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DOPPELADLER.COM • EU plant Ausbildungsmission für Mali / Opération Serval - Seite 2
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Re: EU plant Ausbildungsmission für Mali

Verfasst: 27. Dez 2012, 14:06
von Dr4ven
Natürlich kann das Jagdkommando das auch, das wollte ich nicht in Abrede stellen und ich hoffe sie dürfen dieses mal im Dschungel eventuell mehr als eine von einem depperten Offizier versehentlich abgesprengte Helicoptertür suchen gehen.

Was die Mali Soldaten angeht, so hauen die eh sofort ab wenn der erste Schuss fällt, da mach ich mir keine Illusionen, aber man braucht halt einen Deckmantel...mir tun eben die Ausbilder leid.

Re: EU plant Ausbildungsmission für Mali

Verfasst: 11. Jan 2013, 18:36
von theoderich
Mali: Französische Soldaten offenbar bereits eingetroffen

In Mali sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Bamako Soldaten aus Frankreich, Nigeria und dem Senegal eingetroffen. Sie sollten die Regierungstruppen im Kampf gegen die Rebellen unterstützen, sagte ein Sprecher des Ministeriums heute.

Zuvor forderte die Regierung in Frankreich französische Staatsbürger zum Verlassen des westafrikanischen Krisenstaates Mali auf. Alle Franzosen, deren Anwesenheit nicht unabdingbar sei, sollten das Land vorübergehend verlassen, heißt es in einer Reisewarnung des Außenministeriums von heute.


EU plant keinen Kampfeinsatz in Mali

Die Europäische Union plant unterdessen keinen Einsatz europäischer Soldaten unter EU-Flagge gegen islamistische Aufständische in Mali. Diplomaten sagten, Mali habe die EU nicht in ähnlicher Weise wie Frankreich um militärische Hilfe gegen die Islamisten im Norden des westafrikanischen Landes gebeten.

Die EU plane nach wie vor den Einsatz von etwa 200 Militärberatern, die malische Soldaten auf den Kampf gegen Rebellen vorbereiten sollten. Es werde nicht daran gedacht, diesen Einsatz in irgendeiner Weise auszuweiten.


Re: EU plant Ausbildungsmission für Mali

Verfasst: 11. Jan 2013, 19:59
von Orakel
Wessen Französisch ausreicht: Auf http://www.lemonde.fr gibt es die Videos mit den Erklärungen Hollandes.
Zuckerl am Rande: Während Frankreich, Großbritannien und etwa auch Deutschland die Reisewarnungen heute verschärft haben, waren die USA... gestern soweit. Da scheint neben den C-160 gestern (am Donnerstag) auch was anderes am Airlift nach Sevare (dem Flughafen von Mopti) beteiligt (gewesen) zu sein.

Re: EU plant Ausbildungsmission für Mali

Verfasst: 12. Jan 2013, 16:45
von theoderich
Mali : Opération Serval, un pilote d'hélicoptère tué

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Patrick Nash: „EU reagiert zu spät“

profil: General Nash, Frankreich interveniert in Mali. Ist das gerechtfertigt?

    Nash: Vollkommen. Aber dieser Einsatz sollte eigentlich keine unilateral französische Mission sein, sondern eine gemeinsame europäische. Die EU verfolgt jedoch leider wieder einmal lediglich einen minimalistischen Ansatz – und das bei einer wirklich ernsten Krise, die einen gewaltigen Effekt auf die gesamte Region haben kann. Das Verhaltensmuster kennen wir bereits aus Libyen: Auch dort wollte die EU zwar dabei sein, aber sich gleichzeitig nicht die Hände schmutzig machen. Ich finde, dass Europa seine Verantwortung vernachlässigt und seine Verteidigungspolitik echte Rückschritte gemacht hat.


profil: Was ist der Grund dafür?

