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BeitragVerfasst: 01. Okt 2013, 06:52 

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Eine erste Beschaffung für die neue EloKa-Einheit dürfte bereits erfolgt sein:

Bundesrechnungsabschluss 2012

Zitat:
1/14108 Aufwendungen

    – 16,75 Mio. EUR

Mehrausgaben für die Beschaffung von Fernmeldegeräten, weil die Vorhaben „Kurzwellenfunkgeräte“, „Multibandfunkgeräte“, „Flugfunksystem“ sowie „Fernmeldeaufklärung“ umgesetzt wurden.

    + 6,90 Mio. EUR


Schwer zu sagen, worum es sich dabei handeln könnte. Womöglich so ein System (SIGINT):

Bild

Bild

Bild
    http://www.ar.admin.ch/internet/armasuisse/de/home/dok/publi/hauszeitung0/
    armafolio_2011.parsys.15689.downloadList.95950.DownloadFile.tmp/armafolioweb0112.pdf

Integriertes Funkaufklärungs- und Sendesystem (IFASS) (armafolio, 03/2011)

    http://www.ar.admin.ch/internet/armasuisse/de/home/dok/publi/hauszeitung0/armafolio_
    2011.parsys.15689.downloadList.95950.DownloadFile.tmp/armafolioweb0112.pdf



Zuletzt geändert von theoderich am 24. Jan 2014, 14:41, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 30. Okt 2013, 11:20 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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Heeresstandort St. Johann aufgewertet (10. Oktober 2013)

Zitat:
Einzigartig in Österreich und als wesentliche Aufwertung des Heeres-Standortes St. Johann ist die Positionierung der Führungs-Unterstützungskompanie „elektronische Kampfführung“ zu bewerten.

16 von vorerst geplanten 20 Arbeitskräften sind dafür schon im Einsatz. Bis zum Endausbau 2018 wird das Personal in der Krobatinkaserne dafür um 68 Mann erweitert. Oberstleutnant Johannes Nussbaumer gegenüber den „Pongauer Nachrichten“: „Es geht um Terrorismusbekämpfung, den Schutz von Convoys, von besonderen Persönlichkeiten, um das Peilen und Orten, um Truppenschutz.“

Objekte in der Krobatinkaserne werden für den Zweck adaptiert. Unter anderem entsteht ein Hochsicherheitstrakt. Ansonsten bleibt die Kaserne aber, wie derzeit, offen.



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BeitragVerfasst: 30. Okt 2013, 17:30 

Registriert: 26. Mär 2008, 08:28
Beiträge: 939
Wohnort: Graz
Aus der aktuellen Truppendienst:

Schutz gegen elektromagnetische Bedrohungen

Zitat:
Die Verwendung elektromagnetischer Quellen für kriminelle oder terroristische Zwecke hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen. War der Einsatz elektromagnetischer Waffen bis in die 1990er Jahre primär auf den militärischen Sektor beschränkt, so ist seitdem auch eine Zunahme des Einsatzes von elektromagnetischen Waffen im zivilen Bereich zu beobachten. Dabei handelt es sich sowohl um Einsätze durch Behörden zur Bekämpfung von Terrorismus und Kriminalität als auch um die Verwendung solcher Systeme durch kriminelle und terroristische Kräfte.


Hier gibt's den ganzen Artikel:

http://www.bmlv.gv.at/truppendienst/aus ... hp?id=1625


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BeitragVerfasst: 31. Okt 2013, 17:05 

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Führungsunterstützungszentrum (MilizInfo 4/2013)

Zitat:
Abteilung IKT-Innovation

Interoperabilitäts- und Testzentrum, Unterstützungszentrum für elektronische Kampfführung.

Die Abteilung IKT-Innovation (IKTInno) hat als Aufgabenstellung die Etablierung bisher nicht abgebildeter Fähigkeiten im Rahmen des Führungsunterstützungszentrums. Diese Fähigkeiten bilden die wesentlichen Voraussetzungen zur Sicherstellung der Auslandsambitionen des Österreichischen Bundesheeres im fachlich hochwertigen Führungsunterstützungs-Segment.



