine durchgehende Einsatzbereitschaft für die Luftraumüberwachung nicht sichergestellt werden. Eine aktive Luftraumüberwachung von 24 Stunden über 365 Tage wäre nur bei 24 Kampfflugzeugen und 36 Piloten möglich.

      Laut BMLV sei mit dem Kampfflugzeug Eurofighter jedoch eine wesentliche Verbesserung der Aufgabenerfüllung zur Sicherstellung der Souveränität des österreichischen Luftraumes möglich. Insbesondere die Leistungsdaten und die modernste Technologie des Kampfflugzeuges Eurofighter in Verbindung mit der Ausstattung neuester Informations– und Kommunikationstechnologie sowie Lenkwaffen ergäbe eine wesentliche Steigerung des Einsatzwertes des neuen Flugsystems im Vergleich zum Flugzeug SAAB 35 OE (Draken).

      Die Qualität der Luftraumsicherung wäre zwar besser als mit dem Flugzeug SAAB 35 OE (Draken), sei jedoch mit dem bestellten Leistungsumfang nur in Ansätzen erfüllbar.

      Eine Luftverteidigung wäre zeitlich und räumlich nur im geringsten Umfang möglich.

      Eine Mitwirkung an friedenserhaltenden internationalen Einsätzen außer halb Österreichs sei mit dem im Kaufvertrag festgelegten Leistungsumfang nicht vertretbar, weil insbesondere die entsprechende Schutzfunktionalität nicht in vollem Umfang gegeben sei. Auch könne mit der derzeitigen Ausstattung die Luftaufklärung nicht wahrgenommen werden.

      Der RH wies darauf hin, dass durch den im Vergleich zu den Angebotsunterlagen im Kaufvertrag verringerten Leistungsumfang die Effizienz des Flugzeuges in Bezug auf die strategischen Vorgaben des BMLV nicht in vollem Umfang genützt werden kann.

      Er empfahl daher, die militärstrategischen Vorgaben neu zu beurteilen, den noch notwendigen, zu beschaffenden Leistungsumfang sowie den dadurch entstehenden Budgetbedarf festzulegen und den politischen Entscheidungsträgern rechtzeitig bekannt zu geben.

      Das BMLV teilte mit, dass der über die Einführungsphase hinausgehende Aufbau des Systems Gegenstand einer gesonderten Planung sei, die zeitgerecht eingeleitet werde.



    Flugzeuge des Typs "Saab 105 Ö" (1473/M-BR/2005)

      Bundesrat Harald Reisenberger (SPÖ, Wien): Herr Minister! Eine kurze und einfache Frage:

        1473/M-BR/2005

        „Wie lange werden wie viele Flugzeuge des Typs „Saab 105 Ö“ zum Einsatz kom­men?“

    Präsident Peter Mitterer: Herr Bundesminister, bitte.

      Bundesminister für Landesverteidigung Günther Platter: Eine kurze und klare Antwort dazu: Es werden voraussichtlich 22 bis zum Jahr 2020 sein, weil das entsprechende Upgrading in der nächsten Zeit durchgeführt wird.



    Ankündigung des Bundesministers für Landesverteidigung, einen Ausstieg aus dem Eurofightervertrag anzustreben (254/J) (Beantwortet am 16. März 2007)

    12. Ist Ihnen die Absicht bekannt, bei den Flugzeugen vom Typ Saab-105 ein „midlife Update" (MLU) vorzunehmen?"

      a) Wenn ja: haben Sie sich geirrt und bei Ihrer Pressekonferenz in Lutzmannsburg von diesem als „upgrading“ gesprochen und fälschlich gemeint, dass diese bereits stattgefunden habe?

    13. Hat bezüglich des Saab-105-MLU bereits eine Anbotseinholung stattgefunden?

      a) Wenn ja, wann?

    14. Wie hoch werden die Kosten für dieses MLU sein?

    15. Ist bei dem geplanten MLU auch eine Bewaffnung enthalten?

      a) Wenn ja, welche Bewaffnung und wie hoch werden die Kosten dafür sein?

      b) Sollen mit der Bewaffnung dann auch Einsatzaufgaben übernommen werden?

