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 Betreff des Beitrags: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 30. Apr 2012, 21:27 

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Evaluation einer neuen Aufklärungsdrohne

Zitat:
armasuisse, das Kompetenzzentrum für die Beschaffung von komplexen Systemen für die Schweizer Armee, hat deshalb Mitte 2011 vom Armeestab den Auftrag erhalten, ein neues Drohnensystem zu evaluieren und eine Beschaffung für das Rüstungsprogramm 2015 vorzubereiten.

Aufgrund der Evaluationskriterien und -ergebnisse blieben von ursprünglich neun Herstellern deren zwei im Rennen. Die beiden israelischen Hersteller Israel Aerospace Industries LTD (IAI) und Elbit Systems (Elbit) haben nun von armasuisse den Auftrag erhalten, bis August 2012 eine detaillierte Offerte einzureichen. Die verbliebenen Systeme Hermes 900 (Elbit) und Heron 1 (IAI) werden im Rahmen einer fliegerischen Evaluation in der zweiten Jahreshälfte 2012 in der Schweiz durch ein Projektteam von Spezialisten der Luftwaffe und von armasuisse getestet.


Zitat:
Das VBS verspricht sich vom neuen Drohnen-System Allwettertauglichkeit, flexiblere Einsatzmöglichkeiten, grössere Reichweite, kleinere Lärmemissionen und tiefere Lebenswegkosten.

Eingesetzt wird das neue System durch die Schweizer Luftwaffe. Die Typenwahl ist für die ersten Hälfte 2014 vorgesehen.



Neue Schweizer Drohnen kommen aus Israel

Zitat:
Bessere Leistung zu tieferen Kosten

Die Schweiz wird voraussichtlich sechs Drohnen für 300 bis 400 Millionen Franken kaufen, wie Armasuisse-Sprecher Kaj-Gunnar Sievert am Montag sagte. Im Preis inbegriffen seien ausser den Drohnen Ausbildung, Wartung und Training.

Das Verteidigungsdepartement (VBS) in Bern verspricht sich vom neuen Drohnensystem Allwettertauglichkeit, flexiblere Einsatzmöglichkeiten, grössere Reichweite, kleinere Lärmemissionen und tiefere Kosten. Das derzeitige Drohnensystem ADS 95 wird auch ausserhalb der Armee eingesetzt: Es liefert dem Grenzwachtkorps und der Polizei Daten.



Hermes 900


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Heron 1


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Drohnen Kommando 84




UAS – unbemannte Luftfahrzeuge



Botschaft über die Beschaffung von Armeematerial (Rüstungsprogramm 1995) (s.v. "Vier Aufklärungsdrohnensysteme 95 Ranger")


____________________________________________


Hier eine Präsentation aus dem Jahr 2010:

Swiss Intelligence Days

Bild

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      Bericht der Finanzdelegation an die Finanzkommissionen des Nationalrates und des Ständerates betreffend die Oberaufsicht über die Bundesfinanzen im Jahre 2009

      Zitat:
      Auch 2009 diskutierte die Finanzdelegation regelmässig den Stand der Projekte im VBS. Dabei musste sie von den erheblichen Schwierigkeiten des VBS mit seiner Informatik Kenntnis nehmen, die schliesslich Ende Oktober 2009 zu einem Verpflichtungsstopp des Armeechefs für das Projekt C4ISTAR führte. Unter diesem Projekt versteht man die Instrumente und Massnahmen, welche als Plattform für die vernetzte Operationsführung angewendet werden. Dieser Kreditstopp war auch eine Folge verschiedener Berichte der Eidg. Finanzkontrolle (EFK) zu den Projekten „Integriertes Funkaufklärungs- und Sendesystem“, „Elektronische Aufklärung Luftwaffe“ und den Informatikprogrammen „C4ISTAR“.


      Zitat:
      An ihrer Tagung von Ende Januar 2010 diskutierte die Finanzdelegation den Stand bei C4ISTAR. Für dieses Projekt wurden im Zeitraum 2000 bis 2009 vom Parlament Kredite von 3,6 Milliarden Franken bewilligt. Vom erwähnten Verpflichtungsstopp waren noch nicht verpflichtete Finanzmittel in der Höhe von 1,1 Milliarden Franken betroffen. Im November 2009 gab der Chef der Armee davon 800 Millionen Franken wieder frei und belegte die verbleibenden Mittel mit Auflagen. Eine Freigabe weiterer Kredite ist abhängig von einer Bedarfsbestätigung der Armee, von der Klarheit bezüglich der Anforderungen, des Einsatzes und des Betriebes sowie von der technischen Kompatibilität mit bereits existierenden Systemen. Die Konzeption des Projektes wird vom VBS in Abstimmung mit der Gesamtschau Armee 2010 überprüft und neu ausgerichtet.

        Die Finanzdelegation ist besorgt über die Probleme bei verschiedenen Führungs- und Informatiksystemen der Armee. Sie wird deshalb 2010 zu diesem Thema einen Informationsbesuch durchführen und die Fragestellungen in einer Aussprache mit dem Vorsteher des VBS vertiefen.



