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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Rüstungsdeals
BeitragVerfasst: 04. Sep 2015, 14:59 

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Zitat:
Das Artillerieortungsradar COBRA (Counter Battery Radar) erhält ein geschütztes Trägerfahrzeug. Unter Leitung der COBRA Programm-Division der Occar werden zurzeit die dynamischen Fahruntersuchungen bei der WTD 41 in Trier durchgeführt.

Als Trägerfahrzeug (protected Modified Carrier Vehicle = pMCV) wurde der SX45 von RMMV ausgewählt. Der Schutz für die Besatzung wird vor allem durch Kabine mit integriertem Schutz (Integrated Armoured Cabin = IAC) von Krauss-Maffei Wegmann gewährleistet. Das pMCV wurde mit hydraulischen Stützen ausgerüstet, damit die Radaranlage präzise horizontal ausgerichtet werden kann. Damit verbessert sich die Qualität der Aufklärungsergebnisse, die in das Artillerieführungssystem übertragen werden.

Der erste Schritt mit Integration des COBRA-Systems auf das Fahrzeug ist abgeschlossen und von den zuständigen Stellen akzeptiert worden. Die derzeit laufende zweite Phase mit der technischen und fahrzeugtechnischen Nachweisführung soll bis Ende 2015 abgeschlossen werden.

Der Ausbildungsbereich Steilfeuer/Indirektes Feuer der Artillerieschule in Idar-Oberstein und das Ausbildungszentrum Technik Landsysteme in Eschweiler werden ab Anfang 2016 die taktische und technische Ausbildung am System COBRA unterstützen.



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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Rüstungsdeals
BeitragVerfasst: 08. Dez 2015, 12:55 

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Ein interessanter Überblick über die einst geplanten Funktionsvarianten von "Dingo" und "Boxer":



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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Rüstungsdeals
BeitragVerfasst: 19. Jan 2016, 15:03 

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Verteidigungsministerium veröffentlicht Militärische Luftfahrtstrategie


    Zitat:
    e) Handlungsfelder zum luftgestützten Wirkungsverbund

    [...]

      Im Bereich der Kampfhubschrauber sind die Fähigkeiten des mehrrollenfähigen Unterstützungshubschraubers TIGER (UHT) langfristig zu erhalten und zu erweitern. Erste Schritte hierzu werden derzeit im multinationalen TIGER Capability Assurance Programm (TIGER CAP) untersucht. Durch seine Sensorik und Visionik, seine auftragsabhängige modulare Bewaffnung, seine Fähigkeit zum Kampf bei Tag, Nacht und eingeschränkten meteorologischen Sichtverhältnissen ist der TIGER wesentlicher Träger der Unterstützung von Bodentruppen aus der Luft, inklusive der Durchführung luftbeweglicher Operationen. Die eingeführten Rohr-, Raketen und Flugkörperbewaffnungen sind im Rahmen des Fähigkeitserhalts mittel- bis langfristig zu regenerieren (z.B. Lenkflugkörper (LFK) HOT, Luft/Luft LFK STINGER) bzw. im Rahmen des Fähigkeitsaufwuchses zu verbessern.

      Mit dem Fähigkeitsträger TIGER werden auch künftig folgende Aufgaben/Operationsformen abgedeckt:

        • Unterstützung von Operationen der Bodenkräfte;

        • Einbindung in das System STF (RW-CAS, FAC(A)15) Begleitschutz von Bodenkräften und Hubschraubern;

        • Panzerabwehr;

        • Bewaffnete Aufklärung;

        • Bekämpfung von Hochwertzielen.