    16. Handelt es sich bei diesem MLU in Wirklichkeit nur um den Einbau eines neuen Cockpits?

    17. Ist es zutreffend, dass es noch nicht einmal ein Demonstrator-Cockpit dafür gibt?

    18. Soll mit dem Einbau eines neuen Cockpits die Düsengrundschulung bis maximal 2020 weiter geführt werden?

    19. Wie viele Flugstunden werden nach dem geplanten MLU für die Saab-105 noch zur Verfügung stehen?

      Zu 12 bis 19:

      Die Verlängerung der Nutzungsdauer der SAAB 105 OE ist in Planung. Informationen zur technischen Realisierbarkeit, Festlegungen zur Ausrüstung sowie des Zeit- und Budget­bedarfes werden derzeit mittels Request for Information (RfI) eingeholt. Ich ersuche daher um Verständnis, dass eine detaillierte Beantwortung dieser Fragen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erfolgen kann.

      Auf Grund der derzeit noch zur Verfügung stehenden Flugstunden wäre eine Nutzung der SAAB 105 OE zur Aus-, Fort- und Weiterbildung bis voraussichtlich 2020 durchführbar.

    20. Ist dieses MLU nur in Verbindung mit der Anschaffung neuer Abfangjäger vorgesehen?

      Zu 20:

      Nein; eine Modifikation der Saab 105 OE ist auf Grund der technischen Überalterung (Beschaffung 1970) für einen weiteren Betrieb in kontrollierten Lufträumen zwingend erforderlich.


    finanzieller Schaden für die Republik Österreich durch das Verhalten des Bundesministers für Landesverteidigung in der Frage der Anschaffung von Luftraumüberwachungsflugzeugen (839/J) (Beantwortet am 12. Juli 2007)

    47. Wann erfolgt der Update der SAAB 105 OE?

    48. Ist dieser schon eingeleitet?

    49. Wie hoch sind die Kosten für diesen update?

      Zu 47 bis 49:

      Derzeit werden die im Zuge eines „Request for Information“ eingeholten Informationen mehrerer Anbieter ausgewertet. Nach Vorliegen der Ergebnisse wird eine Entscheidung über den weiteren Vorgang erfolgen. Bei Entscheid für die Saab 105 ist mit dem Beginn des Upgrades frühestens 2008/2009 zu rechnen.

    50. Für welchen Zeitraum stehen die SAAB 105 OE nach dem update noch zur Verfügung?

      Zu 50:

      Mindestens 15 Jahre.


    ein geplantes "midlife update" für die SAAB-105 OE Flugzeuge des Österreichischen Bundesheeres (1537/J) (Beantwortet am 26. November 2007)

    1. In welcher Phase befindet sich das geplante „midlife update" der SAAB-105?

    2. Was genau wird das „midlife update" für die SAAB-105 beinhalten?

      Zu 1 und 2:

      Im Projekt Midlife Update (MLU) werden derzeit Detailprüfungen vorgenommen, um die Entscheidungsgrundlagen aufzubereiten.

    3. Wie hoch werden die Kosten für diese geplante Lebensdauererweiterung pro Flugzeug
    sein?

      Zu 3:

      Nach dem gegenwärtigen Planungsstand werden die Kosten auf ca. 2,5 Mio. Euro pro Luftfahrzeug geschätzt.

    4. Für wie viele Flugzeuge vom Typ SAAB-105 ist ein „midlife-update" vorgesehen?

      Zu 4:

      Das MLU ist in der Größenordnung von bis zu 22 Luftfahrzeugen vorgesehen.

    5. Wann frühestens wären die ersten SAAB-105 mit einem „midlife update" einsatzfähig?

      Zu 5:

      Voraussichtlich im Jahr 2009.

    6. Ist ein Einsatz solcher SAAB-105 über das Jahr 2020 hinaus möglich?

      Zu 6:

      Ja.

    12. Gibt es Überlegungen, an Stelle der sehr teuren SAAB-105 Nachrüstung einen
    gebrauchten Jet zu kaufen?

      a) Wenn ja, um welche Flugzeugtypen handelt es sich?

      b) Wenn nein, warum nicht?

    18. Würde die F5 einen geeigneten Ersatz für die SAAB-105 darstellen?

      a) Wenn ja, wie viele Stück würden benötigt?

      b) Wie hoch wären die geschätzten Kosten für Leasing oder Kauf?

      c) Wenn nein, warum nicht?

