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BeitragVerfasst: 13. Aug 2013, 19:16 

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Da mit Artilleriebeobachter liegen wir schon richtig

PAR 66 scheidet aus, die war im Regelfall als Infanteriebewaffnung bei den 2cm MK66-SPz drauf. mGrW kann es sein, aber wenn, dann Waffe nicht aufgebaut (man würde das Rohr sehen).


FuFS scheidet aus, der hat auch vorne eine sehr charakteristische KW-Antenne. da hätte der keinen kleinen Festaufbau hinterm Fahrer.
Den Adler hab` ich , glaub ich, bei einem PzAB gesehen, fällt mir ein. Ich würde sagen, BTrp der Artillerie in den späten 80ern oder beginnenden 90ern. Später war da ein Heckkorb hinterm Kampfraum für gefechtsunwichtiges Gerümpel wie Zelt etc. Der Zeitraum dürfte auch insofern stimmen, da diese Fahrzeuge später ein signifikantes, sBGerät montiert kriegten und mit der EAFLS-Software bestückt waren.


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BeitragVerfasst: 13. Aug 2013, 19:42 

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AMX hat geschrieben:
Bin mir ziemlich sicher, dass das zylindrische Ding ein Periskop ist.

Stimmt

AMX hat geschrieben:
Granatwerfer wäre möglich, wenn der Granatwerfer gerade abgesetzt ist; glaube ich aber nicht - ich bin mir zwar aus diesem Winkel nicht ganz sicher, aber die Keile scheinen mir zu weit vorne montiert zu sein. Beim GrW-SPz ist davor ja Platz für die Bodenplatte des Granatwerfers.
Scheint mir eher eine der Führungsversionen zu sein, oder eventuell der Transporter für die Mistral.
SAN und Artilleriebeobachter können wir ausschließen, die haben andere Aufbauten.


Gut beobachtet, ist ein normaler FüPz, der Führungspanzer Artillerie hat einen ganz anderen (höheren) Aufbau bzw. Auslass für den LEM-Messkopf.


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BeitragVerfasst: 22. Aug 2013, 08:54 

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Die Saurer Schützenpanzerfamilie war gar nicht so schlecht. Besonders auch die Gliederung in den
3 Stk Pz Gren Brig. Die Saurer mit ihrer Bewaffnung sind nicht zu unterschätzen.
So eine Pz Gren Brig war sehr Kampfstark , leider mit keiner Flugabwehrmöglichkeiten so über
4000 m
Wobei die 4 cm Zwillingskanone, der M 42 die stärkere Waffe war.

Das der Ulan natürlich jetzt der Stand der Technik ist , auf geändertes Einsatzgelände, Bedrohungsarten kann man auch gut reagieren.

Wenn man da die BMP Familie betrachtet von 1 -3 wo ja auch viele Verbesserungen gemacht wurden.
Aufgrund von schmerzhafte Einsatzerfahrungen.
Das mit den Treibstofftanks an den Hecktüren erinnert mich sofort an Soldaten die durchs Feuer müssen, oder wenn der SPz bergab steht und die Türen zu schwer sind zum öffnen
Kürzlich hat mir jemand ein Gefechtsvideo gesendet , wo die Hecktüren zugemacht wurden, von den Soldaten im Freien .

http://www.liveleak.com/view?i=f73_1374167361


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BeitragVerfasst: 25. Okt 2013, 10:48 

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Die Bundesheerreform 1962/63 (Armis et Litteris 17)

Zitat:
1959 kam es zum Beschluss und zum Ankauf von zunächst 500 Saurer Schützenpanzer (SPz) und in Folge begann die Zuweisung der Nullserie.

Zitat:
An die Panzertruppe wurden 1960 die ersten zehn Saurer Schützenpanzer (SPz) ausgeliefert. Schon 1956 wurde seitens der Firma Steyr der erste Prototyp vorgeführt, der sich als unbrauchbar erwies und erst 1960 entsprach der SPz der Firma Steyr den gestellten Anforderungen. Im Jahre 1962 erfolgte die Lieferung von weiteren 60 Stück. Die Entwicklungsarbeit wurde erschwert, da seitens des Bundesheeres ein Schützenpanzer mit Kampfauftrag gefordert wurde. Ein gepanzerter Transportwagen wie der amerikanische M 21 wurde nicht mehr angestrebt.

