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 Betreff des Beitrags: Schweden schafft Wehrpflicht ab
BeitragVerfasst: 01. Jul 2010, 15:15 

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Schweden schafft die Wehrpflicht ab

Zitat:
Schweden hat mit dem heutigen Donnerstag die allgemeine Wehrpflicht in Friedenszeiten abgeschafft. Die Absolvierung des Militärdienstes für Männer und Frauen ist von nun an freiwillig. Jene, die sich dafür melden, verpflichten sich künftig gleichzeitig für die Möglichkeit eines Auslandseinsatzes.

Die bürgerliche Regierung in Stockholm hatte die Abschaffung der Wehrpflicht im Rahmen von Einsparungen in der Armee vor drei Jahren eingeleitet. In Krisenzeiten kann die jeweilige Regierung die allgemeine Wehrpflicht für Männer und Frauen per Beschluss wieder einführen. Voraussetzung dafür ist, dass die Sicherheitslage im Land dies erfordert, wie es im Gesetzestext heißt.


Zitat:
"Fähigkeit zur Selbstverteidigung wird erhöht"

Der konservative Verteidigungsminister Sten Tolgfors begründete das neue System vor allem mit der total veränderten Sicherheitslage nach dem Ende des Kalten Krieges. Noch bis 1990 hielt Schweden 750.000 Männer und Frauen unter den insgesamt 9,4 Millionen Einwohnern als Reservisten für den Fall einer sowjetischen Invasion einsatzbereit.

"Schwedens Fähigkeit zur Selbstverteidigung wird durch die Professionalisierung mit vertraglich gebundenen Soldaten erhöht", so Tolgfors. Die Sozialdemokraten warnten indes vor der Gefahr einer gesellschaftlichen Sonderrolle des Militärs.

Die schwedische Armee rechnet ab 2011 mit einem jährlichen Bedarf von 6000 Soldaten und Soldatinnen, wobei ein Drittel davon jeweils als Milizionäre in den Dienst treten sollen. Die Grundausbildung für die neuen "Angestellten" wird drei Monate dauern.




Regeringens proposition 2009/10:160
Modern personalförsörjning för ett användbart försvar - vissa frågor om Försvarsmaktens personal



Man kann dennoch davon ausgehen, dass das intellektuelle Niveau in der Armee sinken wird.


Zuletzt geändert von theoderich am 11. Sep 2014, 01:03, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 01. Jul 2010, 15:24 
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Bereits öfters Thema hier im Forum. Nun wird es Zeit für einen eigenen Thread:
Zitat:
Schweden schafft die Wehrpflicht ab
In Friedenszeiten Militärdienst künftig freiwillig
Die bürgerliche schwedische Regierung hat schon vor drei Jahren die Abschaffung der Wehrpflicht eingeleitet. Ab 1. Juli greift das neue Gesetz. Ausser in einer Krise kann niemand mehr unfreiwillig zum Militär geholt werden.

http://www.nzz.ch/nachrichten/internati ... 42953.html

Zitat:
Zwischen 4000 und 6000 Soldaten will man in Zukunft jedes Jahr rekrutieren, 15.000 bis 16.000 soll die Truppenstärke betragen.
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... ht-ab.html


16.000 Mann sind für ein Land wie Schweden erstaunlich wenig! Ein Drittel des Jahresbedarfs soll als Milizionäre in den Dienst treten.
Dieser Anlass wird jedenfalls wieder neuen Zündstoff in die Diskussion um die Zukunft der Wehrpflicht und um den Umfang des Bundesheeres liefern. Denn Schweden war eine Bastion der Wehrpflicht mit langer Tradition, Grundwehrdiener durften selbst am Gripen schrauben und das skandinavische Land ist wesentlich größer und sicherheitspolitisch wesentlich exponierter als Österreich.
Die Wehrpflicht ist übrigens nur ausgesetzt. Jeder 18jährige Einwohner Schwedens (egal ob Mann oder Frau!) muss einen Tauglichkeits-Fragebogen ausfüllen, falls einmal einberufen werden muss.