      Jahresbericht 2009 der Eidgenössischen Finanzkontrolle über ihre Tätigkeit zuhanden der Finanzdelegation der eidgenössischen Räte und des Bundesrates

      Zitat:
      1.1.2 Wirtschaftlichkeit, Einsatz und Steuerung von Armeesystemen

      Bei der Armee prüfte die EFK verschiedene Bereiche des sich im Aufbau befindlichen Führungs- (C4I) und Aufklärungsverbundes (ISTAR). Im Mittelpunkt standen dabei Fragen zur strategischen Planung und Steuerung der Programme C4I und ISTAR, zur Wirtschaftlichkeit und dem Einsatz von Systemen im Bereich der elektronischen Kriegsführung (EKF) sowie zur Beschaffung bei ausgewählten Projekten beziehungsweise Systemen.


      Zitat:
      Das genaue Investitionsvolumen von C4ISTAR lässt sich nur schwer ermitteln. Die erwähnten 5,6 Milliarden Franken stellen nur einen Teil der Gesamtkosten dar, da unter anderem bereits abgeschlossene Teilprojekte nicht berücksichtigt sind. Auch musste die EFK feststellen, dass die Zuordnung der verschiedenen Projekte zu den C4ISTAR-Programmen nicht klar geregelt ist. Durch Verschiebungen, Verzichtsentscheide und Redimensionierung verschiedener Vorhaben ist der Aufbau des geplanten Führungs- und Aufklärungsverbund C4ISTAR zeitlich und inhaltlich gefährdet. Die Armeeführung hat daher entschieden eine Gesamtschau C4ISTAR als Planungsgrundlage auszuarbeiten. Die relevanten Abhängigkeiten der verschiedenen C4ISTAR-Vorhaben untereinander und zu anderen Waffensystemen sollen aufgezeigt werden. Auf dieser Grundlage soll dann definiert werden, was unverzichtbar ist, damit C4ISTAR seinen Beitrag zur Armee XXI leisten kann. In diesem Zusammenhang sind auch die Rollen der verschiedenen Programm-Beteiligten zu definieren.

      Das VBS unterstützt die Empfehlungen der EFK und bildete zu deren Umsetzung verschiedene Arbeitsgruppen, die mögliche Lösungen erarbeiten sollen. Zudem hat die Armeeführung als Reaktion auf die Berichte der EFK einen vorläufigen Kreditstopp für sämtliche Projekte im Bereich C4ISTAR erlassen, um eine Standortbestimmung vorzunehmen. Aufgrund einer ersten Kontrolle konnten rund zwei Drittel der Projekte für die Weiterbearbeitung wieder freigegeben werden.




      Chef der Armee stoppt weitere C4ISTAR-Verpflichtungen (30. Oktober 2009)

      Zitat:
      Im Zusammenhang mit den Berichten der Eidgenössischen Finanzkontrolle zu den Projekten Integriertes Funkaufklärungs- und Sendesystem (IFASS), Elektronische Aufklärung Luftwaffe (ELINT-S LW) und den Programmen C4ISTAR sowie im Kontext der Task Force Informatik VBS hat der Chef der Armee, Korpskommandant André Blattmann, beim Rüstungschef einen sofortigen Stopp für C4ISTAR-Kreditpositionen verfügt. Konkret dürfen keine neuen Verpflichtungen mehr ausgelöst werden; eingegangene Verpflichtungen hingegen werden vorerst nicht unterbrochen.



Die Schweizer Armee hat in den letzten Jahren übrigens mehrere Feldversuche mit neuen Aufklärungssystemen durchgeführt:

ROVER 08 (u.a. ZIP-Datei mit PDF-Berichten)



ROVER 07 (u.a. ZIP-Datei mit PDF-Berichten)



      RUAG Geschäftsbericht 2005

      Zitat:
      Vernetzte Operationsführung: Erste Meilensteine erreicht

      Die Schweizer Armee will bis 2011 ein umfassendes Netzwerk von Führungs-, Kommunikations- und Aufklärungssystemen
      aufbauen. RUAG unterstützt als industrieller Partner die Verknüpfung bestehender und neuer Systeme zu einem Verbund für die vernetzte Operationsführung.


      In der Fachsprache wird dieser Verbund C4ISTAR genannt (für Command, Control, Communication, Computer, Intelligence,
      Surveillance, Target Acquisition und Reconnaissance). In Echtzeit gibt dieses über die Situation der eigenen Truppen – und zum Teil auch über das Umfeld wie über gegnerische Kräfte – Auskunft. Ein gemeinsames Lagebild soll auf allen relevanten Führungsebenen die Entscheidungsprozesse unterstützen und beschleunigen.

      «C4ISTAR» unterstützt den Kommunikations- und Führungsverbund zwischen der Armee und den Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit. Die Schweizer Armee leistet schwergewichtig subsidiäre Einsätze, beispielsweise Schutz und Bewachung sowie Unterstützung im Katastrophenfall. Für den effizienten Einsatz wird deshalb das neue vernetzte Führungssystem unverzichtbar.

