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BeitragVerfasst: 08. Dez 2015, 21:03 

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BeitragVerfasst: 08. Dez 2015, 22:38 

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Maschin hat geschrieben:
Aja ein LDP ist kein PIRATE Ersatz. Die Schweizer haben auch keinen LDP sondern 8 ATFLIR Pods für die F-18. Ist ähnlich wie das PIRATE.


Die Schweiz verwendet ATFLIR zwar wie das PIRATE, dieser Behälter verfügt aber auch über einen Laserzielbeleuchter:

    Wie der Fachbereich Flugversuche ATFLIR erprobt hat (armafolio. Das Magazin der armasuisse, No. 1, Juni 2011)

    Zitat:
    Das Projekt «Erhalt der Fähigkeit F/A-18» hat armasuisse beauftragt, mit dem Rüstungsprogramm 08 zirka zwölf bildgenerierende Sensoren (FLIR/EO sensors, Forward Looking Infrared/Electrooptical sensors) für den F/A-18 zu beschaffen. Damit sollte die Luftwaffe die Möglichkeit erhalten, auch in Zukunft die Leistungsfähigkeit für Luftpolizei- und Luftverteidigungseinsätze über 24 Stunden und bei allen Wetterlagen sicherzustellen und zu optimieren. Der neue taktische Infrarotsensor mit hoher elektro-optischer Leistung sollte in einem Behälter (Pod) an einer seitlichen Rumpfstation des F/A-18 mitgeführt werden.



    Erste ATFLIR-Pods an die Luftwaffe ausgeliefert (Cockpit. Das Schweizer Luftfahrt Magazin, Nr. 2/Februar 2010)

    Zitat:
    Der 1,83 m lange und 191 kg schwere Behälter ist mit diversen Sensoren wie Zielbeleuchtung/Laserentfernungsmesser/IR-/Restlichtkamera ausgerüstet; er verfügt über eine Reichweite von 48 km und kann bis zu einer Höhe von 15 240 m eingesetzt werden.



    Botschaft über die Beschaffung von Armeematerial (Rüstungsprogramm 2008)

    Zitat:
    2.4.2 Militärische Aspekte

      Militärisches Bedürfnis

      Damit die Luftwaffe die Leistungsfähigkeit für Luftpolizei- und Luftverteidigungseinsätze über 24 Stunden und bei allen Wetterlagen auch in Zukunft sicherstellen kann, sind Anpassungen der Hard- und Software an die technologische Entwicklung notwendig.

      Die Anpassungen umfassen folgende Massnahmen:

        Um die Luftpolizei- und Luftverteidigungseinsätze zu optimieren, ist der heutige taktische Infrarotsensor durch einen leistungsfähigeren der neuesten Generation zu ersetzen.

    Zitat:
    2.4.3 Technische Aspekte

      Beschreibung des Systems

        Neuer taktischer Infrarotsensor

          Der neue taktische Infrarotsensor mit hoher elektro-optischer Leistung wird in einem Behälter (Pod) an einer seitlichen Rumpfstation des F/A-18 mitgeführt. Dieser passive Sensor der dritten Generation steht bei der US Navy im Einsatz und verfügt über eine ausgereifte Integration im F/A-18.

________________________________

Taktisches Luftwaffengeschwader 74 – ehemals Neuburger Jagdgeschwader 74

Zitat:
9. Wie viele Flugstunden wurden im Jahr 2014 vom JG 74 durchgeführt (bitte Vergleichstabelle mit Werten ab dem Jahr 2009, total, Differenzierung nach Deutschland und Auslandseinsätzen aufstellen)?

[TABELLE]

Zitat:
14. Wie hoch waren die Gesamtkosten pro Flugstunde des Waffensystems „Eurofighter“ im Jahr 2014 (bitte Vergleichstabelle mit Werten ab dem Jahr 2009, total, Differenzierung nach Deutschland und Auslandseinsätzen aufstellen)?

[TABELLE]

Zitat:
17. Wie viele Maschinen des Waffensystems „Eurofighter“ waren im Jahr 2014 in Neuburg bzw. auf dem Ausweichflugplatz Lechfeld fest stationiert und welche Verlegungen sind geplant (bitte Vergleichstabelle mit Werten ab dem Jahr 2009 aufstellen)?

    Im Jahr 2014 waren durchschnittlich 23 Lfz des Waffensystems EUROFIGHTER beim TaktLwG 74 Neuburg a.d. Donau oder auf dem Ausweichflugplatz Lagerlechfeld fest stationiert. Für das Jahr 2015 ist lediglich die Rückverlegung von Lagerlechfeld nach Neuburg geplant.


Zitat:
Taktisches Luftwaffengeschwader 74 (ehemals JG 74, früher „Mölders“)

    Basis (Base): Neuburg/Donau

    Staffeln (Squadrons): 2

    Flugzeuge (Aircraft): Eurofighter (32 geplant)

    Kommodore: Oberstleutnant Frank Gräfe (seit 20. März 2013)

    Aufstellung (commissioning): 5. Mai (May) 1961

Bemerkungen (remarks): Hat im Frühjahr 2008 die F-4F Phantom abgegeben und fliegt nun den Eurofighter. Zuständig für die Alarmrotte im Süden Deutschlands.

Zukunft (future): Eine Flugplatzstaffel betreibt den Ausweichplatz Lechfeld.



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BeitragVerfasst: 08. Jan 2016, 22:46 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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Bundesministerium der Verteidigung
Bericht zur materiellen Einsatzbereitschaft der Hauptwaffensysteme der Bundeswehr

Zitat:
5.1. EUROFIGHTER

Beim EUROFIGHTER kam es durch den Zulauf neuer Luftfahrzeuge von der Industrie zu einer leichten Erhöhung des Gesamtbestandes [Der Gesamtbestand des jeweiligen Gerätes umfasst auch Systeme dieses Typs, die zur Erprobung an eine wehrtechnische Dienststelle oder die Industrie abgegeben wurden oder sich in einem Depot bzw. einer Werft zu umfangreicheren Instandsetzungsmaßnahmen
befinden. Der Verfügungsbestand beinhaltet alle Geräte, die der Truppe in Verantwortung der Inspekteure für Ausbildung, Übungen und Einsatzverpflichtungen zur Verfügung stehen.]
Bundeswehr von 110 (Jan 15) auf 114 (Okt 15).

