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Hägglunds für das Bundesheer

Fahrzeuge, Waffen, Gerät, Ausrüstung und Uniformen
theoderich
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Re: Hägglunds für das Bundesheer

Beitrag von theoderich » 05. Sep 2017, 21:13

Neuen Gefahren die Stirn bieten: Jägerbataillon in Lienz und St. Johann stockt auf

In Österreich sollen im nächsten Jahr speziell gepanzerte Kettenfahrzeuge mit hochtechnischer Ausstattung und modernster Sensor- und Waffentechnologie in den Dienst gehen. „28 bis 34 solcher Spezialgeräte werden angeschafft. Dem Jägerbataillon 24 überträgt man die Einführung und Ausbildung der Mannschaften. Unser Standort wird dadurch nachhaltig, vermutlich auf Jahrzehnte, abgesichert.“

    http://www.tt.com/politik/innenpolitik/13393188-91/neuen-gefahren-die-stirn-bieten-j%C3%A4gerbataillon-in-lienz-und-st.johann-stockt-auf.csp

Wieso spricht Obst Rott von "28 bis 34", wenn heuer schon ein Kaufvertrag über 32 BvS10 MkIIB abgeschlossen worden ist?


Die „24er“ befinden sich im Umbruch (2. September 2017)

Im Frühjahr 2018 erwartet das Heer in Lienz dann die österreichischen Versionen des Hightech-Geländefahrzeuges Hägglund. „Ob wir 18 oder 26 bekommen, weiß ich noch nicht. Lienz wird aber Zentrum für die Einführung neuer Fahrzeuge und Waffensysteme, die digital gesteuert werden“, sagte der Oberst. In der Haspinger Kaserne wird die Rüsthalle für die Fahrzeuge gebaut, die Tankstelle erweitert und die Werkstatt aus der Peggetz angesiedelt. Umgebaut und erneuert wird die Gefechtstrainingsanlage in Lavant, wo man künftig mit Blaulichtorganisationen übt. In die Franz-Josefs-Kaserne kommt die Berufskader-Kompanie KPE (Kaderpräsenzeinheit) mit Kommandant Major Markus Nussbaumer.

Zuletzt geändert von theoderich am 11. Sep 2017, 17:13, insgesamt 1-mal geändert.

de10kcl
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Re: Hägglunds für das Bundesheer

Beitrag von de10kcl » 06. Sep 2017, 12:06

theoderich hat geschrieben:Neuen Gefahren die Stirn bieten: Jägerbataillon in Lienz und St. Johann stockt auf

In Österreich sollen im nächsten Jahr speziell gepanzerte Kettenfahrzeuge mit hochtechnischer Ausstattung und modernster Sensor- und Waffentechnologie in den Dienst gehen. „28 bis 34 solcher Spezialgeräte werden angeschafft. Dem Jägerbataillon 24 überträgt man die Einführung und Ausbildung der Mannschaften. Unser Standort wird dadurch nachhaltig, vermutlich auf Jahrzehnte, abgesichert.“

    http://www.tt.com/politik/innenpolitik/13393188-91/neuen-gefahren-die-stirn-bieten-j%C3%A4gerbataillon-in-lienz-und-st.johann-stockt-auf.csp

Wieso spricht Obst Rott von "28 bis 34", wenn heuer schon ein Kaufvertrag über 32 BvS10 MkIIB abgeschlossen worden ist?

Und leider wieder einmal mein Lieblingsthema:
Das in der Verfassung verankerte Milizprinzip wird durch die nächste Kaderpräsenzeinheit noch weiter ausgehöhlt:
In der TT steht:
die neue 124-köpfige Kaderpräsenzeinheit

Glatter Verfassungsbruch, eindeutig. Aber juristisch praktisch nicht klagbar. Was sollen Rekruten noch machen, wenn ein immer höherer Prozentsatz des Equipments durch Kaderpräsenzeinheiten beansprucht wird. Für die Rekruten und die Miliz bleibt kaum was übrig, auch wenn man hie und da lustige Charts produziert und von tollen neuen Milizeinheiten (Kompanien bzw Baons) spricht. Die Einheiten sind fast noch nackerter als früher schon. Und der Minister hat noch keinen echten Plan veröffentlicht, indem steht:
Wir wollen 1 Kompanie mit den Hägglungs als Kaderpräsenzeinheit, 2 Kompanien (oder 3 oder 4, egal) mit Rekruten und dann nochmal einige Kompanien in der Miliz. Das würde bedeuten einen Plan, dass wir jetzt zB 32 Stück anschaffen und dann binnen 5-10 Jahren auf 100 Stück oder oder aufstocken. Kostet natürlich, klar.

