Aktuelle Zeit: 18. Nov 2017, 22:36

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 381 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 ... 26  Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 21. Dez 2015, 06:01 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20720
Die tschechische Armee hat die Lieferung von 30 modularen Scharfschützengewehren DTA "Stealth Recon Scout HTI Covert Rifle Chassis" (Hersteller Desert Tactical ARMS Salt Lake City, Utah, USA) in Khaki-Färbung und mit Cerakote-Oberflächenbeschichtung und einem Konversionskit für die Kaliber .375 CheyTac und .50 BMG ausgeschrieben. Und zusätzlich 30 Nachtsichtaufsätze.


Wahrscheinlich sind diese Waffen für das 601. skupina speciálních sil generála Moravce bestimmt. Das ist das tschechische Äquivalent zu unserem Jagdkommando:



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 01. Jan 2016, 22:03 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20720
Das litauische Verteidigungsministerium hat Kampfhelme von Sestan Busch und Schutzwesten eines mir unbekannten Unternehmens geordert:



Und Tschechien hat einen Großauftrag von ca. 15,2 Mio. EUR für 2.600 Sturmgewehre CZ BREN 2, Granatgewehre und dazugehörige Optiken an Česká zbrojovka a.s. vergeben. Zusätzlich wurden 5.500 Pistolen bestellt:

    Czech Republic-Prague: Machine guns

    2015/S 249-454709

    Contract award notice for contracts in the field of defence and security

    Supplies


    Zitat:
    II.1.4) Stručný popis zakázky nebo nákupu(ů):

    Předmětem je nákup 1 900 ks útočných pušek CZ BREN 2, ráže 5,56 x 45 mm, s 14“ hlavní, 700 ks útočných pušek CZ BREN 2, ráže 5,56 x 45 mm, s 11“ hlavní, 800 ks podvěsných granátometů CZ 805 G1, ráže 40 x 46 mm, 2 600 ks zaměřovacích kolimátorových dalekohledů ZD-Dot denní-noční pro útočnou pušku, 1 600 ks zaměřovacích systémů – přídavných denních dalekohledů DV-Mag3 pro útočnou pušku, 1 450 ks zaměřovacích systémů – přídavných nočních dalekohledů NV-Mag3 pro útočnou pušku, 500 ks infračervených značkovačů – duálních laserových značkovačů/osvětlovačů pro útočnou pušku – zaměřovacích laserů s dvojitým paprskem – progresivní DBAL-A2TM, 26 ks souprav náhradních dílů 1: 100 pro samonabíjecí útočnou pušku CZ BREN 2, 20 ks souprav nářadí zbrojíře pro samonabíjecí útočnou pušku CZ BREN 2, 80 ks souprav náhradních dílů 1: 10 pro podvěsný granátomet CZ 805 G1, 15 ks souprav nářadí zbrojíře pro podvěsný granátomet CZ 805 G1 a 520 ks přepravních obalů pro útočné pušky.


    II.1.4) Short description of the contract or purchase (s):

    Subject is the purchase of 1,900 pieces of assault rifles CZ BREN 2, caliber 5.56 x 45 mm, with a 14" barrel, 700 pieces of assault rifles CZ BREN 2, caliber 5.56 x 45 mm, with a 11" barrel, 800 pcs underslung grenade launchers CZ 805 G1, caliber 40 x 46 mm, 2600 pcs targeting collimator telescopes ZD-Dot day-night for assault rifles, 1,600 pieces sighting systems - additional day telescopes DV-Mag3 for assault rifles, 1,450 pieces of targeting systems - additional night telescopes NV-Mag3 for assault rifles, 500 pcs infrared markers - dual laser markers / illuminators for assault rifles - sighting laser with double beam - progressive DBAL-A2TM, 26 pcs sets of spare parts 1: 100 for semi-automatic assault rifles CZ BREN 2, 20 pcs armor tool kits for semi-automatic assault rifle CZ BREN 2, 80 pcs sets of spare parts 1: 10 for the mounted grenade launchers CZ 805 G1, 15 pcs armor tool kit for the mounted grenade launcher CZ 805 G1 and 520 pieces of shipping containers for assault rifles.




    Czech Republic-Prague: Hand guns

    2015/S 249-454707

    Contract award notice for contracts in the field of defence and security

    Supplies


    Zitat:
    II.1.4) Stručný popis zakázky nebo nákupu(ů):

    Předmětem je nákup 5 500 ks pistolí CZ 75 SP-01 Phantom, ráže 9 x 19 mm včetně příslušenství.



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 12. Jan 2016, 09:44 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20720
Croatia-Zagreb: Light firearms

2016/S 007-008141

Contract award notice for contracts in the field of defence and security

Supplies


Zitat:
II.1.4) Kratak opis ugovora ili nabave(a):

Proizvodnja i isporuka jurišne puške u kalibru 5,56x45 mm VHS-D2 i VHS-K2.


II.1.4) Short description of the contract or purchase (s):

Production and delivery of assault rifles caliber 5,56x45 mm VHS and VHS-D2 K2.


Zitat:
V.3) Naziv i adresa odabranog gospodarskog subjekta

HS Produkt d.o.o.
99175363728
Mile Bogovića 7
47000 Karlovac
HRVATSKA


Zitat:
II.2.1) Konačna ukupna vrijednost ugovora

Vrijednost: 16 992 750 HRK
S PDV-om. Stopa PDV-a (%) 25


II.2.1) Total final value of contract

Value: 16 992 750 HRK
With VAT. VAT rate (%) 25


Zitat:
V.1) Datum sklapanja ugovora:

15.12.2015


V.1) Date of conclusion of the contract:

15.12.2015




Croatia-Zagreb: Light firearms

2016/S 007-008142

Contract award notice for contracts in the field of defence and security

Supplies


Zitat:
II.1.4) Kratak opis ugovora ili nabave(a):

Proizvodnja i isporuka jurišne puške kalibra 5,56x45 mm VHS-D2 i VHS-K2.


II.1.4) Short description of the contract or purchase (s):

Production and delivery of assault rifles caliber 5,56x45 mm VHS and VHS-D2 K2.


Zitat:
V.3) Naziv i adresa odabranog gospodarskog subjekta

HS Produkt d.o.o.
99175363728
Mile Bogovića 7
47000 Karlovac
HRVATSKA


Zitat:
II.2.1) Konačna ukupna vrijednost ugovora

Vrijednost: 5 786 459 HRK
S PDV-om. Stopa PDV-a (%) 25


II.2.1) Total final value of contract

Value: 5,786,459 HRK
With VAT. VAT rate (%) 25


Zitat:
V.1) Datum sklapanja ugovora:

10.11.2015


V.1) Date of conclusion of the contract:

10.11.2015




Europäische Sicherheit (Juli 2003) hat geschrieben:
Infanterist der Zukunft

    Michael Siebrand

Im Bereich der NATO wurden seit Anfang der 90er Jahre im Zuge des »Soldier Modernisation Programme« die aus dem Aufgabenspektrum des kämpfenden Soldaten resultierenden Anforderungen, die dafür erforderlichen Fähigkeiten sowie die Möglichkeiten zur Steigerung der operationellen Wirksamkeit des einzelnen Soldaten untersucht. Als anspruchsvollster und schwierigster Fall wurde hierfür der abgesessen, infanteristisch eingesetzte Soldat zugrunde gelegt. Erste Ergebnisse der durch die NATO Land Group 3 mit Unterstützung durch die NIAG (NATO Industrial Advisary Group) durchgeführten Untersuchungen waren eine Bedrohungsanalyse und eine Beschreibung des operationellen Einsatzes des abgesessen kämpfenden Soldaten mit den resultierenden Fähigkeits- und Leistungsanforderungen.

Eine wesentliche Steigerung der Wirksamkeit des Infanteristen sollte durch Nutzung neuer Technologien und durch einen gesamtheitlichen Ansatz erzielt werden, bei dem der Soldat als (Waffen-) System betrachtet wird. Hierzu wurde eine funktionsorientierte, modulare Systemstruktur entworfen. Damit war eine gemeinsame Basis geschaffen für Untersuchungen auf nationaler Ebene. Verschiedene Partnernationen – vorrangig die USA (Land Warrior), aber auch Frankreich (FELIN) und Großbritannien (FIST) – haben daraus früh nationale Aktivitäten abgeleitet.

