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Schweiz: Weiterentwicklung der Armee
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Seite 15 von 16

Autor:  theoderich [ 09. Apr 2016, 18:19 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schweiz: Weiterentwicklung der Armee

«Ich hatte von Beginn weg Zweifel»

Zitat:
Die Armee betont stets, sie brauche pro Jahr 5 Milliarden Franken, kann aber nicht sagen, wofür?

    Ich verstehe, dass man das so sehen kann. Aber die Armee benötigt das Geld nicht nur für grosse Rüstungsprojekte. Auch die Verbesserungen der Weiterentwicklung der Armee kosten – etwa die Behebung von Ausrüstungslücken.

Gegen diese Reform haben ­Milizverbände das Referendum ergriffen. Wie optimistisch schauen Sie einer Abstimmung entgegen?

    Ich habe Respekt vor diesen Verbänden, die eine andere Vorstellung davon haben, wie die Sicherheit des Landes gewährleistet werden soll. Und ich habe grossen Respekt vor einer Abstimmung. Aber diese Reform ist ein Kompromissprojekt – eine gute Basis, auf der wir die Armee jetzt neu aufbauen können.

Trotzdem werden Sie als ­SVP-Bundesrat in die Geschichte eingehen, der die Armee halbierte.

    Schauen Sie, das ist das Projekt des Gesamt­bundesrats, das vom Parlament akzeptiert worden ist. Am zuständigen Departementsvorsteher ist es nun, die Reform zu vertreten – auch wenn er zu Beginn vielleicht nicht ganz einverstanden war. Doch ich vertrete das Projekt auch aus persönlicher Überzeugung.

Da hört man heraus, dass Sie sich eigentlich einen höheren ­Armeebestand wünschten.

    Jetzt liegt diese Reform auf dem Tisch. Den Milizverbänden steht es frei, eine Volksinitiative für eine grössere Armee zu lancieren. Aber wenn diese Reform scheitert, fallen all ihre Vorteile wie die Behebung von Ausrüstungslücken oder die schnellere Mobilisierung weg. Dann ist gar nichts gewonnen.


Autor:  Alarich [ 09. Apr 2016, 20:41 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schweiz: Weiterentwicklung der Armee

Das könnte Spannend werden was als Ersatz Kommt

weil der Radpanzer wird nicht gehen weil die Fahrzeuge im Mörser Beschaffung Kapi.- Voll sind

es wird was sein wo Freie Kpi Vorhanden ( Industrie )sein müssten

Autor:  theoderich [ 09. Apr 2016, 20:47 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schweiz: Weiterentwicklung der Armee

Kannst du deine Postings auch so formulieren, dass sie für andere verständlich sind? Von der Orthographie ganz zu schweigen.

Autor:  theoderich [ 11. Mai 2016, 00:00 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schweiz: Weiterentwicklung der Armee

Guy Parmelin unter Druck
Gefecht zwischen Offizieren

Zitat:
Ein «Bürgerkomitee für unsere Sicherheit» sammelt Unterschriften gegen die vom Parlament verabschiedete Armeereform (WEA). Hinter dem Komitee stehen gänzlich unzufriedene Offiziere, die von der Armeeführung masslos enttäuscht sind. Falls das Referendum zustande kommt, droht eine Schlacht unter Armeebefürwortern.

Sind die Dissonanzen, die im Offizierskorps grassieren, Vorboten der möglichen direktdemokratischen Ausmarchung um die Zukunft der Armee? Vieles deutet darauf hin.

