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BeitragVerfasst: 25. Jan 2012, 16:53 

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Das ARWT tüftelt momentan, in Zusammenarbeit mit der DionRB/WSM, der Heerestruppenschule, der Heereslogistikschule, dem Streitkräfteführungskommando und dem Kommando Einsatzunterstützung offenbar an der ersten Kampfwertsteigerung für den Schützenpanzer "Ulan" (Was kann man sonst unter "technischer Weiterentwicklung" verstehen?). Die Umsetzung ist natürlich - angesichts der budgetären Realitäten - eher fraglich. Aber zehn Jahre nach der Einführung ist es durchaus gerechtfertigt, sich Gedanken um eine technische Aufwertung zu machen.

Obstlt Jy Jonach, HTS: Optimierung der Nutzung des Schützenpanzers Ulan, in: DER SOLDAT 2/2012 hat geschrieben:
Planer und Nutzer an einem Tisch

So wurde auf Anregung der HTS unter der Federführung der Abteilung Waffensysteme und Munition im BMLVS der ständige Erfahrungsaustausch aller Verwender dieses Waffensystems neu eingerichtet. Neben den Führungsteilen aus dem Amt für Rüstungs- und Wehrtechnik und dem Streitkräfteführungskommando, dem Kommando Einsatzunterstützung sowie den Schulteilen der HTS (Grundlagenabteilung und Institute) und der Heereslogistikschule waren natürlich jene, die den Ulan tatsächlich in Verwendung haben – aus dem Bereich der 3. und 4. Panzergrenadierbrigade – bei der „Nutzerbesprechung“ vertreten.

Diese erste Besprechung fand im Dezember an der HTS unter Teilnahme des neuen Kommandanten, Bgdr Dr. Vorhofer, statt. Ziel dieser Zusammenkunft war, im direkten Austausch mit den Bedarfsträgern bestehende Herausforderungen um das Kampffahrzeug Ulan anzusprechen, Bewertungen und Folgerungen zu erarbeiten sowie Lösungsansätze für Problembehebungen und neue Innovationen in Zeitpläne zu bringen.

Trotz einer technischen und taktischen Weiterentwicklung soll der Schützenpanzer der Kampftruppe weiterhin vollwertig und uneingeschränkt als hochwertiges Gerät für die verschiedenen Einsatzszenarien zur Verfügung stehen. Dies erfordert eine gediegene und möglichst vollständige Aufarbeitung aller zu berücksichtigenden Bereiche. Hierfür war dieses Gremium bestens geeignet und es setzte sich lange und umfassend mit den Problemstellungen auseinander.

Die weiteren Bearbeitungsschritte für weiterführende Kampfkrafterhaltung und -steigerung des Systems Ulan wurden vereinbart und den verschiedenen Ebenen zugeordnet. Als weitere wichtige Maßnahme wurde, in Abstimmung der Besprechungsteilnehmer, diese zweckmäßige und konstruktive Abgleichungsbesprechung im Fachbereich der mechanisierten Truppe als permanente Einführung in einem halbjährlichen Turnus festgelegt.



Bild


Geschäftseinteilung der Zentralstelle hat geschrieben:
Abteilung Waffensysteme und Munition (WSM)

    01 Angelegenheiten der Bereitstellung von Waffen, Waffensystemen und Munition

    02 Angelegenheiten der Bereitstellung von Sensortechnik, systemgebundenen Simulatoren und Ausbildungsmittel

    03 Angelegenheiten des Munitionswesens und der Munitionslagerung

    04 Angelegenheiten der Budgetführung für den Bereich Waffen, Waffensysteme, Munition, Sensortechnik, systemgebundener Simulatoren und Ausbildungsmittel


Wenn ich mir die Aufgabenstellungen der WSM so betrachte, kann man wahrscheinlich von neuen Sensoren und womöglich einer neuen Hauptbewaffnung ausgehen. Ein ordentlicher Minenschutz wäre sicher auch wünschenswert:

Minenschutz für Fahrzeuge (TRUPPENDIENST, Folge 278, Ausgabe 4/2004)

Zitat:
Um für den im Österreichischen Bundesheer eingeführten Schützenpanzer "Ulan" einen Schutz gegen 8-kg-Minen überall unter der Wanne zu erreichen, wären z. B. folgende Maßnahmen erforderlich: - Verstärkung des Fahrzeugbodens und der Wannenstruktur durch eine (mindestens 15 mm dicke) Stahlplatte - diese muss in die Struktur so eingebunden sein, dass ein Aufreißen der Verbindungen (Schweißnähte, Verschraubungen) verhindert wird; - "Säuberung" des Wannenbodens durch Entfernen von Halterungen, Verstaukisten, Entnahmetank und Ausrüstung; - Einfügung eines Zwischenbodens über dem Beulfreiraum; - Entkoppelung der Sitze von der Seitenwand und gedämpfte Aufhängung; - Aufhängung des Fahrersitzes und der Pedale am Wannendach.




