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 Betreff des Beitrags: Re: EU - Battle Groups
BeitragVerfasst: 21. Nov 2013, 14:25 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20787
EU: Sparbudgets erzwingen Zusammenarbeit

Zitat:
Unklar ist, wie es mit den EU-Battle-Groups weitergeht. Die Kampfverbände, die jeweils für ein halbes Jahr von mehreren EU-Staaten gebildet werden, waren seit ihrer Gründung im Jahr 2005 noch nie im Einsatz. Hier gebe es nur ein „grundsätzliches Bekenntnis zur weiteren Existenz“, sagt Klug. Wofür genau man die Battle Groups nutzen könnte, müsse erst geklärt werden. Er könne sich aber einen Einsatz von Teilen der Truppe für Katastrophenhilfe oder humanitäre Maßnahmen vorstellen.



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 Betreff des Beitrags: Re: EU - Battle Groups
BeitragVerfasst: 21. Nov 2013, 21:50 

Registriert: 26. Dez 2005, 15:07
Beiträge: 325
Wohnort: Bundesrepublik Deutschland
Na ja , ich persönlich habe erst heuer wieder festgestellt das es oftmals nur Gerede ist mit den Einsätzen zur humanitären Hilfe. Klar wenn vor der Tür das Hochwasser wütet sind die nahen Einheiten schnell und effizient verfügbar. Aber sobald es etwas weiter weggeht sind die europäischen Streitkräfte am Limit. da ist die USA die unbestreitbare Nr.1

z.b. Das deutsche Luftlanderettungszentrum . In dessen Broschüre wird genannt das dieses Rettungszentrum innerhalb von 3 Tagen weltweit im Einsatz sein könnte. Und warum wird es nicht auf den Philippinen eingesetzt? Nach einer Anfrage bei der Bundeswehr durch mich wurde mir geantwortet das die Bundeswehr dazu ein Mandat des deutschen Bundestages benötigt. Da der Bundestag aber wegen der Koalitionverhandlungen praktisch gelähmt ist wurde kein Mandat erteilt. Während zivile Organisationen wie I.S.A.R. bereits einige Tage nach der Naturkatastrophe in dessen Medizinstation hunderte von Bedürftigen geholfen haben regt sich bei der Bundeswehr und anderen europäischen Nationen nichts oder wenig. Außerdem mangelt es im Gegensatz zu den USA um ausreichende Luft-Kapazitäten. Die USA mit Ihren C-17 sind da um ganz andere Bereiche vor wie die Bundeswehr die erst in den nächsten Tagen eine A400M-Version erhält. Ganz zu Schweigen von der Überlegenheit der US Osprey CV-22 mit Luftbetankungsmöglichkeit.

_________________
Klagt nicht , kämpft !!!


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 Betreff des Beitrags: Re: EU - Battle Groups
BeitragVerfasst: 22. Nov 2013, 00:19 

Registriert: 12. Mai 2011, 11:05
Beiträge: 3393
Du hast Recht, die 1 (!) Strike Carrier Group vor Anker richtet dort mehr aus als ganz Europas Militär.


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 Betreff des Beitrags: Re: EU - Battle Groups
BeitragVerfasst: 22. Nov 2013, 02:04 

Registriert: 11. Mär 2012, 03:50
Beiträge: 449
Wenn D 19% seines budget fuer die BW ausgibt wuerde es anders aussehen!
Die Amis sind aber auch nicht 'das gelbe vom ei'.


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 Betreff des Beitrags: Re: EU - Battle Groups
BeitragVerfasst: 22. Nov 2013, 13:30 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20787
Dr4ven hat geschrieben:
Du hast Recht, die 1 (!) Strike Carrier Group vor Anker richtet dort mehr aus als ganz Europas Militär.