Weitere 6 Flugzeuge befinden sich derzeit in der Auslieferung. Durchschnittlich 40% dieser Flugzeuge befand sich im Betrachtungszeitraum bei der Industrie zur Durchführung von planbaren Instandsetzungen, Hochrüstmaßnahmen oder Störbehebungen. Das ist im Vergleich zu anderen Waffensystemen ein hoher Anteil.

Beim EUROFIGHTER werden zum einen aber deutlich mehr Arbeiten vertraglich an die Industrie vergeben. Zum anderen haben überlange Inspektions- und Instandsetzungszeiten aufgrund unzureichender Kapazitäten sowie fehlender Ersatzteile dazu geführt, dass der Luftwaffe durchschnittlich nur 68 Flugzeuge zur Verfügung standen. Davon wiederum waren nur etwa 55% einsatzbereit. Fehlende Ersatzteile für Störbehebung und Instandhaltung in der Truppe waren hierfür unverändert ursächlich.


32,8 % Einsatzbereitschaft (37,4 einsatzbereite Flugzeuge vs. Gesamtbestand von 114 Flugzeugen) in Deutschland 2015 vs. 35,5 % Einsatzbereitschaft (durchschnittlich 5,3 einsatzbereite Flugzeuge vs. Gesamtbestand von 15 Flugzeugen) in Österreich 2011. Wäre interessant zu erfahren, wie die Situation derzeit bei uns aussieht.
__________________________

Europäische Sicherheit, 10 (2004) hat geschrieben:
Modulare Abstandswaffe Taurus

    Karl-Heinz Pitsch

Mit der Entwicklung der Modularen Abstandswaffe Taurus KEPD (Kinetic Energy Penetrator Destroyer) 350 soll die Präzisions- und Abstandsfähigkeit für die Tornados der deutschen Luftwaffe und später auch für die Eurofighter in der Luft/Boden-Rolle hergestellt werden. Die Arbeiten im Rahmen des 1998 abgeschlossenen Entwicklungsvertrags sind inzwischen weit fortgeschritten; eine Reihe erfolgreicher Trag- und Freiflugversuche wurden zwischenzeitlich durchgeführt, die Verträge über die Durchführung der Serienvorbereitung und die Serienfertigung von 600 Flugkörpern sollen Ende des Jahres 2001 geschlossen werden. Damit wären dann alle vertraglichen Voraussetzungen geschaffen, um den Taurus KEPD 350 ab 2003 am Tornado einsetzen zu können.

Die operationellen Forderungen

Als Bewaffnung für ihre Tornados verfügte die deutsche Luftwaffe bis vor kurzem neben dem Anti-Radar-Lenkflugkörper Harm lediglich über ungelenkte, ballistische Abwurfmunition, wie zum Beispiel die konventionelle Mehrzweckwaffe MW-1 und verschiedene ballistische Bomben. Mit der Einführung der lasergelenkten Bombe GBU 24 wurde die Präzisionsfähigkeit für Tornado hergestellt; hochwertige Ziele können mit der GBU 24 über kurze Reichweiten präzise bekämpft werden.

Bild

Die letzten Kriseneinsätze der NATO haben gezeigt, welch große Bedeutung schlagkräftige Luftstreitkräfte mit präziser Bewaffnung für die Krisenbewältigung haben. Auch zukünftig wird es Aufgabe der Luftwaffe sein, Schlüsselelemente des gegnerischen Kriegsdispositivs zu lähmen oder zu zerstören. Hierzu gehören vor allem über- und unterirdische Führungs- und Kommunikationszentren, Versorgungseinrichtungen und das Luftkriegspotenzial des Gegners. Diese Ziele liegen meist in der Tiefe des Raumes, sind durch starke Luftverteidigungskräfte geschützt und befinden sich auch häufig in der Nähe ziviler Einrichtungen. Zusätzlich zur Präzisionsfähigkeit ist die Herstellung der Abstandsfähigkeit daher eine wesentliche Voraussetzung, um diese Ziele bei geringer Gefährdung der eigenen Einsatzkräfte mit hoher Waffenwirksamkeit und gleichzeitiger Minimierung des Risikos von Kollateralschäden bekämpfen zu können. Die Forderung nach Ausrüstung der Luftstreitkräfte mit präzisen Abstandswaffen genießt daher sehr hohe Priorität. Sie ist sowohl in den neuesten nationalen Grundlagendokumenten zur Ausrüstung der Bundeswehr, wie z.B. dem Eckpfeilerpapier und der Ministerweisung "Weisung zur Ausplanung der Streitkräfte der Zukunft", als auch in den entsprechenden Planungs- und Ausrüstungsdokumenten von NATO und EU festgeschrieben.

Mit der Einführung des Abstandsflugkörpers Taurus KEPD 350 soll diese Ausrüstungsforderung umgesetzt werden, d.h. die Präzisions- und Abstandsfähigkeit für die IDS (Interdiction Strike)-Tornado und später auch für die Eurofighter der deutschen Luftwaffe hergestellt werden. Die wesentlichen operationellen Forderungen an den Flugkörper sind:

    • Der Flugkörper soll eine hohe Einsatzwirksamkeit gegen ein breites Spektrum von Punkt- und Flächenzielen besitzen.

    • Durch hohe subsonische Marschgeschwindigkeit, hohe Manövrierfähigkeit beim Geländefolgeflug und geringen Radarrückstrahlquerschnitt soll eine hohe Überlebenswahrscheinlichkeit erreicht werden.

    • Das Navigationssystem muss den Flugkörper über eine Entfernung von mehreren hundert Kilometern präzise ins Ziel bringen. Durch die hohe Präzision im Zielendanflug sollen Kollateralschäden minimiert werden.

Die im Folgenden genannten Ziele sind repräsentativ für eine Reihe weiterer hochwertiger Punkt- und Flächenziele, die Taurus KEPD 350 mit hoher Präzision und Wirksamkeit bekämpfen können soll:

    • Verbunkerte Führungsgefechtsstände und Fernmeldezentren,

    • Flugzeugshelter,

    • Versorgungseinrichtungen, verbunkert oder ungehärtet,

    • Brücken,

    • Flugbetriebsflächen (Start- und Landebahnen, Taxiways),

    • Schiffe im Hafen,

    • Verlegbare Stellungen von Luftverteidigungseinheiten sowie

    • Flugzeuge im Freien.

