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 Betreff des Beitrags: Bundeswehr plant neuen Kampfjet
BeitragVerfasst: 21. Dez 2015, 08:15 

Registriert: 08. Feb 2012, 19:01
Beiträge: 812
"Tornado"-Nachfolger
Bundeswehr plant neuen Kampfjet


Zitat:
"Tornado"-Jets gelten als Auslaufmodell. Aber was kommt danach? Das Verteidigungsministerium will im nächsten Jahr zusammen mit "europäischen Partnern" über ein Folgemodell verhandeln, berichtet Reuters.

Das Bundesverteidigungsministerium plant die Entwicklung eines neuen Kampfflugzeuges, das langfristig die "Tornado"-Jets ersetzen und möglicherweise unbemannt fliegen soll. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Sie zitiert aus einem Strategiepapier des Ministeriums für eine "militärische Luftfahrtstrategie".

Das neue Flugzeug laufe bei der Bundeswehr unter der Bezeichnung "Next Generation Weapon System" und könne möglicherweise mit oder ohne Pilot fliegen. "Eine Festlegung hierzu ist im Rahmen weiterer Analysen und im Kontext einer europäischen Lösung zu treffen", heißt es in dem Papier. Erste Gespräche über einen neuen Kampfjet seien 2016 "mit den europäischen Partnern" geplant. Ein nationaler Alleingang "für Waffensysteme dieser Komplexität" sei nicht denkbar.

"Tornado"-Jets sind noch immer der Stolz der Luftwaffe, obwohl sie mittlerweile zwischen 23 und 34 Jahre alt sind. Mit sensiblen Kameras, die in den Boden eingebaut sind, können sie hochauflösende Fotos und Infrarot-Bilder in einem sehr weiten Spektrum rechts und links von der Flugbahn aufnehmen. Aus Bundeswehrkreisen heißt es, die Franzosen hätten zur Unterstützung im Anti-IS-Kampf ausdrücklich um die Entsendung der "Tornado"-Aufklärungsjets gebeten.

In dem Strategiepapier heißt es, es werde untersucht, ob die Jets eventuell noch bis 2035 genutzt werden könnten. Das neue europäische Kampfflugzeug solle einsatzfähig sein, wenn die "Tornados" außer Dienst gehen.


http://m.spiegel.de/politik/deutschland ... google.at/


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundeswehr plant neuen Kampfjet
BeitragVerfasst: 21. Dez 2015, 22:00 

Registriert: 26. Dez 2005, 15:07
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Ungeachtet der jetzigen militärischen Einsätzen ist dieses Vorhaben ein hochtrabendes Projekt was wiederum in den Ministerien und in den Beschaffungsbehörden dochdotierte Stellen bindet und somit Arbeitsplätze auf höchstem Niveau schafft ohne auch nur annähernd die aktuellen politischen , militärischen und wirtschaftlichen Dinge wirklich dort einzubinden.
meine Kritik : wofür will man ein solches System beschaffen wenn man eine Plattform hat ( Eurofighter) . Wie will man solche Kosten stemmen wenn das System, sowohl autonom ( ohne Pilot / Besatzung) als auch bemannt einsetzen will. Hierzu wären dann signifikante enorme Anstregungen hinsichtlich der Redundanzen erforderlich. Ebenso gehen bemannte und unbemannte Systeme zu weit auseinander. Schon im Hinblick auf Größe , Flugleistungen und auch Einsatzgrundsätzen. Man sollte sich besser überlegen wie man im Verbund in Europa es hinbekommt das die zur Verfügung stehenden Muster auch über längere Zeiträume nutzbar sind und mit den Dingen ausgestattet werden die man heutzutage und in 20 Jahren benötigt. Das alles kann realisierbar sein mit einer Zelle die man für die nächsten 40 Jahre nutzbar macht und auch dann im Hinblick auf Weiterentwicklungen im Datentransfer, Funktechnik nutzt. Die Hülle kann so lange geflogen werden wie man auch bereit ist bestehende Produktionslemente immer auf dem neuesten Stand zu halten . Die Elektronik wird sicherlich immer komplexer und bautechnisch kleiner. Warum soll man dann nicht auf das sicherlich noch vorhandene Potenzial eines Eurofighters setzen ??? Selbst heute ist der Eurofighter noch nicht wirklich in den Bereichen eingesetzt wie er geplant war. Die Zeiten des Luftkampfes Jet gegen Jet sind in den Zeiten der modernen Luftabwehr und weitreichender Systeme vorbei.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundeswehr plant neuen Kampfjet
BeitragVerfasst: 21. Dez 2015, 22:45 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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PzBrig15 hat geschrieben:
Die Hülle kann so lange geflogen werden wie man auch bereit ist bestehende Produktionslemente immer auf dem neuesten Stand zu halten . Die Elektronik wird sicherlich immer komplexer und bautechnisch kleiner. Warum soll man dann nicht auf das sicherlich noch vorhandene Potenzial eines Eurofighters setzen ???


Vom Werk ist für jeden einzelnen "Eurofighter" eine Lebensdauer von 6000 Flugstunden definiert. Das reicht für ca. 40 Jahre (bei 150 - 160 Flugstunden pro Jahr).



