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EDA-Studie zu EU-Verteidigungsbudgets / Pooling & Sharing

Wehrtechnik & Rüstung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
theoderich
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Re: EDA-Studie zu EU-Verteidigungsbudgets / Pooling & Sharin

Beitrag von theoderich » 27. Jan 2014, 19:25

Militärpolitik: Von der Leyen will Bundeswehr verstärkt im Ausland einsetzen

Von der Leyen setzte sich in dem Interview klar von der Linie des früheren Außenministers Guido Westerwelle (FDP) ab, der für eine Politik der militärischen Zurückhaltung plädiert hatte. "Europa kommt im Spiel der globalen Kräfte nicht voran, wenn die einen sich immer dezent zurückhalten, wenn es um militärische Einsätze geht, und die anderen unabgestimmt nach vorne stürmen." Auf die Frage, ob Deutschland mehr internationale Verantwortung übernehmen müsse, sagte sie: "Im Rahmen unserer Bündnisse, ja."

Von der Leyen sprach sich auch dafür aus, langfristig die nationalen Armeen in der EU durch europäische Streitkräfte zu ersetzen. Dahin sei es zwar noch ein weiter Weg, und der Parlamentsvorbehalt sei zu beachten, sagte die Ministerin. "Aber ich glaube, gemeinsame Streitkräfte werden eine logische Folge einer immer stärkeren militärischen Zusammenarbeit in Europa sein."


Das wird die Frau Verteidigungsministerin definitiv nicht mehr erleben.

theoderich
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Re: EDA-Studie zu EU-Verteidigungsbudgets / Pooling & Sharin

Beitrag von theoderich » 17. Mär 2014, 15:04

Ministři obrany Visegrádské čtyřky podepsali vizi dlouhodobé spolupráce

Ve dnech 13. a 14. března se v maďarském Visegrádu setkali ministři obrany zemí Visegrádské čtyřky (V4). Delegaci ČR vedl ministr obrany Martin Stropnický.

On 13 and 14 March the defense ministers of the Visegrad Four (V4) met in Hungarian Visegrad. The delegation of the Czech Republic was led by Czech Defense Minister Martin Stropnický .

Druhý den odpoledne se k ministrům obrany ČR, Maďarska, Polska a SR připojili také jejich partneři z Rakouska, Chorvatska a Slovinska, kteří s V4 spolupracují v rámci iniciativy Central European Defence Cooperation. Diskutovali zejména o rozvoji společných aktivit v oblasti výcviku.


The next afternoon the Ministers of Defence of the Czech Republic, Hungary, Poland and Slovakia were joined by their counterparts from Austria, Croatia and Slovenia to cooperate with V4 in the framework of the Central European Defence Cooperation. They also discussed the development of joint activities in the field of training.



Završen sastanak ministara obrane CEDC u Mađarskoj



M. Glváč: Spolupráca rezortov obrany je v rámci V4 jednou z najdynamickejších



Und das BMLVS glänzt wieder einmal mit "Nullinformation". Dabei hat Österreich die CEDC sogar initiiert ... die Öffentlichkeitsarbeit des Verteidigungsministeriums ist wirklich kein Ruhmesblatt.

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Re: EDA-Studie zu EU-Verteidigungsbudgets / Pooling & Sharin

Beitrag von theoderich » 24. Mär 2014, 14:23

Bundeswehr aktuell. 50. Jahrgang, Nr. 11, Montag, 24. März 2014 hat geschrieben: Gemeinsam am Berg

Bundeswehr und Österreichisches Bundesheer beschließen Kooperation für bilaterale Bergführer- und Gebirgskampfausbildung – ab 2015 sollen Kurse abwechselnd in Mittenwald und Saalfelden stattfinden.

    von Anja Wagner

Saalfelden. Der Quark heißt Topfen und Tomaten sind Paradeiser – was Österreicher und Deutsche schon immer trennt, ist die gemeinsame Sprache. Das ist selbst bei Alpinisten beider Streitkräfte der Fall. Wenn man zum Beispiel vom „Anseilen“ spricht, meint der deutsche Heeresbergführer, dass er ein Seil an seinem Brust-Sitzgurt befestigt. Der österreichische Kamerad versteht darunter lediglich das Anlegen des Brust-Sitzgurtes.

