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BeitragVerfasst: 20. Nov 2007, 10:20 
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Die Schweiz kauft 26 Piranha IIIC 8x8 für ihr Battlefield Management System BMS (FIS HE) bzw. als mobiles Kommunikationscenter. Die Auslieferung ist für 2010/2011 geplant.

6 für das BMS
8 Armored Communication Vehicles
12 Armored Radio Access Point Vehicle swith increased functionality

Bild
Quelle: mowag.ch


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BeitragVerfasst: 20. Nov 2007, 14:34 

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Wo bleibt der Fernmelde - PANDUR??? :?: :?:


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BeitragVerfasst: 20. Nov 2007, 15:29 

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@Obi

..ganz einfach: im Sparstrumpf. Wir konnten ja 100e MIo an das allgem Budget weiterlaufen lassen: :(


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BeitragVerfasst: 18. Aug 2012, 17:27 

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VBS-Chef Maurer hält an FIS Heer fest

Zitat:
Die Schweizer Armee betreibt das Führungsinformationssystem (FIS) Heer weiter, das trotz Ausgaben von 700 Millionen Franken bis jetzt nicht funktioniert. Der Einsatzbereich der computerbasierten Kommando-Datenbank wird aber stark eingeschränkt.


Zitat:
Reduktion des Einsatzgebietes

Jedoch soll der Einsatzbereich des Systems stark eingeschränkt werden. Das Militärdepartement habe sich für eine «temporäre Reduktion der Einsatztiefe» entschieden, heisst es in einem Bericht, der den beiden Zeitungen auszugsweise vorliegt.

Der Bericht werde am kommenden Dienstag offiziell publiziert, sagte Steidle. Gleichentags werde die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrates über den Bericht beraten.

«Markante Einbusse»

Es wird nicht wie ursprünglich geplant jede Gruppe, jedes Fahrzeug oder gar jeder einzelne Soldat ins System integriert. Ausgerüstet werden sollen nur grössere Einheiten, etwa Kompanien. Grund für die Beschränkung ist, dass die Datenflut, die das FIS Heer produziert, im mobilen Einsatz nicht bewältigt werden kann.

Mit der geringeren Einsatztiefe könnten die Telekommunikationssysteme genauso entlastet werden wie die Betriebs- und Instandhaltungsbudgets, hält das VBS im Bericht fest. Gleichzeitig entstehe allerdings eine «markante Einbusse» in der Führungsfähigkeit bei mobilen Einsätzen. Zudem werde das Lagebild weniger präzis.

Aspekt vernachlässigt

Die ursprünglichen Leistungsanforderungen könnten erst mit einer «massiven Ausweitung der Kapazitäten für die mobile Telekommunikation erfüllt werden», schreibt das VBS weiter. Bei der Beschaffung des Systems sei dieser Aspekt völlig vernachlässigt worden.

Das FIS Heer stehe vor «grossen Herausforderungen und Unwägbarkeiten» und sei nur «eingeschränkt miliztauglich», steht im Bericht. Jedoch funktioniere es im stationären Bereich und sei bei grossen Übungen bereits erfolgreich eingesetzt worden.

20 Millionen Franken pro Jahr

Wie stark der Weiterbetrieb des FIS Heer das Armeebudget belasten wird, lässt sich offenbar nicht exakt eruieren. Eine vollständige Kostentransparenz sei nicht möglich, heisst es im Bericht. Es bestünden Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen den Beschaffungs- und den Betriebskosten. Als Richtwert schätzt das VBS die jährlichen Kosten auf 20 Millionen Franken.

Die bloss «temporäre» Einschränkung bedeutet, dass ein grosser Teil des beschafften Materials eingelagert wird, bis Klarheit über Verfügbarkeit und Kauf von neuen Telekommunikationsgeräten besteht.



Prüfberichte



Aller Anfang ist Phase Null. Einsatzbereitschaft FIS HE (FU Blitz. Das Magazin des FU Bat 24, 30. Mai 2012; FOTOS)

Zitat:
FIS HE ist eine Standalone-Lösung, spricht, hat keine Schnittstelle nach aussen. Eine Schnittstelle nach aussen zu zivilen Behörden erlaubt eine sog. ‚Drehstuhllösung‘, d.h. der User sitzt auf dem Drehstuhl und übernimmt von Hand von einem System die Informationen auf das andere System.


Zitat:
In den vergangenen Tagen waren wir insbesondere damit beschäftigt, zu lernen und trainieren wie man das System FIS HE hochfährt um die FU Bereitschaft, die sog. Phase Null zu erstellen. Es geht darum, die Server und die ein-zelnen Clients (Teilnehmer) mit den Daten unseres Auftraggebers (Mission Files) und den jeweiligen GPS Signalen aufzudatieren und zu synchronisieren. Insbesondere die Inbetriebnahme, der Unterhalt und die Ausserbetriebnah-me erfordern sehr sorgfältiges, konzentriertes und genaues Arbeiten.

Momentan benötigen wir für diese Arbeitsschritte mind. einen halben bis einen ganzen Tag. Ziel wäre es, dieses Prozedere in maximal drei Stunden erreichen zu können, so ein FIS HE Ausbilder.


