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BeitragVerfasst: 16. Sep 2016, 13:50 

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BeitragVerfasst: 14. Okt 2016, 10:04 

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Agenda Rüstung zeigt Wirkung (29. September 2016)


    4. Bericht des Bundesministeriums der Verteidigung zu Rüstungsangelegenheiten, September 2016

    Zitat:
    Exemplarisch für die vielfältigen Ursachen dieser Verzögerungen werden aus der Perspektive „Zeit“ einige Projekte näher beleuchtet:

      • Verzögerungen im Projekt PUMA ergeben sich maßgeblich aus dem noch nicht stabilen Serienzulauf der Fahrzeuge. Mit Stand 1. September 2016 wurden 87 Fahrzeuge ausgeliefert. Damit liegt der Auftragnehmer hinter der für diesen Zeitpunkt vertraglich vereinbarten Stückzahl von 151 zurück. Die Verzögerungen beim Serienzulauf begründen sich vor allem durch Qualitätsmängel bei Baugruppen, die bei der Inbetriebnahme und Endmontage auffallen. Dadurch verschiebt sich das Ende der Auslieferung gegenüber dem vertraglich vereinbarten Termin um voraussichtlich sieben Monate.

    Zitat:
    Darüber hinaus werden einzelne Systeme durch zusätzliche Fähigkeiten kontinuierlich verbessert:

      • Für den PUMA ergibt sich insbesondere aus Einsatzerfahrungen (Schützenpanzer MARDER) und Erkenntnissen aus der Einsatzerprobung die Notwendigkeit von Leistungsverbesserungen und somit verbesserten Fähigkeiten. Wesentlich sind geplante wichtige Sichtmittelverbesserungen für die Besatzungen und Schützentrupps. Zur Umsetzung ist neben den notwendigen technischen Komponenten ein tiefer Eingriff in das Gesamtsystem des PUMA (350 Fahrzeuge) erforderlich. Darüber hinaus sollen auch Verbesserungen der Ausbildungsmittel (Ausbildungsgerät Duellsimulation) erfolgen. Insbesondere für die Umsetzung dieser Leistungsverbesserungen ergibt sich der weitergehende Bedarf von 585 Mio. Euro. Die parlamentarische Befassung ist für das Jahr 2017 vorgesehen.



Umfassende Bestandsaufnahme und Risikoanalyse zentraler Rüstungsprojekte

Exzerpt

Stand 30. September 2014

Zitat:
Der Beginn der Nutzung im Deutschen Heer – mit noch nicht vollständiger Einsatzreife, insbesondere ohne die Waffenanlage MELLS – ist für November 2014 geplant. Dem stehen gegenwärtig noch die mangelnde Einsatzreife bezüglich der Führungsfähigkeit und der Integration in den Führungsverbund „System Panzergrenadier“ sowie der Sichtmittel (Integration von Farbsichtdisplays) entgegen.



Zuletzt geändert von theoderich am 16. Okt 2016, 00:38, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 15. Okt 2016, 19:12 

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BeitragVerfasst: 20. Okt 2016, 16:17 

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Weil es mit dem Puma so gut geht
müssen jetzt doch noch 200 Marder (schon richtig nicht 20 ) auf A6 Umgebaut werden
https://www.facebook.com/esutde/posts/1747270815533829:0


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BeitragVerfasst: 04. Jan 2017, 07:49 

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Zitat:
13.12.2016

100 SPz PUMA an die Bundeswehr ausgeliefert

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Am 13.12.2016 wurde beim Ausbildungszentrum in Munster von der PSM Projekt System & Management GmbH der SPz PUMA mit der laufenden Nummer 100 an den Leiter der Einführungsorganisation PUMA (EFO) übergeben. Die EFO ist das zentrale Bindeglied des Heeres für die Einführung des SPz PUMA an die Verbände der Panzergrenadiertruppe und wird auch in den nächsten Jahren Ausbildung und Material mit erfahrenem Personal zum funktionierenden System Panzergrenadier zusammenführen.