Der Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG), Stefan Holenstein, spricht unumwunden davon, dass eine «neue Eskalationsstufe erreicht» sei. Er erachtet die Kritik, die namentlich aus dem Kreis der lauten Milizorganisation «Gruppe Giardino» erhoben wird, als weit überzogen. Es sei, so Holenstein, «äusserst bedenklich, wenn aus den eigenen Reihen geschossen wird, und das von einer verschwindend kleinen Minorität von zumeist nicht mehr aktiven Offizieren». Hinzu komme, dass sich diese Kreise vielfach im Versteckten verlautbaren liessen. Zum Fingerhakeln unter Offizieren merkt Holenstein an, die SOG werde sich weiterhin «mit aller Konsequenz für die dringend nötige Einheit im gesamten Offizierskorps einsetzen».

Anders sieht das Oberstleutnant Markus M. Müller. Der umtriebige Generalstabsoffizier ist Kommunikationschef der «Gruppe Giardino». Rastlos alimentiert er die Website der Organisation, die als treibende Kraft hinter dem Referendum gegen die WEA agiert. Müller verhehlt auf Anfrage nicht, dass ihn eine «gewisse Frustration» antreibe. Geschürt werde diese auch von Armeechef Blattmann, bei dem andersdenkende Bürger im Wehrkleid argumentativ auf Granit bissen. Der gut informierte Kommunikationschef der «Gruppe Giardino» plädierte als Erster für einen Marschhalt beim Rüstungsprojekt Bodluv. Müller sorgte zudem mit einem Kommentar auf dem Blog der Gesellschaft der Generalstabsoffiziere, in dem er die Brandrede Blattmanns aufs Korn nahm, Generalstabs-intern für Zunder. Der Kommentar ist inzwischen gelöscht worden. Blattmanns rüde Botschaften sind trotzdem Allgemeingut.

Tonspur als Casus Belli

Oberst i Gst Fritz Messerli, der die Gesellschaft der Generalstabsoffiziere seit zwei Jahren präsidiert, missfällt das verbale Hickhack zwischen Armeefreunden ausdrücklich. Er sei «sehr besorgt» über das, was im Vorfeld eines allfälligen Referendumskampfs zur WEA ablaufe. «Die Gruppe Giardino agiert sehr aggressiv, sie verschickt Pamphlete fast im Stundentakt.» Verärgert ist Messerli zudem über das Faktum, dass am Generalstabs-Seminar von Ende April in Brugg eine Tonaufnahme erstellt wurde. Er selber habe am Anlass nicht teilnehmen können, weshalb er sich zu den Äusserungen Blattmanns nicht äussern wolle, sagt Messerli. Wenn sich aber bestätigen sollte, dass ein Generalstabsoffizier die Tonspur angefertigt und nach aussen getragen habe habe, werde man Konsequenzen ziehen müssen.

SOG-Präsident Stefan Holenstein, der an besagtem Seminar in Brugg zugegen war, will Blattmanns Aussagen ebenfalls nicht öffentlich qualifizieren. Zur heimlichen Tonaufnahme sagt er aber: «Das ist eine neue Dimension, die wir so nicht dulden können.»

Giardino-Kommunikationschef Markus M. Müller ist im Februar 2015 aufgrund von Differenzen mit dem neuen Präsidium aus dem Vorstand der Gesellschaft der Generalstabsoffiziere ausgeschieden. Auf die Tonspur angesprochen, sagt er: «Ich habe keinerlei Dokumente der Presse zukommen lassen.»

Freude am Hickhack hat die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee. Sie empfiehlt in einem Communiqué: «Den korrupten Sauladen Armee abschaffen!»



Hier der mittlerweile gelöschte Kommentar von Müller, der in der NZZ zitiert wird (Unten die Reaktion des Autoren des betreffenden Artikels.):

    Zitat:
    Oberstlt i Gst Markus M. Müller sagt:

    2. Mai 2016 um 23:16

    Den Organisatoren in den vier Ter Reg sein herzlich für die Organisation gedankt. Für den eher (unter)durchschnittlichen Inhalt sind die Verantwortlichen in Bern zu suchen.

