Katastrophenschutzpaket

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Dr4ven
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Re: Katastrophenschutzpaket

Beitrag von Dr4ven » 31. Aug 2012, 10:38

Organsisationen kenn ich keine, heisst aber nix, aber Skiliftbetreiber und Landschaftspfleger verwenden sie.

Den Vertrieb hab ich jetzt auf die Schnelle gefunden, dort kannst dir auch gleich einen mieten. :-)

http://www.mobile-austria.at/H%C3%A4ggl ... fault.aspx

Neufahrzeuge

Häglunds Spezialfahrzeuge werden mit der neuesten Technologien und modernsten Komponenten ausgestattet! Individuelle Ausstattung und Spezialbauweisen bieten optimal passende Mehrzweckfahrzeuge mit persönlichem Charakter!
Ihr Hägglund wird erst nach Bestellung gebaut, so können Farbe, Interieur, Spezialeinbauten und Anbaugeräte ganz nach Ihren Wünschen angefertigt werden!


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cliffhanger
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Re: Katastrophenschutzpaket

Beitrag von cliffhanger » 01. Sep 2012, 08:22

Raveman hat geschrieben:Welche Organisationen verwenden noch Hägglunds?



siehe 2 post´s vor deinem - nö landesfeuerwehrverband

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Raveman
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Re: Katastrophenschutzpaket

Beitrag von Raveman » 01. Sep 2012, 10:34

bs sprach aber in der Mehrzahl, deswegen meine Frage.

bs hat geschrieben:In Österreich gibts mehr Hägglunds in privater Hand und bei diversen anderen Organisationen als bei unserem BH.

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Re: Katastrophenschutzpaket

Beitrag von theoderich » 28. Sep 2012, 11:12

Fokus: Voran unterm Edelweiß! (Oberstleutnant Gerhard Pfeifer, MSD, in: TRUPPENDIENST, Folge 329, Ausgabe 5/2012)

Reformen, Umstrukturierungen und knappe Budgetmittel sind seit Jahren nicht nur Wegbegleiter des Österreichischen Bundesheeres, sondern wirken sich auch auf das Bataillon aus. Trotzdem ist die Ausrüstung gut, in Teilbereichen sogar ausgezeichnet. Forderungen hätte das JgB24(HGeb) natürlich schon: Im Gebirge und speziell im Winter sind Sondertransportfahrzeuge wie der "Bandvagn" von Hågglunds oder Quads für gebirgiges Gelände heutzutage die Norm. Ein Minimum für eine eigene Pionierunterstützung ist ebenfalls gefordert, um den hochgelegenen Einsatzort überhaupt erst erreichen zu können. Dazu zählen die Möglichkeit der Schneeräumung, Minenräumung oder Wegeverstärkung. Moderne Kampfverbände müssen zur Durchsetzungsfähigkeit eine dementsprechende Feuerkraft besitzen. Daher benötigen die Soldaten gerade im Hochgebirge Waffen mit größerer Reichweite und Wirkung, wie schwere Scharfschützengewehre (12,7 mm), automatische Granatwaffen, Maschinenkanonen und leichte Multifunktionsgeschütze.


Automatische Granatwerfer sind vielleicht "drin", aber Maschinenkanonen und Leichtgeschütze kann man bis in ferne Zukunft sicher ausschließen.

Die 20-mm-Maschinenkanone (20 mm FlAK 65/68) ist ein luftgekühltes, vollautomatisches Geschütz mit sehr hoher Schussfolge. Von einer Lafette aus eingesetzt, fand sie bis 2005 in den Jägerverbänden des Bundesheeres Verwendung.


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Re: Katastrophenschutzpaket

Beitrag von Dr4ven » 28. Sep 2012, 11:28

Bevor ich eine einzelne 20mm Kanone raufschleppe die mich als Jägertrupp unflexibel und starr macht, nehm ich besser 5 Carl Gustav mit und bin hochmobil, so wie die Rangers in Afghanistan auch drauf gekommen sind.
Mit denen kann ich mit guter Munition Ziele auf 600-1000m bekämpfen und habe ordentliche Waffenwirkung gegen alle Arten von Zielen.
Ausnahmen sind natürlich fixe Verteidigungsstellungen die eine sitting Duck aus jedem Soldaten machen.

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Re: Katastrophenschutzpaket

Beitrag von theoderich » 28. Sep 2012, 11:40

Dr4ven hat geschrieben:Bevor ich eine einzelne 20mm Kanone raufschleppe die mich als Jägertrupp unflexibel und starr macht, nehm ich besser 5 Carl Gustav mit und bin hochmobil


Entsprechende Munition gibt es offensichtlich. So etwas zu beschaffen dürfte kein allzu großes Problem darstellen.


