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BeitragVerfasst: 06. Sep 2017, 08:18 

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theoderich hat geschrieben:
Kampfjet-Beschaffung könnte finanziellen Engpass verursachen


Im aktuellen Programm soll ja auch das Nachfolgeprogramm von Bodluv2020 verankert werden. Aber eher nach dem Motto: Mit dem Geld, das von den Fliegern übrigbleit.
Und alleine dafür braucht man doch Mrd, ein klassisches System dafür wäre Patriot bzw MEADS. Und unter ein paar Mrd tut sich da nix.
Das geht relativ unter in der aktuellen Situation, oder?
-->Auch in der Schweiz gibt es sicherheitspolitisch höchstrelevante Themen, die, vermutlich auch aufgrund der Kosten, unter den Tisch fallen...
Einer der wenigen aktuelleren Beiträge, die ich zu "Raketenabwehr" gefunden habe:
http://www.lilienberg.ch/blog/bodluv-20 ... z-112.html


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BeitragVerfasst: 06. Sep 2017, 11:08 

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Noch zwei Artikel über die Nachbeschaffung F/A-18

https://www.derbund.ch/news/standard/das-sind-die-fuenf-kampfjets/story/29587506

Die Schweizer kleckern wirklich nicht ...

https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/ ... -131682101


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BeitragVerfasst: 04. Okt 2017, 09:55 

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MADER Georg: Swiss considering F-35 amid plan for 40 new jets (18. September 2017)

Zitat:
While a SwAF evaluation commission for the new combat aircraft – currently dubbed the NKF (Neues Kampfflugzeug) – have met with external experts 14 times since April 2016, several approaches to the acquisition remain under deliberation.

An internal 200-page report seen by Defence IQ seems to support an option of 30 new combat aircraft plus the GBAD system. However, Parmelin has pushed instead for a “more realistic” solution, aimed at appeasing both military and political parties. The most expensive option meanwhile cited 55-70 fighters and long-range SAMs for around $15-18bn.

The Bundesrat reportedly agreed on the general lines of Parmelin’s option but a majority did not initially agree with the longer-term financial implications. Ministers asked Parmelin for more detailed calculations of the budget impact, given that spending will require an additional $1bn per year from 2023 to 2032 and will no doubt impact the procurement plan already approved for the rest of the Swiss Armed Forces.

A government spokesman said the Bundesrat would probably decide later this year on the launch date for a Request for Proposals (RFP) providing it receives a satisfactory answer to its questions.

According to the MoD, the RFP will be sent to Saab for the Gripen-E/F; Airbus for Typhoon (probably with the Tranche 3 with active electronically scanned array radar); Dassault for Rafale (probably the F4 version); Boeing for the F-18E/F (probably the Super Hornet Advanced) and Lockheed Martin for the F-35.

The choice of companies clearly indicates that SwAF intends to regain an air-to-ground capability lost in 1994 with the Hawker ‘Hunter’ and a recce-capability lost in 2003 with the retirement of the Mirage IIIRS.

The new motion is not said to be disturbing plans to extend the service-life of the existing F/A-18s. In spring of 2017, Switzerland’s ‘Army Report 2017’ was accepted by majority, including a $509m agreement to upgrade and modernise the Hornet fleet. The aircraft will receive structural upgrades, replacement of obsolete avionics and a new BVR missile. Ministers however rejected (97 against 85) the proposed plan to add an air-to-ground capability. That capability has reportedly been added to the new jet procurement plan.

Renewed public support

The MoD is requesting almost three times the $3.2bn it would have cost to procure 22 JAS-39E Gripens to replace the obsolete F-5 Tiger, which fell through in May 2014.

Swiss sources told Defence IQ that the government initially considered conducting the procurement with funds “buried” in the defence budget in order to avoid a referendum. That idea has clearly been shelved by Parmelin who perhaps now sees a greater likelihood of citizens voting in favour of new fighters as part of an overall modernisation plan, long before a decision is made on what aircraft is to be selected.

The 2014 referendum was held after negotiations with Saab, leading to left-wing, anti-arms voters uniting with supporters of the Swiss military who rejected the Gripen-E for what was perceived as insufficient in capability or too expensive. A speedy referendum is now being planned for 2019.