Zitat:
Unzählige FIS HE Duros (Funk Duro, Tran Duro, Duro mit Richtstrahl) dienen der Ausbildung.


Zitat:
Gemäss Detailetat kostet ein solches Fz (mit Anhänger) CHF 909‘000.


Zitat:
Am Server werden die Grundeinstellungen für alle Telematikmittel und FIS HE eingestellt. Anschliessend wird mit den Clients weitergearbeitet.


Zitat:
Piranha FIS HE 6 x 6
Neue Mittel für den Führungsstaffelzug

Das FU Bat 24 wird in Zukunft nur noch auf Rädern unterwegs sein. Der "neu-en" Führungsstaffel, die mit dem Führungs- und Informationssystem des Heeres (FIS HE) ausgerüstet sein wird, stehen als gepanzerte Fahrzeuge Radschützenpanzer Piranha zu Verfügung. Die Radschützenpanzer erlauben der Führungsstaffel noch schneller sowie flexibler zu verschieben und agieren. Die aus den 60 er Jahren stammenden Schützenpanzer des Typs M113 werden damit abgelöst.

Technische Daten

    Abmessungen

      Länge / Breite: 6.28m/ 2.66m
      Höhe: 2.85m
      Achsabstand: 2.08 / 1.04m
      Profilkreisdurchmesser: 14.20 m

    Treibstoff

      Tankgrösse: 190l
      Treibstoffart: Diesel
      Verbrauch: 40l/100km
      Anzahl Kanister: 0

    Sitzplätze

      Total: 7
      Vorne: 1

    Motor bzw. elektrische Anschlüsse

      Leistung: 209 kW
      Hubraum: 5'215 cm³
      Zylinder: 6
      Elektr. Anlage: 24 V

    Allgemeine Angaben

      Kat Führerausweis
      FAK / mil neu (alt): 960/962 (VI/2)
      Höchstgeschw: 80/80 km/h
      Leergewicht: 10'200 kg
      Nutzlast: 1'800 kg
      Gesamtgewicht: 12'000 kg
      Bewaffnung: 12.7mm MG

    http://www.he.admin.ch/internet/heer/de/home/verbaende/terreg4/
    organisation/fubat.parsys.39872.downloadList.70555.DownloadFile.tmp/fublitzjg20122.pdf


Stabstraining am FIS HEER in Thun (7. November 2011)



Die Premiere der „Rubber Tramps“ (10. Oktober 2010)

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Zitat:
Erstmals rollt das Bataillon nämlich ohne Raupenfahrzeuge: Acht Piranha-Radschützenpanzer sowie drei Duros gehören der Staffel an.


Zitat:
In sechs der Piranhas läuft das System, das sowohl stationär, wie auch im mobilen Einsatz Führungsüberlegenheit schaffen soll, indem es Inputs aus Funk, Richtstrahl und Lichtwellenleiter verarbeitet und auf militärischen Lagekarten darstellt. Dies ermöglicht rasche Entscheide sowie den effizienten Austausch von Informationen über alle Hierarchiestufen hinweg.

Herzstück des Systems ist ein High-Tech-Containerdorf, das in nur 24 statt 36 Stunden aufgebaut wurde. 51 Soldaten sind für Aufbau und Betrieb im Einsatz. In den 34 elektromagnetisch geschützten Kästen ist unter anderem eine Kanzlei mit Hochleistungs-Druckern untergebracht, ein Server-Raum als Hub für Informationen der Richtstrahler, ein Konferenzraum, mehrere klimatisierte Arbeitsräume, eine Telematik-Station… Über Lichtwellenleiter sind sämtliche Container miteinander vernetzt. Für die Stromversorgung produzieren zwei Aggregate genug Energie, um zwanzig Einfamilienhäuser zu versorgen.



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    VBS Mediathek

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Euro 08: Führung per Mausklick (25. Oktober 2008)

Zitat:
Nach Testläufen in verschiedenen militärischen Übungen soll es erstmals an der Euro 08 in der Praxis zur vernetzten Operationsführung zwischen militärischen und zivilen Stellen eingesetzt werden. Die ersten grossen Systemanwendungen im Felde sind für die Jahre 2009 bis 2010 vorgesehen.



Vernetzte Operationsführung: Führungsinformationssysteme (März 2008)



Rüstungsprogramm 2007

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      Das moderne FIS Heer beschleunigt das Befehlen (Armee aktuell 2/2007)

      Zitat:
      Zur Unterstützung der Kommandanten und der Stäbe bei der Planung und Führung in allen Lagen wird das FIS Heer eingesetzt: Weil viel rascher als bisher geführt werden kann, beschleunigt sich die Befehlsgebung nachhaltig. Bei Bedarf kann den Unterstellten sogar direkter Einblick in die Planungsarbeiten gegeben werden. Einerseits ist fürs FIS eine entsprechende Software notwendig, andererseits braucht es umgerüstete Fahrzeuge und Bürocontainer sowie Funk und Richtstrahl zur Übertragung der Informationen sowie der von festen Einrichtungen unabhängigen Arbeit. Geführt wird somit auch mit dem vollelektronischen System nicht nur von fest installierten Kommandoposten aus. Das FIS Heer ist auch für grosse Aufgaben örtlich flexibel einsetzbar.

