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Schweiz: Erste Schritte zur F-5E Tiger-Nachfolge

Wehrtechnik & Rüstung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
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Robert T
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Schweiz: Erste Schritte zur F-5E Tiger-Nachfolge

Beitrag von Robert T » 29. Jun 2007, 17:39

Geld für neuen Kampfjet - Bundesrat ermöglicht vertiefte Abklärung
Der Bundesrat hat einen Kredit bewilligt, damit das VBS den Teilersatz der Tiger-Flotte genauer prüfen kann.

Das Verteidigungsdepartement darf für die Beschaffungsplanung eines neuen Kampfflugzeuges 8 Millionen Franken ins Budget 2008 einbauen. Dazu hat der Bundesrat gestern grünes Licht gegeben. Die 8 Millionen sind Teil des Kredits für Projektierung, Erprobung und Beschaffungsvorbereitung (PEB), der sich auf insgesamt 236 Millionen beläuft. Damit könne ab 2008 ein eigentliches Beschaffungsprojekt zur teilweisen Ablösung der 54 Tiger-Kampfjets gestartet werden, teilte das VBS mit.

2,5 Milliarden Franken?

Diese Flugzeuge seien in wenigen Jahren am Ende ihrer technischen Lebensdauer. Vom Himmel nehmen will sie das VBS in den Jahren 2013 bis 2015. Um die «Kompetenz für die Luftkampfführung» und die «Fähigkeit für den Luftpolizeidienst» zu erhalten, braucht es dem VBS zufolge nach dem Ausscheiden der Tiger-Flotte mehr Kampfflugzeuge als die verbleibenden 33 F/A-18.

Laut Insidern gibt es für die Flugzeugbeschaffung ein inoffizielles Kostendach von 2 bis 2,5 Milliarden Franken. Bei Stückkosten von rund 100 Millionen Franken entspräche dies 20 bis 25 neuen Flugzeugen. Geprüft wird auch der Kauf von Occasionmaschinen. Mit Blick auf einen allfälligen Kauf eines fabrikneuen Jets hat das VBS im letzten Jahr die neue F/A-18-Generation grob getestet, zusammen mit dem schwedischen Gripen, der französischen Rafale und dem Eurofighter, einem Kooperationsprodukt der Deutschen, Briten, Italiener und Spanier.

Stimmt das Parlament dem Projektierungskredit im Rahmen des Budgets 2008 zu, können die verschiedenen Varianten zum Teilersatz der Tiger-Flotte vertieft geprüft werden. Ob die Schweiz aber tatsächlich schon bald neue Kampfflugzeuge kauft, ist unsicher. Von den bürgerlichen Parteien hat sich gestern keine zu Wort gemeldet und auf Vorrat Support zugesichert. Die SP will schon nur den Kredit für die vertieften Abklärungen verhindern, und die GSoA kündigt prophylaktisch eine Volksinitiative an. (paf)

Ich wünsch den Schweizern mehr Glück! 2,5 Mrd Franken sind übrigens nur etwa 1,5 Mrd Euro - kein allzu hohes Finanzierungsdach, wenn damit die Systemkosten gemeint sind. Das bewegt sich in etwa auf Österreich-Niveau. Und wollte die Schweiz nicht auf insgesamt 33 Kampfflugzeuge zu den 33 F-18 beschaffen?
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Beitrag von Cyclop » 18. Jan 2008, 16:23

VBS, Bereich Verteidigung hat geschrieben:Tiger-Teilersatz: Vier Flugzeughersteller zu Offerten eingeladen
17.01.2008

Das VBS hat die vier Flugzeughersteller Boeing, Dassault, EADS und Gripen International am 7. Januar 2008 eingeladen, ihre ersten Offerten für einen Teilersatz der Tiger-Kampfflugzeuge bis Mitte dieses Jahres einzureichen. Die Flugerprobung wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte stattfinden.

Das Parlament hatte in der Wintersession 2007 einem Kredit von acht Millionen Franken zur Evaluation eines Kampfflugzeugs als Ersatz für die Tiger (Tiger-Teilersatz, TTE) zugestimmt. Die Flugzeuge des Typs F-5 "Tiger" erreichen in den kommenden Jahren ihr Nutzungsende. Der in den sechziger und siebziger Jahren konzipierte Kampfjet basiert auf mittlerweile veralteter Technologie und genügt den Anforderungen für den Luftpolizeidienst nicht mehr.

Die Fähigkeit, den Luftraum zu überwachen, zu kontrollieren und zu verteidigen, ist für die Behauptung der Souveränität des Staates zentral, und sie muss - ganz besonders von einem neutralen Staat - mit eigenen Mitteln wahrgenommen werden.

Ohne Ersatz der F-5-Tiger würde die Durchhaltefähigkeit bei der Wahrung der Lufthoheit, beim Luftpolizeidienst und bei der Luftverteidigung massiv verringert. Mit 33 F/A-18 allein könnte eine ständige Präsenz (rund um die Uhr) von vier Flugzeugen in der Luft nur etwa zwei Wochen durchgehalten werden.

Am 7. Januar 2008 wurden nun vier Firmen (Boeing, Dassault, EADS, Gripen International) eingeladen, ihre ersten Offerten Mitte 2008 einzureichen. Die Flugerprobung in der Schweiz wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2008 stattfinden. Auf Grund der Evaluationsergebnisse und in Abwägung verschiedener Faktoren wird das VBS dem Bundesrat einen Typ und ein Beschaffungsvolumen beantragen. Es ist vorgesehen, dem Parlament die Beschaffung des Tiger-Teilersatzes mit dem Rüstungsprogramm 2010 zu beantragen.

Für die Beschaffungskosten des Tiger-Teilersatzes und die zusätzlich für die Pilotenausbildung notwendigen PC-21 kann aus dem ordentlichen Budget des VBS für 2010 ein Rüstungsprogramm von rund 2,2 Milliarden Franken bereitgestellt werden. Es wird im Rahmen der nun anlaufenden Evaluation darum gehen, ein für dieses Kostendach bestmögliches Gesamtpaket zu evaluieren und aufzuzeigen, welche Fähigkeiten und Durchhaltefähigkeit mit einer solchen Investition realisiert werden können.

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Re: Schweiz: Kam F-5E Tiger-Nachfolge

Beitrag von Cyclop » 15. Mai 2008, 13:02

Schweizer Luftwaffe hat geschrieben: Evaluation für den Tiger-Teil-Ersatz läuft planmässig – Flugzeughersteller Boeing verzichtet.
30.04.2008
Am 7. Januar 2008 hat das VBS die vier Flugzeughersteller Boeing, Dassault, EADS und Gripen International eingeladen, Offerten für einen Teilersatz der Tiger-Kampfflugzeuge bis Mitte des Jahres einzureichen. Mit einem Schreiben vom 30. April hat der amerikanische Hersteller Boeing nun auf eine Offert-Einreichung verzichtet. Die Evaluation für den Tiger-Teil-Ersatz läuft planmässig weiter.
Zu Beginn des Jahres hat das VBS die Flugzeughersteller Boeing (USA), Dassault (Frankreich), EADS (europäisches Konsortium) und Gripen International (Schweden) zur Abgabe einer Offerte eingeladen. Die Offerten müssen bis Mitte des Jahres an armasuisse, dem Beschaffungs- und Technologie-Kompetenzzentrum des VBS abgegeben werden. Am 30. April 2008 hat nun Boeing der armasuisse mitgeteilt, dass sie auf ein Angebot für den F/A-18E/F im Rahmen der Evaluation verzichtet.