Schwerpunkte

Schwerpunkte in allen Vorhaben sind die Digitalisierung des Systems Soldat als Teil eines künftigen digitalen Gefechtsfelds sowie die deutliche Steigerung von Überlebensfähigkeit und Durchhaltefähigkeit. Zu besserer Überlebensfähigkeit sollen neben passiven Schutzmaßnahmen (Tarnung, ballistischer Schutz, ABC-Schutz) auch bessere Beweglichkeit und überlegene Information und Reaktion beitragen. Für bessere Durchhaltefähigkeit sollen insbesondere die physischen Anforderungen an die Soldaten (Ausrüstungsgewicht, Klimastress) reduziert werden. Das anfangs verfolgte Ziel eines NATO-einheitlichen Systems Soldat zeigte sich als nicht realisierbar aufgrund allzu unterschiedlicher nationaler Erfordernisse und Planungen. Das Ziel einer weitestmöglichen Interoperabilität der nationalen Systeme wird jedoch im NATO-Rahmen weiterverfolgt.

Im Jahre 1995 wurde deutlich, dass auch für Deutschland dringender Handlungsbedarf auf dem Gebiet der Modernisierung des infanteristisch kämpfenden Soldaten besteht, sowohl um mitsprache- und kooperationsfähig auf NATO-Ebene zu bleiben als auch, um den bereits erkannten eigenen Defiziten zu begegnen. Im Bereich F&T wurde ein Vorhaben »System Soldat 2001« eingerichtet. 1996 wurde im Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) für die Vorhabenverantwortung die Unterabteilung BA II bestimmt, die bislang schon für wesentliche Bereiche der Ausstattung der Soldaten zuständig war.

Im Rahmen einer an die Firma IABG vergebenen Kurzstudie wurden eine Bestandsaufnahme durchgeführt und die Möglichkeiten für das weitere Vorgehen untersucht. Die Studie zeigte die Machbarkeit eines nationalen Vorhabens auf der Grundlage der NATO-Vorarbeiten auf und empfahl als ersten Schritt ein Experimentalprogramm zur Untersuchung des Nutzens neuer Technologie für die grundlegenden Aufgaben des Soldaten. Dies sollte zugleich beitragen zur Konkretisierung der taktischen Forderungen und zur Abklärung der eigenen technischen Möglichkeiten und des Kooperationspotentials. Die deutsche Industrie sollte frühzeitig in diese Aktivitäten einbezogen werden. Bei konsequenter Vorgehensweise wurde die Möglichkeit gesehen, im Jahre 2005 mit der Einführung eines modernen Systems Soldat beginnen zu können, wobei in Teilbereichen schon früher Komponenten für die Truppe verfügbar gemacht werden könnten.

Einbeziehung der deutschen Industrie

Anfang 1997 wurde von BWB BA II ein Wettbewerb für ein Experimentalprogramm IdZ (Infanterist der Zukunft) ausgeschrieben. Die Firmen DASA-Dornier (jetzt EADS-Dornier) und Alcatel-SEL (jetzt Thales) gaben hierzu Angebote ab. DASA-Dornier trat dabei als Systemführer und Sprecher des »Projekthauses System Soldat« auf. Unter diesem Namen hatten sich namhafte deutsche Firmen an DASA-Dornier für ein gemeinsames Vorgehen angeschlossen, darunter auch ESG sowie Draeger, Heckler & Koch, Zeiss-Optronik. Noch während der Angebotsphase wurde im Mai 1997 durch BA II 4 bei der BAkWVT in Mannheim ein Symposium durchgeführt, bei welchem die deutsche Industrie über das Vorhaben informiert wurde und zugleich Gelegenheit erhielt, relevante Technologie und Komponenten vorzustellen. Nach Bewertung der Angebote erhielt DASA-Dornier den Auftrag für die Durchführung des Experimentalprogramms IdZ. Alcatel-SEL trat nach der Auswahlentscheidung auf Empfehlung der Amtsseite dieser Firmengruppierung bei.

Aufgrund der bereits abzusehenden Schwierigkeiten, die Arbeiten im Phasenvorlauf voll aus Haushaltsmitteln zu finanzieren, wurden bei der Auswahl auch Bereitschaft und Potenzial der Anbieter für Eigenleistungen mit bewertet. Auf diese Bereitschaft zu Eigenleistungen der Industrie als »risk sharing«-Partner war das Projekt in den Folgejahren in erheblichem Umfang angewiesen. Nur so ließen sich die mehrfachen Durststrecken überwinden, auf denen die weitere Finanzierung der Arbeiten ungeklärt war oder nur wenig Mittel zur Verfügung standen. Mit dem von Dornier initiierten »Projekthaus System Soldat« wurde zugleich eine direkte Einbeziehung mittelständischer Firmen in das Vorhaben erreicht.

Gemäß Entscheid des Stellvertretenden Inspekteurs des Heeres vom 30. April 1997 sollten sich die Arbeiten zunächst auf die Infanterie konzentrieren. Demzufolge wurde das Vorhaben umbenannt in »System Infanterist der Zukunft«. Ein Auftrag für systemtechnische Vorhabenbegleitung und Managementunterstützung wurde an IABG vergeben. Im Oktober 1997 wurde das deutsche Vorhaben IdZ bei der von Großbritannien und den USA veranstalteten International Soldier Systems Conference in Colchester, England, vom Vorhabenverantwortlichen von BA II erstmals im internationalen Rahmen vorgestellt.

Experimentalprogramm

Das Experimentalprogramm Infanterist der Zukunft bildete den Schwerpunkt der Arbeiten in den Jahren 1997 bis 1999 und wurde von theoretischen und analytischen Untersuchungen begleitet. Für das Experimentalprogramm wurden Szenare einer Infanteriegruppe zugrunde gelegt, wie Gefechtsfeldaufklärung, Angriff und Verteidigung in offenem Gelände und Wald sowie Angriff in Ortschaft und in Gebäuden (Übungsanlage BONNLAND, Infanterieschule Hammelburg).

Wesentliches Ziel war festzustellen, wie der Einsatz neuer Technologie zur besseren Aufgabenerfüllung beitragen kann. Hierzu wurde wo immer möglich bei den Tests ein Vergleich mit der vorhandenen Ausstattung Soldat 95 als Referenz durchgeführt. Um Geld und Zeit zu sparen, wurden überwiegend kommerzielle Komponenten oder verfügbare Prototypgeräte, darunter auch Technologiedemonstratoren von den Bündnispartnern Frankreich und Großbritannien verwendet. Von Herbst 1997 bis Ende 1999 wurden insgesamt 19 Experimente durchgeführt. Sie fanden überwiegend bei der Infanterieschule in Hammelburg statt. Je ein Experiment wurde bei den Gebirgsjägern in Mittenwald und bei den Fallschirmjägern in Altenstadt durchgeführt.

Im Rahmen der Experimente wurden typische Einzelaufgaben aus dem Einsatzspektrum der Infanterie gestellt, wie Orientieren und Navigieren eines Spähtrupps bei Tag und Nacht, oder es wurden Fähigkeiten untersucht, wie die Kommunikation innerhalb der Infanteriegruppe. Des weiteren wurden unterschiedliche Konzeptionen von Ausstattungselementen wie Schutzwesten, Tragesysteme, ABC-Schutzbekleidung bei infanterietypischen Aktivitäten (Marsch, Überwinden von Hindernissen, Waffeneinsatz usw.) vergleichend getestet.

Einen Höhepunkt bildete das Experiment, bei dem Fallschirmjäger anhand der Daten von GPS und digitaler Karte und ausgerüstet mit Gruppenfunk und Sprachbedienung mehrere Sprünge aus 3.000 m zu vorgegebenen, bis zu acht Kilometer entfernten Landeplätzen zielgenau durchführten. Das Experimentalprogramm erbrachte als Kernaussagen:

    • Die untersuchten Technologien lassen wesentliche Verbesserungen für ein breites Spektrum infanteristischer Aufgaben erwarten.