      Der Einsatz von Kampfflugzeugen, UAS und Kampfhubschraubern ergänzt sich. Kampfflugzeuge können Ziele über weitere Entfernungen bekämpfen, diese schneller erreichen und in der Regel ist die Wirkung der Effektoren der Kampfflugzeuge größer und weiträumiger als die eines Kampfhubschraubers. Kampfhubschrauber beweisen einen hohen Einsatzwert durch die Fähigkeit, sich innerhalb einer Hinderniskulisse zu bewegen und damit z.B. die gegnerische Luftverteidigung zu unterfliegen. In der Rolle als Forward Air Controller (Airborne) (FAC(A)) kann der Kampfhubschrauber Ziele auch für Kampfflugzeuge zuweisen.



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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Rüstungsdeals
BeitragVerfasst: 11. Feb 2016, 14:52 

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Das BAAInBW hat bei Krauss-Maffei-Wegmann für 16,6 Mio. EUR fernbedienbare Waffenstationen FLW 200 für Granatmaschinenwaffen bestellt (Wahrscheinlich für Fennek 1A2, Dingo 2A2 oder GTK Boxer.):



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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Rüstungsdeals
BeitragVerfasst: 11. Feb 2016, 15:47 

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Das sind doch die 131 für den Boxer die extra bestellt werden müssen

weil der Boxer lauft über die Gemeinschaft Firma
deshalb wurde der Auftrag gespllitet


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Rüstungsdeals
BeitragVerfasst: 05. Mär 2016, 06:03 

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Drittes Schiff der neuen Fregattenklasse 125 getauft

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Zitat:
Das dritte von insgesamt vier geplanten Schiffen der neuen Fregatten Klasse 125 trägt seit heute einen Namen. Getauft wurde das knapp 150 Meter lange Marineschiff am Standort von Thyssen Krupp Marine Systems in Hamburg auf den Namen „Sachsen-Anhalt“.

Zitat:
Die Fregatte wurde am 08. April 2014 in Hamburg auf Kiel gelegt. Der Zulauf des Typschiffs „Baden-Württemberg“ in die Flotte wird für Mitte 2017 am künftigen Heimathafen Wilhelmshaven erwartet. Die vier Fregatten der F 125-Klasse ersetzen die acht Fregatten der Klasse 122 (Typschiff Bremen), welche nach und nach außer Dienst gestellt werden.



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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Rüstungsdeals
BeitragVerfasst: 08. Mär 2016, 11:21 

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Das BAAInBW hat für 56,3 Mio. EUR weitere 84 ENOK 6.1 bestellt:



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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Rüstungsdeals
BeitragVerfasst: 07. Apr 2016, 15:20 

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Video: Auf Probefahrt mit der neuen Fregatte



„Wir sind froh, dass es losgeht“

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Rüstungsdeals
BeitragVerfasst: 08. Mai 2016, 17:03 

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Bemerkungen 2015 - Weitere Prüfungsergebnisse

Zitat:
8 Hauptbewaffnung der Korvetten mehrere Jahre verspätet und mit hohen Folgekosten einsatzbereit
(Kapitel 1416)

8.0

Die Bundeswehr hat im Jahr 2012 für 30 Lenkflugkörper 60 Mio. Euro gezahlt, ohne deren Einsatzbereitschaft ausreichend zu prüfen.

Die erste Einsatzprüfung auf einer Korvette im Jahr 2013 scheiterte aus Gründen, für die der Auftragnehmer verantwortlich war. Nach einer erneuten Einsatzprüfung im Jahr 2015 erklärte die Bundeswehr die Lenkflugkörper für einsatzbereit, bislang jedoch nur gegen See- und nicht gegen Landziele. Die erneute Einsatzprüfung kostete die Bundeswehr mehrere Millionen Euro.

Die Lenkflugkörper müssen regelmäßig rezertifiziert werden, damit ihre Einsatzbereitschaft erhalten bleibt. Die Bundeswehr wollte damit die Industrie beauftragen. Nachdem der Bundesrechnungshof die Kosten dafür beanstandet hatte, aktualisierte sie ihre Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. Demnach ist die Rezertifizierung mit eigenem Personal nun 66 Mio. Euro günstiger. Da die Marine einer anderen Nation ähnliche Lenkflugkörper nutzt, könnte die Bundeswehr mit dieser kooperieren und so weitere 16 Mio. Euro sparen.


