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Fliegerhorst Aigen vor Schließung?

Flugzeuge, Großgerät, Fliegerhorste, ...
theoderich
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Fliegerhorst Aigen vor Schließung?

Beitrag von theoderich » 27. Okt 2008, 15:46

kleinezeitung.at am 27.10.2008:

27.10.2008 14:22

Fliegerhorst Aigen fürs Erste mittelfristig gesichert
Keine Standortgarantie, aber eine Absichtserklärung des Verteidigungsministeriums an Landeshauptmann Franz Voves lässt die Region auf weitere zehn Jahre für den Fliegerhorst Aigen hoffen.

Der Fliegerhorst Aigen im Ennstal, der 24 Hubschrauber des Typs Alouette III beherbergt und dessen Auflassung im Raum steht, ist vorerst gesichert. Wie der steirische Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) am Montag nach der Sitzung der Landesregierung verlautete, gebe es vom Verteidigungsministerium eine Absicht den Standort und damit die Beschäftigten über zehn Jahre zu erhalten.

Heimatstützpunkt. Im Februar war in einem "Luftgipfel" beschlossen worden, dass die Fluggeräte des Typs Agusta Bell 206A außer Dienst gestellt werden. Für die in Langenlebarn situierte Hubschrauberpilotenausbildung sollen nun sechs Maschinen des Typs Alouette III aus Aigen (Fliegerhorst Fiala Fernbrugg) herangezogen werden, wobei der Heimatstützpunkt in der Steiermark bleibe. Dadurch, so Voves, würden auch die 300 Jobs - 40 davon in der dortigen Fliegerwerft - gehalten.

Alouette. Offen ist noch, was nach dem Auslaufen der Alouette III passieren wird. Die ins Auge gefasste Nachfolge-Generation an Mehrzweckhubschraubern könnte nicht mehr in das Einsatzprofil des Alpen-Stützpunktes Aigen passen. "Der Kampf um Aigen geht weiter", meinte daher der Landeshauptmann. Man werde sich in den nächsten Jahren bemühen, aus Sicht des Katastrophenschutzes ein alpenfähiges Gerät zu erhalten.

Ministerium. Aus dem Ministerium hieß es am Montag, festgelegt sei nur die Nutzung über das Jahr 2010 hinaus. Der Zeitpunkt einer allfälligen Schließung sei nicht fixiert. ÖVP-LHStv. Hermann Schützenhöfer forderte für den Fall einer Koalitionsvereinbarung auf Bundesebene, darin eine Standortgarantie für Aigen festzuschreiben.



Bild

Man kann nur hoffen, dass im Ministerium an einer ernstzunehmenden, modernen und quantitativ mindestens gleichwertigen Nachfolgelösung für die "Alouette" und evtl. für "Jet Ranger" und "Kiowa" gebastelt wird.

P.S.: 2585/J-BR/2007 Schließungsgerüchte um die Kaserne Aigen im Ennstal im Zuge der Bundesheer-Reform

Anfrage

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Zuletzt geändert von theoderich am 16. Mai 2015, 23:11, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: Fliegerhorst Aigen fürs Erste mittelfristig gesichert

Beitrag von Cyclop » 27. Okt 2008, 17:09

theoderich hat geschrieben:quantitativ mindestens gleichwertigen Nachfolgelösung für die "Alouette" und evtl. für "Jet Ranger" und "Kiowa" gebastelt wird.

Das kannst Du vergessen! Ist aber auch nicht notwendig, denn wenn wir von etwas zu viel haben beim Bundesheer, dann sind das leichte Hubschrauber - 46 Stück! Lieber weniger leichte und ein paar zusätzliche mittlere Huberer.
Was Aigen betrifft sehe ich nicht ein, warum man das Unvermeidliche weiter hinauszögert. Ich würde die Fliegerwerften zusammenführen und einen Stützpunkt in Tirol als Außenstützpunkt für die Gebirgsfliegerei ausbauen.

