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BeitragVerfasst: 20. Dez 2005, 16:37 
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rheinmetall-detec.de hat geschrieben:
Neuer Schützenpanzer für die Bundeswehr: Puma auf der Erfolgsspur – Prototyp vorgestellt

Kassel. Der neue Schützenpanzer Puma für die Bundeswehr ist heute als Prototyp dem öffentlichen Auftraggeber vorgestellt worden. Die als Generalunternehmer für Entwicklung und Fertigung verantwortliche PSM GmbH, Kassel, hat mit der Präsentation des so genannten Gesamtsystemdemonstrators zum 20. Dezember 2005 einen wichtigen Meilenstein vertragsgemäß erfüllt.

Das wichtigste Beschaffungsvorhaben der deutschen Landsystemindustrie befindet sich damit trotz eines äußerst knappen Zeitrahmens, innerhalb dessen anspruchsvolle technische Lösungen zu realisieren waren, auf der Erfolgsspur.

PSM (Projekt System und Management) ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall Landsysteme, zwei der führenden europäischen Systemanbieter für gepanzerte Rad und Kettenfahrzeuge, die je 50% der Gesellschaftsanteile halten. Rheinmetall Landsysteme ist ein Tochterunternehmen der Düsseldorfer Rheinmetall AG.

Insgesamt soll das Heer 410 Fahrzeuge in einem Gesamtwert von rund 3 Mrd. € erhalten. Die politische Entscheidung über die Serienfertigung des Schützenpanzers wird für 2007 erwartet. Ein Vertrag über die Lieferung von fünf Vorserienfahrzeugen sowie Logistik- und Ausbildungsumfänge liegt bereits vor.

Der Schützenpanzer Puma gilt als Schlüsselvorhaben der Landsystemindustrie und bringt die technologische Spitzenstellung der deutschen Heerestechnik auf diesem Gebiet zum Ausdruck. Das Fahrzeug bietet ein im internationalen Vergleich unerreichtes Leistungsniveau insbesondere auch in punkto Sicherheit für die Soldaten im Einsatz.

Der Puma vereint die militärische Forderung nach hoher strategischer und taktischer Mobilität mit höchstmöglichem Schutz sowie ausgeprägter Kampfkraft. Er versetzt die Einsatzkräfte in die Lage, jederzeit und in jeder Intensität angemessen und flexibel reagieren zu können.

Konsequent am künftigen Bedarf der Streitkräfte ausgerichtet, ist die Luftverladbarkeit im neuen Transportflugzeug A400M ein ebenso entscheidendes Merkmal des PUMA wie seine Flexibilität und seine Durchsetzungsfähigkeit im Einsatz.

Seiner Besatzung gewährt der PUMA einen bislang von keinem vergleichbaren Fahrzeug erreichten Schutz vor Minen und dem Beschuss mit Panzerabwehrwaffen, wie sie in Krisengebieten weit verbreitet sind.

Auch der neu entwickelte 800 kW-Motor, der unbemannte Turm sowie die programmierbare Munition setzen weltweit neue Maßstäbe im Bau gepanzerter Fahrzeuge. Mehr als 30 Jahre nach Indienststellung des Schützenpanzers Marder bei der Bundeswehr begründet der PUMA mit seinem erweiterten Leistungsspektrum nun eine völlig neue Fahrzeugkategorie.

Bild
(c) rheinmetall-detec.de

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BeitragVerfasst: 20. Dez 2005, 18:30 
Ein feines Fahrzeug. Interessant auch, dass auf einen PAL Werfer verzichtet wurde.
Der automatische Turm ist was ganz neues, hat jedoch auch gravierende Nachteile gegenüber einem bemannten Turm. Mit einer so geringen Höhe kann man mit den Optiken nicht einmal noch über ein Gebüsch drüberschaun, der Platz im Kampfraum (dagegen ist der des SPz Ulan ein Wohnzimmer) und die Absitzstärke (nur 6 Soldaten!) sind mehr als gering.

