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Aus für KPz Leopard, SPz Ulan und ZFLAK 85?

Fahrzeuge, Waffen, Gerät, Ausrüstung und Uniformen
Elo59
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Re: Aus für KPz Leopard, SPz Ulan und ZFLAK 85?

Beitrag von Elo59 » 24. Mär 2009, 22:42

Punkto Minenschutz ist das leider wahr, der ballistische Schutz ist beim ULAN natürlich besser, keine Frage.

theoderich
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Re: Aus für KPz Leopard, SPz Ulan und ZFLAK 85?

Beitrag von theoderich » 31. Mai 2009, 11:14

Wie ich im Thread zur Ausrüstung der AABs bereits bemerkt habe, ist, laut einem Soldaten, der, wenn ich mich nicht irre, aus der Khevenhüller-Kaserne in Klagenfurt kam, und mit dem ich das Vergnügen hatte beim Kasernenfest in Bleiburg zu sprechen, der Verkauf sämtlicher Panzerhaubitzen M-109, ob auf Standard A5Ö aufgerüstet oder nicht, an Großbritannien vorgesehen. Eine Ersatzlösung wie etwa das System "Archer" oder die PzH 2000 ist meinen Informationen zufolge nicht vorgesehen. De facto wird die Artillerie als Waffengattung im Bundesheer nicht mehr existieren.

IchBins
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Re: Aus für KPz Leopard, SPz Ulan und ZFLAK 85?

Beitrag von IchBins » 31. Mai 2009, 13:12

theoderich hat geschrieben:der Verkauf sämtlicher Panzerhaubitzen M-109, ob auf Standard A5Ö aufgerüstet oder nicht, an Großbritannien vorgesehen.


Was sollen denn die Briten damit ? Die haben doch die AS90. Hatt der Soldat gesagt, wieso die alle verkauft werden ?

Reservist
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Re: Aus für KPz Leopard, SPz Ulan und ZFLAK 85?

Beitrag von Reservist » 31. Mai 2009, 13:52

Was sollen denn die Briten damit ?


Das frag ich mich ehrlich gesagt auch... Ich meine, nichts gegen die M109, aber die AS 90 ist doch einen ganz ordentlichen Tick moderner. Dass Österreich allerdings tatsächlich seine gesamte Artillerie verkaufen möchte, klingt mir bei dem ganzen Wahnsinn der letzten Zeit leider Gottes ziemlich glaubwürdig...

PzBrig15
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Re: Aus für KPz Leopard, SPz Ulan und ZFLAK 85?

Beitrag von PzBrig15 » 01. Jun 2009, 12:24

Hallo Freunde aus dem Nachbarland......
leider ist bei dem bundesheer ja genauso eine Stimmung wie in Teilen der Bundeswehr .
Mir missfällt es aufs extremste,das die Geldjongleure,die bislang Milliarden vernichtet
haben nun auch die verteidigung ins Visier genommen haben. Was kommt als nächstes ???
Die Stützpunktfeuerwehr,die sich nicht mehr rechnet , weil es seit Jahren nicht gebrannt hat.....

Das Dilemma ist doch das es bei einem zukünftigen Konflikt nicht mehr die großen Panzerschlachten
geben wird. OK, dafür braucht man den Leopard 2 nicht mehr....zumindest aber nicht mehr in seiner
jetzigen Stärke. Die nächsten Bedrohungsszenarien werden in urbanen Räumen stattfinden. Es wird
wohl keine Armee mit hunderttausenden in die Städte einfallen,aber terroristische Bedrohungen mitall
seinen Folgen ( Unruhen....Verteilungskämpfe....Ignornaz gegenüber Sicherheitskräften) wird eine
ganz neue Verteidigungsstrategie benötigen. Da sind mir große Jägerverbände mit robustem Material
wie einem Leopard 2 PSO / SPz mit einem hohen Durchsetzungspotenzial in Städten....und Randgebieten
sehr willkommen. Gerade für solche urbanen Einsätze wie sie zum teil ja auch auf dem Balkan und beim ISAF-
Einsatz wichtig waren und sind, benötigen neues Material......da braucht man nicht die alten schweren
Waffensysteme,aber ohne einen restbestand sieser Systeme verbunden mit enormen Anstregungen für
urbane Operationen sind dringend geboten . Nur leider fehlt scheinbar dazu der Wille. Weil wir in einer
verwöhnten Gesellschaft leben. Wenn manche das begriffen haben,könnte es zu spät sein..............
Der lächerlichse Satz den ich je gelesen habe : Vorwarnzeit für militärische Bedrohung in Europa 10 Jahre....