Zitat:
Die Übergabe des 100. Saurer-Schützenpanzers an das Bundesheer erfolgte am 13. März 1963 und war Anlass für einen Filmbericht, ebenso wie ein Bericht über den Gesetzesbeschluss des Nationalrates über Wehrdienstzeichen und Wehrdiensterinnerungsmedaille.



Anlage zum Bundesvoranschlag für das Jahr 1985
Systemisierungsplan der Kraft-, Luft- und Wasserfahrzeuge des Bundes für das Jahr 1985

Zitat:
Im Bereich der Mechanisierung sind Aufwendungen für die Modifikation der vorhandenen Schützenpanzer und Kampfpanzer M 60 A1 vorgesehen; dadurch soll es ermöglicht werden, die Beschaffung der Nachfolgegeneration in die 90er Jahre hinauszuschieben.



Bericht des Finanz- und Budgetausschusses über die Regierungsvorlage (520 der Beilagen): Bundesfinanzgesetz für das Jahr 1959.

Zitat:
Der Bundesvoranschlag für das Jahr 1959 sieht im Kapitel 23: "Landesverteidigung" an Ausgaben 2.011,640.000 Schilling vor. Die Einnahmen sind für dieselbe Zeit mit 31,614.000 Schilling präliminiert.


Zitat:
Der Aufbau des Bundesheeres hat praktisch im Jahre 1957 begonnen. Dieser Aufbau ist noch nicht abgeschlossen. Für die Fortsetzung des Aufbaues im Jahre 1959 haben die Abteilungen des Bundesministeriums für Landesverteidigung einen Budgetbedarf von 3,5 Milliarden Schilling errechnet. Diese gewissenhaft errechneten Bedarfssätze wurden in Anpassung an die Gesamtbudgetlage auf rund 2 Milliarden Schilling reduziert. Dies bedeutet, daß der weitere notwendige Aufbau des Bundesheeres verlangsamt wurde und in den folgenden Jahren nachgeholt werden muß. Das Heeresbudget für das Jahr 1959 macht 5% des Gesamtbudgets aus gegenüber 5,3% im Vorjahr. Ähnlich kleine Staaten wie Österreich weisen, obwohl dort das -Heer nicht erst aufgebaut, sondern weiter ausgebaut wird, wesentlich höhere Prozentsätze für das Heeresbudget aus, so zum Beispiel Belgien 11,9%, Schweden 18,5% und die Schweiz 30% des Gesamtbudgets.


Zitat:
Auch im Jahre 1959 soll die Verwendung der Kredite in derselben Weise erfolgen. Im kommenden Jahr dürften sich noch bessere Auswirkungen auf die österreichische Wirtschaft ergeben, weil sich für einige mit maßgeblicher Beteiligung von Fachleuten des Bundesministeriums für Landesverteidigung entwickelte militärische Ausrüstungsgegenstände, zum Beispiel den Puch Haflinger 600 oder den Saurer-Schützenpanzer, sowie eine Plastikhandgranate ausländisches Interesse zeigt, welches unseren Export ausweiten könnte.


________________________________________________


Im Jahr 1996 hat der Rechnungshof einen vernichtenden Bericht über den Zustand der Panzergrenadierbataillone des Bundesheeres publiziert. Darin sind auch etliche Informationen über den damaligen Zustand der "Saurer"-Flotte enthalten:

    Reihe Bund 1996/11
    Tätigkeitsbericht des Rechnungshofes
    Verwaltungsjahr 1995

    Panzergrenadierbataillone

    Zitat:
    Kennzahlen der Panzergrenadierbataillone

      Horn/Weitra

        Schützenpanzer

          78

        Jagdpanzer

          12

        Kaderpersonal

          231

        Grundwehrdienerstärke eines Vollkontingentes

          351

        Peronalausgaben (mit Zeitsoldaten, ohne Grundwehrdiener) - in Mill. S

          66,0

      Ried

        Schützenpanzer

          78

        Jagdpanzer

          12

        Kaderpersonal (IST)