      Die Basis des FIS Heer ist das spanische System Simacet, das die Schweizer Armee aber für ihre Bedürfnisse weiterentwickelt hat. Die Schweizer Luftwaffe verfügt bereits über ein eigenes, vergleichbares System. Das FIS Heer ist auf die wahrscheinlichen Einsätze wie Raum- und Existenzsicherung sowie Konferenzschutz ausgerichtet. Aus Kostengründen nicht permanent ans FIS Heer angeschlossene Verbände sind mit Verbindungsfahrzeugen jederzeit erschliessbar.

        http://www.he.admin.ch/internet/heer/de/home/verbaende/infbr7/
        truppeninformation/truppenzeitung.parsys.0009.downloadList.00091.DownloadFile.tmp/infbr7d107.pdf


      Führungsinformationssystem Heer (FIS HE). Einführung&Systemphilosophie. Tag der Generalstabsoffiziere des Heeres, 16.11.2006



      Next Generation (29. November 2006)



Rüstungsprogramm 2006

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Zuletzt geändert von theoderich am 21. Nov 2014, 05:50, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 29. Aug 2013, 22:15 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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13.5194 – Fragestunde. Frage

Führungsinformationssystem Heer. Wo steht das Geschäft?

Einreichungsdatum 05.06.2013

Zitat:
Antwort des Bundesrates vom 10.06.2013

    Die Hauptschwierigkeit beim Einsatz des Systems FIS Heer beruht auf der Eignung der mobilen Telekommunikationsmittel der Armee. Diese verfügen nicht über eine genügende Datenübertragungsrate. Das System FIS Heer funktioniert im stationären Rahmen, ist aber für den mobilen Einsatz noch nicht ausgereift. Diese Tatsache behindert die Einführung bei der Truppe und deren Ausbildung nur marginal; die Ausbildung verläuft gemäss Planung. Die Verstärkung der Leistung der mobilen Telekommunikationsmittel kann nicht isoliert für das System FIS Heer, sondern muss für die ganze Armee betrachtet werden. Das entsprechende Projekt "Telekommunikation Armee" und dessen Finanzierung werden zur gegebenen Zeit dem Parlament unterbreitet werden. Die Sicherheitspolitischen Kommissionen der beiden Räte wurden letztes Jahr über den Verlauf und den Stand des Projekts FIS Heer informiert. Eine weitere Information wird Ende dieses Jahres erfolgen.




Milliardenplan der Armee (2. Juni 2013)

Zitat:
Die Armee will für das Projekt Network Enabled Operations (NEO) bis 2015 weit über zehn Milliarden Franken ausgeben. Doch das Informatik-Monsterprojekt zur vernetzten Operationsführung könnte zum Fass ohne Boden werden. In einem Bericht, welcher der SonntagsZeitung vorliegt, warnt die Finanzkontrolle: «NEO beinhaltet hohe Risiken.»

Nur schon bis 2021 sollten für Investitionen und Betriebskosten neun Milliarden Franken ausgegeben werden. Doch danach folgen bis zum Endausbau 2025 noch unbekannte weitere Milliarden Franken. Laut der Finanzkontrolle (EFK) besteht für die Zeit ab 2022 eine «erhebliche Unsicherheit». Gemäss heutiger Planung soll dann ein «bedeutender Teil des Ausbaus von NEO stattfinden». Über die Kosten bis zum Endausbau im Jahr 2025 liegen keine Schätzungen vor. Da allein die Betriebskosten für zehn Jahre 4 Milliarden betragen, dürften die Kosten zusammen mit den Investitionen wohl auf gegen 15 Milliarden steigen. Auch bezüglich Nachhaltigkeit bestehen Bedenken


Zitat:
Erste Priorität haben laut EFK-Bericht in der Phase bis 2021 Einsätze mit kurzen Reaktionszeiten. Dazu gehören der Schutz des Luftraumes, die elektronische Kriegsführung und Sonderoperationen. Darauf entfallen 5,5 Milliarden Franken, wovon rund 4,6 Milliarden allein auf den Schutz des Luftraumes. Am Boden sollen rund 2,7 Milliarden investiert werden, und rund 800 Millionen fliessen in den Ausbau des Einsatznetzes Verteidigung. Eine erste Tranche von über 200 Millionen Franken beantragt Verteidigungsminister Ueli Maurer mit der aktuellen Rüstungsbotschaft. Gemäss EFK ist in der NEO-Strategie die «direkte Verknüpfung mit den übergeordneten Armeeaufträgen gemäss Armeebericht nicht dokumentiert».

Laut dem stellvertretenden Direktor Michel Huissoud hat die EFK zudem Bedenken bezüglich der Nachhaltigkeit: «Es gibt IT-Komponenten, die haben eine kürzere Lebensdauer als das ganze Projekt.» Die Strategie NEO bleibe daher auf dem Radar der EFK.

Der Armeechef kann zu NEO keine Stellung nehmen. Im Verteidigungsdepartement (VBS) ist das Projekt Chefsache. Doch laut VBS-Sprecher Peter Minder will auch Ueli Maurer «nicht vor Ende Jahr über das Konzept NEO informieren» und daher auch keine Zahlen kommentieren. Ob, wann und welche Module umgesetzt werden könnten, werde mit Bezug auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis regelmässig überprüft, sagt Minder. «Das VBS ist sich der Komplexität des Konzeptes NEO absolut bewusst und begleitet den Konzeptfortschritt eng und mit grosser Sorgfalt», so Minder.