8.1

Risikoreicher Kaufvertrag

Die Bundeswehr hatte im Jahr 2005 für 60 Mio. Euro 30 Lenkflugkörper als Hauptbewaffnung ihrer Korvetten gekauft. Die Lenkflugkörper sollten bis zum Jahr 2009 einsatzbereit sein.

Waffensysteme sind erst einsatzbereit, wenn das Zusammenspiel aller Systemkomponenten in einer Einsatzprüfung erfolgreich getestet wurde. Das BMVg vertrat die Auffassung, die Einsatzprüfung sei ausschließliches Interesse des Auftraggebers und deshalb auch nicht im Kaufvertrag zu regeln gewesen. Daher hatte die Bundeswehr die Kosten für Einsatzprüfungen zu tragen. Dies gilt auch, wenn durch Verschulden des Auftragnehmers zusätzliche Einsatzprüfungen erforderlich werden.

Das Prüfungsamt des Bundes Koblenz (Prüfungsamt) hatte im Jahr 2004 auf hohe technische und zeitliche Risiken des Vorhabens hingewiesen, da die Lenkflugkörper umfangreich weiterentwickelt werden mussten. Dies umfasste:

    eine GPS-Navigationskomponente für die Landzielfähigkeit,

    eine neue Gasturbine zur Verdreifachung der Reichweite und

    die Umstellung von analoger auf digitale Steuerung.

Die Bundeswehr sah nur geringe Risiken, weil die „Systemanteile Stand der Technik und teilweise marktverfügbar“ gewesen seien.

Wiederholte Einsatzprüfung kostet den Bund mehrere Millionen Euro

Der Auftragnehmer übergab die Lenkflugkörper von September 2011 bis Dezember 2012. Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (Bundesamt) erklärte deren sichere Inbetriebnahme und zahlte bis Ende 2012 den vollständigen Kaufpreis. Die Bundeswehr führte im Jahr 2013 die Einsatzprüfung auf einer Korvette durch. Diese scheiterte ausweislich der Testunterlagen der Bundeswehr aus Gründen, für die der Auftragnehmer verantwortlich war. Der erste Lenkflugkörper stürzte 15 Sekunden nach dem Start wegen eines technischen Fehlers ab, der zweite neun Minuten nach dem Start wegen Problemen bei der Treibstoffversorgung.

Die Einsatzprüfung wurde im Mai 2015 wiederholt. Dies kostete den Bund mehrere Millionen Euro, u. a. für die Miete des Testgeländes und den Einsatz der Korvette samt Besatzung.

Lenkflugkörper sechs Jahre verspätet und nur eingeschränkt einsatzbereit

Die wiederholte Einsatzprüfung im Mai 2015 war im Wesentlichen erfolgreich. Daher begann der Auftragnehmer, bei allen Lenkflugkörpern die bei der ersten Einsatzprüfung aufgetretenen Mängel abzustellen. Die Bundeswehr geht davon aus, dass dies bis September 2016 abgeschlossen sein wird.

Im Juni 2015 gab die Bundeswehr die Lenkflugkörper für die Nutzung gegen Seeziele frei. Die Freigabe zur Bekämpfung von Landzielen und zum Flug über Land steht noch aus, da die GPS-Navigationskomponente fehlerhaft arbeitet.

Einsparpotenziale bei der Rezertifizierung noch nicht vollständig genutzt

Nach Inbetriebnahme müssen die Lenkflugkörper alle vier Jahre rezertifiziert werden. Dazu werden sie zerlegt, getestet und ggf. instand gesetzt. Nur mit dieser Rezertifizierung bleibt ihre Einsatzfähigkeit erhalten. In einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung aus dem Jahr 2011 stellte das Projektteam im Bundesamt die Rezertifizierung durch die Industrie der Rezertifizierung durch Bundeswehrpersonal gegenüber. Es empfahl die Rezertifizierung durch die Industrie. Nachdem das Prüfungsamt die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung beanstandet hatte, überarbeitete das Projektteam diese. Im Juli 2015 kam es zum gleichen Ergebnis wie das Prüfungsamt und schlug nun die Rezertifizierung mit Bundeswehrpersonal vor. Über die Nutzungsdauer der Lenkflugkörper von 40 Jahren soll deren Rezertifizierung nun nur noch 103 Mio. Euro statt 169 Mio. Euro bei der Industrielösung kosten.