          201

        Grundwehrdienerstärke eines Vollkontingentes

          355

        Peronalausgaben (mit Zeitsoldaten, ohne Grundwehrdiener) - in Mill. S

          54,5

      Großmittel

        Schützenpanzer

          78

        Jagdpanzer

          12

        Kaderpersonal

          176

        Grundwehrdienerstärke eines Vollkontingentes

          278

        Peronalausgaben (mit Zeitsoldaten, ohne Grundwehrdiener - in Mill. S)

          54,7


    Zitat:
    Prüfungsablauf und –gegenstand

      Der RH überprüfte von März bis Juni 1994 ausgewählte Bereiche der Panzergrenadierbataillone. Das Prüfungsergebnis wurde dem BMLV im Juni 1995 übermittelt. Zu den von September 1995 bis Jänner 1996 eingelangten acht Stellungnahmen gab der RH im Juli 1996 seine Gegenäußerung ab.

      Überprüft wurden sämtliche drei Panzergrenadierbataillone, nämlich das Panzergrenadierbataillon 9 in Horn und Weitra (Niederösterreich), das Panzergrenadierbataillon 13 in Ried (Oberösterreich) und das Panzergrenadierbataillon
      35 in Großmittel (Niederösterreich).

      Gegenstand der Überprüfung waren insbesondere die Ausbildung, der Dienstbetrieb, volkswirtschaftliche Aspekte sowie die Organisation der Panzergrenadierbataillone.


    Zitat:
    Allgemeines

      Jedes dieser Panzergrenadierbataillone war einer der drei Panzergrenadierbrigaden eingegliedert, die dem III. Korps unterstanden.

      Der RH vermerkte, daß international vergleichbare Panzergrenadierbrigaden meist über zwei Panzergrenadier– bzw mechanisierte Infanteriebataillone verfügten.

        Das BMLV begründete das Fehlen eines zweiten Panzergrenadierbataillons in den österreichischen Panzergrenadierbrigaden mit Kostenüberlegungen.

    Wesentliche Planungsvorgaben

      Die strategische Planung für die mechanisierten Truppen war unvollständig. Es fehlten

        – ein Konzept für mechanisierte Truppen,

        – ein aktuelle Beschreibung insbesondere einsatzorientierter Aufgaben (Aufgabenkatalog),

        – ein im Rahmen der Materialstrukturplanung vorgesehener Bereichsplan für Panzergrenadiere, also das Dokument, das den Bedarf an Rüstungsgütern für diese Waffengattung nachweisen soll, und

        – ein schriftlicher Auftrag für den Friedensbetrieb eines Panzergrenadierbataillons.

      Der RH empfahl dem BMLV, die strategische Planung zu vervollständigen.

        Laut Stellungnahme des BMLV würde das Konzept für mechanisierte Truppen 1996 fertiggestellt werden. Danach würde mit der Bearbeitung des Aufgabenkatalogs und der Materialstrukturplanung begonnen werden. Ein schriftlicher Auftrag für den Friedensbetrieb läge zwar nicht in einer geschlossenen Form vor, wohl aber in verschiedenen Weisungen.


    Zitat:
    Technische Einsatzbereitschaft der Kettenfahrzeuge

      Die technische Einsatzbereitschaft der Kettenfahrzeuge betrug im Jahresdurchschnitt 1993 zwischen 64 % und 76 %. Zwischen zwei und fünf Panzer je Bataillon waren länger als ein Jahr technisch nicht einsetzbar.

      Der RH empfahl, die Verfolgung und Steuerung der technischen Einsatzbereitschaft mittels eines Logistikcontrolling wahrzunehmen, um frühzeitig Maßnahmen zur Erhöhung der technischen Einsatzbereitschaft der Panzer setzen zu können.

        Das BMLV berichtete von Maßnahmen für eine effiziente Überwachung und Steuerung der Materialerhaltung. Die Ausfälle einzelner Panzer über den Zeitraum von einem Jahr wären durch die Modifikation bzw Grundüberholung dieser Fahrzeuge bedingt gewesen.

        Das III. Korps und die 4. Panzergrenadierbrigade begrüßten die Empfehlung des RH.

        Die 9. Panzergrenadierbrigade teilte mit, daß sie ein Controllingsystem eingeführt hätte, welches mittlerweile auch vom III. Korps übernommen worden wäre.