innsbronx
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Re: Hägglunds für das Bundesheer

Beitrag von innsbronx » 06. Sep 2017, 17:15

Warum soll eine KPE ein Verfassungsbruch sein? Es ist nicht eindeutig, was "Es ist nach den Grundsätzen eines Milizsystems einzurichten" in Art. 79 Abs. 1 BVG wirklich bedeutet. Jedenfalls schließt es keine Berufssoldaten aus und die sind ja im Wehrgesetz auch eindeutig verankert.

de10kcl
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Re: Hägglunds für das Bundesheer

Beitrag von de10kcl » 06. Sep 2017, 17:56

innsbronx hat geschrieben:Warum soll eine KPE ein Verfassungsbruch sein? Es ist nicht eindeutig, was "Es ist nach den Grundsätzen eines Milizsystems einzurichten" in Art. 79 Abs. 1 BVG wirklich bedeutet. Jedenfalls schließt es keine Berufssoldaten aus und die sind ja im Wehrgesetz auch eindeutig verankert.

Eine KPE ist kein Verfassungsbruch.
Der Verfassungsbruch ist:
Es werden mehr und mehr KPE.
Relativ geht Bedeutung der Miliz weiter zurück.
Somit ist der "Grundsatz eines Milizsystems" nicht mehr gegeben. Als Jurist hat man auf den Kern, die Intention des Gesetzgebers, abzustellen. Und das bedeutet eben, dass ein bedeutender Teil der Landesverteidigung über ein Milizsystem abzubilden ist. Dies ist seit Jahren nicht mehr gegeben, der wesentlichsten Knackpunkte waren sicherlich die Sistierung der verpflichtenden Übungen sowie das tatsächliche Aushöhlen der Wehrpflicht durch die Abschaffung der Gewissensprüfung - faktisch haben wir eine Dienstpflicht für tauglichge Männer, aber keine Wehrpflicht. Diese Ausweitung der KPE ist nun ein weiterer Bruch und ein Versuch der Berufsoffiziere, schleichend ein Berufsheer einzuführen.
Jede KPE ist eine Ausnahme vom Grundsatz des Milizsystems. Auch sonstige Berufssoldaten, die nicht mit Ausbildung beschäftigt sind, sind so eine Ausnahme. Bei Berufssoldaten im Bunker in St. Johann kann man noch so argumentieren, aber bei Panzergrenadieren oder Gebirgsinfanteristen wie nun diese 120 Mann in Tirol - das kann ich nicht nachvollziehen.

iceman
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Re: Hägglunds für das Bundesheer

Beitrag von iceman » 06. Sep 2017, 21:51

Für mich ist es aber Zeit- und Geldverschwendung einen GWD auf einem Hägglund auszubilden, da der GWD nach 6 Monaten auf nimmer Wiedersehen weg ist.
Und mehr als die 32 bestellten werden nicht kommen. Nie.

theoderich
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Re: Hägglunds für das Bundesheer

Beitrag von theoderich » 07. Sep 2017, 02:02

de10kcl hat geschrieben:Der Verfassungsbruch ist:
Es werden mehr und mehr KPE.


Auf dem Papier! Tatsache ist: Man könnte mit den aktuell verfügbaren KPE nicht einmal drei Bataillone befüllen. Das Ziel, bis 2020 ca. 6000 KIOP/KPE zur Verfügung zu haben, ist nicht realistisch.

    Kaderpräsenzeinheiten (TRUPPENDIENST, Folge 275, Ausgabe 2/2004)

    Ab Ende 2005 soll eine kompaniestarke Einheit als österreichischer Beitrag für Civil Military Operations/Peace Support Operations (CMO/PSO) innerhalb von 5 bis 30 Tagen am gesamten Spektrum der "Petersberg-Aufgaben" (Friedenssicherung, Friedenserzwingung usw.) teilnehmen können. Dazu werden seit dem 1. Dezember 2003 - drei Kompanien/Infanterie, - eine Kompanie/Panzergrenadiere, - eine Kompanie/Aufklärung sowie - eine Kompanie/ABC-Abwehr mit einem personellen Gesamtrahmen von ca. 830 Soldaten vorbereitet.