Saab arbeitet nach eigenen Angaben an einem OPV-"Gripen":

    FIA14: Saab Bullish About Future Prospects (15. Juli 2014)

    Zitat:
    Speaking during the 2014 Farnborough International Airshow, Saab CEO Hakan Buskhe expressed confidence about his company's future.

    Zitat:
    "Even if we take away the 22 aircraft intended for Switzerland, we still have 36 aircraft for Brazil and 60 and a further 10 for Sweden. Our aim is to sell 400 GRIPEN E, F aircraft in the next ten years and we think that can be done. We continue to see interest for our Sea GRIPEN design while we are also working on an optionally piloted GRIPEN."



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 Betreff des Beitrags: Re: Bundeswehr plant neuen Kampfjet
BeitragVerfasst: 23. Dez 2015, 23:27 

Registriert: 26. Dez 2005, 15:07
Beiträge: 325
Wohnort: Bundesrepublik Deutschland
Mich wundert immer das man nicht die Zellen oder auch bei Hubschraubern die Zellen nach den Bauplänen nach 20-25 Jahren wieder nachbaut. Technisch gar kein Problem.....somit hätte man bewährtes Gerät mit neuester Sensorik und Elektronik. Warum man dann immer 10 Jahre erproben und testen muss erschließt sich mir weder wirtschaftlich noch technisch. Bestes Beispiel : Die Boeing 747 . Heute s
ind er 800er Version mit neuester Avionik immer noch einer der besten und begehrtesten Maschinen der Welt. Und beim Leopard 2 werden auch nach fast 35 Jahren Nutzung immer noch neue Versionen für Katar gerade gefertigt. Nur marginal kleine Veränderungen......meiner Meinung wird solche militärische Ausrüstung viel zu hochtrabend und komplex dargestellt um die Kosten hochzutreiben .

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundeswehr plant neuen Kampfjet
BeitragVerfasst: 24. Dez 2015, 00:40 

Registriert: 09. Nov 2006, 01:32
Beiträge: 55
Wohnort: Deutschland
Ich halte dieses komplette Vorhaben für eine Nebelkerze. Da haben wohl einige im BMVg in Berlin ihre feuchten Flugzeugträume artikuliert. Das ganze Projekt ist Stand heute (2015) zum Scheitern verurteilt.
1) Wenn man den Tornado ab 2035 komplett aus der Nutzung nehmen muss/will, ist man mit den Planungen für einen Nachfolger spät dran. Das wird sportlich bzw. mit dem Wissen um die Verzögerungen bei den aktuellen Rü-Projekten unmöglich, on time zu liefern. Bei EF und Tornado dauerte es gut 30 Jahre vom sozusagen first scratch bis zum roll-out der ersten Serien Maschine.
2) Beim Tornado gab es drei Partnernationen DE, UK und IT. UK und IT satteln gerade auf die F-35 um. Die haben keinen Bedarf und vorallem schon gar keine Kohle für einen dritten Kampfflugzeug Typen (neben EF und F-35). Das wäre ein haushaltspolitischer Overkill, zumal die Kosten bei der F-35 gerade durch die Decke gehen. Alle anderen potentiellen NATO-Partner wechseln gerade von F-16 auf F-35. Wer also hätte Interesse an einem klassischen Jabo? Wer würde mit DE was entwickeln? Bleibt einzig FR.
3) Kosten. Selbst für den Fall, dass der EP14 signifikant steigen sollte, sehen ich keinen Grund, ein Multi-Milliarden EUR R&D Projekt anzustoßen, damit DE (plus ggf. FR) am Ende zusammen maximal 140 Jets abnehmen. Das wäre reine Geldvernichtung und gegenüber dem Steuerzahler politisch nicht vertretbar.

Kurzum, die Luftwaffe sollte lieber den Markt sondieren und so lange warten, bis die F-35 ihre Kinderkrankheiten kuriert hat. Dann kann man in 15-20 Jahren ein bewährtes Produkt kaufen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundeswehr plant neuen Kampfjet
BeitragVerfasst: 24. Dez 2015, 07:19 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20760
Die Briten haben bis vor zehn Jahren Studien zu einem "Tornado"-Nachfolger unter dem Titel Future Offensive Air System durchgeführt. Das Projekt wurde aber 2005 gestrichen und der Bedarf ins JCA-Programm mit der F-35A übergeleitet:

    The UK’s F-35 Lightning II Joint Strike Fighter

    Zitat:
    3.1 The Origins of the Joint Strike Fighter

    In the late 1990s the Ministry of Defence turned its attention to the need to replace both the Carrier-borne aircraft, then provided for by the Sea Harriers and, slightly further ahead, the offensive capabilities of the Tornado GR3 fleet. At the time, the MOD was in the midst of procuring the Eurofighter Typhoon aircraft in an air defence and offensive air support role. The MOD was also debating whether to replace the Invincible-class aircraft carriers, expected to go out of service around 2010, and what aircraft would fly off them. These thoughts crystallised around two programmes, which were fleshed out in the 1998 Strategic Defence Review: The Future Carrier Borne Aircraft/Future Joint Combat Aircraft and the Future Offensive Air System.

