Aktuelle Zeit: 24. Nov 2017, 06:23

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 122 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5 ... 9  Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 10. Feb 2010, 09:01 
Benutzeravatar

Registriert: 07. Nov 2006, 13:36
Beiträge: 883
Der Zeitung "Heute" wurde angeblich ein Insider-Papier zugespielt mit folgendem Inhalt:
Leopard 2A4: Einsatzbereitschaft 50%, die zugedachten Aufgaben in der Landesverteidigung sind nicht mehr erfüllbar (57 von 114 Stück)
> Kommentar aus dem BMLVS: Ja, die Zahlen stimmen - Einsatzbereitschaft 54% (61 von 114 Stück)
Schützenpanzer Ulan: 20% technische Probleme und Ersatzteilmangel (22 von 112 Stück)
> Kommentar aus dem BMLVS: Im Herbst gab es große Probleme - es könnten tatsächlich nur 20% einsatzbereit gewesen sein. Diese Mängel sind allerdings behoben.

Diese Zahlen über das Rückrad des Österreichischen Bundesheeres geben einen alarmierenden Einblick in den Zustand unseres Heeres - fern ab von desolaten Kasernen und fliegenden Oldtimern.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10. Feb 2010, 09:28 
Benutzeravatar

Registriert: 29. Jul 2008, 20:32
Beiträge: 1985
Mann könnte die Berichte von "Heute" ja als Scheisshauspapier abstempeln...leider wird aber zu Recht jeder Beitrag vom Ministerium bestätigt.

Was mich jedoch Maßlos aufregt ist die Art und Weise wie Heute diese Beiträge schreibt: Als wäre das Heer schuld daran dass zu wenig Geld für Ersatzteile und Personal da ist!

Besonders der letzte Satz des Artikels zeigt von der Qualität der Zeitung und bestätigt wieder deren negative Grundhaltung gegenüber dem Heer.

Heute hat geschrieben:
Einziger Trost in der Material-Misere: Slowenien oder Liechtenstein planen derzeit keine Invasion der Republik …

_________________
Beordert bei 1./JgB NÖ


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10. Feb 2010, 09:40 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20791
Hier ist noch der Link zum Artikel:

Enthüllt: Jeder 2. Panzer ist defekt!


Das hört sich ja wirklich toll an. Gibt es eigentlich noch irgendetwas beim Heer das noch funktioniert? Übrigens: Haben wir nicht 112 "Ulan"-Schützenpanzer?
Und was mich noch wundert: Warum geht ein "Insider" mit diesen Informationen ausgerechnet zu diesem Schmierblatt, statt zu einer seriösen Tageszeitung? Etwa weil die es nicht inreressiert und "Heute" jede erdenkliche Information ohne nähere Recherche abdruckt? Wer weiß also, ob an diesen "Sch....hausgerüchten" irgendetwas dran ist.


Zuletzt geändert von theoderich am 10. Feb 2010, 09:45, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10. Feb 2010, 09:42 
Benutzeravatar

Registriert: 29. Jul 2008, 20:32
Beiträge: 1985
Weil man leider Zugeben muss das viele ÖBH Angehörige genau ins Niveau solcher Zeitungen passen.

Man bemerke, viele aber NICHT alle. Nicht dass sich jetzt einer auf den Schlips getreten fühlt.

_________________
Beordert bei 1./JgB NÖ


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10. Feb 2010, 10:45 
Benutzeravatar

Registriert: 07. Nov 2006, 13:36
Beiträge: 883
BMLVS hat geschrieben:
Bundesheer: Panzertruppe einsatzbereit
Utl.: Ulan-Panzer derzeit zu 72 % einsatzbereit - ein Spitzenwert bei derart komplexen Waffensystemen =