    Bei der "Capability Commitment Conference" der EU im November 2000 gab die Bundesregierung Österreichs Teilnahme mit den "Kräften für Internationale Operationen" (KIOP) im Gesamtumfang von rund 3 500 Personen und einer Entsendestärke von maximal 2 000 Personen bekannt, bestehend aus - einem gepanzerten Infanterieverband in Bataillonsstärke, - einem leichten Infanterieverband in Bataillonsstärke, - einer ABC-Abwehr-Einheit, - einer Einheit für humanitäre Hilfeleistung sowie - Unterstützungselementen und Stabsanteilen.

    Ein Jahr später - im Zuge der "Capability Improvement Conference" im November 2001 - wurden diese bei der EU eingemeldeten österreichischen Kräfte um ein "Hauptquartierselement für eine multinationale Brigade" verstärkt, die maximale Entsendestärke sollte jedoch unverändert bei 2 000 Personen liegen. Dies zeigte, dass die Aufstellung der eingemeldeten Kräfte von den rechtlichen Rahmenbedingungen und ausreichenden budgetären Mitteln abhängig ist.

    Beides war Anfang 2003 nicht gesichert, deshalb wurde die österreichische Entsendestärke modifiziert: für Operationen im Ausland (Stichwort VOREIN) wurden nunmehr 1 500 Soldaten als Maximalstärke angegeben und darüber hinaus die Fähigkeit zur Entsendung einer verminderten Infanteriebrigade als "nationales Projekt ohne verbindliche zeitliche Angaben" definiert.



    Das Personal des Bundes 2005

    3.4 Militärischer Dienst

    [...]

    Im Jahr 2003 wurde die Möglichkeit geschaffen, in Organisationseinheiten mit hohem Bereitschaftsgrad für die Entsendung zu Auslandseinsätzen Vertragsbedienstete zu beschäftigen. Die betreffenden Organisationseinheiten werden KIOP-Einheiten (Kräfte für Internationale Operationen) bezeichnet. Basis des Dienstverhältnisses ist ein auf drei Jahre befristeter Sondervertrag, der sofern der Bedarf und die persönlichen Voraussetzungen gegeben sind, um weitere drei Jahre verlängert werden kann. Darin enthalten ist unter anderem die Verpflichtung, innerhalb der drei Jahre an Auslandseinsätzen in der Dauer von mindestens 6 Monaten teilzunehmen, sowie bei Bedarf innerhalb weniger Tage bereit zur Entsendung zu sein. Neben dem hohen Bereitschaftsgrad zeichnen sich diese Soldaten durch eine auf die Anforderungen des Auslandseinsatzes abgestimmte Ausbildung aus. Diesen hohen Anforderungen wird durch ein, vom "normalen" Militärischen Dienst abweichendes Entlohnungssystem Rechnung getragen. Es ist geplant, bis 2006/2007 einen Pool von 1.500 KIOP - Soldaten zur Verfügung zu haben.


    Das Personal des Bundes 2011

    Am 31.12.2010 betrug die Zahl der vertraglich beschäftigten KPE–SoldatInnen 886.



    Das Personal des Bundes 2016

    Am 31.12.2015 betrug die Zahl der vertraglich beschäftigten KPE-Soldatinnen und Soldaten 1.003.


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Re: Hägglunds für das Bundesheer

Beitrag von de10kcl » 07. Sep 2017, 08:29

theoderich hat geschrieben:
de10kcl hat geschrieben:Der Verfassungsbruch ist:
Es werden mehr und mehr KPE.


Auf dem Papier! Tatsache ist: Man könnte mit den aktuell verfügbaren KPE nicht einmal drei Bataillone befüllen. Das Ziel, bis 2020 ca. 6000 KIOP/KPE zur Verfügung zu haben, ist nicht realistisch.
Am 31.12.2015 betrug die Zahl der vertraglich beschäftigten KPE-Soldatinnen und Soldaten 1.003.
[/list]

Danke. Ich kenne den Bericht - vorbildlich in der sonst oft intransparenten österreichischen Verwaltung.