Neben den Waffensystemen wurden auch vielfältige Ausbildungsmittel an die mit den PUMAs betrauten Soldaten geliefert. Auch die Instandsetzungstruppe hat die Ausbildungs- und Instandsetzungstrainer für den Turm und das Fahrgestell erhalten und in Nutzung.

Zusätzlich zu den Schützenpanzern wurden zwischenzeitlich auch sieben Schulpanzer dem Ausbildungsbetrieb zugeführt und der letzte der beauftragten acht Fahrschulpanzer folgt nächsten Monat. Noch 242 Schützenpanzer werden bis zum Jahr 2020 an die Bundeswehr ausgeliefert.



InfoBrief HEER. Publikationsorgan des Förderkreises HEER Deutsches Heer e.V. (FKH), 21. Jg., Nr. 5, Dezember 2016 hat geschrieben:
Marder bis 2025 in Nutzung

Vor dem Hintergrund der heute noch nicht erreichten vollen Einsatzreife des Schützenpanzers Puma und der durch Deutschland eingegangen internationalen Verpflichtung, mindestens vier einsatzfähige Panzergrenadierbataillone für die High Readiness Forces bereitstellen zu können, muss der seit über 40 Jahren bewährte Schützenpanzer Marder
als Hauptwaffensystem der Panzergrenadiertruppe noch bis mindestens 2025 in Nutzung bleiben. Die Panzergrenadiertruppe wird über 200 Schützenpanzer Marder produktverbessert in Nutzung halten. Schwerpunkt der Produktverbesserung ist der Ersatz des Wärmebildgeräts und des Nachtsicht-Fahrgeräts des Kraftfahrers. Zusätzlich wird zurzeit eine Adaption des neuen Panzerabwehrsystems MELLS auf Schützenpanzer Marder entwickelt.



Zuletzt geändert von theoderich am 09. Mär 2017, 11:51, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 06. Mär 2017, 08:45 

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Zitat:
Die Panzergrenadiertruppe

Die Hauptwaffensysteme der Panzergrenadiertruppe sind die Schützenpanzer Marder mit 338 Systemen und Puma mit 92 Systemen im Heer (Stand Januar 2017).

Zitat:
Stand vom: 28.02.17



Bericht des Bundesministeriums der Verteidigung zur materiellen Einsatzbereitschaft der Hauptwaffensysteme der Bundeswehr

Zitat:
Im vorliegenden Bericht wird die Entwicklung der 56 Hauptwaffensysteme von Januar bis Oktober 2016 aufgezeigt [...].

Zitat:
4.5. Schützenpanzer PUMA

Der Schützenpanzer (SPz) PUMA ist ein nicht einsatzreifes Waffensystem.

Zur Einführung des SPz PUMA hat das Heer eine spezielle Einführungsorganisation aufgestellt.

Der Gesamtbestand der Bundeswehr beläuft sich derzeit auf 89 Systeme.

Dem Heer standen im betrachteten Zeitraum durchschnittlich 48 Systeme zur Verfügung, davon durchschnittlich einsatzbereit 23 Systeme; dies entspricht im Mittel einer ca. 48%igen materiellen Einsatzbereitschaft.

Die materielle Einsatzbereitschaft ist unzureichend. Die Qualität der ausgelieferten SPz PUMA hat sich zwar in den letzten Monaten verbessert, jedoch haben sich die Lieferraten der Industrie noch nicht verstetigt.

Mit Blick auf das Herstellen der Einsatzreife sind die zügige Verbesserung der Führungsmittelausstattung, die Verbesserung der Sichtmittel Wanne und die Steigerung der Wirksamkeit (MELLS und TSWA) erforderlich. Zudem müssen sich die Lieferraten 2017 verstetigen und die Instandsetzungsleistungen (insbesondere Verfügbarkeit der Ersatzteile) deutlich verbessern.

Vor diesem Hintergrund wird das Herstellen der Einsatzreife nicht vor 2024 erwartet.

Bis zur Einsatzreife des SPz PUMA muss und wird sich das Heer auf das verfügbare System SPz MARDER abstützen, um u.a. die eingegangenen Bündnisverpflichtungen erfüllen zu können.