    Modifikation des Schützenpanzers

      Das durchschnittliche Alter der den Panzergrenadierbataillonen zugewiesenen Schützenpanzer betrug rd 32 Jahre. Ursprünglich war das BMLV von einer 20-jährigen Nutzungsphase dieser Panzer ausgegangen.

      Bereits 1981 fanden Planungen betreffend eine technisch–logistische Modifikation des Schützenpanzers bzw eine Nachfolgebeschaffung statt. Das BMLV entschied sich für eine Modifikation des Brems–Lenk–Systems und nahm 1988 die Serienmodifikation im Heeres–Materialamt auf. Der Abschluß der Modifikation für sämtliche 465 Schützenpanzer wurde mit 1996 angenommen. Laut BMLV würden hiefür insgesamt rd 1 064 Mill S Gesamtkosten anfallen. Mit dieser Modifikation war ua beabsichtigt, die technische Einsatzbereitschaft zu erhöhen, die Fahrerausbildung zu erleichtern, das alte Lenkgetriebe durch ein hydraulisches Lenkgetriebe zu ersetzen und die Nutzungsphase des Schützenpanzers um mindestens 15 Jahre zu verlängern. Laut der für die Rüstung, Beschaffung und Versorgung zuständigen Sektion des BMLV sei mit dieser Modifikation keine Kampfwertsteigerung erfolgt.

      Im BMLV lag für diese Modifikation keine umfassende Erfolgskontrolle vor. Es waren weder die technischen Ausfallzeiten vor bzw nach der Modifikation, noch die Auswirkungen der Modifikation auf den Fahrschulbetrieb bekannt. Eine Kostenerfassung im Sinne einer System–Lebenslauf–Verfolgung fehlte ebenso wie eine Wirtschaftlichkeitsrechnung hinsichtlich Eigenmodifikation bzw Fremdvergabe.

      Der RH empfahl, in Hinkunft für alle Waffensysteme System–Lebenslauf–Verfolgungen zu erstellen und ein Logistikcontrolling aufzubauen, um eine transparente Kosten– und Ressourcenplanung durchführen zu können. Weiters sollten Wirtschaftlichkeitsrechnungen betreffend Eigen– bzw Fremdfertigung angestellt werden.

        Das BMLV erwiderte, der Hauptgrund für die Modifikation sei die unzureichende Verkehrs– und Betriebssicherheit gewesen. Die technische Modifikation sei daher unbedingt notwendig gewesen, um damit den ursprünglichen Kampfwert für weitere rd zehn Jahre sicherstellen zu können. Eine System–Lebenslauf–Verfolgung würde systematisch aufgebaut werden.

        Die 4. Panzergrenadierbrigade bemerkte, daß der modifizierte Schützenpanzer vor allem im Bereich der Kraftübertragung und Lenkung wesentlich schadensanfälliger sei als sein Vorgänger. Die Systemmängel dieses Panzers wären noch nicht bereinigt. Das Ziel der Modifikation, die technische Einsatzbereitschaft zu erhöhen, sei nicht erreicht worden. Das Panzergrenadierbataillon 13 ergänzte, dies hätte zu schweren Zweifeln am Gerät geführt.

    Kampfwertberechnung

      Im BMLV wurden keine Berechnungen zur Bestimmung des Kampfwertes eines Bataillons, einer Kompanie bzw eines Waffensystems angestellt. Es konnten somit über die zeitliche Entwicklung des Kampfwertes der Schützenpanzer bzw der Panzergrenadierbataillone ab Einführung dieser Panzer (etwa Mitte der 60er Jahre) keine Angaben gemacht werden.

      Der RH empfahl, Kampfwertberechnungen für Verbände und Waffensysteme anzustellen und sie für das gesamte Bundesheer zusammenzufassen, um der politischen Führung über die Veränderungen des Kampfwertes des Bundesheeres rasch berichten zu können und den Kosten für die Aufstellung eines neuen Verbandes bzw für die Einführung eines neuen Waffensystems den Nutzen — die Steigerung des Kampfwertes des Bundesheeres — transparent gegenüberstellen zu können.