      Wenn das Netzwerk einmal vollumfänglich betriebsbereit ist, kann dank Lagebildübersicht und präziserem Verständnis
      der Umfeldbedingungen besser nach den operativ-taktischen Absichten übergeordneter Kommandostellen gehandelt werden. Zudem erlaubt die enge Vernetzung der Truppe mit dem Führungsinformationssystem der Logistikbasis ein einfacheres Management von logistischen Routineabläufen, ohne dass zeitraubende hierarchische Befehlswege beansprucht werden müssen.

      Neue Planungs- und Vorgehensverfahren

      Die Möglichkeit, Informationen rasch auszutauschen und schnelle Entscheide fällen zu können, bedingen sowohl moderne Technologien als auch sehr komplex gewordene Planungsverfahren, die laufend die neuen Erkenntnisse berücksichtigen. Dieser Prozess ist insofern anspruchsvoll, weil ständig die Wechselwirkungen zwischen materiellen Erfordernissen, Doktrin, Ausbildung, Personal, Strukturen und finanziellen Ressourcen beurteilt werden müssen.

      RUAG der industrielle Partner

      Gemäss Auftrag des VBS ist RUAG der industrielle C4ISTAR-Partner der Schweizer Armee bei der Realisierung des militärischen Systemverbundes. Unter dem Dach der RUAG Electronics wurde deshalb ein Integrations- und Kompetenzzentrum C4ISTAR aufgebaut, das für die Integration bestehender und neuer Aufklärungs-, Kommunikations- und Führungssysteme sowie für deren Unterhalt (inklusive Software-Management) verantwortlich ist. RUAG ist für die Integration der Produkte verschiedener Hersteller zuständig. Die Integration aller Systeme zu einem umfassenden Systemverbund, das heisst die Verknüpfung der Führungsinformationssysteme von Heer, Luftwaffe und Logistikbasis sowie der entsprechenden Sensoren (Aufklärungssysteme) ist herausfordernd. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, fasste RUAG
      die in diesem Gebiet tätigen Mitarbeitenden in einer neu formierten Division zusammen. Die militärische Erfahrung der rund 250 an verschiedenen Standorten im Bereich von Führungsinformationssystemen des Heeres und der Luftwaffe tätigen Mitarbeitenden ist wichtig, denn nur dank genauer Kenntnis des Kundenumfeldes ist eine einsatzgerichtete Beratung möglich.

      Erste Schritte

      RUAG bewies in ersten Schritten bereits ihre Leistungsfähigkeit. In enger Zusammenarbeit mit der Armee legte sie im «Joint Architecture Project» die Grundlage für die Architektur des Führungs- und Aufklärungsverbundes und erbrachte methodische Unterstützung bei der Erfassung der Joint-Prozesse.

      Im Rahmen eines Forschungsprojektes der armasuisse, der Beschaffungsorganisation der Schweizer Armee, wurde im Berichtsjahr eine Demonstrationsplattform entwickelt, auf der neue Technologien oder doktrinelle Ansätze nun live erprobt werden können.

      Im Bereich Grundlagenwissen wird ausserdem der Planungsstab der Armee durch das Integrations- und Kompetenzzentrum
      C4ISTAR der RUAG bei der Konsolidierung und Verbreitung von Wissen unterstützt.



Das operativ/taktische ISTAR-System der Schweizer Armee zur Erstellung der erkannten Bodenlage (Land Power Revue, Nr. 3, Dezember 2005)




P.S.: Die oben abgebildeten Systeme stammen übrigens alle von Aeronautics Defense Systems aus Israel:



Zuletzt geändert von theoderich am 04. Feb 2015, 17:20, insgesamt 7-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 02. Mai 2012, 12:29 

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theoderich hat geschrieben:
Zitat:
Bessere Leistung zu tieferen Kosten

Die Schweiz wird voraussichtlich sechs Drohnen für 300 bis 400 Millionen Franken kaufen, wie Armasuisse-Sprecher Kaj-Gunnar Sievert am Montag sagte. Im Preis inbegriffen seien ausser den Drohnen Ausbildung, Wartung und Training.

Das Verteidigungsdepartement (VBS) in Bern verspricht sich vom neuen Drohnensystem Allwettertauglichkeit, flexiblere Einsatzmöglichkeiten, grössere Reichweite, kleinere Lärmemissionen und tiefere Kosten. Das derzeitige Drohnensystem ADS 95 wird auch ausserhalb der Armee eingesetzt: Es liefert dem Grenzwachtkorps und der Polizei Daten.



Das sind etwa 250 bis 334 Mio €, also etwa 42 bis 55 Mio € pro Drohne, mit dem die Schweizer rechnen. Deren RUAG Ranger Drohne ist ein IAI Drohnen Derivat. Die am Ende bestellte Drohne heißt dann hinterher wohl auch RUAG ... .


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BeitragVerfasst: 23. Jun 2012, 10:42 

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Hermes 900, Heron 1 to contest Swiss UAS deal

Zitat:
The Swiss defence ministry is expected to select a medium-altitude, long-endurance unmanned air system before the end of this year, with the final two contenders being the Elbit Systems Hermes 900 and the Israel Aerospace Industries Heron 1.