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BeitragVerfasst: 29. Mär 2017, 15:21 

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Bundeswehr orders 1,000 Spike LR ATGMs

Zitat:
The German parliament gave the green light on 22 March for the Bundeswehr to procure 1,000 Israeli-designed Spike LR anti-tank guided missiles (ATGMs) and 97 corresponding launcher units worth EUR158.3 million (USD172 million) from EuroSpike under the Bundeswehr's multirole guided missile system (MELLS) programme.

The contract breaks down into EUR112.4 million for the missiles themselves, EUR25.6 million for the launchers, and EUR20.3 million for integration into the Bundeswehr's AGDUS laser-based training and simulation system.

The procurement is to begin in 2018, with 104 missiles and 39 launcher units to be procured by 2020. The German Ministry of Defence (MoD) expects additional user costs for MELLS of EUR25 million projected over the course of 20 years until 2037, as well as EUR18.7 million in user costs for the AGDUS components.


Zitat:
Das Lenkprinzip und die angebotenen „Modes of Operation“ (fire & forget; fire & observe; manual steering) eröffnen neben der Basisfähigkeit fire & forget die Möglichkeit der Bekämpfung verdeckter Zielen (non line of sight), das Einleiten von Gegenmaßnahmen und den Missionsabbruch. Gleichzeitig erhält der Schütze Informationen über das Gefechtsfeld, die er aus seiner Position sonst nicht bekommen würde.


Die Möglichkeit der Haltepunktkorrektur während der gesamten Flugstrecke liefert eine hohe Treffgenauigkeit und in Verbindung mit dem leistungsfähigen Gefechtskopf eine hohe Zerstörwahrscheinlichkeit. Das Auffassen eines Ziels erfolgt mittels Wärmebildgerät oder Tagsichtvisier. Soll das aufgefasste Ziel bekämpft werden, wird der Flugkörper aktiviert. Ein im Sucher erscheinendes Fadenkreuz wird vom Schützen auf das Ziel aufgeschaltet. Damit ist das Ziel im Suchkopfaufgeschaltet (lock on) und die weitere Zielverfolgung geschieht im Prinzip automatisch. Dieser Zustand wird dem Schützen in der Zieloptik angezeigt. Der Abschuss des Flugkörpers kann dann erfolgen.


Nach dem Start fliegt der Flugkörper in einer überhöhten Flugbahn auf das Ziel zu. Dabei sieht der Schütze das von der Suchkopfkamera (entweder IR oder CCD) aufgefasste Bild des aufgeschalteten Ziels. Flugbahnkorrekturen sind nach der Aufschaltung und dem Abschuss des Spike jederzeit und bis kurz vor dem Aufschlag möglich. Ebenso kann bis zu diesem Zeitpunkt ein Missionsabbruch oder der Wechsel auf ein anderes Ziel durchgeführt werden. Mit abnehmender Distanz des Flugkörpers zum Ziel wird die Darstellung des Zieles größer und enthält detaillierte Informationen. Daher ist mit diesem Lenkkonzept eine hohe Ersttreffwahrscheinlichkeit garantiert. Durch die Möglichkeit, den Treffpunkt bis kurz vor dem Einschlag zu korrigieren, lässt sich der Flugkörper punktgenau in die Schwachstellen eines Zieles lenken und damit auch maximale Wirkung erzielen.

Panzerfahrzeuge können so auch auf 4.000 m Entfernung an der schwächsten gepanzerten Stelle getroffen werden. Gleiches gilt für Feldstellungen und Bunker. Spike LR kann auch in einer gestreckten Flugbahn gegen ein Ziel abgefeuert werden. So ist ein erfolgreicher und punktgenauer Angriff auf Bunkeranlagen oder Schießscharten von Feldstellungen mit diesem Flugkörper möglich. Die Zielauffassung und Zielauswahl erfolgt über die Sensoren der Waffenoptik. Die Darstellung des Suchkopfbildes in der Flugphase des Flugkörpers erfolgt auf den vorhandenen Sichtmitteln/Monitoren des Fahrzeuges. Informationen zum Betriebsstatus des Systems sind am Systembediengerät von GrpFhr oder TrpFhr verfügbar. Am zentralen Bediengerät erscheint MELLS daher als eine Waffenoption am Waffensystemschalter und durch einige zusätzlich notwendige Schalterfunktionen. Die in der Startplattform integrierte Spike Waffensystemelektronik bildet die Schnittstelle zum übrigen Waffensystem Puma. In dieser Komponente erfolgt die für das Flugkörpersystem spezifische Signalverarbeitung.