      Zu 12 und 18:

      Durch mein Ressort werden im Rahmen der Marktanalyse und Auswertung von Trends bei fremden Streitkräften laufend Beurteilungen zur Flottenentwicklung angestellt, in deren Zusammenhang auch andere Typen von Luftfahrzeugen beurteilt werden. Eine Aussage, ob und vor allem mit welchen Luftfahrzeugen eine allfällige Alternativlösung möglich wäre, kann erst nach Beendigung der derzeit laufenden Detailbeurteilung zum MLU der SAAB 105 OE getätigt werden.


    kolportierte Probleme in der Einführungsphase der Eurofighter sowie allfällige Verantwortlichkeiten dafür (4010/J) (Beantwortet am 25. April 2008)

    19) Ist die Ausbildung der Piloten für den Eurofighter in ausreichendem Ausmaß gewährleistet?

      Zu 19:

      Die Ausbildung der Piloten am Eurofighter (Umschulung) war ursprünglich Teil der Eurofighterverträge. Die Entscheidung, diese Ausbildung aus dem Vertrag herauszunehmen und durch die Luftwaffe der Deutschen Bundeswehr durchführen zu lassen erfolgte unter meinem Amtsvorgänger. Das Heranführen der Piloten an den Eurofighter ist bislang über die Systeme S35 Draken und F5-E Tiger II erfolgt. Diese beiden Systeme sind als Zugangsvoraussetzung für eine Umschulung auf den Eurofighter zulässig. Mit der planmäßigen Ausphasung der F5-E Tiger II im Juli 2008 fällt auch diese Zugangsvoraussetzung für unsere Piloten weg. Das auch im Bundesministerium für Landesverteidigung verwendete Luftfahrzeugsystem Saab 105 OE ist dafür nicht ausreichend. Obwohl dieser Umstand seit Jahren bekannt ist, wurde von meinen Amtsvorgängern keine Entscheidung hinsichtlich der zukünftigen Heranführung der Piloten an den Eurofighter sowie für ein Luftfahrzeugsystem für die notwendige Ausbildung „Umschulung auf den Eurofighter“ getroffen. Die Analyse der TF LRÜF hat ergeben, dass diese Entscheidung sowie die Entscheidung über die weitere Nutzung (und allfälliger Modifikationen) der Saab 105 OE noch vor meinem Amtsantritt erforderlich gewesen wären und umgesetzt hätten sein müssen. Auf Grund dieses „Fehls“ habe ich veranlasst, dass auch alternative Ausbildungsmöglichkeiten geprüft und umgesetzt werden.


    notwendige transparente Vorgangsweise bei den Beschaffungsvorhaben im BMLV (4397/J) (Beantwortet am 14. Juli 2008)

    1. Seit wann ist man im Bundesministerium für Landesverteidigung mit dem Beschaffungsvorgang für die Düsenjets zur Ausbildung der Piloten beschäftigt?

      Zu 1:

      Ich habe die Einleitung alternativer Planungen zum MLU Saab 105 Ö mit Oktober 2007 verfügt.


    Luftraumüberwachungsflugzeuge: Vergleich der Republik Österreich mit der Eurofighter Jagdflugzeug GmbH (Reihe Bund 2008/09)

    Einsatzfähigkeit der Piloten

    Um die Einsatzfähigkeit der Piloten zu erhalten, sah das BMLV im operativ–taktischen Konzept vom November 2007 Flugstunden mit dem Eurofighter und am Flugsimulator vor. Bei Verfügbarkeit von geeigneten militärischen Trainingsflugzeugen könnte ein Teil auf diesen absolviert werden.

    Die im BMLV vorhandenen Trainingsflugzeuge der Type Saab 105–OE waren wegen ihrer mangelnden Leistungsfähigkeit nicht dafür geeignet. Laut BMLV wären für die Modernisierung der Flugzeuge Ausgaben in Höhe von rd. 55 Mill. EUR erforderlich.