The latest public polls conducted by Swiss media have shown a tendency to support a new fighter but a rejection of the F-35 as too expensive.



Voranschlag 2018 mit integriertem Aufgaben- und Finanzplan 2019-2021 (7. September 2017)

    https://www.efv.admin.ch/efv/de/home/finanzberichterstattung/finanzberichte/budget.html#-373707372

    Zitat:
    PROJEKTE UND VORHABEN 2018

      Weiterentwicklung der Armee (WEA): Etablierung neue Führungsstruktur; Bildung der Verbände; Umsetzung Anforderungen für Leistungen in Einsätzen und Ausbildung; Abschluss erste Ausbildung zur Umsetzung des Bereitschaftsmodells; Auswertung der Lehren und Ableitung der Massnahmen für 2019

      Programm FITANIA (Führungsinfrastruktur, Informations-Technologie und Anbindung Netzinfrastruktur Armee):

        Projekt Rechenzentren VBS/Bund: Rohbau des Rechenzentrums CAMPUS in Frauenfeld

        Projekt Führungsnetz Schweiz: Weitere Härtung Backbone, Etappe 2 sowie Anbindung von Nutzerstandorten

        Projekt Telekommunikation der Armee: Beschaffungsvorbereitung für die Ablösung Integriertes Militärisches Fernmeldesystem

      Ausbau der Interventionsfähigkeit der Luftpolizei 24 (LP24) in Richtung 24 Stunden pro Tag: Konsolidierung der Bereitschaft von 8.00–18.00 täglich, inklusive Wochenende und Feiertage; Vorbereitung des nächsten Ausbauschritts zur weiteren Ausdehnung der Bereitschaftszeiten

      Neues Kampfflugzeug (NKF): Projektstart



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BeitragVerfasst: 08. Nov 2017, 11:07 

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Bundesrat berät erneut über neue Kampfjets

Zitat:
Der Verteidigungsminister unterbreitet laut mehreren Quellen in der Bundesverwaltung das Geschäft heute Mittwoch erneut dem Gesamtbundesrat. Dabei soll der Umfang der Beschaffung dem Vernehmen nach ungefähr gleich sein wie beim ersten Antrag, mit dem Parmelin Anfang September noch abgeblitzt ist: 30 bis 40 Kampfjets plus ein bodengestütztes Flugabwehrsystem (Bodluv) in einem Kostenrahmen von 8 bis 9 Milliarden Franken.

Finanzielle Bedenken

Anfang September blieb es im Bundesrat bei einer ersten Aussprache. Eine Mehrheit in der Landesregierung war damals nicht grundsätzlich gegen die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge, sondern hatte Bedenken aus primär finanziellen Gründen. Unter anderem geht es um die Frage, wie ein milliardenschweres Luftverteidigungssystem von Flugzeugen und Bodluv über das ordentliche Budget finanziert werden kann.

Zitat:
Beim zweiten Versuch Parmelins gibt es dem Vernehmen nach erneut Widerstand aus mehreren Departementen in Form sogenannter Mitberichte. Dabei wird offenbar auch kritisiert, dass eine sicherheitspolitische Gesamtschau fehle. Der Bereich Cyber-Defence und dafür nötige Mittel würden in Parmelins Antrag etwa kaum berücksichtigt. Dass der Bundesrat das Kampfjet-Geschäft im zweiten Anlauf beschliesst, ist darum noch nicht sicher.



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BeitragVerfasst: 08. Nov 2017, 18:35 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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Erneuerung der Mittel zum Schutz des Luftraums: Bundesrat fällt Grundsatzentscheide

Zitat:
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 8. November 2017 Grundsatzentscheide zur Erneuerung der Mittel zum Schutz des Schweizer Luftraums getroffen. Die Schweiz soll neue Kampfflugzeuge und ein neues System für die bodengestützte Luftverteidigung beschaffen. Dafür sollen maximal 8 Milliarden Franken eingesetzt werden. Für diese und weitere Investitionen wird das Armeebudget ab 2021 um jährlich jeweils 1,4 Prozent wachsen. Der Bundesrat hat das VBS beauftragt, bis Februar 2018 Varianten für mögliche Vorlagen zu erarbeiten. Geprüft werden sollen ein Planungsbeschluss, eine Revision des Militärgesetzes, der übliche Weg über die Armeebotschaft oder andere Möglichkeiten.