    • Die Soldaten zeigten sich interessiert, willig und fähig, die verbesserten oder neuen Fähigkeiten und Funktionen zu nutzen.

    • Ein evolutionäres Vorgehen in kleinen Schritten ermöglicht schnell und risikoarm realisierbare Verbesserungen bei geringen Auswirkungen auf Ausbildung, Führung, Logistik usw.


Ein weiteres wesentliches Ergebnis war die Erkenntnis, dass das System Infanterist die Infanteriegruppe umfassen muss und nicht den einzelnen Soldaten alleine betrachten darf. Ein System IdZ umfasst somit nach derzeitiger Personalstruktur zehn Soldaten. Mit dem im Rahmen des Experimentalprogramms schrittweise aufgebauten Experimentalsystem IdZ konnte zudem Deutschland als vierte Nation neben Frankreich, Großbritannien und den USA bei der NATO Technical Demonstration Soldier 2000 in Bergen op Zoom (NL) im Juni 2000 ein komplettes Systemkonzept in Aktion vorstellen und sich im Vergleich mit den anderen drei Nationen hervorragend platzieren.

Projektrealisierung

Nach Fertigstellung und Vorlage des TaK Ende 2000 (Billigung am 10. Juli 2001), zu dem das Experimentalprogramm wesentliche Beiträge lieferte, wurde in 2001 im Zuge der Umstellung des Entwicklungs- und Beschaffungsgangs für Wehrmaterial auf den CPM eine Abschließende Funktionale Forderung (AF) erstellt und im Dezember 2001 vorgelegt. Sie sah eine Realisierung des Systems IdZ in zwei Stufen und zwei Projektierungsphasen vor. Wegen fehlender Haushaltsmittel für die Durchführung der ersten Projektierungsphase wurde im August 2002 beschlossen, mittels einer AF/ReG ein im Umfang und in seinen Fähigkeiten etwas reduziertes Basissystem IdZ direkt zu realisieren. Diese AF/ReG Basissystem IdZ wurde im Februar 2003 fertig gestellt. Die Billigung soll bis Mitte 2003 erfolgen.

Die erste Stufe der Systemrealisierung orientiert sich an den aktuellen Nutzerbedürfnissen. Zugleich sollen der Aufwand überschaubar und das System erschwinglich bleiben. Entsprechend den Vorgaben für eine AF/ReG werden ausschließlich Komponenten und Module vorgesehen, für die der Realisierbarkeitsnachweis vorliegt. Die Systemfunktionalität wird in enger Zusammenarbeit mit den Nutzern derart ausgestaltet, dass hohe Akzeptanz zu erwarten ist. Dies bedeutet auch Minimierung der Auswirkungen auf das Systemumfeld wie Ausbildung, Versorgung, Vorschriften, Führungsorganisation u. a.

Basissystem IdZ

Das Basissystem IdZ verwendet sowohl eingeführte oder bereits zur Einführung vorgesehene Ausstattung als auch neue IdZ-Module. Es besteht aus folgenden Komponenten bzw. Modulen:

    • Kampfanzug (einteilig) mit integriertem ABC-Schutz.

    • ABC-Schutzmaske 2000 mit Anschluss für Trinksystem und Sprechmembran zur Erhöhung der Sprachverständigung.

    • Bekleidung und persönliche Ausrüstung aus vorhandener querschnittlicher Ausrüstung.

    Funkgerät SEM 52 und SEM 70 zur Anbindung an höhere Führungsebenen.

    Modulares Tragesystem, bestehend aus einer Trageweste und gesonderten Taschen für Ausstattung. Im Rückenteil der Trageweste sind Gruppenfunkgerät und Stromversorgung integriert. Die Trageweste ist mit einem gitterförmigen Riemennetz versehen. Hieran können durch den Nutzer alle Taschen mit Riemen beliebig angeschlauft werden. Am Rückenteil können zusätzlich zwei Daypacks mit einem Volumen von je zehn Liter befestigt werden.

    Trinkbehälter »Camel-Bag« (Inhalt 1,7 l) mit dazugehörigem Trinkschlauch, in die Trageweste einrüstbar.

    Modulare Schutzweste: Die neu konzipierte Schutzweste besteht aus einem Rücken- und einem Vorderteil, zwei Schulterpolstern und einem Kragen. Die Teile werden durch Klettverschlüsse verbunden. Der Tragekomfort ist durch Integration eines Hüftgurts und durch ein Netzgewebe, das passive Luftzirkulation zwischen Körper und Weste ermöglicht, deutlich verbessert. In der Grundkonfiguration verfügt die Weste über einen Schutz der Schutzklasse 1 sowie einen Stichschutz gegen Messer und Bajonette. Durch das Einschieben von Keramikplatten im Brust- und Rückenbereich kann dieser Schutz auf das Niveau der Schutzklasse 4 erhöht werden. In dieser Schutzausführung wiegt die Schutzweste derzeit 12,5 kg. Eine weitere Gewichtsreduzierung ist durch die Verwendung von PBO-Fasern anstelle der Kevlar-Einlagen möglich. Bei den beiden Keramikeinschüben kann der Wechsel von Aluminiumoxid zu Siliziumkarbid eine Gewichtsersparnis von jeweils 700 g erbringen. Die Schutzweste IdZ mit derzeit 12,5 kg, wird dann – bei gleichem ballistischem Schutz, aber deutlich besserem Tragekomfort und mit Stichschutz – nur noch 9,75 kg wiegen gegenüber der eingeführten Schutzweste Bristol K 18 mit 13,5 kg.

    Splitterschutzbrille ESP 21 mit Staub, UV- und Laserschutz (Wellenlänge 1064 nm).

    Führungsmittelausstattung: Die z. T. in die Trageweste integrierte Führungsmittelausstattung besteht aus UHF-Gruppenfunkgerät mit integriertem GPS-Empfänger, Bediengerät für Gruppenfunkgerät, zwei Lithium-Ionen Akkus (mögliche Betriebsdauer über zehn Stunden), UHF-Antenne des Gruppenfunkgeräts, GPS-Antenne, Schnittstellenrechner (Personal Digital Assistant – PDA) mit Software, Digitaler Magnetkompass, Sprechsatz. Jeder Infanterist der Gruppe ist mit dem Gruppenfunkgerät ausgestattet. Dies gewährleistet die Kommunikation innerhalb der Gruppe auch außerhalb der Sicht- und Rufweite und reduziert Signaturen und Exponierung bei Befehlserteilung und Meldung. Bei automatischer Sendeleistungsregelung wird eine Reichweite von 700 m in bebautem Gelände und mehr als 1.300 m in offenem Gelände erreicht. Der Schnittstellenrechner ist ein handelsüblicher PDA, zurzeit ein Compaq IPAQ in einem Spritzwasser geschützten und staubdichten Gehäuse. Die Software ermöglicht in Verbindung mit dem GPS-Empfänger sichere Navigation und Orientierung auf Grundlage der auf einer separaten Speicherkarte verfügbaren Karten des Einsatzgebiets. Über das Gruppenfunkgerät ist Datenaustausch innerhalb der Infanteriegruppe gewährleistet. Damit hat der Gruppenführer auch jederzeit Kenntnis von der Position der einzelnen Soldaten seiner Gruppe. Durch Anbindung der Führungsmittel IdZ an die Führungsmittelausstattung taktisch (FAUST) wird auch Anbindung an übergeordnete Führungsebenen ermöglicht.

    Messfernglas Leica VECTOR IV: Es vereinigt die Funktionen Fernglas, Laserentfernungsmesser und digitaler Magnetkompass. Es besitzt zudem eine »bluetooth«-Schnittstelle, so dass die Messdaten zum Schnittstellenrechner gesendet und dort z.B. als Zielmeldung in die Karte eingeblendet und weiter bearbeitet werden können.