Wien (OTS/OTS) - In Reaktion auf einen heutigen Medienbericht stellt das Österreichische Bundesheer fest, dass die Auftragserfüllung des Bundesheeres - auch und vor allem durch die Panzertruppe - uneingeschränkt gewährleistet ist. Mit Stand Jänner 2010 lag die Einsatzbereitschaft (volle Feldverwendbarkeit) bei den Ulan-Panzern bei 72 % - das ist bei so hochkomplexen Waffensystemen auch international ein Spitzenwert. Gerade weil mit den Panzern wieder viel geübt wird, kommt es natürlich auch phasenweise verstärkt zu Instandsetzungsarbeiten und damit zu Phasen geringerer Belastung.
Generell ist daher festzuhalten, dass eine Momentaufnahme eines technischen Zustandes - der noch dazu viele verschiedene technische Zwischenstufen kennt - niemals Rückschlüsse auf die Einsatzbereitschaft des Bundesheeres geben kann. Jedes Bataillon verfügt über eine Werkstätte. Darüber hinaus gibt es auf höherer Ebene noch eine Brigadewerkstätte und pro System im Bundesheer eine Werkstatteinrichtung in den Heereslogistikzentren.

Das Bundesheer hat zur Zeit ca. 1.000 Soldaten im Internationalen Einsatz vom Kongo bis in den Kosovo. Darüber hinaus tragen 800 Soldaten zur Sicherheit der Bevölkerung in der burgenländisch-niederösterreichischen Grenzregion bei. Das Bundesheer beteiligt sich an Internationalen Übungen, wie in den kommenden Tagen in Norwegen, bildet zur Zeit mehr als 15.000 Wehrpflichtige aus und erhält die Führungs- und Einsatzfähigkeit der Berufssoldaten.

OK, mag sein, dass derzeit 72% der Ulanen einsatzbereit sind und dass das ganz ok ist. Mich erschüttert allerdings die Info, die fehlt - nämlich der Karstand der Leopard 2A4 Kampfpanzer. Damit gibt das Heer offiziell die niedrige Bereitschaft der Leoparden zu!


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10. Feb 2010, 11:01 
Benutzeravatar

Registriert: 29. Jul 2008, 20:32
Beiträge: 1985
Was mich schon wirklich nervt ist bei jeder Stellungnahme des Heeres wieder der Hinweis wie viele Soldaten wir nicht im Ausland haben und wie gut wir nicht sind...

Das kommt schon so sicher wie das Amen nach dem Gebet.

EDIT:

Der Standard und die Presse sind jetzt auch schon auf den Zug aufgesprungen, allerdings weit sachlicher:

derStandard.at

Die Presse

_________________
Beordert bei 1./JgB NÖ


Zuletzt geändert von Milizler am 10. Feb 2010, 12:15, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10. Feb 2010, 12:05 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20791
Nicht nur der "Standard" und die "Presse". Auch die "Kleine Zeitung" und der ORF (http://orf.at/ticker/357679.html).
Ich frage mich, ob man, wenn man mehr Personal, mehr Budget und gleichzeitig eine größere Stückzahl von Panzern hätte (die dadurch vielleicht pro Stück weniger abgenutzt würden; die Stückzahl von Kampfpanzern im Bundesheer ist laut einer Publikation des BMLV im europäischen Vergleich weit unterdurchschnittlich: Kampfpanzer in europäischen Kleinstaaten: http://www.bmlv.gv.at/wissen-forschung/publikationen/publikation.php?id=351), einen besseren Klarstand erzielen könnte?
Nur stellt sich diese Frage in Österreich überhaupt nicht. Wie sollte sie auch gestellt werden? Das Bundesheer ist ausrüstungsmäßig und personell nur noch eingeschränkt einsetzbar. Das hat sich bereits abgezeichnet und man weiß es auch schon seit mindestens 20 Jahren. Nur hat man statt etwas dagegen zu tun, alles unternommen, damit sich die Situation weiter verschlimmert.

P.S.:
Zitat:
Die Grünen sprechen von einem "sicherheitspolitischen Schrotthaufen", fordern den Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag, um zusätzliche Mittel freizumachen, und drohen mit einem Antrag auf Abschaffung des Heeres.


Zitat:
Der Grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz fordert den Verkauf der Kampfpanzer und der schweren Artillerie. Stattdessen sollten gepanzerte Mannschaftsfahrzeuge für internationale Einsätze beschafft werden. Er warnt davor, dass das Bundesheer bald nicht mehr einsatzfähig sein könnte. Verantwortlich dafür seien die Ex-Minister Herbert Scheibner, Günter Platter und nun auch Darabos. "Die haben die Zukunft des Bundesheeres mit dem Eurofighter verspielt", so Pilz.

