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BeitragVerfasst: 11. Okt 2009, 16:59 

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Elo59 hat geschrieben:
Den hat es im BH nie gegeben, war damals schon ein Ladenhüter.


Das hat auch niemand behauptet.


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BeitragVerfasst: 11. Okt 2009, 17:11 

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Doppeladler hat geschrieben:
Danke TL! Sehr interessant!

Bitte gerne!


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BeitragVerfasst: 14. Feb 2010, 21:35 

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Laut einer Festschrift, die ich eben gefunden habe, waren im August 2001 beim Bundesheer folgende Typen des SPz A1 im Einsatz. Die OrgPläne sind inzwischen sicherlich anders (Als Update für RAL7013 sehr empfehlenswert!):

    Zitat:
    SPZ A1 K/MK BZW. G/MK

    Verwendung:
    In den PzGrenB als Führungsfahrzeug für Kompanie- und Zugskommandanten
    und Gefechtsfahrzeuge der Panzergrenadiergruppen,
    4 SPz (2 MK, 2 üsMG) je Zug, 4 Züge je Kp, 3 Kompanien); im AufklB 3 und
    PzStbB 3 in den Aufklärungskompanien als Führungs- und Aufklärungsfahrzeuge

    Bewaffnung: 12,7 mm üsMG
    Kampfentfernung: bis 1000 m
    Gefechtsgewicht: 13 t
    Motorleistung: 235 PS
    Geschwindigkeit: 60 km/h
    Besatzung: 10 Mann

    SPZ A1 G

      SPZ A1 San:
      Zur Bergung Verwundeter aus dem unmittelbaren Gefechtsfeld; 2 liegende und 4 sitzende Patienten; verwendet in allen Verbänden der Brigade

      SPz A1 Pi 1 und Pi A2:
      Äußerlich gleich dem SPz A1 üsMG; Transportfahrzeuge für je eine Pionierhalbgruppe und deren Räum- und Sprengausrüstung; verwendet in der Panzerpionierkompanie des PzStbB 3

      SPz A1 PAL:
      Äußerlich gleich dem SPz A1 üsMG; Transportfahrzeug für Panzerabwehrlenkwaffentrupp
      PAL 2000 (BILL); verwendet in den Panzerabwehrzügen der Kampfunterstützungskompanie der PzGrenB 9 und 35

    SPZ A1 PI 1
    Reichweite: 2000 m
    Bedienung: 3 Soldaten
    Feuergeschwindigkeit: 4 – 6 Schuss/min
    Gewicht: 45 kg
    Anmerkung:
    Für den Einsatz bei Nacht wird ein Wärmebildgerät auf den Werfer aufgesetzt;
    Lenkwaffe fliegt ca. 80 cm über der Visierlinie und schlägt beim Überflug des Zieles von oben durch die Panzerung (top-attack); Durchschlagsleistung: ca. 80 cm Stahl

      PANZERABWEHRLENKWAFFE: PAL 2000 (BILL) ABGESESSEN VON SPZ A1 PAL

    SPz A1 GrW 1/2:
    Äußerlich ähnlich dem SPz A1der Panzergrenadiere: 1 MG 7,62 mm und 81 mm Granatwerfer (Einsatzschussweite 5.800 m); verwendet in den Panzergrenadierkompanien und der Kampfunterstützungskompanie (je 2 SPz A1 GrW) der PzGrenB 9 und 35

    SPz A1 FüA 1, 2, 3, 4:
    Führungsfahrzeuge für die Panzerartillerie, 4 verschiedene Versionen mit unterschiedlicher Ausstattung an Fernmelde- und Feuerleitgeräten; verwendet im PzAB 3 als Führungsfahrzeuge für Bataillons-, Batterie- und Geschützstaffelkommandanten;
    Bewaffnung: 1 MG 7,62 mm

    SPz A1 FüA 1B:
    Beobachtungsfahrzeug der Beobachtungstrupps der Panzerartillerie, ausgestattet mit Beobachtungsperiskop und Dateneingabegerät für elektronische Feuerleitung; Bewaffnung: 1 MG 7,62 mm