    Nachtsichtmittel: Die IdZ-Infanteriegruppe wird voll nachtsicht- und nachtkampffähig werden,

      BiV-Brille LUCIE: Jeder Infanterist wird mit einer Restlichtverstärkerbrille LUCIE ausgestattet. Die Brille kann sowohl am Helm adaptiert als auch mit Gesichtsmaske getragen werden. Durch eine Reichweite von 15 cm bis zu 250 m ermöglicht sie sowohl sicheres Bewegen als auch das Lesen von Texten sowie die Bedienung von Ausrüstungsgegenständen auf kürzeste Entfernung,

      BiV-Fero, leicht: Jede IdZ-Infanteriegruppe wird zwei Restlichtverstärkerfernrohre (BIG 35) erhalten und damit Beobachtungsentfernungen von bis zu 800 m erreichen, Nachtsichtaufsatz NSA 80: Der Nachtsichtaufsatz NSA 80 als Zielhilfsmittel für das G 36 wird achtmal in der IdZ-Infanteriegruppe vorgesehen,

      Wärmebildzielgerät: Die IdZ-Infanteriegruppe erhält zwei Wärmebildgeräte, die sowohl als Zielgerät auf Waffen als auch als Beobachtungsgeräte (auf Stativ) genutzt werden. Vorgesehen sind Geräte vom Typ TWS AN/PAS–13 A(V). Das Gerät arbeitet im Wellenlängenbereich von 3,4–4,2 µm. Die Entdeckungsreichweite liegt bei 1.200 m.

      Laserlichtmodul (LLM): Das LLM dient als Zielhilfsmittel und verfügt über die Funktionen »sichtbarer Zielmarkierer«, »Taschenlampe SUREFIRE«, »unsichtbarer Zielmarkierer« (820 nm) sowie »IR-Aufheller«. Das Gerät ermöglicht den sicheren »Schuss aus der Hüfte«. Dies gilt auch für den nicht sichtbaren Bereich in Kombination mit BiV-Brille.


    Bewaffnung: Basisbewaffnung für IdZ bleibt das G 36. Es wird für den Anbau optronischer Komponenten mit zusätzlichen Befestigungsmöglichkeiten versehen.

    Weitere Waffen in der IdZ-Infanteriegruppe:

      Nahbereichsverteidigungswaffe MP 7 (Heckler & Koch): Diese neue Waffe ist ein Gasdrucklader im Kaliber 4,6 x 30 mm, die mit einem gefüllten 20 Schuss-Magazin 1,7 kg wiegt. Die Waffe ist mit einem mechanischen Visier versehen, es können jedoch optische Visiere angebracht werden. Die Waffe ist vorgesehen für die Fahrzeugbesatzungen und die Bediener schwerer Waffen,

      Abschussgerät 40 mm: Als Ersatz für die Granatpistole wird die IdZ-Infanteriegruppe mit drei Abschussgeräten 40 mm ausgestattet. Diese werden als Ersatz für den Handschutz des G 36 am Sturmgewehr angebracht. Die Visierung erfolgt über ein Korn in Verbindung mit einem Leitervisier für Kampfentfernungen bis 300 m. Die Waffe kann sämtliche 40 mm Munitionen mit niedriger Mündungsgeschwindigkeit (80–120 m/s) verschießen. Hierzu zählen neben Sprengbrand-, Sprengbrand-HL-, Nebel- und Leuchtmunitionen auch nichtletale Wirkmittel.

      Abfeuereinrichtung DYNARANGE für Pzf 3: Die Abfeuereinrichtung DYNARANGE beinhaltet einen Laserentfernungsmesser, einen Drehratensensor sowie einen Feuerleitrechner mit den ballistischen Daten aller Panzerfaustmunitionen. Durch diese Abfeuerungseinrichtung wird die Ersttrefferwahrscheinlichkeit gesteigert und die Kampfentfernung der Panzerfaust 3 sowohl gegen stehende als auch bewegliche Ziele von 300 m auf 600 m erweitert.


Ein wesentlicher Bestandteil des Basissystems IdZ sind des weiteren die für die Energieversorgung der Infanteriegruppe erforderlichen Ladegeräte und die Rüstsätze für die Transportfahrzeuge und Verbringungsmittel. Mit dem Basissystem IdZ kann die erste Stufe der Realisierung zügig durchgeführt werden und der Zulauf zur Truppe bereits im Jahr 2004 beginnen. Das schon zu Beginn des Projekts im Jahre 1997 ins Auge gefasste Zeitziel wird damit eingehalten.

Ergänzungssystem IdZ

Funktionen und Technologien, die aus Gründen von Risiko oder Aufwand für die erste Realisierung im Rahmen der AF/ ReG Basissystem IdZ nicht berücksichtigt werden können, werden im Zuge einer zweiten Realisierungsstufe – über eine in 2004 beginnende Projektierungsphase – weiterverfolgt und in die 2. Generation des Systems mit Zulauf zur Truppe ab 2008 eingebracht. Die hierfür erforderliche AF Ergänzungssystem IdZ wird ebenfalls bis Mitte 2003 erarbeitet. Damit sollen dann auch diejenigen im TaK IdZ geforderten Fähigkeiten und Leistungen verwirklicht werden, die sich mit dem Basissystem IdZ noch nicht realisieren lassen. Mit dem Ergänzungssystem IdZ sollen zugleich Zukunftssicherheit und Aufwuchspotenzial für das System IdZ gewährleistet werden. Hierfür kommen u. a. als Zielsetzungen in Betracht: Integration der Kopfausstattung (Helmkonzept), Augendisplay, Sprachbedienung, Integration Führungsfunk (VHF-Anbindung) und Anbindung an FüInfoSys, Integration von ZEFF, Weiterentwicklung des Bewaffnungskonzepts und der Munition (insbesondere NLW), Erfassung von Gesundheitsdaten (Health Monitoring), Sensorik zur Warnung vor ABC, Radar und Laser, neue Technologien für Energieversorgung, z. B. Brennstoffzelle, Rüstsätze für künftige Transport- und Kampffahrzeuge und Verbringungsmittel.

Wesentliche generelle Ziele sind die weitere Verbesserung der Überlebensfähigkeit und die Reduzierung der physischen Belastung des Infanteristen.

Beschaffungsplanung

Nach derzeitiger Planung besteht ein Bedarf von fast 1.200 Systemen/Gruppen, d. h. für rund 12.000 Soldaten der Infanterie, Panzergrenadiertruppe und Luftwaffensicherungstruppe. Mit der AF/ ReG Basissystem IdZ sollen davon zunächst 160 Systeme für die Infanterie im Zeitraum 2004 bis 2007 beschafft werden. Eine Reihe von Komponenten und Teilsystemen aus dem System Infanterist der Zukunft wurden für den Sofortbedarf der KRK in Kosovo und Mazedonien beschafft und im Mai bis Oktober 2002 dort in drei vollständigen Gruppen zu je zehn Soldaten eingesetzt. Alle Soldaten waren mit neuen ballistischen Schutzwesten und Tragesystemen und auch mit neuen Führungsmitteln ausgestattet (Gruppenfunk, GPS, Schnittstellenrechner). Die Ergebnisse dieses frühen und breit angelegten Einsatzes lieferten einen wertvollen Beitrag zum Fortschritt des Projekts und zur Sicherstellung der Nutzerakzeptanz. Im Zuge einer weiteren Maßnahme zur Deckung von Sofortbedarf wurden zwischenzeitlich verbesserte Ausstattungen für drei weitere Gruppen beschafft.

Der »Infanterist der Zukunft« ist als System definiert und wird daher auch als System beschafft. Nur dann ist sichergestellt, dass die zur Erreichung der geforderten Systemleistungen und für eine erfolgreiche Integration wesentlichen Aufgaben und Bereiche lückenlos bearbeitet werden. Hierzu gehört auch die Sicherstellung der Anpassbarkeit und Aufrüstbarkeit des Basissystems IdZ entsprechend den Zielen und Ergebnissen der Arbeiten am Ergänzungssystem IdZ. Darüber hinaus sind die technologischen Entwicklungen und Trends in den für das System relevanten Bereichen zu verfolgen, Möglichkeiten und Risiken zu bewerten und Vorschläge zu Anpassung und Ausbau des Systems zu erarbeiten. Dies gilt insbesondere auch auf den Gebieten, wo handelsübliche Teile (COTS) verwendet werden. Dies schließt nicht aus, dass bei der Einführung auf Komponentenebene Beistellungen und Direktbeschaffungen erfolgen, insbesondere bei bereits eingeführten Komponenten, die ohne Anpassungsarbeiten im System verwendet werden können und deren Systemverträglichkeit nachgewiesen ist.