„Allein sprachlich auf einen Nenner zu kommen war ein großer Teil unserer Zusammenarbeit“, sagt Oberstleutnant Matthias Kousal. Er ist seit Jahresbeginn Austauschoffizier am Gebirgskampfzentrum in Saalfelden im Salzburger Land. Seit 2011 wurde konkret an einer noch engeren Kooperation zwischen dem deutschen und dem österreichischen Militär gefeilt. Ende vergangenen Jahres wurde in der Saalfeldener Wallner-Kaserne der Kooperationsvertrag zwischen Bundeswehr und Österreichischem Bundesheer unterzeichnet.

„Wir bilden schon seit Mitte der 90er Jahre Bergführer anderer Nationen aus und genießen einen guten Ruf. Jetzt aber ist diese internationale Zusammenarbeit erstmals mit Siegel verbrieft“, sagt Oberstleutnant Christian Steger-Jud, Ausbildungsoffizier im Gebirgskampfzentrum. Ab 2015 sollen die Kurse für die Heeresbergführer- und Gebirgskampfausbildung abwechselnd in Mittenwald und in Saalfelden stattfinden – „Pooling & Sharing“ lautet die Devise.

Kousal, der derzeit dem Amt für Heeresentwicklung in Köln untersteht, kennt die meisten österreichischen Kameraden schon seit mehreren Jahren. In den vergangenen Monaten investierte er viel Zeit, um die Ausbildungsvorschriften neu zu strukturieren und weitgehend zu vereinheitlichen. So genannte „zeichengleiche Vorschriften“ sind für die gegenseitige Anerkennung der Lehrgangsabschlüsse elementar. „Weitere Kriterien von beiden Seiten waren, die Ausbildungsqualität beizubehalten, beziehungsweise, wo immer möglich, zu erhöhen“, erklärt Kousal die Herausforderung, eine gemeinsame Vorschrift „Gebirgsausbildung“ auf die Beine zu stellen. Denn es gab viel zu beachten. Nationale Sicherheitsbestimmungen beider Länder mussten eingehalten, vorhandene Ausrüstung weiter verwendet und letztendlich die Wirtschaftlichkeit bei der Ausbildung erhöht werden. Um einen Konsens zu finden, war auf beiden Seiten ein Geben und Nehmen nötig. So war zum Beispiel die Heeresbergführer-Ausbildung in Deutschland schon immer ein neunmonatiger Lehrgang, aufgeteilt in einen Sommer- und Winterteil. In Österreich handelt es sich jedoch um einen Modulaufbau, der sich über mehrere Jahre hinziehen konnte. Dies wurde nun harmonisiert und das deutsche Modell übernommen.

Als Basis wurde der „Heereshochgebirgsspezialist“ neu geschaffen. Er enthält Inhalte des bisherigen Lehrgangs „militärisches Bergsteigen Sommer/Winter“. Auf österreichischer Seite wurden die bisherigen Qualifizierungen „Heereshochalpinist“ und „Heeresbergführergehilfe“ aufgehoben. „Unterm Strich wollten wir Altes und Bewährtes beibehalten und die Fähigkeiten erweitern, wo es möglich war“, fasst Kousal zusammen. „Man muss sich auch im eigenen System mal öffnen und schauen, was rechts und links davon passiert.“

Ohne Kompromisse geht es nicht

Natürlich habe es auch Widerstände auf unterschiedlichen Ebenen gegeben – wie bei allem Neuen. Sein österreichischer Kamerad Steger-Jud betont, der Wissenstransfer sei für alle „ein Gewinn an Informationen und Erfahrungen.“ Möglicherweise habe diese neue und weitreichende Kooperation auch Signalwirkung auf andere Organisationsbereiche innerhalb der Streitkräfte, denkt Kousal weiter. Auch im Bereich Ausrüstung, vor allem bei der Beschaffung von Material, seien Kooperationen denkbar und im Sinne einer einheitlichen Ausbildung auch notwendig.