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BeitragVerfasst: 07. Apr 2017, 15:55 

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MELLS: BAAINBw beschafft weitere Lenkflugkörper-Systeme

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Zitat:
Am 31. März unterzeichnete das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) zwei Verträge mit der Firma EuroSpike GmbH zur Beschaffung weiterer 1.000 Lenkflugkörper und 97 Waffenanlagen des Mehrrollenfähigen Leichten Lenkflugkörpersystems (MELLS).

Zitat:
Die nun beauftragte Ergänzungsbeschaffung umfasst 1.000 Lenkflugkörper und 97 Waffenanlagen samt Zubehör. Das Auftragsvolumen für diese beiden Verträge liegt bei etwa 137 Millionen Euro. Zur Minimierung von vertraglichen Risiken für den öffentlichen Auftraggeber wurden Vorgaben aus dem Vertragsmanagement-Handbuch des BAAINBw in den Vertrag mit aufgenommen.

Aus vorherigen Verträgen sind bereits etwa 1.500 Lenkflugkörper und 16 Waffenanlagen MELLS an die Truppe ausgeliefert worden. Die nun bestellten zusätzlichen MELL-Systeme sollen ab dem zweiten Halbjahr 2018 mehrheitlich an die Infanterie ausgeliefert werden.

Auftragnehmer ist die Firma EuroSpike GmbH aus Röthenbach. Entwickelt wurde das System von der israelischen Firma Rafael Advanced Defense Systems Ltd., die nun gemeinsam mit den Firmen Diehl Defence GmbH & Co. KG und Rheinmetall Defence Electronics GmbH auch als Unterauftragnehmerin an dem Auftrag beteiligt ist.


Eigenartig, dass das BAAInBW die AGDUS-Integration nicht in den Auftragswert einberechnet.


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BeitragVerfasst: 20. Apr 2017, 19:42 

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Land Forces Symposium 2016
Future Infantry Fighting vehicle (IFV)

Benjamin W.F. Brok – Program Manager IFV Puma



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BeitragVerfasst: 29. Apr 2017, 08:59 

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5. Bericht des BMVg zu Rüstungsangelegenheiten, April 2017 (Teil 1)

Zitat:
Schützenpanzer PUMA

[...]

Wesentliche Änderung seit der letzten Berichterstattung/ Entwicklung 18. Legislaturperiode

Nach erfolgreichem Abschluss der technischen Erprobung und der taktischen Einsatzprüfung in den Jahren 2013 und 2014 konnte dem neuen Schützenpanzer (SPz) PUMA im Juli 2015 die Genehmigung zur Nutzung erteilt werden. Bereits seit April 2015 werden die Panzergrenadiere des Deutschen Heeres auf diesem Waffensystem ausgebildet. Die anfänglichen Schwierigkeiten im Serienproduktionsprozess sind mittlerweile größtenteils überwunden. Mit zunehmender Stabilisierung der industriellen Fertigungs- und Qualitätsmanagementprozesse haben sich in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 die Auslieferungszahlen des SPz PUMA verstetigt. Das industrieseitig zugesagte Minimalziel, 59 Fahrzeuge in 2016 auszuliefern, ist mit insgesamt 64 ausgelieferten Fahrzeugen übertroffen worden. Zum Stichtag 1. April 2017 sind insgesamt 133 Fahrzeuge (125 Serienfahrzeuge und 8 Schulpanzer) ausgeliefert worden. Gemäß Vertrag hätten 183 Fahrzeuge ausgeliefert sein müssen. Die Industrie plant für 2017 die Auslieferung von insgesamt 62 Fahrzeugen. Mit Auslieferung des achten Fahrschulpanzers im Januar 2017 ist nun der Bedarf an Fahrschulfahrzeugen für die Kraftfahrausbildung SPz PUMA abgedeckt.