Wie war doch gleich vor Monaten die Lage in Georgien............Ausser heißen mündlichen Beschwerden
hätten wir sowieso nicht reagiern können.....
Klagt nicht , kämpft !!!

Reservist
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Re: Aus für KPz Leopard, SPz Ulan und ZFLAK 85?

Beitrag von Reservist » 01. Jun 2009, 16:29

@PzBrig15: Was deine Kritik an der Kurzsichtigkeit vieler Politiker in puncto Bedrohungsvorwarnzeit in Europa angeht, geb ich dir voll und ganz recht. Ansonsten versteh ich deine Kritik ehrlich gesagt nicht so ganz: Die gesamte Umrüstung der Bundeswehr geschieht doch einzig zu dem Zweck, dass sie für Auslandseinsätze und insbesondere Urban Terrain-Missionen geeignetes Material erhält. Der neue Leo2-Typ UrbOp ist für das kommende Jahrzehnt beschlossene Sache. Und auch die Zahlenstärke der Kampfpanzer wurde ja enorm reduziert, von über 2.000 Leo 2 auf mittlerweile nur noch rund 400. Auch der SPz Puma ist eindeutig für aktuelle Einsatzszenarien und nicht mehr für den klassischen Panzerkampf zur Landesverteidigung ausgelegt, ebenso wie die ganzen GFF/GTF-Projekte, die jetzt anlaufen. Dass also, wie du sagst, "der Wille fehlt", kann ich bei der Bundeswehr so nicht ganz nachvollziehen.

Aber jetzt läuft das Ganze ein wenig Gefahr, ein Off-Topic zu werden. Außerdem: Der Unterschied zwischen einer völligen Abschaffung von Artillerie und gepanzerten Kräften wie in Österreich (evtl) geplant, ist ja noch ein gan anderes Kapitel als das Problem einer schleppenden Beschaffungspolitik der Bundeswehr. WIR wollen unsere PzH 2000 ja schließlich behalten!;-)

Raveman
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Re: Aus für KPz Leopard, SPz Ulan und ZFLAK 85?

Beitrag von Raveman » 02. Jun 2009, 06:40

Also mit solchen "SchXXXhausgerüchten" von Soldaten wäre ich vosichtig. Wie ich beim AufklBat1 war hat mir mein Vorgesetzter erzählt dass die K an die USA verkauft werden.

Dass man alle M109 ausmustert und damit eine Waffengattung in die Pension schickt kann ich mir nicht vorstellen. Es wäre sinnvoll wenn man die Ari reduziert, und zwar auf 1 reines AriBat. Zusätzlich könnte man ein Reserve-AriBat aufstellen. Einen Teil der M109 kann man ja einmotten. Und alle M109 die nicht auf A5Ö-Standard sind verschrotten zwecks Ersatztteile oder verkaufen.

Dammwald
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Re: Aus für KPz Leopard, SPz Ulan und ZFLAK 85?

Beitrag von Dammwald » 02. Jun 2009, 13:13

Raveman hat geschrieben:...Es wäre sinnvoll wenn man die Ari reduziert, und zwar auf 1 reines AriBat. Zusätzlich könnte man ein Reserve-AriBat aufstellen. Einen Teil der M109 kann man ja einmotten....


würd ich mit Unterschreiben.

LG
M.K.

mechtruppe
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Re: Aus für KPz Leopard, SPz Ulan und ZFLAK 85?

Beitrag von mechtruppe » 05. Jun 2009, 18:35

Also ich verfolge und wundere mich schon lange,wie die Gerüchteküche hier brodelt!?