Zitat:
Der Bundesrat hat entschieden, für die neuen Mittel zum Schutz des Luftraumes maximal 8 Milliarden Franken zu investieren. Mit diesem Finanzrahmen lässt sich die angestrebte Leistungsfähigkeit erreichen und die sicherheitspolitischen Anforderungen erfüllen. Gleichzeitig bewegen sich die Kosten in einem Rahmen, den der Bundesrat als vertretbar und finanzierbar erachtet.

Erhöhung des Armeebudgets

Neben der Erneuerung der Mittel zum Schutz des Luftraumes stehen im kommenden Jahrzehnt weitere Investitionen an, auch für den Ersatz von Hauptwaffensystemen der Bodentruppen, die in absehbarer Zeit das Ende ihrer Nutzungszeit erreichen. Insgesamt sind von 2023 bis 2032 Investitionen mit Rüstungsprogrammen von insgesamt bis zu 15 bis 16 Milliarden Franken nötig. Die Armee selber kann aus ihrem heutigen Budget von rund 5 Milliarden Franken pro Jahr jeweils 1 Milliarde Franken für Rüstungsprogramme einsetzen.

Um die nötigen Investitionen finanzieren zu können, will der Bundesrat den Zahlungsrahmen der Armee in den kommenden Jahren kontinuierlich erhöhen. Dem Armee-Budget soll insgesamt eine Wachstumsrate in der Grössenordnung von 1,4 Prozent pro Jahr eingeräumt werden. Zudem soll die Armee den Aufwand für den Betrieb real stabilisieren, so dass dieses Wachstum grösstenteils für Rüstungsinvestitionen zur Verfügung steht.

Transparenz bei Kompensationsgeschäften

Der Bundesrat hält am Grundsatz fest, wonach ausländische Lieferanten den Kaufpreis zu 100 Prozent durch die Vergabe von Aufträgen in der Schweiz kompensieren müssen. Das bringt der Schweizer Volkswirtschaft zusätzliche Aufträge, schafft Arbeitsplätze und Schweizer Unternehmen erhalten Zugang zu Spitzentechnologien. Dabei soll maximale Transparenz in der Abwicklung der Kompensationsgeschäfte hergestellt werden. Dazu gehört ein Register, aus dem ersichtlich ist, welche Schweizer Unternehmen Aufträge für mehr als 100‘000 Franken erhalten haben, die bei diesen Offset-Verpflichtungen angerechnet werden.

Weiteres Vorgehen

Der Bundesrat hat das VBS beauftragt, bis im Februar 2018 Varianten über mögliche Vorlagen auszuarbeiten. Geprüft werden sollen verschiedene Möglichkeiten: Ein sogenannter Planungsbeschluss gemäss Artikel 28, Absätze 2 und 3 des Parlamentsgesetzes würde festhalten, was der Zweck der Erneuerung der Mittel zum Schutz des Luftraums ist und dass dazu eine Kombination von Kampfflugzeugen und bodengestützter Luftverteidigung nötig ist, zudem soll er den Kostenrahmen von 8 Milliarden Franken festlegen. Dieser Planungsbeschluss würde dem fakultativen Referendum unterstehen. Eine andere Möglichkeit wäre eine Revision des Militärgesetzes; hier könnte ein neuer Gesetzesartikel den Schutz des Luftraums und die dafür nötigen Mittel umschreiben. Diese Gesetzesrevision würde ebenfalls dem fakultativen Referendum unterstehen. Geprüft werden sollen auch der für Rüstungsvorhaben übliche Weg über die Armeebotschaft oder andere Möglichkeiten.

Weiter soll das VBS für die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge im kommenden Jahr mit Anfragen an die Hersteller Airbus, Boeing, Dassault, Lockheed-Martin und Saab beginnen. Nach einer allfälligen Referendumsabstimmung kann sich der Bundesrat voraussichtlich 2020 für einen Flugzeugtyp entscheiden. Ab 2025 sollten die Flugzeuge ausgeliefert werden. Parallel findet die Evaluation und Beschaffung eines Systems der bodengestützten Luftverteidigung grösserer Reichweite statt.