Projektmanagement

Die Zuständigkeit für das Projekt war im Phasenvorlauf (jetzt Analysephase) vom Heeresamt der Gruppe Weiterentwicklung Infanterie bei der Infanterieschule in Hammelburg übertragen worden. Das für das Vorhaben verantwortliche Referat BA II 4 bildete im BWB mit anderen BWB-Fachreferaten und Fachgebieten eine Arbeitsgruppe, um die wesentlichen Technologie- und Systembereiche zu betreuen, alle Aktivitäten zu koordinieren und den im BWB vorhandenen Sachverstand für das Programm verfügbar zu machen.

Gleich zu Beginn wurde unter Leitung des militärischen Bedarfsträgers eine Arbeitsgruppe Experimentalprogramm IdZ gebildet, bestehend aus BWB BA II 4, Vorhabenbegleitung und Projekthaus, in der die wesentlichen Ziele und Arbeiten geplant und verfolgt wurden. Bei Wahrung der jeweiligen Verantwortlichkeiten wurde damit von Anfang an eine ständige enge Zusammenarbeit zwischen Nutzer, Bedarfsdecker und Industrie realisiert. Die enge Zusammenarbeit in dieser Arbeitsgruppe und die damit erzielten kurzen Kommunikations- und Entscheidungswege trugen wesentlich zur schnellen und wirtschaftlichen Durchführung des Projekts bei, obwohl nicht nur geringe finanzielle Mittel die Arbeit erschwerten, sondern auch nur wenig Personalkapazität bei InfS und BA II 4 zur Verfügung stand. Nach Abschluss der Analysephase – nach Billigung der AF/ReG Basissystem IdZ – übernimmt BA II 4 die Projektleitung für das System Infanterist der Zukunft.

Hohe Akzeptanz beim Nutzer

Mit dem Vorhaben IdZ hat Deutschland trotz spätem Start und trotz geringer Personalkapazität und sehr knapper finanzieller Mittel in einer beachtlichen Aufholjagd eine führende Position auf dem Gebiet der Modernisierung des Infanteristen erreicht. Mit der Vorgehensweise im Vorhaben IdZ wurden bereits Empfehlungen und Ziele des neuen CPM 2001 realisiert, wie die strenge Ausrichtung an Fähigkeits- und Funktionserfordernissen des Nutzers, die enge Zusammenarbeit von Nutzer und Bedarfsdecker, eine frühzeitige Einbeziehung der Industrie sowie die Nutzung kommerzieller Technologie und Produkte.

Die bereits gewonnenen Einsatzerfahrungen zeigen eine hohe Akzeptanz beim Nutzer und beweisen den Wert der engen Zusammenarbeit mit dem Nutzer in der Phase der Technologiebewertung und Konzeptfindung. Dabei bleibt das Vorhaben IdZ eingebunden in die Programme der NATO-Topical Group on Soldier Interoperability, der International Collaborative Opportunities Group Lightweight Soldier System und in eine Deutsch-französische-Kooperation. Damit ist sichergestellt, dass die Möglichkeiten für Aufgabenteilung und Kooperation genutzt werden und dass die künftig im Bündnis eingeführten Systeme Soldat im erforderlichen Umfang interoperabel sind.

    Regierungsdirektor Dr. Michael Siebrand ist Mitarbeiter im Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung in der Projektabteilung Land-Unterstützung



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 19. Jan 2016, 08:56 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20720
Tschechien hat über die NSPA 2500 Nachtsichtgeräte bei PRAMACOM-HT s. r. o. bestellt, die bis Juni 2017 geliefert werden. Insgesamt gab es 17 Bieter. Schon 2014 sind von dieser Firma 900 Stück desselben Typs an das tschechische Militär übergeben worden. Es können zwei monokulare Geräte zu einer binokularen Nachtsichtbrille verbunden werden:



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 20. Jan 2016, 10:22 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20720
Da hat scheinbar jemand "Star Wars" zu ernst genommen:

    SHOT Show 2016: Andre Forkert's New Introductions for Military and Law Enforcement

    Bild

    Zitat:
    TPG Tac Pro Gear shows in cooperation with Armour Wear a unique .308 helm concept. It should protect the user against .308 while on missions as door breacher, front men or sniper. It covers 70% of the head, more than any other helmet and part of the ballistic protection is fixed with magnets. There is a battery operated inside ventilation system for anti-fogging of the ballistic glasses from the inside. The helm weights 5 pounds, but the goal is to get that down to 3+ pounds. It is still in its concept phase.



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 26. Jan 2016, 10:22 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20720
Unterrichtung durch den Wehrbeauftragten

Jahresbericht 2015 (57. Bericht)


Zitat:
Gewehr G 36

Ein besonderer Fall im Rahmen der Ausrüstungsprobleme der Bundeswehr ist das Gewehr G 36. Nach den Abschlussuntersuchungen zum fehlerhaften Treffverhalten mit dem Gewehr G 36 kündigte die Bundesministerin der Verteidigung im April 2015 an, für die Einsatzkontingente im Ausland und für die Spezialkräfte einen Austausch der vorhandenen Gewehre G 36 durchzuführen. Um den Waffenmix zu erweitern und damit die bekannten Probleme mit dem Gewehr G 36 zu beschränken, wurden ab Ende November 2015 als Interimslösung 600 Gewehre G 27P und 600 Maschinengewehre MG 4 beschafft. Diese sollten den Soldatinnen und Soldaten im Einsatz zur Verfügung gestellt werden.

Der Wehrbeauftragte dankt in diesem Zusammenhang seinem Vorgänger Hellmut Königshaus für sein großes Engagement während seiner Amtszeit und danach in der Kommissionsarbeit zum Gewehr G 36. Die durch die Bundesministerin der Verteidigung eingesetzten Kommissionen zum Gewehr G 36 veröffentlichten ihre Untersuchungsergebnisse im Oktober
2015. Sie bescheinigten, dass durch die festgestellten Präzisionsmängel kein deutscher Soldat im Gefecht gefährdet wurde oder gar zu Schaden kam. Allerdings wurde erhebliches Optimierungspotential bei den Prozessen zu Beschaffung und Nutzung von wehrtechnischem Material in der Bundeswehr deutlich.

Der Wehrbeauftragte begrüßt die Entscheidung des Bundesministeriums der Verteidigung vom September 2015, das Gewehr G 36 nach einer Nutzungsdauer von 20 Jahren durch ein neues Sturmgewehr zu ersetzen. Dieses soll laut Bundesministerium der Verteidigung ab 2019 in die Bundeswehr eingeführt werden. Nach langer und intensiver Befassung im politisch-parlamentarischen Raum mit dem Gewehr G 36 muss seitens des Bundesministeriums der Verteidigung dafür Sorge getragen werden, dass Beschaffung und Nutzung dieses neuen Gewehrs zu einer anhaltenden Erfolgsgeschichte in der Bundeswehr werden. Hierfür bieten die Ergebnisse der Untersuchungskommissionen eine gute Grundlage.

Zukünftig sollten die Erfahrungen mit wehrtechnischem Material im Heimatbetrieb wie im Auslandseinsatz verstärkt bei Entscheidungen zu Produktverbesserungen oder Neubeschaffungen genutzt werden. Die Mängel beim G 36 wurden durch dienstliche Meldungen aus dem nachgeordneten Bereich erstmals offenbar und fanden bei Vorgesetzten nicht immer das notwendige Gehör. Die Meldenden gerieten vielmehr unter Rechtfertigungsdruck. Dienstliche Meldungen zu Mängeln an Ausrüstungsgegenständen, gerade aus dem nachgeordneten Bereich, müssen bei Vorgesetzten immer Gehör finden und dürfen dem Meldenden nicht zum Nachteil gereichen.


_____________________

    Zitat:
    Mit dem Konzept „Handwaffen der Bundeswehr“ (KonzHaWaBw) verfügen die Streitkräfte seit Anfang 2015 erstmalig über ein Dokument, das einen bundeswehrgemeinsamen Rahmen für Forderungen an Handwaffen vorgibt. Dabei versteht sich das KonzHaWaBw als ein der bedarfsbegründenden Teilkonzeption Wirkung Land nachgeordnetes, bedarfserklärendes Dokument.