MASTERPLAN 2013
(Zeithorizont 2013–2020)

Streitkräfte- und Unternehmens-Entwicklung

Planungsstand: 18. Dezember 2012

Zitat:
AUSWIRKUNGEN MASTERPLAN 2013

Führung

Mit dem Projekt "Telekommunikation Armee" werden mobile und teilmobile Truppenkörper, resp. deren Systeme, an das fixe Kommunikationsnetz der Armee angeschlossen. Dies ermöglicht den Datenaustausch zwischen beweglichen Elementen an beliebigen Orten. Davon profitiert auch der Sicherheitsverbund Schweiz (SVS) für seine Kommunikationsbedürfnisse. Der Aufbau der IKT Gesamtarchitektur wird vorangetrieben mit dem Ziel eines einzigen Informationsverbundes, der die querschnittlichen Dienste zur Verarbeitung von Informationen aller Sicherheitsstufen und -domänen in Verwaltung wie Armee in allen Lagen bereit stellt. Nur einzelne IKT Systeme mit speziell hohem Schutzniveau werden weiterhin isoliert betrieben.

Das Führungsinformationssystem des Heeres (FIS HE) wird erneuert mit dem Ziel, die Operationsplanung und -führung auf Stufe grosser Verband zu unterstützen. Auf den Weiterausbau zum Einbezug der Hierarchieebenen Kompanie, Zug, Gruppe und Einzelfahrzeug zwecks Operationsführung und "Blue Force Tracking" wird temporär verzichtet, bis das Projekt "Telekommunikation Armee" die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen hat.


______________________

Führungsinformationssystem Heer FIS HE: Stand und weiteres Vorgehen
Bericht des VBS zu Handen der Sicherheitspolitischen Kommissionen

31. Juli 2012

Zitat:
4.1.3 Technologische Herausforderungen

Technische Probleme bestehen infolge der beschränkten Datenübertragungskapazität der Funkgeräte. Durch Reduktion der Einsatztiefe (Ausrüstung FIS HE nicht bis Stufe Gruppe, sondern nur bis Stufe Kompanie/Zug) kann das Problem momentan entschärft werden. Die angewandte Lösung ist im Rahmen von subsidiären Sicherungseinsätzen und militärischen Katastrophenhilfeeinsätzen vertretbar. Mobile Kampfverbände arbeiten im TDMA-Modus (autonome Meldung von Standort und Status alle 5 Sekunden) auf Stufe Gruppe, wodurch die Frontlinie auf Stufe Kompanie jederzeit ersichtlich ist. Im Kampf werden diese Verbände ohnehin mit Sprachfunk geführt. Kampfvorbereitungen und Erstellung der nachrichtendienstlichen Lage nach dem Gefecht sind aber nur eingeschränkt mittels Sprachfunk möglich.

Diese Überbrückungsvariante wurde im Rahmen der Übung CHALLENGE überprüft; aufgetretene Stabilitätsprobleme werden von der Industrie behoben.

Ein durch die armasuisse parallel zur Übung CHALLENGE durchgeführter Versuch mittels einer GSM-Lösung hat aufgezeigt, dass das Gesamtkonzept FIS HE mit entsprechend geeigneten Telekommunikationsmitteln funktioniert. Diese GSM-Lösung als Übergangslösung für die Ausbildung ist allerdings technisch nicht bereit. Aus Kostengründen wird sie nicht weiter verfolgt.

Die Software Version 2.2 ist in Realisierung. Dieser Version liegt eine neue Softwarearchitektur zu Grunde. Diese erlaubt es, nebst den ausstehenden Applikationstools und den bereits erkannten Fehlern, auch die komplizierten Konfigurations- und Administrationsprozesse zu vereinfachen.

Die Version 2.2 soll ab 2014 zur Ablösung der aktuellen Einführungsversion 1.7 für die Einsätze bereit stehen. Damit sollen insbesondere von der Miliz gewünschte Verbesserungen des Systems realisiert werden.

______________________


Network Enabled Operations
C4ISTAR
JOINT FIS




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Zitat:
NEO: Sensoren, Entscheidträger und Effektoren

Zitat:
Network Enabled Operations – NEO

Schweizerisches Konzept mit dem Zweck, den durch die Vernetzung von Sensoren, Effektoren und Entscheidträgern erzielten Mehrwert über die gesamte Bandbreite möglicher Armeeeinsätze hinweg zur Erzeugung entscheidender Wirkungen zu nutzen.



NEO
NetworkEnabledOperations

Tag der Generalstabsoffiziere des Heeres, 16.11.06

Zitat:
In der Schweiz festgelegtes Konzept, bei dem für das gesamte Einsatzspektrum der Armee ein Mehrwert aus der Vernetzung von Sensoren, Effektoren und Entscheidungsträgern erzielt wird, um eine entscheidende Wirkung zu erzeugen.