    SPz A1 Fü 2:
    Äußerlich gleich dem SPz A1 üsMG; jedoch mit zusätzlicher Fernmeldeausstattung als Führungsfahrzeuge für den Brigadestab und die Bataillonskommandanten AufklB, PzGrenB

    SPz A1 FS, FS/A:
    Äußerlich ähnlich dem SPz A1 der Panzergrenadiere 1 MG 7,62 mm; Fernmeldefahrzeug (mit zusätzlichem Kurzwellenfunk- und Datenübertragungsgerät) in den Fernmeldezügen AufklB, PzGrenB, PzB, PzAB und der Panzerfernmeldekompanie des PzStbB.

    SPz A1 FüFlA:
    Äußerlich ähnlich dem SPz A1 der Panzergrenadiere, 1 MG 7,62 mm; mit zusätzlicher Fernmeldeausstattung, GPS und Radarzieldatenempfänger (im Datenverbund mit Zielzuweisungsradar „Flamingo“) als Führungsfahrzeug und Fliegerabwehrlenkwaffenträgerfahrzeug (Mistral) in der Fliegerabwehrlenkwaffenbatterie des PzStbB 3

      Fliegerabwehrlenkwaffe Mistral:
      Reichweite: 4000 – 6000 m
      Bedienung: 3 Soldaten
      Zielverfolgung: passiv durch Infrarotsuchkopf
      Geschwindigkeit: Mach 2,4
      Flugzeit für 3000 m: 5 sec
      Anmerkung:
      Für den Einsatz bei Nacht wird ein Wärmebildgerät auf den Werfer aufgesetzt;
      Zielzuweisung durch Zielzuweisungsradar Flamingo



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BeitragVerfasst: 15. Feb 2010, 10:37 

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Diese Aufstellung stimmt schon lange nicht mehr!


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BeitragVerfasst: 15. Feb 2010, 11:03 

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Ich meinte natürlich nicht für die Stückzahlen, sondern für die Typen, die beim Bundesheer tatsächlich im Einsatz gewesen sind. Die Broschüre ist neun Jahre alt - natürlich stimmt es inzwischen nicht mehr und ich habe nicht ohne Grund den August 2001 angegeben! Wahrscheinlich sind höchstens drei oder vier der angegebenen Typen noch beim Heer im aktiven Dienst.

P.S.: Im Dokument heißt es weiters:

Zitat:
Ab März 1963 erhielten alle Verbände den neuen österreichischen S a u r e r - S c h ü t z e n p a n z e r.


Zitat:
Am Gerätesektor wurden weitere Panzerfahrzeuge zugewiesen: Schützenpanzer mit Maschinenkanonen Kaliber 2 cm ab 1969 [...].


P.P.S.: Ich habe noch ein Foto von einem SPz A1 gefunden, der gerade mal mit einem MG74 bewaffnet ist:

Bild


Außerdem einen "Saurer" unbekannter Bestimmung bei einer Fliegerabwehrübung in Ustka 2005:

Bild

Zitat:
Luftzielschießen der leichten gepanzerten Fliederabwehrbatterie in Polen.



P.S.: Eine weitere Kuriosität: Der Löschpanzer 77, eingesetzt beim ARWT in Grossmittel:

Bild


Zitat:
Da es bei Munitionserprobungen des ARWT (Felixdorf) immer wieder zu Wiesenbränden kam, entwickelte man 1977 den Löschpanzer 77. Dieser kann bei starker Hitzeentwicklung, Explosionsgefahr sowie Einsturzgefahr eingesetzt werden. Die Leistung des Rosenbauer- Wasserwerfers liegt bei 1600l/min. Zum Schutz der Besatzung ist eine Atemschutzanlage im Pz integriert- eine ständig gespeiste Berieselungsvorrichtung schütz den Panzer beim Durchfahren von Brandherden.