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BeitragVerfasst: 24. Jan 2014, 12:07 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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Gerüstet für den Cyber-Krieg (15. Jänner 2014)

Zitat:
460 Rekruten wurden im Vorjahr in der Krobatinkaserne ausgebildet. Forciert wird der Bereich der elektronischen Kampfführung.

Zitat:
Das Bataillon wird künftig verstärkt Aufgaben in der elektronischen Kriegsführung übernehmen.

Der Prozess hin zum Schwerpunkt Cybersicherheit soll im Jahr 2018 abgeschlossen sein. Schritte in diese Richtung gibt es bereits, so gab es bereits Übungen mit St. Johanner Beteiligung wie die „Cyber Coalition“, wo das Bundesheer sein großes Know-how unter Beweis stellte.



Besuch aus Österreich (10. Dezember 2013)

Zitat:
In der ersten Adventwoche begrüßte das Bataillon Elektronische Kampfführung 912 (EloKaBtl 912) fünf Kameraden des Österreichischen Bundesheeres. Unter der Führung des Bataillonskommandanten des Führungsunterstützungsbataillons 2 (FüUstgBtl 2), Oberstleutnant Johannes Nussbaumer, trafen die Gäste am 2. Dezember 2013 gegen Abend in der Clausewitz-Kaserne ein.

Ziel des Besuches war ein gegenseitiger Erfahrungsaustausch, das Kennenlernen der Fähigkeiten des EloKaBtl 912 und des Kommandos Strategische Aufklärung, sowie die Verbesserung der Zusammenarbeit beider Streitkräfte. Im Zentrum des Besuches stand die Vorstellung der Systeme des EloKaBtl 912, da im nächsten Jahr beide Verbände an einer internationalen Übung teilnehmen sollen.



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BeitragVerfasst: 29. Jan 2014, 20:55 

Registriert: 26. Okt 2013, 16:55
Beiträge: 220
Besitzt das Bundesheer eigentlich spezielle EloKa Fahrzeuge?


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BeitragVerfasst: 23. Feb 2014, 12:20 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20712
Austrian Mistral-MANPAD & Pinzgauer @ Elite 2010 (Heuberg)

Bild

Das ist bis dato die erste Abbildung des "SGS 2000", die ich auftreiben konnte. Hier das Foto des Vorgängermodells aus dem TRUPPENDIENST Folge 305, Ausgabe 5/2008, p. 468 (Artikel Österreich/Deutschland: "ELITE" 2008):

Bild


Österreich/Deutschland: Bundesheersoldaten üben bei "ELITE" 2010 Elektronische Kampfführung (TRUPPENDIENST, Folge 317, Ausgabe 5/2010)

Zitat:
Hauptschauplatz der "ELITE" ist der Truppenübungsplatz (TÜPl) Heuberg in der Schwäbischen Alb. Einem Einsatzszenario entsprechend waren 16 Fliegerabwehrsysteme (darunter "Mistral", "Crotale", SA-6, NASAMS, "Rapier" und "Patriot") so platziert, dass sie von den Flugzeugbesatzungen nur schwer wahrgenommen werden konnten, ergänzt durch Radargeräte, Jammer (Störsysteme, z. B. "Jamcar", "Astor", "Hummel", SGS 2000) und Systeme zur elektronischen Signalaufklärung (SIGINT).

Zitat:
Das österreichische Kontingent:

Österreich nimmt seit 2004 regelmäßig an der "ELITE" teil. Dieses Jahr führte erstmals die Luftraumüberwachung (LRÜ) das Kontingent. Daran beteiligt waren u. a. Soldaten und Gerät des Radarbataillons, der Fliegerabwehrbataillone 2 und 3, der Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule, der Fernmeldetruppenschule, des Betriebsstabs Luftraumüberwachung, des Technisch-logistischen Zentrums sowie Teile des Führungsunterstützungsbataillons 2. Auf dem Landweg verlegten die Österreicher ein Zielzuweisungsradarsystem (ZZR), ein Aufklärungs- und Zielzuweisungsradarsystem (AZR), drei Tieffliegererfassungsradarsysteme (TER), vier Fliegerabwehrlenkwaffensysteme "Mistral", zwei Feuerleitgeräte 98 "Skyguard", zwei 35-mm-Zwillingsfliegerabwehrkanonen 85, das in einem "Pinzgauer" 6x6 befindliche mobile Störsystem SGS 2000 sowie ein Modul des Deployable Control and Reporting Centre (DCRC - verlegbare Radarführungszentrale) der Luftraumüberwachung.