Die Forderung nach Leichtgeschützen kann ich gut verstehen. Nur wird das keine Regierung finanzieren - vor allem, nachdem man der Bevölkerung jahrelang eingeredet hat, wir bräuchten keine "schweren Waffen" mehr. Was der Bataillonskommandant hier fordert, sind Artilleriesysteme dieser ...


... oder dieser Art:



Außerdem fehlt es ganz massiv an der notwendigen Lufttransportkapazität (mindestens: S-70 "Black Hawk").

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Re: Katastrophenschutzpaket

Beitrag von theoderich » 05. Okt 2012, 11:40

7. Jägerbrigade. Blitzkurier. Donnerstag, 4. Oktober 2012 hat geschrieben:Pionierbataillon 1:

Der schwere Pioniermaschinenzug der 1. Pionierkompanie befindet sich zu einer Unterstützungsleistung in Buchberg. Soldaten des Bataillons nehmen diese Woche bei einer Materialstrukturbesprechung bzgl. Schwerer Pioniermaschinen des Bundesheeres in Melk teil.


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Re: Katastrophenschutzpaket

Beitrag von theoderich » 26. Okt 2012, 21:13

Wie ich am Heldenplatz erfahren habe, geht es bei der Beschaffung von "Hägglunds" um generalüberholte Gebrauchtgeräte, vermutlich aus schwedischen Beständen, in der Größenordnung von ca. 20 Stk.


Surplus Materiel from the Swedish Armed Forces

Bild

Zuletzt geändert von theoderich am 28. Okt 2012, 11:46, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Katastrophenschutzpaket

Beitrag von Doppeladler » 27. Okt 2012, 14:25

Na das wär ja ein Blödsinn, gebrauchte Bv206 zu kaufen, die in Schweden gerade gegen top-moderne, leicht gepanzerte und leicht minengeschützte Bvs10 ersetzt werden.

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Re: Katastrophenschutzpaket

Beitrag von theoderich » 27. Okt 2012, 16:42

Doppeladler hat geschrieben:Na das wär ja ein Blödsinn, gebrauchte Bv206 zu kaufen, die in Schweden gerade gegen top-moderne, leicht gepanzerte und leicht minengeschützte Bvs10 ersetzt werden.


Wundert mich auch. Außerdem ist der Preis, den das FMV für die neuen BvS10MkIIB bezahlt, gar nicht so dramatisch: 700 Mio. SEK, also ca. 80 Mio. EUR.

Schweden plant Beschaffung eines Bv206-Nachfolgers (BvNy)


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Re: Katastrophenschutzpaket

Beitrag von bs » 28. Okt 2012, 15:45

Ich finds nicht schlecht.
Auf jeden Fall besser als wie diese ATV´s und die Schneemobile

[quote]Außerdem ist der Preis, den das FMV für die neuen BvS10MkIIB bezahlt, gar nicht so dramatisch: 700 Mio. SEK, also ca. 80 Mio. EUR.
[/quote]

...für wieviel Stk.?

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Re: Katastrophenschutzpaket

Beitrag von Milizler » 28. Okt 2012, 16:44

Der Vergleich zwischen Hägglunds und ATV's und Schneemobilen ist völlig Sinn frei, deren Anwendungsbereiche sind völlig unterschiedlich.
Beordert bei 1./JgB NÖ

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Re: Katastrophenschutzpaket

Beitrag von theoderich » 28. Okt 2012, 17:10

bs hat geschrieben:Ich finds nicht schlecht.
Auf jeden Fall besser als wie diese ATV´s und die Schneemobile


Die ATVs haben schon ihre Berechtigung. Sie sind eben keine Mannschaftstransporter, sondern u.a. für Scharfschützen, Panzerabwehrtrupps, Sanitäter und Aufklärung vorgesehen.

Außerdem ist der Preis, den das FMV für die neuen BvS10MkIIB bezahlt, gar nicht so dramatisch: 700 Mio. SEK, also ca. 80 Mio. EUR.


...für wieviel Stk.?


Das FMV hat 48 BvS10 fix bestellt und zwei Optionen für 41 Fahrzeuge und nochmals 61 Stück.