Das VBS bedauert

Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) bedauert den Entscheid von Boeing, da sich die 33 F/A-18C/D des gleichen Herstellers in der Schweiz ausgezeichnet bewährt haben.
Boeing versichert, dass der Verzicht auf eine Offerte für den Tiger-Teil-Ersatz nichts daran ändern wird, die Schweiz beim Betrieb und der Modernisierung der C/D Modelle weiterhin voll zu unterstützen. Dies insbesondere im Zusammenhang mit der laufenden Ergänzung der Ausrüstung (Rüstungsprogramm 03) sowie dem geplanten Erhalt der Fähigkeiten (Rüstungsprogramm 08).

Die nächsten Schritte

Die Planung und Vorbereitung der Flug- und Bodenversuche mit den drei Kandidaten in der zweiten Jahreshälfte in der Schweiz läuft weiter planmässig. Im Rahmen der Evaluation wird das integrierte VBS Projektteam in den nächsten Wochen die verbleibenden drei Firmen besuchen und sich im Hinblick auf die Erprobung der Flugzeuge und Auswertung der Offerten in der zweiten Jahreshälfte über die Systeme und deren Eigenschaften informieren

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Re: Schweiz: Erste Schritte zur F-5E Tiger-Nachfolge

Beitrag von Cyclop » 18. Jun 2008, 09:07

vbs.admin.ch hat geschrieben:Flug- und Bodenerprobung der drei Kandidaten

In der zweiten Jahreshälfte 2008 findet ab dem Militärflugplatz Emmen die Flug- und Bodenerprobung für die Nachfolge des F-5E/F Tiger – den so genannten Tiger-Teilersatz – statt. Jeweils während rund vier Wochen wird jeder der drei Kandidaten – Gripen, Rafale und Eurofighter – in einem strengen Auswahlverfahren getestet. Die Evaluation wird durch armasuisse geleitet und zusammen mit der Luftwaffe durchgeführt.
Die Flug- und Bodenerprobungen beginnen am 28. Juli mit dem ersten Kandidaten, dem schwedischen Grippen. Diesem Flugzeug folgt im Oktober der französische Rafale und mit dem Eurofighter finden die Flug- und Bodenerprobungen anfangs Dezember ihr Ende.
Neben weiteren Kriterien, wie beispielsweise die Beschaffungskosten je Flugzeug, Instandhaltung, Anpassung der vorhandenen Infrastruktur oder die Lärmentwicklung bilden diese Flug- und Bodenerprobungen einen zentralen Eckpfeiler im gesamten Evaluationsprozess. In den geplanten Tests geht es unter anderem darum, das gesamte Fähigkeitsspektrum jedes Kandidaten zu prüfen, sowie die operationelle Wirksamkeit im Flug und die operationelle Eignung am Boden zu überprüfen.

Flug- und Bodenversuche
Im Rahmen der Erprobung werden pro Kandidat zirka 30 Flüge durchgeführt. Zu diesem Zweck stellt jede Herstellerfirma zwei Doppelsitzer in der von armasuisse gewünschten Konfiguration zur Verfügung. Die Flugzeuge werden von Testpiloten der armasuisse und der Luftwaffe im Beisein eines Testpiloten des Herstellers geflogen. Die Flüge finden in der Regel ab dem Militärflugplatz Emmen statt. Die Militärflugplätze Meiringen, Sion und Payerne werden ebenfalls angeflogen. Die Testszenarien sind für alle drei Kandidaten identisch.
Die Luftwaffe unterstützt die Evaluation mit jeweils rund 50 Einsätzen von F-5E/F und
F/A-18C/D zur Zieldarstellung und für den Verbandsflug. Es werden ebenfalls Nacht- und Überschallflüge durchgeführt. Die Flüge im Rahmen der Evaluation sind Bestandteil der bestehenden Flugkontingente und führen zu keinem zusätzlichen Flugaufkommen auf den entsprechenden Flugplätzen. Die Evaluation findet unter der Verantwortung von armasuisse, dem Kompetenzzentrum für Beschaffung, Technologie, Immobilien und Geodaten des VBS statt.

Zeitfenster der Flugversuche in der Schweiz
Die Zeitfenster für die drei Kandidaten sind:
Saab Gripen: 28.07. bis 22.08.2008 Medienanlass: 12.08.2008
Dassault Rafale: 13.10. bis 07.11.2008 Medienanlass: 28.10.2008
EADS Eurofighter: 10.11. bis 05.12.2008 Medienanlass: 25.11.2008

Wie geht es anschliessend weiter?
Nach Abschluss der Flug- und Bodenerprobung werden die gesammelten Daten ausgewertet und die Hersteller zu einer zweiten Offertanfrage eingeladen. Nach Abgabe der Offerte und des anschliessenden Evaluationsberichtes im Mai 2009 ist die Typenwahl im Juli 2009 geplant.

Hinweis für die Medien:
Für jeden Kandidaten ist ein Medienanlass auf dem Militärflugplatz Emmen geplant. Die Teilnahme an diesem Medienanlass setzt eine Akkreditierung voraus, da der Anlass innerhalb des Militärflugplatzes in einem gesicherten Umfeld stattfindet.

Unter der Internetadresse www.armasuisse.ch / Aktuell / Veranstaltungen (Medien) wird demnächst ein Kontaktformular aufgeschaltet. Nach der Registrierung werden die angemeldeten Personen rechtzeitig informiert.

Hinweis für Nichtmedienvertreter (Spotter):
Im Rahmen der Flug- und Bodenerprobungen ist ein kurzer Anlass auf dem Militärflugplatz Emmen aber ausserhalb der gesicherten Zone geplant. Der Zugang zu den Flugzeugen ist nicht möglich.

Quelle: http://www.vbs.admin.ch/

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Re: Schweiz: Erste Schritte zur F-5E Tiger-Nachfolge

Beitrag von Cyclop » 27. Nov 2008, 08:58

Jürg Weber, Projektleiter bei Armasuisse: «Die Anbieter sind eingeladen, zwei Offerte einzureichen: Eine für eine Stückzahl von 22 Flugzeugen und eine für ein Budget von 2,2 Milliarden Franken» und «Das Thema Occasion ist nicht vom Tisch» (Gemeint ist der Kauf von gebrauchten Flugzeugen)
http://www.bazonline.ch/schweiz/standar ... y/23455141

2,2 Mrd. Franken sind nur etwa 1,4 Mrd. Euro - wenn das die gesamten Systemkosten sind dann sehe ich schwarz für das Projekt. 15, teilweise gebrauchte Eurofighter ohne Extras gehen sich nach unseren Erfahrungen aus ;-)

Milizler
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Re: Schweiz: Erste Schritte zur F-5E Tiger-Nachfolge

Beitrag von Milizler » 27. Nov 2008, 09:20

Auch die Schweiz hat die selben Probleme wie Österreich anscheinend! Der Wille wird auch hier immer geringer!