Schutz des Luftraumes



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BeitragVerfasst: 08. Nov 2017, 20:45 

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https://www.swissinfo.ch/ger/bundesrat-will-fuer-8-milliarden-kampfjets-und-raketen-kaufen/43660438


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BeitragVerfasst: 11. Nov 2017, 10:35 

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«Wir haben 8 Millionen Flugzeugexperten»

Zitat:
Herr Parmelin, die Erneuerung der Luftverteidigung soll acht Milliarden Franken kosten – ein schwindelerregender Betrag angesichts eines eher unwahrscheinlichen Luftangriffs auf die Schweiz.

    Es geht um nichts Geringeres als den Schutz der Schweizer Bevölkerung vor Angriffen aus der Luft. Aus diesem Grund müssen wir das Gesamtbild im Auge behalten. Die Luftwaffe hat verschiedene Aufgaben, für die sie Kampfjets benötigt. Sie wird ab 2021 rund um die Uhr Luftpolizeidienst leisten. Hinzu kommen Situationen mit erhöhten Spannungen, etwa wenn zwei internationale Konferenzen gleichzeitig stattfinden. Oder auch bei Konflikten in Europa wie im Kosovo Ende der neunziger Jahre. Und dann gibt es noch den Fall eines Luftangriffs. Wer weiss schon, wie Europa im Jahr 2055 aussieht.

Auf welches Szenario sind die acht Milliarden ausgerichtet?

    Sie sind für den Luftpolizeidienst, erhöhte Spannungen in Europa und einen möglichen Angriff aus der Luft. Würde der Luftangriff länger als zwei Monate dauern, hätten wir wohl zu wenig Kapazitäten. Dafür würde nicht einmal die Maximalvariante mit 70 neuen Kampfflugzeugen ausreichen. Die acht Milliarden sind aber nicht nur für Kampfflugzeuge, sondern auch für die bodengestützte Luftverteidigung. Beide Systeme zusammen ergeben ein effizientes Gesamtsystem.

Aber gerade dies wird als Argument für neue Kampfjets vorgebracht: Die Luftwaffe muss das Land verteidigen können.

    Das ist richtig, aber vor allem in einer Zeit mit grossen Krisen. Die Armee muss mit den Kampfjets und der bodengestützten Luftverteidigung beispielsweise unbekannte Flugobjekte, die in den Schweizer Luftraum eindringen, abfangen können.

Können Sie das Bedrohungsszenario für die Schweiz konkretisieren?

    Während des Kosovo-Krieges mussten wir schauen, dass der Schweizer Luftraum und damit unsere Neutralität von den Kriegsparteien nicht verletzt wird. Wir könnten dies auch delegieren. Aber dann könnten wir gleich die Armee abschaffen und wären dann weder neutral noch glaubwürdig.

Was wäre ein Szenario eines Luftangriffs gegen die Schweiz?

    Ein Angriff auf die Schweiz ist zurzeit glücklicherweise wenig wahrscheinlich. Aber wir dürfen nichts ausschliessen und müssen langfristig denken: Der Kauf der Kampfflugzeuge ist eine Investition für die nächsten 20 bis 30 Jahre. Ohne eine starke Luftwaffe wären wir bei einem Angriff schutzlos ausgeliefert.

Der Bundesrat hat noch nicht entschieden, ob das Stimmvolk das letzte Wort haben soll zu den neuen Kampfflugzeugen. Was ist Ihre Meinung?

    Ich habe keine Angst, das Geschäft vor dem Volk zu verteidigen. Zu den beiden letzten Kampfjet-Beschaffungen gab es Abstimmungen. Ich werde dem Bundesrat verschiedene Varianten vorschlagen. Eine davon ist der Planungsbeschluss. Dabei ginge es um einen Grundsatzentscheid, der dem Referendum unterstellt wäre: eine gewisse Anzahl neuer Kampfjets und ein neues System zur Flugabwehr für einen bestimmten Betrag. Eine weitere Variante wäre eine Änderung des Militärgesetzes, die dem Referendum unterstellt wäre. Hier stört mich, dass das Militärgesetz indirekt benutzt würde für ein Finanzreferendum. Wir werden nun Vor- und Nachteile mehrerer Varianten prüfen.