Die Marine einer anderen Nation will fast baugleiche Lenkflugkörper einsetzen. Deutschland hat mit dieser Gespräche über eine mögliche Kooperation bei der Rezertifizierung der Lenkflugkörper geführt. Ergebnisse stehen noch aus. Nach der aktualisierten Wirtschaftlichkeitsuntersuchung müsste die Bundeswehr für die Rezertifizierung der Lenkflugkörper sogar nur 87 Mio. Euro aufwenden, wenn sie mit der anderen Nation kooperierte. Über finanzielle Aspekte hinausgehende Vor- und Nachteile einer
Kooperation betrachtete die Bundeswehr in der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung nicht.

8.2

Die Bundeswehr hat mit dem Abschluss des Kaufvertrages unnötige Risiken übernommen. Spätestens nach den Hinweisen des Prüfungsamtes auf die technischen und zeitlichen Risiken hätte sie mögliche Probleme bei der Weiterentwicklung der Lenkflugkörper im Vertrag berücksichtigen müssen. Die Einschätzung des BMVg, dass die „Systemanteile Stand der Technik und teilweise marktverfügbar“ gewesen seien und daher nur geringe Risiken existierten, geht fehl. Sie lässt außer Acht, dass die Komplexität der einzelnen Systemkomponenten geringer ist, als die des Gesamtsystems. Die um mehrere Jahre verspätete Lieferung und die Abstürze der Lenkflugkörper bei der ersten Einsatzprüfung bestätigen die Warnungen des Prüfungsamtes. Als Folge dieser Fehleinschätzung verfügt die Bundeswehr erst seit Sommer 2015 über einsatzfähige Lenkflugkörper, denen die geforderte Landzielfähigkeit immer noch fehlt.

Die Bundeswehr hat für den Bund ungünstige vertragliche Regelungen geschaffen, weil sie keine Vorsorge für misslungene Einsatzprüfungen traf. Deshalb musste die Bundeswehr auch die zweite Einsatzprüfung selbst bezahlen, obwohl diese durch den Auftragnehmer verursacht wurde.

Der Bundesrechnungshof hat anerkannt, dass die Bundeswehr ihre Wirtschaftlichkeitsuntersuchung nachgebessert hat. Sie hat damit die Voraussetzungen geschaffen, bei der Rezertifizierung 66 Mio. Euro einzusparen. Das BMVg muss zügig die Vorarbeiten für die Rezertifizierung mit eigenem Personal schaffen.

Nach der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung könnte die Bundeswehr durch eine Kooperation mit einer anderen Nation weitere 16 Mio. Euro einsparen. Allerdings hat sie neben den finanziellen Aspekten keine Vor- und Nachteile einer Kooperation untersucht.

8.3

Das BMVg hat erklärt, die Hauptbewaffnung der Korvetten sei einsatzbereit. So befänden sich seit August 2015 nachgebesserte und einsatzfähige Lenkflugkörper im Bestand der Bundeswehr. Diese seien zur Nutzung gegen Seeziele freigegeben.

Die wiederholte Einsatzprüfung sei auf Fertigungsunzulänglichkeiten und notwendige Nachbesserungen an Baugruppen des Lenkflugkörpers und nicht auf die Integrationskomplexität neuer Baugruppen und Funktionalitäten zurückzuführen. Das BMVg ist daher bei seiner Einschätzung geblieben, dass es mit dem Abschluss des Kaufvertrages für den Lenkflugkörper keine hohen technischen und zeitlichen Risiken eingegangen sei. Es hat außerdem daran festgehalten, dass die vertraglichen Regelungen nicht ungünstig seien.