P.S.:
Zitat:
3.3.1. SPz Saurer und Abarten

Bereits 1957 begann in den österreichischen Saurer-Werken die Entwicklung eines Schützen-panzers, der sich optisch an den Schützenpanzer "Sdkfz. 251" (Sonder-KFZ) der deutschen Wehrmacht anlehnte (vgl. Urrisk 2006:95f). Es kam zum Bau eines Prototypen, der (vgl. Ogorkiewicz 1998:145) allerdings aufgrund seiner großen Höhe, vor allem in Relation zur geringen Breite und der damit verbundenen offensichtlichen Kippgefahr, auf wenig Anklang im Bereich des Bundesheeres traf.

Nach Planungsänderungen wurde jedoch ein Jahr später, 1958, ein weiterer Prototyp präsen-tiert. Dieser wurde dann auch als Saurer 4K3H beim Bundesheer eingeführt (vgl. Urrisk 1989:113). Basierend auf diesem Grundmuster wurden in weiterer Folge sämtliche Saurer-SPz ausgeführt.

Der 4K4F unterschied sich vom 4K3H dadurch, dass anstatt des 200 PS Saurer 8Zylinder-Dieselmotors nun ein 200 PS Steyr 6Zylinder-Dieselmotor verbaut wurde. Die 4K3H wie auch die 4K4F gab es als Gruppen-SPz mit 12,7 mm üsMg (überschweres MG), und als Granatwerfer-SPz mit 81 mm mGrW (mittlerer Granatwerfer). Urrisk (1989:117) schreibt über den 4K4F, dass er „gegenüber der O-Serie unter anderem folgende grundsätzliche Änderun-gen aufweist“: Abdeckung des Kampfraumes durch zwei Klappen und geteilter Fahrerlukendeckel.

Die Type 4K3FA unterschied sich 4K4F nur durch den Einbau eines turbogeladenen 230 PS Motors. Die Type 4K4FA-G1 ist mit einem 250 PS turbogeladenen Steyr 6Zylinder-Dieselmotor ausgestattet und mit einem 1-Mann-Drehturm mit einer 20 mm Maschinenkano-ne bewaffnet. Die Version 4K4FASan ist ein Sanitätsschützenpanzer (vgl. Ogorkiewicz 1998:145ff).
Die ab 1985 begonnene Umrüstung der Schützenpanzer auf die Version A1 betraf vor allem den Einbau eines leistungsstärkeren Motors Steyr 3FA mit 235 PS oder Steyr 4FA-E mit 250 PS und den Einbau eines Automatikgetriebes. Leicht erkennbar sind die Fahrzeuge nun an einem Dreifarbflecktarnanstrich. Die Typenvielfalt:

SPzA1K/MK (KpKdtPzGren mit 20mm MK)
SpzA1Z/MK (ZgKdtPzGren mit 20mm MK)
SpzA1G/MK (GrpKdtAufkl mit 20mm MK)
SpzA1GrW1 (GranatwerferSPz)
SpzA1GrW2 (GranatwerferSPz)
SpzA1FS (FernschreibSPz)
SpzA1FS/A (FernschreibSPz)
SpzA1Fü1 (FührungsSPz)
SPzA1FüA1 (FührungsSPz)
SPzA1FüA2 (FührungsSPz)
SPzA1FüA3 (FührungsSPz)
SPzA1FüA4 (FührungsSPz)
SPzA1FüA1B (FührungsSpz)
SPzA1FüFlA (FührungsSpz Fliegerabwehr)
SPzA1lFAL (SPz leichte Fliegerabwehrlenkwaffe)
SPzA1San (SanSPz)

Abgesehen von diesen Schützenpanzern gibt es auch die Varianten Artilleriebeobachter-schützenpanzer und Panzerpionierschützenpanzer.




Zuletzt geändert von theoderich am 07. Sep 2010, 09:53, insgesamt 6-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 15. Feb 2010, 11:35 

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Mehr als zehn verschiedene Typen!