Es gibt tatsächlich entsprechende Bestrebungen seitens Frankreichs und Großbritanniens. Die Frage ist nur, wie viel Zeit noch vergehen wird, bis diese Früchte tragen. Das Projekt der europäischen Trägerkampfgruppe befindet sich momentan als Gesetzesentwurf für den nächsten Finanzrahmen im französischen Parlament:

    Dossiers législatifs - Projet de loi relatif à la programmation militaire pour les années 2014 à 2019 et portant diverses dispositions concernant la défense et la sécurité nationale (15. November 2013)

    Zitat:
    2.10. Récapitulatif : les principaux équipements du nouveau modèle d’armées

    D’ici 2025, la réalisation de ce modèle d’armée permettra de combler certaines lacunes dans nos capacités actuelles, par exemple dans les domaines du renseignement, du transport aérien, du ravitaillement en vol, ou de l’aéromobilité. Il implique cependant une prolongation et donc un vieillissement accru de certains équipements, ainsi que des limitations temporaires de capacités, qui pourront être partiellement atténuées par des mutualisations ou un soutien européens. La France entend, à cet égard, s’engager résolument dans l’initiative de mutualisation et de partage capacitaire (Pooling and Sharing) développée dans le cadre de l’Union européenne. Cette démarche concernera les domaines du renseignement et des communications d’origine satellitaire, du déploiement et de l’exploitation des drones de surveillance, du transport stratégique, du ravitaillement en vol, du déploiement d’un groupe aéronaval et de la logistique dans les zones de crises. La réalisation du modèle d’armées repose, en outre, sur une certaine remontée des financements, dès le troisième tiers de la période de programmation, permettant de prendre en compte, en particulier, les échéances du renouvellement des composantes de la dissuasion et la livraison de nouveaux équipements conventionnels. C’est la raison pour laquelle les armées seront organisées afin de pouvoir, dans le cadre de la différenciation des forces, tirer le meilleur parti des parcs les plus anciens, tout en exploitant les capacités des équipements modernes au fur et à mesure de leur arrivée.

    Ce nouveau modèle d’armée induit de nouvelles restructurations et une adaptation des formats. Ces décisions permettront à nos forces armées d’assurer pleinement les contrats opérationnels définis, tout en mettant en œuvre d’importantes mesures de rationalisation et de modernisation de l’action publique.



      The Maritime Dimension of CSDP: Geostrategic Maritime Challenges and the Implications for the European Union (Jänner 2013)

      Zitat:
      5.7.1 Franco-British security and defence cooperation

      [...]

      Regarding maritime capabilities, the UK and France have set the goal to by around 2020 develop an integrated carrier strike group drawing on resources from both countries. While Europe certainly needs access to carriers, developing new such capabilities is simply not currently on the table. Better then is to bring together the existing French and British carrier capabilities (as is already underway) while also making provisions for other European nations to rely on these assets in the event of joint operations.


      Zitat:
      5.7.4 European Carrier Group Interoperability Initiative (ECGII)

      The European Carrier Group Interoperability Initiative (ECGII) is an initiative to enhance European interoperability and capability in amphibious and carrier strike group operations through fostering enhanced cooperation and joint training and exercises at both tactical and operational levels. The rationale behind these actions is to allow for more rapid and effective deployment during EU or NATO missions.


      5.7.5 European Maritime Forces (EUROMARFOR)

      Dating back to the Petersburg Declaration in 1995, the European Maritime Forces (EUROMARFOR) was set up as a non-standing multinational military force to carry out naval, air and amphibious operations. Today, the cooperation initiative includes personnel from France, Italy, Portugal and Spain. The force is primarily intended to be used by the EU (under the CSDP instrument) or NATO, but can also be called into use by other international organisations such as the UN or OSCE. At its disposal, EUROMARFOR has an aircraft carrier, an amphibious force, submarines and escort frigates, naval patrol and mine hunters.



    Les Français et les Britanniques discutent d’une force binationale (22. Oktober 2012)



    Signature d’un concept d’emploi de la composante navale d’une force interarmées franco-britannique (21. Mai 2012)




    UK-France Defence Co-operation Treaty announced (2. November 2010)



    Treaty between the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland and the French Republic for Defence and Security Co-operation



    … aus Brüssel: Was kann die EU ab 2010 militärisch leisten? (TRUPPENDIENST, Folge 309, Ausgabe 3/2009)

    Zitat:
    Meilensteine und Begleitmaßnahmen

    Als Meilensteine bis 2010 wurden u. a. definiert (und zum Teil bereits erreicht):

    [...]

      ab 2007 die volle und gleichzeitige Einsetzbarkeit von zwei EU-Battle Groups inklusive der erforderlichen Verlege- und Durchhaltefähigkeit;

      ab 2008 die Verfügbarkeit eines Flugzeugträgerverbandes.

