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BeitragVerfasst: 12. Mai 2007, 14:02 
Site Admin

Registriert: 03. Apr 2005, 12:17
Beiträge: 272
Wohnort: Klosterneuburg-Kierling
Werte Kollegen!

Durch einen deutschen Kollegen, der die Heinkel 162 derzeit in 1:1 nachbaut, bin ich angeregt worden, etwas mehr über das Werk "Languste", das von Heinkel in eben dieser Seegrotte Hinterbrühl im Jahr 1944 eingerichtet wurde, zu erfahren.

Das ehemalige Bergwerk wurde als Touristenattraktion bereits vor dem Krieg zugängig gemacht. Die Deutsche Wehrmacht hat das Stollensystem übernommen und nachdem es absolult bombensicher war, für die Öffentlichkeit gesperrt und später die o.a. unterirdische Fabrik gebaut.

In diesem Werk wurden vor allem Rümpfe für die He 162 hergestellt.
Erste Informationen darüber finden sie unter www.seegrotte.at - doch sind diese nur auf Tourismus ausgerichtet. Historiker und Modellbauer wollen da mehr wissen.

Bitte mithelfen:
Ich suche Fotos, Beschreibungen, Berichte aus dieser Zeit.
Damit möchte ich dem Modellbauer-Kollegen entsprechende Unterlagen zur Verfügung stellen und einen ausführlichen Bericht in unsere Homepage stellen. Damit alle etwas davon haben.

Sollten Sie Unterlagen besitzen, die wir zu diesem Zweck kopieren oder einscannen können - und selbst keine Gelegenheit dazu haben - bitte melden. Wir werden selbstverständlich sorgfältig mit Ihren kostbaren Unterlagen umgehen.

Über das Projekt He 162 in 1:1 halte ich Sie auf dem Laufenden.

mfG

Robert A. Tögel
02243 - 87 333 (FAX-Durchwahl 3)
themodeller@toegels.at

_________________
The Modeller - Österreichs Militärgeschichte durch die Modellbaubrille - http://www.doppeladler.com/themodeller


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BeitragVerfasst: 12. Mai 2007, 18:02 

Registriert: 22. Okt 2006, 18:46
Beiträge: 120
Hinterbrühl - Deckname "Languste"

1840 wurde bei Brunnenbohrarbeiten in der Hinterbrühl bei Mödling in wenigen Metern Tiefe ein Gipsvorkommen entdeckt, das daraufhin industriell als Tiefbau abgebaut wurde. 1912 erfolgte nach einer Sprenung ein gigantischer Wassereinbruch in der untersten Ebene, der zur Einstellung des Betriebes führte.

In den folgenden Jahren erfolgten nur Sicherungsmaßnahmen bis die Stollenanlage 1932 als "Seegrotte" für Besucher geöffnet wurde - der 1912 entstandene unterirdische See entpuppte sich als großer Besuchermagnet.

Als die Ernst Heinkel AG 1944 auf die Suche nach einem bombensicheren Produktionsstandort für den "Volksjägers" He 162 "Salamander" ging, fiel die Wahl auf die Seegrotte. Der unterirdische See wurde abgepumpt, der Boden ausbetoniert und die notwendige Technik installiert (Beleuchtung, Heizung,...)
Trotz der furchtbaren Gesamtlage 1944/45 konnten in den Stollen 198 Flugzeugrümpfe des "Volksjägers" gefertigt werden. Beschäftigt waren 2000 Personen, davon 1700 KZ Häftlinge aus dem KZ Hinterbrühl. Die Fertigmontage erfolgte in Schwechat - Heidfeld im Heinkelwerk auf dem heutigen Flughafengelände. Von den in Schwechat/"Languste" gebauten He162 hat keine bis heute überlebt.

Zustand der Stollen heute:

Nach dem Krieg wurden die Produktionsanlagen gesprengt, was zu einer erneuten Überflutung der Stollen führte. Seit 1948 ist die Seegrotte wieder zu besichtigen - absolut sehenswert!

DIESE INFOS HABE ICH VON DER WEBSITE www.geheimprojekte.at

MfG Obi


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BeitragVerfasst: 31. Okt 2008, 20:47 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20766
Ich würde dir das Buch "Österreich II - Die Wiedergeburt unseres Staates" Bd. 1 Kremayr & Scheriau Wien 1985
ISBN 3-218-00422-5 empfehlen. In diesem Buch sind u.a. ein paar Artikel über die Test- und Herstellungseinrichtungen der sogenannten "Wunderwaffen" in Österreich enthalten, darunter auch einer über die Seegrotte in Hinterbrühl und die dortige Düsenjäger - Produktion. Zudem hat Herr Portisch ein Interview mit den damaligen Leiter der Seegrotte geführt, das er in den Artikel eingearbeitet hat. Ich hoffe ich kann dir damit weiterhelfen.


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BeitragVerfasst: 10. Okt 2014, 14:16 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20766
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    Zitat:
    Flugbild einer Heinkel He 162. Foto: KL-Dokumentation


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    Im April 1945 entdeckten US-Einheiten die unterirdische Junkers-Fertigung der He 162 im Kalibergwerk Westeregeln bei Tarthun. Foto: KL-Dokumentation


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    Zitat:
    Der Prototyp der Heinkel He 162 ging durch einen dramatischen Absturz am 10. Dezember 1944 verloren. Foto: KL-Dokumentation


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    Zitat:
    Vermutlich ist diese Heinkel He 162 der am 15. Februar 1945 eingeflogene Prototyp der Bernburger Fertigung. Foto: KL-Dokumentation


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    Das aus Wien-Schwechat evakuierte Flugzeug He 162 M20 wurde von US-Truppen auf dem Flugplatz München-Riem entdeckt. Foto: KL-Dokumentation


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    Neben der He 162 M20 entdeckten US-Truppen in München-Riem auch die Maschine M23 VI+IP. Foto: KL-Dokumentation


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    Zitat:
    Auf dem Bernburger Werksgelände wurde diese durchlöcherte He 162 A-1 (Werknummer 310027) durch US-Truppen entdeckt. Foto: KL-Dokumentation


Auf der Website der Seegrotte gibt es einige wenige historische Fotos der Flugzeugfertigung für die He 162:


Hier noch ein paar Abbildungen aus der Seegrotte:



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