    Nash: Hinter dem Einsatz im Tschad, der auch eine hervorragende Möglichkeit geboten hat, europäische Institutionen zu testen, standen einige sehr mächtige Politiker: der damalige französische Präsident Nicolas Sarkozy etwa. Heute haben wir keine solchen Figuren. Und offenbar hat auch die Wirtschaftskrise dazu geführt, dass sich niemand mehr auf derart teure Missionen einlassen will.

profil: Der Tschad-Einsatz mag ja ein gelungener Test für die militärische Kooperation gewesen sein. Für das Land selbst hat er nicht viel gebracht.

    Nash: Doch – nur liegt das wahre Erbe nicht so sehr in der Erfüllung seiner etwas nebulösen militärischen Ziele.

profil: Sondern?

    Nash: Die Mission hat das Regime und seine Regierungsführung exponiert. In den Monaten, in denen europäische Truppen im Tschad stationiert waren, konnte sich eine große Zahl von ausländischen Politikern, Diplomaten und Journalisten dort ein eigenes Bild machen. Gleichzeitig wurden Hilfsorganisationen und NGOs auf die Situation aufmerksam. Der Tschad ist seither nicht mehr das gleiche autokratische Land, das er vor dem Eufor-Einsatz war.

profil: Was soll die EU jetzt in Mali tun?

    Nash: Ein Komplettpaket schnüren, das sowohl politische, diplomatische, wirtschaftliche und humanitäre Maßnahmen umfasst als auch militärische und polizeiliche – also geschlossen, proaktiv und sehr schnell handeln: Je mehr ein Problem wächst und sich verfestigt, desto schwerer ist es zu lösen. Es genügt nicht zu reden, Europa agiert nicht, es reagiert nur. Und es reagiert zu spät.

profil: Hat nicht das Beispiel Afghanistan gezeigt, dass es unmöglich ist, in der Bevölkerung verankerten Aufständischen militärisch beizukommen?

    Nash: Die Islamisten im Norden Malis waren anfangs nur ein paar hundert an der Zahl. Was sie getan haben – etwa die Zerstörung der Heiligtümer in Timbuktu –, ist abstoßend. Die Bevölkerung wird sie nicht unterstützen, wenn man ihr den Rückhalt gibt, sich zu wehren. Die EU verkörpert eine großartige Idee, aber ihre Außenpolitik ist im Moment einfach nur zögerlich.


Wer hat sich schon etwas anderes erwartet? Die GSVP ist so wenig real wie eh und jeh - die vereinzelten "Pooling & Sharing"-Initiativen können darüber nicht hinwegtäuschen.


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ECOWAS-Einsatz beginnt spätestens am Montag

Der militärische Einsatz der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS), für den der Sicherheitsrat Ende des Jahres grünes Licht gegeben hatte, soll spätestens am Montag beginnen, verlautete über Ali Coulibaly, den Integrationsminister der Elfenbeinküste. Angesichts des Vormarsches der islamistischen Rebellen hatte der UNO-Sicherheitsrat in New York am Donnerstag die schnelle Entsendung einer afrikanisch geführten Militärmission gefordert.

In einer ersten Reaktion begrüßte die ECOWAS die rasche Truppenentsendung nach Mali. ECOWAS-Vorsitzender Alassane Ouattara, Präsident der Elfenbeinküste, lobte in einer in Abidjan verbreiteten Erklärung vor allem die französische Regierung „für die schnelle Reaktion zur Stabilisierung der militärischen Lage in Mali“. Allerdings sei diese Reaktion auf bilateraler Basis erfolgt und nicht auf Grundlage der Ende des Vorjahres verabschiedeten Resolution des Weltsicherheitsrates, fügte ECOWAS-Sprecher Sunny Ugoh hinzu.

Bald US-Drohnen im Einsatz?

Doch nach der Zusicherung der afrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS, die Regierungstruppen mit einer 3.500 Mann starken Truppe zu unterstützen, könnten sich auch die USA militärisch einschalten. Erwägt werde, die französischen Truppen mit Geheimdienstinformationen und logistischem Beistand zu unterstützen, sagte ein US-Regierungsvertreter in der Nacht auf Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Demnach könnten auch Aufklärungsdrohnen zum Einsatz kommen.


