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 Betreff des Beitrags: Leopard 2A7 für die Bundeswehr
BeitragVerfasst: 15. Jan 2014, 13:59 

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German Army shapes up for future

Zitat:
German Army officials have outlined the service's upcoming force structure as the army seeks to retain its broad range of capabilities, from high-intensity operations to peace enforcement and stabilisation.

During the TDN UK Force Protection and Manoeuvre conference, held late in 2013 in Rome, Italy, Lieutenant Colonel Dirk Belda of the German Army Concepts and Capabilities Development Centre (ACCDC) based in Cologne, outlined the centre's role in the future shape of the German Army.

Zitat:
As with most NATO member armies, the German Army has undergone a major restructuring since the end of the Cold War.

It plans to ultimately field a total of 225 Krauss-Maffei Wegmann Leopard 2A6 main battle tanks (MBTs) that will equip four tank battalions.

These Leopard 2A6s will be slowly replaced by the upgraded Leopard 2A7. Krauss-Maffei Wegmann is currently converting 20 ex-Royal Netherlands Army Leopard 2A6 MBTs to the latest Leopard 2A7 configuration, with the longer-term aim of fielding additional units if funding is available. Rheinmetall 120 mm ammunition is also being procured for the Rheinmetall smooth bore gun installed in the Leopard 2A6 and 2A7.

Currently, the German Army has 125 Leopard 2A5 MBTs but of these 105 are being sold to the Polish Army, which already operates 128 former-German Army Leopard 2A4s.


Bild


N24 - Leopard 2A7+ Main Battle Tank Presentation



Zuletzt geändert von theoderich am 23. Nov 2014, 08:18, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Leopard 2A7+ für die Bundeswehr
BeitragVerfasst: 05. Nov 2014, 11:40 

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Die Panzertruppen im HEER 2011. Konzeption-Struktur-Weiterentwicklung (Das schwarze Barett, Nr. 51, Juli 2014)

Zitat:
In diesem Jahr werden zwei Einsatzprüfungen, taktischer Anteil, mit Unterstützung der 1. PzDiv. durchgeführt.

    + im August 2014 für den KPz Leopard 2 A7 und vorher

    + im Juli 2014 Teil 2 taktischer Anteil für SPz PUMA, der – bei erfolgreicher Einsatzprüfung – ab Ende 2014 in die Nutzung gehen soll.

Als Nutzertruppenteil für 14 KPz LEOPARD 2 A7 ist das PzBtl 203 in AUGUSTDORF vorgesehen. 4 KPz LEOPARD 2A7 gehen für die lehrgangsgebundene Führerausbildung an das AusbZ in Munster, ein KPz LEOPARD 2A7 steht für die technisch-logistische Ausbildung in AACHEN zur Verfügung.

Zitat:
Das bedeutet zukünftig für die Weiterentwicklung am KPz LEOPARD 2:

    • die Beseitigung von Schwachstellen in der Panzerung (Seite, Heck, Dach)

    • die Vergrößerung der Sichtbereiche um den KPz

    • die Integration einer Waffenstation

    • die Ausstattung mit einem Räumschild als bestimmende/ kennzeichnende Hauptmerkmale

    • der EKKA ((zusätzliche) Energieversorgungs- und Kampfraumkühlanlage) mit integrierten UltraCaps (zum Sicherstellen gleichmäßiger Spannungsversorgung)

    • der Integration von IFIS (Integriertes Führungs-und Informationssystem)

    • damit verbunden die Nutzung der neuen digitalen BV-Anlage

    • sowie eine neue Brandunterdrückungsanlage.

Mit der HE-Systemanpassung, d.h. Verwendung von tempierbarer Munition (100m bis 5000m), erhöht sich der Gefechtswert, insbesondere auch für Military Operations in Urban Terrain (MOUT), da auch infanteristische Ziele z.B. hinter Deckungen, effektiv bekämpfbar geworden sind.

Mit der EKKA sind statische Aufenthalte (z.B. als Feldposten) ohne Nutzung des Haupttriebwerkes möglich, sodass damit eine materialschonendere Verwendung des KPz möglich ist.

Mit der Integration von IFIS und Nutzung der digitalen BV-Anlage ist der Einstieg der PzTr in die NetOpFü-Fähigkeit vollzogen.