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Re: Fliegerhorst Aigen fürs Erste mittelfristig gesichert

Beitrag von Raveman » 27. Okt 2008, 20:36

Dass sehe ich auch so. 4 Horste für unsere kleine Luftwaffe sind zuviel. Die Alouette sollte man nach Lale oder Zeltweg geben, dann würde man sicher Geld sparen.

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Re: Fliegerhorst Aigen fürs Erste mittelfristig gesichert

Beitrag von theoderich » 29. Dez 2008, 17:24

Ich habe heute auf der Website des "Kurier" einen Artikel von Mitte November 2008 entdeckt, in dem berichtet wird, dass die "Jet Ranger" offenbar verschrottet oder eingemottet würden und dafür ein Teil der "Alouette" von Aigen im Ennstal nach Langenlebarn verlegt werden:

"Alouette" im Anflug auf Langenlebarn
Die 40 Jahre alten "Jet Ranger"-Hubschrauber in Langenlebarn werden durch ebenso alte "Alouette"-Modelle ersetzt.

KURIER-Leser wussten es als erste; nun ist es offiziell: Die Hubschrauberflotte der Flieger- und Fliegerabwehr-Truppenschule mit Standort im Fliegerhorst Langenlebarn wird ausgetauscht. Im Laufe des kommenden Jahres werden die elf Schulungshubschrauber des Modells "AB 206 Jet Ranger" ausgemustert und durch acht Stück "Alouette 3" vom Stützpunkt Aigen im Ennstal ersetzt. Die Vorbereitungen laufen schon.

Seit der Vorwoche werden die Fluglehrer aus Langenlebarn im Ennstal auf den neuen Modellen eingeschult. Wobei "neu" ein dehnbarer Begriff ist: Die amerikanischen "Jet Ranger" stammen aus den späten Sechzigern; die "Alouette"-Modelle aus Frankreich sind durchschnittlich nur um ein Jahr jünger. Sie sind aber größer, stärker und vielseitiger einsetzbar. Die "Alouette" dient auch als Notarzt- oder Feuerwehr-Hubschrauber sowie für Transportzwecke.

Zufrieden
Der Kommandant der Fliegertruppenschule, Brigadier Günter Schiefert hatte sich im Vorfeld vehement für den Verbleib der Hubschrauber-Ausbildung in Langenlebarn eingesetzt. Für ihn ist es entscheidend, "unseren Auftrag zur Hubschrauber-Ausbildung wie bisher erfüllen zu können". Mit der nunmehrigen Entscheidung ist Schiefert daher "nicht unzufrieden".

Und so sieht der Fahrplan für die Stationierung der "Alouette"-Hubschrauber in Langenlebarn aus: Ab Februar 2009 werden die ersten beiden Maschinen überstellt, um die Techniker einzuschulen; die restlichen sechs Helikopter kommen im Laufe des Jahres. Die im Frühjahr beginnende Hubschrauber-Grundausbildung erfolgt noch auf der "Jet Ranger"; die Einsatzausbildung im Herbst soll schon auf "Alouettes" erfolgen. Die Werft für größere Reparaturen bleibt in Aigen; kleinere Wartungsarbeiten werden in Langenlebarn durchgeführt.

Über das weitere Schicksal der "Jet Ranger" ist noch nichts bekannt - die Entscheidung stehe noch aus; heißt es in Heereskreisen.

Artikel vom 18.11.2008 09:50 | KURIER |



Das ist meiner Meinung nach eine verrückte und über die Maßen kostspielige Entscheidung, aber sie passt vorzüglich zu den Aktivitäten im Bundesheer in den vergangenen zwei Jahren. Die Entscheidungen für die Nachfolge der drei leichten Hubschraubermodelle im Bundesheer werden hinausgezögert und (wenn nicht ein Wunder geschieht) von einer künftigen Regierung zu klären sein. Zumindest für das nächste Jahr wird mehr als eine Entscheidung für die Nachfolge der Saab-105 finanziell sowieso nicht mehr möglich sein (unter der Annahme, dass das Budget des Heeres nicht deutlich erhöht wird oder sinkt.).