Der Entwicklungsvertrag

Zur Realisierung einer Waffe, die diesen Anforderung genügt, wurde am 31. März 1998 mit der Firma LFK-Lenkflugkörpersysteme GmbH (LFK GmbH, heute EADS-LFK) der Vertrag über die Entwicklung der konventionellen Mehrzweckwaffe MAW Taurus KEPD 350 geschlossen. Noch im gleichen Jahr wurde der Vertrag mit allen Rechten und Pflichten auf die neu gegründete Taurus Systems GmbH übertragen. Diese Firma wurde von den beiden Müttern LFK GmbH und Bofors Missels AB (heute Saab Bofors Dynamics), die gemeinsam das Konzept des Taurus KEPD 350 entwickelt hatten, eigens für die Realisierung des Taurus KEPD 350 sowie eventueller weiterer Varianten für den Bedarf zukünftiger Kooperationspartner gegründet. Die beiden Muttergesellschaften hatten bereits erfolgreich bei der Entwicklung und Produktion des Gleitflugdispensers DWS 39, der bei der schwedischen Luftwaffe als Bewaffnung für die JAS 39 Gripen eingeführt wurde, zusammengearbeitet.

Das Flugkörperkonzept

Um die beschriebenen operationellen Forderungen erfüllen zu können, wurde ein Lenkflugkörper konzipiert, der insbesondere aufgrund der hohen Leistungen der Hauptbaugruppen Navigationssystem, Gefechtskopf und Triebwerk eine technologische Spitzenstellung einnimmt.

Bild

Kernstück des Flugkörpers ist der Gefechtskopf, der für die Bekämpfung von erdversenkten, mehrgeschossigen Bunkeranlagen optimiert ist, aber auch höchste Waffenwirksamkeiten gegen die anderen spezifizierten Hauptziele besitzt. Das Wirksystem mit der Bezeichnung MEPHISTO (Multi-Effect Penetrator High Sophisticated and Target Optimized) ist ein Tandem-Gefechtskopf, bestehend aus einer Vorhohlladung, dem Penetrator mit integriertem intelligentem Zünder und einem optischen Abstandssensor. Beim Einsatz gegen Bunkeranlagen oder andere harte Infrastrukturziele wird zunächst die Vorhohlladung gezündet, um einen Einschusskanal zu erzeugen, in den der Penetrator stabil eindringen kann und auch bei sehr flachen Auftreffwinkeln nicht abprallt. Durch den optronischen Abstandssensor wird erreicht, dass die Vorhohlladung im korrekten Abstand zum Ziel gezündet wird und so ein optimaler Eindringkanal erzeugt wird. Der Penetrator weist mit einem hohen Längen/Durchmesser-Verhältnis und einer in umfangreichen Versuchen optimierten Penetratorspitze eine ideale Formgebung für die Penetration von armiertem Beton auf. Hierdurch wird die in dieser Gewichtsklasse überragende Eindringtiefe von mehreren Metern in armiertem Beton erreicht.

Insbesondere in Bunkeranlagen und anderen mehrschichtigen Zielen wird durch die Verwendung des intelligenten Zünders PIMPF (Programmable Intelligent Multi Purpose Fuze) im Vergleich zu herkömmlichen Zündern eine verbesserte Wirkung im Ziel erreicht. Der intelligente Zünder verfügt über eine Verzögerungssensorik, die den Durchgang durch unterschiedlich dichte Medien diskriminieren kann. Durch Auswertung des gemessenen Verzögerungsprofils kann berechnet werden, an welcher Stelle in dem komplexen Zielaufbau sich der Penetrator gerade befindet. Nach Vergleich mit den Daten des vorprogrammierten Zünderprogramms wird die Wirkladung des Penetrators schließlich an der optimalen Position im Ziel initiiert.

Während Führungsgefechtsstände mit Betondecken von mehreren Metern Dicke am wirkungsvollsten im steilen Sturzflug bekämpft werden können, müssen für die übrigen Ziele andere, zielangepasste Angriffsprofile gewählt werden. An dieser Stelle soll lediglich das Angriffsverfahren für die Flächenziele noch kurz erläutert werden, da es sich von denen der Punktziele am deutlichsten unterscheidet. Bei diesem Zieltyp fliegt der Flugkörper im Horizontalflug über das Zielgebiet; dabei sucht der IR-Suchkopf das Zielgebiet nach den betreffenden Zielelementen (z.B. Flugzeuge, Fahrzeuge einer LV-Stellung) ab. Nach Detektion der Ziele und Vermessen ihrer Position mittels des IR-Suchkopfs ermittelt der Waffenrechner den optimalen Zündzeitpunkt des Gefechtskopfes für die Vorhohlladung und den Penetrator beim Überflug über das Ziel. Die Wirkung gegen die halbharten Ziele wird durch die auf dem Mantel der Vorhohlladung aufgebrachten vorgeformten Splitter sowie die natürlichen Splitter des Penetrators erzielt.

Das Navigationssystem soll den Flugkörper auch unter extremen Wetterbedingungen präzise ins Ziel bringen. Das für den Taurus entwickelte Tri-Tec Navigationssystem besteht aus einem GPS-gestützten Inertialnavigationssystem (GPS/INS), einer Geländereferenznavigation (Terrain Reference Navigation, TRN) und einer Infrarot- bildverarbeitenden Navigationsstützung (Image Based Navigation (IBN). Der Flugkörper wird in der Marschphase kontinuierlich durch INS/GPS und die Terrain Reference Navigation auf einem zuvor einprogrammierten Flugpfad ins Zielgebiet navigiert. INS/GPS bilden das Basisnavigationssystem des Flugkörpers, das kontinuierlich durch die Terrain Reference Navigation gestützt wird. Dazu wird das vom Radarhöhenmesser vermessene Höhenprofil des überflogenen Gebietes kontinuierlich mit dem zuvor eingespeicherten Höhenprofil des Soll-Flugpfades verglichen und daraus eine Kurskorrektur berechnet. Da die TRN grundsätzlich nur über ausreichend profiliertem Gelände verwertbare Navigationsdaten liefern kann, verfügt Taurus KEPD 350 mit der Image Based Navigation über ein weiteres System zur Navigationsstützung. Für einen Flugweg von mehreren hundert Kilometern werden typischerweise zwischen fünf und zehn Navigations-Aufdatpunkte bestimmt, deren vereinfachte Signaturen im Waffenrechner abgespeichert werden. Beim Überfliegen der Aufdatpunkte sucht der IR-Suchkopf die zuvor eingespeicherten Strukturen und vermisst deren Lage im Raum. Durch eine Vergleichsrechnung zwischen Soll- und vermessener Position wird wiederum eine Kurskorrektur berechnet. In der Endanflugphase steuert der Infrarot-Suchkopf den Flugkörper präzise ins Ziel. Die Signalverarbeitung erfolgt dabei prinzipiell nach dem gleichen Verfahren wie in der Marschflugphase. Die genaue Navigation verbunden mit der präzisen Endphasenlenkung garantieren eine Minimierung der Kollateralschäden durch Konzentrierung der Waffenwirkung auf das eigentliche Ziel.