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BeitragVerfasst: 07. Sep 2010, 09:56 

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Eine Frage: Weiß jemand um was für eine Variante des "Saurer" es sich dabei handelt?

Bild



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BeitragVerfasst: 07. Sep 2010, 14:12 
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Ich glaube das ist ein SPzA1lFAL (SPz leichte Fliegerabwehrlenkwaffe). Diesen Staukorb haben die glaube ich.


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BeitragVerfasst: 07. Sep 2010, 15:15 

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Du hast wahrscheinlich Recht. Es scheint mit dem Panzer der in Ustka eingesetzt wurde (siehe oberes Foto) identisch zu sein.

P.S.: Ein paar ältere Artikel des deutschen "Spiegel" über die österreichische Rüstungsindustrie:

Neues Bewußtsein (Spiegel 32 / 1980)


Sturfighter Lü (Spiegel 8 / 1977)


P.S.: Bei Google Books habe ich eine Publikation gefunden in der etliche Typen des "Saurer" erwähnt werden:

Steyr 4K 7FA G 127 (Austria)


P.P.S.: 108. Sitzung des Nationalrats der Republik Österreich, XI. Gesetzgebungsperiode, 28. Juni und 3. Juli 1968

Zitat:
Präsident: 6. Anfrage: Abgeordneter Marwan-Schlosser (lJvP) an den Herrn Verteidigungsminister, betreffend Maschinenkanonen Oerlikon.

    1688/M

    Welche Ergebnisse hat die Erprobung der 2cm-Maschinenkanone "Oerlikon" gebracht?

Präsident: Herr Minister.

    Bundesminister Dr. Prader: Herr Abgeordneter! Auf Grund eines Beschlusses und einer Empfehlung der Waffen- und Gerätekommission beim Bundesministerium für Landesverteidigung im Jahre 1965 wurde die Beschaffung von insgesamt 120 Stück Maschinenkanonen Oerlikon in Auftrag gegeben, und zwar 2 cm-Maschinenkanonen. Diesem Beschluss lagen neben technischen Erprobungen des Amtes für Wehrtechnik umfangreiche Truppenerprobungen der 1. Jägerbrigade, der 9. Panzergrenadierbrigade und der Jägerschule vor. Sowohl die 2cm-Infanterie-Flak 65, die vor allem in den Jägerbataillonen eingesetzt ist, als auch die 2 cm-Schützenpanzer-Maschinenkanone 66, die für die Panzergrenadierkompanien als Bordwaffe für die Schützenpanzer vorgesehen ist, vermögen die Feuerkraft der Infanterie und der Panzergrenadiere ganz entscheidend zu heben. Die Vielseitigkeit der Verwendbarkeit dieser Waffe, die von der Bekämpfung von Infanteriezielen, leichten Panzerzielen bis zur Luftabwehr reicht, macht dieses Gerät besonders bedeutsam und wirkungsvoll.

    Ich darf abschließend bemerken, daß die Infanteriekanonen bis zu einer Stückanzahl von 45 bereits ausgeliefert sind und die restliche Lieferung heuer noch erfolgen soll, womit das Plansoll in diesem Bereich abgeschlossen ist. Bezüglich der Maschinenkanonen für die Schützenpanzerwagen wird sich die Endausstattung vermutlich bis Ende 1969 hinausziehen.



9. Sitzung des Nationalrats der Republik Österreich, XI. Gesetzgebungsperiode, 8. Juni 1966

Zitat:
Präsident: 4. Anfrage : Abgeordneter Regensburger (ÖVP) an den Herrn Bundesminister, betreffend Schützenpanzerwagen des Bundesheeres.

    52/M

    Sind hinsichtlich der derzeitigen Ausrüstung des Schützenpanzerwagens des österreichischen Bundesheeres weitere Entwicklungen und Erprobungen vorgesehen?

Präsident: Bitte, Herr Minister.