P.S.: Mit dem Bundesheer verhält es sich wie mit einem Sterbenskranken. Dieser liegt, kaum beweglich und zu verständlicher Sprache fähig, in einem Krankenhausbett. Der behandelnde Arzt (Minister und Ministerialbeamte) stellt dem Kranken die lebensrettenden Medikamente unter ständigen Versprechungen und Schönfärbeleien auf ein unerreichbares Regal nahe des Bettes, während er dem Patienten ständig mit einem Messer in die Seite stößt, auf dass er langsam unter großen Qualen verblute.

P.P.S.: Wenn die Politiker wollen, dass das Heer sich nur noch auf Repräsentationsaufgaben und Auslandseinsätze beschränkt, dann sollen sie es auch sagen und "klar Schiff machen", d.h. die Bereiche die für Landesverteidigung und Katastrophenschutz zuständig sind auflösen, die Allgemeine Wehrpflicht und damit die Miliz abschaffen und nach Durchführung dieser Schritte zehntausende neue Arbeitslose riskieren. Genau das wird nämlich am Ende herauskommen, wenn die Ausgaben für unser ohnehin unterdotiertes Militär weiter gekürzt werden. Das soll jedoch nicht heißen, dass das meine persönliche Meinung dazu ist, nur meine Sicht der Dinge die momentan ablaufen und eine Folgenabschätzung.

P.P.S.: Es ist vor Kurzem eine neue Anfrage der FPÖ zur Luftfahrzeugflotte des Bundesheeres erschienen (Die Frage nach "Trainingsflugzeugen für die C-130 - Piloten" ist ein wenig kurios.):

Eingelangt am 12.12.2008
Dieser Text ist elektronisch textinterpretiert. Abweichungen vom Original sind möglich.

Anfrage

der Abgeordneten Kunasek, Dr. Fichtenbauer
und weiterer Abgeordneter
an den Bundesminister für Landesverteidigung
betreffend Flottenstruktur

Das Bundesheer hatte zwei SC.7 SRS 3M Skyvan in Verwendung, der Flugbetrieb
wurde im Jahr 2007 eingestellt. Eine Nachfolge gibt es noch nicht.
Weiters verfügt das Bundesheer über mehrere Typen von Light Utility Helicopter wie
Bell OH-58B Kiowa, AB 206A Jet Ranger und SA 316B Alouette III.
In diesem Zusammenhang richten die unterfertigten Abgeordneten an den Bundesminister
für Landesverteidigung nachstehende

Anfrage:

1. Gibt es konzeptuelle Grundlagen für eine hinkünftige Flottenstruktur bei den
Fliegerkräften?
2. Wenn ja, welche?
3. Wie lauten diese?
4. Gibt es eine mittelfristige Planung?
5. Wenn ja, wie lautet diese?
6. Gibt es eine Langfristige Planung?
7. Wenn ja, wie lautet diese?
8. Ist eine Nachfolge der SC.7 SRS 3M Skyvan angedacht?
9. Wenn ja, welche Modelle?
10.Wenn ja, wie viel Stück?
11. Wenn ja, wann soll die Nachfolge angetreten werden?
12. Welche Trainingsflugzeuge gibt es zur Zeit zur Ausbildung von C-130 Piloten?
13. Wie lange ist die verbleibende Nutzungsdauer für den Bell OH-58B Kiowa?
14. Wie lange ist die verbleibende Nutzungsdauer für den AB 206A Jet Ranger?
15. Wie lange ist die verbleibende Nutzungsdauer für die SA 316B Alouette III?
16. Macht es Sinn drei Sorten Light Utility Helicopter (LUH), im Stand des Bundesheeres
zu haben?
17. Wurde ein Neukauf eines LHU angedacht?
18. Wenn ja, welches Modell?
19. Wenn ja, wie viel Stück?
20.Welche Transportkapazität hätte die AB 212 nach dem MLU?