Weitere nicht sofort sichtbare Änderungen sind

    • ein neues Kommandantensystembediengerät

    • Fahrerbediengerät

    • und Ladeschützenbediengerät.

Darüber hinaus wird auch bei den KPz Leopard 2 A7 ein WBG der 3. Generation (ATTICA) mit automatischem Kontrastabgleich eingebaut, welches im Rahmen des Obsoleszenzenmanagements grundsätzlich die in der Flotte eingebauten WBG TIM ersetzt.



Einsatz des Kampfpanzers LEOPARD 2 im gesamten Aufgabenspektrum
Fähigkeiten und Forderungen der Panzertruppe




Zuletzt geändert von theoderich am 11. Dez 2014, 14:24, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Leopard 2A7+ für die Bundeswehr
BeitragVerfasst: 22. Nov 2014, 10:20 

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Bild
Zitat:
Europäische Sicherheit & Technik

Zur Frage, ob das Bild einen A6 oder A7 zeigt: Dieses Foto wurde uns vom BAAINBw mit der Bildbezeichnung "Leo2A7" sowie der Bildunterschrift "KPz Leopard 2A7 – Frontansicht von links" geliefert. Ich hoffe doch, dass das BAAINBw seine eigenen Panzer erkennt.

18 Std.



Bundeswehr aktuell. 50. Jg., Nr. 44, Montag, 10. November 2014 hat geschrieben:
Für die Streitkräfte

... hat das Amt für Heeresentwicklung beim Panzerbataillon 203 die taktische Einsatzprüfung des Kampfpanzers „Leopard“ 2A7 durchgeführt. Zeitgleich dazu wurde auch die neue hochexplosive Munition DM11 getestet. Erstmalig kann diese neben dem Aufschlagzünder auch mit zeitverzögerter Zündung und mit Luftsprengpunkt verschossen werden. Der Kampfpanzer soll Anfang kommenden Jahres an die Truppe übergeben werden. (eb)


Zuletzt geändert von theoderich am 25. Apr 2015, 17:35, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr
BeitragVerfasst: 11. Dez 2014, 16:38 

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Bild

Zitat:
Europäische Sicherheit & Technik

    vor 5 Stunden

Gestern fand die Übergabe des ersten von vorerst 20 Leopard 2 A7 an die Bundeswehr am Münchener Sitz des Unternehmens Krauss-Maffei Wegmann (KMW) statt.

Der Leopard 2 A7 bildet das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen mehreren NATO-Partnern und KMW, die vor sieben Jahren begann. Im Rahmen des ISAF-Mandats entschied sich Kanada 2007, von der deutschen Bundeswehr 20 Leopard 2 A6M mit modernem Minenschutz zu leihen. Von KMW an die kanadischen Anforderungen angepasst, standen die ersten Leopard 2 A6M CAN noch im selben Jahr zur Verfügung und bewährten sich solchermaßen im Einsatz, dass Kanada sie weiter nutzen wollte. Für die fällige Rückgabe erwarb das Land überzählige holländische Leopard-Panzer, die auf den Konstruktionsstand der ausgeliehenen deutschen Fahrzeuge umgerüstet werden sollten. Kanada und Deutschland einigten sich darauf, dass im Rahmen dieser Umrüstung weitere Änderungsmaßnahmen eingebracht werden konnten, wodurch der Leopard 2 A7 für die Bundeswehr entstand.

Der Leopard 2 A7 verfügt nicht nur über optimierten Schutz gegen asymmetrische wie auch konventionelle Bedrohungen, sondern über deutlich gesteigerte Durchhaltefähigkeit. Eine Energieerzeugungsanlage stellt sicher, dass das Waffensystem ohne laufendes Haupttriebwerk voll betriebsfähig ist und der Kampfraum gekühlt wird. Über das Führungs- und Waffeneinsatzsystem Kampftruppe ist der Leopard 2 A7 in den Führungsverbund integriert. Zur Aufklärung verfügt er über modernste Sichtmittel. Sein Fähigkeitsspektrum wurde durch die Möglichkeit zum Verschießen tempierbarer Munition (also mit programmierbarem Zeitzünder) an aktuelle Bedrohungen angepasst. Diese Munition wirkt besonders gegen Bunker und befestigte Stellungen.