    Zitat:
    Einer der Auslöser zur Erstellung des KonzHaWaBw war das Fehlen eines für die Beschaffung von Handwaffen übergreifenden aktuellen Dachdokuments. Anfang 2013 wurde daher das Planungsamt der Bundeswehr beauftragt, gemeinsam mit den militärischen Organisationsbereichen ein abgestimmtes Handwaffenkonzept zu erarbeiten, das nach ministerieller Abstimmung am 31. Januar 2015 durch den Abteilungsleiter Planung im BMVg gebilligt und gezeichnet wurde.

    Ziel des KonzHaWaBw ist es, aus den übergeordneten Zielen der Konzeption der Bundeswehr (KdB) Forderungen an Handwaffen abzuleiten. Grundlage aller Forderungen ist es, die Fähigkeit zur lagegerechten, zeitnahen, duell-, abstandsfähigen und skalierbaren Wirkung für eine erfolgreiche Auftragserfüllung auch durch Handwaffen sicherzustellen. (Skalierbarkeit beschreibt die Fähigkeit, die Wirkung einer Waffe/eines Effektors lage- und bedrohungsangepasst sowie gemäß der gültigen Einsatzregeln abgestuft einzusetzen.)

    Das Konzept beschreibt grundsätzliche Forderungen an das zukünftige, in Ausbildung, Übung und Einsatz relevante Spektrum von Handwaffensystemen. Es ist demnach keine in die Vergangenheit gerichtete Bedarfserklärung oder gar -begründung.

    Im KonzHaWaBw wird das „System Handwaffe“ beschrieben als „… alle nicht ausschließlich plattformgebundenen, in Gänze oder als Einzellasten tragbaren und aus der Hand, schultergestützt oder lafettiert einzusetzenden Waffensysteme. Das System Handwaffe besteht aus den Elementen Handwaffe, Munition/Effektoren, Zieleinrichtungen, Zubehör und Schnittstellen …“

    Damit wurde bewusst ein sehr breiter Ansatz gewählt, der buchstäblich vom Kampfmesser über Pistolen, verschiedene Gewehrtypen, Maschinengewehre bis zu Panzerabwehrwaffen und den leichten Wirkmitteln für indirektes Feuer (z.B. einem leichten Mörser) reicht.

    Zitat:
    Eine der Auflagen bei der Erstellung des Konzepts war unter anderem, die Ausbildung, Bedienung, Wartung und Pflege sowie die logistischen Verfahren möglichst zu vereinheitlichen. Der Aspekt der Modularität von Waffen und Zieleinrichtungen auf Grundlage von Auftrag und einer jeweilig zu definierenden Befähigungsstufe sowie der Möglichkeit, Zieleinrichtungen und Zubehör zwischen Waffen austauschen zu können, war ein weiterer wichtiger roter Faden bei der Erstellung des Konzepts.

    Weiterhin beschreibt das KonzHaWaBw Kategorien des Handwaffenspektrums.

    Diese Kategorien ergeben sich aus einer Bedrohungsanalyse und sind zur Erfüllung der Aufgaben im jeweils dargestellten Wirkungs-, Ziel- und Einsatzspektrum notwendig und in ihren Eigenschaften komplementär. Zur Einordnung der jeweiligen Handwaffe in das Gesamtspektrum der Wirkmittel wurden Reichweitenbänder definiert. Diese Einordnung stellt einen Anhalt dar und ist nicht als strikte Abgrenzung zu verstehen – dies insbesondere nicht vor dem Hintergrund einer sich weiter entwickelnden Bedrohungslage und zu erwartender technologischer Entwicklungen.

    Die Berücksichtigung der jeweiligen Bekleidungs- und Ausrüstungskonzepte zur Gewährleistung der Kompatibilität und Ergonomie zwischen Waffen, Ausrüstung und der Verbringung auf den unterschiedlichsten Plattformen (Land, See, Luft) wird ebenfalls als ein zu erbringendes Kriterium von Handwaffen gefordert.

    Bei all diesen Forderungen darf nicht vergessen werden, dass Handwaffen auf ihren jeweiligen Einsatzzweck hin optimiert sind und aufgrund des umfangreichen Forderungskataloges immer einen Kompromiss zwischen teils konkurrierenden Eigenschaften darstellen.

    Zitat:
    Forderungen an künftige Handwaffen

    Auf Grundlage der beschriebenen Merkmale des infanteristischen Kampfes ist für die Wirkung von Handwaffen eine ganze Reihe von Aspekten bereits heute und absehbar von Bedeutung: überdehnte Einsatzräume, die bereits dargestellten kurzen Sichtstrecken, Versteck- und Deckungsmöglichkeiten des Gegners, erschwerte Aufklärung und Identifizierung des Gegners, geringe Reaktionszeiten bzw. plötzliche Eskalation, Duellsituationen auf kürzeste Distanz, unmittelbare Nähe zur Bevölkerung usw. Daneben gilt es, die Anpassungsfähigkeit potenzieller Gegner sowie die Verfügbarkeit moderner Waffen bei diesen aufgrund von Proliferation bzw. durch Erbeutung zu berücksichtigen.

    Diese Gemengelage führt zu einem Bündel an Forderungsparametern, die es grundsätzlich durch Handwaffen zu erfüllen gilt:

      • Beitrag zur Wirkungsüberlegenheit unter allen Einsatzbedingungen (u.a Wirkung, Präzision, Abstandsfähigkeit),

      • lage- und auftragsabhängige Differenzierung von Wirkung und Schutz,

      • ganzheitliche streitkräftegemeinsame Ableitung von Forderungen,

      • Interoperabilität,

      • Erfüllung von rechtlichen Auflagen.

    Wichtiger Kern des KonzHaWaBw ist die Unterscheidung der eingangs genannten Befähigungsstufen (BefSt). Diese BefSt haben zum Ziel, eine Priorisierung der qualitativen Ausstattung und eine Unterscheidung von Systemkomponenten zu ermöglichen, um im Sinne eines „Baukastenprinzips“ eine jeweils angepasste und auf den Auftrag optimierte Ausstattung mit einem System Handwaffe zu ermöglichen.

    Die im KonzHaWaBw definierten BefSt gliedern sich in

      • Spezialkräfte (BefSt 4)

      • Spezialisierte Kräfte (BefSt 3)

      • Kräfte, die in ihrer Hauptaufgabe infanteristisch eingesetzt werden (BefSt 2)

      • Kräfte, die allgemeine Aufgaben im Einsatz wahrnehmen (BefSt 1).

    Diese BefSt stellen ein konzeptionelles Ordnungskriterium dar, das eine Beziehung zwischen dem jeweiligen (Haupt-) Auftrag und der modularen Ausstattung herstellt. Es unterstützt damit auch eine differenzierte Betrachtung bei der Erstellung und Bewertung von Dokumenten im IPP.

    Ein Vorteil dieser Differenzierung besteht in der grundsätzlichen Möglichkeit, „Waffenfamilien“ zu rüsten, bei denen eine identische Basiswaffe bzw. eine im Aufbau ähnliche Waffe inklusive zu definierender Basissystemkomponenten (Zielhilfsmittel, Munition etc.) die BefSt 1 darstellt. Die folgenden BefSt können, müssen aber nicht, auf diesem Basismodul aufbauen und erreichen durch qualitativ hochwertigeres Zubehör, andere Munition o.ä. eine dem jeweiligen Einsatz- und Auftragsprofil angepasste Leistungsfähigkeit. Die BefSt ermöglichen somit eine Generierung von Synergieeffekten: So können z.B. größere Stückzahlen von „Basiswaffen“ bzw. ähnlichen Baugruppen erzielt werden, was sich in niedrigeren Stückkosten als Ersparnis niederschlägt, die Logistik und die Ausbildung vereinfacht bzw. vereinheitlicht und auch positive Auswirkungen auf Peripheriegerät hat (z.B. Waffenhalterungen in Fahrzeugen, Werkzeugsätze).