Mit dem Material das Deutschland oder Frankreich betreiben ist das freilich nicht vergleichbar:


Hat man sich bei GDELS Steyr bzw. der ehemaligen SSF schon einmal Gedanken über einen EloKa-"Pandur" gemacht?

_______________________________________

Ich habe zu diesem Thema noch einen interessanten Text eines Hauptlehrunteroffiziers der FlFlATS gefunden:

    Schriftenreihe der Heeresunteroffiziersakademie

    Ausgabe 11 (Oktober 2007)

    Offiziersstellvertreter Martin WEBER
    Internationale Kooperation in der einsatzorientierten Ausbildung – Erfahrungen eines langjährigen Hauptlehrunteroffiziers im Bereich Fliegerabwehr

    Zitat:
    Große Bedeutung für die Weiterentwicklung der EloKa–Ausbildung im Österreichischen Bundesheer hatte der erste Stabsoffizierskurs für Elektronische Kampfführung (SOJEWC-Staff Officers Joint Electronic Warfare Course). Dieser fand vom 10. bis zum 14. Oktober 2005 in Wien statt. Der Kurs wurde vom „Führungsgrundgebiet Führungsunterstützung“ (FGG 6) mit Unterstützung einer dänischen Firma durchgeführt. Er verfolgte das von der NEWAC (NATO Electronic Warfare Advisory Committee) vorgegebene Ziel, Offizieren aus PfP (Partnership for Peace)-Teilnehmerländern, die in einem Stab im Bereich EloKa arbeiten oder eine EloKa-Einheit führen, die notwendigen Kenntnisse für einen NATO geführten Einsatz zu vermitteln. Kursteilnehmer waren Mitglieder der „Arbeitsgruppe Elektronische Kampfführung“ für das Projekt „ÖBH 2010“ sowie Offiziere des damaligen Kommandos der Luftstreitkräfte, die sich mit EloKa vor allem beim Transporthubschrauber BLACK HAWK, der Transportmaschine HERCULES C130 und beim Eurofighter TYPHOON beschäftigten.

    Die EloKa-Ausbildung im Österreichischen Bundesheer steckt, gemessen an anderen Armeen, noch in den Kinderschuhen. Eine Armee, die mit modernster Technik ausgerüstet wird, sollte auch Spezialisten auf dem Gebiet der Elektronischen Kampfführung ausbilden. Den Bedarfsträgern, nämlich den Besatzungen von Flieger- und Fliegerabwehrsystemen, sollte man das not-wendige Know-how zukommen lassen, um ein erfolgreiches Ausführen ihres Auftrages zu ermöglichen. Durch ein eigenes „Referat Elektronische Kampfführung“ im Organisationsplan der ab 2007 neu aufzustellenden Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule steigt die Bedeutung dieser Ausbildung endlich auf jenen Stellenwert, der ihr auch zusteht.



Zuletzt geändert von theoderich am 04. Mai 2015, 16:45, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 08. Mai 2014, 13:17 

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Obstlt MSD Johannes Nussbaumer, BKdt FüUB2, in: Der Kommunikator. Die Truppenzeitung des Führungsunterstützungsbataillon 2. Ausgabe 1/14 hat geschrieben:
Weiters wird im Jahr 2014 auch eine personelle und materielle Erweiterung der Führungsunterstützungskompanie für elektronische Kampfführung (FüUKp/eloKa) vorgenommen. Damit verbunden sind auch diverse Baumaßnahmen in infrastruktureller Hinsicht vorgesehen.


