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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 18. Aug 2015, 21:17 

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Danke für die Info


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 08. Sep 2015, 18:16 

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European client orders Elbit surveillance system for Hermes 900 UAVs

Bild

Zitat:
An unspecified European country has awarded Elbit Systems a USD78 million contract to deliver surveillance systems for unmanned aerial vehicles (UAVs), the Israeli defense company announced on 6 September.

The systems include the Advanced Multi-Sensor Payload System (AMPS) long-range electro-optical surveillance system.

An Elbit source said that the AMPS will be carried by Elbit Hermes 900 UAVs that have been ordered by the customer.

The contract will be carried out over a two-year period by the ISTAR Division that Elbit established several months ago by merging its Electro-optics (ELOP) and Unmanned Aerial Systems (UAS) Divisions.

There are currently no known users of the Hermes 900 in Europe, but the Swiss parliament approved a plan to acquire six Hermes 900 UAVs on 7 September, a day after Elbit announced the payload contract. The Swiss UAVs will be used by the country's border guard.



Elbit Systems Awarded an Approximately $78 Million Contract to Provide a European Country with UAS-Based Advanced Intelligence Systems



Die Schweiz kauft neue Aufklärungsdrohnen (7. September 2015)

Zitat:
Nach dem Nationalrat unterstützt auch der Ständerat das Rüstungsprogramm 2015 im Umfang von 542 Millionen Franken. Dieses sieht vor, drei Systeme zu ersetzen, die vor ihrem Nutzungsende stehen. Beschafft werden sechs neue Aufklärungsdrohnen, neue Schiesssimulatoren zum Sturmgewehr 90 und 879 leichte Motorfahrzeuge geländegängig für Fachsysteme.

Der Nationalrat hatte dem Rüstungsprogramm 2015 im Juni mit 130 gegen 55 Stimmen bei 1 Enthaltung zugestimmt. Der Ständerat folgte nun mit 31 gegen 9 Stimmen bei 5 Enthaltungen. Ein Antrag der Ratslinken, die Beschaffung der neuen Aufklärungsdrohnen aus Israel zu streichen, wurde deutlich abgelehnt. Die Minderheit begründete ihren Antrag mit zu vielen Zweifeln – ethischen, politischen und praktischen Zweifeln. Verteidigungsminister Ueli Maurer argumentierte, eine Beschaffung in Israel kollidiere nicht mit dem Völkerrecht, obwohl sich das Land in einem bewaffneten Konflikt befinde Und: «Die Sicherheit ist für ein Land etwas Zentrales. Mit dieser Aufklärungsdrohne füllen wir eine Lücke, die seit einiger Zeit besteht. Wir tun das zum Schutz der Schweizer Bevölkerung.»

Zitat:
Drohnen-Petition ohne Chance

Im Zusammenhang mit dem Rüstungsprogramm hat der Ständerat auch die Petition «Nein zum Kauf von Drohnen aus Israel» von BDS-CH (Boykott-Desinvestition-Sanktionen Schweiz) behandelt. Mit 23 zu 13 Stimmen bei 7 Enthaltungen leistet die kleine Kammer dem Begehren keine Folge.



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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 04. Nov 2015, 22:35 

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Medienkonferenz der SiK-N: Weiterentwicklung der Armee. Änderung der Rechtsgrundlagen / Rüstungsprogramm 2015
Nationalratskommission kürzt zweites Rüstungsprogramm

Zitat:
Die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrates (SiK) hat das zweite Rüstungsprogramm des Jahres 2015 gutgeheissen. Sie beantragt dem Rat aber Kürzungen im Umfang von 100 Millionen Franken.

Das gab SiK-Präsident Thomas Hurter (SVP/SH) am Dienstag vor den Medien in Bern bekannt. Dem ersten Rüstungsprogramm 2015 hat das Parlament bereits zugestimmt. Mit einem Zusatzprogramm beantragt der Bundesrat aber weitere Beschaffungen für 874 Millionen Franken.

Zitat:
Kein neuer Motor für Duros

In der Nationalratskommission gab vor allem der grösste Posten zu reden: Für 558 Millionen Franken will der Bundesrat die Nutzungsdauer von leichten geländegängigen Lastwagen (Duro) verlängern. Insgesamt sollen 2220 Duro umgerüstet werden.

Die SIK hat sich nun aber mit 17 zu 6 Stimmen bei 2 Enthaltungen dafür ausgesprochen, den Betrag um 100 Millionen Franken zu kürzen. Verzichten will sie auf die Erneuerung von Motor, Getriebe und Fahrdisplay der Duro-Lastwagen.