Germany receives first Leopard 2A7 MBT

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Zitat:
The German Army has ordered a total of 20 Leopard 2A7 MBTs and the last of these will soon be delivered from KMW's Munich facility and issued to Tank Battalion 203, which currently operates 44 Leopard 2A6s.

Zitat:
The batch of 20 German Leopard 2A7 MBTs are in fact conversions of ex-Royal Netherlands Army Leopard 2A6 NL, which were provided by Canada as compensation for the Leopard 2A6M taken from German Army stocks and upgraded for deployment to Afghanistan.

Funding permitting, the German Army hopes to get finance to enable its complete fleet of Leopard 2A6 MBTs to be upgraded to the latest Leopard 2A7 standard.

The Leopard 2A7 retains the Rheinmetall 120 mm L/55 smooth bore gun and in addition to firing the latest generation Rheinmetall 120 mm Armour Piercing Fin Stabilised Discarding Sabot - Tracer (APFSDS-T) DM63 round and can also fire the latest programmable Rheinmetall DM12 high-explosive round.

The Leopard 2A7 has a number of survivability enhancements including the latest generation passive armour and belly armour providing protection against mines and improvised explosive devices. It is also fitted for but not with additional passive side protection armour.

Other significant changes include the installation of an auxiliary power unit to enable all subsystems to be run with the main engine switched off and an air-conditioning system, new drivers hatch, and all-electric gun-control equipment.

The tank commander is provided with a new roof-mounted stabilised panoramic sight that includes a third-generation thermal imager, laser rangefinder, and charge coupled device camera. The gunner also has a third-generation thermal sight.

Ralf Tetzel, senior vice president, Defense Combat Systems at KMW confirmed to IHS Jane's that the German Leopard 2A7 programme is "on time and on budget".

The Leopard 2A7 has been tested fitted with the KMW FLW 200 remote weapon station armed with a .50 M2 HB machine gun, but this is not fitted at present for budgetary reasons.



Bundeswehr beginnt Modernisierung ihres Kampfpanzer-Bestands mit Leopard 2 A7



Aachen: Ausbildung mit Leidenschaft (5. Dezember 2014)

Bild
Zitat:
Die Spezialisten an der Technischen Schule prüfen auch den neuen Leopard 2A7 auf seine Einsatzreife (Quelle TSL/FSHT/Dirk Taufenbach)



Die APU des Leopard 2A7 stammt übrigens aus Österreich:



Zuletzt geändert von theoderich am 25. Apr 2015, 17:30, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr
BeitragVerfasst: 12. Dez 2014, 12:12 

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Neue „Leos“ für das Heer

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Zitat:
Der neue Kampfpanzer Leopard 2 A7 ist ein beeindruckender Koloss. Gut 2,60 Meter hoch, fast vier Meter breit und circa 64 Tonnen schwer. Kürzlich hat der Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann (KMW) den Kampfpanzer in München an die Bundeswehr übergeben.

Zitat:
Deutschland und Kanada pflegen eine intensive Rüstungskooperation. Deutschland habe von den kanadischen Erfahrungen mit dem Leopard 2 im Einsatz in Afghanistan profitiert. Angriffe durch Minen und hohe Temperaturen im Einsatzgebiet stellten neue Herausforderungen dar, die auch Anpassungen der Waffensysteme notwendig machten.

Zitat:
20 Leopard 2 A6M lieh die Bundeswehr im Jahr 2007 für den ISAF-Einsatz den kanadischen Streitkräften. Die von KMW modifizierte Version Leopard A6 M CAN bewährte sich im Einsatz. Das bewog die Kanadier, den Leopard auch weiterhin zu nutzen. Nach der Rückgabe 2011 erwarben sie überzählige niederländische Leopard-Kampfpanzer und rüsteten diese auf. Im Zuge dieser Umrüstung wurden weitere Änderungsmaßnahmen eingebracht, wodurch der neue A7 für die Bundeswehr entstand.

Zehn neue „Leoparden“ dieses Typs wurden bereits an das Panzerbataillon 203 nach Augustdorf geliefert, mit vier weiteren kann das Bataillon in den nächsten Wochen rechnen. Darüber hinaus werden vier Kampfpanzer an das Ausbildungszentrum Munster gehen, ein weiterer an die technische Schule nach Aachen. Einer bleibt als Referenzfahrzeug bei KMW.