Folgende Fakten möchte ich hier nun mal gerne erwähnen um etwas Klarheit zu schaffen:

Leopard 2A4 Alle KPZ Leopard werden in den 2 PzB mit je 1 KPE-Kp (in Zukunft)
verwendet. Keine Reduzierung,da diese den schlagkräftigen Kern bilden.
(Lt.ÖBH2010 Plan auch für Friedensschaffende Einsätze-Im Verband
oder als Unterstützung) Wurde bereits als Interoperable überprüft.

M109A5Ö Werden teilweise reduziert. 3AAB mit je 2PzHbBt.

Kürassier Werden reduziert. 3AAB mit je 1Aufl.Kp

Ulan Alle Spz Ulan werden für die 2 PzGrenB verwendet.

Saurer Werden nur mehr in speziellen Versionen in der Zukunft verwendet.
Ersatz in späterer Ferne möglich.

Die Struktur erinnert ein wenig an die Schweiz,die derzeit ähnlich eine Heeresreform vollzieht.
(Stichwort - Reduzierung auf einen schlagkräftigen Kern)

Alle Angaben beziehen sich auf den Reformplan ÖBH 2010 und wurden auch durch verschiedene
Quellen bestätigt. (Siehe auch Grundsatzrede v. 04.05.2009 des Verteidigungsministers bezgl.
schweren Geräts-mech.Truppe)

Ich hoffe hiermit etwas Klarheit und ein Ende der Falschinformation beigetragen zu haben.

Elo59
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Re: Aus für KPz Leopard, SPz Ulan und ZFLAK 85?

Beitrag von Elo59 » 05. Jun 2009, 20:48

Die erwähnte Klarheit wird leider getrübt

Leopard 2A4
Eine Ausschlachtung von mindestens 20 Fahrzeugen wird dzt, geprüft. Weiters ist eine Stilllegegung von mindestens der halben Flotte in Erwägung gezogen.

Jagdpanzer Kürassier A2
Nachdem nun alle A1 verschleudert worden sind, werden nun die A2 zum Verschleudern vorbereitet.

SPz ULAN
die Hälfte der Flotte wird stillgelegt

Bergepanzer M578
tot

Bergepanzer M88 A1
Keine Lebensdauerverlängerung leistbar, d.h. zum Sterben verurteilt.

Pionierpanzer
liegt im Sterben

Das Sterben der mech-Truppe geht unvermindert weiter

Feldmarschall
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Re: Aus für KPz Leopard, SPz Ulan und ZFLAK 85?

Beitrag von Feldmarschall » 05. Jun 2009, 21:07

Quellen?

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Re: Aus für KPz Leopard, SPz Ulan und ZFLAK 85?

Beitrag von Elo59 » 05. Jun 2009, 21:12

BMLV

mechtruppe
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Re: Aus für KPz Leopard, SPz Ulan und ZFLAK 85?

Beitrag von mechtruppe » 06. Jun 2009, 08:33

Da würde mich jetzt schon interessieren,wer oder was die Quelle vom BMLV ist??

Allein die Aussage "Halbierung der Ulan" ist unglaubwürdig,da die für die PzGrenB notwendig
sind. (Org-Plan)

Halbierung der Leo2 bedeutet ja das trotzdem an die ca 60 Fahrzeuge verwendet werden,
welche Bergepanzer werden dann verwendet,wenn die M88 nicht mehr vorhanden sind?
Weiters,warum soll man 20Stk. ausschlachten? Werden von vielen Ländern
verwendet.(Ersatzteil-Lieferant KMW!)

Also sind die Angaben unglaubwürdig, da sie auch dem Reformplan wiedersprechen.

GG
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Re: Aus für KPz Leopard, SPz Ulan und ZFLAK 85?

Beitrag von GG » 06. Jun 2009, 16:31

Solange ich mich zurückerinnere (und ich bin schon fast 60) hat man sich in diesem Lande noch nie an die gemeinsam vereinbarte Vorgangsweise in militärischen Reformpapieren gehalten....

theoderich
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Re: Aus für KPz Leopard, SPz Ulan und ZFLAK 85?