EU will 200 Militärberater entsenden

Die Europäische Union plant derzeit keinen Kampfeinsatz unter EU-Flagge in Mali. Man wolle aber etwa 200 Militärberater entsenden, die malische Soldaten auf den Kampf gegen Rebellen vorbereiten sollen, sagten Diplomaten in Brüssel. Die Europäische Union will die Militärausbilder allerdings rascher als bisher geplant nach Mali schicken. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton teilte am Freitag in Brüssel mit, die EU werde die Vorbereitungen für die Entsendung der Ausbilder „beschleunigen“. Bisher war geplant, die Ausbilder innerhalb der ersten drei Monate dieses Jahres nach Mali zu schicken.

Das deutsche Verteidigungsministerium widersprach unterdessen einem Bericht der Zeitung „Le Figaro“, wonach sich bereits auch deutsche Soldaten in Mali aufhielten. Nach Angaben aus Regierungskreisen könnte es sich dabei allenfalls um Deutsch sprechende Angehörige der Fremdenlegion handeln. Der „Figaro“ hatte berichtet, deutsche und französische Truppen seien in der Nähe der Stadt Mopti eingetroffen, die im Zentrum Malis liegt. Deutschland schloss einen Kampfeinsatz der Bundeswehr in dem westafrikanischen Krisenstaat aus.


Re: EU plant Ausbildungsmission für Mali

Verfasst: 12. Jan 2013, 23:05
von Orakel
Aha, in der Bevölkerung verankert... solange angebliche "Qualitätsmedien" solchen Unfug schreiben, brauchen wir uns über den Zustand der GSVP nicht wundern: Wetten, dass unsere politische Entscheidungsträger die Berichte aus dem HNA nicht lesen (bzw. verdrängen)?

Re: EU plant Ausbildungsmission für Mali

Verfasst: 13. Jan 2013, 10:41
von theoderich
Briten springen Frankreich zur Seite

Keine britischen Soldaten

Die britische Regierung kündigte an, Flugzeuge zur Verfügung zu stellen, um Truppen und Ausrüstung nach Mali zu transportieren. Britische Soldaten würden sich jedoch nicht an dem Kampfeinsatz selbst beteiligen, teilte ein Sprecher mit. Die Unterstützung hätten der britischen Premier David Cameron und Hollande in einem Telefongespräch vereinbart.

Wie die „Washington Post“ (Samstag-Ausgabe) berichtete, bot auch die US-Regierung Paris militärische Unterstützung bei dem Einsatz an. So könnten US-Drohnen in Mali zum Einsatz kommen, hieß es unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Regierungsvertreter.


Re: EU plant Ausbildungsmission für Mali

Verfasst: 13. Jan 2013, 18:44
von theoderich
Angriffe in Mali: Stärke der Rebellen überrascht Frankreich

„Hauptstadt wäre gefallen“

Der französische Verteidigungsminister, Jean-Yves Le Drian, kündigte weitere Angriffe an und erklärte, mit einem neuen Kontingent aus 80 Soldaten seien nun 550 französische Soldaten in Mali. „Luftangriffe gibt es laufend. Es gibt sie jetzt, es gab sie in dieser Nacht, es wird sie morgen geben“, sagte Le Drian Sonntagfrüh im Fernsehen. Der Vormarsch der Rebellen sei noch nicht gestoppt, warnte er.

Nach dem Vorrücken der Rebellen in Richtung der Hauptstadt Bamako im Süden Malis habe man eingreifen müssen. „Wenn niemand eingegriffen hätte, wäre Bamako innerhalb von zwei oder drei Tagen gefallen“, sagte der Minister dem Sender I-Tele.

„Viel robuster als erwartet“

Aus dem Umfeld der französischen Regierung hieß es, die Rebellen seien überraschend gut ausgerüstet, gut bewaffnet und gut ausgebildet. Die Islamisten seien in Libyen an moderne und hochentwickelte Ausrüstung gelangt, die „viel robuster und effizienter als erwartet“ sei.