Zumindest haben wir noch einen weitern Punkt mit der Schweiz gemeinsam: Sport im Verteidigungsressort :-D
Beordert bei 1./JgB NÖ

theoderich
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Re: Schweiz: Erste Schritte zur F-5E Tiger-Nachfolge

Beitrag von theoderich » 18. Jan 2009, 13:58

Auf FlugRevue.de:

Wettbewerb: Schweiz will 22 neue Kampfflugzeuge

16. Januar 2009 - Wie geplant hat die Schweizer armasuisse die Herstellerfirmen Dassault (Rafale), EADS (Eurofihgter) und Saab (Gripen) zu einer zweiten Angebotsrunde für einen neuen Fighter eingeladen. In der abgeänderten Offertanfrage werden Angebote für 22 Flugzeug gefordert. Zusätzlich gibt armasuisse das Budget von CHF 2,2 Mrd vor und frägt an, wie viele Flugzeuge für diesen Betrag geliefert werden können.

In die aufdatierte Offertanfrage sind die aus der Flug- und Bodenerprobung sowie aus der Auswertung der ersten Offerte gesammelten Erkenntnisse und Daten eingeflossen. Dazu gehören Funktionen und Leistungen, die den militärischen Anforderungen nicht gerecht werden. armasuisse will den Herstellern die Möglichkeit geben, diesbezüglich Verbesserungen vorzuschlagen. Auch auf weiteren Gebieten werden Verbesserungen angestrebt.

Eine Priorisierung bei der militärischen Kooperation soll dazu beitragen, den Spitzenbedarf an Piloten bei der Einführung der neuen Flugzeuge zu decken. Ferner wird angefragt, mit einer TTE Staffel während der Monate Juni, Juli und August ab einer Basis im Herstellerland zu trainieren.

Auch für die Minimierung der Betriebskosten und die Sicherstellung der Kompetenzen der Schweizer Industrie bei den Luftfahrttechnologien werden neue Wege geprüft. Eine strategische Kooperation zwischen den Flugzeugfirmen, armasuisse und der Schweizer Luftfahrtindustrie soll dazu beitragen, dass sich die Schweiz an Weiterentwicklungen des TTE beteiligen kann. Weiter werden im Unterhaltsbereich Wege gesucht um Kosten zu senken.


Wenn ich mich nicht verrechnet habe, beträgt das vorgesehene Budget für den TTE ca. 1,48 Mrd. Euro, der Eurofighter ginge sich da wahrscheinlich schon nicht mehr aus, nicht einmal mehr in der "österreichischen Lösung" mit 15 Maschinen und extrem reduzierter Ausstattung. Die Rafale dürfte bei diesem Finanzrahmen ebenfalls ausscheiden, bliebe also nur noch der Gripen.

Und eine weitere neue Meldung zum TTE:

Militärausgaben: Schweiz überdenkt Kampfjetkauf
01.03.2009 | 18:58 | (Die Presse)

Neue Jagdflugzeuge könnten Sparmaßnahmen zum Opfer fallen.

bern (APA). Der Kauf von Kampfjets ist keine populäre Sache. Diese Erfahrung haben auch mehrere heimische Regierungen machen müssen. In Krisenzeiten haben aber selbst die sonst so militärfreundlichen Schweizer Probleme, einen derart teuren Ankauf gutzuheißen. Der neue Armeechef, Korpskommandant Andre Blattmann, erwägt deshalb einen Verzicht auf die Kampfflugzeuge. Neben den finanziellen Problemen gibt es nämlich eine Bürgerinitiative, die gegen die Anschaffung Sturm läuft.

Mit dem Kauf neuer Jagdflieger wollte die Schweizer Luftwaffe die 54 F5E-Tiger II Kampfjets ersetzen, von denen einige leihweise in Österreich ihren Dienst taten. Als mögliche Nachfolger galten französische Rafale, Eurofighter oder schwedische Grippen. Für den Kauf wurden rund 47 Millionen Euro veranschlagt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.03.2009)


DATE:26/03/09
SOURCE:Flight International

Switzerland to slip fighter selection by six months

Swiss defence minister Ueli Maurer has announced a six-month delay to the nation's selection process for a Northrop F-5 fighter replacement, pushing a decision back to at least January 2010.

The Swiss air force late last year completed extensive evaluations of three candidate airframes: the Dassault Rafale, Eurofighter Typhoon and Saab Gripen. It is notionally seeking up to 33 new aircraft to replace its F-5s (single-seat examples below) under a requirement pegged at $1.9 billion.

Maurer, who assumed his post in January, has requested extra time for the completion of a review of Swiss security policy that had originally been scheduled for completion in mid-2009. "A report will be on the table in December," a defence ministry source says, adding: "It would be stupid to make a fighter selection any sooner."

Local reports that claim the decision has been delayed because of a diplomatic spat with Germany are "media fantasy", the source says. EADS Deutschland is leading the Typhoon sales campaign in Switzerland, hoping to build on its export success with neighbouring Austria.

The three bidding companies will be asked to submit best and final offers for the fighter deal "in the summer", the source says, but the requirement will not be reopened to other candidates.



http://www.flightglobal.com/articles/2009/03/26/324421/switzerland-to-slip-fighter-selection-by-six-months.html

Tiger-Teilersatz: Zweite Offerte an armasuisse übergeben
17.04.2009

Am 17. April 2009 haben die drei Herstellerfirmen EADS, Saab und Dassault ihre zweite Offerte für den Teilersatz der F-5 Tiger fristgerecht an armasuisse übergeben.

Für die zwei restlichen Module "Strategische Kooperation" und "Portfolio Schweizer Industrieprogramm" hat armasuisse den Herstellerfirmen eine Verlängerung der Abgabefrist eingeräumt. Das Modul “Strategische Kooperation“ war in der, im Januar 2008 den Herstellerfirmen abgegebenen, ersten Offertanfrage noch nicht enthalten. Und an das Modul “Portfolio Schweizer Industrieprogramm“ wurden gegenüber der ersten Offertanfrage erhöhte Anforderungen an die Qualität der Vorschläge gestellt. Aus diesen Gründen benötigen die Herstellerfirmen mehr Zeit, um ihre Offerten für die verbleibenden beiden Module zu erarbeiten. Die Offerten für die beiden ausstehenden Module werden durch die Flugzeugfirmen am 29. Mai 2009 eingereicht.