    Zitat:
    The Future Offensive Air System: Replacing Tornado GR4

    The 1998 SDR also discussed what might replace the RAF’s Tornado GR fleet in the offensive support role when it left service in the mid-2020s. The ‘Future Offensive Air System programme was to examine manned and unmanned systems with a view to selecting an aircraft to enter service in 2018. The project never reached initial gate and was closed down in 2005. The capabilities required by the RAF for offensive support was rolled into the Joint Combat Aircraft programme.

    The Tornado GR4 is the only Tornado type still in service and is expected to leave service in 2019. Lightning II is not a like-for-like replacement for the Tornado GR4, but the capabilities it currently provides will be provided by the combined fleet of Typhoon and Lightning II.



    BAE pushes UK on UCAV initiative (Flight International, 20 - 26 July 2004)



    MBDA to evaluate A400M bomber (Flight International, 6 - 12 May 2003)



    UK awards study deals (Flight International, 1 - 7 October 2002)



    UK to extend FOAS study (Flight International, 19 - 25 February 2002)



    UK pauses on unmanned combat role (Flight International, 21 - 27 April 1999)



    UK urged to wait on deep strike system choice (Flight International, 1 - 7 September 1998)



    Strategic Defence Review
    Modern Forces for the Modern World
    July 1998


    Zitat:
    143. New equipment entering service now and in the next few years will greatly improve our ability to conduct the hard hitting, mobile land operations of the future. These include the Army's Challenger 2 main battle tank, the Apache attack helicopter equipped with Longbow radar and Hellfire missiles and a medium range anti-tank guided weapon. Completion of the upgrading of the Jaguar aircraft fleet will provide enhanced battlefield air support until replaced by Eurofighter in this role and from 2001 the RAF will also be equipped with the Brimstone advanced anti-armour missile.

    Zitat:
    145. Eurofighter will be equipped with the ASRAAM short range missile entering service very shortly and a beyond visual range air-to-air missile. This will provide Eurofighter with a highly effective air-combat capability well into the next century. For the present, taking into account Eurofighter's effectiveness against manned aircraft and the current stage of development of systems to counter ballistic missiles, we have concluded that we do not need to procure a new ground launched medium or long-range air-defence missile. We will, however, monitor developments in both threat and capability closely, participate in work in NATO and with Allies, and have established a technology development programme to keep this option open should the balance change significantly - for example if a new ballistic missile threat to this country were to emerge. As noted earlier, we are also investing more in protective measures against possible chemical or biological attack against deployed troops.

    146. The mid-life upgrade for the Tornado GR4 bomber will provide us with a powerful long range land based air attack capability for many years. This will be enhanced by the introduction of the Storm Shadow stand off missile from 2001. For the longer term, we are continuing studies for a replacement offensive air system. In addition to fast jet aircraft, we will consider other possible solutions - for example involving stand-off missiles or unmanned aircraft.

    Zitat:
    40. Future Offensive Air System. Future offensive air power requirements have been studied in conjunction with future aircraft carriers and carrier-borne aircraft. The proposals developed in the maritime context will meet a substantial part of Britain's overall future offensive airpower needs. There will, however, be an important requirement to replace in around 20 years' time the capability currently provided by the Tornado GR fleet in the offensive support role. No immediate decision is necessary on how we should do so, but we will continue to study how best to meet the requirement, giving consideration to cruise missiles and remotely piloted/ unmanned air vehicles as well as manned aircraft.



    UK MoD considers re-engineing Harrier (Flight International, 5 - 11 November 1997)

    Zitat:
    Speculation over die long-term future of the RAF's Harrier GR7 fleet continues, with senior RAF officers admitting that the air force may eventually make the transition to a two-type combat-aircraft inventory consisting of the Eurofighter EF2000 and the Future Offensive Air System.



    Tornado storms on until 2018 (Flight International, 22 - 28 October 1997)



    UK funds Tornado replacement study (Flight International, 1 - 7 January 1997)



    Offensive ambitions (Flight International, 28 August - 3 September 1996)



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Manpower hat geschrieben:
Die haben keinen Bedarf und vorallem schon gar keine Kohle für einen dritten Kampfflugzeug Typen (neben EF und F-35).


Frankreich und Großbritannien haben am 2. November 2010 den Treaty between the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland and the French Republic for Defence and Security Co-operation (Lancaster House Treaty) unterzeichnet. Am 31. Jänner 2014 wurde, basierend auf diesem Kooperationsvertrag, eine gemeinsame Erklärung abgegeben, die Studien zur Entwicklung eines de-facto "Tornado"-Nachfolgers umfasst:

    France – UK Summit: 31 January 2014

    Declaration on Security and Defence


    Zitat:
    Defence Equipment

    [...]

      14. Future Combat Air System. We believe future Combat Air capabilities and the defence aerospace sectors of the UK and France will be founded on a successful Future Combat Air System (FCAS) Programme. This is why we have agreed to launch a 2 year £120M Feasibility Phase, building on Preparation Phase studies conducted since the last Summit by 6 industry partners (Dassault Aviation, BAE Systems, Thales France, Selex, Rolls Royce and Safran). The Feasibility Phase that we have announced today will develop the concepts and technologies to provide an Unmanned Combat Air Vehicle for our Armed Forces. It will also sustain and enhance vital teams and skills within the relevant industries. As a result, we will be ideally placed to decide by 2016 whether to collaborate on a demonstration and manufacturing phases. To complete the package, the joint Feasibility Phase will be complemented by national work worth around £40M each. We expect a Memorandum of Understanding to be signed at the 2014 Farnborough Airshow.