Die Mehrheit der Kommission kam laut Hurter zum Schluss, dass der Ersatz des Motors nicht nötig ist, unter anderem wegen der tiefen Kilometerzahl. Das Verteidigungsdepartement macht geltend, der Ersatz des Motors würde die Fahrzeuge umweltfreundlicher machen.

Querbänke mit Sicherheitsgurten

Keine Einwände hat die Kommission gegen Massnahmen für mehr Sicherheit: So sind 4-Punkte-Gurtensysteme und Überrollbügel vorgesehen. Der Bund hatte auch den Kauf neuer Fahrzeuge erwogen, diese Pläne aber verworfen.

Das zusätzliche Rüstungsprogramm beinhaltet insgesamt vier Vorhaben. Für 118 Millionen Franken will der Bundesrat Telekommunikationsmittel der Armee erneuern. Für 100 Millionen Franken sollen die Bestände der Pistolen- und Sturmgewehrmunition ergänzt und die Zünder der Handgranate 85 ersetzt werden. Schliesslich will der Bundesrat für 98 Millionen Franken die Nutzungsdauer des 35-mm-Mittelkaliber-Fliegerabwehrsystems verlängern.

In der Gesamtabstimmung hiess die Kommission das Rüstungsprogramm mit 18 zu 7 Stimmen gut. Der Nationalrat entscheidet voraussichtlich in der Wintersession.



Zuletzt geändert von theoderich am 09. Mär 2016, 09:30, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 24. Nov 2015, 06:27 

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VBS hat mehr Geld als reife Beschaffungsprojekte (23. November 2015)

Zitat:
Mitte Dezember wird der Nationalrat über den Erwerb von Telekommunikationsmitteln, die Instandhaltung eines Fliegerabwehrsystems, die Sanierung der Duro-Geländewagen sowie den Kauf von Munition für Pistolen und Sturmgewehre sowie Handgranatenzünder befinden.

Munition für 100 Millionen

Selbst militärfreundliche Kreise sprechen von einem aufgeblähten Sonder-Rüstungsprogramm. Insider wundern sich etwa, dass der Munitionskauf – Ausgaben von 100 Millionen Franken sind dafür budgetiert – nicht über den speziell dafür vorgesehenen Kredit, sondern über das Rüstungsprogramm vollzogen wird.

Erstaunlich sei auch, dass ausgerechnet die Sanierung der Geländewagen und die Instandhaltung des Abwehrsystems erstmals dank einem beschleunigten internen Verfahren ausführungsreif gemacht worden seien, obwohl dies in der Umsetzung höhere Risiken berge. Dabei seien diese Vorhaben nicht eilig. Doch weil andere, eigentlich pressante Beschaffungsgeschäfte nicht bereit seien, würden diese Investitionen vorgezogen. «Das zur Verfügung stehende Geld soll ausgegeben werden, damit der Finanzbedarf nicht infrage gestellt wird», sagt ein interner Kritiker.

VBS-Sprecher Renato Kalbermatten betont, dass der Ausrüstungs- und Erneuerungsbedarf der Armee nach wie vor hoch sei. In den nächsten Jahren wolle das VBS zahlreiche Beschaffungsprojekte ausführen, bevor nach 2020 vor allem Geld für neue Kampfflugzeuge bereitgestellt werden soll.

Dass Munition über das Rüstungsprogramm gekauft wird, erklärt Kalbermatten mit einem Nachholbedarf. «Die Nachbeschaffungen werden über das Rüstungsprogramm beantragt.» Dieses Vorgehen sei bereits in früheren Jahren gewählt worden, sagt Kalbermatten. An den beschleunigten Projekten hält er fest, in anderen Bereichen, etwa bei Immobilienkäufen, sei eine solche Abwicklung üblich.

Teurer als Neukauf

Zu reden geben dürfte im Nationalrat in erster Linie die Erneuerung der über 2200 Geländewagen, die auf fast 560 Millionen Franken zu stehen kommen soll. Die Fahrzeuge erhalten einen neuen, umweltfreundlicheren Motor und werden sicherer gemacht. Dass die Sanierung weit mehr kostet als die Anschaffung der Lastwagen vor rund 20 Jahren, sorgt nicht zuletzt in der SVP für Unmut. Befürworter erwidern, ein Vergleich mit dem damaligen Kaufpreis sei nicht zulässig, weil die Überholung grossen Mehrwert bringe. Zudem sichere der Auftrag Arbeitsplätze bei der Thurgauer Herstellerfirma Mowag und ihren Zulieferern.