    Bundesminister Dr. Prader: Herr Abgeordneter! Der Schützenpanzerwagen hat eine sehr vielfache Funktion zu erfüllen. Es ist mit dem Saurer-Schützenpanzerwagen gelungen, ein Basisfahrzeug zu schaffen, das nun auch immer mehr für einzelne Spezialverwendungen weiterentwickelt wird. Das ist ein bedeutender Fortschritt, weil dann selbstverständlich in der technischen Betreuung wesentlich einfacher, billiger und zielführender gestaltet werden kann.

    Der Schützenpanzerwagen ist als Mannschaftstransporter für die Panzergrenadiere und heute auch als Wagen für den Kompaniekommandanten eingerichtet. Er ist außerdem als Träger einer 2 cm - Kanone eingerichtet - die Aufrüstung mit diesem Gerät ist gegenwärtig im Gange -, außerdem als Waffenträger schwerer Maschinengewehre - die Aufrüstung mit dieser Waffe ist gegenwärtig ebenfalls im Gange -, in einer Spezialausführung ist er außerdem als Funkfernschreibpanzer eingerichtet worden, als Fernmeldestelle vor allem für unsere Batteriekommandanten, und des weiteren ist er bereits als Granatwerferwagen im Dienst, als Trägergerät für den 8 cm - Granatwerfer.

    Weiters ist gegenwärtig der Schützenpanzerwagen in seiner Neugestaltung als Führungspanzer für die Artillerie im Bau. Ich möchte darauf hinweisen, daß sich auch einige weitere wichtige Spezifizierungen im Planungs- und teilweise bereits im Erprobungsstadium befinden, so zum Beispiel als Panzerjäger mit einer eingebauten 10,5 cm Kanone und nicht zuletzt auch als Bergepanzer. Außerdem sind Adaptierungsarbeiten im Gange, um den Schützenpanzer auch als Sanitätspanzerwagen nutzen zu können, ferner als Träger für Pionierzwecke und als Kommandowagen für die Panzerartillerie.

Präsident: Eine Zusatzfrage.

Abgeordneter Regensburger: Herr Bundesminister! Sie haben liebenswürdigerweise sehr umfassend das Entwicklungsprogramm für den Saurer-Schützenpanzewagen dargestellt. Ich hätte aber noch eine Zusatzfrage und bitte, mir diese zu beantworten, soweit das mit Rücksicht auf Geheimheltungsgründe möglich ist: Ist auch vorgesehen den Saurer-Schützenpanzerwagen zu einem FLA-Panzer zu entwickeln?

    Bundesminister Dr. Prader: Selbstverständlich sind auch in dieser Richtung Überlegungen im Gange, aber gerade die Lösung dieser Frage ist außerordentlich schwierig. Man ist über das Stadium des Studiums dieser Frage noch nicht herausgekommen.




Zuletzt geändert von theoderich am 10. Aug 2013, 21:36, insgesamt 10-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 07. Sep 2010, 16:14 

Registriert: 28. Okt 2006, 20:59
Beiträge: 279
Die lFAL Pz A1 wurden schon vor einiger Zeit restlos ausgeschieden, am obigen Foto ist ein FüPz A1 zu erkennen.

Im Hintergrund des obigen Fotos ist übrigens das neue Mastystem vlgb SMAG Ftm 25/6 im ausgefahrenen Zustand inkl. RiFuSys TRC4000 zu erkennen.


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BeitragVerfasst: 17. Sep 2012, 14:39 

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Beiträge: 20712
Kostenüberschreitung bei Rüstungsvorhaben des BMLV (6243/J) (Anfrage aus dem Jahr 1999)

Zitat:
34.Welche Kosten sind durch die letzte Generalüberholung und Nachrüstung der Schützenpanzer SAURER entstanden?


      Zitat:
      Zu 34:

      Die Gesamtkosten für die Generalüberholung betrugen rd. 1,06 Mrd. oS.

Zitat:
35. Welche Kosten waren für diese Generalüberholung der SAURER vor Beginn vorgesehen?


      Zitat:
      Zu 35:

      Rd. 1 Mrd. öS.