Die aerodynamische Auslegung des Flugkörpers und vor allem auch das ausgewählte Triebwerk verleihen dem Taurus ausgezeichnete Flugleistungen. Im Taurus KEPD 350 wird das Turbofantriebwerk vom Typ P8300-15 der Firma Williams International verwendet. Bei diesem Triebwerk handelt es sich um die Weiterentwicklung eines Triebwerks, das in der Basisversion 1.000 Pound-Force Schub liefert. Für die Anwendung in Taurus wurde die Schubkraft auf 1.500 Pound-Force gesteigert. Dadurch wird in allen Flugphasen des Taurus eine sehr hohe Agilität sowie steile Pop-up-Manöver im Endanflug erreicht. Durch die hohe Agilität des Flugkörpers und die Leistungen des Navigationssystems wird das Fliegen im Terrain Following Mode in niedriger Flughöhe und mit hoher Geschwindigkeit während der Marschphase ermöglicht. Der Flugkörper kann damit die natürlichen Deckungen des Geländes nutzen, so dass sich die Exponierzeiten gegenüber der feindlichen Flugabwehr erheblich reduzieren und die Überlebenswahrscheinlichkeit des Flugkörpers entsprechend steigt. Damit sind flugkörperseitig die wesentlichen Voraussetzungen für einen hohen Missionserfolg gegeben.

Das Missionsplanungssystem

Für das Erreichen eines hohen Missionserfolges ist aber auch ein leistungsfähiges Missionsplanungssystem von großer Bedeutung. Aufgabe des Missionsplanungssystems ist es, innerhalb weniger Minuten für einen oder mehrere Flugkörper einen Missionsablauf zu planen, bei dem der Flugkörper

    • auf einem exakt vorgeplanten Flugpfad,

    • mit größtmöglicher Überlebenswahrscheinlichkeit,

    • größter Missionswirksamkeit,

    • und unter Berücksichtigung der militärischen Lage, d.h. z.B. unter Berücksichtigung der Dislozierung der gegnerischen Flugabwehr, präzise in das Ziel gelangt.

Bild

Die Missionsplanung gliedert sich in zwei Segmente:

    • die zentrale Missionsplanung (ZMP), die off-line, d.h im Vorfeld eines Einsatzes, aus unterschiedlichen Quelldaten optimierte Geländedatenbasen produziert und potenzielle Navigationspunkte zur Korrektur von Navigationsfehlern im realen Flug identifiziert und in Form von 3D-Modellen mit IR-spezifischen Attributen und einem komplexen Qualitätsfaktor für den FK-Suchkopf modelliert.

    Dieser Teil der Missionsplanung wurde von der Firma Elektroniksystem- und Logistik-GmbH (ESG) in München im Rahmen eines gesonderten Vertrags im Zeitraum Ende 1998 bis Anfang 2001 realisiert. Seit März 2001 befindet sich das System im operationellen Einsatz bei der Navigationsunterstützungszentrale für fliegende Waffensysteme in Büchel.

    • die dezentrale Missionsplanung (DMP), die in den Geschwadern der Luftwaffe aufgrund von Einsatzbefehlen durchgeführt wird. Sie baut auf den vorproduzierten Daten der ZMP auf.

Für die Durchführung der DMP wurde im Entwicklungsvertrag Taurus die Missionsplanungssoftware in enger Abstimmung mit dem Bedarfsträger realisiert. Sie ermöglicht die Durchführung der eingangs genannten Planungen. Die Software wird auf einer neu entwickelten transportablen Missionsplanungsanlage, dem Taurus Communication Centre (TCC), installiert.

Durch die Anbindung des TCC an das Führungsinformationssystem der Luftwaffe wird erreicht, dass die zeitkritischen Vorgänge zum Austausch von MilGeo-, Aufklärungs- und Einsatzdaten in kürzest möglicher Zeit erfolgen können. Das TCC ermittelt bei Vorgabe des Ziels den optimalen Flugpfad und den Absetzpunkt des Flugkörpers vom Trägerflugzeug unter Berücksichtigung der eingegebenen taktischen Daten (z.B. Geländedaten, Position der gegnerischen Luftverteidigung und eventuell vorgegebene Verbotszonen, die der Flugkörper nicht überfliegen soll). Für diesen Flugpfad berechnet das TCC den Missionsdatensatz, der die digitalen Geländedaten des Flugkorridors von mehreren hundert Metern Breite um den Flugpfad herum, die IR-Signaturdaten der IBN-Aufdatpunkte und des Ziels, die Daten für den optimierten Zielendanflug sowie die vom intelligenten Zünder benötigten Zieldaten enthält.

Das System bietet höchste Flexibilität durch vielfältige Möglichkeiten, in die Planung einzugreifen, Flug- und Angriffsparameter zu variieren sowie durch die unterschiedlichen Darstellungen sämtlicher Ergebnisse.

Stand der Entwicklung

Die Arbeiten des Entwicklungsvertrags sind in die Phase der Firmenentwicklung und die anschließende Verifikationsphase unterteilt. Im Rahmen der Firmenentwicklung werden die Subsysteme des Flugkörpers entwickelt und sowohl auf Baugruppen-/Subsystemebene als auch auf Systemebene im Rahmen von Flugversuchen mit Testflugkörpern unterschiedlicher Bauzustände getestet. Bisher wurden zwei Freiflugversuche auf dem schwedischen Testgelände Vidsel erfolgreich durchgeführt. Dabei wurden folgende Nachweise erbracht:

Nachweis der spezifizierten Flugdauer, Funktion der Basisnavigation mit INS/GPS und Nachweis der Terrain Reference Navigation im Geländefolgeflug, Nachweis des sicheren Abgangs vom Tornado aus der Einzel- und Doppelkonfiguration.