Im Januar 2017 ist dem SPz PUMA seitens des Zentralen Militärischen Kraftfahrdienstes (ZMK) der Bundeswehr die unbefristete militärische Betriebserlaubnis für den öffentlichen Straßenverkehr erteilt worden.

Mit Abschluss des 13. Änderungsvertrages zum Hauptvertrag SPz PUMA am 30. November 2016 ist nun die Herstellung und Lieferung der Schutzmodule für den Grundbetrieb beauftragt und die Leistungsbeschreibung für die Musterintegration der Waffenanlage MELLS in den SPz PUMA angepasst worden.

Die Einsatzbereitschaftslage der in Nutzung befindlichen SPz PUMA ist aufgrund der mangelhaften Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Sonderwerkzeugen sowie qualitätsbedingten Ausfällen von Baugruppen unbefriedigend. Die Beschaffung des dringend erforderlichen Ersatzteilfolgebedarfs für die anstehenden Instandsetzungs- und Fristenarbeiten an den Fahrzeugen wird derzeit vorbereitet und soll Mitte 2017 beauftragt werden. Die dazu benötigten Sonderwerkzeuge sind bereits bestellt worden.

Die sukzessive Migration der PUMA-Flotte in die Heeresinstandsetzungslogistik (HIL) GmbH schreitet weiter voran. Bislang sind 75% der Fahrzeuge bei der Truppe in die Materialerhaltungsverantwortung der HIL GmbH überführt worden.

[...]

Entwicklung gemessen an der aktuellen Vertragslage

Mit Stand 01.04.2017 sind 133 Fahrzeuge, inklusive 8 Fahrschulfahrzeuge, ausgeliefert; gemäß aktuellem Vertrag hätten es zu diesem Zeitpunkt 183 Fahrzeuge sein müssen. Die Verzögerungen beim Serienzulauf begründen sich vor allem durch Qualitätsmängel bei Baugruppen, die bei der Inbetriebnahme und Endmontage auffallen. Dadurch verschiebt sich der vertraglich vereinbarte Termin für das Ende der Auslieferung um insgesamt sieben Monate. Das Ende der Auslieferung ist weiterhin im Jahr 2020 geplant.

Zitat:
4. Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft bei Systemen in Nutzung

Die Serienfertigung hat sich stabilisiert und verringert die Lücke zwischen geplantem und tatsächlichem Zulauf des Systems SPz PUMA.

Mögliche zeitliche Verzögerungen bei der Umsetzung einiger Teilprojekte am System, Sichtmittelverbesserung Turm/Wanne, Peripherie multifunktionales Selbstschutzsystem (MUSS), Systemintegriertes Ausbildungsmittel (SIAM) und Kommunikation bedingen eine etappenweise Ausbildung in Korrespondenz zu den Evolutionsstufen des Systems.

Die Herstellung der Einsatzreife und –fähigkeit bis zum Auslaufen der Nutzungsdauerverlängerung SPz MARDER ist noch realisierbar. Derzeit ist das System SPz PUMA bis zum Abschluss der Qualifikation der Waffensteuerung nur auf Truppenübungsplätzen voll nutzbar. Die Versorgbarkeit des Systems mit Ersatzteilen und Baugruppen wird sich ab 2018 signifikant verbessern.



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BeitragVerfasst: 15. Mai 2017, 13:32 

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Den Puma zähmen: Fahrschule für angehende Kraftfahrer

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BeitragVerfasst: 13. Jun 2017, 17:12 

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Die Reaktivpanzerung: Wenn Sprengstoff Leben rettet

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BeitragVerfasst: 22. Jun 2017, 10:03 

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Haushaltsausschuss genehmigt Rüstungsprojekte

Zitat:
Schützenpanzer Puma

Die Bundeswehr rüstet ihren Schützenpanzer Puma für rund 300 Millionen Euro auf. Die Mittel sollen unter anderem in die Verbesserung der Sichtmittel, in das Selbstschutzsystem und in die Anpassung der Ausbildungsanlage zur Instandsetzung des Schützenpanzers fließen.