Neuerungen in Sachen Führung, Kühlung und Munition

Wie bereits sein Vorgänger zeichnet sich der neue Kampfpanzer durch besondere Schnelligkeit und Feuerkraft aus. Neu ist allerdings das integrierte Führungs- und Informationssystem (IFIS). Auf einem Tablet liefert das neue netzwerkbasierende System Echtzeitinformationen über die Lage der eigenen sowie der gegnerischen Kräfte. Informationen sind so einfacher auszutauschen und zu bearbeiten, zudem können sie schneller aktualisiert werden. Damit wird das Lagebild genauer. Die zu treffende Entscheidung beruht auf einer besseren Grundlage.

Weiterhin verfügt der A7 über eine Energieversorgungs- und Kampfraumkühlanlage mit Thermoschutznetz (EKKA). Sie beinhaltet eine externe Energieversorgung, einen Verbrennungsmotor mit Generator, welcher den Kampfpanzer ohne Einschalten des Haupttriebwerks mit Strom versorgt. Der Kampfpanzer ist dadurch erheblich leiser und kann schlechter aufgeklärt werden. Gleichzeitig werden die Batterien geschont und der Verbrauch des Betriebsstoffs verringert. Dadurch verfügt der A7 über eine höhere Durchhaltefähigkeit als sein Vorgänger, da er später betankt werden muss.

Die Kampfraumkühlanlage sorgt dafür, dass die Besatzung im wahrsten Sinne einen „kühlen Kopf“ bewahrt. In Wüstenregionen kann die Temperatur im Innenraum des Panzers leicht auf 70 Grad steigen. Die neue Kühlanlage wirkt dem Temperaturanstieg entgegen und kühlt Besatzung, Munition und Elektronik. Dadurch wird auch hier eine höhere Kampfkraft und Durchhaltefähigkeit erreicht.

Eine weitere Neuerung ist die temperierbare High Explosive (HE) Munition. Sie kann bis zu 5.000 Meter weit in den Modi „Aufschlag ohne Verzögerung“, „Aufschlag mit Verzögerung“ und „Luftsprengpunkt“ verschossen werden. Besonders wirksam ist sie gegen Bunker und befestigte Stellungen. Nachdem der Rüstungskonzern Rheinmetall die Produktion der bisherigen Munition einstellte, war die Weiterentwicklung des Leopard 2 A6 notwendig geworden, um neben der KE-Munition (Kinetische Energie) als Wuchtgeschoss gegen feindliche Panzer über eine wirksame Sekundärmunition zu verfügen. Einer der Hauptbedrohungen im Einsatz sind Angriffe durch Minen. Aus diesem Grund hat der A7 im Vergleich zum A6M einen erhöhten Minenschutz.

Die Bundeswehr verfügt über 225 Kampfpanzer. Derzeit laufen bereits die Planungen für die nächste Weiterentwicklung des Leopards 2 , der eine erhebliche Kampfwertsteigerung darstellen soll. Dabei wird er die ursprüngliche Agilität des „Leopards“ behalten. Des weiteren sollen die Sichtsysteme verbessert werden.



Noch lange kein Alteisen

Zitat:
Panzerschlachten, wie sie noch 1973 im Jom-Kippur-Krieg oder 1991 bei der Operation „Desert Storm“ ausgetragen wurden, scheinen der Vergangenheit anzugehören. Stattdessen bestimmten Friedens- und Stabilisierungsmissionen wie in Somalia oder auf dem Balkan den Einsatzalltag.

Als die Bundeswehr 1995 zum Friedenseinsatz nach Bosnien-Herzegowina ausrückt, bleiben die „Leos“ in den Kasernen. Nicht zuletzt aus politischen Gründen: Der damalige deutsche Verteidigungsminister Volker Rühe wollte vermeiden, dass das deutsche Kontingent wie eine Besatzungstruppe wirkt. Doch auch aus militärischen Erwägungen erscheint nun der klassische Kampfpanzer wenig geeignet für die Befriedung von Bürgerkriegsländern.

Wenn es darum geht, fern der Heimat Krisen und Konflikte zu begrenzen, werden leicht verlegbare Kräfte und leichte Waffen benötigt. Die Verlegung von Kampfpanzern ist dagegen mit enormem Aufwand verbunden. Ebenso muss die logistische Basis im Einsatzland geschaffen werden. Dazu kommen der zumeist schlechte Zustand von Straßen und Brücken in vielen Einsatzländern.