Zuletzt geändert von Cyclop am 01. Jul 2010, 15:44, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 01. Jul 2010, 15:43 

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Ich bin Dir zuvorgekommen:



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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden schafft Wehrpflicht ab
BeitragVerfasst: 01. Jul 2010, 16:25 
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Nana da musst du jetzt aber vorsichtig sein, gestern hast du dich noch unglaublich darüber erzürnt das der Kommentar im Standard das Bundesheer als Idiotenverein hingestellt hat...jetzt tust du im Prinzip nichts anderes.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden schafft Wehrpflicht ab
BeitragVerfasst: 01. Jul 2010, 16:28 

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Ausgehend von der (möglicherweise irreführenden) Annahme, dass das Heer damit "professionalisiert" wird. Zu meiner Meinung bezüglich des "Standard"-Kommentars stehe ich nach wie vor. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand freiwillig, ohne zuvor Wehrdienst gemacht zu haben, in die Armee geht. Andererseits könnte es in Schweden tatsächlich funktionieren - dort hat die Armee sicher einen anderen Stellenwert als in Österreich. Bei uns wird ein Freiwilligensystem durch die öffentliche Meinung von vornherein torpediert, obwohl es von genau den Medien, die das Bundesheer durch den Dreck ziehen, immer wieder gefordert wird.


Zuletzt geändert von theoderich am 01. Jul 2010, 16:36, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden schafft Wehrpflicht ab
BeitragVerfasst: 01. Jul 2010, 16:35 
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Ich stimme dir auch durchaus zu, trotzdem fand ich diese "Zwiespältigkeit" jetzt etwas seltsam.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden schafft Wehrpflicht ab
BeitragVerfasst: 01. Jul 2010, 16:38 

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Kann ich von deiner Warte aus nachvollziehen - wenn ich mir meinen Kommentar so im Nachhinein durchlese .. vielleicht nicht ganz mitgedacht. Aber so etwas passiert eben.

P.S.: Der Ausdruck "Professionalisierung" ist mir sowieso ein Dorn im Auge. Ein Milizsoldat ist durch das Knowhow das er von außen mit einbringt (s. Expertenpool) eigentlich auch ein Profi - mit dem Unterschied, dass er ein perfektes Bindeglied zwischen Militär und Zivilgesellschaft darstellt. Ein Berufssoldat oder auch ein Freiwilliger ist zwangsläufig im System "Militär" fix und weitgehend unbeweglich eingegliedert und verliert möglicherweise den Bezug zur zivilen Außenwelt. Das soll jetzt nicht heißen, dass das allgemein gilt, aber es ist möglich. Durch ein Milizsystem kann man dieses Phänomen unterbinden.


Zuletzt geändert von theoderich am 01. Jul 2010, 16:51, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden schafft Wehrpflicht ab
BeitragVerfasst: 01. Jul 2010, 16:46 
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Nichts passiert, auch ich habe mich gestern sehr geärgert und vertrete die Meinung dass das Niveau in einer Berufsarmee sinkt.

Wäre interessant ob es mit ende der Wehrpflicht auch die Nationalgarde weitergeben wird. Wenn ja ist das ein Modell das ich mir auch für Österreich vorstellen kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden schafft Wehrpflicht ab
BeitragVerfasst: 01. Jul 2010, 17:00 

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Meinst dur die Idee von Alfred Lugert?

"Bundesheer im Ernstfall überfordert"

Zitat:
Er greift den vor 20 Jahren vom Milizverband entwickelten Gedanken einer Profi-Miliz auf und schlägt vor, dass das Bundesheer für seine Inlandsaufgaben Freiwillige als Teilzeitsoldaten in einen dienstrechtlichen Vertrag nimmt. Dieser würde sie verpflichten, gegen marktgerechte Bezahlung und mit sozialer Absicherung mindestens einmal im Monat eine Wochenendübung sowie einmal im Jahr einen mindestens zehntägigen Einsatz zu absolvieren.



Das wäre garantiert sinnvoll - allerdings nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zum Milizsystem mit Wehrpflicht.

P.S.: Zur Erläuterung meines Kommentars von oben - ich habe das "dennoch" quasi als Synonym für "obwohl man sich davon eine Professionalisierung erwartet" gemeint.

P.P.S.: Im Forum des "Standard"(erstaunlich, aber wahr) hat ein User einen ausgezeichneten Kommentar zu den Nachteilen von Berufsarmeen verfasst:

Zitat:
Paul Dresten
22.06.2010 23:58

Wenn man die Frage nach einem Berufsheer stellt, sollte man sich mit den bisherigen Erfahrungen auseinander setzen, die andere Länder in diesem Bereich gemacht haben und die sind praktisch in jedem Land die Gleichen gewesen:

    1, Die Kosten für ein Berufsheer lagen immer deutlich über denen von Milizarmeen.