Von SP-Seite heisst es, das zusätzliche Rüstungsprogramm sei grundsätzlich fragwürdig, da es keine sicherheitspolitisch dringlichen Beschaffungen enthalte. Es diene vor allem dazu, gesprochenes Geld auch auszugeben.

In Zukunft wird das VBS seine Beschaffungsprogramme für Rüstungsgüter und Immobilien nicht mehr separat vorlegen, sondern in einer Armeebotschaft. Diese richtet sich nach dem Zahlungsrahmen, den das Parlament jeweils für vier Jahre als Absichtserklärung festlegt. «Mit der integralen Botschaft können der Handlungsbedarf, die Verpflichtungskredite und die Finanzen aufeinander abgestimmt beschlossen werden», sagt VBS-Sprecher Kalbermatten. Die Armee erhalte so eine erhöhte Planungssicherheit.



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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 26. Nov 2015, 16:53 

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Elbit Systems Awarded Approximately $200 Million Contract for the Supply of Hermes™ 900 HFE UAS to Switzerland

Zitat:
Elbit Systems Ltd. (NASDAQ and TASE: ESLT) ("Elbit Systems"), announced today that it was awarded an approximately $200 million contract from the Swiss Federal Department of Defense, Civil Protection and Sport ("DDPS"), for the supply of Hermes 900 HFE (Heavy Fuel Engine) Unmanned Aircraft Systems (UAS) and an advanced ground segment for command, control and communications. The contract, to be performed over a four-year period, follows the DDPS June 2014 announcement about Elbit Systems selection as the preferred supplier for the UAS 15 new reconnaissance drone program.

The Hermes 900 HFE system, to be supplied to the Swiss Air Force, is an advanced adverse-weather unarmed reconnaissance UAS, offering improved operational capabilities.



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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 17. Dez 2015, 14:12 

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Nationalrat stimmt zusätzlichem Rüstungsprogramm 2015 zu

Zitat:
Der Nationalrat unterstützt mit 138 gegen 53 Stimmen das zusätzliche Rüstungsprogramm 2015. Es umfasst vier Rüstungsvorhaben im Umfang von 874 Millionen Franken.

Zitat:
Mit 136 gegen 50 Stimmen hat der Nationalrat einen Nichteintretensantrag der Minderheit seiner Sicherheitspolitischen Kommission (SiK) abgelehnt. In der Detailberatung sorgten der Ersatz von Komponenten der mobilen Kommunikation und die Werterhaltung der Lastwagen für Diskussionen.



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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 17. Dez 2015, 16:03 

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Dann ist jetzt Platz für 2016
-Mörser System
-Neue LKW ( Geländegängige )


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 17. Dez 2015, 17:37 

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Im neuen armafolio gibt es ein Foto des werterhaltenen "Duro". Sieht spitze aus:



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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 17. Dez 2015, 18:24 

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Das ist auch Teuer erkauft das ein Mad in Swatsch ( oder so Ähnlich ) in der Armee gibt

da wäre der Unimog Billiger gewesen


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 17. Dez 2015, 18:50 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20714
Alarich hat geschrieben:
das ein Mad in Swatsch ( oder so Ähnlich ) in der Armee gibt


Bitte WAS? Du meinst wohl "Made in Switzerland" ... Der Bedarf ist mMn zwar gut begründet, aber das Vorhaben erscheint mir insgesamt zu teuer zu sein:

    Botschaft über die zusätzliche Beschaffung von Rüstungsmaterial 2015 (Zusätzliches Rüstungsprogramm 2015) hat geschrieben:
    Ein anderes Fahrzeug, das die Transportbedürfnisse im selben Masse erfüllt, ist nicht auf dem Markt verfügbar. Im Angebot stehen in dieser Nutzklasse entweder schwerere und teurere militärische Fahrzeuge mit höherem Schutzfaktor wie Radschützenpanzer oder kostengünstigere zivile Fahrzeugversionen, die nicht alle militärischen Anforderungen erfüllen und eine entsprechend kürzere Nutzungsdauer aufweisen.

    Das Chassis des Duro entspricht nach wie vor dem Stand der Technik. Dadurch entfällt im Vergleich zur Werterhaltung eine teurere Neubeschaffung.