Zuletzt geändert von theoderich am 20. Nov 2014, 11:27, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 06. Okt 2013, 12:14 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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FU Bat 12
87 Kisten Material in Kürze installiert (armee.ch. Gebirgsinfanteriebrigade 12, 1/13)

Zitat:
Die Soldaten lernten das FIS HEER in den ersten zwei Wochen des WKs kennen. Vorsprung für die Offiziere gabs kaum: «In einem dreitägigen Crashkurs mussten sie sich das Wissen aneignen», sagt Oberstlt i Gst Egli. Und das FIS HEER bereitet mit einigen technischen Mängeln der Truppe viel Mühe. Ziel des Systems ist es, über die aktuelle Lage, Standorte und die Verfassung der Truppe in Echtzeit informiert zu sein. Die Funkgeräte für die Datenübertragung sind dafür aber viel zu langsam. Bis der neue Standort eines Fahrzeugs auf den Bildschirmen erscheint, dauert es geschlagene 30 Minuten. Oberstlt i Gst Egli hofft auf zukünftige Investitionen, die diese Mängel beheben.



Die Funkgeräte der Schweizer Armee wurden mit den Rüstungsprogrammen 1996 (Funkgeräte SE-235/435, 1. Tranche), 1999 (Funkgeräte SE-135 und SE-138) und 2002 (Funkgeräte SE-235/135/035, 2. Tranche) beschafft. Ich finde es nach wie vor unglaublich, dass das Schweizer Militär mit seinem auf dem freien Markt um satte 828 Mio. CHF (FiS HE - 424 Mio. CHF; Umbau Panzerjäger in Kommandofahrzeuge - 126 Mio. CHF; FIS HE 2. Ausbauschritt - 278 Mio. CHF) erworbenen Führungsinformationssystem solche Schwierigkeiten hat, während man in Österreich mit dem komplett eigenentwickelten Führungsinformationssystem "Phönix" hochzufrieden ist und schon ein Prototypsystem für "Blue Force Tracking" betreibt.


    Phönix Das Führungsinformationssystem des ÖBH (TRUPPENDIENST, Folge 335, Ausgabe 5/2013)

    Zitat:
    Nach einem zweijährigen Probebetrieb bei der 3. Panzergrenadierbrigade und erfolgreichen Tests in mehreren internationalen Übungen wurde Ende Dezember 2012 das Führungsinformationssystem "Phönix" zur Nutzung freigegeben. Seit Jänner 2013 wird dieses zukunftsweisende Informationssystem nun schrittweise im gesamten Bundesheer eingeführt. Bis Ende 2013 wird "Phönix" im Streitkräfteführungskommando, in allen Brigade- und Bataillonskommanden sowie im Jagdkommando ausgerollt. Danach werden auch die Auslandskontingente, die Militärkommanden, das Lagezentrum der Einsatzsektion sowie die Akademien und Schulen ausgestattet.

    Zitat:
    In einem bereits geplanten nächsten Entwicklungsschritt wird das bestehende Prototypsystem "Friendly Force Tracking" für die Verwendung mit Satellitenkommunikationssystemen erweitert und voll in das Führungsinformationssystem integriert.

_______________________________

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Zuletzt geändert von theoderich am 21. Nov 2014, 07:18, insgesamt 5-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 20. Nov 2014, 10:10 

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Bericht
der Finanzdelegation an die Finanzkommissionen des Nationalrates und des Ständerates betreffend die Oberaufsicht über die Bundesfinanzen im Jahre 2013


vom 4. April 2014

Zitat:
3.5.1 Informatik VBS

NEO (Network enabled operations, vernetzte Operationsführung) ist eine konzeptionelle Zusammenstellung mehrerer Projekte und eines der gewichtigsten Informatikvorhaben im VBS. NEO soll die Schweizer Armee in die Lage versetzen, flexibel und zielgerichtet auf veränderte Situationen und Aufgaben zu reagieren. Dabei verfolgt die Armee das Ziel, die erforderlichen Leistungen mit möglichst geringem Mitteleinsatz zu erbringen. Die elektronische Kriegsführung als Ganzes ist ein Teilbereich von NEO.

Die Eidg. Finanzkontrolle hatte sich 2012 in einem Prüfbericht kritisch zu diesem Vorhaben geäussert. Die Finanzdelegation und die Geschäftsprüfungsdelegation führten daraufhin im Frühjahr 2013 zu NEO eine Aussprache mit dem Vorsteher des VBS. Gestützt auf diese Aussprache warnte die Finanzdelegation im Juni 2013 das VBS davor, Vorhaben innerhalb des NEO zu starten, bevor die Bedürfnisse klar definiert sind. Zudem verlangte sie einen Standbericht über das Vorhaben, mit dem sie sich im August 2013 befasste. Das VBS geht für NEO von Kosten von rund 2,5 Milliarden Franken für den Zeitraum 2013 bis 2021 aus. Die gegenseitigen Abhängigkeiten der Vorhaben sind gross. Der Verzicht auf einzelne Systemteile ohne Berücksichtigung der Auswirkungen auf das Gesamtsystem kann dazu führen, dass andere Systeme betroffen sind und im schlimmsten Fall wertlos werden. Zudem können erhebliche Mehrkosten entstehen. Insgesamt zeigte der Standbericht, dass noch sehr viele Probleme zu lösen sind.