Bundeswehr aktuell. 50. Jahrgang, Nr. 11, Montag, 24. März 2014 hat geschrieben:Nachgefragt

Saalfelden. „Ein wichtiger Schritt für die Zukunft: Die Neuausrichtung der Streitkräfte ist erstmals spürbar und geht sichtbar Richtung Multinationalität“, sagte beim Festakt im Dezember 2013 der damalige Kommandant des Gebirgskampfzentrums, Oberst Erwin Jank. Sein Nachfolger, Oberst Jörg Rodewald, seit Januar 2014 in dieser Funktion, ist stolz auf das Vorzeigeprojekt.

Was ist für Sie das Besondere an dieser Kooperation?

    Dass es so etwas noch nie zuvor gegeben hat, es ist etwas völlig Neues. Viele haben es nicht für möglich gehalten, dass zwei Streitkräfte fachlich so sehr detailliert und eng zusammen arbeiten können. Nun wissen wir: Es geht und sind auf die Pilotlehrgänge ab 2015 gespannt.

Was waren die größten Hürden auf dem Weg?

    Am schwierigsten war sicherlich, sämtliche Vorschriften zeichengleich zu erarbeiten, also inhaltlich für beide Nationen so zu formulieren, dass es auch rechtlich Bestand hat. Das darf man nicht unterschätzen, dahinter steckt viel Detailarbeit. Aber wir haben es dank großer Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten im Zeitplan geschafft. Fachlich ist alles unter Dach und Fach. Wir sind nach wie vor auf einem guten Weg.

Das hört sich nach viel Theorie an. Wie wurde praktisch vorgegangen?

    Wir sind immer wieder ins Gelände gegangen und haben alle Abläufe ausprobiert. Dabei stießen die Kameraden wiederholt auf unterschiedliche Begrifflichkeiten, die eindeutig geklärt werden mussten. Es darf später einfach keinen Unterschied machen, ob der Ausbilder Österreicher oder Deutscher ist. Diese Dinge zu überwinden, gelingt nur mit dem großen Willen, etwas Gemeinsames zu schaffen Man darf nur keine Scheu haben, das Wissen und Können des anderen anzunehmen. (awa)

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Re: EDA-Studie zu EU-Verteidigungsbudgets / Pooling & Sharin

Beitrag von theoderich » 18. Apr 2014, 12:16

Foreign Affairs Council (Defence) - April 2014



Ich weise auf die Bemerkungen von Popowski ab 00:03:50 hin.

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Re: EDA-Studie zu EU-Verteidigungsbudgets / Pooling & Sharin

Beitrag von theoderich » 20. Apr 2014, 18:32

Hat jemand schon etwas von diesem Projekt gehört?


Österreich ist das einzige Land, das Hochgebirgsübungsplätze für diese Initiative zur Verfügung stellt. Wird spannend zu sehen, wie man künftig damit umgehen will, wenn z.B. Kampfhubschrauber aus NATO-Mitgliedsstaaten in Hochfilzen, Lizum-Walchen, Allentsteig oder auf der Seetaler Alpe trainieren wollen ...

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Re: EDA-Studie zu EU-Verteidigungsbudgets / Pooling & Sharin

Beitrag von mechtruppe » 21. Apr 2014, 07:48

Nun, glaube nicht das es ein Problem sein wird, da diese Einheiten ja nicht fix stationiert werden.
Ausserdem haben bereits in der Vergangenheit, EU(NATO)-Kräfte in Österreich trainiert, siehe letzte Übung Cornucopia,
wo z.B. deutsche Grenadiere mit Marder in Allentsteig übten.
Auch die neue Kooperation zwischen Bundesheer und Bundeswehr bezüglich Hochgebirgskampfzentrum gibt es schon.
Aber es stimmt, das wir als neutraler Staat schon ziemlich viel mit der Nato kooperieren, auch wenn es offiziell ja eine EU-Kooperation ist...

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Re: EDA-Studie zu EU-Verteidigungsbudgets / Pooling & Sharin

Beitrag von theoderich » 21. Apr 2014, 11:25

Die schwersten ausländischen Waffensysteme, die bisher auf österreichischem Boden im Einsatz waren, waren Schützenpanzer "Marder" bei der "EURAD 13" und "Cornucopia 13" und Panzerhaubitzen M-109 sowie Spezialfahrzeuge der Pioniere bei der "Peace Summit 06":


______________________________

Weil's dazu passt - ein interessante parlamentarische Anfrage aus dem Jahr 1984:

    26.10.84
    Antwort
    der Bundesregierung

    auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Vogt (Kaiserslautern) und der Fraktion DIE GRÜNEN

    Pläne für Bundeswehrübungsgelände auf dem Oberjettenberg (Bayern)


    1. Trifft die Erkenntnis der GRÜNEN zu, daß geplant ist, das Gelände am Oberjettenberg bei Bad Reichenhall als Bundeswehrübungsgelände zu nutzen?