    Neben diesen definierten Meilensteinen führen zur Erreichung des Planzieles 2010 (HLG 2010) u. a.

      die Erarbeitung strategischer Planungsannahmen (z. B. Entfernung und Einsatzdauer) und Szenarien unter Leitung des Politischen und Sicherheitspolitischen Komitees der EU durch das EU-Militärkomitee als Grundlagen für die Beurteilung des Bedarfes an benötigten militärischen Fähigkeiten für mögliche (zukünftige) EU-Operationen,

      die Fertigstellung eines Bedarfskataloges (Requirements Catalogue) Mitte 2005,

      in dessen Folge ein Einmeldeprozess, der die Erstellung eines Streitkräftekataloges (Force Catalogue) ermöglicht und
      ein darauf aufbauender Fortschrittskatalog (Progress Catalogue).


    Zitat:
    Im Entstehen: der Flugzeugträgerverband

    Das Ziel, ab dem Jahr 2008 einen durchhaltefähigen und durchsetzungsfähigen Flugzeugträgerverband für EU-Operationen verfügbar zu haben, wurde noch nicht erreicht. Frankreich und Großbritannien haben daher u. a. die Initiative zu einem europäischen "Ad-hoc-Flugzeugträgerverband" ins Leben gerufen. Ein Weg dazu könnte über die "European Carrier Group Interoperability Initiative" führen, an der Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien beteiligt sind - und damit sämtliche EU-Staaten, die Flugzeugträger besitzen.

    Grundsätzlich sollen sich jedoch alle europäischen Staaten mit maritimen Fähigkeiten an diesem multinationalen Flugzeugträgerverband beteiligen können. Denn zu einem derartigen Verband zählen, neben den wenigen "europäischen" Flugzeugträgern, vor allem Begleitschiffe wie Fregatten, Unterseeboote und Versorgungsschiffe.



Zuletzt geändert von theoderich am 16. Sep 2014, 13:25, insgesamt 10-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: EU - Battle Groups
BeitragVerfasst: 22. Nov 2013, 21:23 

Registriert: 12. Nov 2008, 18:23
Beiträge: 297
..dazu müssen die Briten ihre beiden neuen Träger in Dienst stellen, die Franzosen Nummer 2 bauen, wenn ich neben einer "home fleet" mit einer ernsthafte Trägerkampfgruppe irgendwo in der weiten Welt auftauchen will, braucht es für Wartungsfenster irgendwo Nr. 5 (hat schon wer bei den Deutschen angefragt?). Die V/STOL Trägerchen dazu sind ja eine nette Ergänzung, aber Umfeld und Versorgung? Das will ich sehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: EU - Battle Groups
BeitragVerfasst: 20. Dez 2013, 14:43 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20787
Brussels, 19 December 2013
European Council Conclusions on Common Security and Defence Policy

Zitat:
8. The EU and its Member States need to be able to plan and deploy the right civilian and military assets rapidly and effectively. The European Council emphasises the need to improve the EU rapid response capabilities, including through more flexible and deployable EU Battle groups as Member States so decide. The financial aspects of EU missions and operations should be rapidly examined, including in the context of the Athena mechanism review, with a view to improving the system of their financing, based on a report from the High Representative. The European Council invites the Commission, the High Representative and the Member States to ensure that the procedures and rules for civilian missions enable the Union to be more flexible and speed up the deployment of EU civilian missions.


Sehr tiefgründig ... das löst bestimmt die Akzeptanzprobleme und Diskussionen um die nie eingesetzten EUBG. Das ist übrigens Sarkasmus.


Entschließung des Europäischen Parlaments vom 21. November 2013 zur Umsetzung der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (nach dem Jahresbericht des Rates an das Europäische Parlament zur gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik)

Zitat:
Das Europäische Parlament,

[...]

    24. weist darauf hin, dass EU-Gefechtsverbände bisher noch nie zum Einsatz kamen, und vertritt die Ansicht, dass deren Existenz mit der Zeit schwer zu rechtfertigen ist; betont, dass sie ein wichtiges Werkzeug für eine zeitnahe Zusammenstellung von Kräften, die Ausbildung und eine schnelle Reaktion darstellen; begrüßt die Entscheidung, dieses Problem auf dem Dezember-Gipfel anzusprechen; ist der Überzeugung, dass die EU über permanente Streitkräfte mit hohem Bereitschaftsgrad, mit Land-, Luft-, Marinestreitkräften, Cyber-Kräften und Spezialkräften und mit hohem Ambitionsgrad verfügen sollte; betont, dass die EU-Gefechtsverbände für alle Arten von Krisen, auch klimabedingte humanitäre Krisen, einsetzbar sein sollten; spricht sich für einen flexibleren und zielgerichteteren Ansatz aus, um die Reaktions- und Anpassungsfähigkeit in unterschiedlichen Krisensituationen zu erhöhen und die Modularität zu verbessern, um Lücken während der Anfangsphasen von GSVP-Operationen zu schließen, ohne jedoch die operative Kapazität des gesamten Gefechtsverbands zu beeinträchtigen;