P.P.S.: Ich habe das zwar schon bei einem anderen Thema angemerkt, aber die momentane Situation bei den Luftstreitkräften ist eine direkte Folge der völlig verfehlten Flottenplanung und Budgetpolitik der letzten fünfzig Jahre: Die Beschaffung des Nachfolgers für die "Alouette" und "Jet Ranger" hätte schon vor über fünf Jahren anlaufen müssen, um rechtzeitig beim Ausscheiden der ersten alten Helikopter (zu einem altersbedingt begründeten Zeitpunkt, z.B. wenn ein Exemplar eine Nutzungsdauer zwischen 35 - 38 Jahren und die entsprechende Flugstundenanzahl erreicht hat.) einen Ersatz zur Verfügung zu haben. Eine Reduzierung der Flotte ohne Kauf eines neuen Musters hat nur zur Folge, dass die Betriebskosten pro Maschine steigen und Katastrophenschutz, sowie Ausbildungsaufgaben langfristig nicht mehr gewährleistet werden können, was sich auch auf die Piloten der modernen "Black Hawks" auswirkt.
In der Schweiz werden beispielsweise 32 "Alouette III" (ein Teil von ursprünglich 84 zwischen 1964 und 1974 beschafften Exemplaren - 14 davon wirden bei Unfällen zerstört.) durch 18 neue Eurocopter EC - 635 (Baujahr: 2008 - ...) ersetzt.
Es wird auf der Website der Schweizer Luftwaffe auch eine plausible Erkärung für die kleinere Flottengröße angeführt (So etwas geht mir bei unseren Streitkräften, neben verschiedensten anderen Informationen, völlig ab.):

Die Helis sollen die bisher durch die 32 Alouette III gestellten Lufttransportkapazitäten und Missionen weiterhin gewährleisten. Gegenüber der Alouette III werden mit dem neuen EC635 mehr Flugstunden pro Jahr geflogen und es können grössere Kapazitäten transportiert werden. Ein moderner leichter Helikopter hat einen geringeren Wartungsaufwand und kürzere Standzeiten für Bereitstellung und Betrieb. Das ergibt eine hohe Verfügbarkeit, was wiederum eine kleinere Flottengrösse (Anzahl Helikopter) bei gleich bleibendem Leistungsangebot ermöglicht. Die Beschränkung der Einsätze auf Flüge unter Sichtflugbedingungen, wie sie bei der Alouette III besteht, wird mit dem neuen EC635 dank moderner Ausrüstung weitgehend aufgehoben. Er verfügt zudem über zwei Triebwerke und weist damit eine höhere Flugsicherheit auf.


Dort verfügt man allerdings über zusätzlich 15 "Super Puma" (Baujahr: 1987/89) und 12 "Cougar" (Baujahr: 2001 - ...), die noch dazu nicht zu Auslandseinsätzen herangezogen werden. Der Großteil des Budgets der Luftwaffe wird in der Schweiz wahrscheinlich in den Betrieb und die Erhaltung der F/A - 18 "Hornet" investiert.

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Re: Fliegerhorst Aigen fürs Erste mittelfristig gesichert

Beitrag von swisstigerfan » 30. Dez 2008, 21:42

theoderich hat geschrieben:In der Schweiz werden beispielsweise 32 "Alouette III" (ein Teil von ursprünglich 84 zwischen 1964 und 1974 beschafften Exemplaren - 14 davon wirden bei Unfällen zerstört.) durch 18 neue Eurocopter EC - 635 (Baujahr: 2008 - ...) ersetzt.
Es wird auf der Website der Schweizer Luftwaffe auch eine plausible Erkärung für die kleinere Flottengröße angeführt (So etwas geht mir bei unseren Streitkräften, neben verschiedensten anderen Informationen, völlig ab.):