    Wenn ja, soll die Nutzung sich auf die Durchführung der Grundwehrausbildung beschränken oder sich auch auf Truppenübungen erstrecken?


      Für die dortige Garnison unserer Gebirgsjäger wird zur Zeit gemeinsam auch mit den kommunalen Gremien nach einer Möglichkeit gesucht, um die dringend erforderliche Übungs- und Ausbildungsvoraussetzung ausreichender als bisher zu gewährleisten.

      Standortübungsplätze dienen neben der Grundausbildung der Rekruten auch der Einzel- und Gemeinschaftsausbildung aller im Standort stationierten Truppenteile. Im Rahmen dieser Ausbildung werden von der Größe des Platzes ausgehend, wenn möglich, Kompanie- und sonst Zug- und Gruppenübungen, nicht aber Gefechtsübungen im scharfen Schuß durchgeführt.


    2. Hängen die Pläne für die Nutzung des Oberjettenbergs als Bundeswehrübungsgelände mit den Beschwerden der österreichischen Gemeindé Großgmain über die Lärmbelästigungen durch Truppenübungen auf dem Truppenübungsplatz Kirchholz zusammen?

      Es liegt eine Eingabe der österreichischen Gemeinde Großgmain in diesem Zusammenhang vor. Es muß jedoch darauf hingewiesen werden, daß — leider — gewisse Lärmbelästigungen am Rande von Standortübungsplätzen sich nicht vermeiden lassen, dies gilt für ähnliche Anlagen in der ganzen Welt.

    5. Auf welche Weise und mit welchen Ergebnissen sind die Beschwerden über Lärmbelästigungen durch den Truppenübungsplatz Kirchholz vom Bundesministerium der Verteidigung behandelt worden?

      Um die Lärmbelästigung zu mindern, hat die Bundeswehr auf dem Standortübungsplatz Kirchholz freiwillig eine Zoneneinteilung und eine erhebliche — zuweilen stark eingreifende — Reduzierung des Ausbildungsbetriebs vorgenommen (siehe auch Antwort zu Frage 9). Außerdem wurde im Oktober 1969 nach dem Landbeschaffungsgesetz ein Anhörungsverfahren bei der Bayerischen Staatsregierung eingeleitet.

    8. Wie sind die örtlichen Größenverhältnisse der weiteren Bundeswehrausbildungsgelände für Gebirgsjäger, u. a. in Berchtesgaden-Strup, Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald und der Ausbildungsplätze im Allgäu?

      Für die angesprochenen Garnisonen der Gebirgsjäger stehen folgende Standortübungsplätze zur Verfügung:

        — Berchtesgaden/Bischofswiesen ca. 87 ha
        — Garmisch-Partenkirchen ca. 122 ha
        — Mittenwald ca. 541,5 ha
        — Landsberg ca. 261 ha
        — Füssen ca. 111 ha
        — Kempten/Bodelsberg ca. 329 ha
        — Sonthofen ca. 125 ha



P.S.:

Der Waffenplatz Bure mit einer Fläche von 1050 ha, 18km Pz Piste (Beton) und 75km Pz Piste (Natur) ist der grösste Truppenübungsplatz in der Schweiz.

Zuletzt geändert von theoderich am 21. Apr 2014, 12:56, insgesamt 6-mal geändert.

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Re: EDA-Studie zu EU-Verteidigungsbudgets / Pooling & Sharin

Beitrag von Dr4ven » 21. Apr 2014, 11:40

theoderich hat geschrieben:Wird spannend zu sehen, wie man künftig damit umgehen will, wenn z.B. Kampfhubschrauber aus NATO-Mitgliedsstaaten in Hochfilzen, Lizum-Walchen, Allentsteig oder auf der Seetaler Alpe trainieren wollen ...