Die Firmenentwicklung soll Ende diesen Jahres mit dem dritten Freiflugversuch abgeschlossen werden. Der zu testende Flugkörper wird - mit Ausnahme des inerten Gefechtskopfes - die volle Funktionalität des operationellen Flugkörpers haben. Er wird mit der Tri-Tec-Navigation einschließlich Image Based Navigation fliegen und einen Zielaufbau im steilen Pop-up-Manöver anfliegen. Im Rahmen der Firmenentwicklung wurde auch der Gefechtskopf schon in einer Reihe von erfolgreichen Versuchen bei der Wehrtechnischen Dienststelle 91 getestet. Die Funktion des Tandem-Gefechtskopfes einschließlich intelligentem Zünder und die spezifizierte Penetrationsleistung von mehreren Metern armiertem Beton wurden nachgewiesen.

Bild

Im Rahmen der Verifikationsphase sollen im nächsten Jahr weitere Freiflugversuche durchgeführt werden, in denen die spezifizierten Leistungen des Flugkörpers bei unterschiedlichen Flug- und Angriffsprofilen verifiziert werden sollen. Einige der Tests werden mit scharfem bzw. teilscharfem Gefechtskopf gegen unterschiedliche Zielaufbauten durchgeführt werden.

Abschluss des Serienvertrags und Einsatzbereitschaft

In den vergangenen Monaten wurden mit der Industrie die Verhandlungen über die Verträge der Beschaffungsphase geführt. Nach der erforderlichen Billigung durch die parlamentarischen Ausschüsse sollen noch vor Ende diesen Jahres der Vertrag über die Durchführung der Serienvorbereitung und die Produktion von 600 Flugkörpern sowie ein Vertrag über die Herstellung der Versorgungsreife zur Schaffung der logistischen Voraussetzungen für den Einsatz der Flugkörper bei der Luftwaffe geschlossen werden. Der erste Flugkörper soll Ende 2003 an die deutsche Luftwaffe ausgeliefert werden. Bereits zu Beginn des vergangenen Jahres war durch die NETMA (NATO EF 2000 and Tornado Development Production and Logistics Management Agency) mit der Tornado Systemfirma PANAVIA der Vertrag zur Integration des Flugkörpers in den Tornado geschlossen worden. Im Rahmen dieses Vertrags soll die Systemsoftware des Tornados für den Einsatz des Taurus KEPD 350 geändert werden. Bis Mitte 2003 sollen die Arbeiten des Vertrags beendet sein und die notwendigen Flugzulassungen erteilt werden. Mit dem Zulauf der Flugkörper bei den Geschwadern der Luftwaffe wird damit die Einsatzbereitschaft der Modularen Abstandswaffe Taurus KEPD 350 hergestellt sein.

    Baudirektor Karl-Heinz Pitsch ist beim Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung als Vorhabenmanager für die Modulare Abstandswaffe MAW Taurus eingesetzt.



Zuletzt geändert von theoderich am 12. Jan 2016, 11:30, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 10. Jan 2016, 13:57 

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Zuletzt geändert von Maschin am 22. Mär 2016, 21:54, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 19. Jan 2016, 14:45 

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Beiträge: 20714
Verteidigungsministerium veröffentlicht Militärische Luftfahrtstrategie


    Zitat:
    b) Strategische Linien

    [...]

      Operativ-taktische Aufklärung

      [...]

      Die Fähigkeit zur taktisch penetrierenden abbildenden Aufklärung bis in die Tiefe des Einsatzgebietes, die auch unter Bedrohung durchgeführt werden kann (TAR), wird bis zu seinem Nutzungsende durch den TORNADO sichergestellt. Mittelfristig ist die Einrüstung eines Laser Designator Pod mit verbesserter Sensorik in das Waffensystem EUROFIGHTER zur weiteren Verbesserung der Mehrrollenbefähigung, zum Erhalt der Aufklärungsfähigkeit und somit der Erhöhung der Flexibilität im Einsatz beabsichtigt.

    Zitat:
    e) Handlungsfelder zum luftgestützten Wirkungsverbund

    [...]

      Das Waffensystem EUROFIGHTER bildet absehbar eine tragende Säule der deutschen bemannten Kampfflugzeugflotte und wird ein zentraler deutscher Beitrag zum FCAS. Der Zulauf der Luftfahrzeuge wird nach derzeitiger Planung 2018 abgeschlossen sein. Das Waffensystem EUROFIGHTER ist wesentlicher Fähigkeitsträger der Bundeswehr für die Sicherung der Souveränität des nationalen Luftraums (QRA(I)) und im Kampf gegen das gegnerische Luftkriegspotenzial in der Luft.

      Um die Aufgabe QRA(I) und den Ausbildungs- und Trainingsflugbetrieb neben der Erfüllung der international eingegangenen Einsatzverpflichtungen sicherstellen zu können, ist eine Nutzung der Tranche 1 bis zum Ende der wirtschaftlich sinnvollen Nutzbarkeit im Kontext des operationellen Bedarfs zielführend.

      Mit der Integration der GBU-48 erlangt der EUROFIGHTER [Tranche 2 und Tranche 3A] eine Anfangsbefähigung im Kampf gegen das gegnerische Potenzial am Boden und verfügt somit über einen ersten Effektor für die Mehrrollenfähigkeit.

      Darauf aufbauend ist ein weiterer Fähigkeitsaufwuchs der EUROFIGHTER Tranche 2 und 3A vorzusehen. Dieser Fähigkeitsaufwuchs ist primär zusammen mit den EUROFIGHTER Partnernationen abzustimmen und auf Basis des gemeinsamen Konfigurationsstandards anzustreben. Hier ist die Verbesserung der Luft/Boden Befähigung (u.a. Integration zusätzlicher Effektoren wie z.B. eines angetriebenen Effektors kurzer Reichweite noch bis 2020 und eines Effektor mittlerer Reichweite ab 2020), die Verbesserungen der Führungsmittel sowie im Verbund mit dem Waffensystem TORNADO ein Beitrag für die Aufgaben Unterdrückung der gegnerischen Luftverteidigung (SEAD) und Überwasserseekriegführung aus der Luft (ASuW) vorgesehen. Eine Integration von spezialisierten Effektoren für diese Rollen in den EUROFIGHTER ist dabei nicht vor 2025 zu erwarten, die Entscheidung hierzu ist im Kontext der Entwicklungen zum NextGenWS zu betrachten.