Verstehen wir Sie richtig: Sie sind für eine Volksabstimmung?

    Ich überlasse Ihnen die Interpretation.

Ihre Partei betont regelmässig die Bedeutung des Volkswillens.

    Ich habe Vertrauen in das Stimmvolk. Es äussert sich zu extrem komplexen Vorlagen. Ich würde dem Volk die Bedeutung der Kampfjets und der bodengestützten Luftverteidigung erklären. Acht Milliarden Franken sind ein grosser Betrag. Doch wie viel Geld geben wir jedes Jahr für andere Bereiche beim Bund aus? Dazu wird nie eine Volksabstimmung gefordert.

2014 hat das Volk das 3-Milliarden-Budget für den Gripen als Tiger-Teilersatz abgelehnt. Jetzt geht es um deutlich mehr. Sind Sie zuversichtlich, dass das Volk trotz dem viel höheren Betrag zustimmt?

    Jetzt müssen wir die gesamte Flotte ersetzen. Zudem brauchen wir auch ein neues System für die Fliegerabwehr. Aufgrund der technischen Entwicklung sind Jets und Systeme teurer geworden. Die Kosten für die Flugzeuge ergeben einen Systempreis, welcher auch die Installationen am Boden einschliesst. Wir gehen von einem durchschnittlichen Preis eines Kampfflugzeugs inklusive Ausrüstung, Bewaffnung und Logistikpaketen von rund 200 Millionen Franken aus. Diese Faktoren erklären die höheren Kosten.

Trotzdem sind Sie zuversichtlich?

    Eine Abstimmung ist nie ein Sonntagsspaziergang. Die Gegner werden mit den Emotionen spielen. Ich staune aber immer wieder, wie die Stimmbürger eine Vorlage studieren und sich eine Meinung bilden. Wir müssen nüchtern den Bedarf und die sicherheitspolitischen Aspekte erklären. Kleinste Zweifel über die Notwendigkeit können zu einer Ablehnung führen.

Falls es eine Abstimmung gibt, wird sie laut Fahrplan des Bundesrats nicht über den Flugzeugtyp sein. Ist dies eine Lehre aus dem Gripen-Nein?

    In der Schweiz haben wir acht Millionen Flugzeugexperten. Aber bei einer Abstimmung sollte es um die allgemeine Frage zu neuen Kampfjets gehen. Trotzdem schliesse ich nicht aus, dass über einen Flugzeugtyp abgestimmt wird.

Welches Flugzeug hätten Sie denn gerne?

    Ich habe keine Präferenz. Meine Kriterien sind: Wirksamkeit, Zweckmässigkeit, Wirtschaftlichkeit. Nach diesen Leitlinien wird übrigens auch die Vergütungspflicht von ärztlichen Leistungen in der Krankenversicherung festgelegt. Wir müssen realistisch und pragmatisch sein.

Ist es wirklich sinnvoll, auch den F-35 zu evaluieren – ein amerikanischer Jet und teuer dazu?

    Wir haben das Feld im Vergleich zur letzten Evaluation bewusst geöffnet. So können wir auch neue Technologien und Flugzeugtypen prüfen. Zahlreiche europäische Länder haben sich für den F-35 entschieden.

Zitat:
Wie soll Armasuisse all diese Beschaffungsprojekte bewältigen? Sie hatte schon für die nun sistierte Evaluation von Bodluv zu wenig Kapazitäten.

    Da bin ich zuversichtlich. Wir haben mit verschiedenen Massnahmen Armasuisse verstärkt, beispielsweise mit internen Verschiebungen und der Anstellung von zusätzlichen Mitarbeitern.



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BeitragVerfasst: 15. Nov 2017, 18:08 

Registriert: 18. Mai 2014, 18:24
Beiträge: 244
5 Flugzeug Typen sind im Gespräch

https://www.swissinfo.ch/ger/politik/8- ... e/43672442


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