Pilz fordert daher den Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag. Angesichts der Korruptionsvorwürfe gegen den am Eurofighter beteiligten Rüstungskonzern BAE sei ein Ausstieg jetzt schon möglich, meint Pilz. Darabos solle daher entsprechende Schritte setzen und sich auf ein zivilrechtliches Verfahren zur Kündigung des Vertrags einlassen. "In einem halben Jahr ist das Bundesheer nicht mehr zu retten", glaubt Pilz. Sollte es so weitergehen, wollen die Grünen daher dessen Abschaffung beantragen.


    Quelle: DerStandard.at

Peter Pilz muss offensichtlich schon längst der Wahnsinn ereilt haben, oder schafft er es nicht nachzudenken, bevor er solchen Blödsinn von sich gibt?? Aber etwas anderes ist man von diesen Typen ("Friedenssprecher"!!) ja nicht gewohnt. Widersprüchlichkeiten in jedem Satz: "Hilfe, das Bundesheer könnte bald nicht mehr einsatzbereit sein!", "Verkaufen wir die Panzer und beschaffen Mannschaftstransportpanzer!", "Schafft endlich die Miliz ab!", "Kürzt das Verteidigungsbudget!", "Führt ein Freiwilligenheer ein!", "Steigt aus dem Eurofightervertrag aus, obwohl schon alles geliefert wurde und großteils schon bezahlt ist." Aber offenbar gibt es Leute die ihm solche wirren Ideen abkaufen.

P.P.S.: Ich stehe dem Trend im Zeitungswesen, fast alle Artikel einfach unreflektiert von anderen Zeitungen oder von der APA zu übernehmen, sehr kritisch gegenüber. Man "spart" sich Recherchearbeit, gibt sich aber nicht die Mühe einen möglicherweise qualitativ hochwertigeren Artikel abzuliefern. Hauptsache, irgendeine Person oder Institution wird darin angepatzt.

P.P.S.: Mein Bruder erklärte mir kürzlich, dass im Heer für die Ausbildungskompanien immer noch unglaubliche Geldmengen zur Verfügung stehen (Liegt wahrscheinlich daran, dass die Anzahl an EFs, sprich: Offiziersanwärtern, im Steigen begriffen ist.). Da gibt es überhaupt keine finanziellen Nöte und ich sehe es durchaus positiv.

P.P.S.: Kampfpanzer als Verteidigungsfolklore (Ein ziemlich schwachsinniger Kommentar. Siehe Zitat:)

Zitat:
Seit der Heeresreform ist klar: Das Bundesheer konzentriert sich auf internationale Einsätze im Ausland, auf die Einbindung in eine europäische Verteidigungspolitik und auf Katastropheneinsätze im Inland. Für all das benötigt man keine Kampfpanzer. Deren Anschaffung ist ein Relikt des Kalten Krieges: Im Fall einer Auseinandersetzung der Supermächte sollte das österreichische Heer die sowjetischen Verbände einige Tage lang aufhalten können.

Dass die Panzer zu einer Zeit angeschafft wurden, als der Kalte Krieg eigentlich schon vorbei war, ist allein schon ein Kuriosum. Dass man heute noch daran festhält, hat mit Verteidigungsfolklore zu tun. Als General lässt man halt gern so einen Panzerkonvoi vorbeidefilieren.



Warum bezeichnet man eigentlich in Österreich jedes auch nur teilweise offensiv einsetzbare Waffensystem (Kampf- und Schützenpanzer, Artillerie) gleich mal als unnötig oder Geldverschwendung? Jede moderne Armee, ausgenommen exotische Kleinststaaten, die sowieso keine nennenswerte strategische Lage haben oder wo sich eigenständige Landesverteidigung einfach nicht auszahlt (Andorra, Monaco, Vatikan), hat Kampfpanzer, das gehört einfach dazu, schon wegen der Durchschlagskraft und der psychologischen Wirkung. Nicht umsonst waren von Seiten der Bundesheerreformkommission auch Kampfpanzer für Auslandseinsätze "hoher Intensität" vorgesehen.