      Das Waffensystem EUROFIGHTER ist damit auf die Erweiterung der Mehrrollenfähigkeit auszurichten. Hierzu ist u.a. die Integration neuer Sensoren geplant (AESA-Radar, LDP mit Aufklärungskomponente).

      Zum langfristigen Erhalt der Fähigkeiten des EUROFIGHTER, u.a. für den Einsatz als eine der tragenden Säulen im FCAS auch deutlich über das Jahr 2040 hinaus, ist von einer Nutzungsdauer der Tranchen 2/3A von über 25 Jahren auszugehen. Hierzu sind in den nächsten beiden Jahren zusammen mit den Partnernationen Überlegungen und Untersuchungen zu den technischen Realisierungsmöglichkeiten eines MidLife Upgrades (MLU) bzw. einer Nutzungsdauerverlängerung (Life Extension Programms LEP) zum Erhalt der Einsatzfähigkeit (z.B. durch Obsoleszenzmanagement, Anpassung der Avionik an den zukünftigen Technologiestand) und den damit verbundenen Kosten anzustellen bzw. zu initiieren. Hierbei ist auch der zukünftige Einsatz des multinational zu entwickelnden NextGenWS als komplementäre Plattform zum EUROFIGHTER im FCAS zu berücksichtigen. Kurz- und mittelfristig ist mit Blick auf die jetzige Projektphase EUROFIGHTER das Programm weiter verstärkt zu multinationalisieren, um den Nutzerkreis für Weiterentwicklung und Betrieb zur Realisierung von Skaleneffekten weiter zu befördern sowie Technologien und industrielle Kapazitäten zu sichern. Dazu wird das BMVg potentielle Partner beim Einstieg unterstützen.

      Mit der Umrüstung des Waffensystems TORNADO auf ASSTA 313 ist die Grundlage für den Erhalt der Einsatzfähigkeit des Waffensystems geschaffen. Mit dem Fähigkeitsaufwuchs des Waffensystems EUROFIGHTER wird der zukünftige Schwerpunkt für das Waffensystem TORNADO die Befähigung für SEAD und den Einsatz von schweren Waffen (z.B. GBU-24 und MAW TAURUS) sein [Die Integration einer weitreichenden Luft/Boden Bewaffnung (wie z.B. Modulare Abstandswaffe (MAW) TAURUS) auf EUROFIGHTER ist daher derzeit nicht geplant.].

      Die Nutzung des Waffensystems TORNADO ist nach derzeitiger Planung bis Mitte der zwanziger Jahre festgelegt. Um die benötigte Zeit für die eventuelle Entwicklung und Beschaffung eines Nachfolgesystems unter Erhalt des qualitativen Fähigkeitsspektrums im Kontext FCAS zu gewährleisten, wird derzeit eine längere Nutzung durch eine Streckung vorhandener Flugstundenressourcen bzw. eine Nutzungsdauerverlängerung für das Waffensystem bis in die Mitte der dreißiger Jahre untersucht. Unter dem Aspekt der Risikominimierung werden derzeit die technologischen Risiken sowie die Wirtschaftlichkeit dieser Optionen geprüft. Eine Entscheidung wird voraussichtlich in 2016 getroffen.

      Der TORNADO ist mit dem Lenkflugkörper (LFK) AGM-88B HARM Block III A (HARM) der Hauptträger der SEAD-Fähigkeit. Dieser erfüllt u.a. nicht mehr die Anforderungen an Zielfindungsmechanismen sowie intelligente Endphasensteuerung zur Verbesserung der Trefferwahrscheinlichkeit.

      Abhängig von der Entscheidung zur Nutzungsdauerverlängerung TORNADO ist über die Einführung einer Nachfolgelösung zu entscheiden, der sich für die Bekämpfung von bodengebundenen LV-Systemen unter aktuellen Rahmenbedingungen eignet.



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BeitragVerfasst: 22. Mär 2016, 21:45 

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Die Bundeskanzlerin besucht die Luftwaffe in Nörvenich

Zitat:
143 Eurofighter hat die Luftwaffe bestellt, 110 sind bereits ausgeliefert. Das Geschwader 31 hat zurzeit 24 dieser doppelt überschallschnellen Jets zur Verfügung, von denen rund zehn jeweils in Wittmund stationiert sind, wo sie in ständiger Alarmbereitschaft den Luftraum Norddeutschlands schützen. Für den Süden ist das Geschwader in Neuburg an der Donau zuständig.

Zitat:
Diese Maschine kann nicht nur als Abfangjäger, sondern auch als Jagdbomber und Aufklärer eingesetzt werden. Diese Mehrrollenfähigkeit des Eurofighters steht jetzt im Mittelpunkt der Anstrengungen. Das Taktische Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ ist federführend für die gesamte Luftwaffe beauftragt, die Luft-Boden-Einsatzrolle mit lasergesteuerten Waffen für das Waffensystem Eurofighter aufzubauen. Das Geschwader bereitet sich auch darauf vor, bis zum Januar 2018 sechs Eurofighter-Jagdbomber mit 180 Soldaten für die NATO Response Force zu stellen, die schnelle Eingreiftruppe des Bündnisses.

Zitat:
In den vergangenen fünf Jahren wurden auf dem NATO-Flugplatz Nörvenich knapp 70 Millionen Euro zur Anpassung der Infrastruktur an das neue Waffensystem Eurofighter investiert. In den kommenden Jahren sind mehrere Neubauten wie Unterkünfte, ein Tower, eine Feuerwache, ein Stabsgebäude und ein Sanitätsversorgungszentrum geplant – bis 2020 sind am Standort Investitionen von 87 Millionen Euro vorgesehen.



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BeitragVerfasst: 04. Apr 2016, 16:16 

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RAF to field retained Tranche 1 Typhoons as stand-alone air defence force

Zitat:
The UK Royal Air Force (RAF) is to field as a separate air defence force the Tranche 1 (T1) Eurofighter Typhoon combat aircraft that are to be retained in service beyond their original retirement date.

The 24 T1 aircraft that were extended from 2019 to the wider Typhoon out-of-service date (OSD) of 2040 in the Strategic Defence and Security Review (SDSR) of November 2015 will be formed into two distinct air defence squadrons, rather than being mixed with other T2 and T3 aircraft in other multirole units, Deputy Commander of Operations Air Marshal Greg Bagwell told reporters on 30 March.