Obstlt MSD Johannes Nussbaumer, BKdt FüUB2, in: Der Kommunikator. Die Truppenzeitung des Führungsunterstützungsbataillon 2. Ausgabe 1/14 hat geschrieben:
In der ersten Adventwoche reiste eine Delegation des FüUB2 zum Bataillon Elektronische Kampfführung 912 (EloKaB912) nach Nienburg an der Weser. Ziel des Besuches war ein gegenseitiger Erfahrungsaustausch, das Kennenlernen der Fähigkeiten des EloKaB912 und des Kommandos Strategische Aufklärung, sowie die Verbesserung der Zusammenarbeit beider Streitkräfte. Im Zentrum des Besuches stand die Vorstellung der Systeme des EloKaB912, da im Mai unsere Verbände an der internationalen Übung „JAWTEX14“ teilnehmen werden.



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BeitragVerfasst: 15. Aug 2014, 13:14 

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Elektronische Kampfführer als Partner (13. August 2014)

Zitat:
Im Zuge eines militärischen Festaktes begründete das Führungsunterstützungsbataillon 2 in St. Johann die Partnerschaft mit dem Bataillon Elektronische Kampfführung 912 aus Nienburg an der Weser. Partnerschaften mit ausländischen militärischen Verbänden werden als Truppenkontakte bezeichnet und dienen dem Informations- und Erfahrungsaustausch. Da das notwendige Wissen zur Wahrnehmung von Aufgaben der elektronischen Kampfführung nur in Teilbereichen in Österreich vorhanden ist, muss der Aufbau von Know-how daher im multinationalen Kontext, nach Möglichkeit mit einem bevorzugten, strategischen Partner erfolgen.

Seit 2011 finden regelmäßig Truppenkontakte in Deutschland und Österreich zum Zwecke des Erfahrungsaustausches im Fachbereich Elektronische Kampfführung statt. Darüber hinaus werden auch gemeinsame Einsätze im Zuge von Übungen im Verbund durchgeführt.



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BeitragVerfasst: 28. Mai 2015, 17:47 

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Bild
Zitat:
Bundesheer

    1 Std. · Bearbeitet

Die Störsender/Tracker in den Pinzgauer Fahrzeugen stehen in der Windisch-Kaserne und steuern wertvolle Details zum Erfolg der Fernmeldeübung bei.



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BeitragVerfasst: 25. Jul 2015, 11:50 

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Österreicher bei einer tschechischen EloKa-Einheit (532. prapor elektronického boje):

18.6.2015 Vojenští přidělenci

Bild

Bild


Die Tschechen verfügen über eine sehr interessanten Ausrüstung, u.a. Passivradarsysteme:



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BeitragVerfasst: 28. Jul 2015, 22:19 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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Elektronische Kampfführung im FüUB2 (TRUPPENDIENST, Folge 346, Ausgabe 4/2015)

Zitat:
Neue Kompetenzen

Beim Führungsunterstützungsbataillon 2 (FüUB2) wird seit 2008 der Kompetenzbereich für die Elektronische Kampfführung (eloKa) der Landstreitkräfte aufgebaut. Das Ziel ist, für die mittlere und obere taktische Ebene ein Kompanie-Äquivalent (ein Element, das in der Größe und im Aufbau einer Einheit entspricht; Anm.) für die Elektronische Kampfführung zur Verfügung zu haben, um

    - Beiträge zum Einsatz-Lagebild des jeweiligen führenden Kommandos zu liefern und somit die Führungsüberlegenheit zu schaffen bzw. auszubauen,

    - Systeme zur Verfügung zu stellen, die eine Bedrohung durch RCIED minimieren und

    - Systeme einzusetzen, die eine Führungsüberlegenheit der Konfliktparteien verhindern sollen.

Im FüUB2 wird dieses Kompanie-Äquivalent durch die Führungsunterstützungskompanie für Elektronische Kampfführung - FüUKp (eloKa) - abgebildet. Diese Einheit ist einzigartig im Österreichischen Bundesheer (ÖBH) und soll nach dem Erreichen der Endausbaustufe österreichische Kräfte bei ihren militärischen Einsätzen unterstützen. Um die Kompetenzen in diesem Bereich zu erweitern, gibt es eine Zusammenarbeit mit anderen Armeen (vorrangig mit der Deutschen Bundeswehr). Diese erfolgt durch Teilnahme an internationalen Übungen sowie der Absolvierung internationaler Kurse und den Besuch von Firmenschulungen.