Bild
Nichts für Leute mit Platzangst- Kampfraum des SPz Puma


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BeitragVerfasst: 20. Dez 2005, 18:53 
rheinmetall-detec.de hat geschrieben:
Konsequent am künftigen Bedarf der Streitkräfte ausgerichtet, ist die Luftverladbarkeit im neuen Transportflugzeug A400M ein ebenso entscheidendes Merkmal des PUMA wie seine Flexibilität und seine Durchsetzungsfähigkeit im Einsatz.
(c) rheinmetall-detec.de


Zum Thema Luftverladbarkeit im A400M => http://www.welt.de/data/2005/09/07/771530.html

Außerdem 80% Kostensteigerung (mittlerweile über 3 Milliarden Euro) sowie keine Verstaumöglichkeiten für die aufgesessene Besatzung (bis auf das Gewehr müssen alle 6 Soldaten ihre Ausrüstung außen am SPz Puma anbringen).


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BeitragVerfasst: 21. Dez 2005, 08:20 
Kommt mir auch ein wenig "klein" vor, oder täuscht das nur?
Gibt es keine Vergleichs(zeichnungen)-Seitenrisse des Pumas mit zb. des Ulan oder des alten Marders, sodas man sich da eher ein Bild machen kann?


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BeitragVerfasst: 21. Dez 2005, 08:22 
Zitat:
Kann man eigentlich die Mauser Kanone des Ulan auf ABM (wie beim Puma - ist ja im Prinzip die gleiche Kanone) leicht aufrüsten, oder sind dazu umfangreiche Umbauten, eine neue Elektronic, usw. einzubauen?

Und wer ist nun "besser", der CV90 oder der brandneue Puma?
Der eine hat sicherlich mehr "bums" (oder Vorteile der ABM-Monition?) und der andere ist sicher besser geschützt


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BeitragVerfasst: 21. Dez 2005, 11:09 
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Das täuscht! Der Puma ist etwas größer als der Ulan! Sein Fahrwerk und Antrieb müssen sind aufgrund des besseren Fahrzeugsschutzes und des daraus entstehenden Gewichts wesentlich mehr leisten, was sich auch in der Motorleistung schön wiederspiegelt.

Die 3 Musketiere:

Puma:
Kampfgewicht (Schutzstufe A) - 31,45 t
Kampfgewicht (Schutzstufe C) - 40,7 t
Länge - 7,33 m (Abmessungen Schutzstufe C)
Breite - 3,43 m
Gesamthöhe - 3,05 m
Motorleistung - 800 kW
Besatzung - 3 + 6

Ulan:
Kampfgewicht - 28 t
Fahrzeuglänge - 6,84 m
Fahrzeugbreite - 3,15 m
Höhe über alles - 2,65 m
Motorleistung - 530 kW
Besatzung - 3 + 8

CV-90 (CV9025 MkIII):
Kampfgewicht - 32 t
Fahrzeuglänge - 6,8 m
Fahrzeugbreite - 3,2 m
Höhe über alles - 2,8 m
Motorleistung - 596 kW
Besatzung - 3 + 7

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BeitragVerfasst: 26. Dez 2005, 23:53 
Eine weitere, etwas verwirrende Ansicht des Puma:

Bild


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BeitragVerfasst: 27. Dez 2005, 00:07 
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höö? ich kann mir nicht vorstellen, dass die konstruktion der tür besonders stabil ist....man... :?: :roll: :?:


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BeitragVerfasst: 27. Dez 2005, 13:19 
Futschigama hat geschrieben:
höö? ich kann mir nicht vorstellen, dass die konstruktion der tür besonders stabil ist....man... :?: :roll: :?:


Die pneumatischen Öffner schaun wirklich alles andere als stabil aus. Da lob ich mir die Hecktüre des SPz Ulan.
Und was ist da mit den Laufrollen passiert?? Wieso dieser Abstand? Nur 5 Laufrollen (der SPz Ulan hat 7!)!


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BeitragVerfasst: 27. Dez 2005, 16:13 

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das ist kein serienfahrzeug sondern erst der "prototyp nr.1", und der wird jetzt erstmal erprobt.

ist das was dahinten drauf ist (das was aussieht wie eine "geballte ladung") ein hardkillsystem?