Zuletzt geändert von theoderich am 17. Dez 2015, 19:13, insgesamt 4-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 17. Dez 2015, 19:01 

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Naja wurde selbst von der SVP Bezweifelt

Da es doch teuer ist

aber man hätte auch Duro III P Kaufen gekonnt


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 17. Dez 2015, 19:10 

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Beiträge: 20714
Alarich hat geschrieben:
aber man hätte auch Duro III P Kaufen gekonnt


Das hätte bei einem 1 : 1 - Ersatz locker 3 - 4 Mrd. CHF gekostet. Und man braucht nicht in jedem Szenario gepanzerte Fahrzeuge mit ABC- und Minenschutz.

    Botschaft über die Beschaffung von Rüstungsmaterial 2013 (Rüstungsprogramm 2013) hat geschrieben:
    Die heute im Einsatz stehenden ungeschützten Duro I werden für den Transport von Material und Munition weiterverwendet.

Ein Kauf neuer Duro I 4x4/6x6 wäre vielleicht kostengünstiger gewesen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 18. Dez 2015, 21:38 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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RUAG Defence wins contract to manufacture the SSim Stgw 90 NT

Bild

Zitat:
The Simulation & Training business unit has won an international tender for the new technology shooting simulator for the Stgw 90 assault rifle (SSim Stgw 90 NT). The contract to manufacture the shooting simulator, which gives a realistic representation of combat behaviour, was signed a few days ago.

The SSim Stgw 90 NT (Schiesssimulator zum Sturmgewehr 90 Neue Technologie) is part of the RP15 armaments programme. The shooting simulator for the Stgw 90 assault rifle, used since 1993, will be replaced by RUAG Defence's new SSim Stgw 90 NT. The Swiss army is acquiring 500 sets of 10 SSim Stgw 90 NT, including accessories and logistics.



Ein Bericht über die Erprobung des Aufklärungsdrohnensystems 95 ("Ranger") durch die Gruppe Rüstungsdienste (heute: armasuisse):



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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 10. Jan 2016, 15:29 

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Lohnende Kontakte zum VBS

Zitat:
Das Verteidigungsdepartement (VBS) will die Telekommunikationssysteme der Armee vereinheitlichen und dafür bis 2027 rund 1,8 Milliarden Franken aufwenden. In sechs Schritten sollen die benötigten Geräte und Anlagen erworben werden. In einer ersten Tranche kauft die Armee 400 Richtstrahlgeräte. Der Auftrag – inklusive Planung und Konzeptarbeiten – in der Höhe von 118 Millionen Franken ist ohne Ausschreibung der Firma Thales übertragen worden. Der Nationalrat hat dieser Beschaffung mit dem zusätzlichen Rüstungsprogramm 2015 im Dezember mit 138 gegen 53 Stimmen bereits zugestimmt, der Ständerat wird die Vorlage im März behandeln.

In der Botschaft des Bundesrats ans Parlament heisst es, aufgrund der technischen Besonderheiten des Auftrags komme die freihändige Vergabe zugunsten von Thales zur Anwendung. Die neuen Geräte müssten mit den bisher verwendeten kompatibel sein, weshalb nur der Schweizer Ableger des französischen Thales-Konzerns als Lieferant infrage komme.

Verschieden interpretiert

Die Argumentation macht Konkurrenten hellhörig, sind doch für das Projekt Telekommunikation der Armee in den nächsten Jahren weitere Beschaffungen im Wert von fast 1,7 Milliarden Franken vorgesehen. Diese würden mit der Argumentation der Kompatibilität nun erst recht an Thales gehen, argwöhnen Beobachter. Die Weichen zugunsten der Franzosen seien mit dem ersten, ohne Ausschreibung erfolgten Zuschlag gestellt worden.

Dass diese Befürchtung zutrifft, wird von der Beschaffungsbehörde Armasuisse bestritten. Ihr Kommunikationschef Kaj-Gunnar Sievert sagt, der erteilte Auftrag stelle kein Präjudiz dar. «Für die nächste Beschaffung im Rüstungsprogramm 2018 sind die Evaluationsarbeiten im Gang. Es wurden 19 Firmen angeschrieben.» Gekauft werden sollen dann Funkgeräte, technische Anlagen und Sprech-Garnituren. Für die erste Tranche habe man Thales auch deshalb berücksichtigen müssen, weil die Firma für die verwendete Technik das geistige Eigentum besitzt.


    Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen (VöB)
    vom 11. Dezember 1995 (Stand am 1. April 2015)

    Zitat:
    Art. 13 Freihändiges Verfahren

    (Art. 13 Abs. 2)

      1 Die Auftraggeberin kann den Auftrag unter einer der folgenden Voraussetzungen direkt und ohne Ausschreibung vergeben:

        a. Es gehen im offenen oder selektiven Verfahren keine Angebote ein, oder es erfüllt weder ein Anbieter noch eine Anbieterin die Eignungskriterien.

        b. Es werden im offenen oder selektiven Verfahren ausschliesslich Angebote eingereicht, die aufeinander abgestimmt sind oder die nicht den wesentlichen Anforderungen der Ausschreibung entsprechen.

        c. Aufgrund der technischen oder künstlerischen Besonderheiten des Auftrages oder aus Gründen des Schutzes geistigen Eigentums kommt nur ein Anbieter oder eine Anbieterin in Frage, und es gibt keine angemessene Alternative.

        d. Aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse wird die Beschaffung so dringlich, dass kein offenes oder selektives Verfahren durchgeführt werden kann.

        e. Aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse werden zur Ausführung oder Abrundung eines zuvor im Wettbewerb vergebenen Bauauftrages zusätzliche Bauleistungen notwendig, deren Trennung vom ursprünglichen Auftrag aus technischen und wirtschaftlichen Gründen für die Auftraggeberin mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden wäre. Der Wert der zusätzlichen Bauleistung darf höchstens die Hälfte des Werts des ursprünglichen Auftrages ausmachen.

        f. Leistungen zur Ersetzung, Ergänzung oder Erweiterung bereits erbrachter Leistungen müssen dem ursprünglichen Anbieter oder der ursprünglichen Anbieterin vergeben werden, weil einzig dadurch die Austauschbarkeit mit schon vorhandenem Material oder Dienstleistungen gewährleistet ist.

        g. Die Auftraggeberin beschafft Erstanfertigungen von Gütern (Prototypen) oder neuartige Dienstleistungen, die auf ihr Ersuchen im Rahmen eines Forschungs-, Versuchs-, Studien- oder Neuentwicklungsauftrages hergestellt oder entwickelt werden.

        h. Die Auftraggeberin vergibt einen neuen gleichartigen Bauauftrag, der sich auf einen Grundauftrag bezieht, der im offenen oder selektiven Verfahren vergeben wurde. Sie hat in der Ausschreibung für das Grundprojekt darauf hingewiesen, dass für solche Bauaufträge das freihändige Vergabeverfahren angewendet werden kann.

        i. Die Auftraggeberin beschafft Güter an Warenbörsen.

        k. Die Auftraggeberin kann Güter im Rahmen einer günstigen, zeitlich befristeten Gelegenheit zu einem Preis beschaffen, der erheblich unter den üblichen Preisen liegt (insbesondere bei Liquidationsverkäufen).

        l. Die Auftraggeberin vergibt die Folgeplanung oder die Koordination der Leistungen zur Umsetzung der Planung an den Gewinner oder die Gewinnerin, der oder die im Rahmen eines vorausgehenden Verfahrens die Lösung einer planerischen Aufgabe erarbeitet hat. Dabei müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

          1. Das vorausgehende Verfahren wurde in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Gesetzes durchgeführt.

          2. Die Lösungsvorschläge wurden von einem mehrheitlich unabhängigen Gremium beurteilt.

          3. Die Auftraggeberin hat sich in der Ausschreibung vorbehalten, die Folgeplanung oder die Koordination freihändig zu vergeben.

      2 Die Auftraggeberin erstellt über jeden freihändig vergebenen Auftrag einen Bericht. Dieser enthält:

        a. den Namen der Auftraggeberin;

        b. Wert und Art der beschafften Leistung;

        c. das Ursprungsland der Leistung;

        d. die Bestimmung von Absatz 1, nach der der Auftrag freihändig vergeben wurde.


    Botschaft über die zusätzliche Beschaffung von Rüstungsmaterial 2015

    Zitat:
    Vergabeverfahren:

    [...]

      – Richtstrahlgeräte mit erweiterter Funktionalität

        Aufgrund der technischen Besonderheiten des Auftrages nach Artikel 36 VöB in Verbindung mit Artikel 13 Absatz 1 Buchstabe c VöB kommt die freihändige Vergabe zugunsten von Thales Schweiz zur Anwendung. Die technische Besonderheit ergibt sich aus dem Umstand, dass die neuen Geräte aus Gründen des militärischen Einsatzes mit den bisherigen kompatibel sein müssen. Dies kann nur über eine Auftragserteilung an den bisherigen Liefe-ranten Thales gewährleistet werden. Bei den zu beschaffenden Geräten han-delt es sich um Sende- und Empfangsgeräte. Diese sind im Anhang 1 VöB Liste des zivilen Materials ausdrücklich ausgenommen, womit diese Be-schaffung nicht den Bestimmungen der WTO unterliegt.