        Das BMLV erwiderte, eine ausschließlich technisch–mathematische Bewertung sei aufgrund der defensiven Orientierung des Bundesheeres für den Einsatz der Panzergrenadierbataillone grundsätzlich nicht möglich. Zudem könne durch entsprechende Einsatzgrundsätze, taktische Verfahren und durch Überraschungseffekte ein allenfalls bestehender technischer Nachteil zumindest ausgeglichen werden.

        Das III. Korps hingegen bemerkte, die technologische Unterlegenheit des derzeitigen Schützenpanzers könne durch entsprechendes taktisches Verhalten im Gefecht nur teilweise aufgewogen werden.

_____________________________________________

Auch ein interessantes Detail zur Verwendung des Spz A1 im Bundesheer:

    Reihe Bund 1996/8
    Sonderbericht des Rechnungshofes

    Dritter Teilbericht

    Beschaffungswesen des Bundesheeres


    Zitat:
    Beschaffung leichter Fliegerabwehrlenkwaffen

    [...]

    Im Jänner 1996 ordnete das BMLV die Abgabe von Schützenpanzern an neu aufgestellte Fliegerabwehrwaffen–Batterien an. Damit soll der Engpaß bis zur Beschaffung gepanzerter Fahrzeuge für die Batterien überbrückt werden.

    Der RH vermochte eine Verminderung der Einsatzfähigkeit bestehender Verbände nicht auszuschließen. Er vermeinte, daß anläßlich der Beschaffung der Fliegerabwehrlenkwaffen auf die Fahrzeugsituation der damit ausgestatteten Verbände nicht ausreichend Bedacht genommen wurde.

      Laut Mitteilung des BMLV hätte es diese Lösung mangels entsprechender Budgetmittel treffen müssen. Der möglichen Verringerung der Einsatzfähigkeit bestehender Verbände stehe aber die wesentliche Erhöhung der gesamten Einsatzfähigkeit durch dieses Waffensystem gegenüber. Die geplante Beschaffung von Trägerfahrzeugen sei derzeit aus finanziellen Gründen nicht möglich.



Zuletzt geändert von theoderich am 12. Mär 2014, 00:32, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 17. Nov 2014, 07:43 

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Ich habe im Internet noch ein paar Fotos von "Saurer"-Varianten gefunden:

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Bild

Zeigen beide Fotos den Prototyp 4K 7FA-G 127?


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BeitragVerfasst: 17. Nov 2014, 23:28 

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Ja, beide mit dem Steyr-Prototypturm ST127 (12,7 mm üsMG M2 und 7,62 mm MG MAG 58 mit hydraulischer Spannvorrichtung, Zielperiskop (pass. Nachtsicht möglich), hydraulische Handrichtanlage (aufrüsten auf Kraftrichtanlage möglich) ABC-dichter Turminnemraum (Waffenwiege und Munitionsbehälter außerhalb des Turmkampfraumes).Ist leider im Kuwaitkrieg anfang 1990er Jahre verlorengegangen. Er war damals auf einem Erprobungsfahrzeug Pandur 6x6 aufgebaut.


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BeitragVerfasst: 26. Nov 2014, 14:15 

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GG hat geschrieben:
Ist leider im Kuwaitkrieg anfang 1990er Jahre verlorengegangen.


gibt's dazu nähere Infos?


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BeitragVerfasst: 01. Mai 2015, 14:47 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
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TRUPPENDIENST 2/1969 hat geschrieben:
Neue Panzer- und Kraftfahrzeuge des Bundesheeres

Am 5. Februar 1969 fand auf dem Truppenübungsplatz Bruck/Neudorf eine Geräteschau statt, bei der die Mitglieder des Landesverteidigungsausschusses über Fragen der Rüstung informiert wurden. Vor allem führte das Bundesheer dabei jene neuen Heereskraftfahrzeuge vor, die den jetzigen Bestand nach und nach ersetzen sollen. Diese Maßnahme wird nicht nur eine Vereinheitlichung herbeiführen, sondern auch die Betriebskosten sehr wesentlich senken. Im einzelnen wurden vorgeführt:

Panzerfahrzeuge

    - Panzerjäger (K) mit 10,5 cm PzK und Laser-Enfernungsmesser

    - SPz-G 1, G 2 und K: Gruppenfahrzeug mit 12,7 mm üsMG in Drehringlafette mit Schutzschild oder mit 20 mm MK in Drehturm