    Anstatt die Fakten über das Projekt BODLUV auf den Tisch zu legen, begnügte sich der CdA und der Kdt LW mit dem Wiederholen bekannter PR-Botschaften. Wieso das jetzt sistierte Projekt („2x ungenügend = genügend“) wirklich so gut ist, blieb unbeantwortet. Stattdessen übergoss man den unbekannten „Verräter“ aus dem Projektteam mit Pech und Schwefel und gab ihn zum Abschuss durch das Korps der Gst Of frei – „Freiwild“ sozusagen. Der Applaus am Ende der Ausführungen des CdA war denn auch eher dürftig.

    Auch die Argumente für die WEA blieben aus. Man begnügte sich mit den oberflächlichen Kampfparolen. Wer die WEA nicht unterstützen könne, sei wohl eben einfach zu dumm und habe die Reform nicht verstanden. Auch diese Aussagen zeugen nicht von Souveränität.

    Die Doktrin der WEA, welche diesen Namen auch verdient, lässt sich auch heute noch nicht in wenigen Worten zusammenfassen. „Retten, Schützen, Kämpfen“ ist eher eine Zusammenfassung von Tätigkeiten und Aufgaben.

    Ebenfalls fehlte die Beweisführung, wie die rund 200 wichtigsten Objekte „SKI“ mit den noch übrigbleibenden Verbänden nachhaltig geschützt oder verteidigt werden können. Auch hier muss der Gst Of einfach glauben, was ihm vorgetragen wird.

    Symptomatisch auch der Auftritt der GGstOf in Brugg: Nach der Ankündigung trat niemand auf die Bühne. Vermutlich weil man in Bremgarten auf den Auftritt wartete. Tags darauf musste der neugewählte Präsident der SOG (!) die GGstOf vorstellen und dies, obschon die GGstOf nicht Teil der SOG ist.

    Immerhin wurde die GGstOf als Diskussionsplattform angepriesen. Mit der Publikation meines Kommentars wäre dies tatsächlich wieder korrekt.

    „Wenn wir Höheren Stabsoffiziere unseren Generalstabsoffizieren zuhören, Ihre Ideen aufnehmen und Kritiken ernst nehmen, dann laufen wir nie Gefahr, plötzlich im Elfenbeinturm zu sitzen. Gerade auch deshalb sind diese Anlässe unglaublich wertvoll für beide Seiten.“ – stimmt. Leider wurde diese Chance verpasst. Keiner der Vorträge war interaktiv. Nicht einmal ein Feedback zum Anlass wurde am Schluss eingeholt.

    Der Elfenbeinturm hat seine Grenzen nicht in Bern.

    Zitat:
    Peter Stephani sagt:

    3. Mai 2016 um 08:31

    „Wir müssen immer wieder das Gespräch mit unserem Nächsten suchen. Das Gespräch ist die einzige Brücke zwischen den Menschen.“ Das hat schon der französische Schriftsteller Albert Camus (1913 bis 1960) festgehalten.
    In diesem Sinne übt die GGstOf nur im Rahmen der veröffentlichten Regeln eine gewisse Zensur, sobald man den „Weg des guten Geschmacks“ komplett verlässt, respektive verlassen hat. Wenn jedoch jemand zu seiner Meinung steht – auch wenn man nicht dieselbe hat, der Schreibende sich im Ton vergreift oder sie derjenigen der GGstOf diametral entgegen steht – ist eine Veröffentlichung immer durch den/die Schreibenden persönlich zu rechtfertigen. Dass nun diese – wie andere Kommentare auf den Blog zu den Gst Of Seminaren – veröffentlicht werden, bedeutet jedoch keineswegs, dass die GGstOf die Haltung der oder des Schreibenden teilt.
    Zumal Gewisse leider unter „offener Gesprächskultur“ verstehen, gegen alle und jeden, der nicht ihrer Meinung ist, auf den verschiedensten Plattformen über’s Leder ziehen zu dürfen. All jenen sei an dieser Stelle sinngemäss ein Zitat des Schweizer Theologen und Philosophen Johann Kaspar Lavater entgegengehalten: „Sprich nie Böses von einem Menschen, wenn du es nicht gewiss weißt, und wenn du es gewiss weißt, so frage dich: Warum erzähle ich es?“
    Major i Gst a D Peter Stephani, C Komm GGstOf