    Zitat:
    Mit dem Untersuchungsergebnis zum G36 vom April dieses Jahres und der daraus folgenden Auftrag zur Erstellung des CPM-Dokuments für ein „Sturmgewehr Bundeswehr“, werden die Vorgaben des KonzHaWaBw erstmalig Eingang in die Realisierung eines Rüstungsprojektes für eine Handwaffe finden.

    Zitat:
    Autor:

    Oberstleutnant i.G. Henning Reimann, Referent im BMVg Planung I 3 (Land & Sanität) in Bonn.


Guter Schreibstil liest sich anders ...
__________________________________________

O.K., ich nehme alles zurück: Hier hat jemand wirklich "Star Wars" zu ernst genommen:



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 27. Jan 2016, 14:07 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20720
United Kingdom-Bristol: Image intensifiers

2016/S 018-027701

Contract award notice for contracts in the field of defence and security

Supplies


Zitat:
II.1.4) Short description of the contract or purchase(s):

    Image intensifiers. Weapons, ammunition and associated parts. Nightglasses. Telescopic sights. Image intensifiers. Weapons, ammunition and associated parts. Nightglasses. Telescopic sights. Under the Small Arms Fused Sight (SAFS) Project the UK MOD has a requirement for a Fused Night Sight for use on 5.56 mm and 7.62 mm Assault Rifles which will provide both Image Intensification (Near Infrared (NIR) and Thermal Imager (Long Wave Infrared (LWIR) capabilities in one single body.

Zitat:
II.2.1) Total final value of contract(s)

    Value: 10 500 000 GBP
    Excluding VAT

Zitat:
V.2) Information about offers

Number of offers received: 1

V.3) Name and address of economic operator in favour of whom the contract award decision has been taken




Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 29. Jan 2016, 16:41 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20720
Czech Republic-Prague: Specialist optical instruments

2016/S 020-031409

Prior information notice for contracts in the field of defence and security

Supplies


Zitat:
II.4) Stručný popis předmětu a rozsahu stavebních prací nebo předmětu a rozsahu či hodnoty dodávek nebo služeb:

Jedná se o multisenzorický systém určený prioritně pro použití odstřelovací pušky s výměnnou ráží 9/12,7 mm doplněný o prvky umožňující kooperaci družstva odstřelovačů. Systém sestává z termovizní chlazené předsádky s možností detekce osoby na vzdálenosti 1 600 m (při koeficientu průzračnosti atmosféry 0,8 na 1 km při přirozeném nočním osvětlení 5x10-3 lx*) a kombinované fúzní předsádky pro odstřelovací pušky – multisenzorické jednotky umožňující mířenou střelbu v nočním modu pracující na bázi mikrokanálkového zesilovače jasu obrazu a v termovizním modu. Předmětem pořízení je 6 sad sestávajících z jedné chlazené termovizní předsádky a jedné fúzní předsádky – celkem 12 přístrojů. Pro družstvo odstřelovačů je dodáváno příslušenství pro datovou a hlasovou komunikaci:

    — 12x pojítko TRI (Taktický rozbočovač ISTAR) se zaručeným frekvenčním rozsahem 1 350 až 1 390 MHz o výkonu min. 2 W s interní GPS (C/A) se signálovou kompatibilitou s komplety architektury C4ISR používanými v AČR,

    — 12x taktický zobrazovací displej (TZD) velikosti 5“ s mechanickým rozhraním MOLLE a odolností vůči vlhkosti* IP 68.


II.4) Brief description of the subject and scope of works or nature and quantity or value of supplies or services:

Multi-sensor system primarily designed for the use with sniper rifles with interchangeable calibres 9/12,7 mm with elements that allow the cooperation of sniper teams. The system consists of a cooled thermal imaging attachment for the detection of persons at a distance of 1 600 m (at an atmospheric transparency coefficient of 0,8 to 1 km with natural light 5x10-3 lx) and a combined fusion attachment for sniper rifles - multi sensor units allowing shooting at night on the basis of a micro canal image intensifying and thermal vision mode. Subject of the acquisition are 6 sets, consisting of a cooled thermal imaging attachment and a fusion attachment - a total of 12 units. For sniper teams, accessories for data and voice communication are supplied:

    - 12 x Links TRI (tactical ISTAR hub) with a guaranteed frequency range of 1 350 to 1 390 MHz and a minimum output of 2 W with an internal GPS (C/A) signal compatible to the C4ISR architecture in use by the AČR.

    - 12 x tactical displays (TZD) with a diameter of 5'' for the mechanical interface MOLLE and a moisture resistance of IP 68.



Bild

Bild

Bild


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 01. Feb 2016, 13:34 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20720
High-Tech für Panzergrenadiere

Bild

Bild

Bild

Zitat:
Am Ausbildungszentrum Munster werden derzeit 15 Soldaten des Panzergrenadierbataillons 112 aus Regen in einem siebenwöchigen Lehrgang zum Ausbilder und Bediener des Systems „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System Panzergrenadier“ geschult. Neben Unterrichten zu den verschiedenen Kartensystemen stehen Taktische Zeichen, Führungslinien und Stellungszeichen in eine digitale Lagekarte eintragen und das Markieren von Zielen mit unterschiedlichen Optiken auf dem Unterrichtsplan.

Zitat:
Im abgesessenen Kampf führte bisher der Truppführer seinen Schützentrupp per Handzeichen und Stimme. Nur über Funk hielt er Verbindung zum Schützenpanzer.

Mit Einführung des IdZ-Systems wird sich das ändern. Alle Soldaten des Schützentrupps sind nun unmittelbar miteinander verbunden und verfügen zeitgleich über dieselben Informationen. Somit ist eine direkte Kommunikation innerhalb des Schützentrupps möglich. Die Weitergabe der Meldungen von Mann zu Mann entfällt und die Vorbereitungen des Kampfes erfolgen nahezu geräuschlos.

Aber nicht nur die Kommunikation wird verbessert. Jeder Schützentruppsoldat sei mit einem GPS-Empfänger ausgerüstet, erklärt Hauptfeldwebel Gerhard Spann. Der 30-Jährige ist Gruppenführer im Aufklärungs- und Verbindungszug des Panzergrenadierbataillons 112 und einer der Teilnehmer der IdZ-Ausbildung. „Über den tragbaren Führungsrechner kann ich die aktuelle Position meiner Soldaten auf der digitalen Lagekarte sehen“, so der Hauptfeldwebel weiter.



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 03. Feb 2016, 16:39 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20720
Videos: Die Bluetooth-Kämpfer der Bundeswehr


Bei all den IT-Systemen, die bei IdZ-ES (Akkus, GPS-Sensor, INS-Sensor, Kernrechner, UHF-Gruppenfunkgerät, Bedien- und Anzeigegerät) und IMESS* (Akkus, GPS-Sensor, INS-Sensor, Kernrechner) an der Kampfweste herumgeschleppt werden, muss ich immer an die Erprobung des NORMANS durch Heerestruppenschule und Abteilung Strukturplanung denken:

    Soldat der Zukunft (TRUPPENDIENST, Folge 338, Ausgabe 2/2014)

    Zitat:
    Erste Ergebnisse (Auszug)

    Als wesentlichster Mehrwert des Systems NORMANS wurde die Führungsfähigkeit, insbesondere hinsichtlich Sprach- und Datenübertragung, ermittelt. Der Kommandant verfügt mit NORMANS ständig über ein aktuelles Lagebild in Echtzeit und somit über eine permanente Führungsüberlegenheit gegenüber der Kontrollgruppe mit der derzeit im ÖBH eingeführten Ausrüstung.

    Die Signalreichweiten sind abhängig von der Leistungsfähigkeit und Reichweite des Gruppenfunkgerätes. Exakte Positionen und Sichtbarkeit der eigenen Kräfte, digitale Übermittlung von Feindlagemeldungen sowie grafischen Befehlen und Plänen erhöhen die Handlungssicherheit aller Soldaten. Aspekte der Digitalisierung, wie Löschen bzw. Ausblenden von Objekten, Überlagerungen auf dem Kartenbild (eigene Position, Gruppenmitglieder, Wegpunkte, Führungslinien, Feindeinzeichnungen) und mögliche Überlagerungen von GPS-Signaturen, bedingen eine spezielle Ausbildung und entsprechende Übung. Luftbilder und digitales Kartenmaterial, welches das Zoomen und die Veränderung des Maßstabes unterstützen, steigern die Qualität der Darstellung am PDA.