Zuletzt geändert von theoderich am 14. Feb 2015, 13:08, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 26. Jan 2012, 17:50 

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Geplant wurde schon vieles, realisiert weniges. Alles über die drei neuen Kabelschneider am SPz Ulan hinaus ist aber mit Sicherheit ein Fortschritt.


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BeitragVerfasst: 26. Jan 2012, 20:41 

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bei ausscheidung der saurer-sanpz muß auch überlegt werden, einen geeigneten san-pz anzuschaffen. am ehesten möglich wäre der umbau von 6 bis 8 ulan in san-ulan.


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BeitragVerfasst: 26. Jan 2012, 23:11 

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em hat geschrieben:
am ehesten möglich wäre der umbau von 6 bis 8 ulan in san-ulan.


Ein "Ulan" kostet ca. 2 Mio. EUR. Und da ein Sanitätsfahrzeug wahrscheinlich auch nicht bewaffnet wäre, würde sich diese Stückzahl sicher auch mit Neufahrzeugen ausgehen. Laut den derzeitigen Planungsgrundlagen bleibt es (zum Glück) bei 112 Schützenpanzern "Ulan". Und wer weiß ob es überhaupt Bedarf für einen Sanitätsschützenpanzer gibt?

Solche Fahrzeuge zu beschaffen wäre im übrigen politischer Selbstmord (Obwohl ich absolut für die Einführung einer ASCOD-Schützenpanzerfamilie bin. Laut Materialstrukturplan sind folgende Kettenfahrzeuge bei den Pionieren eingeplant: Pionierpanzer, Bergepanzer, Brückenlegepanzer und Minenwerfer. Bei den Panzergrenadieren waren bis vor kurzem auch noch "Saurer"-Schützenpanzer im Einsatz, die mit einem üsMG bewaffnet waren. Und bei der Artillerie und den Aufklärern werden die Beobachtungsschützenpanzer und Schützenpanzer mit 2cm-Kanone teilweise durch den LMV ersetzt. Beispielsweise folgen auf 32 "Saurer" und 24 "Kürassier" beim AAB4 voraussichtlich maximal 20 LMV.).



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BeitragVerfasst: 26. Jan 2012, 23:56 

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Wenn man sich das auflackierte Rote Kreuz außen spart, dann kann man den neuen sanpz auch bewaffnen. Wäre sowieso sinnvoll.


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BeitragVerfasst: 27. Jan 2012, 13:27 

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em hat geschrieben:
bei ausscheidung der saurer-sanpz muß auch überlegt werden, einen geeigneten san-pz anzuschaffen. am ehesten möglich wäre der umbau von 6 bis 8 ulan in san-ulan.

Da wird gar nichts überlegt, die SAN-Saurer sind weg und wurden durch Pinzgauer ersetzt. Verwundete haben halt einfach Pech gehabt wenn der Pinzgauer das Gelände nicht packt!


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BeitragVerfasst: 27. Jan 2012, 16:14 

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Womit wurden denn die Verletzten aus dem Kosovo letztens abtransportiert?


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BeitragVerfasst: 27. Jan 2012, 22:52 

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Mit dem Flugzeug!


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BeitragVerfasst: 30. Jan 2012, 11:15 

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Jajaja, nach Österreich schon, Scherzbold. :-)

Nein, ich meine vom Ort des Geschehens, sprich vom Grenzübergang zum Camp.
Hat man die einfach in den Pandur gesetzt?


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BeitragVerfasst: 30. Jan 2012, 12:55 

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Beiträge: 202
Wir haben ja drei San-Pandure!

Zwar of-topic, aber weil wir gerade vom Pandur reden und von Kampfwertstzeigerungen: Da ja in absehbarer (langer) Zeit kein neuer Radpanzer angeschafft wird, wie sieht es eigentlich mit einer Kampfwertsteigerung des Pandur aus, ich meine hier speziell eine Schutzverbesserung (sprich Panzerung und Minenschutz), eine neue Waffenstation soll ja angedacht sein - aber bei unserem Budget wird sich wahrscheinlich keins von beiden ausgehen.
Er wird ja intensiv genutzt, auch in "Kriesenregionen", da wäre ein besserer Schutz doch am ehesten angebracht. Und wenn es nur ein paar Stück sind wäre es schon ein Fortschritt. Ist da an sowas schon mal gedacht worden? Vielleicht wist ihr was?
Und wenn ich mir den neuesten deutschen Fuchs A8 so anschau, der ja auch nicht mehr der jüngste ist, ist das dort anscheinend gut gelöst.

Was meint ihr zu diesem Thema?