    Bild

Das FCAS ist auch Teil des Future Air and Space Operating Concept des MoD ...

    JOINT CONCEPT NOTE 3/12
    FUTURE AIR AND SPACE OPERATING CONCEPT


    Zitat:
    Chapter 3 – The future delivery of air and space power

    [...]

    Role 2 – Air mobility and lift

    322. Ostensibly, we will perform air mobility and lift in the future much as it is at present. We will use air transport and air refuelling to project power and influence rapidly and responsively, employing a mix of fixed- and rotary-wing aircraft capable of both strategic and tactical effects. Those aircraft requiring access to contested battlespaces will need self-protection, including advanced counter-measures. However, air mobility aircraft may use their networked capabilities to help integrate the future combat air system. Additionally, roll-on, roll-off weapons modules and sensor packs are available for transport aircraft that could help restore combat mass in certain scenarios.

    [...]

    325. Weapon and ISR modules ease the integration of new weapons and could help restore combat mass in more benign scenarios. They could provide transport aircraft with multi-role capabilities as part of a future combat air system. (Para 320)


... und eines französischen Forschungskonzepts für UCAV:



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 Betreff des Beitrags: Re: Bundeswehr plant neuen Kampfjet
BeitragVerfasst: 24. Dez 2015, 13:12 

Registriert: 12. Nov 2008, 18:23
Beiträge: 297
Irgendwann müssen die Europäer aus den "netten Konzeptchen" nEUROn und Taranis Nägel mit Köpfen machen, und dass das ohne deutsche (Kosten)Beteiligung nicht ablaufen wird, ist uns schon klar, oder? Der Titel der "Pressesarbeit" ist mir dann herzerfrischend egal, und dass manche Zusammenhänge in der Fachwelt als unpassend gesehen werden.. soll sein.

Es ist keine Geldverschwendung, wenn sich Europa als global player sieht, der auch robust auftreten kann und will. Ob das so ist, ist eine andere Diskussion, aber auch unsere deutschen Freunde sind Führungsmacht, ob sie sich so sehen wollen oder nicht


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundeswehr plant neuen Kampfjet
BeitragVerfasst: 07. Jan 2016, 16:03 

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Beiträge: 20760
Europäische Sicherheit & Technik hat geschrieben:
Einen ähnlichen Ansatz gab es bereits Ende des vergangenen Jahrtausends, als Deutschland Beobachterstatus beim britischen Future Offensive Air Systems (FOAS) Programm hatte. Bereits FOAS sollte vor fast 20 Jahren ein Nachfolgesystem für den Tornado entwickeln, wurde allerdings 2005 eingestellt. In Wartung und Logistik ist der Tornado bereits heute jenseits aller Rentabilität. Hinzu kommt, dass der Tornado – aber auch der Eurofighter – große Probleme bei der Überführung in SASPF bereiten. Allein diese Einpflegung in die Logistiksoftware dauert bereits knapp ein Jahr.

Die Bundeswehr will langfristig 85 Tornados, davon 65 in der Version IDS (Interdiction Strike) und 20 in der Version ECR (Electronic Combat and Reconnaissance) betreiben und hat das geplante Nutzungsdauerende um zehn Jahre auf Mitte der 2030er Jahre verlängert. Mit ASSTA 3 (Avionic System Software for Tornado in Ada 3) erfolgt zurzeit bis 2017 die Modernisierung von Avionik, Kommunikationssystemen, Nachtsichtfähigkeit und Bewaffnung. Ein weiteres Programm soll ab 2018 folgen. Unklar ist noch, ob das Nachfolgesystem nur den Tornado oder auch den Eurofighter ersetzen soll. Letzteres gilt in Expertenkreisen als wahrscheinlich, da der Eurofighter im Vergleich zum tatsächlich mehrrollenfähigen Tornado wesentlich weniger Einsatzszenare abdeckt. Zwar könnte der Eurofighter jede Aufgabe, die der Tornado aktuell erfüllt, wesentlich besser leisten, nur die Integration entsprechender Technologien ist sehr kostenintensiv.

Dementsprechend kommen auch in Syrien Tornados zum Einsatz, keine Eurofighter. Die dort genutzten Recce-Tornados sind IDS-Versionen mit zusätzlichen Aufklärungscontainern „RecceLite“, die hochauflösendes digitales Bildmaterial bei Tage und Nacht mit Hilfe von Infrarot- und optischen Sensoren aus niedrigen und mittleren Höhen bereit stellen.



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 Betreff des Beitrags: Re: Bundeswehr plant neuen Kampfjet
BeitragVerfasst: 08. Jan 2016, 08:46 

Registriert: 08. Feb 2012, 19:01
Beiträge: 812
...