Zuletzt geändert von theoderich am 10. Feb 2010, 20:04, insgesamt 2-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10. Feb 2010, 19:50 

Registriert: 05. Jun 2009, 18:09
Beiträge: 284
Der Klarstand von nur ca.55% der KPZ Leopard ist durchaus normal,da es ja nur eine Momentaufnahme ist!
Nach jeder Übung sind natürlich gewisse Wartungsmassnahmen erforderlich,da ja das Waffensystem beansprucht
wird. Weiters sind durch den Betrieb Ausfälle normal,das bedeutet aber nicht,das der Panzer einen schweren Mangel hat.
Z.b. Lüfter defekt-bedeutet Ausfall des Panzers. Ausserdem dienen die Wartungsintervalle auch der Betriebssicherheit.

Im Internationalen Vergleich ist das österreichische Bundesheer Spitzenreiter beim Klarstand von Waffensystemen
wie z.B. dem Leopard 2A4 .
Natürlichen sind solche Meldungen für den Laien eine Katastrophe,tatsächlich ist es nichts aussergewöhnliches!

Oder ist ein Auto kaputt, wenn man nur einen Ölwechsel zum Beispiel machen muß?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10. Feb 2010, 20:27 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20791
Nur die Kommentare von Journalisten, die sich einbilden Oberexperten auf diesem Gebiet zu sein, "das Bundesheer halte sich in Wirklichkeit eine völlig unnötig aufgeblasene Panzertruppe", regen mich doch irgendwie auf. Und dann noch dumme Vergleiche, "dass Bundesheer sollte die sowjetischen Streitkräfte im Kriegsfall doch ein paar Tage aufhalten können" auch ohne Kampfpanzer. Sinnvoll wäre die Beibehaltung der "Leopard" und der vollständige Ersatz der "Saurer" durch "Ulan" (Schützenpanzer mit Maschinenkanone + Granatwerfer-Schützenpanzer + Sanitäts-Schützenpanzer), Dingo 2 / "Pandur" II 6x6 (Mannschaftstransportpanzer), "Pandur" II 8x8 (Schützenpanzer mit 2cm-Kanone) und Iveco LMV (Feuerleitfahrzeug).
Bei manchen Typen des SPz A1 muss man sich natürlich auch fragen, ob sie nicht obsolet sind (z.B. 2cm-Kanone).

Österreich

    114 "Leopard"2A4

    112 "Ulan"
    261 "Saurer"4K4E/F (+ 106 Langzeit-MatE)
    [Aus irgendeinem Grund läuft dieses Gerät unter "Mannschaftstransportpanzer"]

Ein paar Vergleichszahlen:

Schweden

    120 Strv-122 "Leopard" 2S
    160 Strv-121 "Leopard" 2A4

    485 Strv 9040 (CV-9040)

Schweiz

    224 Pz-87 "Leopard" 2 (Kampfwertsteigerung für 134)

    186 CV9030

Finnland

    100 "Leopard" 2
    63 T-72

    57 CV-9030 (weitere 45 in Auslieferung)
    60 BMP-1PS
    15 BMP-1TJ
    50 BMP-2

Dänemark

    51 "Leopard" 2A5
    130 "Leopard" 1A5

    45 CV-9035DK (Auslieferung 2007 bis 2009)
    (teilweise als Ersatz für die M-113)

Belgien

    137 "Leopard" 1A5

    SCHÜTZENPANZER: 208
    (...) YPR-765 (MILAN)
    15 YPR-765 (PC)
    (...) YPR-765 (25-mm-MK)

Die Stückzahlen die Österreich betreibt, sind völlig im international üblichen Rahmen, teils auch unterdurchschnittlich. Die "Saurer" kann man natürlich reduzieren, besser man würde diese Reduktion durch eine Erhöhung der Anzahl moderner Schützenpanzer aufwiegen, aber das "braucht man ja nicht".