Das BMVg hat angekündigt, dass es dem Ergebnis der überarbeiteten Wirtschaftlichkeitsuntersuchung folgen wolle und die Rezertifizierung durch Personal der Bundeswehr anstrebe. Eine Kooperation mit der anderen Nation stehe nicht auf der Agenda für Gespräche zum Jahresbeginn 2016.

8.4

Der Bundesrechnungshof hält an seiner Bewertung des Kaufvertrages fest. Zwar kann die Bundeswehr seit August 2015 erste Lenkflugkörper von der Korvette aus einsetzen, jedoch immer noch nicht gegen Ziele an Land. Damit sind wesentliche Forderungen der Marine nicht erfüllt.

Die Einschätzung des BMVg, es sei mit dem Kaufvertrag keine hohen technischen und zeitlichen Risiken eingegangen, ist nicht schlüssig. Die Verzögerung um sechs Jahre, die fehlgeschlagene Einsatzprüfung und die lange Zeit fehlende Zulassung für die Bekämpfung von Landzielen zeigen dies. Mit den Problemen bei der Treibstoffversorgung und den Fehlern der GPS-Navigationskomponente waren die Weiterentwicklungen ursächlich für die Verzögerung.

Der Bundesrechnungshof bleibt bei seiner Auffassung, dass der Vertrag ungünstig für den Bund gewesen ist. So musste dieser auch die wiederholte Einsatzprüfung bezahlen, obwohl sie wegen Fehlern des Auftragnehmers erforderlich wurde.

Der Bundesrechnungshof erkennt an, dass das BMVg seiner Empfehlung folgen will, die Rezertifizierung mit Personal der Bundeswehr durchzuführen. Angesichts möglicher weiterer Einsparungen von 16 Mio. Euro hält er es allerdings für dringend geboten, dass die Bundeswehr nun endlich die Vor- und Nachteile einer Kooperation mit der anderen Nation untersucht. Auf dieser Grundlage kann sie entscheiden, ob sie die Gespräche hierzu wieder aufnimmt.

Das BMVg sollte dafür sorgen, dass

    - die Lenkflugkörper schnellstmöglich auch für den Einsatz gegen Ziele an Land einsetzbar sind,

    - künftig Entwicklungsrisiken in Verträgen angemessen berücksichtigt werden,

    - Verträge so gestaltet werden, dass Auftragnehmer Kosten, die sie verursachen, mittragen,

    - die organisatorischen Grundlagen für eine Rezertifizierung durch Personal der Bundeswehr alsbald geschaffen werden und

    - die Vor- und Nachteile einer Kooperation bei der Rezertifizierung der Lenkflugkörper untersucht werden und entschieden wird, ob eine Kooperation möglich ist.



    Bundestag verabschiedet den Haushalt für 2016
    27. November 2015


      Bericht
      des Haushaltsausschusses (8. Ausschuss)

      zu dem Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2016 (Haushaltsgesetz 2016)

      – Drucksachen 18/5500, 18/5502 –


      Zitat:
      XXII. Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages

      Einzelplan 14 Bundesministerium der Verteidigung

      Kapitel 1405 Militärische Beschaffungen

      Der Verteidigungsausschuss möge beschließen:

      Die fünf Korvetten K130 der Marine wurden in einem ersten Los mit modernen Seezielflugkörpern des Typs RBS15 Mk3 ausgestattet. Von dem ersten Los (35 Stück) wurden bereits drei verschossen. Die Bevorratung dieser Primärwaffe der K130 ist knapp bemessen, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuell diskutierten Vollausstattung der Bundeswehr. Vor diesem Hintergrund ist ein 2. Los an Seezielflugkörpern sinnvoll und würde eine Vollbewaffnung der Korvette ermöglichen. Die Bundesregierung wird daher gebeten, Haushaltsmittel für die Beschaffung eines 2. Loses RBS15 Mk3 bereits für den Haushalt 2016 einzuplanen.