Both systems have already been demonstrated to Swiss officials in Israel, and more flights are planned to take place in different regions of Switzerland.

Detailed proposals for the requirement are expected to be submitted by August, with this to lead to at least six more months of evaluation.



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BeitragVerfasst: 30. Aug 2012, 19:00 

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Evaluation ADS 15 als Ersatz für ADS 95



Evaluationsflüge zur Beschaffung einer neuen Aufklärungsdrohne

Zitat:
Die Tests im September (03.09. - 21.09.) und Oktober (01.10. - 19.10.) werden durch ein Projektteam von Spezialisten der Schweizer Luftwaffe und von armasuisse durchgeführt. Die Testflüge finden über der Zentralschweiz und über dem Jura statt.

Evaluationsflüge sind Teil der Gesamtevaluation der beiden zur Wahl stehenden Drohnensysteme Hermes 900 (Elbit) und Heron 1(IAI). Die Typenwahl ist in der ersten Hälfte 2014 und die Beschaffung mit einem Rüstungsprogramm 2015 vorgesehen.


Zitat:
Im Rahmen der Evaluationsflüge werden die Medien am 20. September (IAI) und am 16. Oktober (Elbit) die Möglichkeit haben, sich anlässlich eines Pressetages ein Bild über die beiden zur Wahl stehenden Drohnensysteme zu machen.


________________________________________


Kosten und Nutzen neuer riesiger Luxusdrohnen aus Israel

Zitat:
1. Bis wann bleibt die Aufklärungsdrohne 95 (ADS 95) in Betrieb?


      Zitat:
      1. Nach heutiger Planung bleibt das Drohnensystem ADS 95 Ranger bis 2017 in Betrieb.

Zitat:
2. Warum soll die ADS 95 durch ein derart viel grösseres, weiterreichendes und teureres System der Male-Klasse (Medium Altitude, Long Endurance) abgelöst werden?


      Zitat:
      2. Die folgenden Anforderungen können neu mit dem Drohnensystem ADS 15 erfüllt werden: flexiblere Einsatzmöglichkeiten dank Allwettertauglichkeit, grösserer Reichweite, längerer Einsatzdauer und kleineren Lärmemissionen sowie Einsätze ohne Begleitflugzeug. Der grössere und leistungsfähigere Flugkörper erlaubt künftig bei Bedarf einen Ausbau der Sensoren und Datenübertragungsleistungen. Durch die Umsetzung dieser Anforderungen ergeben sich insgesamt tiefere Lebenswegkosten als bei ADS 95.

Zitat:
3. Welche Kosten verursachten Beschaffung und Betrieb des ADS 95? Welcher Etat ist für die Beschaffung und für den Betrieb des Nachfolgesystems vorgesehen?


      Zitat:
      3. ADS 95 verursachte Beschaffungskosten von insgesamt 385 Millionen Franken (RP 95: 350 Millionen Franken plus 35 Millionen Franken Änderungsdienst bis 2012). Hinzu kamen Immobilienkosten von 15 Millionen Franken. Bei ADS 15 werden Beschaffungskosten von 300 bis 400 Millionen Franken (Planwerte für RP 15, genauere Angaben sind nach Auswertung der Offerten möglich) sowie Immobilienkosten von 30 Millionen Franken (Planwert) erwartet.

Zitat:
4. Wie gestalten sich die Lebenslaufkosten (LCC) und die Gesamtbetriebskosten (TCO) für die ADS 95 bzw. für das Nachfolgesystem?


      Zitat:
      4. Es wird kein Unterschied zwischen Lebenslaufkosten (LCC) und Gesamtbetriebskosten (TCO) gemacht. Im Projekt ADS 15 beinhalten die prognostizierten LCC- die TCO-Anteile. ADS 95 verursacht Betriebskosten von durchschnittlich etwa 7 Millionen Franken pro Jahr (Mittel des Ersatzmaterial- und Instandhaltungsbudgets EIB bis 2012). Bei ADS 15 werden aus den vorgenannten Gründen (siehe Frage 2) deutlich weniger als 7 Millionen Franken pro Jahr erwartet. Genauere Angaben sind erst nach Auswertung der Offerten möglich.

Zitat:
6. Gibt es neben der ADS 95 andere Drohnen, welche eine Zulassung zum Fliegen im zivilen Luftraum besitzen? Wie wird diese Zulassungsfrage mit einer Drohne der Male-Klasse gelöst?


      Zitat:
      6. Nein, ADS 95 ist das einzige Drohnensystem der Armee, welches für mehrere zivile Luftraumklassen zugelassen ist. Die Zulassung von ADS 15 wird durch Armasuisse in enger Absprache mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt und Skyguide erfolgen.

Zitat:
7. Welchen Raum deckt die ADS 95 ab, welchen das Nachfolgesystem? Wie viele Flugräume (Orbits) sollen zukünftig abgedeckt werden?


      Zitat:
      7. ADS 95 Einsätze müssen ab Emmen, Payerne oder Locarno geflogen werden. Mit ADS 15 kann ab Emmen die ganze Schweiz abgedeckt werden. Dies erlaubt eine wesentliche Vereinfachung der bodenseitigen Einsatzorganisation und somit Kostenreduktionen.