"The issue was how to operate the Tranche 1 alongside the Tranche 2 and 3 as there is very little spares commonality between them, so it was decided that the plan [should be] for two new squadrons of Tranche 1 Typhoons," AM Bagwell said.

Given the software limitations of the T1, the RAF has decided not to try and upgrade these particular platforms with the Phase Enhancement upgrade packages that will afford the T2 and T3 platforms with the full swing-role capability set. As such, they will be used solely for air defence duties, and perhaps for adversarial air combat training for other RAF aircraft types.

"The Tranche 1s will be used purely for air defence, as an upgrade [for swing-role] will be prohibitively expensive. The two squadrons of Tranche 1 Typhoons will own the air defence role, and we are also looking at using them for 'red air' along with the Hawk," AM Bagwell noted.



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BeitragVerfasst: 05. Apr 2016, 15:45 

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Kuwait signs Eurofighter deal

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Kuwait’s delayed deal to buy 28 Eurofighter jets was signed Tuesday, giving the European fighter program a much-needed shot in the arm and providing Italy’s Finmeccanica with its largest contract.

Kuwait has ordered its aircraft equipped with an electronically scanned radar which is being developed for the aircraft but has yet to be adopted by Eurofighters operated by the four launch partners on the program — Italy, the UK, Germany and Spain.

Zitat:
In a statement, the Eurofighter consortium said the deal covered 22 single-seat and six twin-seat aircraft, all third tranche standard.

The deal, which has been held up by contractual negotiations, is based on a government-to-government accord signed between Kuwait and Italy in September.

As lead company on the deal, Finmeccanica signed the deal in Kuwait with the country’s ministry of defense in the presence of Italian defense minister Roberta Pinotti and her Kuwaiti counterpart, Defense Minister Sheikh Khalid al-Jarrah al-Sabah.

The contract involves the production of aircraft in Italy and covers logistics, operational support and the training of flight crews and ground personnel in cooperation with the Italian Air Force.

The contract also provides for the upgrade of infrastructure in Kuwait which will be used for Typhoon operations.



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BeitragVerfasst: 22. Mai 2016, 11:39 

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Nuovi test della capacità "Air to Surface Identification" sull'Eurofighter



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BeitragVerfasst: 01. Jun 2016, 11:06 

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ILA: Typhoon SOM study nears completion

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Roketsan and Airbus Defence & Space’s feasibility study into the potential integration of the former’s Stand-Off Missile (SOM) onboard the Eurofighter Typhoon is some six months from completion, the manufacturer says.

A memorandum of understanding covering collaboration between the two companies was signed at the ILA show in Berlin in 2014, and the Turkish weapons developer says that the assessment of the cruise missile on the fighter is nearing completion.



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BeitragVerfasst: 03. Jun 2016, 01:27 

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Laser-Guided Sidewinder für die Luftwaffe

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Nach der Auswahlentscheidung im Rüstungsvorhaben „Angetriebener Effektor kurze Reichweite“ für den Tornado sollen etwa 300 Sidewinder auf den LaGS-Standard umgerüstet werden.

Bis zum Zulauf, der Ende 2018 geplant ist, stehen bei Diehl Defence noch die verbleibenden Entwicklungsarbeiten an. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Vertrag in den kommenden Monaten geschlossen wird.

LaGS (Laser Guided Sidewinder) ist ein auf Basis der Sidewinder AIM-9L-Familie angepasster Lenkflugkörper für Luft-Boden-Missionen von Kampfjets. Bei LaGS wird durch den Tausch des Suchkopfs im Lenk- und Steuerteil (IR-Suchkopf wird durch Semi-Active Laser-Suchkopf ersetzt) die Möglichkeit geschaffen, mit einem in zahlreiche Kampfflugzeuge bereits integrierten Flugkörper komplett neue Einsatzszenarien abzudecken. Dabei entfallen erhebliche Kosten, die bei der Neuintegration in Luftfahrzeuge aufgetreten wären.


Ob diese Waffe auch für den "Eurofighter" kommt?


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BeitragVerfasst: 08. Jul 2016, 15:55 

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El CLAEX realiza su primer lanzamiento de una bomba EGBU-16 desde un Eurofighter

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Spanischer Eurofighter testet EGBU-16

Zitat:
Der von CLAEX (Centro Logístico de Armamento y Experimentación = Waffenlogistik- und Versuchszentrum) durchgeführte Versuch fand im Golf von Cadiz statt. Nach der Identifizierung des Ziels und der Eingabe der GPS-Koordinaten wurde die EGBU-16 (445 kg Enhanced Paveway II) abgeworfen und flog zunächst autonom mit GPS-Steuerung. Für den Endanflug wurde das Ziel mit Laser beleuchtet. Dazu trug der Eurofighter einen Litening-III-Behälter.

Mit dem Test kommt die Integration neuer Waffen in die spanischen Eurofighter der Tranche 2 voran, so dass sie auch Luft-Boden-Angriffsaufgaben übernehmen können.

Unterdessen wurde auch die erste Iris-T von einem spanischen Eurofighter der Tranche 2 im digitalen Modus verschossen. Somit wird die verbesserte Fähigkeit der Luft-Luft-Lenkwaffe bald für die gesamte Eurofighter-Flotte der Ejercito del Aire verfügbar sein. In die Flugzeuge der Tranche 1 ist die digitale Fähigkeit bereits integriert.


Ich dachte der IRIS-T-Digitalmodus sei ein Spezifikum der T2- und T3-Flugzeuge?


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BeitragVerfasst: 12. Jul 2016, 16:43 

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FIA2016: MBDA SPEAR Fired from Eurofighter TYPHOON

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A UK Eurofighter TYPHOON aircraft has successfully fired a SPEAR air-to-surface precision strike weapon for the first time in a flight trial conducted from BAE Systems’ site in Warton, Lancashire.

The MBDA SPEAR networked precision strike weapon was launched from Eurofighter TYPHOON Production Aircraft BS116 earlier this year. The test flight was led by teams from MBDA and BAE Systems, with BAE Systems Chief Test Pilot Steve Formoso at the controls.

Following the launch, which took place at the UK Ministry of Defence’s Aberporth range, in Wales, the weapon transitioned to powered flight and completed a series of manoeuvres before reaching its pre-planned point of impact.