      Begründung:

        1. Der Seezielflugkörper RBS15 Mk3 gehört zur Hauptbewaffnung der Korvetten K130. Als modernes „fire and forget“ Waffensystem verfügt der Flugkörper über eine Reichweite von 200+ km und ist in einer Vielzahl von Szenarien einsetzbar. (Open-sea engagements; Littoral warfare; Land attack)

        2. Der deutsch-schwedische Seezielflugkörper RBS15 Mk3 hat im Juni 2015 die Einsatzprüfung bei der Marine erfolgreich abgeschlossen und ist damit qualifiziert. Die Einsatzfähigkeit wurde Ende April in einem Übungsgebiet in schwedischen Hoheitsgewässern mit der Korvette „MAGDEBURG“ der deutschen Marine nachgewiesen. Die Einsatzprüfung umfasst den kompletten Leistungsnachweis von der Zielzuweisung über die Missionsplanung und das Abfeuern des Flugkörpers bis zum Treffer im Ziel.

        3. RBS15 Mk3 kann nicht nur Seeziele bekämpfen, sondern wirkt auch präzise gegen Landziele.

        4. Neben Deutschland zählen zu den weiteren europäischen Kunden die polnische und schwedische Marine.


      Annahme des Antrags mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Fraktionen DIE LINKE. und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.



    Seezielflugkörper RBS 15 Mk3 für Korvetten qualifiziert (11. Juni 2015)



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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Rüstungsdeals
BeitragVerfasst: 20. Jul 2016, 14:01 

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Die „Baden-Württemberg“ im neuen Zuhause

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Zitat:
Freytag Karosseriebau GmbH & Co.KG

    19. Mai 2016 ·

Nachfolger T6 Widder



Zuletzt geändert von theoderich am 18. Mär 2017, 13:28, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Rüstungsdeals
BeitragVerfasst: 20. Jul 2016, 16:52 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20960
Video: Testfahrt der neuen Fregatte Baden-Württemberg



Bildergalerie: Die Baden-Württemberg auf Probefahrt vor der Küste Dänemarks

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Rüstungsdeals
BeitragVerfasst: 08. Aug 2016, 18:11 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20960
Zitat:
Zum jetzigen Zeitpunkt verfügt das Heer über insgesamt neun Mörserzüge mit jeweils acht Rohren. Die aktuell in den Mörserzügen genutzten Fahrzeuge sind für die Anforderungen der Stabilisierungsoperationen mittlerer und hoher Intensität nicht ausreichend geschützt. Aus diesem Grund wurden für die Quick Reaction Force in Afghanistan einige wenige SSA-Wölfe (Sonder-Schutz-Ausstattung) mit Rüstsätzen für den Transport von Waffenanlagen und Munition umgerüstet, um so auch den Einsatz unter geschützten Bedingungen zu ermöglichen. Die SSA Wölfe befinden sich nach der Rückführung aus Afghanistan im Aufbereitungsprozess und sollen danach als Einsatzreserve verwendet werden. Ein regulärer Übungsbetrieb ist mit diesen Fahrzeugen nicht vorgesehen.

In einer Gliederung von zwei Feuerleittrupps und acht Mörsertrupps (120-mm), können die Mörserzüge des Heeres als geschlossene Feuereinheit (acht Rohre), oder halbzugweise (vier Rohre) eingesetzt werden.

Zitat:
Die Waffenanlage 120 mm wurde Mitte der letzten Dekade erstmals modernisiert, die Tampella-Rohre wurden durch Rheinmetall-Rohre ersetzt, die durch stärkere Rohrwände im unteren Drittel des Rohres eine höhere Schussbelastung ermöglichen. Dadurch werden die Rohre langsamer heiß und somit auch sicherer. Bei Überhitzung droht neben der Verletzungsgefahr der Besatzung auch die Gefahr der Treibladungsentzündung.