    - SPz-GrW1 und GrW2: Granatwerferwagen mit 8 cm mGrW

    - SPz-FüA1 bis FüA4: Führungsfahrzeuge der Artillerie, unterscheiden sich in der Ausstattung mit Funkgeräten

    - SPz-FüFlA: Führungsfahrzeug mit einem Fernschreibgerät

    - SPz-Fü1 und Fü2: Führungsfahrzeuge, unterscheiden sich nur in der Ausstattung mit Funkgeräten

    - SPz-San: Sanitätsfahrzeug

Kraftfahrzeuge

    - Krad 250 MCH, Meldefahrzeug. Beschaffung ist auch deshalb wichtig, weil heute außerhalb des Bundesheeres nur noch wenige Kräder in Verwendung stehen

    - gl LKW 1 t (4x4) "Pinzgauer 710"

    - gl LKW 1,5 t (6x6) "Pinzgauer 712"

      Beide Ausführungen sind in den wesentlichen Konstruktionsmerkmalen gleich. Sie unterscheiden sich nur dadurch, daß der Dreiachser einen stärkeren Motor und einen um rund 80 cm längeren Aufbau besitzt.

    - gl LKW 2 t (4x4) "Husar" (vgl. S. 181)

    - gl LKW 2,5 t (4x4) "Steyr 680 M"

    - gl LKW 3,5 t (6x6) "Steyr 680 M3"

      Auch hier besitzt die dreiachsige Ausführung einen stärkeren Motor (150 PS bei 2.800 U/min). Der LKW 680M wird als Mannschaftswagen verwendet, der LKW 680 M3 außerdem noch mit Sonderaufbauten als Kipper, Tankwagen (für 6,500 l Kraftstoff), Flugfeldtankwagen und Feuerlöschtankwagen (vg. auch TRUPPENDIENST, Heft 5/1966, S. 470 f., und Heft 3/1968, S. 267)

    - gl LKW 5 t (6x6) Berliet GBC 8M T (vgl. TRUPPENDIENST, Heft 3/1968, S. 138 f.)

    - Zugmaschine ZA 240/36 (vgl. TRUPPENDIENST, Heft 1/1969, S. 24 ff.)

    - Tiefladeanhänger 50t ARPA, geeignet für den Transport von mKpz M-47 und M-60A1, sowie vom Bergepanzer M-88 (vgl. TRUPPENDIENST, Heft 1/1969, S. 26 und 27)

Im Anschluß an die Geräteschau fand eine Gefechtsübung im scharfen Schuß statt, bei der die gezeigten Fahrzeuge auch im Einsatz vorgeführt wurden. Bei dieser griff ein durch eine Panzergruppe verstärkter Panzergrenadierzug mit Artillerie- und Raketenwerferunterstützung an, nahm einen Stützpunkt und wehrte einen mit Panzern geführten Gegenstoß ab. Nach einem Zeitsprung erfolgte die Versorgung dieses Zuges (Mun, BetrSt, San), nach einem weiteren Zeitsprung wurde der Angriff fortgesetzt.

    -ZR-


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BeitragVerfasst: 29. Jun 2015, 15:52 

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_________________________

Bericht über den gegenwärtigen Stand der militärischen Landesverteidigung (III-34 d.B.) (WIEN, am 15. April 1976)



Bericht über den Zustand der militärischen Landesverteidigung (III-88 d.B.) (Wien, Dezember 1984)

_________________________

Schriftliche Anfrage (867/J) (Beantwortet am 8. August 1984)

Zitat:
1) Welche konkreten Mänqel in der Sanitätsversorgung wurden bei der Übung "Januskopf 84" offenbar?

    Zitat:
    Zu 1:

    Die bei der Übung "Januskopf 84" zutage getretenen konkreten Mängel in der Sanitätsversorgung lassen sich im wesentlichen wie folgt zusammenfassen:

      - Mangel an ausreichendem Patiententransportraum, insbesondere an gepanzerten Sanitätsfahrzeugen;

      - Mängel bei der Ablaufsteuerung des Verwundeten(Patienten-) Transportes;

      - Informations- und Ausbildungsmängel bei den Ärzten und beim übrigen Sanitätspersonal.