    Im November 2007 wurde im BMLV die jahrelange „Verschleppung“ der Entscheidung, ob die Flugzeuge der Type Saab 105–OE modernisiert oder ob Ersatztrainingsflugzeuge beschafft werden sollen, aufgezeigt. Dabei wurde auf den sinkenden Ausbildungsstand der Piloten, die geringere Effektivität der Luftraumüberwachung und das erhöhte Unfallrisiko verwiesen.
    Von Februar 2008 bis Ende 2010 wäre daher mit einer verringerten Effektivität der Luftraumüberwachung zu rechnen.

    Der RH wies darauf hin, dass die Entscheidung, in welcher Form die vorgesehenen Flugstundenleistungen zur Erhaltung der Einsatzfähigkeit der Piloten sicherzustellen sind, noch offen war. Er empfahl, Lösungsmöglichkeiten zur Sicherstellung der Flugstundenproduktion sowie der damit verbundenen Einsatzfähigkeit der Piloten zu prüfen und rechtzeitig die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen, um die Effektivität der Luftraumüberwachung aufrecht erhalten zu können.

      Laut Stellungnahme des BMLV sei eine Arbeitsgruppe „Jet–Trainer–Neu“ eingesetzt worden, welche die bisherigen Überlegungen betreffend Trainingsflugzeuge für eine baldige Entscheidungsfindung noch 2008 aufbereiten würde.



    momentanen Stand bei diversen Beschaffungsvorhaben des österreichischen Bundesheeres (4802/J) (Beantwortet am 10. September 2008)

    1. Wird das Konzept einer MLU für die Saab 105 OE weiter verfolgt? Wenn ja, warum, bzw. wie ist der aktuelle Stand?

    Wenn nein, wann wurde das Programm eingestellt und warum?

      Zu 1:

      Da die Bearbeitungen hinsichtlich alternativer Lösungen zum midlife update der Luftfahrzeuge der Type Saab 105 Ö noch nicht abgeschlossen sind und daher auch nicht feststeht, ob ein Ersatz der Flotte finanzierbar ist, wird das Konzept vorerst weiter verfolgt. Derzeit wird an der Erstellung der Leistungsbeschreibung gearbeitet.


    steigende Betriebskosten des Systems Eurofighter (4972/J) (Beantwortet am 27. Oktober 2008)

      Wie ich bereits im Rahmen der parlamentarischen Beantwortung Nr. 3627/AB zu 4010/J ausgeführt habe, war die Einführung des Systems Eurofighter „Typhoon“ zum Zeitpunkt meines Amtsantrittes auf Grundlage des am 1. Juli 2003 unterzeichneten Vertrages zwischen der Republik Österreich und der Eurofighter GmbH bereits fortgeschritten. Die Analyse der Sachlage förderte in diesem Zusammenhang diverse Unstimmigkeiten zu Tage. Die „geschönte Darstellung“ der Betriebskosten zum Betrieb des Eurofighter von 50 Mio. Euro pro Jahr entsprachen nicht den Ergebnissen der ersten Überprüfungen. So wurden bei den ursprünglichen Berechnungen aus dem Jahr 2003 nachstehende Auswirkungen nicht berücksichtigt:

        - Ein militärisches Pflichtenheft für Luftraumüberwachungsflugzeuge aus dem Jahr 2000 und ein damit nicht korrespondierendes operativ taktisches Konzept aus dem Jahr 2005.

        - Beschaffungsverträge V1/V2 (V1 – Kaufvertrag, V2 – Logistische Leistungen) mit der Eurofighter GmbH aus denen hervorgeht, dass sechs Stück der zu liefernden Eurofighter „Typhoon“ in einer abweichenden Ausführung geliefert werden können.

        - Ein nicht abgeschlossener Bearbeitungsvorgang für vier weitere Unterstützungsverträge betreffend logistische Leistungen.

        - Bestehende Unbestimmtheiten hinsichtlich der Sicherstellung der ersten logistischen Versorgungsreife vor Auslieferung des ersten Eurofighters.

        - Keine Umsetzung von notwendigen Maßnahmen zu dem seit 1996 laufenden Vorgang „Ersatz des Schulflugzeuges Saab 105 Ö“.

        - Offene Leistungen zur Ausbildung von Eurofighter-Piloten.

        - Massive Kostensteigerungen im Bereich Bau/Infrastruktur im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen sowie Forderungen für Zusatzkosten für vier weitere Unterstützungsverträge für logistische Leistungen.