Autor:  theoderich [ 07. Jul 2016, 05:19 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schweiz: Weiterentwicklung der Armee

Referendum gegen Armeereform gescheitert (6. Juli 2016)

Zitat:
Es sei ein «schwarzer Tag für die Schweiz, ihre Sicherheit und unsere Armee», teilte das Bürgerkomitee «für unsere Sicherheit – Nein zur Halbierung der Armee» am Mittwoch mit. Seine Bestrebungen für ein Referendum gegen die Weiterentwicklung der Armee (WEA) sind gescheitert. Das Komitee hat es verpasst, innerhalb der Referendumsfrist 50'000 Unterschriften gegen die Armeereform zusammenzubringen, die das Parlament in der Frühjahrssession beschlossen hatte. Die Referendumsfrist läuft am Donnerstag aus.


Autor:  theoderich [ 24. Aug 2016, 21:54 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schweiz: Weiterentwicklung der Armee

Neuer sicherheitspolitischer Bericht der Schweiz


Autor:  Alarich [ 08. Okt 2016, 21:58 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schweiz: Weiterentwicklung der Armee

Zu dem Rüstungsprogramm gibt es auch ein 2017+

http://www.vbs.admin.ch/de/home.detail.news.html/parlament/2016/160921.html

Autor:  theoderich [ 04. Nov 2016, 22:41 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schweiz: Weiterentwicklung der Armee

Gesamtsystem Schweizer Armee
Bedürfnisse und Antworten


Industrieorientierung / STA
3. November 2016

KKdt André Blattmann, Chef der Armee



Standbericht Armee Aktuelle Herausforderungen
STA GV
21. Juni 2016
KKdt André Blattmann, Chef der Armee



Schutz kritischer Infrastrukturen

STA, Erstfeld, 21.06.2016


Autor:  theoderich [ 08. Dez 2016, 20:08 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schweiz: Weiterentwicklung der Armee

Militärflugplatz Sitten: Weichen für den Übergang in zivile Hände sind gestellt

Zitat:
Das VBS, der Kanton Wallis und die Stadt Sitten haben eine Grundsatzvereinbarung erarbeitet, mit der die konkreten Schritte zum vollständigen Übergang des Militärflugplatzes in die zivile Verantwortung nach 2021 definiert werden. Die Vereinbarung ist heute unterzeichnet worden. Sie umfasst folgende Hauptelemente:

    ◾Das VBS führt die heutige Lernendenwerkstatt für Polymechaniker weiter bis Ende Juli 2029. Der Kanton und die Stadt Sitten haben die Möglichkeit, das Zentrum auf ihre Kosten weiter zu entwickeln.

    ◾Das VBS stellt für die nächsten 12 Jahre 4 Stellen (Berufsbildner und Administration der Werkstatt) sicher. Die Anzahl Lehrlinge bleibt unverändert (32).

    ◾Das VBS wird die Flugplatzinfrastrukturen bis Ende 2021 weiter unterhalten, wie es der Vertrag zwischen der Eidgenossenschaft und der Stadt Sitten über die gemeinsame Nutzung des Flugplatzes von 1956 vorsieht.

    ◾Der Kanton wird logistische Leistungen erbringen in Zusammenhang mit den Infrastrukturen des Flugplatzes, die von der Armee weiter genutzt werden (Militärpolizei, Lehrlingswerkstatt, Ausweichflugplatz), nach demselben Prinzip wie für den kantonalen Waffenplatz. Dazu ist der Kanton bereit, rund 17 Vollzeitstellen der Logistikbasis der Armee per 1. Januar 2018 zu übernehmen. Die Leistungen werden durch das VBS entschädigt.