    25. betont, dass größere Anstrengungen unternommen werden sollten, um auf EU-Ebene Initiativen wie das Eurokorps oder die European Air Group zu integrieren;

    26. bestätigt, dass das bestehende Finanzsystem nach dem Grundsatz „Übernahme der Kosten dort, wo sie anfallen“ ein ernsthaftes Problem für die GSVP darstellt und zu Verzögerungen oder gar völligen Blockaden bei der Beschlussfassung führt, insbesondere in Bezug auf den schnellen Einsatz von Gefechtsverbänden; empfiehlt, dass sich die Mitgliedstaaten auf einen EU-Finanzierungsmechanismus einigen, der auf einer Lastenverteilung für den Einsatz von Gefechtsverbänden unter EU-Flagge basiert, um ihnen somit eine realistische Zukunft zu geben; fordert zudem, dass der EAD im Interesse der Kohärenz und Wirksamkeit die Kontrolle über die Finanzinstrumente im Zusammenhang mit den von ihm geplanten und durchgeführten Krisenbewältigungsmaßnahmen erhält; erwartet, dass die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und die interessierten Mitgliedstaaten konkrete Vorschläge zu diesem Thema unterbreiten;



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 Betreff des Beitrags: Re: EU - Battle Groups
BeitragVerfasst: 20. Jan 2014, 12:55 

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EU-Außenminister uneins über Details zum Einsatz in Zentralafrika

Zitat:
Die EU-Außenminister sind sich uneins über die Details eines Militäreinsatzes in Zentralafrika. Der schwedische Außenminister Carl Bildt brachte am Montag die Entsendung von EU-Kampfgruppen ins Spiel. Diese Einheiten seien für solche Einsätze aufgestellt worden. "Wenn nicht jetzt, wann sollte man sie sonst einsetzen?", sagte Bildt vor den Beratungen mit seinen Kollegen in Brüssel. Er sei aber auch für andere Optionen offen. Schweden ist nach Angaben Bildts derzeit nicht an den EU-Kampfgruppen beteiligt.



Zitat:
Bildt forderte den Einsatz der EU-Eingreiftruppe: „Wir haben eine Eingreiftruppe in Bereitschaft. Sie sollte bereit sein. Und wenn sie es nicht ist, dann müssen wir andere Optionen prüfen. Und natürlich auch das Konzept der Eingreiftruppe zur Diskussion stellen.“ Schweden ist derzeit nicht in der Eingreiftruppe vertreten. „Ich glaube, wir brauchen ganz eindeutig eine EU-Truppe dort, um gemeinsam mit den Kräften der Afrikanischen Union bei der Stabilisierung zu helfen.“ Derzeit hätten mehr als 100 000 Menschen am Flughafen der Hauptstadt Bangui Schutz gesucht.

Steinmeier widersprach. „Ich habe die Diskussionen zurückverfolgt in den letzten Wochen und sehe nicht, dass wir vor einem Einsatz der Battle Groups stehen.“ Deutschland gehört derzeit unter belgischer Führung gemeinsam mit den Niederlanden, Luxemburg und Spanien zu der Eingreiftruppe. „Das könnte ein sehr schöner Fall des Einsatzes der Eingreiftruppe sein. Aber noch wichtiger ist, dass es eine europäische Zusammenarbeit gibt, die den Willen gemeinsamen europäischen Handelns zeigt“, sagte Belgiens Außenminister Didier Reynders.


Die GSVP ist ein einziges Trauerspiel.


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 Betreff des Beitrags: Re: EU - Battle Groups
BeitragVerfasst: 20. Jan 2014, 14:00 
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Beiträge: 1985
Ist bekannt wie sich unser Außenminister dazu äußert?