Zuletzt geändert von Maschin am 28. Jun 2016, 06:03, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundeswehr plant neuen Kampfjet
BeitragVerfasst: 19. Jan 2016, 14:49 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20760
Verteidigungsministerium veröffentlicht Militärische Luftfahrtstrategie


    Zitat:
    b) Strategische Linien

      Technologische Fähigkeiten und industrielle Ressourcen

      Die Strategie zur Weiterentwicklung der Fähigkeiten, u.a. der taktischer Kampfflugzeuge der 3. (TORNADO) und 4. Generation (EUROFIGHTER) in einen zukünftigen Wirkverbund des Future Combat Air System – (FCAS) mit möglichen neuen Plattformen unterschiedlicher Auslegung (z.B. Next Generation Weapon System (Next-GenWS)) beeinflusst aufgrund seiner Bedeutung und Größe ganz wesentlich die erforderlichen technologischen Fähigkeiten sowie industriellen Ressourcen in der Dimension Luft.

      Ein paralleler Betrieb von zwei unterschiedlichen Kampfflugzeugtypen mit teilweise überlappenden Fähigkeiten sichert dabei eine operationelle Flexibilität und eröffnet die Möglichkeit eines sukzessiven Austauschs der Flugzeugmuster, ohne dabei temporär zentrale Fähigkeiten zu verlieren.

      Der Bedarf an verteidigungsindustriellen Schlüsseltechnologien und industriellen Ressourcen wird sich somit absehbar an den im FCAS benötigten Fähigkeiten orientieren. In diesem Sinne sind ausgewählte nationale verteidigungsindustrielle Schlüsseltechnologien gezielt für die technologische Weiterentwicklung des EUROFIGHTER und die Reifmachung von Technologie für ein Waffensystem der nächsten Generation (NextGenWS) zu fördern. Aufgrund der steigenden Bedeutung des Cyberraums schließt dies ausdrücklich Schlüsseltechnologien in den Bereichen Informationstechnologie und Cyber mit ein.

      Multinationalität

      Rüstungsvorhaben der Dimension Luft werden bereits seit Jahrzehnten im Wesentlichen multinational realisiert. Dies ist vor dem Hintergrund finanzieller Rahmenbedingungen und zunehmend komplexerer Waffensysteme auch künftig zwingend geboten. Die Erfahrungen aus den derzeitigen Kooperationen zeigen jedoch, dass sie einer Neuausrichtung bedürfen.

      Zentrales Element einer Neuausrichtung eines multinationalen Kooperationsmodells ist die Übernahme einer Führungsrolle durch eine Nation für eine Plattform. Diese ist nicht zwingend an eine rein quantitative Dominanz im Workshare gekoppelt und kann ggf. auch über das Einbringen einer oder mehrerer Schlüsseltechnologien beansprucht werden. Von zentraler Bedeutung ist hier vielmehr die Prozessführerschaft. Ein ggf. notwendiger industrie,- wirtschafts- oder bündnispolitischer Interessenausgleich erfolgt in einem Portfolioansatz über andere Projekte. Dazu ist jedoch auch ein nationaler Verzicht auf Systemführerschaft in anderen Technologiebereichen notwendig. Innerhalb des rechtlichen Rahmens ist der Worksplit idealerweise - wohlwissend, dass es hier unterschiedliche Interessen gibt - so zu gestalten, dass die Stärken der jeweiligen Länder bestimmendes Merkmal sind und die Verteilung von Arbeit über Länder nicht Treiber der Gesamtkomplexität in der Entwicklung und Produktion wird. Neben Lead-Nation-Prinzip und Worksplit ist von zentraler Bedeutung, dass es möglichst einheitliche Auffassungen und Anforderungen gibt, damit Skalenerträge und Synergien wirklich erzielbar sind.

      Die Entwicklung unterschiedlicher Plattformversionen für unterschiedliche Nationen ist nicht zielführend.

      [...]

      Die Realisierung der Fähigkeiten eines NextGenWS im FCAS-Verbund hat aus Sicht BMVg zwingend multinational im europäischen Kontext zu erfolgen. Ein nationaler Alleingang für Waffensysteme dieser Komplexität erscheint nicht mehr möglich. Ein frühzeitiger Dialog in Europa über mögliche gemeinsame Ziele, Entwicklungslinien und Handlungsoptionen wird vom BMVg in Kürze initiiert werden.

      Eine europäische Architektur eines FCAS-Verbundes bietet das erforderliche Potenzial einer effizienten Fähigkeitsentwicklung und effektiven Technologieerhalts, ohne dabei einzelne Nationen vor unlösbare, insbesondere haushalterische Herausforderungen zu stellen. Gleichzeitig eröffnet sich insbesondere für kleinere Länder die Möglichkeit, an dem FCAS-Verbund mit geringen Flottenumfängen zu partizipieren. Industriell erfolgt im Ergebnis eine zielgerichtete Konzentration europäischer Technologieentwicklung auf künftige Herausforderungen moderner Waffensysteme.

      Die künftige Position des BMVg zum langfristigen Fähigkeitserhalt fliegender Waffensysteme wird im Kontext der nun geplanten multinationalen Diskussion über einen FCAS-Verbund erarbeitet und Einfluss in die Fähigkeitsentwicklung und industriepolitische Ausrichtung nehmen.