Noch zwei, drei kleine Zusatzinformationen. Die EC635 werden in der CH endmontiert. Die Endmontage dauert bis 2010. Ab 2010 bis 2012 werden noch 8 Alouette III fliegen. Ausserdem wird es ab 2011 einen eigenen Simulator geben. Damit können auch Betriebskosten gespart werden und man kann die nicht benötigten Stunden evlt. "verkaufen". Die beiden ebenfalls beschafften EC635VIP sollen die Cougars entlasten, um Betriebskosten zu sparen.

theoderich hat geschrieben:Dort verfügt man allerdings über zusätzlich 15 "Super Puma" (Baujahr: 1987/89) und 12 "Cougar" (Baujahr: 2001 - ...), die noch dazu nicht zu Auslandseinsätzen herangezogen werden.

Das ist falsch. Die Schweizer Luftwaffe setzt 2 Super Pumas im Kosovo ein. Ausserdem fliegt in Bosnien ein Cougar. Die EC635 sollen nicht im Ausland eingesetzt werden. Die Schweiz braucht die neuen Helikopter für die Pilotenschule und als leichter Transporthubschrauber.

theoderich hat geschrieben:Der Großteil des Budgets der Luftwaffe wird in der Schweiz wahrscheinlich in den Betrieb und die Erhaltung der F/A - 18 "Hornet" investiert.

Wie kommst du darauf? ;-) Die Finanzen für die Werterhaltung der F-18 geschah über das Rüstungsprogramm 2008 und die Betriebskosten sind dort noch nicht enthalten. Übrigens, wegen den hohen Betriebskosten muss ein Teil des Geldes für die Rüstungsprogramme ab 2009 für Betriebskosten aufgewendet werden. Deswegen sollen auch nur 22 neue Kampfjets angeschafft werden (Tiger-Teilersatz).

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Re: Fliegerhorst Aigen fürs Erste mittelfristig gesichert

Beitrag von theoderich » 01. Jan 2009, 18:06

Das habe ich nicht gewusst, danke. Das Argument mit den Auslandseinsätzen war, zugegebenermaßen, eine reine Vermutung von mir, ich habe da nicht sorgfältig genug recherchiert, ebenso das Argument zum Budget.
Die Informationen zu den militärischen Beschaffungen in der Schweiz finde ich übrigens vorzüglich, bei uns hat sich die Politik bis vor zwei Jahren auf "Aktuelle Informationen" beschränkt und seit dem Amtsantritt von Minister Darabos hat sich auch diese Informationsschiene nur noch auf Jubelmeldungen zu seiner Arbeit und kaum ernstzunehmende Informationen über Charity -Aktivitäten und kleinere Übungen beschränkt. Informationen über den Kauf von neuem Gerät exisiteren seit Jänner 2007 nicht mehr. Eine Übersicht über die letzten rüstungsspezifischen Informationen auf der Homepage des Bundesheeres, kategorisiert nach den Amtszeiten der jeweiligen Minister (die Nationalratswahl hatte am 1. Oktober 2006 stattgefunden, die neue rot - schwarze Koalition wurde am 11. Jänner 2007 angelobt):

Günther Platter

Herbert Scheibner

Werner Fasslabend

Blackhawk - Beschaffung:


Hercules - Beschaffung:


Abfangjäger - Beschaffung (hier ist natürlich nicht alles wiedergegeben, denn das würde den Rahmen wirklich sprengen.)


    Die Meldung zur Entscheidung für die Beschaffung der Eurofighter ist offenbar mutwillig aus dem Meldungsarchiv der Homepage gelöscht worden. Sie fiel, laut einem Artikel in der "FlugRevue", am 2. Juli 2002.
Zuletzt geändert von theoderich am 22. Mär 2010, 21:51, insgesamt 5-mal geändert.

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Re: Fliegerhorst Aigen fürs Erste mittelfristig gesichert

Beitrag von swisstigerfan » 01. Jan 2009, 22:20

theoderich hat geschrieben:Das habe ich nicht gewusst, danke. Das Argument mit den Auslandseinsätzen war, zugegebenermaßen, eine reine Vermutung von mir, ich habe da nicht sorgfältig genug recherchiert, ebenso das Argument zum Budget.