Zitat:
The SPEAR missile is being developed to meet the UK’s Selective Precision Effects At Range Capability 3 (SPEAR Cap 3) requirement for the UK’s F-35 Lightning II aircraft, with the potential to equip Typhoon. SPEAR will precisely engage long range, mobile, fleeting and re-locatable targets in all weathers, day or night, in the presence of countermeasures, obscurants and camouflage, whilst ensuring a safe stand-off range between the aircrew and threat air defences.



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BeitragVerfasst: 26. Jul 2016, 09:34 

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Halbierung der Lebensdauer-Garantie für Eurofighter wieder aufgehoben

Zitat:
Bald zwei Jahre nach Feststellung eines Fertigungsfehlers am Kampfflugzeug Eurofighter hat die Herstellerfirma Entwarnung gegeben und die Zahl der freigegebenen Flugstunden für den Jet wieder erhöht. Die im September 2014 entdeckten falsch angelegten Bohrlöcher am Rumpf hätten keine Auswirkungen auf die Lebensdauer der Flugzeugzelle, heißt es in einer Information des Berliner Verteidigungsministeriums an die zuständigen Abgeordneten des Bundestages. Die garantierte Lebensdauer sei deshalb von der Industrie wieder auf 3.000 Flugstunden erhöht worden.

Zitat:
Die damals vorsorgliche Konsequenz:

    Da die Auswirkungen dieser Problematik auf die Lebensdauer der Zelle noch nicht absehbar sind, wurde die Halbierung der Flugstundenfreigabe durch die Industrie als zusätzlicher Sicherheitsfaktor eingeführt. In der Folge wurde durch die Industrie als Sofortmaßnahme der bisher freigegebene Lebensdauerwert von 3.000 Flugstunden auf 1.500 Flugstunden halbiert.

Diese Halbierung ist nun wieder aufgehoben. Allerdings sind auch die 3.000 Stunden noch nicht der angestrebte Wert – langfristig soll die Lebensdauer der Flugzeugzelle auf 6.000 freigegebene Flugstunden erhöht werden.

Neben den fehlerhaften Bohrlöchern am Rumpfhinterteil waren im vergangenen Jahr zudem ähnliche Probleme an weiteren Stellen des Rumpfs entdeckt worden. Diese ebenfalls fehlerhaft entgrateten Bohrlöcher hatten allerdings nach Darstellung des Ministeriums keine Auswirkungen auf die garantierte Lebensdauer.



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BeitragVerfasst: 27. Jul 2016, 08:45 

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Cinco aeronaves están paradas desde 2012
Defensa almacena 12 Eurofighter en Albacete para no aumentar el déficit

Zitat:
El Ministerio de Defensa negoció con Nefmo, el consorcio de la OTAN fabricante del caza de combate Eurofighter EF2000, no aceptar 12 unidades de la aeronave y almacenarlas en la base aérea de Albacete. Según destaca un informe del Tribunal de Cuentas que ha revisado el estado del programa, Defensa alegó que "no estaba en condiciones" de recibirlas, ya que la entrega oficial hubiera provocado el incremento del déficit nacional.

Según el documento, al que ha tenido acceso Infodefensa.com, las primeras cinco unidades EF2000 españolas de este lote se encuentran almacenadas desde el año 2012 cuando el fabricante Cassidian-España (Eads-Casa, actualmente Airbus) las entregó al consorcio internacional Nefmo que aceptó su recepción. Las diez restantes fueron aceptadas por Nefmo los años 2013 y 2014.

“Al amparo del acuerdo, Nefmo tiene el título legal sobre los aviones hasta que sean formalmente aceptadas por España”, resalta el Tribunal de Cuentas que explica que, en un principio, estaba previsto que esta situación no durara más de tres años pero, posteriormente, se firmó una modificación del acuerdo para ampliarlo.

“Los aviones españoles se almacenan en España, conforme a un plan de mantenimiento y almacenamiento acordado. Nefmo tendrá influencia sobre el uso y los acuerdos de mantenimiento pero se considera que todas las obligaciones y riesgos asociados con el avión corresponden a España”, dice el informe.


The Ministry of Defence negotiated with Nefmo, the NATO consortium of manufacturers of the fighter Eurofighter EF2000, not to accept 12 units of the aircraft and to store them in Albacete airbase. According to a report of the Tribunal de Cuentas, who has reviewed the status of the program, the Ministry of Defence claimed that it was "not able" to receive theim, as the official delivery would have caused an increase in the national deficit.

According to the document, to which Infodefensa.com has had access, the first five Spanish units of EF2000 units of this batch are stored since 2012 when the manufacturer Cassidian-España (Eads-Casa, currently Airbus) delivered them to the international consortium Nefmo, which accepted the receipt. The remaining ten were accepted by Nefmo in the years 2013 and 2014.

"Under the agreement, Nefmo has the legal title to the aircraft until they are formally accepted by Spain," notes the Court of Auditors, who explains that, initially, it was expected that this situation will not last more than three years but later an amendment to extend the agreement was signed.

"The Spanish aircraft are stored in Spain, according to a an agreed plan for maintenance and storage. Nefmo will have influence on the use and maintenance agreements but considers that all obligations and risks associated with the plane correspond to Spain, "says the report.


Zitat:
De 87 a 73 unidades

El documento consultado por Infodefensa.com señala con detalle el desarrollo del programa. En un principio, España se comprometió a comprar 87 cazas y la primera unidad fue entregada el Ejército del Aire en 2003. Sin embargo, posteriormente redujo el pedido a 73 unidades de las que hasta 2015 había recibido solo 47.

Sin embargo, en octubre de 2014, el Gobierno de Mariano Rajoy negoció con el consorcio internacional fabricante del caza europeo que no se entregarán los últimos 12 aviones adquiridos por España, aunque ya estaban fabricados por Airbus, para no incurrir en un incremento del déficit nacional.


From 87 to 73 units

The document consulted by Infodefensa.com notes in detail the development of the Programme. Initially Spain committed to buy 87 planes and the first unit was introduced into service in the Ejército del Aire in 2003. However the order was later reduced to 73 units, of which only 47 have been received in 2015.

However, in October 2014, the Government of Mariano Rajoy negotiated with the international consortium, manufacturing the European fighter, that the last 12 aircraft acquired by Spain will not be delivered, although they were already manufactured by Airbus, not to incur an increase in the national deficit .




APROBADO EL INFORME SOBRE LA FINANCIACIÓN EXTRAORDINARIA DE LOS PROGRAMAS ESPECIALES DE MODERNIZACIÓN DE ARMAMENTO, EJERCICIOS 2012 A 2014



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