Nur frage ich mich dann, ob die 132 (das wären ja quasi 13% der ca 1.000 KPE) allein in Lienz stimmen können. Ein Aufbau von ein paar Hundert KPE in einem Jahr erscheint machbar, aber wie das Bundesheer von heute auf morgen sagen wir 100 zusätzliche Berufs- und Zeitsoldaten nach Lienz bringen will?
Stimmen die 132 nicht oder sind hier sonstige Berufs- und normale Zeitsoldaten ebenfalls bei den KPE.

Ein Berufsoffizier ist dann quasi eine "lebende Subvention" für die KPE.
Nicht lachen, der Begriff kommt in dem Bericht tatsächlich, wenn auch an anderer Stelle, vor:
Etwa 6.950 Bundeslehrpersonen (VBÄ) unterrichten als sogenannte »lebende Subventionen« an
Privatschulen.

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Re: Hägglunds für das Bundesheer

Beitrag von iceman » 07. Sep 2017, 09:36

Kann es sein, da das JgBat. 26 jetzt dem MilKdo. Kärnten untersteht, die KPE-Kp. nach Lienz verlegt wird?

theoderich
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Re: Hägglunds für das Bundesheer

Beitrag von theoderich » 08. Sep 2017, 23:32

Ein Fahrzeug für alle Fälle



Bild


Laut dem "Truppendienst"-Artikel von Bgdr MMag. Huber werden die österreichischen BvS10 Mk IIB einige Besonderheiten aufweisen:

    AC-Schutzanlage (Erste AC-Schutzanlage, die in einem BvS10 verbaut wurde.)

    Waffenstation WS4 "Panther" (klappbar für Lufttransport) mit Sensoren zur Beschränkung des Richtbereichs (je nachdem, wie der Hinterwagen ausgerichtet ist) und taktischem Rechner

    Rundum-Kamerasystem

    "Umrüstsatz San"

    Einbausatz für Führungsversion

    Schneepflug

    Winde

    Anhänger mit Nutzlast bis 1.500 kg

    Optionen:

      Zusätzliche BvS10 MkIIB

      Hinterwägen für Transportaufgaben oder Notarztfahrzeug

Der Prototyp soll Ende 2017 fertig sein, die Serie wird ab Ende 2018 geliefert.
Zuletzt geändert von theoderich am 28. Sep 2017, 16:30, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Hägglunds für das Bundesheer

Beitrag von cliffhanger » 11. Sep 2017, 08:07

War klar.....Wäre nicht das ÖBH wenn sie mal was von der Stange kaufen würden, deshalb is das zeug auch immer so teuer.....is halt so, Beamten haben in Ö viel zeit für eigene Ideen...

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Re: Hägglunds für das Bundesheer

Beitrag von Dr4ven » 11. Sep 2017, 09:54

Die 6000 KIOP/KPE werden nie kommen.
Man will das intern gar nicht, reines mediales Kasperletheater, weil man diese 6000 Berufssoldaten auch bezahlen muss und von der Politik keine Budgetsicherheit hat bzw. bekommt, ergo dessen alle diese Soldaten zulasten anderer Investitionen gehen würden.

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Re: Hägglunds für das Bundesheer

Beitrag von theoderich » 11. Sep 2017, 15:09

cliffhanger hat geschrieben:War klar.....Wäre nicht das ÖBH wenn sie mal was von der Stange kaufen würden, deshalb is das zeug auch immer so teuer.....is halt so, Beamten haben in Ö viel zeit für eigene Ideen...


Vielleicht hätte ich nicht "Besonderheiten", sondern "Zusatzausstattung" schreiben sollen. Denn wirklich "speziell" ist hier nur das Rundum-Kamerasystem.

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Re: Hägglunds für das Bundesheer

Beitrag von theoderich » 27. Sep 2017, 11:12


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Re: Hägglunds für das Bundesheer

Beitrag von de10kcl » 27. Sep 2017, 12:04

theoderich hat geschrieben:
Der Hägglunds BvS10 wird die Handlungsoptionen der Gebirgstruppe deutlich erhöhen.