Naja ich muss ehrlich sagen, dass es bei uns im Parlament auch lange Diskussionen gab. Vorallem der Preis wurde als zu hoch angesehen (die meisten Politiker dachten eben, die EC135 unterscheide sich nicht von den teueren militärischen EC635). Schlussendlich bekamen wir für den gleichen Preis zusätzlich noch ein EC635 Simulator und der Super Puma Simulator wird auf den Stand des Cougars gebracht.
Argumente für die Beschaffung waren praktisch keine nötig. Die Leistungen des Lufttransportes sind den Politikern und der Bevölkerung bekannt. Gegenargumente kamen nur von pazifistischer Seite (diese müssten eigentlich bekannt sein).

Die Leistungen des LT-Transportes sind unter anderem:

- Truppentransporte
- Verschiedene Materialtransporte
- Einsätze zugunsten der Behörden (Polizei, Grenzwache)
- Humanitäre Einsätze
- Seach & Rescue Einsätze
- Katastrophenhilfe
- Luftmobilität
- VIP-Transporte

Ich habe mir kurz die Medienmitteilungen angeschaut und diese sind wirklich nicht so überzeugend. In der Schweiz gibt es nächstes Jahr die Abstimmung über den Tiger-Ersatz. Bei jeder Medienmitteilung wird immer wieder darauf hingewiesen, warum wir diesen benötigen. Ich denke die Akzeptanz der Armee ist in der Schweiz grösser, weil sie eine Milizarmee ist. Jeder Schweizer ist somit irgendwie damit verbunden.

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Re: Fliegerhorst Aigen fürs Erste mittelfristig gesichert

Beitrag von Milizler » 02. Jan 2009, 09:32

Eine Milizarmee wäre es bei uns auch!
Beordert bei 1./JgB NÖ

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Re: Fliegerhorst Aigen fürs Erste mittelfristig gesichert

Beitrag von theoderich » 24. Nov 2009, 20:10

Kaserne Aigen: Fliegender Wechsel in neue Struktur

Kurz vorm Jahreswechsel ist die Bundesheer-Reform 2010 nun auch in Aigen angekommen. Dank zahlreicher Interventionen gehen damit aber vor allem organisatorische Veränderungen statt der Schließung des Standorts einher. Neu ist: Das Hubschrauber-Geschwader gibt es nicht mehr, die beiden Staffeln wurden zusammengelegt. Kommandant für alles, was in die Luft geht, ist nun Major Udo Koller. Der 38-jährige Ardninger befehligt 16 Alouette III. Für die Flugbetriebskompanie, die etwa den Tower, die Feuerwehr und Dienste am Boden durchführt, ist Oberstleutnant Hans Unterdechler zuständig. Ausgenommen davon ist die Werft, in der Oberstleutnant Andreas Staudacher, seit einigen Monaten auch Kasernenkommandant, das Sagen hat.

"Wir haben damit Verwaltungsstrukturen abgebaut ohne die Truppe zu schwächen. Lediglich zwei Personen sind heute woanders im Heer tätig, der Rest konnte direkt hier in Aigen weiterbeschäftigt werden", erklärt Matthäus Trigler. Der für die Öffentlichkeitsarbbeit zuständige Offizier kommt aus dem oberösterreichischen Hörsching. Dort liegen jetzt auch die übergeordneten Kommandostrukturen der Aigner.



Ob nur die Nutzungsdauer über 10 Jahre verlängert wurde, wie vor ein paar Monaten verlautet, oder ob die Schließungspläne definitiv ad acta gelegt worden sind, kann ich schwer beurteilen. Ich tippe auf letzteres.