Am Freitag war während der Kämpfe in Konna der Pilot eines französischen Kampfhubschraubers vom Typ Gazelle bei einem Angriff auf eine Fahrzeugkolonne erschossen worden. „Am Anfang haben wir gedacht, das wären nur ein paar Männer mit Schusswaffen, die mit ihren Pick-ups herumfahren“, hieß es weiter. Doch da habe man sich geirrt.


Ich frage mich, mit welchen Waffen diese Rebellen ausgestattet sind, dass sogar die Franzosen meinen diese seien "überraschend gut ausgerüstet".

Re: EU plant Ausbildungsmission für Mali

Verfasst: 13. Jan 2013, 18:50
von Milizler
Auf der anderen Seite frage ich mich was der französische Geheimdienst bisher gemacht hat, wenn Sie die Lage anscheinend derartige falsch eingeschätzt haben.

Re: EU plant Ausbildungsmission für Mali

Verfasst: 14. Jan 2013, 11:31
von Dr4ven
Das ist sicher sehr schwer einzuschätzen da ja nicht nur die Waffenlager in Lybien geplündert wurden und keiner so genau weiss was jetzt wohin kam und noch dazu die Wahnsinnigen jetzt aus Afghanistan langsam abhauen weil die Taliban sicher nicht unbedingt Al Kaida Freunde sein werden wenns zum Friedensabkommen kommen solllte - und diese sicher auch Einiges mitbringen wenn sie neues Land suchen.

Ich befürchte halt dass auch einige moderne AT Lenkwaffen und MANPADS darunter sind.

Das verschwinden von Waffen und Muniton ist eben das Problem wenn Regierungen auseinander brechen, deshalb wird auch in Syrien nicht interventiert und das hat man wohl denke ich mal aus Lybien und vor allem aus dem Irak gelernt wo man heute noch immer nicht weiss wohin die ganzen C-Waffen verschwunden sind.

Re: EU plant Ausbildungsmission für Mali

Verfasst: 14. Jan 2013, 15:31
von Orakel
Na ja, ich würde sagen, die französische Arroganz hat der Oberkommando beeinträchtigt, die flüstern den politischen Entscheidungsträgern was ins Ohr - der DGSE wird schon gewusst haben, was aus Libyen so alles abgezweigt wurde.
Ging uns im Vorfeld des Tschad-Einsatzes ja auch nicht anders.. ich kenne das Bildmaterial der "technicals" mit der russ. 14,5mm-Kanone in loser Schüttung, das HNA hatte das Bildmaterial gefühlt "tonnenweise", und die Oberwichtigmacher hatten dann "nichts gewusst" als die hektische Nachrüstung mit dem ÜSMG angesagt war.

Re: EU plant Ausbildungsmission für Mali

Verfasst: 14. Jan 2013, 22:36
von theoderich
Französische Panzer nach Mali verlegt

Eine Kolonne von etwa 30 französischen Panzerfahrzeugen und Truppentransportern hat nach Angaben von Zeugen heute die Grenze von Cote d’Ivoire nach Mali überquert. Ein örtlicher Journalist sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Kolonne habe nach ihrem Aufbruch von Ferkessedougou in Cote d’Ivoire 120 Kilometer in nördlicher Richtung zum Grenzposten Pogo zurückgelegt. Dabei sei sie von einem Hubschrauber eskortiert worden.

Ein Anwohner berichtete per Telefon, bei der Durchfahrt durch Städte und Dörfer hätten große Menschenmengen Applaus für die Militärkolonne gespendet. Frankreich hat in Cote d’Ivoire und im Tschad tausende Soldaten stationiert. Im Golf von Guinea kreuzt überdies ein französisches Kriegsschiff.