    Beschaffung von L-159 (802/J) (Beantwortet am 27. März 2009)

    1. Kann sich das Bundesheer zum heutigen budgetären Zustand die Nachbeschaffung für die Saab-105 leisten?

    2. Wann soll die Beschaffung erfolgen?

      Zu 1 und 2:

      Zurzeit finden die Budgetberatungen statt, die Beantwortung dieser Fragen ist erst nach Inkrafttreten des Bundesfinanzgesetzes 2009 möglich.

    3. Wann endet die Nutzungsdauer der Saab-105?

      Zu 3:

      Die Beurteilung der Verfügbarkeit der Saab 105 Ö Flotte ohne MLU ist Gegenstand von Planungen im Generalstab.

    8. Was bedeutet die Aussage, dass sich die Regelung der Nachfolge für die Saab-105 bereits in der Endphase befindet?

      Zu 8:

      Der Abschluss der Planungen ist noch im Jahr 2009 vorgesehen.



    Einsparungen bei Fliegerabwehr und Luftraumüberwachung (7146/J) (Beantwortet am 15. Februar 2011)

    5. Wurde die Lebenszeitverlängerung für die Saab 105 OE öffentlich ausgeschrieben? Wenn nein, warum nicht?

      Zu 5:

      Nein; da die Modifikation im eigenen Bereich durchgeführt wird, ist lediglich bei einzelnen Komponenten eine Ausschreibung vorgesehen.

    6. Welche Alternativen zu diesem update wurden in Ihrem Ressort erarbeitet?

      Zu 6:

      Keine.

    9. Welche konkreten Maßnahmen erfolgen im Rahmen dieses Updates?

      Zu 9:

      Durch das Update wird die Kommunikations- und Navigationsausrüstung partiell erneuert.

    10. Welchen budgetären Umfang hat das gesamte update?

    11. Wie hoch sind für 2011 das Upgrade bzw. die Maßnahmen zur Lebensdauerverlängerung für die Saab 105 OE und in welchen Voranschlagsätzen budgetiert?

    12. Wie viele Saab 105 OE sollen im Jahr 2011 einem Upgrade bzw. den Maßnahmen zur Lebensdauerverlängerung unterzogen werden?

      Zu 10 bis 12:

      Bis zum Jahr 2013 ist die Modifikation von zwölf Luftfahrzeugen vorgesehen, wobei bei der VA-Post 4670202 und VA-Post 6173000 insgesamt 2.160.000 Euro hiefür vorgesehen sind.

    13. Bis zu welchem Datum sollen durch diese Maßnahmen die Saab 105 OE weiterhin nutzbar sein?

      Zu 13:

      Eine weitere Nutzung bis mindestens 2020 ist geplant.


    Luftraumüberwachungsflugzeuge - Vergleich der Republik Österreich mit der Eurofighter Jagdflugzeug GmbH; Follow-up-Überprüfung (Reihe Bund 2013/2)

    Einsatzfähigkeit der Piloten

    (1) Der RH hatte in seinem Vorbericht empfohlen, Lösungsmöglichkeiten zur Sicherstellung der Flugstundenproduktion sowie der damit verbundenen Einsatzfähigkeit der Eurofighter–Piloten zu prüfen und rechtzeitig die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen.

    Um die Einsatzfähigkeit der Eurofighter–Piloten zu erhalten, hatte das BMLVS im operativ–taktischen Konzept vom November 2007 Flugstunden mit dem Eurofighter und am Flugsimulator vorgesehen, wobei ein Teil der Flugstunden auch mit geeigneten militärischen Trainingsflugzeugen absolviert werden konnte. Die im BMLVS vorhandenen Trainingsflugzeuge der Type Saab 105–OE waren jedoch wegen ihrer mangelnden Leistungsfähigkeit nicht dafür geeignet, die Einsatzfähigkeit der Eurofighter–Piloten zu erhalten.

    (2) Im Rahmen des Nachfrageverfahrens hatte das BMLVS mitgeteilt, dass eine erste planerische Vorgabe in Form eines Motivenberichts für die Nachfolge der Trainingsflugzeuge der Type Saab 105–OE unter besonderer Berücksichtigung des Bedarfs im Gesamtsystem der Luftraumüberwachung, aber auch der budgetären Rahmenbedingungen, vorliege.