Zitat:
8. Welche Nutzlasten/Sensoren nutzt die ADS 95, welche soll die künftige Drohne nutzen?


      Zitat:
      8. ADS 95 hat Elektro-Optische (TV) und Infrarot (IR) Sensoren. Als Basiskonfiguration für ADS 15 sind mit dem RP 15 dem Stand der Technik entsprechende TV und IR Sensoren vorgesehen.

Zitat:
9. Nach welchen Rahmenvorgaben soll ein künftiges Drohnensystem zertifiziert werden?


      Zitat:
      9. Die Zertifizierung erfolgt gemäss der Anordnung für die Zertifizierung von militärischem Flugmaterial. Massgebend für die Zertifizierung sind die "Nato Standardization Agreements" (Stanag) 4671, welche von den zivilen "European Aviation Safety Agency" (Easa) Vorschriften CS-23 abgeleitet sind.

Zitat:
10. Mit wem werden die Einsatz- und Notfallkonzepte (Beispiel: Verlust der Kontrolle über eine künftige Drohne) auf europäischer Ebene mit den Nachbarstaaten abgestimmt?


      Zitat:
      10. Sollte es je zu einem Auslandeinsatz mit dem ADS 15 kommen, so wird vorgängig mit dem entsprechenden Land eine Zusammenarbeitsvereinbarung erstellt, welche auch das Vorgehen bei Notfällen regelt. Bei Drohneneinsätzen in der Schweiz gibt es wie beim Einsatz von bemannten militärischen Luftfahrzeugen keine Absprachen über Notfallkonzepte mit den Nachbarländern. Sicherheitsrelevante Systeme der Drohne sind bis zu einer dreifachen Redundanz vorhanden; dies ist bei den meisten bemannten militärischen Luftfahrzeugen nicht der Fall.

Zitat:
13. Warum ist die Predator (MQ-1) nicht in der Endauswahl, obwohl in Leistung vergleichbar und in der Erfahrung (absolvierte Flugstunden) gegenüber Hermes 900 und Heron 1 besser?


      Zitat:
      13. Armasuisse hat General Atomics (GA) einen sogenannten "Request for Information" für den Predator MQ-1B und MQ-1C zugestellt. GA hat vom Aussenministerium der Vereinigen Staaten jedoch keine Exportbewilligung erhalten.


Zuletzt geändert von theoderich am 18. Okt 2012, 23:41, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 07. Sep 2012, 10:40 

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Start Evaluationsflüge von Heron 1 (5. September 2012)

Zitat:
Die unbemannte und unbewaffnete Aufklärungsdrohne des Typs Heron 1 wird bis zum 21. September 2012 in Emmen getestet. Die Evaluationsflüge der Heron 1 werden durch ein Projektteam von Spezialisten der Schweizer Luftwaffe und von armasuisse durchgeführt und finden über der Zentralschweiz und über dem Jura statt.



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BeitragVerfasst: 20. Sep 2012, 16:30 

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Israelische Aufklärungsdrohne getestet

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Zitat:
Im Rahmen einer Evaluation für die Beschaffung neuer Drohnen für die Schweizer Armee ist in den vergangenen Wochen auf dem Militärflugplatz Emmen ein erstes Drohnensystem getestet worden. Ab Anfang Oktober finden die Testflüge des zweiten zur Wahl stehenden Systems statt.


Zitat:
Das zweite Drohnensystem Hermes 900 des Herstellers Elbit Systems (Elbit) soll nach Evaluationsflügen am 16. Oktober präsentiert werden. Geleitet werden die Tests von Spezialisten der Luftwaffe und Armasuisse.


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BeitragVerfasst: 18. Okt 2012, 15:21 

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Beiträge: 20787
Switzerland completes Israeli UAV evaluations

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Zitat:
Israel Aerospace Industries' Heron 1 (above) was tested by the Armasuisse procurement agency in September, with the activity having been followed by flights with Elbit Systems' Hermes 900 (below) this month. Both air vehicles were demonstrated in a variety of flight envelopes.



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«Dieses neue Drohnen-Funksystem ist bahnbrechend» (VIDEO)

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BeitragVerfasst: 11. Feb 2014, 15:37 

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SGA14: Super Heron takes on Swiss flavour at Singapore Airshow

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Zitat:
IAI’s new Super Heron Heavy Fuel (HF) UAV is being proposed for a Swiss heavy fuel MALE UAV requirement that is in the final stages before a downselect, industry sources have revealed.

The enhanced heavy fuel version of the Heron 1 was launched during the Singapore Airshow, and was designed for a Swiss competition that has been underway for some two and a half years.

The final two contenders for the tender - which sources reveal will see a contract awarded ‘in the coming weeks’ - is IAI with its Super Heron and Elbit with a heavy fuel variant of its Hermes 900, although IAI could not comment on any potential customers for the new platform or any details on the increased payload capacity.

Under Missile Technology Control Regime regulations, the weight of the payload and fuel for a UAV cannot exceed 500 kg at a range of 350 km, so the Swiss requirement has a payload/fuel limitation of 450 kg, which the Hermes 900 falls under.