Re: EU plant Ausbildungsmission für Mali

Verfasst: 15. Jan 2013, 17:02
von theoderich
Opération Serval: montée en puissance du dispositif et poursuite des opérations

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PICTURE: RAF C-17 delivers French armoured vehicles to Mali

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A Royal Air Force Boeing C-17 strategic transport has made its first flight into Bamako airport in Mali, as part of the UK's provision of logistics support for a French military contingent in the conflict-affected African nation.

Flown from Evreux air base in France on 14 January, the 99 Sqn-operated aircraft delivered personnel and equipment including three French army VAB armoured personnel carriers. Each of the wheeled vehicles weighs about 13t.

Two of the RAF's eight C-17s have been made available to provide non-combat support during France's military intervention in Mali, which was launched on 11 January.


Meanwhile, a Royal Canadian Air Force C-17 was due to depart the service's Trenton air base in Ontario on 15 January to provide further support for the French operation in Mali. The USA is also expected to give logistics and airlift support during the campaign.



Mali: opération Serval, poursuite du déploiement des forces

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Mali : lancement de l'opération Serval

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Tuareg verhandeln mit Frankreich
Schwierige Koalition in Mali

In der französischen Militärintervention in Mali sehen die geschwächten Tuareg-Rebellen im Norden des Landes ihre Chance auf ein Wiedererstarken in dem Konflikt. "Wir unterstützen vollkommen den französischen Lufteinsatz. Natürlich sind wir bereit, der französischen Armee zu helfen und die Arbeit am Boden zu machen", sagte Moussa Ag Assarid von der Nationalen Bewegung für die Befreiung von Azawad (MNLA) der Nachrichtenagentur AFP. Die MNLA habe "die Männer, die Waffen und vor allem den Willen, mit dem Terrorismus in Azawad aufzuräumen."


"Die MNLA war Anfang 2012 sehr populär, doch sie hat sich durch ihre internen Rivalitäten und ihr Vorgehen diskreditiert", sagt der französische Experte Alain Antil. Ihren Kämpfern wurden Plünderungen und Vergewaltigung vorgeworfen. Zudem begingen sie den Fehler, Waffen an die Islamisten zu verkaufen. "Natürlich haben sie extrem gute Ortskenntnisse, doch werden sie sich jede Hilfe bezahlen lassen", sagt Antil, für den ernste Zweifel an der Loyalität, aber auch an den militärischen Fähigkeiten der Tuareg-Rebellen bestehen.

Guerillakampf

Dennoch glaubt der Tuareg-Experte Pierre Boilley, dass die MNLA noch eine Rolle spielen kann. "Sie sind bereit, ihre Dienste den Franzosen anzubieten, wenn man ihnen eine politische Perspektive im Einklang mit ihren Forderungen anbietet", sagt Boilley. Die MNLA habe die nötigen Kämpfer und das Material, nicht jedoch den Treibstoff oder die Munition. Die MNLA selbst hebt hervor, ihre "tausenden Männer" seien kampferprobt, motiviert und in den Techniken des Guerillakampfs in der Wüste erfahren.

Nach Ansicht Boillys ist es nicht ausgeschlossen, dass die MNLA mit der geplanten Eingreiftruppe der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) kooperiert. Für eine Zusammenarbeit mit der malischen Armee dagegen sieht er keine Chance. "Sie haben Angst und sie haben damit nicht unrecht", sagt Boilly, der auf die schlechten Erfahrungen der Tuareg mit der malischen Armee verweist. Der MNLA-Vertreter Moussa Ag Assarid sagt denn auch, ohne vorherige Einigung würden sie keine malischen Truppen in Azawad akzeptieren.


Re: EU plant Ausbildungsmission für Mali / Opération Serval

Verfasst: 16. Jan 2013, 08:44
von theoderich
Opération Serval : point de situation du 15 janvier 2013

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Depuis le 14 janvier, les avions de combat français (Rafale, Mirage F1 CR et Mirage 2000D) ont effectué 8 missions contre une douzaine d’objectifs ciblés autour de Diabali. Ils étaient soutenus par des avions ravitailleurs C135F


Seit dem 14. Jänner haben die französischen Kampfflugzeuge (Rafale, Mirage F1 CR und Mirage 2000D) acht Missionen gegen ein Dutzend Ziele rund um Diabali gefogen. Sie wurden von Tankflugzeugen C135F unterstützt.