    2, Man bekommt nur diejenigen, die in der Privatwirtschaft keine Chance haben. Eine gesteigerte „Professionalität“ stellte sich nirgends ein, sondern Einsatzfähigkeit und Qualität sank.

    3, Ein positiver volkswirtschaftlicher Effekt konnte in keinem dieser Länder erzielt werden, stattdessen stieg die Jugendarbeitslosigkeit woraus zusätzliche Kosten erwuchsen.

    4, Zusätzliche vollbezahlte Arbeitsplätze im Sozialbereich konnten durch die Abschaffung des Zivildienstes nicht lukriert werden, da es in diesem Bereich bereits vorher schon einen eklatanten Arbeitskräftemangel gab. Ein noch größeres Fehl an Arbeitskräften war die Folge.


Zitat:
22.06.2010 23:58

    5, Es zeigte sich, das PS- und PK-Operationen nur dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn sie auf zwei Ebenen erfolgen: a. auf militärischer Ebene, das Überleben der Menschen durch militärischen Schutz möglich machen und b. auf ziviler Ebene, das Leben der Menschen durch den Wiederaufbau der Infrastruktur möglich zu machen. Da Berufsheere, im Gegensatz zu Milzarmeen über keine zivilen Kompetenzen verfügen, sind sie für die Aufgaben der Zukunft kaum geeignet.

    6, Da die Soldaten von Berufsheeren sich mit Masse aus denen rekrutieren, die am zivilen Arbeitsmarkt faktisch kaum Chancen haben, sind sie von diesem Job vollkommen abhängig und somit für Missbrauch weit mehr anfällig. „Staat im Staat“-Tendenzen werden dadurch verstärkt,


Zitat:
22.06.2010 23:59

    Missbrauchsfälle (sowohl im Militär selbst als auch gegen Zivilisten) kommen seltener an die Öffentlichkeit.

    7, Analphabetismus ist in allen Berufsheeren stark angestiegen wodurch es bei komplexeren Waffensystemen und im Einsatz generell vermehrt zu Problemen (teilweise auch mit tödlichen Folgen) kam.

    8. Da Berufsheere große Probleme haben genügend Soldaten zu bekommen, wird vermehrt in der rechten Szene rekrutiert. Verstärkte rechte Tendenzen in allen Berufsheeren bleiben daher nicht aus. Zusätzlich müssen alle Berufsheere auch im Ausland Soldaten rekrutieren, was naturgemäß zu Verständigungsproblemen in der Truppe führt.

    9, Die Probleme genügend Soldaten zu bekommen hat dazu geführt, dass es bei allen Berufsheeren zu einer


Zitat:
23.06.2010 00:00

    zu einer Überalterung kam.

    10, Als weiteres Rekrutierungsfeld müssen Berufsheere Strafanstalten und Obdachlosenheime nutzen. Dass auch hier kaum qualifiziertes Personal gefunden wird, versteht sich von selbst. Statt dessen ist in Berufsheeren ein höherer Grad an Alkoholismus und Gewaltbereitschaft zu verzeichnen.

    11, Da qualifizierte Soldaten kaum gegeben sind, leiden fast alle Berufsheere unter der Schwierigkeit ausreichend qualifizierte UOs zu bekommen.

    12, In fast allen Ländern mit Berufsheer gehören Ex-Soldaten zur größten Gruppe unter den Arbeitslosen, was zu weitere Kosten durch das Berufsheer führt.


Zuletzt geändert von theoderich am 01. Jul 2010, 18:03, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden schafft Wehrpflicht ab
BeitragVerfasst: 01. Jul 2010, 18:03 
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Registriert: 29. Jul 2008, 20:32
Beiträge: 1984
Ja genau dieses Modell, wäre analog dem system in den USA: Berufsarmee + Nationalgarde.

Ich denke nicht dass es dann sinnvoll wäre auch die normale Miliz zu behalten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden schafft Wehrpflicht ab
BeitragVerfasst: 01. Jul 2010, 18:34 

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Beiträge: 20714
Schweden schafft Wehrpflicht ab

Zitat:
Bis 2014 will die Mitte-rechts-Regierung die Armee vollständig in eine Berufsarmee umwandeln. Die letzten einberufenen Soldaten waren bei einer Zeremonie gestern verabschiedet worden.