Das Bundesheer wird das sagen was sie bisher immer gesagt haben wenn aus den AH-64 Einheiten in Deutschland die Anfrage auf Live-Fire Exercises auf der Lizum wegen der topographischen Ähnlichkeit zu Afghanistan kam : Ein klares nein.

Wie das bei Anfragen aus anderen Ländern ist, kann ich nicht sagen.

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Re: EDA-Studie zu EU-Verteidigungsbudgets / Pooling & Sharin

Beitrag von theoderich » 21. Apr 2014, 14:32

Ich glaube die Österreicher müssen wirklich einmal "über ihren eigenen Schatten springen", denn einerseits die Ausbildung von Fliegerleitoffizieren (JTAC, FAC) als Nischenfähigkeit aufzubauen und andererseits ausländischen Einheiten mit Kampfhubschraubern den Zugang zu den österreichischen Truppenübungsplätzen zu verwehren, wird auf Dauer nicht möglich sein. OH-58B und PC-7 fliegen außerdem auch nicht ewig.


Ich habe übrigens dazu einen über zehn Jahre alten Artikel auf der Homepage des BMLVS gefunden:

    Teilnahme am Scharfschießen des Kampfhubschraubers Apache (11. Jänner 2004)

    Bild

    Am 28.12. hatten österreichische Soldaten die Möglichkeit am Scharfschießen des Kampfhubschraubers Apache teilzunehmen. 24 Soldaten der Task Force-Dulje wurden von der unter amerikanischer Führung stehenden MNB E (Multinational Brigade East) eingeladen. Vor allem für die Soldaten der mechanisierten Truppe war das die Möglichkeit, einen der modernsten Kampfhubschrauber der Welt im scharfen Schuß zu sehen.


Vor einem halben Jahr dürften deutsche Panzerabwehrhubschrauber Bo-105 in Hochfilzen gewesen sein - aber ohne Bewaffnung:


Und - man sehe und staune - Spezialeinheiten der US Army waren vor einem halben Jahr zur Scharfschützenausbildung in Lizum-Walchen:


Österreich ist außerdem Partnernation beim Multi-nationalized Center of Excellence for Mountain Warfare der NATO:

Zuletzt geändert von theoderich am 21. Apr 2014, 18:20, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: EDA-Studie zu EU-Verteidigungsbudgets / Pooling & Sharin

Beitrag von Dr4ven » 21. Apr 2014, 15:26

Das ist ein reines Politikum, das Bundesher wuerde schon gerne viel mehr mit den Amerikanern machen, vor allem das Jagdkommando.
Man laesst sie nur nicht, es gibt massenweise Angebote an Ausbildungsplaetzen, Seminaren, Training und Zusammenarbeit,man will und kann finanziell auch einfach nicht.

Und die Deutschen gehen bei uns ohnehin aus und ein wie es ihnen passt.

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Re: EDA-Studie zu EU-Verteidigungsbudgets / Pooling & Sharin

Beitrag von theoderich » 26. Mai 2014, 17:43

Hier die neue Website des BMLVS zur Mountain Training Initiative:

___________________________________________________________

Central European Defence Cooperation SOF Conference opens in Split (24. April 2014)


The "Sveti Nikola" Barracks in the Lora Navy Port in Split is hosting the Conference titled «Central European Defence Co.operation SOF Conference» , from 23 April 2014.

The participants include the representatives of Special Operations Forces of Slovakia, Austria, Hungary, Slovenia and Croatia, and a representative of the NATO Special Operations Headquarters, while Poland is attending in the observer status.

The Conference, organised by the Croatian Armed Forces' Special Operations Battalion, was opened by a keynote address by the Deputy Chief of the General Staff for Operations, Brigadier General Mate Pađen, who emphasised that the purpose of the co-operation within the C.E.D.C. framework was to foster the interoperability, enable sharing of experience and identification and responding to future common threats.

The Conference has been co-organised with the Operations and Training Directorate of the General Staff of the Croatian Armed Forces, and is taking place within the international defence co-operation -the EU "Pooling and Sharing" Initiative and the Central European Defence Co-operation (C.E.D.C.) respectively.

Croatia has declared the intent to join 21 of the 25 domains proposed. It is a co-facilitating nation for the developing of the joint regional pilot training capability (with the Czech Republic),and for the training courses for special forces operations (with Austria) respectively.