Der weitere Fahrplan
Es ist vorgesehen, die Typenwahl für einen Nachfolger des F-5 Tiger Anfang 2010 vorzunehmen. Vorher - voraussichtlich im Dezember 2009 - will der Bundesrat den sicherheitspolitischen Bericht verabschieden. Dadurch erfährt der Evaluationsbericht eine Verschiebung und wird neu bis Dezember 2009 fertig gestellt. Die zusätzlich zur Verfügung stehende Zeit wird für die Auswertung der Offerten und für weitere Verhandlungen mit den Herstellern genutzt.

Lärmmessungen
Im Auftrag der armasuisse hat die Empa im Rahmen der Flugerprobung 2008 Lärmmessungen durchgeführt. Die Auswertung dieser Daten ist noch im Gange. Nach Vorliegen der Resultate informiert das VBS.



Quelle: http://www.vbs.admin.ch/internet/vbs/de/home/documentation/news.html

DefenseIndustryDaily.com schreibt:

June 8/09 The Group for Switzerland without an Army hands in 107,000 signatures to the federal authorities, in support of a referendum initiative to block replacement of Switzerland’s fighter jet fleet.

A national referendum in Switzerland requires 100,000 signatures from eligible voters, in a country that had about 7.4 million residents in 2004. SwissInfo story.


Und die armasuisse vermeldet einen weiteren Fortschritt bei der Beschaffung:

Tiger-Teilersatz: Einreichung der Module "Portfolio Schweizer Industrieprogramm" und "Strategische Kooperation"

29.05.2009

Fristgerecht haben die drei Herstellerfirmen EADS, Saab und Dassault die beiden letzten Module der armasuisse übergeben. Diese vervollständigen die zweite Offerte für den Tiger-Teilersatz (TTE), welche am 17. April 2009 eingereicht wurde.

armasuisse hatte im Rahmen der aufdatierten Offertanfragen im Januar 2009 die drei Hersteller der TTE-Kandidaten angefragt, konkrete Vorschläge für das Portfolio für das Schweizer Industrieprogramm (SIP) sowie für die strategische Kooperation zwischen dem jeweiligen Hersteller, RUAG Aerospace und armasuisse zu unterbreiten. Ziele des SIP sind der Technologie-Transfer und nachhaltige industrielle Kooperationen. Die strategische Kooperation soll die Lebenswegkosten minimieren und die Luftfahrttechnologien zur Unterstützung der Schweizer Luftwaffe langfristig sichern.

Für die beiden Module "Portfolio Schweizer Industrieprogramm" und "Strategische Kooperation" hatte armasuisse den Herstellerfirmen eine Verlängerung der Abgabefrist eingeräumt. An das Modul "Portfolio Schweizer Industrieprogramm" wurde gegenüber der ersten Offertanfrage erhöhte Anforderungen an die Qualität der Vorschläge gestellt. Das Modul "Strategische Kooperation" war in der ersten Offertanfrage noch nicht enthalten.

DDer weitere Fahrplan
Am 25. März hatte der Bundesrat den weiteren Fahrplan für den TTE festgelegt. Er hatte das VBS beauftragt, dem Bundesrat den Bericht über die Sicherheitspolitik im Dezember 2009 vorzulegen. Anfang 2010 soll die TTE-Typenwahl erfolgen.


Hier noch ein paar Fotos von der Erprobung:

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Überprüfung der Zielsetzungen der Armee
Bericht des Bundesrates an die Bundesversammlung
gemäss Artikel 149b des Militärgesetzes

vom 13. Februar 2008

4.2 Ersatz der Kampfflugzeuge F-5 Tiger

Zum Erhalt der Fähigkeit zum Luftpolizeidienst und der Kompetenz zur Kampfführung in der Luft muss die Flotte der 54 Kampfflugzeuge F-5 Tiger abgelöst werden. Die in den 1970er Jahren konzipierten Flugzeuge in der Schweizer Konfiguration erreichen in wenigen Jahren nach rund 30 Jahren Einsatz das Ende ihrer technischen Lebensdauer. Zudem erfüllen sie die Anforderungen an die Kampfführung in der Luft nicht mehr. Sie genügen selbst den technologischen Mindestanforderungen für den Luftpolizeidienst nicht mehr, da sie nicht nacht- und allwettertauglich sind. Ihr Ausscheiden ist für die Jahre 2013–2015 vorgesehen.

Zur Vorbereitung der Beschaffung eines Ersatzes (in geringerer Anzahl als die 54 Tiger, also ein Teilersatz) sind bis heute je fünf informelle Planungs-Meetings mit den Firmen Boeing, Dassault, EADS und Gripen International durchgeführt worden. Nach heutigem Kenntnisstand kann jede dieser vier Firmen ein Flugzeug anbieten, das die durch die Ausserdienststellung der F-5 Tiger entstehende Lücke schliessen könnte.

Da die Fähigkeit zum Luftpolizeidienst täglich gefordert wird und damit auch den grössten Einfluss auf die Mindestzahl der benötigten Flugzeuge hat, wurde zu deren Festlegung ein Luftpolizei-Szenario gewählt und vorgegeben. Die in der Zwischenzeit von den vier Firmen erhaltenen Resultate ihrer Modell-Berechnungen haben die Berechnungsgrundlagen, Ableitungen, Annahmen und vor allem auch die Erfahrungen (aus Einsätzen wie während des WEF) unserer Luftwaffe hinsichtlich der Mindestzahl an Flugzeugen zur Sicherstellung des Luftpolizeidienstes bestätigt.

Am 27. Juni 2007 ermächtigte der Bundesrat das VBS, mit dem Voranschlag 2008 im Rahmen des Budgets Projektierung, Erprobung und Beschaffungsvorbereitung (PEB) einen Kredit von 8 Millionen Franken für das Vorhaben Ersatz der F-5 Tiger zu beantragen. Das Projekt wird mit einer Offertanfrage an die Firmen Anfang 2008 gestartet. Für die zweite Hälfte 2008 sind die Flugerprobungen mit den vier Flugzeugkandidaten in der Schweiz geplant.

Die Beschaffung des Tiger-Ersatzes steht in engem Zusammenhang mit dem Vorhaben Fähigkeitserhalt F/A-18, das für das Rüstungsprogramm 2008 geplant ist. Dies insbesondere deshalb, weil beide Systeme während mindestens 15 Jahren zusammen die Wahrung der Lufthoheit und den Erhalt der Kernkompetenz Luftverteidigung sicherstellen müssen. Ferner gilt es, minimale Kompetenzen in den Bereichen Luftaufklärung und den Einsatz Luft–Boden aufzubauen und zu erhalten.

Das Vorhaben Tiger-Ersatz ist gemäss Planung für das Rüstungsprogramm 2010 vorgesehen. Die Finanzierung kann im Rahmen des Finanzplans erfolgen. Als Kompensation ist vorgesehen, 2011 auf ein Rüstungsprogramm zu verzichten.