Zitat:
Zwar war die Musterung obligatorisch, doch einberufen wurden nur Freiwillige, zuletzt knapp 5.000, zehnmal weniger als in der Zeit des Kalten Krieges.


Zitat:
Mit einer Berufsarmee will die Regierung von Fredrik Reinfeldt die Armee für internationale Militäreinsätze wie in Afghanistan wappnen, an denen sich das ehemals neutrale Land immer stärker beteiligt. Mit Plakatkampagnen und Fernsehspots versucht die Armee derzeit, künftige Berufssoldaten zu rekrutieren. Das Acht-Millionen-Einwohner-Land hatte 2009 insgesamt 34.000 Soldaten und 38.000 Reservisten der Nationalgarde.



Bei uns ist die Einberufung von 3000 bis 4000 Freiwilligen schon ein historischer Rekord. Ein Grund mehr, beim aktuellen System zu bleiben oder das Teilzeitsystem einzuführen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden schafft Wehrpflicht ab
BeitragVerfasst: 17. Jan 2012, 22:51 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20714
Recruitment woes plague Swedish military

Zitat:
At the start of the New Year, the Swedish Armed Forces (Försvarsmakten) was still 3,000 recruits short of staffing goals for Sweden's new mission-based military, the Svenska Dagbladet (SvD) newspaper reported on Monday.

A consequence of the shortfall may be that career soldiers will be forced to make more frequent tours of duty abroad.


Zitat:
But so far, the Armed Forces is way behind on its recruitment goals, with only 2,400 soldiers and sailors of the planned 5,300 having joined the military by the end of 2010.

Last week, the Armed Forces signed an agreement with Sweden's National Employment Agency (Arbetsförmedlingen) to help the military meet its goal of hiring between 4,000 and 6,000 new soldiers every year.

Part of the agreement calls for representatives from the Armed Forces to train jobs agency staff to ensure that the latter can provide an accurate picture of the jobs available and the Armed Forces as an employer.

The manpower shortage could be as high as 5,000 soldiers within two years, according to SvD.

The largest recruitment gaps exist among contracted soldiers who could be called up on an as-needed basis. So far, the Swedish military has yet to fill even one of the 9,200 spots set aside for contracted soldiers and sailors.


Zitat:
However, economist Ulf Jonsson with the Swedish Defence Research Agency (Totalförsvarets forskningsinstitut – FOI) warned that a consequence of the low recruitment figures could be that career soldiers will be sent abroad more often.

"Either you have fewer people to participate in the same number of missions or you cut down on the number of missions," he told The Local.

Jonsson, who last autumn published a report warning that the Swedish Armed Forces had underestimated the recruiting costs involved in shifting from a conscripted to a voluntary force, said he wasn't surprised that Sweden was having trouble meeting its recruitment goals.

"It's not uncommon that recruitment problems crop up during this kind of transition," he said.

"But the longer the negative spiral (of low recruitment numbers) continues, the harder it becomes to break the trend."


Zitat:
On his blog, defence minister Tolgfors downplayed the SvD report, calling it a “snapshot” of an ongoing process of transition which won’t be complete until 2014.

“As previously states, the final staffing balance in the mission-based organisation between full- and part-time employees won’t be finished until the year after,” Tolgfors wrote on his blog.



Politiker sind überall gleich - ein Problem so lange dementieren, bis es nicht mehr zu leugnen und die Katastrophe perfekt ist. Und wenn man bedenkt, dass die Aufstellung von Berufsarmeen in diversen europäischen Ländern in der jüngsten Vergangenheit hauptsächlich darauf abzielte, sich verstärkt in internationalen Missionen zu engagieren, gibt einem die Aussage dieses FOI-Wissenschaftlers schon zu denken.

Frivilliga soldater dyrare än planerat (16. November 2010)
Freiwillige Soldaten teurer als geplant


      Frivilliga soldater istället för plikt - internationella erfarenheter och ekonomiska konsekvenser

      Zitat:
      Abstract The Swedish Parliament decided in May 2010 that the conscription would be abolished and replaced with an all voluntary force acc. The decision was based on the aim for a defence with high readiness and an increased capacity for international operations. This, together with a reduced need to maintain a numerically large defence organiation made the abolition of the applied conscription in favor of voluntariness a natural step. The Swedish experience of voluntarily recruited soldiers are limited why the Ministry of Defence asked FOI to study international experiences and use these experiences to analyze the recruitment and retention options and costs. FOI has also been asked to assess the economic impact of changes in manpower supply in the Swedish defence why an economic assessment of the economic planning assumptions has been performed. This report contains the results of these studies.