Diese Feststellungen waren für die Finanzdelegation Anlass, das Thema Ende November 2013 in einer erneuten Aussprache mit Vertretern des VBS zu vertiefen. Die Aussprache bestätigte die bereits aufgrund des erwähnten Berichts des VBS vom August 2013 festgestellte ausserordentliche Komplexität von NEO und die grossen Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Systemen. Aus Sicht der Finanzdelegation ist darum klar, dass NEO vom Departement sehr eng geführt werden muss. Zudem zweifelt die Finanzdelegation, ob die nötigen Rahmenbedingungen bereits erfüllt sind, um einzelne Projekte starten zu können. Insbesondere ist nicht klar, wie die Projekte genau geführt werden. Dieser Frage ist seitens der Departementsleitung und der Armeespitze höchste Priorität einzuräumen.

Im Anschluss an die Aussprache ersuchte die Finanzdelegation das VBS um ergänzende Ausführungen zu verschiedenen Aspekten. Im Vordergrund steht eine Beurteilung des erwähnten Berichts durch die Departementsleitung, die finanzpolitischen Rahmenbedingungen des Programms NEO sowie Projektmanagement, Projektführung und -verantwortung. Ausserdem wies die Finanzdelegation die Sicherheitspolitischen Kommissionen auf die hohe Komplexität und das erhebliche Risikopotenzial bei den Informatikprojekten des VBS hin. Die SiK teilen die Auffassung, dass es im Hinblick auf die anstehenden Rüstungsprojekte angezeigt ist, sich intensiv mit den Informatikprojekten des VBS auseinanderzusetzen. Sie werden sich darum periodisch über den Stand der Projekte informieren lassen. Die SiK-N wird nach Erhalt des von der Finanzdelegation verlangten Berichts des VBS unter Einbezug der EFK die Diskussion zu diesem Thema aufnehmen.



Programme und Projekte
Unabhängiges Netzwerk für IKT-Systeme der Armee

Bild

Zitat:
Telekommunikation Armee

Um Sprache und Daten von den fixen Standorten beziehungsweise vom Führungsnetz Schweiz hinaus zu den mobilen und teilmobilen Elementen der Armee zu transportieren, ist ein eigenes, gesichertes Telekommunikationsnetz erforderlich. Dieses wird als Ersatz von bisherigen, technologisch in die Jahre gekommenen und isolierten Systemen auf einer einheitlichen Plattform aufbauen. Telekommunikation der Armee ist ein Systemverbund, besteht also aus verschiedenen Systemen, die zu einem funktionierenden Ganzen zusammengefügt werden.

In der aktuellen Phase geht es darum, die Umsetzung des ersten Schrittes im Detail sowie den späteren Teil- und den Vollausbau grob zu planen und den Aufbau eines Systemzentrums vorzubereiten. Das Projekt Telekommunikation der Armee hat einen Realisierungshorizont bis nach 2026.



Das ist überhaupt das erste Foto von einer Kommandantenversion des Schützenpanzer 2000, das ich zu Gesicht bekommen habe:

Bild
Zitat:
Schützenpanzer 2000 (SPz 2000)

Medienträger: Digital | Medientyp, Format: Querformat | Prod.-Nr.: 6124 | Produziert: 2014-05-05

Copyright: VBS/DDPS - ZEM | Urheber: Ulrich Liechti


Bild
Zitat:
Schützenpanzer 2000 (SPz 2000)

Medienträger: Digital | Medientyp, Format: Querformat | Prod.-Nr.: 6124 | Produziert: 2014-05-05

Copyright: VBS/DDPS - ZEM | Urheber: Ulrich Liechti


Bild
Zitat:
Schützenpanzer 2000 (SPz 2000)

Medienträger: Digital | Medientyp, Format: Querformat | Prod.-Nr.: 6124 | Produziert: 2014-05-05

Copyright: VBS/DDPS - ZEM | Urheber: Ulrich Liechti


Bild
Zitat:
Radschützenpanzer 93 (Spz 93) Piranha

Medienträger: Digital | Medientyp, Format: Querformat | Prod.-Nr.: 6124 | Produziert: 2014-05-05

Copyright: VBS/DDPS - ZEM | Urheber: Ulrich Liechti


Bild
Zitat:
Radschützenpanzer 93 (Spz 93) Piranha

Medienträger: Digital | Medientyp, Format: Querformat | Prod.-Nr.: 6124 | Produziert: 2014-05-05

Copyright: VBS/DDPS - ZEM | Urheber: Ulrich Liechti


Bild
Zitat:
Radschützenpanzer 93 (Spz 93) Piranha

Medienträger: Digital | Medientyp, Format: Querformat | Prod.-Nr.: 6124 | Produziert: 2014-05-05

Copyright: VBS/DDPS - ZEM | Urheber: Ulrich Liechti

    VBS Mediathek


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BeitragVerfasst: 29. Okt 2015, 09:36 

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MEIER Christoph: FIS HEER in der mobilen Anwendung: ein Prinzipversuch beim Pz Bat 29 (ASMZ 11/2015)