ARMEE aktuell. Zeitschrift für die Angehörigen der Schweizer Armee, Nr. 2/Dezember 2006 hat geschrieben:Vorhabensplanung Luftpolizeidienst und Luftkriegsführung
Schutz des Schweizer Luftraums nach 2010

Die 54 Tiger Kampfflugzeuge der Schweizer Luftwaffe erreichen 2010 das Ende ihrer operationellen Lebensdauer. Mit ihrem Ausscheiden öffnen sich im Schweizer Luftraum Lücken, die mit den verbleibenden 33 F/A-18 allein nicht geschlossen werden können. Die Vorhabensplanung Kampfflugzeug zum Erhalt der Fähigkeiten Luftpolizeidienst und Luftkriegsführung soll aufzeigen, wie dieses Defizit behoben werden könnte. Eine Übersicht über den aktuellen Stand.

    Divisionär Jakob Baumann, Chef Planungsstab der Armee

Wahrung der Lufthoheit

Zu den Kernaufgaben der Luftwaffe gehören die Wahrung der Lufthoheit (Luftpolizeidienst) und die Luftverteidigung. Der Luftpolizeidienst erfordert Flugzeuge mit ausreichenden operationellen Leistungen, kurzen Reaktionszeiten und Durchhaltefähigkeit. Luftpolizeidienst findet in allen Lagen statt. Dabei geht es um die allgemeine Sicherheit im Luftraum, um das Feststellen von völkerrechtswidrigen Luftbewegungen und um Neutralitätsschutz. Luftpolizeidienst ist aber auch eine wesentliche Voraussetzung für den Schutz vor Terroranschlägen aus der Luft, z. B. im Rahmen internationaler Anlässe, von Staatsbesuchen, Konferenzen wie das WEF oder Grossanlässen wie die EURO 08. Die Anzahl solcher Einsätze hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Der Bundesrat kann den Luftverkehr zusätzlich einschränken. Diese Massnahmen haben eine grössere Präsenz in der Luft und einen entsprechenden Bedarf an Flugzeugen und Piloten zur Folge.

Künftiger Bedarf

Gemäss den Entscheiden des Bundesrates zur Weiterentwicklung der Armee hat sich die Luftwaffe «weiterhin für Einsätze im ganzen Spektrum der Armeeaufträge bereitzuhalten». Die
Entwicklung der sicherheitspolitischen Lage wird auch künftig eine angemessene Präsenz der Armee in der Luft erfordern. Für den Luftpolizeidienst und den Erhalt bzw. Wiederaufbau des Aufwuchskerns Luftkriegsführung benötigt die Schweiz eine Mindestzahl an Kampfflugzeugen der neusten Generation, welche sich sowohl gegen Ziele in der Luft, als auch gegen Ziele am Boden einsetzen lassen. Die Schweizer Luftwaffe hat die beiden Fähigkeiten Erdkampf und taktische Luftaufklärung mit der Ausserdienststellung der Flugzeuge Hunter und Mirage verloren. Sie müssen jedoch zum Erhalt der Kernkompetenz Luftkriegsführung wieder aufgebaut werden.

Massiv kleinere Flotte

Seit dem Ende des Kalten Krieges wurde die Anzahl Kampfflugzeuge von rund 300 auf 87 Maschinen verkleinert, mit heute noch 33 F/A-18 C/D Hornet und 54 F-5 E/F Tiger. Mit diesen Flugzeugen werden der Luftpolizeidienst, der Erhalt eines Teils der Kernaufgabe Kampfführung in der Luft und die Ausbildung des Pilotennachwuchses sichergestellt. Die Tiger leisten einen Beitrag zur Durchhaltefähigkeit und zur Pilotenausbildung. Sie können jedoch nachts und bei schlechten Wetterbedingungen nur beschränkt eingesetzt werden. Etwa im Jahr 2010 erreichen die dann über 30-jährigen Tiger das Ende ihrer operationellen Lebensdauer. Damit würde die Kampfflugzeugflotte auf 33 Flugzeuge reduziert, gegenüber 1994 mit 300 Flugzeugen. Mit nur 33 Kampfflugzeugen ist es nicht mehr möglich, die notwendige Durchhaltefähigkeit für die Durchführung des Luftpolizeidienstes sicher zu stellen und die Fähigkeiten Erdkampf und taktische Luftaufklärung wieder aufzubauen.

Erste Abklärungen

Im Jahr 2004 haben informelle Kontakte des Chefs Planungsstab der Armee mit den HerstelSpeklern
möglicher Flugzeugtypen stattgefunden. Es sind dies die Firmen Dassault (Frankreich: Rafale), EADS (Kooperation zwischen Deutschland, Grossbritannien, Italien und Spanien: Eurofighter), Boeing (USA: F/A-18 E/F) sowie Saab (Schweden: Gripen). Im Rahmen der Investitionsplanung wurden neben der Möglichkeit des Kaufs eines fabrikneuen Kampfflugzeuges auch die Varianten Occasionsflugzeug oder Miete in Betracht gezogen.

Nächste Schritte

In der Botschaft des Bundesrats zum Rüstungsprogramm 2006 und im Masterplan 06 Streitkräfte- und Unternehmensentwicklung wird festgehalten, dass die Luftwaffe nach 2010 neue, beziehungsweise zusätzliche Mittel braucht, um Durchhalte- und Aufwuchsfähigkeit auch in Zukunft gewährleisten zu können. Zurzeit erfolgt die Vorhabensplanung, damit ein Beschaffungsprojekt ab 2008 gestartet werden kann. Zudem werden Modellrechnungen durchgeführt, damit präzisere Aussagen über die Anzahl der erforderlichen Flugzeuge und erste Abschätzungen der Betriebskosten gemacht werden können. Anschliessend sollen im Budget für Projektierung, Erprobung und Beschaffungsvorbereitung (PEB) 2008 die notwendigen Finanzen für die Evaluation beantragt werden, so dass eine Beschaffung mit dem Rüstungsprogramm 2010 möglich wäre. Die Einführung eines Kampfflugzeuges als Ersatz für den F-5 könnte somit ab 2013 erfolgen.



Planungsstab der Armee
«Die Armeen werden kleiner, aber nicht billiger» (ARMEE aktuell. Zeitschrift für die Angehörigen der Schweizer Armee, Nr. 2/Dezember 2005)

Was passiert, wenn die Tiger-Flugzeuge ausgedient haben? Wie klein darf die Schweizer Armee
sein? Werden die abgelehnten Geniefahrzeuge doch noch beschafft? Diese und andere Fragen beantwortet der Chef des Planungsstabs der Armee, Divisionär Jakob Baumann, im folgenden Interview. Es wurde uns freundlicherweise von der Aargauer Zeitung zur Verfügung gestellt.

Ursprünglich rechnete man für die Armee XXI mit einem Budget von 4,3 Milliarden Franken. Jetzt sind es noch 3,85 Milliarden. Was bedeutet das für Ihre Arbeit?

    Weil wir nicht beliebig restrukturieren und Mitarbeitende entlassen können um Geld einzusparen, sinkt zwangsläufig das Technologieniveau der Armee. Das Entlastungsprogramm 03 zum Beispiel hat zur Folge, dass wir über acht Jahre hinweg insgesamt 2,4 Milliarden Franken weniger investieren können. Das entspricht etwa den Kosten eines neuen Kampfflugzeugs.