1. JULI 2011

    Swedish armed forces suffer new recruit exodus

    Zitat:
    National Service was abolished in Sweden on July 1st 2010. Since then the Swedish Armed Forces have been trying to recruit young people with massive advertising campaigns asking “Have you got what it takes?”.

    According to SvD, the plan was to recruit 4,000 young Swedes every year.

    Successful applicants then undergo a basic training course (Grundläggande Militär Utbildning – GMU), lasting three months.

    The new figures show that out of the 6,600 applicants to the first intake, 862 were recruited. Out of these recruits 15 percent left during training.

    In the second intake, which comprised 300 recruits and is underway at the moment, the drop out rate has increased further.

    “So far, 20 percent have left. We will need to analyse why this is so,” said colonel Lars Hammarlund, in charge of training.

    According to the military, one of the reasons is that many of the new recruits can’t take the physical strain that soldiering entails.

    ”This gives us reason to review the physical tests and examinations in the recruitment process,” Stålesjö told SvD.




Zuletzt geändert von theoderich am 15. Dez 2014, 11:35, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden schafft Wehrpflicht ab
BeitragVerfasst: 26. Jan 2012, 09:45 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20714
Krieg zu gefährlich für Offiziere

Zitat:
Deshalb ist die öffentliche Verwunderung in Schweden groß darüber, dass sich 116 schwedische Berufsoffiziere ungerecht behandelt fühlen, weil sie entlassen wurden, nachdem sie sich weigerten, ihre theoretische Bereitschaft zum Einsatz im Ausland zu erklären. Das schwedische Arbeitsgericht hat der Klage der Offiziere auf Wiedereinstellung ohne den Zwang zum Einsatz außerhalb der Landesgrenzen nun stattgegeben. Seit 2011 sieht die Armeeführung die Bereitschaft zu Auslandseinsätzen für Offiziere als zwingend an. Die Entlassungen rechtfertigte die Heeresspitze mit "Arbeitsmangel" innerhalb der Landesgrenzen.

Etappensieg für Offiziere

Tatsächlich ist bereits der Entscheid des Arbeitsgerichts, diesen ganz besonderen Fall überhaupt zu verhandeln, ein Etappensieg für die Armeebediensteten. Der Offiziersverband will am Arbeitsgerichtshof widerlegen, dass für die Armee im Land "Arbeitsmangel" herrscht. Und sie zeigt sich überzeugt davon, dass der Zwang zu Auslandseinsetzen arbeitsvertragstechnisch nicht rechtens ist und die Offiziere schleunigst wieder anzustellen sind.

Ob das nicht ein schlechtes Licht auf die Armee und ihre Nützlichkeit werfe und zu weiteren Sparmaßnahmen anrege, wenn Offiziere den Auslandsdienst verweigern, fragen Kritiker. Da kontert der Offiziersverband: Grundsätzlich sei man sich der zunehmenden Wichtigkeit von friedensbewahrenden Auslandseinsätzen, etwa der Uno, bewusst. Doch der 2010 von den einst dem Militär nahestehenden bürgerlichen Regierungsparteien parlamentarisch ratifizierte Zwang zum Auslandseinsatz für Offiziere sei mit Wirkung ab 2011 "zu abrupt" eingeführt worden. Zumindest für einen Teil der Diensthabenden, etwa mit Familie. Es gehe auch um die soziale Verträglichkeit bei veränderten Arbeitsbereichen und Versetzungen.




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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden schafft Wehrpflicht ab
BeitragVerfasst: 26. Jan 2012, 13:26 

Registriert: 12. Mai 2011, 11:05
Beiträge: 3392
Passt wunderbar dazu:

http://www.youtube.com/watch?v=DNj1dXi-z0M


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden schafft Wehrpflicht ab
BeitragVerfasst: 30. Apr 2012, 15:42 
Site Admin
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Registriert: 23. Mär 2005, 14:53
Beiträge: 1289
Das schwedische Militär verlangt mehr Budget: http://www.defense-aerospace.com/articl ... money.html

Zitat:
"We have long argued that the government painted a rosy picture of the state of military defence," he says. "That has to end and we need to take this seriously," Hultqvist says.


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