    Zitat:
    e) Handlungsfelder zum luftgestützten Wirkungsverbund

      Das künftige Future Combat Air System (FCAS) bildet langfristig das Rückgrat des Wirkverbundes. FCAS beschreibt keine einzelne fliegende Plattform bzw. ein einzelnes Luftfahrzeug, sondern einen Systemverbund - ein sogenanntes „System-of-Systems“ - das in seiner finalen Ausbaustufe luftgestützte Wirkung im gesamten Fähigkeits- und Intensitätsspektrum erbringt. Als System-of-Systems-Ansatz umfasst FCAS die Fähigkeiten bereits existierender (für Deutschland bspw. EUROFIGHTER, TORNADO, UH TIGER) wie auch zukünftiger Waffensysteme (bspw. MALE UAS und NextGenWS).

      Das BMVg beabsichtigt in 2016 erste nationale konzeptionelle Vorstellungen und operationelle Anforderungen für ein FCAS und damit auch für ein NextGenWS zu definieren, um damit eine Ausgangsbasis für multinationale Kooperation, sowie die Untersuchung gemeinsamer Fähigkeitsforderungen und technologischer Umsetzbarkeit zu schaffen. Auf dieser Grundlage sollen erste Gespräche mit europäischen Partnern noch in 2016 geführt werden.

      Mit dem Systemverbund des Future Combat Air System (FCAS) sind u.a folgende Aufgaben/Operationsformen auch unter Berücksichtigung multinationaler Fähigkeitsbeiträge abzudecken:

        • Stellen der Alarmrotte (Quick Reaction Alert (Intercept) QRA(I)) im Rahmen der Dauereinsatzaufgabe Überwachung und Gewährleistung der Sicherheit des deutschen Luftraums;

        • Kampf gegen das gegnerische Luftkriegspotenzial in der Luft und am Boden (Defensive Counter Air (DCA), Offensive Counter Air (OCA) einschließlich der Unterdrückung der gegnerischen Bodengebundenen Luftverteidigung (SEAD);

        • Kampf gegen Kräfte am Boden (Air Interdiction (AI), Close Air Support (CAS), Joint Time Sensitive Targeting (JTST), und Überwasserseekrieg aus der Luft (Anti Surface Warfare (ASuW)); Aufklärung und Überwachung (Intelligence, Surveillance and Reconnaissance (ISR); siehe auch Aufklärungsverbund).

      Neben den Plattformen ist auch der richtige Bewaffnungsmix erforderlich, um eine angepasste Wirkung erzielen und unbeabsichtigte Schäden (sogenannte Kollateralschäden) vermeiden zu können. Dieser ist in einem plattformübergreifenden Bewaffnungskonzept für fliegende Waffensysteme im FCAS abzubilden.

    Zitat:
      Ein NextGenWS, als zukünftiges komplementäres System zum Waffensystem EUROFIGHTER im Systemverbund FCAS und in Teilbereichen als möglicher Nachfolger des Waffensystems TORNADO, ist auf die zukünftigen Anforderungen luftgestützter Waffensysteme auszurichten. Dabei sind im Schwerpunkt auch mögliche Optionen zur Abstützung auf Fähigkeiten im Bündnis zu berücksichtigen. Die daraus abzuleitenden Fähigkeitsforderungen sind in einem komplementären Ansatz unter Berücksichtigung des Fähigkeitsaufwuchses für das Waffensystem EUROFIGHTER, der Fähigkeiten der MALE UAS Ziellösung sowie technologischer Entwicklungen, Trends und der Entwicklung des Bedrohungspotenzials zu definieren.

      Das NextGenWS könnte dabei unbemannt, bemannt, aber auch optional bemannt sein. Eine Festlegung hierzu ist im Rahmen weiterer Analysen und im Kontext einer europäischen Lösung zu treffen.

      Zum bruchfreien Erhalt der derzeitigen Fähigkeiten durch die Bundeswehr wäre das Erreichen der Initial Operational Capability eines NextGenWS spätestens zum Nutzungsdauerende des Waffensystems TORNADO erforderlich. Der strategischen Linie folgend soll dies multinational erfolgen. Mit der Definition der konzeptionellen Vorstellungen
      wie auch operationellen Anforderungen für ein FCAS im Schwerpunkt im Jahr 2016 werden die Grundlagen für konkrete europäische Kooperationen geschaffen.



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 Betreff des Beitrags: Re: Bundeswehr plant neuen Kampfjet
BeitragVerfasst: 12. Feb 2016, 13:07 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20760
Any Takers? (Aviation Week & Space Technology, February 1-14, 2016)

Zitat:
The German government is calling for European collaboration on a program to develop a next-generation combat aircraft to replace the Panavia Tornado.

Germany wants the NextGenWS (weapon system)—which could be manned, unmanned or even optionally manned—to enter operational service during the 2020s, taking on many of the roles of the aging Tornado and complementing the country’s fleet of Eurofghters.

Zitat:
However, the German government may not find many takers for such a new combat aircraft development. Of the nations that could potentially afford to join such a development program, many—such as Italy, which also flies the Tornado—are already going down the F-35 route or are participating in joint unmanned combat air vehicle programs, such as the Anglo-French Future Combat Air System (FCAS) feasibility study (see page 34). It is certainly possible that Germany could join one of these development programs. Germany and France already have close ties, and Britain is keen to expand its defense ties with Germany further.