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10. Feb 2010, 22:14 

Registriert: 05. Jun 2009, 18:09
Beiträge: 284
Grundsätzlich bleiben die Leopard Panzer erhalten. Das wurde im Rahmen der ÖBH Reform beschlossen und auch
von allen Parteien abgesegnet. Das sich manche Politiker (Pilz etc.) nicht an Verträge gebunden fühlen erklärt sich von
selbst. Aber wie gesagt, gibt es das Planungskonzept ÖBH 2010 wo auch 2 Panzerbataillone für Friedensschaffende Einsätze "hoher Intensität" bereit gehalten werden. Wurde im übrigen vor kurzem vom Projektleiter Commenda so gar nochmals auf Anfrage bestätigt und so formuliert: " Wir werden auch lange nach 2015 Kampfpanzer Leopard im Einsatz haben,das ist so geplant."

Daran werden auch Kommentare von Journalisten die entweder keine Ahnung oder mit böser Absicht Skandalmeldung
schreiben nichts ändern können.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10. Feb 2010, 22:30 

Registriert: 26. Mai 2009, 08:50
Beiträge: 334
Zitat:
schon wegen der Durchschlagskraft und der psychologischen Wirkung.


wenn selbst bei Friedensmission am Balkan Panzer verwendet werden allein weil man damit besser Demostraten erschrecken kann bzw. jeden Gedanken bewaffnet gegen die Truppe vorzugehen dann ist das ding nützlich.

Im Tschad währen MBT selbst nur als Flüchtlingslagerwache nützlich gewesen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10. Feb 2010, 22:53 

Registriert: 26. Dez 2005, 15:07
Beiträge: 325
Wohnort: Bundesrepublik Deutschland
Als erstes verwundert mich das hochsensible Daten zur Einsatzbereitschaft öffentlich publiziert werden. Dafür hätte es zu meiner Dienstzeit ein Verfahren wegen Landesverrat gegeben . Die Einsatzbereitschaft / Klarstandszahlen wurden jeden Donnerstag nur von einem kleinen Kreis im Btl bekanntgegeben und nach oben gemeldet. Wa wurde Mittwoch abends oftmals länger gearbeitet um Donnerstags hohe Klarstandszahlen vorweisen zu können .
Da sage einer, die Zeit früher wäre nicht besser gewesen . Ein klares Zeichen von Ignoranz und Euro-Fuchserei der Verantwortlichen.

Mal zu eurer Instandsetzung im Bundesheer : habt Ihr eigentlich noch die klassische Instandsetzung in euren PzBtl ? In Deutschland ist man ja mittlerweile zu der Zivil-militärischen HIL gewechselt. Dort soll ja auch nicht alles so sein wie seinerzeits geplant.
Anmerkung : HIL Heeres Instandsetzungs Logistik . Eine GmbH mit Beteiligung der Herstellerfirma KMWEG .

_________________
Klagt nicht , kämpft !!!


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10. Feb 2010, 22:54 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20791
Ich erstelle hier mal schnell eine Chronologie der Ankündigungen bezüglich der künftige Ausrichtung der Panzerwaffe im Bundesheer:

Bundesheer ohne Panzer? (16.April 2009)

Zitat:
18. März 2009 | 17:47 | | Christoph Reiser Alexander Purger (SN)

Die schweren Waffen des Heeres sind ins Visier der Budgetsanierer geraten.

Wien (SN). Angesichts der bevorstehenden Kürzung des Verteidigungsbudgets hat im Bundesheer die Suche nach Einsparungspotenzialen begonnen. Besonders viele Gerüchte ranken sich um die Abschaffung oder Reduzierung der schweren Waffen. Das sind Panzer, Fliegerabwehrkanonen und Artillerie. Schon macht das Schlagwort vom „Bundesheer ohne Panzer“ die Runde.

„Glaubenskrieg“ im Heer

Bei bisherigen Sparpaketen im Heer wurde linear, also in allen Bereichen, ein wenig gekürzt. Angesichts der kommenden Geldnöte – die Rede ist von einer realen Budgetkürzung um 150 bis 200 Millionen Euro – sind jetzt aber energischere Einschnitte nötig.