Zitat:
Anwendung

Theoretisch kann jeder Fahrzeugkommandant mit seinem Touchscreen Meldungen im System vermerken. Da er hierfür im Gefecht jedoch kaum Zeit hat, werden diese nach wie vor mit der Stimme am Funk abgesetzt. Auf der Kompanieebene sammelt eine Besatzung von Führungsstaffelsoldaten die Meldungen auf ihrem dafür eingerichteten «FIS HEER Duro». Ein Offizier der Kompanie überprüft sie auf die taktische Richtigkeit, anschliessend gehen die Meldungen per System sofort zu den Kampffahrzeugen (rasche Grobinformation zum Status der Frontlinie) und zum Nachrichtenoffizier des Bataillons. Dieser sammelt sie, überprüft sie erneut, eruiert Doppelmeldungen und gibt die Informationen schlussendlich frei, wonach sie der Brigade und sämtlichen Teilnehmern im Bataillon zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird die Position eines jeden eigenen Gefechtsfahrzeuges in nahezu Echtzeit übermittelt. Logistische Meldungen können ebenfalls direkt im System vermerkt werden, was dem Logistikoffizier ein aktuelleres Bild verschafft. Die Anwendung ist also durchaus mit jener der bestehenden Funknetze zu vergleichen: Pro Stufe ein Netz, Meldungen gehen gesammelt an die nächste Stufe.

Stärken

Taktisch ist der Mehrwert immens. Der Funk wird entlastet, wodurch sich Vorgesetzte mehr auf die Entschlussfassung konzentrieren können; Zusätzlich gehen weniger Meldungen und Alarmierungen unter; Während einem Angriff müssen fast keine Koordinationsmassnahmen zur Formation vorgenommen werden, da alle Teilnehmer ihre Position und die Position ihrer Nachbarn sehen; Das Lagebild ist einheitlich, aktuell und von mehreren Spezialisten überprüft; die Einsatzbereitschaft unterstellter Verbände ist jederzeit einsehbar.

Diese Faktoren lassen rasch darauf schliessen, dass im Einsatz Zeit und Präzision gewonnen werden. Früher schilderte der Bataillonskommandant per Funk, wo sich der Gegner und seine Spitzenelemente befinden. Die Kompaniekommandanten mussten das herunterbrechen und weitermelden, es geschahen Missverständnisse wegen schlechter oder keiner Verbindung und das Bataillon blieb länger stehen. Heute kann der Nachrichtenoffizier die Meldung frei geben und jeder weiss, wo der Gegner in welcher Stärke vermutet wird bzw. verifiziert ist.

Aber auch ohne Gegner kann sich der Verband selbst in Schwierigkeiten bringen. Beherrscht ein Zugführer oder gar ein Kompaniekommandant das Kartenlesen nicht, so kann dieser die Formation des gesamten Bataillons auseinanderreissen und der Angriff gerät ins Stocken. Mit dem FIS HEER passiert das weniger, da die Position der eigenen Verbände sichtbar ist und rasch Einfluss genommen werden kann.

Weiter vereinfacht das System das Bergen von beschädigten Fahrzeugen, da der Logistik die genauen Standorte bekannt sind. Gleiches gilt für Verletzte und Gefallene. Zu guter Letzt bietet das System eine Redundanz zu bestehender Kommunikation. Wenn bis anhin ein Funkgerät einen Defekt erlitt, hatte die betroffene Gruppe keine Informationen ausser dem Blickkontakt zum nächsten Chef. Mit dem FIS HEER sieht sie die Bewegung weiter entfernter Nachbarn, was auf den Entschluss des Vorgesetzten schliessen lässt, und kann sich dank dem weiterhin bestehenden Lagebild besser in eine Aktion integrieren oder sich sinnvoller zurückziehen.

Schwächen

Das FIS HEER ist zum aktuellen Zeitpunkt noch benutzerunfreundlich. Wenn denn die Fahrzeuge einmal von den Besatzungen richtig programmiert und vorbereitet sind, dann funktioniert es relativ stabil. Hierfür muss der Wagenkommandant jedoch eine enorme Checkliste abarbeiten, Daten laden und sein Fahrzeug mit der nächsthöheren Stufe synchronisieren. Je mehr Fahrzeuge integriert werden müssen, desto komplexer wird es. So hat die Erfahrung gezeigt, dass ein Zug etwa zwei Stunden braucht, bis alle Systeme konfiguriert sind. Auf Kompanieebene braucht man drei bis vier Stunden und für die Volltruppenübung des Bataillons wurde ein ganzer Tag für die Konfiguration benötigt. Somit ist ca. ein Viertel der Ausbildungszeit des Bataillons verloren gegangen. Beim Gespräch mit der Truppe war die Frustration zu spüren. Die motivierten Kader und Soldaten verstanden zwar die Notwendigkeit und den Mehrwert des Systems, begriffen jedoch nicht, wieso man in der heutigen Zeit nicht eine einfachere Lösung für die Konfiguration finden könne. Insbesondere Informatiker meldeten sich häufig zu Wort: «einen einheitlichen Stick mit der Grundkonfiguration für alle, einen Teilnehmercode für jeden Fahrzeugkommandanten und die Sache ist in einer halben Stunde erledigt.» Diese Darstellung dürfte etwas gar vereinfacht sein, das Optimum wird wohl
irgendwo in der Mitte liegen. Es besteht jedoch Handlungsbedarf: Nebst dem FIS HEER gibt es andere Systeme, die der Vorbereitung bedürfen. Beim einfachsten Beispiel, dem Panzerzug, gehen etwa 45 Minuten für die Gefechtsbereitschaft des eigentlichen Fahrzeuges verloren, hinzu kommt in etwa gleich viel Zeit für die Vorbereitungen des Gefechtssimulators in Bure. Nicht alle Arbeiten können parallel zur Vorbereitung des FIS HEER stattfinden. Wenn wir es also nicht schaffen, die Vorbereitungszeit drastisch zu senken, so stehen wir in der Gefahr, eine «Phase-Null-Armee» zu werden. Die Ausbildungszeit ist sowieso schon knapp. Wird diese noch weiter verkürzt, nützt uns auch das beste Informationssystem nichts, denn die Soldaten beherrschten so die Technik und die Kader die Taktik nicht.