Zitat:
Vorlage des Bundesministeriums der Finanzen

Abschluss von Verträgen mit einem Volumen von mehr als 25 Mio. € im Einzelplan 14; Beschaffung der „Streitkräftegemeinsamen Verbundfähigen Funkgeräteausstattung (SVFuA)" für die Ausrüstung von 50 Führungsfahrzeugen Schützenpanzer (SPz) PUMA/Gepanzerte Transportkraftfahrzeuge (GTK) BOXER
BMF-V 61/17 VS-NfD

Ausschussdrucksache 18(8)4281

Zitat:
Vorlage des Bundesministeriums der Finanzen

Abschluss eines Vertrages mit einem Volumen von mehr als 25 Mio. € im Epl. 14; Beschaffungsvorhaben: Realisierung der Musterintegration für die Sichtmittelverbesserung Anteil Turm im SPz PUMA einschließlich einer Option für die Serieneinrüstung bzw. Nachrüstung von bereits ausgelieferten Fahrzeugen
BMF-V 86/17

Ausschussdrucksache 18(8)4373

Zitat:
Vorlage des Bundesministeriums der Finanzen

Abschluss von Verträgen mit einem Volumen von mehr als 25 Mio. t im Einzelplan 14; Herstellung und Lieferung der peripheren Anteile (Logistik und Ausbildungsmittel) für das im Schützenpanzer (SPz) PUMA verbaute Multifunktionale Selbstschutzsystem (MUSS)
BMF-V 87/17 VS-NfD

Ausschussdrucksache 18(8)4374

Zitat:
Vorlage des Bundesministeriums der Finanzen

Abschluss von Verträgen mit einem Volumen von mehr als 25 Mio. € im Einzelplan 14; Anpassung der Ausbildungsanlage Instandsetzung Turm (AIT) Schützenpanzer (Spz) PUMA hin zum Ausbil-dungsmittel Ausbildungsanlage Turm (AAT) und Beschaffung von elf weiteren AAT
BMF-V 95/17 VS-NfD

Ausschussdrucksache 18(8)4376

Zitat:
Vorlage des Bundesministeriums der Finanzen

Abschluss eines Vertrages mit einem Volumen von mehr als 25 Mio. E im EpI. 14; Beschaffungsvorhaben: Realisierung und Adaption der Turmunabhängigen Sekundärwaffenanlage (TSWA) an den Schützenpanzer (SPz) PUMA
BMF-V 90/17

Ausschussdrucksache 18(8)4378



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BeitragVerfasst: 26. Jun 2017, 09:32 

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Systemvergleich Schützenpanzer Puma und gepanzertes Transportkraftfahrzeug Boxer

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Zitat:
Der Kompaniechef der 2. Kompanie, Hauptmann Benjamin Rabe, führte Staatssekretärin Suder durch den dynamischen Anteil des Vergleiches der Waffen und Fähigkeiten an der Tribüne Munster Süd. Hierbei stand der Systemvergleich zwischen dem Puma und dem Boxer im Vordergrund. Beide Systeme zeigten im offenen Gelände ähnlich hohe Vor- sowie Rückwärtsfahrtgeschwindigkeiten bei nahezu gleicher Mobilität. Erste Unterschiede zeigten sich bei den Fahrgeräuschen und der Silhouette. Der Boxer konnte sich wesentlich geräuschärmer annähern. Hingegen bot der Puma seiner Besatzung in derselben teilgedeckten Stellung durch seine flachere Silhouette wesentlich besseren Schutz. Der Puma konnte weiterhin durch einen deutlich geringeren Wendekreis – 7 Meter bei Wendung auf der Hochachse im Vergleich zu 21 Metern beim Boxer – sowie durch ein schnelleres Überwinden eines Hindernisses von 80 cm Höhe trumpfen. Dies sind besonders in urbanem Gelände wichtige Eigenschaften hinsichtlich der Agilität und Mobilität.