Die Entwicklung von Prototypen und Schulungssystemen gehören ebenso zum Kompetenzbereich, da die tatsächlichen Einsatzsysteme noch in der Beschaffungsphase stehen. Anhand solcher Systeme können Verfahrensweisen, Abläufe und technische Möglichkeiten in Bezug auf die Elektronische Kampfführung an die Erfordernisse des ÖBH angepasst werden. All dies wird wiederum in Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen und Verbänden des Bundesheeres (aber auch anderen Ministerien) in nationalen Übungen und Vorhaben umgesetzt. Nachfolgend sind drei dieser nationalen Übungen bzw. Vorhaben skizziert.

Zitat:
"Capricorn 2013"

Bei der Übung "Capricorn" 13 der 6. Jägerbrigade wurden vor allem die Einsatzarten "Angriff" und "Verteidigung" angewandt. Der Auftrag der FüUKp (eloKa) lautete, das Lagebild einer verstärkten Kampfgruppe durch elektronische Aufklärung zu verdichten. Hierzu setzte diese Einheit neben ihrem mobilen Erfassungs- und Ortungssystem verstärkt den "Prototyp" eines Handpeiltrupps zur Unterstützung infanteristischer Kräfte ein.

Ein solcher Trupp kann je nach Absicht des Bedarfsträgers zusammengestellt werden. Einerseits wird er abgesetzt (analog eines Aufklärungstrupps) eingesetzt, um seine Aufklärungsergebnisse aus dem elektromagnetischen Spektrum (bespielsweise abgefangene Funksprüche, Richtung des Funkverkehrs oder, in Zusammenarbeit mit dem Rest der FüUKp (eloKa), auch Ortungsergebnisse) nach ihrer Auswertung an den Bedarfsträger zu übermitteln. Andererseits kann der Trupp in einem Infanteriezug oder eine Kompanie eingegliedert sein. So hat er die Möglichkeit, diese vor Ort über gegnerische Aktivitäten zu informieren bzw. gegebenenfalls zu warnen und ihr die, von der FüUKp (eloKa) ausgewerteten Informationen zukommen zu lassen. Je nach Zusammenstellung des Trupps ist auch ein Einsatz im Gebirge, mit einem eigenen Fahrzeug oder aus einem Hubschrauber heraus möglich.

Die gesammelten und ausgewerteten Ergebnisse können dem Bedarfsträger, neben anderen Informationsquellen (Aufklärung, HUMINT etc.), ergänzende Informationen über feindliches Verhalten, Stärke, Position etc. bieten.



Führungsunterstützungsbataillon 2 (FüUB2)

Zitat:
Gliederung und Aufgaben

Das FüUB2 gliedert sich in - ein Bataillonskommando mit Stabskompanie (StbKp),

    - drei Führungsunterstützungskompanien (FüUKp)

    - eine FüUKp für elektronische Kampfführung (eloKa) sowie

    - eine FüUKp für Kaderpräsenzeinheiten (KPE), die dem FüUB2 seit 1. Oktober 2014 organisatorisch unterstellt ist.

Die Hauptaufgabe des Bataillons besteht im Aufbau und dem Betreiben von sicheren Kommunikationswegen. Diese gewährleisten die Verbindung vom Streitkräfteführungskommando zu seinen unterstellten Verbänden.

Im Bataillonskommando werden neben den Stabsfunktionen auch die Organisationselemente der Netzsteuerung und der eloKa zusammengefasst. Darüber hinaus ist dem Kommando die Kraftfahrlehrgruppe unterstellt.