Aber das VBS will ein neues Kampfflugzeug, um den Tiger zu ersetzen. Ist dafür eine Sonderfinanzierung nötig?

    Ja. Und es braucht in der nächsten Legislatur, also von 2008 bis 2011, einen politischen Grundsatzentscheid, ob die Schweiz neue Kampfflugzeuge beschaffen soll oder nicht.

Die Tiger werden um 2010 herum ausgedient haben. Mögliche Nachfolger sind Gripen, Rafale, F/A-18 und Eurofighter. Wer führt die Evaluation durch, Sie oder die Luftwaffe?

    Zur Zeit gibt es keine Evaluation, sondern nur Marktabklärungen und -beobachtungen. Diesen Prozess führe ich, zusammen mit der Luftwaffe und der Armasuisse. Im Budget für Projektierung, Erprobung und Beschaffungsvorbereitung sind in verschiedensten Bereichen so genannte Grundlastkredite zur Finanzierung von Aufwendungen im Rahmen der üblichen Marktbeobachtungen sowie von kleineren Studien, technischen Vorabklärungen und Vorprüfungen eingestellt. Für 2006 soll ein solcher Kredit von zwei Millionen Franken zur Erhaltung der Kernkompetenz Luftverteidigung beantragt werden.

Welche Optionen gibt es grundsätzlich?

    Wir könnten neue Kampfflugzeuge kaufen. Wir könnten auch versuchen, die Lebensdauer der Tiger zu verlängern. Diese wären aber auch dann nur für luftpolizeiliche Aufgaben und nur bei Tag einsetzbar. Oder wir tun gar nichts.

Was passiert, wenn die Tiger nicht ersetzt werden?

    Mit den 33 F/A-18 allein können wir die luftpolizeilichen Aufgaben nicht während 365 Tagen rund um die Uhr erfüllen. Dazu kommt, dass wir schon heute nicht mehr in der Lage sind, über grosse Distanzen aus der Luft aufzuklären und Luft-Boden-Angriffe zu fliegen. Alle vier genannten Flugzeuge haben diese Fähigkeiten.

Was werden die Flugzeuge kosten?

    Bei rund 100 Millionen Franken pro Stück macht das 2,5 bis 3 Milliarden. Die Frage ist aber, was die Flugzeuge über die nächsten Jahre kosten. Man kann ein billiges Haus kaufen, muss es aber schon nach 10 Jahren renovieren. Die Betriebszeit eines Kampfjets beträgt 30 bis 50 Jahre. Wesentlich ist auch, wie viel vom Beschaffungspreis zurück in die Schweizer Wirtschaft fliesst. Österreich konnte seine Investitionen in den Eurofighter mit anderen Geschäften im Inland zu 200 Prozent kompensieren.

Ist der Eurofighter aus diesen Gründen Ihr Favorit?

    Nein, überhaupt nicht. Ich bin Planer, nicht Pilot. Alle vier Flugzeuge erfüllen grundsätzlich unsere Anforderungen. Eine Typenwahl ist weit weg.

Werden Sie auch Angebote auf dem Occasionsmarkt prüfen?

    Ja. Eine denkbare Variante wäre, gebrauchte F/A-18 hinzuzukaufen. Der von uns verwendete Typ wird nicht mehr produziert.

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Re: Schweiz: Erste Schritte zur F-5E Tiger-Nachfolge

Beitrag von theoderich » 21. Aug 2009, 13:28

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Cockpit" (8/2009) ist ein Artikel unter folgendem Titel erschienen: "Tiger- Teilersatz: Einheitsflotte gleich Wirtschaftlichkeit". Darin plädiert der Autor für den Verkauf der kompletten F/A-18 - Flotte der Schweizer Luftwaffe und den Ersatz der Jets durch 48 "Eurofighter", "Gripen" oder "Rafale".

Nach heutiger Planung wird die Schweizer Luftwaffe über zwei parallele Kampfflugzeug - Flotten verfügen. Dies wird zu Doppelspurigkeiten in großem Ausmaß führen. Betroffen sind unter anderem die
    Ausbildung
    Ersatzteilhaltung
    Wartung
    Bewafnung
    Doktrin und Einsatzplanung
Eine Vereinheitlichung der Flotte - mit gleichzeitiger Erhöhung der Anzahl Waffensysteme neuester Bauart - reduziert die Betriebskosten deutlich und hat den Effekt, dass neue Kampfflugzeuge dank höherer Stückzahl per Einheit günstiger zu beschaffen und zu operieren sind.


Nach unbestätigten Berichten aus den USA soll nach 2020 für unsere A/A - 18 Version kein Support mehr durchgeführt werden, das Flugzeug hat das Ende seiner Lebensdauer erreicht.


17, 18 oder auch 22 neue Kampfflugzeuge als Flotte zu operieren ist ein betriebswirtschaftlicher Hochseilakt. Werden dazu - wie vorgesehen - zwei beinahe gleich große Flotten unterschiedlicher Typen betrieben, so wird das Balancieren auf dem Seil noch anspruchsvoller. Der Verkauf der gesamten F/A - 18 Struktur stellt Mittel frei, die für eine größere Einheitsflotte eingesetzt werden können. Vorteile:

    einheitliches Ausbildungskonzept
    einheitliches Wartungskonzept / Ausbildung der Mitarbeiter
    einheitliche Ersatzteilhaltung, einheitliche Bewaffnung
    einheitliche Doktrin und Einsatzplanung
    größere Flexibilität im Einsatz
    moderne Flugzeuge der neuesten Generation
    größere Beteiligung der Schweizer Industrie an der Beschaffung
    größere Offset- und Kompensationsleistungen der Anbieter
    niedrigere Beschaffungskosten per Einheit
    Wegfall von Kosten durch Doppelspurigkeiten
    keine weiteren Investitionen in Upgrades der F/A-18. Ersatz von Flugzeugen die bald ihr Lebensende erreichen werden.
    die Beschaffung von (Ersatz-) Teilen für die F/A - 18 ging nicht immer zur Befriedigung des Kunden über die Bühne
    neu: Kooperation auf Augenhöhe mit EINEM Hersteller.


Das sind genau die Argumente, die auch für eine Ausdünnung der österreichischen Schmetterlingssammlung und eine Erhöhung der Stückzahl bei Abfangjägern oder Hubschraubern vonnöten gewesen wären. Das Problem: Den Durchschnittsösterreicher (der meist GWD - geschädigt ist und das Bundesheer als überflüssig und nutzlos betrachtet) jucken derartige Argumente kein bisschen und weil es unpopulär ist und ein "überflüssiges", "geldverschlingendes" Ministerium keine Finanzspritzen verdient, wird es eben nicht durchgeführt.