Zitat:
The Super Heron has a wider and longer fuselage so as to carry a heavier payload, while additional winglets decreases drag.

The spokesperson said the company has been working on it for ‘several years’, and it was been test flown by the company ‘a few months ago’.

‘We’ve already flown it and it has completed flight testing, and now we are ready to sell it,’ he continued.



Israel Aerospace Industries unveils Super Heron

Zitat:
The starting cost of the drone was cited at $15-20 million and could climb up to $60-80 million including its operating trailer.



Zwei gute Videos von den Testflügen in Emmen 2012:



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BeitragVerfasst: 12. Feb 2014, 22:15 

Registriert: 12. Feb 2012, 01:48
Beiträge: 189
Zitat:
The Super Heron is larger than its predecessor, with a 3,200-pound take-off weight. The aircraft here has a 200 hp heavy-fuel engine from Diesel Jet, an Italian start-up that is developing aircraft Diesel engines based on Fiat commercial engines, but a gasoline engine is an option.

http://www.aviationweek.com/Blogs.aspx?plckBlogId=Blog:27ec4a53-dcc8-42d0-bd3a-01329aef79a7&plckPostId=Blog%3a27ec4a53-dcc8-42d0-bd3a-01329aef79a7Post%3abc46be90-64d0-4eb4-98bf-19390a4746c2

Wenn man so nach Thielert und Austro Motoren im Internet sucht, scheint das doch Jahre gedauert haben, bis die ihre PKW Motoren in Flugzeuge optimal am laufen bekommen haben. Bis das Italienisches Start Up den Motor fertig hat, dürfte das auch noch länger dauern. Der Super Heron dürfte ein Ladenhüter, wie der Heron TP werden.


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BeitragVerfasst: 17. Apr 2014, 18:23 

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Beiträge: 20787
Die Armeeplanung hat den neuen MASTERPLAN 2014 - 2022 publiziert:

    MASTERPLAN Streitkräfte- und Unternehmensentwicklung

    Zitat:
    Nachrichtendienst

    Das neue Aufklärungs-Drohnensystem wird den technischen Fortschritt auf diesem Gebiet seit der Einführung der Aufklärungsdrohne 95 (ADS 95) abbilden und eine längere Verweilzeit in der Luft sowie bessere Fähigkeiten der Aufklärungssensoren erreichen. Um den Trainingsbetrieb und die echten Einsätze in der normalen Lage zur Unterstützung der zivilen Behörden im stark frequentierten schweizerischen Luftraum zu ermöglichen, trifft die Armee technische Abklärungen und leitet Massnahmen zur Vermeidung von Kollisionen der unbemannten Flugzeuge mit andern Luftfahrzeugen im unkontrollierten Luftraum ein.



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BeitragVerfasst: 05. Jun 2014, 17:35 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20787
Aufklärungsdrohnen-System der Armee soll ersetzt werden

Zitat:
Das in der Schweizer Armee seit dem Jahr 2001 im Einsatz stehende Drohnensystem ADS 95 Ranger soll Ende dieses Jahrzehnts ersetzt werden. Mit der Typenwahl wird die Grundlage für die Rüstungsbotschaft geschaffen.

Im Hinblick auf das Rüstungsprogramm 2015 oder einem nachfolgenden Programm, wird an der Ablösung des heutigen Drohnensystems gearbeitet, welches das Ende der Lebensdauer erreicht. Um den rechtzeitigen Ersatz sicherzustellen, wurde eine Typenwahl getroffen, damit die Grundlagen für die Rüstungsbotschaft erstellt werden können.

Die Wahl fiel auf das Drohnensystem „Hermes 900 HFE" der israelischen Firma Elbit Systems. Es handelt sich um ein unbewaffnetes Aufklärungsdrohnen-System, welches sich gegen die Mitkonkurrentin Super Heron der Firma Israel Aerospace Industries durchsetzen konnte. Die Typenwahl zu Gunsten Hermes 900 HFE basiert auf einem besseren Gesamtresultat aller beurteilten Kriterien. Die beiden Drohnensysteme hatten zuvor die Anforderungen der Vorevaluation am besten erfüllt.

Zitat:
Die neuen Drohnen sind unbewaffnet. Kampfdrohnen sind zurzeit und auch auf absehbare Zeit kein Thema im VBS. Über den Einsatz der Drohne wird man im Rahmen der Rüstungsbotschaft, der Weiterentwicklung der Armee sowie dem Sicherheitspolitischen Bericht ausführlich Stellung nehmen. Das neue Aufklärungsdrohnen-Systems (ADS 15) im Kostenumfang von rund 250 Mio. Franken wird dem Parlament voraussichtlich mit dem Rüstungsprogramm 2015 unterbreitet.



Das ist die neue Drohne der Schweizer Armee (VIDEO)



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BeitragVerfasst: 28. Aug 2014, 17:04 

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Zitat:
Invitation to Participate in the Unmanned Aerial Vehicle System Program

Elbit Systems Ltd. is competing to develop and supply Armasuisse’s next Unmanned Air Vehicle System, and is seeking Swiss suppliers and manufacturers to participate in this challenging and rewarding program in the following areas:

    1. Composite material parts (including raw materials)

    2. Machined parts

    3. Electronic assembly and sub-assembly

    4. Aircraft electronic harnesses / cables (including RF cables)

    5. General electronic harnesses / cables

In addition to this program, suitable firms will be considered for subcontracts in other Elbit Systems Ltd.’s on-going and future programs.