Bild

Die Beschaffung eines Nachfolgers für die "Alouette" und die OH-58, die gegen Ende der nächsten Legislaturperiode anlaufen müsste, könnte damit rund 48 neue Hubschrauber umfassen - schließlich müssen zwei Fliegerhorste damit bestückt werden.
Im Gegenzug könnte eine Schließung der schlecht ausgelasteten Stützpunkte in Klagenfurt und Schwaz wahrscheinlicher werden - ihr Weiterbetrieb ist schließlich bereits in einem RH-Bericht kritisiert worden. Die Überlebenschancen der Frundsberg-Kaserne sind schon durch die Beibehaltung des Militärspitals Innsbruch sehr klein. Der Kauf von Gerätschaften für einen mobilen Flugplatz, der je nach Bedarf errichtet wird (wie schon vor Jahren vom BMLV angedacht), ist sicher die bessere Lösung. Außerdem können sowohl Kärnten, als auch die westlichen Bundesländer von Aigen aus leicht erreicht werden.

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Re: Fliegerhorst Aigen fürs Erste mittelfristig gesichert

Beitrag von Raveman » 25. Nov 2009, 08:37

...befehligt 16 Alouette III.


Dass heißt also dass 8 Alouette III in Langenlebarn stationiert sind. Kann das jemand bestätigen?

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Re: Fliegerhorst Aigen fürs Erste mittelfristig gesichert

Beitrag von theoderich » 25. Nov 2009, 12:17

Im Rahmen der Veränderungen der Bundesheerstruktur soll das am Standort Aigen stationierte Hubschraubergeschwader auf eine Hubschrauberstaffel mit 16 Stück Alouette III reduziert werden. Zu den künftig jedenfalls operationell zu betreibenden 16 Stück Alouette III – Hubschraubern werden darüber hinaus eine noch festzulegende Anzahl von Hubschraubern als sogenannte „Logistische Reserve“ weiter betrieben.



D.h., dass zumindest ein Teil der Hubschrauber in Aigen nur noch zum Ausschlachten vorgesehen sind, um den Betrieb über die nächsten 10 Jahre irgendwie aufrecht zu erhalten. Übrigens steht weiter oben im Artikel "Alouette im Anflug auf Langenlebarn", dass genau acht "Alouette" auf dem niederösterreichsichen Fliegerhorst stationiert sind.

P.S.: In Aigen gibt es, durch die Verlegung von Helikoptern nach Langenlebarn, nur noch eine Hubschrauberstaffel. Sollte die Stückzahl nicht wieder auf zwei Staffeln (= 24 Stück) erhöht werden, ist eine Schließung von des Fliegerhorstes Fiala-Fernbrugg schon aus wirtschaftlichen Gründen unausweichlich.

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Re: Fliegerhorst Aigen fürs Erste mittelfristig gesichert

Beitrag von Doppeladler » 25. Nov 2009, 18:17

theoderich hat geschrieben:Sollte die Stückzahl nicht wieder auf zwei Staffeln (= 24 Stück) erhöht werden, ist eine Schließung von des Fliegerhorstes Fiala-Fernbrugg schon aus wirtschaftlichen Gründen unausweichlich.

Die Angst besteht wohl nicht, da das Heer gegen den Willen der Bundesländer keine wirtschaftlichen Entscheidungen treffen wird. Das Standortkonzept wird von den Ländern diktiert, nicht von der Vernunft.

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Re: Fliegerhorst Aigen fürs Erste mittelfristig gesichert

Beitrag von theoderich » 25. Nov 2009, 20:26

Zum Vergleich:

In der Schweiz gibt es (Laut offizieller Website der Schweizer Luftwaffe) 47 Helikopter auf zwei Flugplätzen (Payerne und Alpnach):

Alpnach

    Lufttransport Geschwader 2
      Lufttransport Staffel 6 (Cougar, Super Puma, Alouette 3)
      Lufttransport Staffel 8 (Cougar, Super Puma, Alouette 3)
      Lufttransport Kompanie 2

Payerne

    Escadrille Transport Aérien 1 (Super Puma, Alouette 3)


Gerätebestand

    Aérospatiale AS332M1 Super Puma (15 Stk.)