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Re: Katastrophenschutzpaket

Beitrag von theoderich » 06. Nov 2012, 00:38

O.T.:

Synthese aus A-Boot und Unimog – das Hägglunds Raupengespann (Brandaus, 10/2012, 29. Oktober 2012)

Einsatz in Niederösterreich

Subjektiv betrachtet wird Niederösterreich mehrmals im Jahr von Unwetterkatastrophen heimgesucht. Speziell im Marchgebiet bereiten Hochwässer, die über längere Zeit andauern, Kopfzerbrechen. Denn dort werden Dämme bei hohem Wasserstand stark aufgeweicht, was ein Befahren mit schweren, geländegängigen Fahrzeugen oder Booten unmöglich macht. Schließlich wäre die Gefahr eines Dammbruchs während der Arbeiten einfach zu hoch. Genau aus diesem Grund war man im NÖ Landesfeuerwehrverband auf der Suche nach einem geländegängigen Amphibienfahrzeug, mit dem Dämme im Marchgebiet gefahrlos befahren werden können. OBR Kurt Jestl ist im NÖ Landesfeuerwehrkommando für Feuerwehrfahrzeuge zuständig und befasst sich bereits seit mehreren Jahren mit dem Thema Hägglunds: „Das Österreichische Bundesheer hat in der Vergangenheit sehr umfangreiche Tests mit Amphibienfahrzeugen durchgeführten.

Bei diesen Erprobungen durften wir die Leistungsfähigkeit dieser Fahrzeuge hautnah miterleben und hatten auch die Gelegenheit ein Hägglunds-Raupenfahrzeug in Aktion zu sehen. Da aber die Anschaffungskosten eines neuen Hägglunds einfach zu hoch waren, suchten wir nach leistbarem Ersatz.“ Einige Zeit später wurde man auf ein Unternehmen aufmerksam, dass aus gebrauchten Militär-Hägglunds neue Sondereinsatzgeräte fertigt.

Hellgeth engineering: Der Hägglunds-Spezialist

Konstrukteur und Geschäftsführer Jürgen Hellgeth leitet gemeinsam mit seinem Bruder Andreas das in Wurzbach-Rodacherbrunn (Deutschland) ansässige Unternehmen Hellgeth engineering. Der Konstruktionsbetrieb mit 20 Mitarbeitern beschäftigt sich hauptsächlich mit ausgeschiedenen Militär-Hägglunds, die sich bei Hellgeth einer Radikalkur unterziehen lassen müssen. Jürgen Hellgeth erklärt im Brandaus-Gespräch, worum es geht: „Bei uns werden Fahrzeuge nicht einfach nur restauriert. Viel mehr ist es ein kompletter Neuaufbau, der die Wünsche des Kunden zur Gänze abdeckt. Rund 70 Prozent der Teile werden ersetzt, darunter auch Motor und Getriebe. Besonders beanspruchte Elemente werden zusätzlich verstärkt, damit es im Betrieb zu keinen Ausfällen kommt“.

Gerade bei Katastropheneinsätzen kommt es darauf an, dass die Technik auch über einen längeren Zeitraum und unter härtesten Bedingungen einwandfrei funktioniert. Ein Ausfall einer oder mehrerer Komponenten hätte womöglich katastrophale Folgen. Um solch ein Hägglunds- Amphibienfahrzeug auf Herz und Nieren zu überprüfen, reisten die Techniker des NÖ Landesfeuerwehrverbandes ins Marchgebiet. Dort wurde die Geländegängigkeit sowie das Verhalten im Wasser getestet, um zu untersuchen, ob ein solches Sonderfahrzeug für den Katastropheneinsatz in Frage kommen könnte. Während der umfangreichen Tests erkannte man aber sofort das Potenzial des Amphibienfahrzeuges und auch den Nutzen für die Feuerwehren im Hochwassereinsatz.

Anforderungsprofil

Einzig bei der Antriebstechnik im Wasser sahen die Techniker des NÖ Landesfeuerwehrverbandes Handlungsbedarf. Da der Antrieb nur über die Antriebsketten erfolgt und das Vehikel bei starker Strömung schwer zu dirigieren war, musste sich Jürgen Hellgeth nochmals ans Zeichenbrett setzen. Die Lösung war naheliegend und rasch umgesetzt. Ein hydrostatischer Propellerantrieb schaffte Abhilfe und optimiert die Steuerung im Wasser erheblich. Mit dieser Verbesserung war der Hägglunds feuerwehrtauglich. Eine Anschaffung kam somit in Frage. Was folgte waren ungezählte Planungsgespräche mit Jürgen Hellgeth und einige Monate Wartezeit, bis das SOF „Hägglunds“ schließlich seinen Dienst bei der Feuerwehr antreten konnte.


Landesrat Dr. Stephan Pernkopf wird das neue Sonderfahrzeug nach einer Einschulungsphase an den NÖ Landesfeuerwehrverband offiziell übergeben.


Bild

Bild

Ich nehme an, dass die "Hägglunds" für das Bundesheer gleich aussehen werden - nur eben in RAL7013, statt in rot.
Zuletzt geändert von theoderich am 28. Jan 2014, 18:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Katastrophenschutzpaket

Beitrag von Milizler » 06. Nov 2012, 08:06

Wäre schön wenn sie in so schönem Zustand wären, wenn denn wirklich welche kommen.
Beordert bei 1./JgB NÖ

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