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Re: Schweiz: Erste Schritte zur F-5E Tiger-Nachfolge

Beitrag von Cyclop » 21. Aug 2009, 15:26

Die Argumente sind nachvollziehbar, aber das wird die Schweizer Politiker nicht überzeugen. Die aus dem Budget zu deckende Investition ist einfach viel höher. Die steigenden Betriebskosten der F-18 Flotte liegen dagegen unter der Wahrnehmungsgrenze der Steuerzahler - genauso wie die Reibungsverluste aufgrund zweier Typen. Ob 2020 wirklich Schluss ist mit dem Support sei mal dahingestellt. Die Hornet fliegt nicht nur in der Schweiz.

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Re: Schweiz: Erste Schritte zur F-5E Tiger-Nachfolge

Beitrag von theoderich » 02. Sep 2009, 16:02

Schweiz: Bundesrat empfiehlt nein zur Volksinitiative "Gegen neue Kampfflugzeuge"

Die Initiative verlangt ein zehnjähriges Moratorium in der Beschaffung neuer Kampfflugzeuge. Dies würde nach Ansicht des Bundesrates die Schweiz auf unverantwortliche Weise ihrer sicherheitspolitischen Handlungsfreiheit berauben und die Funktionsfähigkeit der Luftwaffe erheblich beeinträchtigen. Die Schweiz würde sich mit einem solchen Beschaffungsmoratorium ein Verbot "im Voraus" auferlegen. Das ist nicht im Sinne einer verantwortungsbewussten Sicherheitspolitik und der Sicherheit unseres Landes, so das Ministerium.


Der Antrag für eine solche Beschaffung ist derzeit für das Rüstungsprogramm 2011 vorgesehen. Nach Meinung des Bundesrates muss die Abstimmung über die Initiative in jedem Fall vor der Beantragung eines neuen Kampfflugzeugs in einem Rüstungsprogramm stattfinden.



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Re: Schweiz: Erste Schritte zur F-5E Tiger-Nachfolge

Beitrag von theoderich » 18. Okt 2009, 12:45

Die Verzweiflungstat des Verteidigungsministers

Was will Ueli Maurer wirklich? Darüber wird gerätselt, seit durchgesickert ist, dass der Verteidigungsminister im Bundesrat den Verzicht auf neue Kampfjets zur Debatte gestellt hat. Maurers Anhänger in der SVP klammern sich an die Hoffnung, dass Maurer seinen Antrag gar nicht so meinen könne. Vielmehr wolle er bloss die Öffentlichkeit aufrütteln und auf die Finanzprobleme der Armee aufmerksam machen. Andere Armeefreunde spekulieren, der Flugzeugkauf werde schlimmstenfalls hinausgeschoben.
Diese hoffnungsvollen Vermutungen sind alle falsch, wie aus den Unterlagen der Bundesratssitzung hervorgeht. Die Flugzeugbeschaffung soll «nicht unterbrochen, sondern abgebrochen werden», schreibt Maurer in seinem fünfseitigen Antrag an den Bundesrat. Wie ernst Maurer es meint, lässt sich auch daran erkennen, dass er am Abend vor der Bundesratssitzung wichtige Akteure angerufen hat, um sie über den Abbruch der Beschaffung zu informieren. Am Mittwochnachmittag, kurz nach der Bundesratssitzung, wollte Maurer an einer Pressekonferenz die Öffentlichkeit orientieren.


Seinen überraschenden Antrag begründet Maurer allein mit den Finanzen. Das Problem ist nicht der Kaufpreis der neuen Jets. Dafür sind im Finanzplan des Bundes 2,2 Milliarden Franken reserviert. Das Problem sind die wiederkehrenden Kosten.

Maurer rechnet seinen Bundesratskollegen vor, was der Unterhalt von Kampfjets kostet. Die 54 Tiger aus den 1970er Jahren kosten jährlich 50 Millionen Franken. Bei den 33 F/A-18 aus den 1990er Jahren sind es bereits 130 Millionen pro Jahr. Die 22 neuen Kampfflugzeuge (der Typ steht noch nicht fest), die jetzt beschafft werden sollten, würden 100 bis 150 Millionen Franken kosten. Das sind jährlich 50 bis 100 Millionen mehr als bei den zu ersetzenden Tiger-Jets. Das könne sich das Verteidigungsdepartement (VBS) mit seinem heutigen Budgets nicht leisten, argumentiert Maurer. Andere Bereiche der Armee hätten «grössere Dringlichkeit oder Wichtigkeit». Dazu verweist Maurer auf die 40-seitige Mängelliste, die das VBS im Internet aufgeschaltet hat.


Alternativen zum Flugzeugkauf zeigt Maurer in seinem Papier keine auf. Zwar erwähnt er den möglichen Kauf von Occasions-F/A-18 oder eine Aufrüstung der über 30 Jahre alten Tiger. Solche «Spekulationen» sollten jedoch unterlassen werden, um die Beziehungen zu den drei Herstellerfirmen «nicht zu belasten», schreibt Maurer.



Ueli Maurers Entschluss spaltet die Gemüter

L’achat d’avions menacé par les coûts de maintenance
    [url]http://www.letemps.ch/Page/Uuid/4ccb9e72-b9ce-11de-93cb-cce1da7c69cf/Lachat_davions_menacé_par_les_coûts_de_maintenance[/url]

Ueli Maurer ne renonce pas aux avions de combat

Bürgerliche wollen Kampfjet-Geld für die Armee einsetzen

Jet-Beschaffung als kommunikatives Desaster



Nach etlichen Pressemeldungen ist jetzt das Dementi des Schweizer Verteidigungsministers erschienen:

Maurer dementiert Verzicht auf neue Kampfjets

«Ich würde nie beantragen, man müsse auf Kampfflieger verzichten», sagte Maurer im Interview und verweist auf den bevorstehenden Entscheid des Gesamtbundesrates. Es brauche in jedem Fall Kampfjets, dies sei unbestritten. Habe man genug Mittel, könne man sie rasch beschaffen, habe man weniger, müsse man es etwas verzögern.

Die Situation bereite ihm zum ersten Mal schlaflose Nächte. «Wenn ich sehe, wo wir überall Lücken haben und was es braucht, um diese zu füllen - das geht ja nicht von heute auf morgen», sagte Maurer weiter. Da gehe man während Jahren hohe Risiken ein.

Die Beschaffung von neuen Jets sei nicht vom Tisch. Es sei eine Frage der Prioritäten. Der Bundesrat und das Parlament müssten am Ende die Mittel freigeben. Die Armee brauche dringend und rasch mehr Geld. Jährlich 500 Millionen Franken sind laut Maurer das absolute Minimum.


Tiger 10 Jahre länger halten

Damit die Schweiz nicht plötzlich nur noch mit den FA-18 dasteht, wie einige Kreise befürchten, soll offenbar geprüft werden, ob die Tiger-Flotte um 10 Jahre verlängert werden kann.

