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BeitragVerfasst: 07. Sep 2012, 13:19 

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Geplanter Bau einer Kampfstadt im Gefechtsübungszentrum in der Colbitz-Letzlinger Heide

Zitat:
In dem insgesamt 232 Quadratkilometer großen Gefechtsübungszentrum (GÜZ) auf dem Truppenübungsplatz Altmark in der Colbitz-Letzlinger Heide finden die Vorbereitungen der Soldaten des Heeres auf unterschiedlichste Auslandseinsätze (Afghanistan, Kosovo etc.) statt. Der Betrieb des GÜZ als „modernste Ausbildungsstätte Europas“ wurde einem privaten Betreiber übergeben. Anfänglich war dies die Serco GmbH. Seit 2008 wird das GÜZ von Rheinmetall Defence betrieben.


Zitat:
Bereits jetzt existieren auf dem Areal des Truppenübungsplatzes sechs kleinere Siedlungen beziehungsweise Stadtkulissen, unter anderem „Plattenhausen“ mit 17 Gebäuden, „Salchau“ (im ehemaligen Ortskern des 1936 verwüsteten Dorfes Salchau) und das Übungsdorf „Stullenstadt“. Diese sind afghanischen und kosovarischen Dörfern nachempfunden.

Ende 2012 ist der erste Spatenstich für die mehr als 6 km2 große Übungsstadt „Schnöggersburg“ geplant, die komplexe Großstadtstrukturen abbildet. Der Bau soll bis 2016 abgeschlossen sein. „Schnöggersburg“ ist eine urbane Übungslandschaft, die alles hat, was zu einer modernen Großstadt gehört: Autobahnausfahrten, Hochhaussiedlungen, Sakralbauten, ein Sportstadion, Industrieanlagen, Elendsviertel, Kanalisation und eine U-Bahn. Besonders Letzteres macht klar, dass hier für keine der derzeit existierenden Einsatzgebiete geübt werden soll, sondern Bundeswehrsoldaten auf neue Einsatzszenarien vorbereitet werden.

Es handelt sich bei der Kampfstadt „Schnöggersburg“ um eine Gesamtfläche von 1,5 Kilometer mal 2,5 Kilometer, auf der etwa 520 Gebäude und weitere städtische Infrastruktur entstehen sollen. Darüber hinaus wird ein früherer Flugplatz mit einer 1 700 Meter langen Graspiste als Behelfslandebahn aktiviert


Zitat:
2. Wie viele Soldaten werden voraussichtlich zukünftig, nach Abschluss des Baus der Kampfstadt, jährlich an wie vielen Übungstagen auf dem Truppenübungsplatz Altmark erwartet?

    Am GefÜbZH fanden jeweils 21 Übungsdurchgänge pro Jahr mit etwa 10 bis 14 Übungstagen statt. Im Durchschnitt wird an 245 Tagen im Jahr ausgebildet. Die Truppenstärke der anreisenden Verbände betrug im Durchschnitt ca. 800
    Soldatinnen und Soldaten (einschl. Versorgungsanteile). Diese durchschnittliche Belegungsstärke soll sich auch nach Ausbau des Ausbildungsbereichs „Urbaner Ballungsraum Schnöggersburg“ nicht ändern.


Zitat:
3. Welche Kosten verursachen die Errichtung, die Ausstattung und der Betrieb des GÜZ?

    a) Welche Kosten fielen bisher für die Errichtung von Infrastruktur auf dem Gelände an?


    Für das GefÜbZH wurden bisher für Infrastruktur ca. 99 Mio. Euro investiert. Darüber hinaus wurden für die spezifische Technik des GefÜbZH ca. 200 Mio. Euro, für die Entsorgung munitionsspezifischer Altlasten ca. 330 Mio. Euro und für zivile Infrastruktur von militärischem Interesse (Straßenbau, Abwasserentsorgung) ca. 12 Mio Euro aufgewendet.

b) Welche Kosten werden bis 2020 insgesamt erwartet (für die Errichtung der Kampfstadt „Schnöggersburg“ und weitere bauliche Maßnahmen)?

    Für die Ausbildungsinfrastruktur zum Beüben von Verbänden in der Führung von Operationen im urbanen Umfeld („Urbaner Ballungsraum Schnöggersburg“) sind derzeit 100 Mio. Euro an Bauinvestitionen veranschlagt.

    Weitere Baumaßnahmen sind in diesem Zusammenhang nicht vorgesehen.