Die StbKp verfügt neben einer Kfz-Werkstätte auch über eine modern ausgestattete Elektronik-Werkstätte. Mit dieser stellt sie die Einsatzbereitschaft der Geräte des eigenen Verbandes sowie des Reserve-, Pool- und Umlaufgerätes der Streitkräfte sicher. Die FüUKpen gewährleisten mit ihren verlegbaren, digitalen Vermittlungs- und (Richt-)Funksystemen eine leistungsfähige und sichere Informationsübertragung.



Fokus: Force Provider - Cyber Soldaten - Führungsunterstützer

Zitat:
Seit 1. März 2008 verfügt der Verband über eine Novität im Österreichischen Bundesheer (ÖBH). Ab diesem Zeitpunkt wurde eine FüUKp für elektronische Kampfführung (eloKa) aufgestellt.

Die volle operationelle Fähigkeit der eloKa soll bis Ende 2018 erreicht werden. Das heißt, dass bis dahin die Einsatzarten elektronische Überwachung, Force Protection und elektronischer Angriff beherrscht werden müssen. Dies setzt die Fähigkeit zur Anwendung sämtlicher elektronischer Unterstützungs- und Gegenmaßnahmen, auch im internationalen Verbund, voraus.

__________________________

Lärobok i telekrigföring för luftvärnet
Radar och radartaktik

Malmö 2004



In Schweden gab es vor ca. 15 Jahren einen Prototyp für eine EloKa-Variante des CV90, genannt Störpansarbandvagn 90:


Heute verwendet das Telekrigbataljon eine Variante des Pbv203:



Zuletzt geändert von theoderich am 21. Mär 2016, 20:34, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 18. Aug 2015, 23:18 

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Der Panther. Die Zeitung des Jägerbataillons 17, Ausgabe 3/2015 hat geschrieben:
Elektronische Kampfführung

Nutzung des elektromagnetischen Spektrums.


Für zwei Tage verlegten die Soldaten der 1. Jägerkompanie nach Wien zur Führungsunterstützungsschule (FüUS), um an dem Seminar Elektronische Kampfführung (EloKa) für Waffengattungsfremde teilzunehmen.

Ziel des Seminars ist es, die Prinzipien und Möglichkeiten der EloKa zu kennen, um eigene Schutzmaßnahmen richtig anwenden zu können. Seit zwei Jahren sind die Straßer Soldaten wieder die ersten im Bundesheer, die diese wertvolle Ausbildung genießen können. Zu Beginn erhielten wir einen Einblick in die geschichtliche Entstehung der EloKa und die Eigenschaften des elektromagnetischen Spektrums als Grundlage für deren Einsatz.

Der Kern war die Vermittlung der verschiedenen EloKa-Maßnahmen, welche in Unterstützungs-, Gegen-, und Schutzmaßnahmen gegliedert sind. Es wurden immer wieder praktische Beispiele und Demonstrationen eingebaut, um die Materie möglichst anschaulich zu vermitteln. Abschließend wurden uns an der Funk-Ausbildungs- und Simulationsanlage (FASAN) die Auswirkungen eines Störsenders auf die eigene Verbindung demonstriert und welche relativ einfachen Maßnahmen gesetzt werden können, um die Verbindung dennoch sicherzustellen zu können.

Resümee

Ich möchte mich im Namen der 1. Jägerkompanie bei dem Kader der FüUS für die äußerst professionelle Durchführung des Seminars bedanken und hoffe, dass dieses Seminar in Zukunft mehr Anklang bei der Truppe findet, da es für alle Waffengattungen entscheidend sein kann, diese Art der Einsatzführung zu kennen und möglichst zum eigenen Vorteil zu nützen.

Horridoh!

Oberleutnant Volker Porta



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BeitragVerfasst: 10. Nov 2015, 11:43 

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Leistungsbilanz 2013/14

Zitat:
Im Februar 2013 wurde beim Führungsunterstützungsbataillon 2 ein Element für die elektronische Kampfführung aufgestellt. Dieses ist für den „Kampf gegen funkausgelöste improvisierte Sprengfallen“ (Radio Controlled Improvised Explosive Device) sowie für die Implementierung der dafür erforderlichen Systeme für elektronische Gegenmaßnahmen (Counter Radio Controlled Improvised Explosive Device – CREW-Systeme) verantwortlich. Teile dieses Elements decken im Einsatzraum auch den Bereich für die Koordinierung der elektronischen Kriegsführung (Electronic Warfare Coordination Cell – EWCC) eines führenden Kommandos ab.