Zitat:
Furthermore, historically Germany has not always been the easiest of partner nations to work with. Berlin had previously attempted on numerous occasions to wriggle its way out of the Eurofighter program, and politics in Germany have inadvertently held back efforts to expand the aircraft’s capabilities.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundeswehr plant neuen Kampfjet
BeitragVerfasst: 28. Apr 2016, 20:36 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20760
Luftwaffen-Pläne für den ‚Advanced Command Fighter‘: Der Mensch bleibt im Cockpit

Zitat:
Als Teil eines Future Combat Air Systems sei ein bemannter Kampfjet vorgesehen, der als Advanced Command Fighter sowohl Waffen tragen als auch als Koordinierungsplattform für unbemannte Systeme dienen sollte – diese konzeptionelle Grundüberlegung nannte Luftwaffeninspekteur Karl Müllner am (gestrigen) Mittwochabend in Berlin.

Zitat:
Ein NextGenWS [Waffensystem der nächsten Generation], als zukünftiges komplementäres System zum Waffensystem EUROFIGHTER im Systemverbund FCAS [Future Combat Air System] und in Teilbereichen als möglicher Nachfolger des Waffensystems TORNADO, ist auf die zukünftigen Anforderungen luftgestützter Waffensysteme auszurichten.

(…)

Das NextGenWS könnte dabei unbemannt, bemannt, aber auch optional bemannt sein.

Eine Festlegung hierzu ist im Rahmen weiterer Analysen und im Kontext einer europäischen Lösung zu treffen.

Zum bruchfreien Erhalt der derzeitigen Fähigkeiten durch die Bundeswehr wäre das Erreichen der Initial Operational Capability eines NextGenWS spätestens zum Nutzungsdauerende des Waffensystems TORNADO erforderlich. Der strategischen Linie folgend soll dies multinational erfolgen. Mit der Definition der konzeptionellen Vorstellungen wie auch operationellen Anforderungen für ein FCAS im Schwerpunkt im Jahr 2016 werden die Grundlagen für konkrete europäische Kooperationen geschaffen.



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 Betreff des Beitrags: Re: Bundeswehr plant neuen Kampfjet
BeitragVerfasst: 20. Jun 2016, 19:14 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20760
Airbus DS defining FCAS aircraft requirements with Bundeswehr

Bild

Zitat:
Airbus Defence and Space (DS) is currently working with the German armed forces (Bundeswehr) to identify future threats and capability needs to inform its work on the Future Combat Air System (FCAS), a senior company official told reporters on 20 June.

Speaking at the company's Ottobrun facility near Munich, Alberto Gutierrez, head of the Eurofighter programme, said that Airbus DS and the Bundeswehr are looking at expected operational requirements and the latest technologies that will be available in the 2030-40 timeframe that the FCAS is expected to enter into service.



Zitat:
On the topic of the German Air Force’s (Luftwaffe) Future Combat Air System (FCAS), Gutierrez said: “They want us to investigate a TORNADO replacement, complimentary to the Eurofighter TYPHOON. Man-Unmanned Teaming is one of the technologies involved. We believe it will be a non-manned aircraft that carries bombs, being controlled by a manned aircraft (a two pilot aircraft). We are currently working with the Luftwaffe, seeing that it will not be a starting from scratch aircraft, as it will not be inexpensive."



OSBORNE Tony: Aged Warrior, in: Aviation Week & Space Technology, June 20 - July 3 (2016), p. 35

Zitat:
But while Tornado partners Britain and Italy are Downsizing their fleets ahead of the type’s retirement, Germany has no clear plan to replace the aging aircraft.

Britain intends to remove the Tornado from service in April 2019, f lling the gap with the Typhoon and F-35 Joint Strike Fighter. Italy is on the same path but will retire ist aircraft in the 2025 time period.

Zitat:
So without any clear direction from politicians, industry may have to be ready to help the Tornado limp through until 2040, by which time the aircraft will have been in service nearly 60 years.

Earlier this year, the German defense ministry published its aviation strategy, which hints at replacing the Tornado with a new capability — the so-called NextGen Weapon System (NextGen WS) — taking a lead role in any new multinational program that could follow.

There has been little sign of any tangible progress, however. At the recent Berlin ILA Airshow, industry officials said no meaningful discussions were in play.

“The ministry of defense and the air force have to make up their minds about what they really want,” said one official. Others have described the NextGen WS as a placeholder meant to indicate to industry officials that a commitment to a new program will be forthcoming.

Panavia, the company that manages the aircraft, has started to prepare a rolling upgrade road map to keep the fighter relevant for Germany until 2035 — long after the other nations have retired theirs, including export customer Saudi Arabia.

Unlike with the Typhoon, the four-nation partner fleet of which is upgraded to largely the same standard, Tornado upgrades have largely deviated, with each Country adhering to disparate national requirements. Britain’s aircraft received a midlife upgrade in the form of the GR4; the Tornados now have the capabilities, sensors and weapons for operations from medium altitudes, rather than ground-hugging operations envisaged for the Cold War.

Germany and Italy initially followed similar paths, opting for the Avionics System Software Tornado Ada (ASSTA) spiral upgrade package, but Italy abandoned this route after the ASSTA 2 package, leaving Germany to continue with the next ASSTA 3.0 and 3.1 upgrades.

The ASSTA 3.1 program recently obtained national clearances, and three aircraft are now undergoing final evaluations, with the aim of retrofitting all 85 German Tornados by the end of 2018.