_________________
Beordert bei 1./JgB NÖ


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 Betreff des Beitrags: Re: EU - Battle Groups
BeitragVerfasst: 20. Jan 2014, 15:09 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20787
Zu den Battle Groups? Nur so viel:

    EU beschloss Militärmission in Zentralafrika

    Zitat:
    Kurz berichtete, in der Diskussion der EU-Außenminister sei auch der mögliche Einsatz von EU-Battlegroups in Zentralafrika ein Thema gewesen. Dazu habe es "verschiedene Standpunkte" gegeben. Einige Außenminister hätten sich dafür eingesetzt, "es gab aber auch einige, die da skeptisch sind". So sehe Griechenland etwa einen Einsatz der Battlegroups "sehr kritisch", insbesondere was die Finanzierung betreffe. Kurz sprach sich dafür aus, zuerst mit den Truppensteller-Ländern zu reden. "Wären wir dran, würden wir auch erwarten, dass man mit uns spricht."



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 Betreff des Beitrags: Re: EU - Battle Groups
BeitragVerfasst: 18. Feb 2014, 12:07 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20787
Österreich soll an EU-Battlegroup 2016 teilnehmen

Zitat:
Eine heftige EU-Debatte gibt es derzeit über Sinn und Zweck der Battlegroups. Das sind Spezialeinheiten von 1500 Soldaten für rasche sechsmonatige Aktionen, auch außerhalb der EU (Radius ab Brüssel 6000 km). Eine Battlegroup ist immer in Reserve. Seit 2007 bestehen diese EU-Kampftruppen, einen Einsatzbefehl hat es noch nie gegeben. Im 2. Halbjahr 2016 dürfte Österreich "voraussichtlich bis zu 350 Soldaten in die EU-Battlegroup entsenden", heißt es im Kabinett von Kurz. Bereits unter Verteidigungsminister Norbert Darabos hat Österreich auf die schriftliche Anfrage des damaligen deutschen Ressortchefs Thomas de Maizière im Herbst 2012 positiv reagiert und zugesagt, 2016 erneut Soldaten in die Battlegroup zu entsenden. Will Österreich nicht als unglaubwürdiger EU-Partner dastehen, wird es diese Zusage halten müssen.



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 Betreff des Beitrags: Re: EU - Battle Groups
BeitragVerfasst: 14. Apr 2014, 16:11 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20787
Nordic Battlegroup

________________

    BMEI - EU-Arbeitsprogramm 2014 (25. März 2014)

    Zitat:
    Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik

    [...]

      161. Im Jahr 2014 wird auch die Diskussion über die Einsatzfähigkeit der EU-Battlegroups (BGs) weitergehen. Dabei handelt es sich um Verbände von ca. 1.500 Soldaten (vorwiegend Infanterie mit Unterstützungselementen), die sich vor allem durch ihre rasche Einsetzbarkeit auszeichnen: Erste Teile sollen bereits fünf Tage nach einem entsprechenden Ratsbeschluss in den Einsatzraum verlegt werden können. Seit Anfang 2007 sind permanent zwei BGs für je sechs Monate in Bereitschaft. Da diese bisher noch nie im Einsatz waren, finden sich in den Schlussfolgerung von November und Dezember 2013 eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen und Aufträge (Erweiterung des Framework Nation-Konzepts, Modularisierung, Übungen, Reformen in der Finanzierung, etc.), die nun umgesetzt werden sollen.



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 Betreff des Beitrags: Re: EU - Battle Groups
BeitragVerfasst: 16. Sep 2014, 12:11 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20787
EU Defence Ministers address crises and priorities for EU defence policy

Zitat:
On 9-10 September EU Defence Ministers had an informal meeting in Milan, Italy, to discuss the security context, the ongoing military operations of the EU and the follow-up to the European Council on security and defence of December 2013.

Zitat:
Against this background, the discussion followed on the progress achieved in implementing the Conclusions of the European Council on security and defence of December 2013, on the basis of two documents:

    - the Implementation Roadmap adopted by the European Commission on 24 June and focusing on market, research and industry, which was presented by European Commissioner for Industry and Entrepreneurship Ferdinando Nelli Feroci;

    - and the Progress Report of the High Representative/Head of the Agency, presented by Maciej Popowski.

    Zitat:
    The EU Battlegroups (EU BGs) were discussed as part of the response to the situation in the Central Africa Republic. Defence Ministers in February and April highlighted the need to readdress the issue of their usability. The topic should be discussed at the next informal Defence Ministers' meeting (September) in Milan.