Nicht gerade ambitioniert.


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BeitragVerfasst: 11. Dez 2015, 10:20 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20712
Elektronische Kampfführung im Österreichischen Bundesheer (TRUPPENDIENST, Folge 348, Ausgabe 6/2015)

Zitat:
EloKa-Aufgaben - Umsetzung bei den Landstreitkräften

Betrachtet man die Zielsetzungen der EloKa, so stellt sich gleichzeitig die Frage, wie diese bei den Landstreitkräften des ÖBH erreicht, beziehungsweise wie diese umgesetzt werden. Neben dem Zulauf von spezifischem Gerät und dessen Nutzung stehen die Abbildung von Organisationselementen und die Schaffung von EloKa-Arbeitsplätzen sowie deren reale Besetzung auf allen benötigten Ebenen an erster Stelle.

Der Systemwirkverbund der EloKa der Landstreitkräfte findet auf unterster Ebene mit dem taktischen EloKa-Element (takEloKaEt) seine Umsetzung. Dieses ist einmalig beim Führungsunterstützungsbataillon 2 (FüUB2) abgebildet. Beide Führungsunterstützungsbataillone stellen zusätzlich Fachpersonal im Stabsdienst. Anlassbezogen (Einsatz oder Übung) können hier Stabszellen/EloKa gebildet werden. Deren primäre Aufgabe stellt die Koordinierung von EloKa-Kräften dar. In den Brigaden der Landstreitkräfte sind darüber hinaus Milizoffiziersarbeitsplätze abgebildet. Zusätzlich befinden sich auf operativer Ebene Referenten.

Zitat:
EloKa - Ausbildung im ÖBH

Die Ausbildung des EloKa-Fachpersonals und der Führungsunterstützer sowie die Sensibilisierung Waffengattungsfremder und ganzer Stäbe obliegt der FüUS. Hier werden alle Führungsunterstützer im Rahmen ihrer Ausbildung mit der Materie EloKa konfrontiert und ebenenspezifisch ausgebildet.

Statistisch gesehen werden bei der Unteroffiziersausbildung inklusive der Synergien im Ausbildungsbereich der Führungsunterstützung wie

    - Antennentechnologie,

    - Wellenausbreitung,

    - Führen eines Elementes etc.

36 Prozent in EloKa investiert. Bei den Offizieren werden knapp 40 Prozent innerhalb der gesamten Führungsunterstützungsausbildung erreicht.

Zusätzlich führt die FüUS den Lehrgang "EloKa für Fachpersonal der Landstreitkräfte und Sondereinsatzkräfte" in der Dauer von insgesamt fünf Wochen durch. Dieser bildet die qualitativ und quantitativ höchste Ausbildung im Fachbereich und ist Voraussetzung für sämtliche Tätigkeiten auf einem fachspezifischen Arbeitsplatz.

International braucht diese Ausbildung den Vergleich mit kongruenten Kursen anderer Nationen nicht zu scheuen. Allerdings muss erwähnt werden, dass das "Training-on-the-Job" an den spezifischen EloKa-Geräten durch zu geringe finanzielle Mittel und folglich zu wenig beziehungsweise keinen Gerätezulauf nur im geringen Ausmaß möglich ist.

Zitat:
Das ÖBH steht vor der Aufgabe, den Gerätezulauf im Bereich der EloKa zu forcieren. Allen voran sollen CREW-Systeme sowie Erfassungs- und Peilsysteme angeschafft werden. Dem Zulauf von Geräten samt der dazugehörigen Software muss als logische Schlussfolgerung eine nochmalige Intensivierung der Ausbildung folgen sowie die Teilnahme an internationalen Übungen, um einem Know how-Verlust vorzubeugen. Im Jahr 2014 wurden drei internationale Übungen im Fachbereich absolviert.



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