Zitat:
Industrie- und Offizierskreise misstrauen allerdings den Beteuerungen, Thales werde mit dem jetzigen Auftrag nicht automatisch in eine bevorzugte Ausgangslage für die künftigen Beschaffungen gebracht. Zudem kritisieren die Insider, diese Firma habe einen privilegierten Zugang zur Armee, weil ein Ex-Kadermann von Thales vor einigen Jahren zum stellvertretenden Chef der Führungsunterstützungsbasis (FUB) der Armee wurde. Die FUB bereitet das Telekommunikations-Konzept vor, im Projektausschuss für die Beschaffung ist der ehemalige Manager vertreten. Sievert sagt dazu: «Armasuisse ist die Beschaffungsstelle und damit für die Vergaben zuständig.» Sie lege auch die technischen Anforderungen fest.

Für weiteren Gesprächsstoff im Zusammenhang mit dem Telekommunikations-Projekt sorgt eine Stiftung zur Förderung der Übermittlungs- und Führungsunterstützungstruppen der Armee. Im Stiftungsrat sind sowohl Thales als auch die FUB vertreten. Domiziliert ist die Stiftung bei Thales, die Postadresse hat sie bei der FUB. Der Einsitz in solche Gremien für Vertreter der Armee sei durch das Bundespersonalgesetz geregelt, sagt Sievert. Es dürften keine Interessenkonflikte entstehen. «Die Unabhängigkeit muss in jedem Fall gewährleistet sein.» Ihre Postadresse stelle die FUB aus koordinativen Gründen zur Verfügung.

Die Firma Thales hält fest, das Unternehmen habe der Stiftung nie Vermögenswerte übergeben und werde das auch künftig nicht tun. Kommunikationschef Andreas Cantoni sagt zudem, ein Thales-Mitarbeiter sei Mitglied des Stiftungsrats und zurzeit turnusgemäss Präsident. Der ehemalige Milizoffizier der Übermittlungstruppen sei schon lange vor seiner Anstellung bei Thales in den Stiftungsrat gewählt worden.

Das beruhigt die Konkurrenz nicht. Sie weist vielmehr darauf hin, die Nähe von Thales zum VBS zeige sich auch darin, dass die Firma als Generalunternehmerin für das Projekt einer bodengestützten Luftverteidigung bestimmt wurde (siehe Box).


Dieser Artikel klingt nach einem Auftragswerk. Zuerst heißt es "Beobachter" - dann "die Konkurrenz". Thales beschäftigt in Zürich immerhin 200 Mitarbeiter. Andere namhafte Hersteller von Richtfunksystemen, wie Elbit (Telefunken RACOMS), Kongsberg oder Harris haben keinen Ableger in der Schweiz. Die Dominanz von Thales ist der Industriepolitik geschuldet, wie in jedem anderen Land auch.
_________________________

Streit um Armeefahrzeug «Duro»



558 Millionen für Duro-Sanierung: Ein Geschenk für die Mowag? (28. Dezember 2015)

Zitat:
Die Gretchenfrage lautet nun: Was soll mit den Duros passieren? Sollen sie verschrottet und neue Fahrzeuge angeschafft werden? Oder sollen an ihnen sogenannte «werterhaltende Massnahmen» durchgeführt werden – also eine komplette Sanierung der Fahrzeuge, bei der vereinfacht gesagt nur das Grundgerüst bestehen bleibt? Der Nationalrat hat sich in der Wintersession für letztere Variante entschieden.

Er hat dies in Kenntnis davon getan, dass die Sanierungsvariante eine schöne Stange Geld kostet. Nicht weniger als 558 Millionen Franken sind dafür budgetiert, was pro Fahrzeug über 250000 Franken macht.

Bereits im Parlament machte sich Widerstand breit gegen die «Luxuslösung». Nun regt sich aber auch armeeintern Unmut. «Der Werterhalt des Duros lohnt sich keinesfalls», sagt Hauptmann Mathias Gräzer. Er ist Offizier der Logistiktruppen und führte während sechs Jahren eine Bataillonswerkstatt. Kurz: Er kennt sich mit dem Duro aus wie wenig andere.