Zitat:
d) Wird die Kampfstadt „Schnöggersburg“ zukünftig auch von einem privaten Unternehmen betrieben werden?
Mit welchen Kosten wird dabei während und nach der Fertigstellung der Kampfstadt „Schnöggersburg“ gerechnet?


    Es ist beabsichtigt, auch den Ausbildungsbereich „Urbaner Ballungsraum Schnöggersburg“ von einem privaten Unternehmer betreiben zu lassen. Der Betrieb der systemtechnischen Anteile des „Urbanen Ballungsraumes Schnöggersburg“
    wird Teil des neu auszuschreibenden Betreibervertrages ab dem Jahr 2014 sein. Eine konkrete Aussage zu den Kosten während und nach Fertigstellung ist daher noch nicht möglich.


Zitat:
c) Welchen Stellenwert haben so genannte friedenserzwingende Kampfeinsätze in der Konzeption der Übungsmöglichkeiten?

    Beim Aufbau des Übungszentrums galten die Verteidigungspolitischen Richtlinien (VPR) vom Mai 2003 mit der Vorgabe: „Für die Bundeswehr stehen Einsätze der Konfliktverhütung und Krisenbewältigung sowie zur Unterstützung von Bündnispartnern, auch über das Bündnisgebiet hinaus, im Vordergrund.“

    Auch nach den VPR vom 27. Mai 2011 gehören „internationale Konfliktverhütung und Krisenbewältigung“ zu den Aufgaben der Bundeswehr (im Einzelnen wird auf die Antwort zu Frage 4e verwiesen). Die Ausbildungs- und Übungsgestaltung im GefÜbZH orientiert sich an diesem Aufgabenspektrum.


Zitat:
c) Wie häufig wird die 1 700 Meter lange Behelfslandebahn in der Heide bisher genutzt?

    Bisher wird die Behelfslandebahn nicht genutzt. Die Wiederinbetriebnahme ist im Zeitraum 2013/2014 geplant.


Zitat:
6. Wie viele Armeeangehörige welcher Nationalitäten übten bisher in der Colbitz-Letzlinger Heide (bitte nach Jahren auflisten)?

    Die Anfänge der internationalen Mitnutzung markieren Übungsdurchgänge im Jahr 2002 durch Österreich, im Jahr 2003 durch die Niederlande und im Jahr 2004 durch Polen. Regelmäßige internationale Mitnutzer sind seither die Niederlande mit zwei kompletten Übungsdurchgängen pro Jahr, sowie Österreich, das sich regelmäßig als Teilkontingent an zwei Übungsdurchgängen der Einsatzvorbereitenden Ausbildung (EVA) für das Operational Reserve Force – Bataillon (ORF-Btl) KFOR beteiligt. Seit 2011 beteiligen sich belgische Soldaten in der EVA für ISAF.



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BeitragVerfasst: 19. Feb 2015, 17:16 

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Inf Bat 61

17. Februar · Bearbeitet ·

Am Jahresrapport der Panzerbrigade 11 wurden wir über das Gefechtsübungszentrum Heer (Deutsche Bundeswehr) informiert. In seinem Zentrum entsteht die Übungsstadt Schnöggersburg mit zirka 500 Häusern, Industrieanlagen, Straßen, einem Bahnhof, Fluss und Brücken sowie einem Flugplatz. Erste Ausbildungsformen sollen im Jahr 2017 durchgeführt werden.



Exklusive Aufnahmen von der Baustelle Schnöggersburg (6. Juli 2014)

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Der U-Bahn-Tunnel von Schnöggersburg ist fertig. Die tiefe Schlucht wird bereits verfüllt. Sie birgt eine Betonröhre mit Ein- und Ausgängen für die Übungen der Soldaten. In einem Abschnitt des Tunnels wurden auch Gleise verlegt.


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BeitragVerfasst: 01. Okt 2015, 18:20 

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Häuserkampf in "Schnöggersburg"

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Der Bebauungsplan ist anspruchsvoll: Mehr als 500 Gebäude, darunter ein Supermarkt, eine Apotheke, ein Rathaus, Wohnungen, etliche Kilometer Straße, ein Fluss und die einzige U-Bahn in Sachsen-Anhalt. "Schnöggersburg" heißt die Siedlung, die auf dem Gelände des Gefechtsübungszentrums des Heeres nahe Magdeburg seit Ende 2012 entsteht und die auch ein Kaufhaus, eine Kasernenanlage und einen Sakralbau bekommen soll.