Im Zentrum der Überlegungen stehen die zwei Panzergrenadierbrigaden, drei Artilleriebataillone und zwei Fliegerabwehrregimenter. Sie könnten entweder zur Gänze aufgelöst oder auf jeweils einen Verband reduziert werden, um das waffentechnische Wissen für die Zukunft zu bewahren.

Die Panzerwaffe würde demnach in Zukunft nur noch aus Radpanzern und gepanzerten Mannschaftstransportern bestehen. Die Kampfpanzer „Leopard“ und die Schützenpanzer „Ulan“ würden abgeschafft. Von beiden Modellen hat das Heer mehr als 100 Stück. Das Aufgeben der schweren Waffen würde laut Expertenschätzungen bis zu 300 Millionen Euro im Jahr bringen, ist aber heeresintern äußerst umstritten.

Die Befürworter eines „Bundesheeres ohne Panzer“ argumentieren so: Mit 120 Kampfpanzern halte Österreich nach wie vor beim Stand des Kalten Kriegs, während unsere Nachbarn ihre Kampfpanzer seither massiv reduziert haben. Österreich werde nie in einen „robusten“ Auslandseinsatz gehen, der den Einsatz von Kampfpanzern erfordere. Und auf dem eigenen Territorium sei Österreich aktuell nicht bedroht. Die Vorwarnzeit für einen konventionellen Konflikt werde in Europa heute auf zehn Jahre geschätzt, sodass im Ernstfall genug Zeit bliebe, wieder Einheiten mit schweren Waffen aufzustellen.

Die Gegner eines Heeres ohne schwere Waffen halten dem entgegen: Eine Armee ohne Panzer sei einfach keine Armee mehr. Gebe man die schweren Waffen auf, gehe das entsprechende Wissen verloren, und man könne sie nie wieder einführen. Zudem könne man nie wieder den „Kampf der verbundenen Waffen“, also das Zusammenwirken der verschiedenen Teilstreitkräfte, üben. Und nicht zuletzt seien die Panzereinheiten in Ostösterreich ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Im Büro von Verteidigungsminister Norbert Darabos will man sich über diesen „Glaubenskrieg“ um die Panzer nicht äußern. Richtig sei, dass der Generalstab derzeit Einsparungsmöglichkeiten suche. Die Einschnitte würden aber geringer ausfallen als kolportiert und zulasten der Verwaltung und nicht der Truppe gehen.

© SN/SW


Weg mit Leopard und Jaguar, her mit dem Panzernashorn! (11. August 2006)


Bundesheer: Kampf um Panzer (1. Juli 2005)


Leopard-Panzer bleiben (29. Juni 2005)

Zitat:
Generalmajor Othmar Commenda, der für die Umsetzung der Bundesheerreform zuständig ist, gab am Dienstag bekannt, dass alle 114 Kampfpanzer Leopard im Dienst bleiben - nur von den veralteten Saurer-Schützenpanzern und von den Raketen-Jagdpanzern Jaguar muss sich die Panzertruppe trennen. Bei der Artillerie werden allerdings die Panzerhaubitzen M-109 - die erst in den letzten Jahren auf neuesten Stand umgerüstet wurden - stark reduziert.


Zitat:
Dazu kommen geplante Beschaffungen: Das Bundesheer brauche Radpanzer und leichte gepanzerte Allradfahrzeuge, hieß es. Als Platzhalter für diese Fahrzeuge sollen die Kürassier-Jagdpanzer vorerst weiter in Verwendung bleiben. Neues Gerät und Investitionen sind aus Sicht der Heeresreformer zudem für die Luftstreitkräfte nötig, etwa bei Hubschraubern. Beschaffungen in diesem Bereich seien aber sehr teuer und könnten daher nur langfristig angegangen werden.



Österreich rüstet drastisch ab (8. Juni 2005)

Zitat:
So werden 114 moderne Kampfpanzer vom Typ Leopard, die erst im Jahr 1996 angeschafft wurden, wieder verkauft. Unklar blieb bis zuletzt, ob alle Panzer abgestoßen oder Restbestände behalten werden. 160 Kampfpanzer M 60 sind großteils bereits verkauft. Bei den Radpanzern ist ebenfalls eine Umrüstung vorgesehen.