    Eurocopter AS532UL Cougar Mk1 (12 Stk.)

    Eurocopter EC635 (18 Stk. + 2 VIP; Ersatz von 32 Al3, von denen im Nov. 2009 noch 16 fliegen.)

Das Bundesheer betreibt 67 Hubschrauber auf drei Flugplätzen und zwei Stützpunkten:

Bild


Langenlebarn

    Luftunterstützungsgeschwader

      Mittlere Transporthubschrauberstaffel (9 S-70 "Black Hawk")

      Mehrzweck-Transporthubschrauberstaffel (11 OH-58 "Kiowa")

      Lehrabteilung Hubschrauber (8 "Alouette" III)

Hörsching

    Leichte Transporthubschrauberstaffel (12 AB-212)

    Leichte Transporthubschrauberstaffel (11 AB-212)

Aigen im Ennstal

    Mehrzweck-Hubschrauberstaffel (16 "Alouette" III)

    Hubschrauberstützpunkt Klagenfurt (?)

    Hubschrauberstützpunkt Schwaz (?)

Wiener Neustadt (Militärflugplatz)
Zuletzt geändert von theoderich am 25. Nov 2009, 21:03, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Fliegerhorst Aigen fürs Erste mittelfristig gesichert

Beitrag von swisstigerfan » 25. Nov 2009, 20:37

theoderich hat geschrieben:Zum Vergleich:

In der Schweiz gibt es (Laut offizieller Website der Schweizer Luftwaffe) 47 Helikopter auf zwei Flugplätzen (Payerne und Alpnach):


Das ist nicht ganz korrekt. In der Schweiz sind auf drei Flugplätzen permanent Helikopter stationiert. Der Haupflugplatz ist Alpnach (zuständig für die ganze CH) und daneben gibt es für die Westschweiz noch Payerne und in der Ostschweiz Dübendorf. In Payerne und Dübendorf sind jeweils ca. 4-6 Helikopter stationiert, den Rest im zentral gelegenen Alpnach. Wenn ein Wiederholungskurs stattfindet (d.h Miliz-Bodentruppen, Berufs- und Milizpiloten üben drei Wochen intensiv) werden praktisch alle Helis für die Wk's eingesetzt.

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Re: Fliegerhorst Aigen fürs Erste mittelfristig gesichert

Beitrag von theoderich » 25. Nov 2009, 21:48

Ein wesentlicher Unterschied zwischen den österreichischen und den Schweizer Flugplätzen ist (und daran zweifelt sicher niemand) die Größe: Bei uns gibt es keinen einzigen Fliegerhorst, der es flächenmäßig mit Payerne aufnehmen kann (Fliegerhorst Hinterstoisser: 280 ha; Militärflugplatz Payerne: 320 ha).
Andererseits muss man anmerken, dass wir in Österreich eine Miniluftwaffe haben, die in ihrer Quantität nur von etlichen Ländern des ehemaligen Ostblocks, Zypern, Luxemburg und in Teilbereichen von Portugal und Dänemark unterboten wird. Allerdings ist Österreich aufgrund seines Bruttosozialprodukts und seiner Bevölkerungszahl mit kaum einem höherentwickelten europäischen Staat vergleichbar. Und realistische Ausbaupotentiale gibt es bei den österreichischen Flugplätzen auch kaum, vor allem wegen der zunehmenden Zersiedelung. Die meisten Flugplätze, die als Fliegerhorste ausgebaut werden sollten, sind nach dem Krieg bekanntlich großteils von den Anrainergemeinden in Besitz genommen worden. Vorgesehen waren zunächst 11 Flugplätze, dazu 20 Notplätze und Pisten, was von den Landesregierungen erfolgreich vereitelt wurde.
Zuletzt geändert von theoderich am 25. Nov 2009, 22:03, insgesamt 1-mal geändert.

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