    (3a) Der RH stellte nunmehr fest, dass das BMLVS im Mai 2010 die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für die Einsatzbefähigung der Eurofighter–Piloten in einer Leitlinie festgelegt hatte („Eurofighter–Roadmap“). Die Anzahl der geleisteten Flugstunden war für die Einstufung hinsichtlich der Einsatzbefähigung maßgeblich. Als jährliche Flugstundenleistung für eine durchgängig volle Einsatzbereitschaft sah das BMLVS 110 Flugstunden je Pilot vor. In der Praxis wurde laut BMLVS auch die Einsatzerfahrung der Eurofighter–Piloten bei der Beurteilung der Einsatzbefähigung berücksichtigt.

    Bezogen auf die vom BMLVS festgelegten Richtwerte, erreichte die Mehrheit der Eurofighter–Piloten in den Jahren 2010 und 2011 nicht die für die volle Einsatzbefähigung vorgesehene monatliche Flugstundenleistung. Die für die durchgängig volle Einsatzbefähigung vorgesehenen 110 Flugstunden jährlich hatte in den Jahren 2010 und 2011 kein Pilot erreicht. Die durchschnittliche Flugstundenleistung je Pilot betrug im Jahr 2010 74 Stunden und ging im Jahr 2011 auf 70 Stunden zurück.

    (3b) Hinsichtlich der Nachfolge für die Trainingsflugzeuge der Type Saab 105–OE stellte der RH fest, dass das BMLVS im Juli 2009 ein Planungsdokument für die Nachfolge der Trainingsflugzeuge („Motivenbericht“) sowie technische Systemanforderungen für ein Nachfolgesystem erarbeitet hatte. Im Oktober 2009 erfolgte eine unverbindliche Angebotseinholung für ein Nachfolgesystem bei mehreren Unternehmen. Im Februar 2012 wurde die Planungssektion des BMLVS mit der Erstellung eines Militärischen Pflichtenhefts beauftragt. Um die Trainingsflugzeuge bis 2020 weiter betreiben zu können, ließ das BMLVS ab 2012 ein Update der Avionik um rd. 2 Mio. EUR durchführen, das mit einer schrittweisen Reduzierung der Flottengröße verbunden war. Damit sollte ein Handlungsspielraum für die Evaluierung eines Nachfolgesystems für die Trainingsflugzeuge geschaffen werden. Eine endgültige Entscheidung über ein Nachfolgesystem war nicht absehbar.

    Das BMLVS setzte die Empfehlung nicht um, weil die Mehrheit der Eurofighter–Piloten nicht die vom BMLVS für die volle Einsatzbefähigung vorgesehene Flugstundenleistung aufwies.

    Der RH empfahl dem BMLVS weiterhin, Lösungsmöglichkeiten zur Sicherstellung der Flugstundenproduktion sowie der damit verbundenen Einsatzfähigkeit der Eurofighter–Piloten zu prüfen und die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen.

      Laut Stellungnahme des BMLVS seien etwaige Lösungsmöglichkeiten zur Sicherstellung der Flugstundenproduktion geprüft worden und befänden sich in Verwirklichung (z.B. Roadmap).

    Der Entwurf für ein Ausbildungskonzept für die Eurofighter–Piloten [Stand Juni 2012] sah eine sechsphasige Ausbildung vor, wobei die vierte und die fünfte Ausbildungsphase im Ausland erfolgten. Die vom RH hochgerechneten ressortinternen und externen Ausbildungskosten beliefen sich auf rd. 7,47 Mio. EUR pro Pilot. Durch eine Verlagerung der vierten Ausbildungsphase von Kanada nach Italien ab 2011 gelang es dem BMLVS, die externen Ausbildungskosten um rd. 413.000 EUR pro Pilot zu verringern.

    Der RH anerkannte die Bemühungen des BMLVS um eine Reduzierung der Ausbildungskosten für die Eurofighter–Piloten und empfahl, diese weiter fortzusetzen. Weiters empfahl er, das erst im Entwurf vorliegende Ausbildungskonzept für die Eurofighter–Piloten umgehend in Kraft zu setzen.