    Meanwhile, work is underway to develop a more flexible, multi-service suite of rapid response assets, and mechanisms for making them available on a voluntary basis:

      - a comprehensive revision of the existing EU Military Rapid Response concept was launched in order to promote consistency and modularity across the full spectrum of the EU's military rapid response tool-kit. Revised and new concepts, pertaining to maritime, land and air components are expected to be endorsed by the end of this year;

      - in parallel, the EU BG Roster of offers and commitments was filled more systematically, by applying the Framework Nation approach, and existing vacancies diminished. However, two vacancies still exist for 2015, one in each semester;

      - increased efforts were made to assist Member States in setting up highly capable EU BGs, better prepared to fulfil the full spectrum of crisis management tasks. The application of a modular approach will allow the addition of required strategic enablers elements or other capabilities to the EU BG core structures, if required, and as appropriate from the environmental components' Rapid Response tool-kits. Active and regular participation in training events and exercises, and more structured involvement of OHQ/EU BGs in advance planning, including contingency planning, are also instrumental. A new Preparation Guide for EU BGs will be developed at the next stage;

      - finally, coordination with NATO was enhanced, in order to ensure coherence and mutual reinforcement. Staff talks were initiated and will continue to seek to identify possible synergies between the two organisations in the field of rapid response, with a focus on best practices and standards/criteria for certification and standardisation.

    However, while progress in these areas is expected to enhance EU rapid response capabilities - the EU BGs notably - political will is and will remain indispensable for improving usability.


Zitat:
A specific session was dedicated to the EU Battlegroups. Against the background of a security context demonstrating the importance of military rapid response, this led to fruitful political discussion addressing the underlying political obstacles that have prevented the use of Battlegroups up to now.


Anders ausgedrückt: Debatten ohne konkrete Lösungen.


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 Betreff des Beitrags: Re: EU - Battle Groups
BeitragVerfasst: 17. Sep 2014, 08:32 

Registriert: 15. Sep 2008, 09:30
Beiträge: 190
Orakel hat geschrieben:
..dazu müssen die Briten ihre beiden neuen Träger in Dienst stellen, die Franzosen Nummer 2 bauen, wenn ich neben einer "home fleet" mit einer ernsthafte Trägerkampfgruppe irgendwo in der weiten Welt auftauchen will, braucht es für Wartungsfenster irgendwo Nr. 5 (hat schon wer bei den Deutschen angefragt?). Die V/STOL Trägerchen dazu sind ja eine nette Ergänzung, aber Umfeld und Versorgung? Das will ich sehen.



wobei - jetzt haben die Franzosen ja einen Mistral träger mehr :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: EU - Battle Groups
BeitragVerfasst: 28. Okt 2014, 13:26 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20787
Former EDA Chief Urges Review of EU Security and Defense Policy

Zitat:
Former European Defence Agency Chief Executive Nick Witney has urged incoming European Union foreign policy chief Federica Mogherini to set up a review commission of the European Union’s Common Security and Defence Policy (CSDP).

Mogherini is due to take office with the rest of the EU’s newly appointed commissioners on Saturday.

In hard-hitting comments at a debate organized by the European Council on Foreign Relations think tank today about the current state of the EU’s CSDP, Witney and five other researchers say that the “vaunted battle group rapid reaction forces are terminally discredited after the latest failures to deploy them in the Mali and Central African Republic crises. In both cases, France intervened alone, hoping for subsequent EU support — initiating a saga of buck-passing and foot-dragging [five months to get 700 peacekeepers into the Central African Republic’s capital of Bangui to secure the airport], which has cast into shameful relief the determination of most member states to minimize any actual use of their militaries that could involve either risk or operational expenditure.

“As matters stand, the CSDP is doing more harm than good — to the EU’s reputation and to the contribution to global security that member states might otherwise be making under the more effective auspices of the UN or simply as coalitions of the willing.”

Witney told Defense News that a CSDP commission should be set up to “acknowledge that it has lost its way.” He suggested that the commission should look into questions such as: “Is it worth reviving ? Is it possible to revive it ? If so, how?”

He argued that the CSDP is neither properly supporting UN peacekeeping nor carrying out focused missions of its own.

“If the EU is not going to do anything with the CSDP, then stop pretending and give the UN some of the support it needs as it is struggling to sustain operations across the world,” he said.

“A more honest approach might be for the EU to accept that it is no longer ready to run the risks and expenditure of interventions and operations in the CSDP, to abolish the battle groups and to decide to do civilian missions giving advice and training.”



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