Im Zuge des ISAF-Einsatzes wurde die Waffenanlage ein weiteres Mal kampfwertgesteigert. Die in Afghanistan verwendete Mörsermunition des österreichischen Herstellers Hirtenberger produzierte höhere Gasdrücke. Dadurch entstanden sogenannte Durchbläser. In einem solchen Fall entweicht ein Teil des Gasdruckes durch das Gewinde zwischen Bodenstück und Rohr. Dies bedeutet nicht nur eine erhebliche Verletzungsgefahr, sondern auch die signifikante Verminderung der Präzision, da nicht mehr der gesamte Gasdruck zur Beschleunigung der Patrone zur Verfügung steht.

Dieses Problem wurde mittels Integration eines Liderungsrings (Metallscheibe zwischen Rohr und Bodenstück) gelöst. Bisher wurde die Hälfte der im Heer eingesetzten Waffenanlagen nachgerüstet. Nur aus diesen Waffenanlagen konnte die in der Zwischenzeit beschaffte Mörsermunition neuer Generation (NG), die von Rheinmetall im Zuge des Projektes Mörserkampfsystem entwickelt und 2015 an die Bundeswehr ausgeliefert wurde, verschossen werden. Bei der NG-Munition entstehen ebenfalls höhere Gasdrücke als bei den seit Jahrzehnten verwendeten Munitionssorten.

Zwischenzeitlich wurde entschieden, auch die verbleibenden Systeme mit einem Liderungsring nachzurüsten. Die Umrüstung soll bis Ende 2017 abgeschlossen werden. Als Konsequenz dieser Maßnahmen wurde die Nutzungsdauer des Mörsers 120 mm in der Bundeswehr bis 2030 verlängert.

Die Feuerleitausstattung basiert auf dem System MRT86 (Militärischer Rechner, tragbar) mit veraltetem Intel 80186 Prozessor. Der Rechner ist nicht in das ADLER-System der Artillerie integriert. Eine Modernisierung der Feuerleitausstattung konnte jedoch aufgrund von Verzögerungen in der Softwareentwicklung noch nicht realisiert werden. Ein realistisches Datum für den Zulauf dieser Systeme kann zurzeit nicht gegeben werden. Daher wird eine praktikable Integration des Mörser 120 mm in den Datenverbund ADLER weiterhin bis auf unbestimmte Zeit ein Wunschtraum bleiben.

Zitat:
Da insbesondere der M113 und der Wolf ihr anfänglich angedachtes Nutzungsdauerende lange überschritten haben, kann deren Einsatzfähigkeit nur mittels kostspieliger und zeitintensiver Instandsetzungsmaßnahmen sichergestellt werden. Eine Integration der Mörser-Waffenanlage in modernere und in den Verbänden genutzter Fahrzeugmuster würde eine deutliche Kampfwertsteigerung darstellen. Überlegungen, Rüstsätze in Dingo, Fuchs, Boxer oder Mungo zu integrieren, haben es jedoch nie über die Ideenebene hinaus geschafft.



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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Rüstungsdeals
BeitragVerfasst: 09. Aug 2016, 13:22 

Registriert: 18. Mai 2014, 18:24
Beiträge: 247
Frage an die Fachkundige
Bekommt Bw neue 5 t
http://www.cio.de/i/detail/artikel/3258997/1/2604480/EL_mediaN1006E/


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Rüstungsdeals
BeitragVerfasst: 09. Aug 2016, 15:47 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20960
Thread dazu gibt's hier:



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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Rüstungsdeals
BeitragVerfasst: 09. Aug 2016, 15:51 

Registriert: 18. Mai 2014, 18:24
Beiträge: 247
Danke für die INFO
aber hier handelt es sich um BwFuhrpark Autos

dem anderen geht es erst ab 2018 los

aber ich denke das hier der Mastab in Gep Fahrzeuge statt findet


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