Heeresreform: Drohnen statt Panzer (6. Juni 2005)


Der große Abverkauf beim Bundesheer (22. Mai 2005)

Zitat:
So soll in St. Pölten - zum Verdruss der sozialdemokratisch dominierten Stadtgemeinde - das Panzerbataillon 10 aufgelöst und die Kopalkaserne verkauft werden. Außerdem sollen einige der Leopard-Panzer verkauft werden, ebenso wie Artilleriegeschütze - beides erst im letzten Jahrzehnt angeschafft und aufwändig auf modernen Stand gebracht.

Aber darin liegt ein mögliches Hindernis für sinnvollen Abverkauf: Die auf das Bundesheer abgestimmten "OE"-Versionen des militärischen Geräts entsprechen nicht in allen Details internationalen Standards. Zudem gibt es in Europa ein Überangebot von gebrauchtem schwerem Gerät - die deutsche Bundeswehr etwa hat überschüssige Leopard-Panzer billig an Polen abgegeben.



Teile der Panzerwaffe sollen verkauft werden (27. September 2004)


Bundesheerreform: SP-VP-Zwist um frühere Panzerkäufe (13. August 2004)


Panzerarmee im Angebot: Heer will schwere Waffen verkaufen (12. August 2004)


Geheimplan: Bundesheer will Landesverteidigung aufgeben (29. März 2004)


Unsere "Leopard 2" wurden übrigens 1982 bis 1986 gebaut, d.h. das jüngste Exemplar ist jetzt etwa 23 Jahre alt.

@ PzBrig15: Dass das Bundesheer nicht mehr einsatzbereit und weder für die Landesverteidigung, noch für den Katastrophenschutz passend ausgerüstet ist, ist in Österreich ein offenes Geheimnis.
Und was die Materialerhaltung anbelangt: Die wird in Österreich noch bundesheerintern durchgeführt - das zuständige Kommando Einsatzunterstützung hat als einziges der diversen Kommanden und Ämter des Heeres einen wirklich informativen Internetauftritt:



Zuletzt geändert von theoderich am 02. Okt 2015, 18:48, insgesamt 2-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 10. Feb 2010, 23:29 

Registriert: 28. Okt 2006, 20:59
Beiträge: 279
theoderich hat geschrieben:
das zuständige Kommando Einsatzunterstützung hat als einziges der diversen Kommanden und Ämter des Heeres einen wirklich informativen Internetauftritt:


...bei diesem Internetauftritt kennt man nicht einmal den Unterschied zwischen einem Schützenpanzer und einem Bergepanzer M578...


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 11. Feb 2010, 08:10 

Registriert: 05. Jun 2009, 18:09
Beiträge: 284
Möchte nur korrigieren, unsere Leopard 2A4 wurden als A3 in den Jahren 1984-1986 gebaut und an die holländische
Armee geliefert, wo sie auf A4 umgerüstet wurden.

Auch heute noch wird der Leopard 2A4 von Ländern angeschafft (gebraucht natürlich) was beweist,das der Leopard
ein nach wie vor ein hervorragendes Waffensystem ist und noch viele Jahre im Einsatz stehen wird.

Leider wissen viele sogenannte Experten nicht, das ein Kampfpanzer vorallem auch dem Schutz der Soldaten dient.
Speziell im Auslandseinsatz mit hoher Intensität. Oder Sie wissen es und wollen aber,das den Soldaten kein ausreichender
Schutz zur Verfügung steht.
Das wär aber sehr bedenklich,wenn österreichische Jornalisten es ernsthaft meinen,was Sie schreiben.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 122 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5 ... 9  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  


Link zu Doppeladler.com
Link zu The Modeller
Link zu den Freunden Historischer Schiffe
Doppeladler.com - Plattform für Österreichs Militärgeschichte
The Modeller - Österreichs Militärgeschichte durch die Modellbaubrille
FHS - Die Freunde Historischer Schiffe
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de