Zuletzt geändert von theoderich am 10. Jun 2014, 17:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: EDA-Studie zu EU-Verteidigungsbudgets / Pooling & Sharin

Beitrag von innsbronx » 26. Mai 2014, 18:36

Dr4ven hat geschrieben:Und die Deutschen gehen bei uns ohnehin aus und ein wie es ihnen passt.


Vor allem auf der Lizum.

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Re: EDA-Studie zu EU-Verteidigungsbudgets / Pooling & Sharin

Beitrag von Dr4ven » 26. Mai 2014, 19:51

Mit den Gebirgsjägern aus Berchtesgaden gibt es ja ohnehin ein Abkommen, man zertifiziert ja den Bergführer zusammen um auf eine einheitliche Ausbildung zu kommen, was ich für gut und wichtig halte.
Die US Truppen kommen zumeist ohnehin mit den Deutschen zusammen nach Hochfilzen und eben auf die Lizum, aber alles nur Infanterie, was die Deutschen an Gerät mitnehmen entzieht sich meines Wissens.

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Re: EDA-Studie zu EU-Verteidigungsbudgets / Pooling & Sharin

Beitrag von theoderich » 22. Jun 2014, 12:39

Verteidigungsminister Klug besucht 2. Berliner Strategiekonferenz

"Derzeit hätte Europa erhebliche Schwierigkeiten die Sicherheit seiner Mitglieder garantieren zu können", so der Minister. Dies habe sowohl die Eskalation in der Ukraine als auch die Krise in Syrien deutlich gezeigt.

Die Schlussfolgerung aus beiden Konflikten sei klar, so Klug: "Kein EU-Staat kann diese Herausforderungen im Alleingang bewältigen. Die EU muss handlungsfähig werden und sich sicherheitspolitisch emanzipieren." Die Mittel dafür stünden bereit. Immerhin geben die 28 EU-Staaten mit rund 190 Milliarden Euro mehr für Verteidigung aus als China, Russland, Indien und Brasilien zusammen. "Aber wir bringen diese Pferdestärken nicht auf die Straße", kritisiert der Minister. So würden etwa Fähigkeiten in den Bereichen Cyber-Verteidigung, Transport oder Drohnen fehlen.

Die Lösungsansätze für eine Verbesserung der Situation lägen auf dem Tisch, so Klug. Sie wurden im Dezember 2013 von allen Staats- und Regierungschefs beschlossen. Die aktuellen Krisen sollten als Momentum für eine rasche Umsetzung genutzt werden. Klug: "Das Österreichische Bundesheer wird den Kurs der Profilschärfung und Zusammenarbeit mit europäischen Partnern fortsetzen. Wir werden Chancen der Rollenspezialisierung nutzen und insbesondere Gebirgsausbildung, spezialisierte Infanterie, Spezialeinsatzkräfte sowie ABC-Abwehr, Logistik und Katastrophenhilfseinheiten in Europa einbringen."


Klug macht das, was Darabos schon gemacht hat: Über fehlende Fähigkeiten der EU-Staaten sudern (Helikopter bei EUFOR Tschad!), aber andererseits genau diese Fähigkeiten im eigenen Land eliminieren oder nicht aufbauen und sich auf Nischen konzentrieren, die großteils nicht gefragt sind (ausgenommen Gebirgsausbildung, ABC-Abwehr und SOF).

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Re: EDA-Studie zu EU-Verteidigungsbudgets / Pooling & Sharin

Beitrag von Dr4ven » 22. Jun 2014, 13:01

Tjo, jetzt ist es wohl jedem klar: SAME SHIT, DIFFERENT FACE!

Österreich steht mittlerweile bald auf einer Linie mit der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien sowie dem restlichen Balkan.
Sicherheitspolitisch pleite, verteidigungsunfähig und bald komplett vom Ausland abhängig, ohne dass es diesbezüglich die notwendigen Verträge oder gar reale Einheiten gibt in denen man das bisserl was 2020 übrig bleibt, noch eingliedern lassen könnte!

Diese Suderei und Anbiederung ist nur noch peinlich und so wird es auch von aussen wahrgenommen.

Antworten
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