Zitat:
Schon jetzt ist auf dem riesigen Truppenübungsplatz in der Letzlinger Heide eine Trainingsanlage vorhanden. Die Soldaten, die etwa nach Afghanistan gehen, werden hier auf ihren Einsatz vorbereitet. Jeder Einzelne kann per GPS überwacht werden, "Treffer" werden mit Lasern simuliert, die Auswertung findet in einem zentralen Kontrollraum statt. Doch den Kampf in bebautem Gelände, in Städten etwa, kann die Bundeswehr dort nur sehr eingeschränkt üben.

Klammheimliche Übung für Inlandseinsatz?

Muss sie auch gar nicht, sagen Kritiker. Denn bislang hat es in keinem Auslandseinsatz der Truppe jemals Gefechte in Städten gegeben, so die Argumentation. Die Linkspartei argwöhnte deshalb schon, es gehe eher um Einsätze im Inland, die man hier klammheimlich üben wolle. Tatsächlich trainieren die Streitkräfte aber schon seit Jahrzehnten auch Gefechte in Städten und Dörfern - schon weil man im Kalten Krieg damit rechnete, dass im Ernstfall auch dort gekämpft werden würde. Auf dem Truppenübungsplatz Hammelburg in Bayern werden die Soldaten seit den 1960er-Jahren im entvölkerten Dörfchen "Bonnland" ausgebildet.

"Schnöggersburg" wird aber etliche Nummern größer sein und Szenarien ermöglichen, die auch in einer echten Stadt auf die Soldaten zukommen könnten. Dabei sollen "alle Intensitätsarten, von humanitärer Hilfe über Stabilisierung bis hin zum Kampf" - falls erforderlich auch zeitgleich - geübt werden, erläutert die Bundeswehr. Bis zu 1500 Soldaten werden laut Streitkräften gleichzeitig in den "typischen Elementen einer städtischen Bebauung" trainieren können. Dazu gehören neben den Gebäuden auch eine weitläufige Kanalisation und ein 350 Meter langer U-Bahn-Schacht. Außerdem soll ein Gebiet mit Ruinen entstehen, ein zentraler Platz und einige Hochhäuser.

Slum in "Schnöggersburg"

Die verschiedenen Stadtgebiete legen nahe, dass es hier nicht nur um die Heimatverteidigung, sondern vor allem um weltweite Einsätze gehen wird. Denn anders als im beschaulichen Übungsdörfchen "Bonnland" mit Kirche und Fachwerkhäusern wird es in "Schnöggersburg" auch einen Slum mit mehreren hundert Hütten geben.

Zitat:
Mit der neuen Ausbildungsanlage wird laut Bundeswehr auch ein "technisches Upgrade" der Simulationstechnik verfolgt. Die liefert der Rüstungskonzern Rheinmetall und soll präziser und realitätsnäher funktionieren als die Geräte aus den 1990er-Jahren, die im Gefechtsübungszentrum bislang verwendet werden. "Dies bieten wir auch unseren Bündnispartnern in der NATO und der EU, sowie der Polizei an", sagt Hellmich.

Das wird wohl auch nötig sein, denn das fast sechs Quadratkilometer große Gelände wäre für die Bundeswehr allein vermutlich deutlich zu groß. Von gemeinsamen Manövern mit NATO-Partnern und anderen Verbündeten erhofft sich die Bundeswehr eine "signifikante Erhöhung der Interoperabilität", soll heißen: eine bessere und reibungslosere Zusammenarbeit in möglichen Auslandseinsätzen. 2018 soll der Übungsbetrieb aufgenommen werden. Komplett fertig gestellt sein soll "Schnöggersburg" bis 2020.



Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Jan van Aken, Katrin Kunert,
Wolfgang Gehrcke, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.

– Drucksache 18/4772 –

Multinationale Nutzung des Gefechtsübungszentrums Heer in der Altmark


21.05.2015

Zitat:
1. Wann wurde, bzw. wann wird die Kampfübungsstadt Schnöggersburg zum ersten Mal für eine militärische bzw. polizeiliche oder andere Übung genutzt?

    Der urbane Ballungsraum Schnöggersburg (UrbBallR SB) wird nach jetzigem Planungsstand mit einem ersten Abschnitt nicht vor dem vierten Quartal 2017 zur Nutzung freigegeben.

Zitat:
10. Welche Teilstreitkräfte kommen als Nutzer des Gefechtsübungszentrums Heer (inkl. Kampfübungsstadt Schnöggersburg) infrage, und welche konkreten Großwaffensysteme sollen hierbei üblicherweise zum Einsatz kommen?