In your response, please indicate:

    1. Business type and scope of activities in the required area

    2. Areas of expertise (indicating subcontracted activities)

    3. Locations of operation (city, canton) including activities in each

    4. Examples of products

    5. Formal qualifications

Detailed requirements:

we are looking for manufacturers with expertise and experience in the following areas:

Composite material parts:

    • Wet lay-up technology, manufacturing of composite aircraft parts such as fuel tanks and aerodynamic control surfaces (we will provide the required engineering data, special molds and tools).

    • Capability for design and production of the basic molds and jigs required for production.

Machined parts

    • By-spec production of aluminum aircraft parts, basic assembly using various fasteners (screws, anchor nuts, rivets etc.) and quality testing including non-destructive testing (NDT).

Electronic assembly

    • Build-to-print assembly and testing of aircraft avionic components (LRU). We will provide the engineering data and test equipment, as well as the unit sub-parts.

    • Capability to manufacture internal cabling and mechanical interfaces.

Aircraft electronic harnesses

    • Build-to-print production and testing of avionic-grade harnesses including multi-branch cables, loomed covers and EMC shielding.

    • Build-to-print production and testing of aircraft RF cables (including VSWR testing).

    • Capability for design and manufacturing of cable-production jigs.

Firms interested in participating are kindly requested to download the enclosed form, fill in the required details and email it to: Arie.Gutman@elbitsystems.com

____________________________

14.3660 – Motion
Rüstungsprogramm 2015 plus

Zitat:
Stellungnahme des Bundesrates vom 27.08.2014

Es entspricht auch der Absicht des Bundesrates, Ausrüstungslücken der Armee zu schliessen. Im Interesse ausgeglichener und voraussehbarer Bundesfinanzen soll der Ausfall einer geplanten grösseren Beschaffung dazu genutzt werden, finanziellen Handlungsspielraum für künftige Zeiten stärkerer Belastung zu schaffen. Das VBS plant aus diesem Grunde, verschiedene wegen der Gripen-Beschaffung zurückgestellte Projekte (z. B. Ablösung der veralteten bodengestützten Fliegerabwehrsysteme, indirekte Feuerunterstützung Kampfbataillone, sichere Kommunikation, persönliche Ausrüstung) rasch voranzutreiben, damit sie nicht in die Zeit fallen, wenn die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeugs fällig wird.

Es ist aber nicht möglich, dem Parlament bereits bis Ende Februar 2015 ein zweites und sinnvolles Rüstungsprogramm zu unterbreiten. Vielmehr sollen zusätzliche beschaffungsreife Projekte spätestens im Rüstungsprogramm 2016 aufgenommen werden.

Antrag des Bundesrates vom 27.08.2014

Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.



Zuletzt geändert von theoderich am 11. Jul 2015, 21:41, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 04. Feb 2015, 16:39 

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Maurers Plan B nach dem Gripen-Nein

Zitat:
Acht Monate nach der Ablehnung des Kampfjets Gripen konkretisiert sich im Verteidigungsdepartement (VBS) der rüstungspolitische Plan B. Derzeit arbeitet das VBS unter Hochdruck daran, einen Teil der frei gewordenen Geldmittel zu den Bodentruppen zu verlagern. Rüstungskäufe, die für später vorgesehen waren, werden vorgezogen. Gemäss zuverlässigen Informationen plant das VBS 2015 Beschaffungen im Umfang von über 1,3 Milliarden Franken – ein Wert, der deutlich über dem langjährigen Durchschnitt liegt.

Das reguläre Rüstungsprogramm 2015 ist mit einem Umfang von rund einer halben Milliarde zwar vergleichsweise bescheiden. Parallel dazu arbeitet das VBS aber an einem zweiten, ausserordentlichen Rüstungsprogramm 2015, das weitere 800 bis 900 Millionen Franken umfassen soll (vgl. Zusatzartikel).

Das reguläre Rüstungsprogramm soll der Bundesrat noch im Februar verabschieden, das Zusatzprogramm in der zweiten Jahreshälfte. Voraussetzung sei allerdings, dass die Einkaufswünsche so rasch zur Beschaffungsreife gebracht werden können. Dies sei derzeit noch nicht hundertprozentig sicher, sagt eine gut informierte Person.