Hinzu kommt, dass die Rekruten noch nicht am System ausgebildet werden. Das ist durchaus normal, da es noch keine definitive Version gibt und noch nicht genügend Fahrzeuge umgerüstet sind. Es muss also im WK ausgebildet werden. Die starke Fluktuation der Einrückungspflichtigen wegen Dienstverschiebungen und Neueinteilungen (ca. 30%–50%) und die Tatsache, dass ein Panzerbataillon nur alle zwei Jahre in Bure übt, bedeuten, dass in Zukunft immer wieder auf dem Ausbildungsstand null begonnen werden muss.



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BeitragVerfasst: 22. Jul 2016, 15:40 

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BeitragVerfasst: 10. Jan 2017, 19:46 

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Definitiver Verzicht auf Teilbereich des Führungsinformationssystems Heer

Zitat:
Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hat entschieden, das Führungsinformationssystem Heer definitiv nicht mit mobiler Telekommunikation auszubauen. Damit kommt das System weniger tief, mit der Nutzung in allen grossen Verbänden und allen Truppen aber breiter als ursprünglich geplant zum Einsatz.

Das Führungsinformationssystem Heer (FIS HE) funktioniert im stationären und halbmobilen Betrieb bis auf Stufe Kompanien (Einsatztiefen 1 bis 3) einwandfrei. Das belegen Einsätze der Armee – etwa im Rahmen der Fussball-Europameisterschaft 2008 oder der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels 2016 – und zahlreiche Übungen. Es wird in allen grossen Verbänden und allen Truppenkörpern genutzt. Damit erfolgt der Einsatz breiter als ursprünglich geplant, da ursprünglich lediglich die Ausrüstung spezifischer grosser Verbände und Truppenkörper vorgesehen war.

Im mobilen Betrieb bei den Stufen Züge und Einzelfahrzeuge (Einsatztiefen 4 und 5) funktioniert das System jedoch mit den militärischen Telekommunikationsmöglichkeiten nicht in der erforderlichen Zeit. FIS HE kommt somit nicht in der ursprünglich geplanten Tiefe zum Einsatz, das heisst zum Beispiel aus fahrenden Fahrzeugen. Grund dafür ist die fehlende Bandbreite der vorhandenen militärischen Übermittlungsgeräte. Insbesondere die taktischen Funkgeräte können die anfallende Datenmenge nicht in der erforderlichen Zeit übertragen. Aus diesem Grund war bereits nach dem 1. und 2. Ausbauschritt (Rüstungsprogramme 2006 und 2007) auf den 3. Ausbauschritt (Rüstungsprogramme 2009 und 2010) im Umfang von mehreren 100 Millionen Franken verzichtet worden. 2012 informierte das VBS die Sicherheitspolitischen Kommissionen zudem darüber, die Einsatztiefe bis auf Weiteres auf den stationären und halbmobilen Betrieb bis Stufe Kompanien (Einsatztiefe 1 bis 3) zu beschränken. Nun verzichtet das VBS definitiv auf den Einsatz bis Stufe Züge und Einzelfahrzeuge (Einsatztiefen 4 und 5). Grund für diesen definitiven Verzicht ist die Tatsache, dass auch militärische Funkgeräte der neusten Generation zu wenig Bandbreite haben und somit absehbar keine technisch befriedigende Lösung möglich ist. Von den ursprünglichen Investitionen von insgesamt rund 700 Millionen Franken müssen schätzungsweise 125 Millionen abgeschrieben werden. Dies, weil teilweise bereits Vorausmassnahmen ergriffen und Teile der Stufen 4 und 5 für Erprobungszwecke umgesetzt worden sind.

Mit dem definitiven Verzicht bei den Stufen Züge und Einzelfahrzeuge erfolgt eine Fokussierung des Einsatzes und damit auch der Ausbildung von FIS HE. Die reduzierte Einsatztiefe und die Optimierung des Materialeinsatzes stellt gemäss den Grundsätzen der Weiterentwicklung der Armee (WEA) die permanente Führungsfähigkeit der Bodentruppen, die Bereitschaft und Lageverfolgung in allen Lagen sowie armeeweit die einheitliche Ausbildung der Bodentruppen sicher. FIS HE soll kostenoptimiert bis zum systembedingten Lebensende im Jahre 2025 weiter betrieben werden.



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BeitragVerfasst: 26. Okt 2017, 22:45 

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FIS Heer – ein Phantom?



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