    Bei intensiven Gefechtshandlungen erfolgte durch die Soldaten weiterhin eine Abstützung auf gewohnte Muster und Verhaltensweisen. Die Nutzung des Systems, mit Ausnahme des Gruppenfunkgerätes zur Sprachübertragung, wurde deutlich reduziert. Hier wären in Zukunft weitere Erkenntnisse, besonders durch Einbindung des Systems in einen Führungs- und Wirkungsverbund, zu generieren.



    * IMESS-Kampfweste: http://www.doppeladler.com/forum/viewtopic.php?f=7&t=98&p=34483


Das beim IdZ-ES verwendete Feuerleitsystem für das 40 mm-Granatgewehr stammt von FN Herstal:


Das Konkurrenzprodukt SALTS von Photonic überzeugt mich mehr. Es ist kleiner, leichter und deutlich leistungsfähiger.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 06. Feb 2016, 11:16 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20720
Aus Suhl an die Spezialkräfte: RS9 wird G29

Bild

Zitat:
Das Scharfschützengewehr RS9 kommt als G29 zur Bundeswehr. Wie ein Sprecher des BMVg dem S&T-Blog auf Nachfrage mitteilte, hat „im Vergabeverfahren für das G29 (Scharfschützengewehr mittlerer Reichweite) der bestplatzierte Bieter, die Firma C. G. Haenel GmbH, mittlerweile den Zuschlag erhalten.“

Zitat:
Derzeit erfolgt die Auslieferung eines ersten Loses von 115 Waffen. Nutzer werden die Spezialkräfte des Heeres und der Marine sein.

Zitat:
Der Sprecher teilte ebenso mit, daß der Generalisnpekteur der Bundeswehr am 3. Februar das (eingestufte) Forderungsdokument (FFF) für das "Sturmgewehr Bundeswehr" gebilligt hat. In einem nächsten Schritt sollen jetzt Lösungsvorschläge erarbeitet werden.



HAENEL RIFLE SYSTEM 8 | 9



Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 16. Feb 2016, 20:23 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20720
Integriertes Modulares Einsatzsystem Schweizer Soldat (IMESS)

Bild


Schutz für die "Haupt"-Waffe - das Gefechtshelmsystem SpezKr

Bild

Bild

Zitat:
Mit dem „Gefechtshelmsystem SpezKr“ hat die Hexonia GmbH aus Nettetal nun ein modernes modulares System für den Schutz der „Haupt“-Waffe des Soldaten an die Bundeswehr ausgeliefert. Erster Nutzer dieses Ende Dezember 2015 übergebenen neuen „Gefechtshelmsystem Spezialkräfte (SpezKr)“ ist das Kommando Spezialkräfte.

Das Gefechtshelmsystem SpezKr besteht insgesamt aus 25 Artikeln. Als modulares Helmsystem ausgelegt, gehören zum Satz zunächst der Gefechtshelm und ein leichter, als „Geräteträger“ dienender Helm für Anwendungen, bei denen kein ballistischer Schutz erforderlich ist. Beide Basismodelle lassen sich durch verschiedene Anbauteile erweitern und modifizieren.

So gibt es adaptiven ballistischen Schutz für Gesicht und Seiten, Schnittstellen zum Anbringen weiterer Ausrüstung wie Kameras, Lampen, Nachtsichtgeräte oder Kapselgehörschutz und natürlich verschiedene Tarnüberzüge. Weiterhin gehören zum System Gegengewichte, Zubehörtaschen und ein Taschensatz zum Transport aller Artikel. Neueste ballistische Materialien und eine ergonomische Inneneinrichtung sorgen für geringes Gewicht bei hohem ballistischem Schutz und Tragekomfort. Verschiedene Polsterungen („Pads“) und eine verstellbare Bebänderung erlauben es, Gefechtshelm und Geräteträger individuell anzupassen. Der Nutzer kann sie damit über lange Zeit ermüdungsfrei tragen und auch dynamische Einsätze durchführen.

Zitat:
Der Gefechtshelm selbst findet bereits seit mehreren Jahren im Projekt „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ Verwendung und stößt auf höchste Akzeptanz beim Nutzer.


Das ist ein normaler ops-core FAST. Hexonia ist lediglich der Vertreiber:



Seit wann wird der ops-core FAST abseits von IdZ-ES, KSK oder Fliegerleitoffizieren benutzt?

________________________

Combatiente del Futuro

Veröffentlicht am 14.02.2016


Bild

Bild

Zitat:
Hoy os presentamos el proyecto Combatiente del Futuro, COMFUT, un proyecto del Ministerio de Defensa para mejorar la eficacia de la fuerza en combate. Este proyecto iría destinado a la Legión y la Brigada Paracaidista, sin embargo, por su falta de eficacia se ha abandonado. A continuacion vereis por que.


Heute präsentieren wir das Projekt Combatiente del Futuro, COMFUT, ein Projekt des Verteidigungsministeriums zur Erhöhung der Kampfkraft. Dieses Projekt war für die Legion und die Brigada Paracaidista bestimmt, wurde aber wegen fehlender Wirksamkeit aufgegeben. Folgend erfahren Sie warum.

Zitat:
El precio de este equipo oscila entre 16.000 y 20.000€, este equipo ya esta anticuado, excepto las mejoras en el arma. Es un equipo muy pesado y muy aparatoso no apto para unidades de Infantería Ligera y mucho menos para una unidad paracaidista. Por ello, sumado a la falta de fondos, el proyecto COMFUT esta detenido. Como dijo un Caballero Legionario en la cuenta de Instagram "Esta puta mierda no vale ni para tomar por culo"


Der Preis dieser Ausrüstung beträgt zwischen 16.000 und 20.000 €, die Ausrüstung ist bereits veraltet, ausgenommen die Verbesserungen an der Waffe. Es ist eine zu schwere und zu protzige Ausstattung, die für die Einheiten der leichten Infanterie ungeeignet ist und noch weniger für eine Fallschirmjägereinheit. Daher, neben der fehlenden Mittel, wurde das Projekt COMFUT gestoppt. Wie ein Kavallerist auf Instagram sagte: "Diese Scheisse ist es nicht wert oder f. d. A."




Zuletzt geändert von theoderich am 01. Mär 2016, 12:48, insgesamt 6-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 17. Feb 2016, 22:37 

Registriert: 08. Dez 2006, 23:34
Beiträge: 252
theoderich hat geschrieben:
Seit wann wird der ops-core FAST abseits von IdZ-ES, KSK oder Fliegerleitoffizieren benutzt?

Das fragt man sich auch bei uns wie das untere Foto zeigt.

Bild


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 18. Feb 2016, 07:28 
Benutzeravatar

Registriert: 29. Jul 2008, 20:32
Beiträge: 1985
Angeblich hat das Bundesheer 22.000 Stück beschafft, bzw befinden sich gerade in Beschaffung.

_________________
Beordert bei 1./JgB NÖ


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 04. Mär 2016, 09:31 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20720
UK Royal Marine unit ditches the SA80 for Colt C8

Zitat:
A high-profile UK Royal Marine unit has been re-equipped with the Colt Canada C8 carbine to enhance its ability to protect the Royal Navy's nuclear deterrent submarine base and nuclear weapon convoys.

The move makes the unit the first British non-special forces unit to completely drop the bullpup L85A2 (SA80) rifle used by the rest of the regular forces. Various UK special forces units already use the C8, which is designated the L119 in British service.

Details of the re-equipment effort were revealed by the commander of 43 Commando Fleet Protection Group Royal Marines, Colonel Graeme Fraser, in a briefing document to service members distributed in February.


Bild

Bild


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 381 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 ... 26  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 6 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  


Link zu Doppeladler.com
Link zu The Modeller
Link zu den Freunden Historischer Schiffe
Doppeladler.com - Plattform für Österreichs Militärgeschichte
The Modeller - Österreichs Militärgeschichte durch die Modellbaubrille
FHS - Die Freunde Historischer Schiffe
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de