Zitat:
36. Welche Firma hat diese vorgenommen?


      Zitat:
      Zu 36:

      Die Umrüstungssätze wurden bei der Steyr Daimler Puch Spezialfahrzeuge AG beschafft, die Umrüstung wurde im Heeres - Materialamt durchgeführt.

Zitat:
39.Wann wurde diese GÜ befohlen?


      Zitat:
      Zu 39:

      Der diesbezügliche Vertrag wurde am 16. Juli 1981 abgeschlossen.

Zitat:
40. Wann wurde diese GÜ abgeschlossen?


      Zitat:
      Zu 40:

      Die Generalüberholung der letzten fünf Fahrzeuge steht unmittelbar vor dem Abschluß.

Zitat:
41. Wie viele Stück SAURER wurden dabei nachgerüstet?


      Zitat:
      Zu 41:

      465 Fahrzeuge.

Zitat:
42. Wie viele Stück SAURER werden nunmehr in der HG - STRAN Verwendung finden?


      Zitat:
      Zu 42:

      424 Fahrzeuge.


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BeitragVerfasst: 10. Aug 2013, 21:29 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20712
STEIGER Andreas: Die Bundesheerreform 1962/63. Die erste Umgliederung des Österreichischen Bundesheeres, in: Wolfgang ETSCHMANN / Hubert SPECKNER (Hg.): Zum Schutz der Republik Österreich ... (Wien 2005), p. 399-417

p. 412 hat geschrieben:
An die Panzertruppe wurden 1960 die ersten zehn Saurer-Schützenpanzer (SPz) ausgeliefert. Schon 1956 wurde seitens der Firma Steyr der erste Prototyp vorgeführt, der sich als unbrauchbar erwies und erst 1960 entsprach der SPz der Firma Steyr den gestellten Anforderungen. Im Jahre 1962 erfolgte die Lieferung von weiteren 60 Stück [König, Rüstungswirtschaft, S. 180]. Die Entwicklungsarbeit wurde erschwert, da seitens des Bundesheeres ein Schützenpanzer mit Kampfauftrag gefordert wurde. Ein gepanzerter Transportwagen wie der amerikanische M-21 wurde nicht mehr angestrebt.


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BeitragVerfasst: 11. Aug 2013, 09:21 

Registriert: 10. Jun 2013, 08:36
Beiträge: 262
Theoderich

"P.P.S.: Ich habe noch ein Foto von einem SPz A1 gefunden, der gerade mal mit einem MG74 bewaffnet ist: "

Es kann auch sein das die Grenadiergruppe ein PAR 66 mitführt , bei Übungen sind die taktischen Zeichen meist überschmiert und daher ist eine eindeutige Zuordnung nicht möglich.

Oft muss auch der 101 Pz auch nicht der Kp Kdt der 1 Kp sein , weil der etwa einen anderen Pz verwendet .


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BeitragVerfasst: 12. Aug 2013, 21:56 

Registriert: 23. Apr 2012, 08:10
Beiträge: 49
Wohnort: Linz
Ich denke, der Spz auf dem Bild ist einer mit Granatwerfer.
Das zylindrische Ding hinter dem Fahrer deutet darauf hin. Weiß jemand,
was das ist?


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BeitragVerfasst: 13. Aug 2013, 13:43 

Registriert: 26. Mär 2005, 23:49
Beiträge: 45
Bin mir ziemlich sicher, dass das zylindrische Ding ein Periskop ist.

Granatwerfer wäre möglich, wenn der Granatwerfer gerade abgesetzt ist; glaube ich aber nicht - ich bin mir zwar aus diesem Winkel nicht ganz sicher, aber die Keile scheinen mir zu weit vorne montiert zu sein. Beim GrW-SPz ist davor ja Platz für die Bodenplatte des Granatwerfers.
Scheint mir eher eine der Führungsversionen zu sein, oder eventuell der Transporter für die Mistral.

SAN und Artilleriebeobachter können wir ausschließen, die haben andere Aufbauten.


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