Zitat:
4) Laut Aussagen des Ubungsleiters fehlen bei zahlreichen Kompanien die Sanitätsschützenpanzer warum sind derartiqe Sanitätsschützenpanzer nicht zumindest bei allen gepanzerten Kompanien einschließlich der Panzerartillerie vorgesehen?

    Zitat:
    Zu 4:

    Nach den geltenden Organisationsplänen sind jedem "gepanzerten Bataillon" derzeit zwei Sanitätsschützenpanzer zugeordnet. Die Übung "Januskopf" hat jedoch - wie schon eingangs erwähnt - gezeigt, daß Sanitätsschützenpanzer für den Patiententransport für alle gepanzerten Einheiten der Kampftruppe erforderlich sind; damit wäre auch die Möglichkeit gegeben, die ungepanzerten Einheiten im Einsatzraum entsprechend zu unterstützen. Im übrigen verweise ich auf die Beantwortung der Fragen 9 und 10.

Zitat:
5) Besteht oder bestand die Absicht, anstelle der Sanitätsschützenpanzer in den gepanzerten Verbänden des Bundesheeres in den nächsten Jahren ungepanzerte Transportfahrzeuge, etwa in Form des Sanitätspinzgauers, einzuführen?

    Zitat:
    Zu 5:

    Vorübergehend bestand in der Vergangenheit die Absicht, mittelfristig auf eine Aufstockung der Sanitätsschützenpanzer zu verzichten und auf Sanitätskraftfahrzeuge auszuweichen; diese Pläne sind aber nicht mehr aktuell.

Zitat:
7) Wieviele Sanitätsschützenpanzer fehlen dem Bundesheer derzeit auf den vorgesehenen Soll-Stand?

    Zitat:
    Zu 7:

    Auf den in den gültigen Organisationsplänen festgelegten Soll-Stand fehlen derzeit 16 Sanitätsschützenpanzer.

Zitat:
8) Wieviele Sanitätsschützenpanzer müßten beschafft werden, um alle gepanzerten Kompanien (einschließlich der Panzerartillerie) mit derartigen Sanitätsschützenpanzern auszurüsten?

    Zitat:
    Zu 8:

    Zur Ausrüstung aller gepanzerten Kompanien müßten 52 Sanitätsschützenpanzer beschafft werden.

Zitat:
9) Wurden organisatorische Maßnahmen eingeleitet, um diese Aufstockung der Sanitätsschützenpanzer für jede gepanzerte Kompanie herbeizuführen?

10) Wenn ja: Von welcher Dienststelle und zu welchem Zeitpunkt?

    Zitat:
    Zu 9 und 10:

    Seitens der Sektion III/Armeekommando wurde am 30. Mai 1984 die Zuordnung eines Sanitätsschützenpanzers pro Kompanie der mechanisierten Bataillone beantragt. Die Behebung des aufgezeigten Fehlbestandes hängt jedoch von den budgetären Gegebenheiten ab.


Zuletzt geändert von theoderich am 08. Nov 2016, 22:56, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 08. Nov 2016, 13:54 

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Hochinteressant, dass ein SPz San der Anfang der 70er Jahre gebaut wurde 1969 bereits ausgestellt werden konnte.


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BeitragVerfasst: 02. Dez 2016, 16:52 

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Zuletzt geändert von theoderich am 26. Jan 2017, 23:49, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 20. Dez 2016, 09:31 

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Wie das wohl auf Ebay gelandet ist?

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    Zitat:
    Sie kaufen hier einen gebrauchten, funktionstüchtigen Mess und Beobachtungsgerätesatz 80: schwer, aus ehemaligem Bundesheerbestand hergestellt von Swarovski. Mit Stativ Transportkoffer und Zubehör. Ein passendes Montagegestell für einen Schützenpanzer ist bei Abholung inbegriffen, Versand nach Absprache innerhalb Europas gegen Aufpreis auch möglich. Aufgrund des Alters Batterien wahrscheinlich defekt. Betrieb mittels 24V über Militär KFZ Ladebuchse möglich oder umbauen mit Spannungswandler bzw Netzgerät.



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BeitragVerfasst: 17. Aug 2017, 13:40 

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BeitragVerfasst: 02. Sep 2017, 18:36 

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