Jointly, ASSTA 3.0 and 3.1 installed a Multifunctional Information Distribution System/Link 16 capability and new
radios, and integrated the ability to drop the laser-guided version of the Joint Direct Attack Munition. New displays have been f tted into the rear cockpit, and a more capable software version allows the aircraft to cope with more Link-16 messages, potentially allowing it to take on mission commander roles.

Panavia is in a study phase for the ASSTA 4.0 upgrade planned to fly around 2018; follow-ons are also being considered.

Among the numerous near-time upgrades for Tornados are installation and integration of the new Saab-built BOZ-101 EC self-protection pod, which adds additional chaff/flare dispensers and missile-warning capabilities.

The Luftwaffe also wants to integrate a new smart laserguided bomb and will make a decision on a new antiradiation missile, likely to be the advanced antiradiation guided missile to replace the AGM-88 high-speed antiradiation missile, which is now the primary weapon of the aircraft’s S/DEAD role. The Tornado ECR (electronic combat/reconnaissance) is a specialized SEAD of shoot of the original Tornado. Other options being studied are beyond-line-of-sight communications for voice and data and a wider cockpit head-up display. Taking the aircraft out to 2040, however, may mean a costly overhaul, at least in terms of an internal electrical system if Tornado is to live on.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundeswehr plant neuen Kampfjet
BeitragVerfasst: 27. Jul 2016, 15:01 

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Airbus busca socios para desarrollar un nuevo avión de combate

Airbus sucht nach Partnern zur Entwicklung eines neuen Kampfflugzeugs

Zitat:
La división militar de Airbus Group ha recogido el guante lanzado el pasado enero por el Ministerio de Defensa alemán sobre la exploración de ideas para un futuro avión de combate. Airbus Defence and Space (Airbus DS) ya está apoyando la iniciativa “y ayuda a explorar diferentes opciones”, según ha explicado a Infodefensa.com una fuente oficial de la compañía.

El Sistema de Combate Aéreo del Futuro (o FCAS, como ya es conocido el proyecto por sus siglas en inglés) “estaría destinado a sustituir aviones que actualmente están en servicio como son los Tornados, F18 o Mirage 2000”, explica la fuente. “El concepto con el que estamos trabajando sería un avión de combate, complementario al Eurofighter y con dos asientos, uno dedicado a comandar el avión y otro para controlar el entorno y situación de combate”, añade.

Zitat:
“En este momento del programa no sólo se buscan posibles países interesados sino también compañías que quieran sumarse aportando conocimiento y tecnología”, añade la fuente de la empresa. Por ahora se trata de mirar “adelante para ofrecer soluciones concretas en las cuales esperamos que Airbus Defence and Space pueda jugar un papel relevante”.

Entre las alternativas en estudio se incluye “un avión de combate tripulado con capacidad de operar en un entorno combinado de aviones tripulados y no tripulados”. La empresa hace hincapié en que no contemplan al FCAS “como un sustituto del Eurofighter sino como un complemento, una plataforma capaz de interactuar tanto con los Eurofighter como con aviones no tripulados”. Se trata, añade su portavoz, de “dos conceptos de avión de combate bastante diferentes”.



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 Betreff des Beitrags: Re: Bundeswehr plant neuen Kampfjet
BeitragVerfasst: 03. Okt 2017, 13:29 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20760
Merkposten: Luftwaffe fragt nach Daten von F-15 und F/A-18

Zitat:
Die Luftwaffe und das deutsche Verteidigungsministerium haben an das US-Militär eine Anfrage nach den geheimen (Leistungs)Daten der US-Kampfflugzeuge F-15 und F/A-18E/F gestellt. Die Bundeswehr wolle sich damit weitere Informationen für eine Marktübersicht für einen möglichen Nachfolger des Kampfflugzeuges Tornado verschaffen, berichtete Reuters am vergangenen Freitag:

    Germany has asked the U.S. military for classified data on two Boeing fighter jets as it looks to replace its ageing Tornado warplanes from 2025, giving a boost to the U.S. company locked in a trade dispute with Canada and Britain.

    A letter sent by the German defence ministry’s planning division, reviewed by Reuters, said it had identified Boeing’s F-15 and F/A-18E/F fighters as potential candidates to replace the Tornado jets, which entered service in 1981.

    A classified briefing is expected to take place in mid-November, following a similar briefing provided by U.S. officials about the Lockheed Martin Corp F-35 fighter jet in July.

Nach den Daten des F-35 hatte die Luftwaffe bereits im April gefragt. Die Marktsichtung ist Teil der Vorbereitung für die – noch eine Weile ausstehende – Entscheidung über die Tornado-Nachfolge und dürfte noch kein Indiz für die Auswahl sein.



Bericht der Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt

Die deutsche Luft- und Raumfahrt – Innovation und Hochtechnologie für eine Welt im Wandel


23.03.2017

Zitat:
Auch die mögliche Entwicklung eines Next Generation Weapon Systems im Rahmen des Future Combat Air Systems (Entwicklungsarbeit nicht vor 2020) trägt maßgeblich zur Aufrechterhaltung von Versorgungssicherheit, Kooperationsfähigkeit und der hierzu erforderlichen Ingenieurskapazitäten bei.



Zuletzt geändert von theoderich am 03. Okt 2017, 23:51, insgesamt 1-mal geändert.

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