    ◾Um die grossen Synergien mit dem Kontingent des Kantons zu nutzen, welches die logistischen Leistungen für die Armee erbringt, sind der Kanton und die Stadt Sitten bereit, 4 Vollzeitstellen der Logistikbasis der Armee per 1. Januar 2018 zu übernehmen, um den Betrieb des zivilen Flugplatzes sicherzustellen.

    ◾Das VBS behält Sitten als Ausweichflugplatz, um der Luftwaffe Landungen bei Schwierigkeiten oder in Notlagen sowie zeitlich beschränkte Operationen wie zum Beispiel während des World Economic Forums zu ermöglichen. Um die Kosten der Nutzung des Zivilflugplatzes durch die Luftwaffe abzugelten, zahlt diese eine jährliche Pauschale von 300'000 Franken.

    ◾Die Übernahme per 1. Januar 2022 der Systeme, die für den Betrieb des Zivilflugplatzes nötig sind, sowie der Gebäude, die von der Armee nicht mehr benötigt werden, sind Gegenstand einer separaten Vereinbarung zwischen dem VBS, dem Kanton und der Stadt Sitten.

Zur Umsetzung der Grundsatzvereinbarung müssen eine Reihe von weiteren Vereinbarungen zwischen den verschiedenen Partnern abgeschlossen werden. Die Arbeiten dazu werden anfangs 2017 aufgenommen.



Militärflugplatz Sion


Autor:  theoderich [ 20. Jan 2017, 10:41 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schweiz: Weiterentwicklung der Armee

SVP-Bundesrat Parmelin warnt vor Engpässen im VBS

Zitat:
Die vom Parlament im Dezember beschlossenen linearen Budgetkürzungen beim Personal treffen hauptsächlich, sprich zu rund 30 Prozent, das personalintensive Verteidigungsdepartement (VBS) von SVP-Bundesrat Guy Parmelin. Zusammen mit den bereits vom Bundesrat vorgesehenen Einsparungen seien es – Stand heute – insgesamt 300 Stellen, die im VBS im laufenden Jahr abgebaut werden müssen, sagte Parmelin am Rande des WEF in Davos. Es sei verfrüht, zu sagen, ob es dazu Entlassungen brauche, ausschliessen könne er es aber nicht.

Es sei aber klar, fügte er an, dass es Kündigungen geben würde, falls das Parlament im Rahmen des Stabilisierungsprogramms 2017 bis 2019 weitere Querschnittskürzungen beim Personal vornehme. Und Parmelin meinte warnend: In diesem Falle könnte die paradoxe Situation entstehen, dass das VBS dank früheren Parlamentsentscheiden zwar über genügend Gelder für Beschaffungsprojekte verfüge, aber nicht mehr über genügend kompetentes Personal, um diese auch korrekt durchzuführen. Genügend Leute brauche es auch für die laufende Umsetzung des Reformprojekts Weiterentwicklung der Armee (WEA). Diese soll zwar ihrerseits zu Einsparungen von 400 Stellen führen – dies indes am Ende und nicht zu Beginn der Reform.

Es ist freilich just seine eigene Partei, die sich im Parlament zusammen mit der FDP und der BDP für die zusätzlichen Querschnittskürzungen beim Bundespersonal ins Zeug gelegt hatte. SVP-Finanzpolitiker Thomas Aeschi nimmt die Kritik Parmelins gelassen. Es sei Sache des Bundesrates, bei der Umsetzung der Sparvorgaben Prioritäten zu setzen. Wenn Parmelin bei linearen Kürzungen Gefahren sehe, müsse er sich im Bundesrat durchsetzen. Idealerweise spare man dort, wo die Personalkosten am stärksten gewachsen seien, etwa im Bundesamt für Energie. Er sei aber überzeugt, dass es auch im VBS noch Potenzial für Effizienzsteigerungen gebe; nicht an der Front, aber in den Stäben.