Was mich nur wundert:
Warum gibt man das Fahrzeug bei uns der Gebirgstruppe. Das Fahrzeug ist optimal auf matschigen unebenen Wiesen und ähnlichem. Daher ja wohl auch die Entwicklung in Schweden. Und es ist kein Zufall, dass häufig Marineinfantrie den Hägglunds einsetzt.

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Re: Hägglunds für das Bundesheer

Beitrag von theoderich » 27. Sep 2017, 12:16

In Spanien wird es von der Gebirgstruppe verwendet, in Italien, Frankreich und Deutschland ebenso. Und hinsichtlich der Mobilität gibt es nichts besseres am Markt - gerade das ist für Gebirgsjäger wichtig.

    Transporte Oruga de Montaña Blindado


    Véhicule haute mobilité




    Veicolo cingolato blindato bimodulare BV 206


    Il Veicolo da Combattimento per la Fanteria Leggera

    Agli inizi degli anni ottanta l’Esercito adottò lo speciale veicolo cingolato BV 206 della svedese Hägglunds. Il mezzo era destinato al movimento su terreni innevati, fangosi o comunque accidentati, e al trasporto o al traino di materiali. Il BV è costituito da due se-zioni unite da un albero a giunto cardanico; nella prima sezione possono trovare posto sei persone, pilota compreso, o 600 kg di materiali e nella seconda undici persone o fino a 1 400 kg di materiali. È anfibio senza preparazione
    e può superare pendenze del 60%. La versione acquisita era spinta da un motore a benzina da 136 HP, pesava 6,3 t, aveva un’autonomia di 300 km e una velocità di 50 km/h. Il veicolo venne acquisito in 88 esemplari, di cui alcuni in versione TOW,
    assegnati ai battaglioni logistici delle Brigate alpine e al Reggimento Logistico del 4° C.A. Alcuni esemplari vennero distribuiti
    direttamente al Contingente Cuneense assegnato alla AMF(L) della NATO. I veicoli sono stati ultimamente rimotorizzati con
    un diesel della Mercedes-Benz da 136 HP, con un sensibile aumento delle prestazioni: velocità 55 km/h, autonomia 330 km, pendenza superabile 100%. Ulteriori modifiche hanno riguardato la sostituzione del cambio, la revisione dell’impianto elettrico e l’allargamento della carreggiata.

    Con la perdita dei battaglioni logistici da parte delle Brigate, i BV dovrebbero passare in organico ai Reggimenti alpini.

    La principale limitazione del mezzo consiste nel fatto che non è blindato. La Hägglunds Vehicle AB ha così realizzato il BV 206 S con guscio corazzato in grado di resistere ai colpi delle armi leggere e alle schegge di granata. Sono inoltre disponibili kit di corazzatura aggiuntiva. Il veicolo è più lungo e più largo del predecessore e pesa 7 t, mantenendo comunque le stesse prestazioni, compresa la capacità di galleggiamento, grazie al propulsore Turbodiesel Steyr M16 da 176 HP. Il personale trasportato scende in ogni modo a dodici: quattro nella prima sezione e otto nella seconda. Anche la capacità di carico si riduce, in particolare a circa 500 kg davanti e 1200 kg dietro. Il BV 206 S può essere armato con mitragliatrici da 7,62 o 12,7 mm installabili sulla botola a disposizione del capoveicolo; sono disponibili sistemi per la visione notturna e sistema anti-NBC. È infine disponibile il rimorchio MB 59 per il trasporto di ulteriori 1 100 kg di materiali. L’Esercito ha valutato due esemplari del veicolo, dotati di rimorchio e, dopo un intenso ciclo di prove, ha richiesto l’approvvigionamento di 189 esemplari in diverse configurazioni, unitamente a ulteriori dodici BV 206. Degli esemplari ordinati 112 saranno in versione trasporto truppe, 64 saranno destinati al supporto al combattimento (versioni posto comando, portamortaio, acquisizione obiettivi, ricognizione e sorveglianza del campo di battaglia e comunicazioni) e 13 saranno destinati al sostegno logistico (versioni trasporto combustibili, evacuazione sanitaria, ricerca e soccorso). È peraltro disponibile anche la versione recupero. Le ipotesi di assegnazione dei mezzi sono ancora allo studio.


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