Gemäss «Sonntag» prüft die Luftwaffe im Auftrag von Ueli Maurer, ob die Flugzeuge bis 2025 statt wie geplant bis 2015 gehalten werden können. Die Kosten dafür werden demnach auf 400 Millionen Franken geschätzt.
Mit diesem Vorschlag wolle Maurer die Glaubwürdigkeit der Luftraumverteidigung «wenigstens zum Teil» aufrecht erhalten, vermuten Angehörige der Luftwaffe gegenüber der Zeitung.

Die Kritik bleibt, gerade aus SVP-Kreisen. «Was einmal unbedingt nötig war, kann nicht plötzlich unnötig werden. Das macht die Armee unglaubwürdig», meint zum Beispiel Nationalrat Thomas Hurter.



Maurer dementiert Verzicht auf neue Kampfjets

Er wisse nicht, wie es zu der Meldung über den angeblichen Verzichtsantrag gekommen sei, gab Maurer der Zeitung weiter zu Protokoll. Er habe sich geärgert und die Diskussion am Donnerstagmorgen abgestellt. Er habe angeordnet, dass kein Ton aus dem VBS dazu rausgehe.



«Es bereitet mir schlaflose Nächte»

«Notlösung»: So ist die Armee auch ohne neue Jets kampfbereit

Das Budget für einen neuen Kampfjet war von ursprünglich fünf bis sechs Milliarden kontinuierlich auf 2,2 Milliarden reduziert worden. Die tatsächliche Kostenwahrheit dürfte laut Zuppiger bei drei bis vier Milliarden Franken liegen. Der Bundesrat müsse sich nun genau überlegen, wie er die Sicherheitspolitik neu regeln wolle. Es sei nicht möglich, bei gleich bleibendem Auftragskatalog die Mittel dauernd weiter zu reduzieren, irgendwann komme der Supergau, warnte Zuppiger.

Eine mögliche «Notlösung» wäre laut Zuppiger, die alten Tiger-Jets für den Tageseinsatz weiter zu gebrauchen und für die Nachtflüge und die erhöhte Alarmbereitschaft auf die FA-18-Maschinen zurückzugreifen. Dies sei noch während sieben bis acht Jahren möglich. Angesichts des ursprünglichen Ziels einer neuen Flotte bis 2015 stünde die Schweiz dann allerdings 2020 mit einer suboptimalen Lösung da. Auch der Kauf von Occasionen sei schon diskutiert worden, allerdings sei nichts Ähnliches auf dem Markt und der FA-18 in spätestens 20 Jahren auch veraltet. Ob es Sinn mache, weniger neue Maschinen zu kaufen, wäre laut Zuppiger abzuklären. Es gebe allerdings eine kritische Grösse, ab welcher sich der teure Betrieb und Unterhalt nicht mehr lohnten.


Heute gab es dazu in ein paar österreichischen und schweizerischen (Boulevard-)zeitungen eigenartige Meldungen zur Schweizer LRÜ:


Die Meldungen in "Blick" und "Österreich" fußen im Wesentlichen auf einer Schnapsidee von Peter Pilz. Die "Tiroler Tageszeitung" und die "Vorarlberger Nachrichten" schreiben, als ob es tatsächlich eine Debatte darüber gäbe. In seriöseren österreichischen Medien wird kein Wort darüber verloren. Das BMLV sagt ebenso nichts zu diesem Thema.

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Re: Schweiz: Erste Schritte zur F-5E Tiger-Nachfolge

Beitrag von theoderich » 07. Nov 2009, 19:42

Tiger-Teilersatz TTE – Aktualisierte Offerten eingereicht


P.S.: Und etwas zum Schmunzeln, falls hier im Forum auch Schweizer mitschreiben sollten (Man fragt sich schon, was für Spaßvögel bei uns im Parlament sitzen. Ich denke, dass die Eurofighter GmbH und EADS froh sind, das "Problem Österreich" endlich vom Hals zu haben und noch dazu mit einem dicken Bonus aus dieser Schmierenkomödie ausgestiegen sind. Ich glaube kaum, dass ein anderer Betreiber ein so schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis bei seinen Flugzeugen hat, wie wir. Damit will ich nicht sagen, dass der "Eurofighter" ein schlechter Jet ist, aber dass wir für sehr viel mehr Geld stärker eingeschränkte Fähigkeiten haben, als das noch bei den schrottreifen "Draken" der Fall war.):

Anfrage - betreffend Eurofighter Preise für die Schweiz

Die Eurofighter GmbH verpflichtete sich keinen weiteren Exportkunden nach Österreich ein besseres Angebot zu machen. Da die Schweiz ein Angebot der EADS erhielt und nach Meinung mancher die Eurofighter GmbH lediglich eine
Briefkastenfirma ist, besteht der Verdacht, dass Österreich keine rechtlichen Schritte einleiten kann.



Anfragebeantwortung


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Re: Schweiz: Erste Schritte zur F-5E Tiger-Nachfolge

Beitrag von theoderich » 05. Dez 2009, 13:21

Kampfjet-Lärmmessung in der Schweiz: Die Ergebnisse

Bild

Im Einzelnen zeigen die Daten, dass bei einem Abstand von 305 Metern und einem Nachbrennerstart die Saab JAS 39 Gripen einen Lärm von 112 Dezibel produziert, Die Boeing F/A-18 Hornet und die Dassault Rafale bei 113 Dezibel und der Eurofighter bei 114 Dezibel liegen. Das menschliche Ohr könne in dieser Bandbreite keinen Unterschied erkennen, hieß es.

Neben den Spitzenwerten wurden auch die beim Start mit 80 dB Lärm belasteten Flächen gezeigt (siehe Grafik). Hier wirken sich neben der grundsätzlichen Lautheit der Kampfflugzeuge auch Faktoren wie ein größeres Steigvermögen aus, was dann die Belastung am Boden wieder sinken lässt.

Auf die Typenempfehlung der armasuisse, die Ende des Jahres abgegeben werden soll, hat der Lärm keinen Einfluss, da die Unterschiede gering sind und dieses Kriterium lediglich drei Prozent der Punktewertung ausmacht.




Diese Informationspolitik hätte ich mir bei der österreichischen Abfangjäger-Nachbeschaffung gewünscht - obwohl der damalige Beschaffungsvorgang für die Öffentlichkeit sehr viel transparenter gestaltet war als heutige Rüstungskäufe. Ideal war es trotzdem nicht.

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Re: Schweiz: Erste Schritte zur F-5E Tiger-Nachfolge

Beitrag von swisstigerfan » 14. Dez 2009, 11:02

Die Schweiz hat sich für den Rafale entschieden.

Quelle: Zentralschweiz am Sonntag (keine Online-Ausgabe)

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Re: Schweiz: Erste Schritte zur F-5E Tiger-Nachfolge

Beitrag von Cyclop » 14. Dez 2009, 11:27

Das kann laut Zeitplan wohl nur die Empfehlung einer (technischen?) Evaluierungskommission sein, oder? Die Typenwahl soll erst Anfang 2010 getroffen werden. Wäre ein Ergebnis mit dem ich sehr gut leben könnte, aber wie wir wissen wird gekauft was die Politik sich wünscht und nicht eine Kommission.

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