    Grundsätzlich können Kräfte aller Teilstreitkräfte im Gefechtsübungszentrum Heer üben.
    Grundsätzlich sind alle im Bestand befindlichen, bodengebundenen und luftgestützten Waffensysteme für den Einsatz mit simuliertem Waffeneinsatz im Gefechtsübungszentrum Heer (inkl. Kampfübungsstadt Schnöggersburg) vorgesehen.

11. Hat das Areal nach Kenntnis der Bundesregierung die technischen Voraussetzungen, den Einsatz von bewaffneten (bewaffnungsfähigen) Drohnen zu üben, und sind solche Übungen erfolgt bzw. in Zukunft vorgesehen?

    In die Simulations- und Systemtechnik des Gefechtsübungszentrums Heer (inkl. Kampfübungsstadt Schnöggersburg) können diese Waffensysteme zurzeit nicht integriert werden. Derzeit gibt es keine Planungen, die technischen Voraussetzungen des Simulationssystems für das Beüben solcher Waffensysteme zu schaffen. Entsprechende Übungen sind bisher nicht erfolgt.

12.Welche Finanzierungskosten waren für den Ausbau des Gefechtsübungszentrums Heer im Hinblick auf die Kampfübungsstadt Schnöggersburg vor Baubeginn ursprünglich vorgesehen, und für welche Areale, Abschnitte und Übungseinheiten sind etwaige Kostensteigerungen entstanden, und worauf sind diese im Einzelnen konkret zurückzuführen?

    Für den infrastrukturellen Ausbau des urbanen Ballungsraumes „Schnöggersburg“ als Einrichtung zur einsatzvorbereitenden Ausbildung von Verbänden bzw. Task Forces sind Gesamtkosten in Höhe von 117,8 Mio. Euro eingeplant. Weitere 17,9 Mio. Euro sind für ein mobiles Auswertesystem vorgesehen.

    Die Kosten vor Baubeginn waren mit 115,0 Mio. Euro haushaltsmäßig anerkannt. Kostensteigerungen sind für die Bauabschnitte 0 „Verkehrsinfrastruktur“ und 2 „Industriestadt“ entstanden. Diese Kostensteigerungen sind einerseits durch neue Erkenntnisse aus dem Projekt, wie die nachhaltigere Befestigung von Straßen, zusätzliche Einzäunung, Vermessungsarbeiten und Entmunitionierung von Flächen begründet und anderseits durch nutzerseitige Forderungen für die Implementierung des Mobilen Auswertesystems Infanteristischer Einsatz (MASIE) entstanden.


Österreich ist im GÜZ Altmark seit 2007 "Stammkunde" - es gab seit der Öffnung für befreundete Staaten kein Jahr ohne österreichische Übungstätigkeit.


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BeitragVerfasst: 14. Okt 2016, 10:03 

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Übungsstadt Schnöggersburg wächst

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Im Gefechtsübungszentrum des Heeres (GÜZ) auf dem Truppenübungsplatz Altmark befindet sich die Baustelle des Ausbildungsgeländes „Urbaner Ballungsraum Schnöggersburg”. Die Bauarbeiten sind zeitgerecht fortgeschritten, so dass von rund 520 Gebäuden, Straßen und Plätzen, dem Industriegebiet und weiteren Bauten bereits ein Drittel fertig gestellt ist.

Zitat:
Aus dem sich darbietenden Panorama stechen insbesondere ein Sakralbau und mehrere ein bis dreigeschossige Übungshäuser hervor. Diese sind aus Stahlbetonfertigteilen gefertigt und haben zum Teil Sattel-, Pult-, aber auch Flachdächer. Die 2015 noch im Bau befindlichen Gebäude haben sich inzwischen zu einem Stadtteil entwickelt, der mit verschiedenen Gebäudetypen und -höhen, engen verwinkelten Gassen und schmalen Straßen typische Altstadtmerkmale erkennen lassen. Dieser Teil des Bauprojektes ist zu knapp 85 Prozent fertig gestellt und soll Ende 2017 übernommen werden.

Zitat:
Am Rande des Industriegebiets befindet sich der Flughafen mit Tower, einem Flughafengebäude, einer Abfertigungs- und Wartehalle, einem Hubschrauberbedarfslandeplatz sowie einer Behelfslandebahn als „Heidelandebahn”. Diese besondere Naturlandebahn wurde ohne Beton und Schotter erstellt und hat bereits im September 2016 ihre Feuertaufe bestanden. Mit erfolgreichen Landungen und anschließenden Starts einer Transall wurde die Landebahn für tauglich befunden und kann seitdem von Transportflugzeugen der Typen C-160 Transall und C-130 Herkules genutzt werden.