      Das BMLVS teilte in seiner Stellungnahme mit, dass es laufend bemüht sei, Optimierungen innerhalb des gegebenen Ressourcenrahmens zu verfolgen.



    Ersatz der Saab 105 (3026/J-BR/2014) (Beantwortet am 24. September 2014)

    1. Wäre dieses Produkt eine Nachfolgelösung für die Saab 105?

    3. Wenn ja, werden Sie mit der Firma Kontakt aufnehmen?

      Zu 1 und 3:

      Im Falle einer positiven Entscheidung für eine Nachfolgebeschaffung werden die Herstellerunternehmen im Rahmen einer Ausschreibung zur Anbotslegung eingeladen werden.

    4. Wie hoch sind die Kosten für die Modernisierung der Saab 105, damit diese bis 2020 noch im Einsatz sein kann?

      Zu 4:

      Für die Modifikation der SAAB 105 Ö ist ein Budgetbedarf von rund 1,8 Mio. Euro veranschlagt.
_____________________________________________________

SK 60 firar 50 år i tjänst (19. Januar 2016)



P.S.: Auch interessant:

    Austria ready to modernise (FLIGHT INTERNATIONAL 27 October - 2 November 1999)

    Austrian Staff Officer Oberst Wolf-Dietrich Tesar explains: "The Austrians think the air force is too small to make a difference in a crisis situation and that it costs too much."

    Tesar says, however, that the air force's fighter two Draken squadrons is "an absolute minimum", and suggests it needs at least 13 more.

    The Saab 105OE, which entered service in 1970, is the only other jet aircraft in Austria's arsenal. The 27 remaining aircraft are used only for training at Linz-Horsching and liaison at Zeltweg. Originally they also had interception, ground attack and reconnaissance roles. Plans call for the aircraft's retirement by 2010.

Zuletzt geändert von theoderich am 05. Mär 2017, 22:37, insgesamt 41-mal geändert.

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[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable

Re: Sammelthread: Nachfolger Saab 105 Oe

Beitrag von theoderich » 31. Jan 2016, 13:17

Doskozil hat heute in der ORF-"Pressestunde" eine Andeutung zur Saab-105-Nachfolge gemacht. Stellt sich die Frage, was hier unter "günstig" oder "noch vertretbar" zu verstehen ist:

    GEIER: "Über Ausrüstung und Investitionen wird hier schon seit Jahrzehnten eigentlich diskutiert. Und ein Symbolbeispiel ist hier das Luftraumüberwachungsflugzeug, die Saab-105OE. Die ist jetzt, glaub' ich, 45 Jahre alt und ab 20 20, also 2020, wird die nicht mehr fliegen, heißt es aus dem Heer. Ihr Vorgänger hat da drüber nachgedacht schon, dass man Flugzeuge leasen soll, um die zu ersetzen. Im Heer argumentiert man für einen Kauf von italienischen Maschinen. Haben Sie sich da schon eine Meinung gebildet?"

      DOSKOZIL: "Ich hab' mir keine abschließende Meinung gebildet. Das wär' jetzt natürlich auch viel zu früh. Das Thema Saab-105 oder Eurofighter ist ja ein sehr intensives Thema, ist in den letzten Jahren sehr intensiv in der Öffentlichkeit diskutiert worden. Aber eines ist für mich klar: Für mich muss es eine Lösung ... und ich bin da vollkommen offen, aber es muss eine Lösung geben, die vertretbar ist. Unter finanziellen Aspekten vertretbar ist, die günstig ist. Es ist keine Frage, wir haben Sparbudget, Sparbudgets höchstwahrscheinlich in den nächsten Jahren. Die muss also günstig sein und die muss aber auch für die aktive Luftraumüberwachung vertretbar sein."

    GEIER: "Aber das werden Sie sehr rasch entscheiden müssen. Weil solche Flugzeuge kauft man ja nicht [DOSKOZIL: "Das werden ..."] im Vorübergehen, am Samstagnachmittag."

      DOSKOZIL: "Das werden wir - und das haben wir uns schon vereinbart mit dem Generalstab - das werden wir bis zum Ende des Jahres entscheiden."

    GEIER: "Ist Leasing denkbar? Oder, oder ..."