«Keine Alternativen»

Gräzer hat zum Rüstungsgeschäft zahlreiche Berechnungen erstellt und kommt darin zum Schluss, dass die Armee für die Hälfte des nun veranschlagten Preises sogar 3000 neue Geländefahrzeuge für den Truppen- und Materialtransport beschaffen könnte. Dies, weil der Haupteinsatzort der Armee im Krisenfall nicht mehr in gebirgigem, sondern in überbautem Gelände liegen würde – womit nicht mehr die gleichen Anforderungen an die Geländegängigkeit der Fahrzeuge gelten. Hinzu komme, dass auch andere Fahrzeugmodelle – etwa ein Mercedes Unimog oder Sprinter – den heutigen Bedürfnissen entsprechen würden.

Das Verteidigungsdepartement (VBS) sieht dies anders: Auf dem Markt seien derzeit «keine alternativen Produkte, welche alle militärischen Anforderungen erfüllen, verfügbar», teilt das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) mit. In der bundesrätlichen Botschaft wird darauf hingewiesen, dass die Nutzungsdauer von neuen Fahrzeugen nur rund die Hälfte des sanierten Duros betrage, was «den Vorteil des geringeren Stückpreises nicht aufwiegt».

Zudem schneide die Werterhaltung gegenüber der Neubeschaffung in der Ökobilanz deutlich besser ab und der Beschaffungskredit werde «zu 100 Prozent im Werkplatz Schweiz eingesetzt».

Zuerst abklären, dann revidieren

Die Kritik am Rüstungsgeschäft richtet sich aber auch gegen einen anderen, bisher kaum beleuchteten Aspekt: Um abzuklären, ob die «werterhaltenden Massnahmen» überhaupt Sinn machen, hat Armasuisse im Frühjahr 2014 die Firma Mowag GmbH beauftragt, eine entsprechende Studie zu verfassen.

Diese kam zum Schluss, dass sich die Sanierung lohnt. Und wer wird nun, sofern das Parlament definitiv grünes Licht gibt, diese Massnahmen durchführen? «Mowag ist gegenüber der Armasuisse der alleinige Auftragnehmer», teilt die Rüstungsbeschafferin gegenüber der «Nordwestschweiz» mit.

Mit anderen Worten: Die gleiche Firma, welche die Sanierung als sinnvoll erachtet, darf diese für über eine halbe Milliarde Franken dann auch gleich ausführen.

Armasuisse sagt dazu, dass die Mowag den Auftrag erhalten habe, eine Offerte «über die Machbarkeit einer Werterhaltung und Nutzungsverlängerung des Duros» zu erstellen. Da die Mowag die Rechteinhaberin sei, könne keine andere Firma diese Offerte ausarbeiten. Das VBS habe aber auch andere Angebote geprüft und sich schliesslich für die Werterhaltung ausgesprochen. Keinesfalls habe die Mowag entschieden.

Legt der Ständerat das Veto ein?

Duro-Spezialist Gräzer ist dies zu schwammig. Eine Machbarkeitsprüfung, wie sie Armasuisse bei der Mowag bestellt habe, sei nicht das Gleiche wie eine Offerte. Es sei «nichts als logisch», dass die Mowag aus Eigeninteresse zum Schluss komme, ein Werterhalt lohne sich. Entsprechend hätte eine andere Institution – etwa die Empa mit einer eigenen Fahrzeugprüfabteilung – diese Machbarkeitsprüfung erstellen müssen.

Zudem gebe es im In- und Ausland auch andere Firmen als die Mowag, die einen Umbau durchführen könnten, so Gräzer. Die beschlossene Massnahme sei letztlich eine «überaus fragwürdige Standortförderung». Oder anders gesagt: Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk für die Mowag – zum Nachteil der Steuerzahler.

Ins gleiche Horn bläst auch Nationalrat Ulrich Giezendanner (SVP, AG). Er hat sich bereits im Parlament vehement für eine kostengünstigere Sanierungsvariante ausgesprochen – ohne Erfolg.

Auf den Beschaffungsprozess angesprochen, sagt er: «Das stinkt zum Himmel.» Mittels Interpellation will er nun zusätzliche Erklärungen vom Bundesrat einfordern – und Druck auf den Ständerat ausüben. Denn bevor bei den alten Duros tatsächlich Motoren, Bremsen und Sitze ausgetauscht werden, muss noch die kleine Kammer ihren Segen dazu geben. Giezendanner ist zuversichtlich, diese noch umstimmen zu können: «Ich werde die Ständeräte persönlich ins Gebet nehmen.»