In der Operationsart Angriff im Systemverbund mit dem Kampfpanzer Leopard hat auch hier die „Raubkatze“ die Nase vor dem Boxer. Der Puma überschreitet wesentlich zügiger einen zwei Meter breiten Graben als der Boxer und kann so einen wesentlichen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Angriffsschwungs und der Stoßkraft leisten.

Zitat:
In der nächsten Phase näherte sich der Boxer einem bereits aufgeklärten Feind im Rahmen einer Gewässerdurchfahrt. Hier konnte der Boxer nicht nur durch eine wesentlich kürzere Vorbereitungszeit zur Gewässerdurchfahrt punkten, sondern insbesondere durch eine geräuschärmere Annäherung überzeugen. Der Puma hingegen erreichte durch seine höhere Feuerkraft mehr Wirkung im Ziel. Zudem bietet er seinen aufgesessenen Soldaten durch die höhere Schutzklasse mehr Sicherheit.

Zitat:
Während der Boxer im weiteren Verlauf der Szenerie in einem simulierten Dorf durch seine eingangs demonstrierte, weniger gute Wendigkeit an einem Haus zum Stehen kam, konnte der Puma sich in den engen Gassen durchsetzen und mühelos eine Autosperre durchbrechen.


"Systemvergleich" - das ist in diesem Fall in etwa so zulässig wie ein Vergleich zwischen einem Hauspatschen und einem Schischuh (Dabei geht es mir nicht um die "Geländegängigkeit", sondern um die Aufgaben!).


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BeitragVerfasst: 13. Jul 2017, 15:20 

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Wichtiger Schritt zur vollen Einsatzreife

Zitat:
Das am 12. Juli zwischen dem BAAINBw und der Projekt System & Management GmbH, einem Konsortium von Rheinmetall Landsysteme und Krauss-Maffei Wegmann, unterzeichnete Maßnahmenpaket hat ein Gesamtvolumen von etwa 370 Mio. Euro. Es umfasst vier Einzelmaßnahmen.

So werden mit den Verträgen die Voraussetzung für die Ausbildung zur Wartung und Instandsetzung des im SPz PUMA verbauten Multifunktionalen Selbstschutzsystems geschaffen. Dabei werden Sonderwerkzeuge, Mess- und Prüfmittel, Ersatzteile und Ausbildungsmittel angeschafft, damit die Prüfung und technische Wartung des Gerätes durch Truppeninstandsetzungspersonal erfolgen kann. Zur Ausbildung von Besatzung und Wartungspersonal werden ebenso Turmtrainingsanlagen als Ausbildungsmittel beschafft. Besatzung und Instandsetzungspersonal kann an den insgesamt 12 Anlagen realitätsnah üben, ohne dass dies Auswirkungen auf den Fahrzeugbestand hat. Dies schont Ressourcen und spart Kosten.

Zum Schutz der Soldaten wird eine turmunabhängige Sekundärwaffenanlage entwickelt, diese kann letale und nicht-letale Wirkmittel verschießen und soll den Eigenschutz des SPz PUMA signifikant erhöhen. Die unbemannte Waffenstation soll am Heck des Fahrzeuges montiert werden. Bedrohungen können damit unabhängig vom Hauptwaffensystem und aus dem Inneren des SPz PUMA fernbedient bekämpft werden. Für eine bessere Sicht und Führbarkeit wird der SPz PUMA an heutige Standards angepasst, indem herkömmliche schwarz-weiß-Monitore und dazugehörige optronischen Sichten der waffenführenden Sichtmittel durch moderne und besonders leistungsfähige Farbdisplays und Farbkameras ersetzt werden. Somit erhalten Kommandant und Richtschütze eine hochauflösende und detailreichere Darstellung des Umfeldes. Mit einem Infrarot-Scheinwerfer am Heck verbessert sich zudem die Nachtsichtfähigkeit des Kraftfahrers.