An den zusätzlichen Querschnittskürzungen im Rahmen des Stabilisierungsprogramms will Aeschi trotz den Warnungen Parmelins denn auch festhalten. Konkret möchte eine Mehrheit der nationalrätlichen Finanzkommission den Verwaltungsaufwand in den Jahren 2018 und 2019 um weitere 50 Millionen Franken stutzen.


Autor:  theoderich [ 28. Sep 2017, 15:20 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schweiz: Weiterentwicklung der Armee

6,5 Milliarden Franken für die Armee?

Zitat:
Erst kürzlich verschaffte das Parlament der Armee mehr Geld. Fünf Milliarden pro Jahr. Sicherheitspolitiker Werner Salzmann (SVP/BE) ist das zu wenig. Er sorge sich um die sichere Zukunft der Schweiz. «Wir leben in unsicheren Zeiten und haben die Armee lange vernachlässigt», so Salzmann. «Das Parlament muss sich nun zur Sicherheit bekennen und dem Volk zeigen, dass es ihm ernst ist.»

Der Berner hat im Nationalrat eine parlamentarische Initiative eingereicht, die massiv mehr Geld für die Armee verlangt. Die Armeeausgaben sollen im Durchschnitt mehrerer Jahre «mindestens 1 Prozentpunkt des Bruttoinlandproduktes der Schweiz» betragen. Stand heute wären das rund 6,5 Milliarden Franken.

Woher soll das Geld kommen?

Da das Bruttoinlandprodukt in der Regel wächst, würde die Initiative für ein garantiertes Budgetwachstum bei der Armee sorgen. Doch woher soll das Geld kommen? Salzmann: «Andere Bereiche wie Soziales oder Bildung dürfen weniger stark wachsen zugunsten der Armee. Wenn die Armee künftig den Verfassungsauftrag erfüllen will, muss sie die notwendigen finanziellen Mittel erhalten.» Bei der Landwirtschaft will Salzmann aber nicht sparen.

Mehr Geld für die Armee auf Kosten von Schulen und Entwicklungshilfe? Das kommt nicht gut an bei linken Sicherheitspolitikern. Balthasar Glättli (Grüne/ZH) sagt: «Von irgendwoher muss das Geld ja kommen. Das würde den Druck auf alle anderen Bereiche massiv erhöhen.» Die Armee koste heute schon zu viel. «Die einzigen, die Freude haben werden, sind die Waffenproduzenten.»

Und Chantal Galladé (SP/ZH) sagt: «Das ist unverschämt. Nachdem die Rechten im Parlament die fünf Milliarden durchgeboxt haben, wollen sie jetzt noch mehr.» Man müsse eben priorisieren, auch in der Sicherheit. «Ich setze mich auch ein für mehr Geld bei der Bildung, aber ein starrer Prozentsatz ist doch keine vorausschauende Politik.»

«Das wird nie reichen»

In die kontroverse Diskussion um das Budget schaltet sich auch die wichtigste Milizorganisation des Landes ein, die schweizerische Offiziersgesellschaft. In einem Interview mit der «Rundschau» fordert Präsident Stefan Holenstein das Verteidigungsdepartement auf, endlich «reinen Tisch» zu machen: «Mit den fünf Milliarden Budget können wir die nötigen Beschaffungen nicht finanzieren. Das wird nie reichen, das können wir heute schon ganz klar sagen.»


Autor:  theoderich [ 02. Nov 2017, 15:08 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schweiz: Weiterentwicklung der Armee

Die Armee weiss nicht, wohin mit dem vielen Geld

Zitat:
Das Bundesparlament möchte der Schweizer Armee pro Jahr 5 Milliarden Franken zuhalten. Doch das Verteidigungsdepartement (VBS) von Bundesrat Guy Parmelin hat grosse Mühe, diese Summe auszugeben. Dabei mangelt es nicht an Investitionsbedarf. Im Gegenteil: Die Armee schiebt heute schon eine hohe Bugwelle an Rüstungsinvestitionen vor sich her. Aber weil das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) überlastet ist, fehlen beschaffungsreife Projekte. Kurz: Die Armee weiss nicht, wohin mit dem vielen Geld.