Als der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages 2010 den Einsatz von deutschen Leopard 2 am Hindukusch ins Gespräch bringt, winken deutsche Spitzenmilitärs ab. Das Fahrzeug sei zu schwer und unbeweglich für die örtlichen Verhältnisse im deutschen Verantwortungsbereich.

Unverzichtbare Panzer

Welche Rolle spielen die Stahlkolosse in modernen Landstreitkräften? Mit dieser Frage müssen sich Planer auseinandersetzen. Die Niederlande haben sich 2010 dafür entschieden, ihre Leopard 2 nicht zuletzt aus finanziellen Gründen außer Dienst zu stellen.

Die Überlegung: Als kleine Nation würden die Niederländer ohnehin gemeinsam mit einem großen Partner in den Einsatz gehen. Dieser würde dann, wenn es notwendig sein sollte, über Kampfpanzer verfügen. Oberst Gunther Wiedekind, Leiter des Taktikzentrums des Heeres in Dresden, ist sich aber sicher: Für die Bundeswehr sind Kampfpanzer nicht nur wegen der Landes- und Bündnisverteidigung unverzichtbar.

Auch in Stabilisierungsoperationen können sie eine wichtige Rolle spielen. „Sie haben in einer Stabilisierungsoperation allein aufgrund ihrer physischen Präsenz eine Wirkung auf gegnerische Kräfte“, erläutert der Offizier und verweist auf die Erfahrungen in Afghanistan, wo Kanada und Dänemark eine speziell gegen Minen und IEDs geschützte Version des Leopard 2 in ihrem Verantwortungsbereich einsetzten. „Beim Anblick dieses Waffensystems überlegt sich ein Geg­ner zweimal, ob er dagegen vorgeht.“

Taktische Vorteile

Neben der psychologischen Wirkung sieht Wiedekind auch taktische Vorteile: „Er bietet die Fähigkeit zum präzisen Beschuss.“

Mit der richtigen Munition könne er gegen Gegner in Stellungen vorgehen. Dadurch ist ein militärischer Führer im Gefecht ein Stück weit unabhängig von Artillerie- oder Luftunterstützung.

„Das Konzept des Kampfpanzers ist auch technologisch noch nicht ausgereizt“, fügt Wiedekind hinzu. So habe das Waffensystem vor allem im Bereich der Aufklärungssensorik und der Führungs- und Informationssysteme noch eine Menge Verbesserungspotenzial.

Wie das aussehen könnte, damit beschäftigt sich Oberstleutnant Armin Dirks, Dezernatsleiter für Materielle Weiterentwicklung der Panzertruppen im Amt für Heeresentwicklung in Köln. Der Maschinenbauingenieur, der 1981 bei der Panzertruppe in die Bundeswehr eintrat, ist der Meinung: „Ohne sie geht es nicht.“

Die internationalen Einsätze hätten gezeigt, dass Luftoperationen allein nicht ausreichen. „Am Ende müssen doch Bodentruppen eingesetzt werden.“ Sein Gebiet sind die Kampfwertsteigerungen für den Leopard 2, mit denen das Kettenfahrzeug für mögliche Einsätze so gut wie möglich gewappnet werden soll.

Neue Marschrichtung für die Panzergrenadiere

Die Erfahrungen der Partnerländer USA und Großbritannien im Irak, aber auch der Kanadier in Afghanistan, liefern wichtige Anhaltspunkte, auf was es bei der Ausrichtung künftig ankommt. Es heißt auch, sie für den Einsatz im sogenannten urbanen Umfeld vorzubereiten.

Demografen gehen davon aus, dass hier bis 2020 etwa 75 Prozent der Weltbevölkerung leben werden. Wenn Konflikte in Gewalt umschlagen, dann werden sie immer häufiger auch in Ortschaften und Städten ausgetragen. Doch gerade die im Frontalbereich stark gepanzerten Kampfpanzer sind verwundbar gegenüber Beschuss durch Abwehrwaffen, die auf die deutlich schwächeren Seiten oder auf das Heck abgefeuert werden.