    Wir gucken in die (Abgas-)Röhre (Kommentar)

    Zitat:
    In der Tat darf man sich fragen, ob die geplanten Massnahmen am Duro allesamt notwendig sind. Auch mutet es anachronistisch an, dass die Armee darauf pocht, die eigene Variante sei die beste. Ausländische Anbieter bieten Fahrzeuge, die zuverlässig durch fremde Berge kurven, zu günstigen Konditionen an. Warum soll das für die Schweizer Armee nicht gut genug sein?

    Die grössten Fragezeichen sind aber beim Auswahlprozedere zu setzen. Denn die gleiche Firma, welche die Sanierungsvariante als sinnvoll erachtet hat, darf sie auch gleich ausführen. Auch wenn das Verteidigungsdepartement glaubhaft darlegt, verschiedene Optionen geprüft zu haben, wird man den Verdacht nicht los, dass hier Wirtschaftsförderung betrieben wird. Schweizer Arbeitsplätze in Ehren: Aber ist das wirklich die Aufgabe der Armee? Es sind die Steuerzahler, die am Ende in die (Abgas-)Röhre gucken. Wird so viel Geld für den Werterhalt von alten Fahrzeugen ausgegeben, fehlt es letztlich anderswo.



Zuletzt geändert von theoderich am 17. Jan 2016, 10:02, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 17. Jan 2016, 09:58 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20714
Duro-Beschaffung: Bundesrat Parmelin bläst zum Gegenangriff

Zitat:
Gestern beriet die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerats (SiK) über das Geschäft. VBS-Chef Parmelin wurde mit unangenehmen Fragen konfrontiert. Der Zuger Ständerat Joachim Eder (FDP) etwa sprach im Vorfeld von einer unschönen Beschaffung, die geklärt werden müsse. «Taktisch und politisch wäre eine unabhängige Machbarkeitsstudie sicher besser gewesen.» Mehrere Ständeräte liebäugelten gar mit einer Ablehnung.

Nach den gestrigen Beratungen ist aber klar: Es blieb beim Sturm im Wasserglas. Die Revision der Duro-Lastwagen dürfte im Ständerat, der im März darüber befinden wird, kaum mehr auf Widerstand stossen.

Die SiK hat das «Rüstungsprogramm 2015» im Umfang von 874 Millionen Franken ohne Abstriche gutgeheissen. Soll heissen: Die Kommission beantragt dem Ständerat ohne Gegenstimme bei zwei Enthaltungen, das neue Rüstungsprogramm anzunehmen. Womit auch die Duros umgerüstet würden.

Die SiK-Mitglieder kamen zur Einsicht, dass wohl nichts anderes übrig bleibt, als der Nachrüstung zuzustimmen. Manche mehr, manche weniger zähneknirschend. Für SiK-Präsident Isidor Baumann (CVP/UR) ist klar: «Der Markt bietet nichts, das dem Duro gleichkommt.» Sämtliche Bedenken seien ausgeräumt, die Doppelrolle von Mowag als unproblematisch befunden worden.

Geht es nach der SiK, sprechen vor allem zwei Gründe für den Duro: Damit könnten Arbeitsplätze in der Schweiz gesichert und die «militärischen Anforderungen» besser erfüllt werden. Die hohen Kosten würden durch die Nutzungsdauer aufgefangen. Die sanierten Duros sollen doppelt so lange einsatzfähig bleiben wie ein neues Fahrzeug.

«Regelrechte Charmeoffensive»

Unter dem Strich komme kein anderer Anbieter infrage, so die bürgerlich geprägte Kommission. Dieser Punkt ist allerdings umstritten: Ein Experte sprach in der «Nordwestschweiz» davon, dass für die Hälfte des veranschlagten Preises sogar 3000 neue Transportfahrzeuge beschafft werden. Dies, weil der Haupteinsatzort im Krisenfall nicht mehr in gebirgigem, sondern in überbautem Gelände liege.

Guy Parmelin konnte damit verhindern, gleich eine Niederlage zu kassieren. Ein SiK-Mitglied spricht von einer «regelrechten Charmeoffensive». So liess Parmelin vor dem Bundeshaus sogar zwei Duros auffahren.

Auch sonst hat der Neo-Bundesrat bei seinem ersten SiK-Auftritt dem Vernehmen nach eine gute Figur abgegeben. Der Verteidigungsminister sei vorbereitet gewesen, Fragen habe er souverän pariert. «Er verkaufte die gleichen Inhalte wie sein Vorgänger», so ein SiK-Mitglied, «nur tat er es geschickter.»



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