Zitat:
Aktuell sind haushaltsmäßig rund 140 Millionen Euro für das Bauvorhaben anerkannt. Die ursprüngliche Kostenschätzung zu Beginn der Planung belief sich auf 100 Millionen Euro. Die Gründe für die Kostensteigerung sind vielseitiger Natur. Einerseits führten gestiegene Materialkosten und eine gut laufende Konjunktur zu einer Kostensteigerung. Auf der anderen Seite fordert der Einbau einer anfangs nicht betrachteten Simulationstechnik infrastrukturelle Vorbereitungsmaßnahmen, die ebenfalls zu einer Steigerung der Kosten beitragen. Bei einer Baumaßnahme, die über fast zehn Jahre läuft, lässt sich eine Entwicklung von Preisen und Lohnkosten zwar kalkulieren, aber nicht hundertprozentig vorhersagen.

Zitat:
Der Übungsbetrieb in Schnöggersburg soll in 2018 starten, allerdings noch ohne Simulationstechnik. Bis zur Fertigstellung des gesamten Bauprojektes in 2021 wird zurzeit parallel die Technik beschafft und eingebaut.



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BeitragVerfasst: 22. Aug 2017, 12:48 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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Deutschland-Koblenz: Kampfsimulatoren

2017/S 159-329440

Auftragsbekanntmachung

Lieferauftrag


Zitat:
II.1.1) Bezeichnung des Auftrags durch den öffentlichen Auftraggeber:

Gefechtsübungszentrum Heer – Projekt MASIE Gebäudeinstrumentierung.

Zitat:
I. Kurzbeschreibung:

Simulationstechnik für das Gefechtsübungszentrum des Heeres (GefÜbZH).

Das GefÜbZH auf dem Truppenübungsplatz Altmark in der Colbitz – Letzlinger Heide ist eine zentrale Ausbildungseinrichtung des Heeres, in der simulationsunterstützt bis zur Verbandsebene (Bataillon+) verschiedene Ausbildungsinhalte in einer „Live“-Umgebung vermittelt werden können.

Für die neue Option der Ausbildung von Soldaten im Urbanen Ballungsraum wird Simulationstechnik zur Instrumentierung der Infrastruktur Schnöggersburg benötigt. Dies ist der Systemanteil „Mobiles Auswertesystem Infanteristischer Einsatz“ (MASIE) – Anteil Gebäudeinstrumentierung.

Der zu liefernde Systemanteil, incl. Dokumentation, stellt eine Komponente im Live-Simulationssystem GefÜbZH dar und ist nahtlos, unter Berücksichtigung verschiedenster Systemschnittstellen, zu integrieren und betriebsfertig zu übergeben. Die Systemschnittstellen sind in Interchange Control Dokumenten (ICDs) definiert, die integrale Bestandteile (Anhänge) der Leistungsbeschreibung des Systemanteils MASIE- Gebäudeinstrumentierung sind.

Der Systemanteil MASIE – Gefechtsfeld soll insgesamt zur mobil adaptierbaren, live- simulationstechnischen Einbindung von bis zu 50 Gebäuden des Urbanen Ballungsraumes „Schnöggersburg“ in die Systemtechnik des GefÜbZH genutzt werden. Das System muss leicht (de-)installier-, verleg- und administrierbar sein.

Zu liefern sind 50 Gebäudeausstattungssätze, bestehend aus:

    1. Beschuss-Sensorik für 200 zu instrumentierende Wände und Wandöffnungen (Fenster,Türen),

    2. Raumpositionierungskomponenten (optische Baken) für 800 Räume,

    3. zur Erfassung der Gefechtsabläufe

      a) Kameras für die temporäre Anbringung innerhalb der Gebäude,

      b) stationäre Kameras für den Außenbereich,

      c) sowie mobile Kameras,

    4. akustische und visuelle Effektdarstellung von (in-)direktem Beschuss innerhalb der Gebäude,

    5. „Gebäudeverteiler“ zur Anbindung der netzwerkfähigen Komponenten in das zentrale Netzwerk.

Die Integration dieser teilweise anzupassenden Komponenten in die gemäß ICDs bereits implementierten Funktionsketten ist abschließend in vollen Umfang im Rahmen einer Live-Simulation nachzuweisen.



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BeitragVerfasst: 28. Okt 2017, 16:39 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20760
Video: Schnöggersburg – Europas größte Übungsstadt




Neue leere Stadt: Schnöggersburg zum Teil übergeben (Neufassung)



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