Im Häuserkampf kann die Kanone nicht auf höherliegende Stockwerke ausgerichtet werden. Auch das Blickfeld ist im Nahbereich stark eingeschränkt. In Studien untersucht Dirks, wie diese Nachteile ausgeglichen werden können, etwa durch Kameras und eine in alle Richtungen bewegliche Waffenstation. Eine Wunderwaffe für urbane Operationen wird aus dem Kampfpanzer aber nicht.

Nach wie vor gilt der Grundsatz, dass Ortschaften im beweglich geführten Gefecht nach Möglichkeit gemieden werden. Durch die Kampfwertsteigerungen soll der Kampfpanzer aber Infanterie in Ortschaften besser unterstützen können.

Besondere Duellfähigkeit

Die Duellfähigkeit des Leopard 2 spielt auch künftig eine Schlüsselrolle. Duellsituationen, das ist die überraschende Konfrontation mit plötzlich auftauchenden gegnerischen Waffensystemen, die innerhalb von Sekunden entschieden werden.

Solche Konfrontationen sind auch im Stabilisierungseinsatz denkbar, denn auch irreguläre Kräfte können über Kampfpanzer verfügen. „Nicht immer die allerneueste Generation, das reicht aber auch schon, um eine Bedrohung für unsere Dingos, Eagles und Boxer darzustellen“, betont Dirks. „Deshalb brauchen wir eine Plattform wie den Leopard, der dagegen aufgestellt ist.“

Dabei kann er durch seinen effektiven Schutz auch schwere Treffer einstecken, ohne komplett auszufallen. Im Dezember werden die ersten Leo­pard 2 A7 in die Bundeswehr übernommen. Wichtigste Neuerung ist die Integration des modernen Führungs- und Waffeneinsatzsystems IFIS sowie die Einrüstung einer Energieversorgungs- und Kampfraumkühlanlage mit Thermoschutznetz.

Außerdem verfügt er jetzt über eine tempierbare High Explosive Munition, die bis 5.000 Meter in den Modi „Aufschlag“, „Aufschlag mit Verzögerung“ und „Luftsprengpunkt“ verschossen werden kann. Als letzte Kampfwertsteigerung ist die Version A8 vorgesehen, die in den 2020er-Jahren in die Bundeswehr kommen soll. Die Sichtsysteme werden weiter verbessert. Außerdem soll der Leo seine ursprüngliche Agilität zurückbekommen.

Zitat:
Nach der Version A8 ist das System Leopard 2 aller Voraussicht nach ausgereizt. Da gilt es, sich rechtzeitig über ein Folgesystem Gedanken zu machen. 2012 wurde auf ministerieller Ebene eine engere Rüstungskooperation zwischen Deutschland und Frankreich beschlossen.

Ein gemeinsames Projekt ist die Entwicklung eines duell­fähigen Gefechtsfahrzeugs für die Zeit ab 2030: das Main Ground Combat System (MGCS). Der Leopard 2 wäre zu diesem Zeitpunkt mehr als 50 Jahre in Betrieb. Die Kooperation bietet die Chance, die Entwicklungskosten zu teilen und gemeinsam höhere Stückzahlen zu erreichen. Außerdem geht das Know-how der Industrie nicht verloren.



Deutschland und Frankreich vereinbaren Rüstungskooperation (14. Juni 2012)


    Absichtserklärung zwischen dem Bundesministerium der Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland und dem Verteidigungsminister der Französischen Republik über neue Perspektiven für die Deutsch-Französische Rüstungskooperation

    Zitat:
    2. Landsysteme

    Bemühungen im Bereich Landsysteme sollen sich auf Konzepte und Technologien konzentrieren, die für die zukünftigen Systeme benötigt werden, beginnend mit der Vorbereitung der nächsten Generation von Bodenkampfsystemen (Main Ground Combat System). Zukünftige Artilleriesysteme und leichte Kampfsysteme sollen ebenfalls untersucht werden.

    Technologische Lücken sollen bewertet und gemeinsame, auf den Fähigkeitsbedarf ausgerichtete Forschungsaktivitäten auf den Weg gebracht werden. Das Ziel ist die risikoarme Entwicklung und Beschaffung zukünftiger Waffensysteme.



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 Betreff des Beitrags: Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr
BeitragVerfasst: 12. Dez 2014, 13:04 

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Das Ende der deutschen Rüstungsindustrie ist eingeläutet!


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 Betreff des Beitrags: Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr
BeitragVerfasst: 12. Dez 2014, 15:42 

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Weshalb?