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BeitragVerfasst: 31. Jan 2012, 10:04 

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Beiträge: 3403
bs hat geschrieben:
Wir haben ja drei San-Pandure!


Ja haben wir und wahrscheinlich ist eh nur 1 davon im Kosovo, aber es beantwortet auch nicht meine Frage.


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BeitragVerfasst: 31. Jan 2012, 11:30 

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Beiträge: 940
Wohnort: Graz
Von den San-Panduren ist einer in Ö zur Ausbildung und die anderen im Kosovo.


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BeitragVerfasst: 05. Sep 2013, 19:37 

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Beiträge: 252
In Dornbirn war bei Bundesheer on the road 2013 ein Ulan mit Cable Cuttern am Turm zu sehen, interessant ist auch der überarbeitete, abgeflachte Turmkorb.

Bild
http://www.bmlv.at/organisation/regiona ... bg&ID=6757


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BeitragVerfasst: 31. Okt 2013, 13:09 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20979
Ikarus1980, am 26. Okt 2013, 18:04 hat geschrieben:
Gemäß Aussage ARWT von Heute sollen die ULAN im Zuge der Kampwertsteigerung Minenschutz (3b) sowie seitlichen IED Schutz bekommen


Das würde etwa den technischen Standard bedeuten, den die Schweizer schon seit 13 Jahren bei ihren "Schützenpanzer 2000", CV90, haben.

    Botschaft über die Beschaffung von Armeematerial (Rüstungsprogramm 2000)

    Bild

    Zitat:
    2.1.3.1.1 Schutz

    Die Schutzkonzeption eines derartigen Fahrzeuges umfasst mehr als nur die Panzerung. Im Fall des CV-9030 trägt zum Schutz auch seine kleine Silhouette bei und die Tatsache, dass sich die Treibstofftanks, anders als bei den Konkurrenzfahrzeugen, abgeschottet vom Mannschaftsraum im linken Kettenkasten befinden. Bezüglich ballistischem Schutz erfüllt der CV-9030 alle unsere Anforderungen. Seine Panzerung umfasst zwei Komponenten. Die Stahlkonstruktion an sich gibt schon einen guten Schutzgrad gegen Beschuss durch Klein- und Mittelkaliberwaffen. Zusätzliche Schutzforderungen werden dadurch erfüllt, dass auf die Grundstruktur eine Zusatzpanzerung aufgeschraubt wird. Die nötigen Befestigungspunkte sind vorbereitet. Das Anbringen der Panzerung ist eine Sache von Stunden. Das Konzept der austauschbaren Zusatzpanzerung erlaubt es, ohne grosse Eingriffe am Fahrzeug den Schutzgrad des CV-9030 neuen Bedrohungen anzupassen, bzw. Technologien mit höherer Wirkung einzuführen. Aus diesem Grund wurde entschieden, vorerst nur 40 Sätze Zusatzpanzerung zu beschaffen.



    Schützenpanzer 2000 mit modernstem Schutz gegen Minen (3. Oktober 2002)

    Zitat:
    Mit einer Feier werden heute in Thun vier Nullserie-Schützenpanzer 2000 der Gruppe Rüstung übergeben. Diese Fahrzeuge werden ab dem 4. Quartal 2002 für die Ausbildung der Instruktoren und zur Erstellung der Schulungsunterlagen eingesetzt. Die offizielle Übergabe der Serienfahrzeuge an die Truppe ist im Verlaufe des Jahres 2003 geplant, rechtzeitig zum offiziellen Ausbildungsbeginn der Truppe ab Januar 2004


    Übergabe des letzten Schützenpanzers 2000 an die Armee (7. Dezember 2005)

    Zitat:
    Die Beschaffung von neuen Schützenpanzern für die Schweizer Armee ist erfolgreich abgeschlossen. Der letzte der 186 produzierten Schützenpanzer 2000 wurde in Thun der Truppe zur Nutzung übergeben. Am Auftragsvolumen von 990 Millionen Franken partizipierte die Schweizer Industrie bis heute mit über 700 Millionen.


    Bild

    Bild

Die Schweden haben eine ähnliche Variante des CV90:



Zuletzt geändert von theoderich am 27. Nov 2013, 07:54, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 31. Okt 2013, 13:35 

Registriert: 15. Sep 2008, 09:30
Beiträge: 190
Dr4ven hat geschrieben:
Jajaja, nach Österreich schon, Scherzbold. :-)

Nein, ich meine vom Ort des Geschehens, sprich vom Grenzübergang zum Camp.
Hat man die einfach in den Pandur gesetzt?



http://www.doppeladler.com/oebh/lale2006/ambulance.jpg

zumindest in bosnien hams einen , da werden sie im kosovo auch einen haben

http://www.bmlv.gv.at/ausle/eufor/artikel.php?id=3722

Mfg


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