Ein Luxusproblem? Keineswegs. Der anhaltende Spardruck bei der übrigen Bundesverwaltung wirft ein schiefes Licht auf die Prioritäten der bürgerlichen Mehrheit in Bern. Auch armeefreundliche Parlamentarier anerkennen, dass sie zunehmend in Erklärungsnot geraten. Zum Beispiel FDP-Politiker Joachim Eder: Die Politik habe den Finanzrahmen von 5 Milliarden Franken für die Armee mehrfach bestätigt, sagt der Ständerat aus dem Kanton Zug. «Wenn es dem VBS regelmässig nicht gelingt, diesen Rahmen auszuschöpfen, dann hat das Parlament langsam, aber sicher ein Legitimationsproblem.»



Voranschlag 2018 mit integriertem Aufgaben- und Finanzplan 2019-2021 (7. September 2017)

    https://www.efv.admin.ch/efv/de/home/finanzberichterstattung/finanzberichte/budget.html#-373707372

    Zitat:
    PROJEKTE UND VORHABEN 2018

      Weiterentwicklung der Armee (WEA): Etablierung neue Führungsstruktur; Bildung der Verbände; Umsetzung Anforderungen für Leistungen in Einsätzen und Ausbildung; Abschluss erste Ausbildung zur Umsetzung des Bereitschaftsmodells; Auswertung der Lehren und Ableitung der Massnahmen für 2019

      Programm FITANIA (Führungsinfrastruktur, Informations-Technologie und Anbindung Netzinfrastruktur Armee):

        Projekt Rechenzentren VBS/Bund: Rohbau des Rechenzentrums CAMPUS in Frauenfeld

        Projekt Führungsnetz Schweiz: Weitere Härtung Backbone, Etappe 2 sowie Anbindung von Nutzerstandorten

        Projekt Telekommunikation der Armee: Beschaffungsvorbereitung für die Ablösung Integriertes Militärisches Fernmeldesystem

      Ausbau der Interventionsfähigkeit der Luftpolizei 24 (LP24) in Richtung 24 Stunden pro Tag: Konsolidierung der Bereitschaft von 8.00–18.00 täglich, inklusive Wochenende und Feiertage; Vorbereitung des nächsten Ausbauschritts zur weiteren Ausdehnung der Bereitschaftszeiten

      Neues Kampfflugzeug (NKF): Projektstart


Autor:  Alarich [ 02. Nov 2017, 17:32 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schweiz: Weiterentwicklung der Armee

Keine Fahrzeuge mehr
noch Ausrüstung ??
Arme Schweiz

Autor:  m.ileduets [ 11. Nov 2017, 01:39 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schweiz: Weiterentwicklung der Armee

Überblick über den Ersatzbedarf der nächsten Jahre bei den Hauptwaffensystemen:
https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/alles-neu-alles-auf-einmal/story/16817371

Autor:  theoderich [ 11. Nov 2017, 10:37 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schweiz: Weiterentwicklung der Armee

«Wir haben 8 Millionen Flugzeugexperten»

Zitat:
Neben der neuen Luftverteidigung will der Bundesrat weitere acht Milliarden Franken für die Bodentruppen.

    Wir werden sicher nicht alle Panzer ersetzen. Es gibt Führungssysteme wie Florako, die auch zur Luftverteidigung eingesetzt werden. Auch hier müssen wir investieren. Wir werden weitere Mittel in die Cyberabwehr stecken. Ein wichtiger Faktor sind hier auch die Kompetenzen der Soldaten.


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