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BeitragVerfasst: 27. Dez 2005, 22:57 
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76mm Werfersystem, mit dem Sprengkörper in die hinteren 180° und bis zu 65m weit geworfen werden können. Soll wohl den Bereich um die Heckklappe freimachen und beim Abhauen für Deckung sorgen.
Für die Abwehr von heranfliegenden Geschossen ist die 30mm ABM Munition zuständig.

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BeitragVerfasst: 27. Dez 2005, 23:34 
Robert T hat geschrieben:
76mm Werfersystem, mit dem Sprengkörper in die hinteren 180° und bis zu 65m weit geworfen werden können. Soll wohl den Bereich um die Heckklappe freimachen und beim Abhauen für Deckung sorgen.
Für die Abwehr von heranfliegenden Geschossen ist die 30mm ABM Munition zuständig.


Dieses System ist sehr umstritten. Alle reden ja von einem
SPz Puma, der für eine neue Bedrohung entwickelt wurde.
Nun "neue Bedrohung" = Auslandseinsätze. Und dieses
Schnappsideen-Wurfsystem dort anzuwenden =
unvermeidbare Kollateral-Schäden!!!!


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BeitragVerfasst: 28. Dez 2005, 13:47 
Anonymous hat geschrieben:
Futschigama hat geschrieben:
höö? ich kann mir nicht vorstellen, dass die konstruktion der tür besonders stabil ist....man... :?: :roll: :?:


Die pneumatischen Öffner schaun wirklich alles andere als stabil aus. Da lob ich mir die Hecktüre des SPz Ulan.


Erinnert an das Tür-in-Tür Konzept das ursprünglich für den Pandur vorgesehen war (möglicherweise auch für den Ulan). Das hat aber nicht überzeugt.

Die Slowenen haben das allerdings für ihre Valuk übernommen. Ob die damit zufrieden sind?

Zitat:
Und was ist da mit den Laufrollen passiert?? Wieso dieser Abstand? Nur 5 Laufrollen (der SPz Ulan hat 7!)!


Das ganze Fahrzeug leidet an "Übergewicht" aufgrund der für die damals gültige Bedrohungslage konzipierten Schutzstufe. Möglicherweise hat man hier Gewicht einzusparen versucht.
Ob das allerdings die Geländegängikeit nicht allzusehr herabsetzt bleibt abzuwarten. Jedenfalls führt die Kombination hohes Gewicht - wenig Laufrollen zu höheren Druckspitzen unter den Rollen. Im Hinsicht auf die bodenmechanischen Auswirkungen sehe ich den Denkansatz als problematisch.

Und die Absitzstärke von sechs Mann ist auch eher suboptimal, für ein Grenadierfahrzeug in dieser Preisklasse.

Mal schauen wie sich der PUMA in internationalen Vergleichen schlägt.


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BeitragVerfasst: 28. Dez 2005, 14:35 

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Zitat:
Das ganze Fahrzeug leidet an "Übergewicht" aufgrund der für die damals gültige Bedrohungslage konzipierten Schutzstufe.


"damals" 2002?

-

der puma ist keine entwicklung aus dem kaltenkrieg, dass waren andere deutsche marder-nachfolge typen:

Bild
Puma
nur namensvetter, hat aber nichts mit dem neuen puma zu tun.

Bild
TH 495

Bild
Marder2


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BeitragVerfasst: 28. Dez 2005, 16:20 
kk1 hat geschrieben:
Zitat:
Das ganze Fahrzeug leidet an "Übergewicht" aufgrund der für die damals gültige Bedrohungslage konzipierten Schutzstufe.


"damals" 2002?


Auch "damals" glaubte man daß die Bedrohungslage es erfordert, frontal gegen 30mm und seitlich gegen RPG geschützt zu sein (Schutzstufe 1).

Die momentane Bedrohungslage sind eben friedenssichernde AuslE - und dort ist die Eintrittswahrscheinlichkeit von Angriffen mit derartigen Waffen eher gering (abgesehen davon daß der seitliche RPG-Schutz Humbug ist).


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