      DOSKOZIL: "Ich hab's schon gesagt: Es sind alle Varianten denkbar. Auch Leasing."

    LINSINGER: "Das ist ja politisch immer sehr umstritten, der Ankauf von derartigen Flugzeugen. Ich erinner' da an die Eurofighter. Wie wollen Sie da politisch den Boden aufbereiten?"

      DOSKOZIL: "Ich glaub' wir bekennen uns zu einer Luftraumüberwachung. Wir haben eine aktive, eine passive Luftraumüberwachung. Diese Diskussionen, glaub' ich, wurden schon diskutiert und ausdiskutiert. Also eine Luftraumüberwachung, auch wenn man die neuen Bedrohungsszenarien, Drohnen und verschiedenste Dinge, beurteilt, ist nicht wegzudenken. Die Diskussion ist aber aus meiner Sicht zu führen, dass sie vertretbar ist. Also ich bin nicht zu haben, dass man sagt O.K. das ist finanziell werden da Drahtseilakte gemacht, sondern das muss wirklich unter dem Aspekt günstigstes Modell und noch vertretbares Modell sein."
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Re: Sammelthread: Nachfolger Saab 105 Oe

Beitrag von theoderich » 03. Feb 2016, 19:11

Der Luftraumüberwachung droht ab 2020 der Kollaps

Nicht wenige internationale Experten geraten ins Staunen, wenn sie hören, dass diese bereits deutlich mehr als 40 Jahre alten Flugzeuge noch immer regelmäßig vom Fliegerhorst Vogler in Hörsching in den Himmel abheben. Dem Chef der Luftstreitkräfte, "Airchief" Brigadier Karl Gruber, ist aber bewusst, dass damit spätestens 2020 Schluss ist.

Daher versucht eine Projektgruppe schon seit längerer Zeit eine Lösung zu erarbeiten. Innerhalb der nächsten Wochen sollen jetzt wichtige Vorentscheidungen fallen. "Es gibt eine breite Palette an Möglichkeiten", sagte der "Airchief" den OÖNachrichten. Damit ist vor allem gemeint, welche Aufgaben das neue Flugzeug erfüllen soll. Sollen es reine "Jet-Trainer", also unbewaffnete Maschinen werden, wären sie zwar möglicherweise um etwa 15 Millionen Euro pro Stück zu bekommen. Allerdings würden sie sich dann kaum für die Luftraumüberwachung eignen, die derzeit abwechselnd von den Eurofighter Typhoon-Maschinen und den Saab 105 OE durchgeführt wird.

Die Eurofighter sind aber enorm teuer im Betrieb – die Flugstunde kostet etwa sechsmal so viel wie jene der Saab 105 OE. Ebenfalls vorab zu klären ist, ob es tatsächlich ein Kauf – benötigt werden acht bis 12 Stück – sein wird oder auch eine Leasing-Variante in Frage kommt. "Es ist aber fraglich, ob wir dafür überhaupt ein Angebot bekommen würden", sagt Brigadier Gruber.

Unabhängig von der Entscheidung Leasing oder Kauf müsse noch heuer die Ausschreibung erfolgen. Der "Airchief" hofft dann auf ein Eintreffen der ersten Maschinen bereits ab 2018/19. Sollte der Saab 105 OE-Ersatz entsprechend qualitativ ausgestattet sein, rechnet Gruber mit einem Stückpreis von bis zu 30 Millionen Euro.

Ebenfalls unklar ist, wo diese neuen Maschinen stationiert werden. "Betriebswirtschaftlich günstiger ist es natürlich, alles (Maschinen plus Simulator, Anm. d. Red.) auf einem Flugplatz zu haben", sagt Gruber. Regionalpolitisch würden aber weiterhin zwei Flugplätze (Zeltweg und Hörsching) mehr Sinn machen.


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Re: Sammelthread: Nachfolger Saab 105 Oe

Beitrag von theoderich » 14. Feb 2016, 15:59

15th Annual Military Flight Training 2016 Conference
15th - 18th March 2016
Novotel London West, London,
United Kingdom

11.15 Realising the Austrian Air Force’s Training Philosophy Through The Procurement Of New Training System Assets

    Colonel Peter Trierweiler, Head of Flight Training, Austrian Air Force


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