Österreicher bei Mali-Einsatz?

Acht EU-Staaten haben bereits zugesagt. Österreichs Verteidigungsminister Norbert Darabos hat zwar vorerst offiziell abgewunken. Doch hochrangige Offiziere sind gespannt, wie lange sich das Bundesheer gegen eine stärkere Beteiligung wehren kann.

Ganz will sich Minister Darabos der EU-Initiative nicht entziehen. Intern wird ermittelt, ob es möglich sei, ein oder zwei Offiziere als Ausbildner nach Mali zu entsenden. Es würde zumindest reichen, Flagge zu zeigen.

Sollte es nach der Volksabstimmung kommenden Sonntag zu einem Meinungsumschwung im Ministerium kommen, stehen die Militärs einem Einsatz in Mali durchaus selbstbewusst gegenüber. Immerhin hat das Bundesheer im Rahmen der EUFOR-Tschad im Jahr 2008 mit einem Kontingent von 160 Mann einen international höchst anerkannten Wüsteneinsatz absolviert.

Wüstentraining

Ganz unvorbereitet ist das Heer nicht, weil vor allem Soldaten des Jagdkommandos jedes Jahr Wüstentrainings absolvieren. Im Fall Tschad gelang es, innerhalb von zwei Monaten eine wüstentaugliche Ausrüstung zu beschaffen. Die Puch-G wurden total zerlegt und neu aufgebaut. Sie erhielten Spezialreifen und spezielle Lenkräder, die die Sonnenhitze absorbieren.

Sandfilter für Fahrzeuge und Hubschrauber wurden in Israel beschafft. Die Hubschrauber wurden aus politischen Gründen dann aber nicht eingesetzt.

In den USA wurden spezielle Scharfschützengewehre gekauft. Pionieren des Bataillons Melk gelang es, mithilfe von Tarnnetzen Beschattungsanlagen zu bauen, die ein Leben im mehr als 50 Grad heißen Wüstensand erträglich machen. Die Franzosen, die seit gut 100 Jahren in der tschadischen Wüste unter den extremen Temperaturen leiden, waren begeistert und übernahmen nach dem Abzug der Österreicher die Beschattungsanlagen.

Angst vor der Wüste hat nach diesen Erfahrungen bei der Truppe niemand. Aber Bedenken, weil das Bundesheer mit 1500 Mann am Balkan, Golan und im Libanon ohnehin an der Grenze der Belastbarkeit angelangt sei.


Re: EU plant Ausbildungsmission für Mali / Opération Serval

Verfasst: 16. Jan 2013, 09:39
von Raveman
Infos zur Luftkomponente:

Die Franzosen setzen derzeit 1 C-130, 1 C-160, 3 C-135, 4 Rafale und 6 2000 von N'Djamena aus. Die F1 haben nach Bamako verlegt, um die Tanker zu entlasten. In Mali sind Gazelle (2?), Tiger (Gerücht) und Puma im Einsatz. Kanada (1) und GB (2) unterstützden mit C-17. GB zusätzlich mit Sentinel R1 (angeblich) und MQ-9. Belgien und Dänemark sind mit je einer C-130 dabei. Die USA sind mit EP-3 und R/MQ-4, U-28 und C-145 dabei.

Quelle: http://theaviationist.com/

Re: EU plant Ausbildungsmission für Mali / Opération Serval

Verfasst: 16. Jan 2013, 11:04
von bs
Würden sich für die Franzosen nicht auch eigene C-17 rechnen, mit Ihren ganzen Übersee-Departements, jetzt abgesehen von diesem Einsatz?

Jetzt rächt sich auch die Verspätung beim A-400.

off-topic: was ist eigentlich mit dem Brasilianischen-Pendant der C-390 - tut sich da eigentlich was?
edit: Erstflug für 2014 geplant - mal sehen!!!!