Umfangreiche Funktionserweiterungen für den Schützenpanzer PUMA für rund 370 Millionen Euro beauftragt

Zitat:
Insgesamt ist PSM mit vier Verträgen mit einer Gesamtsumme von rund 370 Millionen Euro mit einer Sichtmittelanpassung für Turm- und Bedienstände, Ausbildungs- und Logistikanteilen für das Multifunktionale Selbstschutzsystem (MUSS), einer Turmunabhängigen Sekundärwaffenanlage (TSWA) und Ausbildungseinrichtungen für die Bedienung des Turms beauftragt worden.

Im Bereich der Sichtmittel wird der PUMA an heutige Standards angepasst, indem die bisherigen Schwarzweiß-Monitore durch moderne und besonders leistungsfähige Farb-Displays ersetzt werden. Kommandant und Richtschütze erhalten somit eine hochauflösende und detailreiche Darstellung des Umfeldes. Weiterhin verbessern sich die Möglichkeiten bei der Aufklärung und der Wirkung. Ein neuer Infrarot-Scheinwerfer am Heck verbessert zudem die Nachtsichtfähigkeit des Kraftfahrers.

Für das bereits unter Vertag stehende Soft-Kill-Selbstverteidigungssystem MUSS, dass den Schützenpanzer gegen moderne Panzerabwehrlenkflugkörper schützt, wurden die Anteile Ausbildung und Logistik beauftragt.

Die TSWA trägt dazu bei, die Kampfkraft und vor allem den Eigenschutz des Schützenpanzers deutlich zu erhöhen. Es handelt sich um eine unbemannte Waffenstation, die am Heck des jeweiligen Fahrzeuges – nicht auf dem drehbaren Turm – montiert wird und aus dem Inneren des Fahrzeugs fernbedient werden kann. Bedrohungen können unabhängig von der Hauptwaffe auch im nächsten Umfeld abgewehrt werden, was insbesondere im urbanen Umfeld von hoher Bedeutung ist und der Sicherheit der Besatzung erheblich zugutekommt. Die TSWA verschießt letale und nichtletale (z.B. Reizgas und Blitzlicht) Munition im Kaliber 40mm auf einer Distanz von bis zu 400 Metern. Beauftragt wurden die Musterintegration, die Serienreifmachung sowie die Herstellung von drei TSWA-Prototypen. Die eigentliche Serienbeauftragung, die die Ausstattung der Puma-Flotte mit der Waffenanlage auslöst, ist für das Jahr 2023 vorgesehen.

Ein weiterer Auftrag enthält neue Ausbildungsmittel für die Bediener des PUMA-Turms, des technisch anspruchsvollsten Subsystems des Schützenpanzers. Separate Turmtrainingsanlagen, die jeweils aus einem Serienturm und dem oberen Wannensegment des Puma bestehen, ermöglichen künftig die Ausbildung der Kommandanten und der Richtschützen unabhängig vom Fahrzeug. Instandsetzungspersonal kann Wartungs- und Montagearbeiten am Turmtrainer effektiv und realitätsnah üben. Dies schont Ressourcen und reduziert Kosten, indem Fahrzeug-Hardware nicht unnötig gebunden und belastet wird. Die Ausbildung kann damit wesentlich flexibler gestaltet werden.

Die Auslieferung der Turmtrainer soll im Zeitraum 2019 bis 2023 erfolgen. Beauftragt wurden die Bereitstellung von elf neuen Turmtrainingsanlagen sowie die Anpassung eines bereits vorhandenen Turmtrainers, so dass der Bundeswehr künftig zwölf Anlagen zur Verfügung stehen. Konkret sollen alle Panzergrenadierstandorte sowie die Ausbildungszentren der Bundeswehr in Aachen und Munster mit diesem Turmtrainer ausgestattet werden.



Zitat:
Der jetzt erteilte Entwicklungsauftrag bezieht sich auf die Musterintegration der Sichtmittel bei drei Fahrzeugen. Die Auslösung einer späteren Serienoption ist für das Jahr 2020 vorgesehen.



Seit wie vielen Jahren war schon von der "Sichtmittelverbesserung" die Rede?


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Zuletzt geändert von theoderich am 08. Aug 2017, 00:24, insgesamt 4-mal geändert.

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