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 Betreff des Beitrags: Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr
BeitragVerfasst: 12. Dez 2014, 16:49 

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Weil das Know-How und die deutschen Techniker nach Frankreich abwandern werden. In Deutschland wir dann kein Panzer mehr entwickelt und gebaut. Die Fusion Nexter (F) und KMW (D) ist schon praktisch fix.

Frankreich hat halt weniger Probleme mit dem Waffenexport und in Deutschland entwickeln und bauen und über Frankreich vermarkten wird politisch nicht gehen. Dafür wird der deutsche Wirtschaftsminister schon sorgen. Die Arbeitsplätze, die dran hängen sind ihm egal. Hat er ja auch schon angedeutet.

Und wenn der bei der nächsten Wahl auch noch Bundeskanzler wird, dann ist der Rüstungsofen sowieso ausgebrannt.

Damit ist klar wo die Musik spielen wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr
BeitragVerfasst: 12. Dez 2014, 18:00 

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Hier gibt's noch ein paar Fotos:



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 Betreff des Beitrags: Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr
BeitragVerfasst: 15. Dez 2014, 20:17 

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Elo59 hat geschrieben:
Weil das Know-How und die deutschen Techniker nach Frankreich abwandern werden. In Deutschland wir dann kein Panzer mehr entwickelt und gebaut. Die Fusion Nexter (F) und KMW (D) ist schon praktisch fix.

Frankreich hat halt weniger Probleme mit dem Waffenexport und in Deutschland entwickeln und bauen und über Frankreich vermarkten wird politisch nicht gehen. Dafür wird der deutsche Wirtschaftsminister schon sorgen. Die Arbeitsplätze, die dran hängen sind ihm egal. Hat er ja auch schon angedeutet.

Und wenn der bei der nächsten Wahl auch noch Bundeskanzler wird, dann ist der Rüstungsofen sowieso ausgebrannt.

Damit ist klar wo die Musik spielen wird.


Designed in Germany, Made in France. - Das geht sehr wohl.

Tja, das sehe ich leider auch so und ich denke auch nicht dass da noch wer einlenken wird.
Bei den Exporten habe ich allerdings Bedenken ob die Amerikaner nicht zurückhaltend die Hand drauf haben weil sie mittelfristig wohl von den Saudis wegschwenken wollen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr
BeitragVerfasst: 15. Dez 2014, 20:19 

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"Krauss-Maffei von französischem Rivalen geschluckt" müsste es heißen.

Denn wenn man sich das Ergebnis in ein paar Jahren anschaut, dann wird man auf deutscher Seite erstaunt feststellen, dass die Unternehmenszentrale in Frankreich ist, an allen entscheidungsrelevanten Stellen Franzosen sitzen und alle wichtigen Forschungs- und Produktionszentren auf der französischen Seite der Grenze zu finden sind.

Wer das nicht glaubt, der sollte sich ansehen, was noch von der ehemaligen Hoechst AG übriggeblieben ist. Die sind auch mal mit den Franzosen eine Fusion "auf Augenhöhe" eingegangen.

Airbus wird übrigens heute in aller Welt als französisches Unternehmen angesehen, und das zu Recht. Um nur zwei Beispiele zu nennen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr
BeitragVerfasst: 15. Dez 2014, 20:21 

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Beiträge: 3393
Tja, wenns der eine nicht macht, tut's der Andere.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr
BeitragVerfasst: 20. Mär 2015, 23:13 

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Zitat:
Das Panzerbataillon 203 in Augustdorf ist nun stolzer und exklusiver „Besitzer“ der aktuellsten Version des Kampfpanzers Leopard 2. Weitere Exemplare werden an das Ausbildungszentrum Munster und an die Technische Schule Landsysteme und Fachschule des Heeres für Technik nach Aachen gehen.



Zuletzt geändert von theoderich am 25. Apr 2015, 17:27, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr
BeitragVerfasst: 25. Apr 2015, 11:38 

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 Betreff des Beitrags: Re: Leopard 2A7 für die Bundeswehr
BeitragVerfasst: 28. Jun 2015, 21:15 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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Leopard 2A7 MBT

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Zitat:
Recently Tank-Masters.de photographed the new German Army Leopard 2A7 Main Battle Tank with 2nd Company, 203rd Armor Battalion in Augustdorf for a new book project.



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