Zitat:
Besonderes Augenmerk geniesst die Luftverteidigung. Nachdem das Volk den Kauf der 22 Gripen-Kampfjets abgelehnt hat, will das VBS den Luftraum vom Boden aus besser sichern. Es plant, einen Teil des Zusatz-Rüstungsprogramms 2015 in die Luftverteidigung zu investieren. Die 35-mm-Fliegerabwehrkanonen, die aus den 1960er Jahren stammen, sollen noch einmal nachgerüstet werden. Damit will das VBS ihre Einsatzdauer um ein weiteres Jahrzehnt verlängern. Mitte der 2020er Jahre sollen die Kanonen dann – so wie die beiden anderen Flab-Waffensysteme Stinger und Rapier – definitiv durch ein neues Flab-Waffensystem abgelöst werden. Die Beschaffung der bodengestützten Luft-Verteidigung (Bodluv) 2020 hat das VBS nach dem Gripen-Nein vorgezogen. Derzeit ist vorgesehen, Bodluv 2020 mit dem Rüstungsprogramm 2017 oder 2018 zu beschaffen.


1,199 Mrd. EUR - eine stolze Summe. In etwa das, was in Österreich innerhalb von 6 Jahren beim Bundesheer investiert wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 11. Feb 2015, 15:32 

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Beiträge: 36
Bundesrat Ueli Maurer hat heute das Rüstungsprogramm 2015 vorgestellt; die Dokumentationen dazu sind auf der VBS Seite zu den Rüstungsvorhaben aufgeschaltet worden:
http://www.vbs.admin.ch/internet/vbs/de/home/themen/rust/2015/dokumente.html

Neben den angekündigten Drohnen interessant speziell für Österreich: Magna Steyer kommt auch dieses Jahr wieder zum Zug mit einem Folgeauftrag von 879 Mercedes-Benz G 300 CDI 4×4 Spezialfahrzeugen in 8 verschiedenen Varianten für CHF 271 Mio.

Für das laufende Jahr sei immer noch ein Zusatzprogramm geplant (ob bei den angekündigten Steuer-Mindereinnahmen noch etwas daraus wird, ist allerdings eine andere Frage...)


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz: Rüstungsprogramm 2015
BeitragVerfasst: 11. Feb 2015, 15:56 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20787
Eine spannende G-Variante:


Hier die bisherigen INTAFF-Fahrzeuge:

    Pw INTAFF Mot Skdt HT 4 Pl 4x4 gl Puch 230

    Bild


    Pw INTAFF TRAN/REL HT L gl 4x4 Puch 230 GE

    Bild


    FKW REL VHF/HF SE 235/240M HT 4x4 gl Puch 230

    Bild


    Zitat:
    Grundsätzlich gibt es zwei Hierarchiestufen: First Level und Second Level. Unser Instruktor hat auch noch eine theoretische dritte Stufe hinzugenommen, nämlich diejenige, welche den anderen beiden überstellt ist… Aber um nicht abzuschweifen: Zuoberst haben wir die Brigade, respektive das Brigaden KP (Brigade wird mit Br abgekürzt / KP steht für Kommando Posten). Alle Stationen die sich auf diesem Level (das ist jetzt eben die theoretische dritte Stufe) befinden, sind entweder Terminals oder Hauptstation. Die Terminals werden von den Gefechtsoffizieren bedient, die damit Ihre Untergebenen führen. Auch die Hauptstation ist in diesem Sinne ein Terminal, aber die Hauptstation stellt sogleich den Chef der Terminals dar. Das Br KP befindet sich im sogenannten Container, einem Lastwagenanhänger mit Klimaanlage. Dieses vergleichsweise gut ausgerüstete Gefährt stellt das Zentrum der artilleristischen Kriegsführung dar. Da das INTAFF System nicht heruntergefahren werden darf während einem Einsatz, werden im Fall einer Verschiebung die vier wichtigsten Stationen in die sogenannte Führungsstaffel verschoben. Dies ist ein Zweitsystem, welches sich in einem Radschützenpanzer befindet und bis auf zwei Terminals gleich ausgerüstet ist wie der Container. Da sowohl in der Führungsstaffel sowie im Container eine Hauptstation steht, muss eine von beiden als Chef deklariert werden. Diese nennt man die ZSK, die Zentrale System Kontrolle. Die ZSK belegt in etwa die gleichen Funktionen für das INTAFF System die NCS beim Funkverkehr.

    Auf der zweiten Stufe (eigentlich der ersten), der First Level, findet man alle Einheiten der Stufe Abteilung (Abt). Dies sind um spezifischer zu sein die Abteilungsfeuerleitstelle (Abt Flst), die Feuerunterstützungsoffiziere (FUOf), das Abteilungs KP (Abt KP) und das Abteilungs KP Mobil (Abt KP mob). Diese Stationen sind in verschiedenen Fahrzeugen untergebracht: Schützenpanzer 2000 (FUOf Pz Bat), im Radschützenpanzer Piranha (FUOf Inf Bat), im Duro Hardtop (Art FUOf) sowie im Schützenpanzer M113 (Abt Flst).

    Im Second Level (der "dritten" Stufe) befinden sich alle anderen Stationen welche bis jetzt noch nicht erwähnt wurden: Bttr KP, Bttr Flst, RNST, VNST, SKdt mech, SKdt Mot und die Tran/Rel Stationen (ich gehe hier nicht auf die einzelnen Abkürzungen ein, weil das zu viel Zeit kosten würde, das alles zu erklären). Diese Stationen findet man grundsätzlich nur auf drei Fahrzeugtypen: Dem Schützenpanzer M113, dem Puch Hardtop und dem Eagle.



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