Beitrag von theoderich » 06. Jun 2009, 17:04

Das sehe ich auch so: Man hat bis jetzt ohnehin hauptsächlich die Reformschritte durchgeführt, bei denen es um Reduzierungen bzw. die Einmottung oder den Verkauf von militärischem Gerät (z.B. PzH M-109, "Jet Ranger" und Short "Skyvan") ging und relativ undurchdachte populistische Maßnahmen (natürlich ohne genauere Berücksichtigung des Endberichtes der Reformkommission oder die eigenliche Zielstruktur für 2010/2012) veranlasst. Modernisierungen gab es nur in verhältnismäßig geringem Umfang im Rahmen reiner Kosmetik ("Das Bundesheer lebt und wird nicht totgespart."), oder wo es durch Faktoren wie Katastrophen unumgänglich geworden war. Der größte, weil meistumfassendste Schritt bei der Ausrüstung war, meiner Meinung nach, bis heute der Kauf der neuen UNIMOG und MAN - LKW. Daneben kamen noch einige Änderungen hinzu, die rein struktureller Natur waren (Gebirgskampfzentrum, Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule, Heerestruppenschule, Heerslogistikzentren, Kdo Einsatzunterstützung / Führungsunterstützung / LRÜ / Luftunterstützung, Streitkräfteführungskommando etc.) - die finanziellen und materiellen Erfordernisse die die neuen Aufgaben die jetzt nach diesen Umstrukturierungen an das Bundesheer gestellt werden, mit sich bringen, wurden seit 2002 permanent außer Acht gelassen. Die Hauptsache war, dass man überhaupt etwas vorzuweisen hatte, sei es durch auf bestimmte parteipolitisch interessante Gebiete beschränkte Kasernensanierungen oder Vergabe von Rüstungsaufträgen in diesen Regionen, oder Maßnahmen, die mehr die Bürokratie beschäftigten als irgendwelche real spürbaren Änderungen zu bewirken.
Im großen und ganzen war die Reform ÖBH2010 bis jetzt hauptsächlich ein Mittel zur Profilierung der diversen verantwortlichen Verteidigungsminister (Günther Platter hat die tatsächlichen Ziele der Reform immerhin noch halbwegs ernst genommen, bei Norbert Darabos regieren nur noch Scheinheiligkeit, Realitätsverweigerung, bewusster Demotivierung der Truppe, Populismus und Schönfärberei, gepaart mit ganz offensichtlichem und öffentlich zur Schau getragenem Desinteresse an der Ausübung des Amtes des Verteidigungsministers.).

P.S.: Für eine erfolgreiche Reform wären notwendig gewesen (Im Nachhinein ist man immer schlauer. Ich lege hier nur meine - auf jeden Fall eingeschränkte, von persönlichen Einschätzungen geleitete und deswegen auch nicht objektive - Sicht der Dinge dar.):

    1.) Ein ernsthafter politischer Konsens über die zukünftigen Aufgaben des Bundesheeres.
    2.) Die nötigen finanziellen Mittel (ein dauerhaftes Mindestbudget in der Höhe von 1% des BIP + 1 Mrd. als "Anschubfinanzierung")
    3.) Seit 2004 hätte man sich primär auf die Reform konzentrieren müssen, statt ständig nur über den "Eurofighter" zu diskutieren.
    4.) Ernsthafte Versuche, das Bundesheer in der Bevölkerung akzeptabel zu machen, sei es durch Budgeterhöhung und anschließend eine transparente Beschreibung, was mit den Geldern geschah, oder verstärkte und vor allem glaubwürdige Informationstätigkeit, auch über die Medien (ich weiß, das ist schwerer gesagt, als getan, denn die meisten Printmedien und auch der ORF gehören zu den Hauptkritikern und -abschaffungsbefüwortern des Bundesheeres.).
    5.) Man hätte auf vorschnelle Versprechungen an die Angehörigen des Bundesheeres verzichten müssen und darauf hinweisen müssen, dass die ganze Arbeit auch umsonst gewesen sein könnte, wenn sich die wirtschaftliche Lage ändert oder ein Regierungswechsel kommt. Die Hoffnungen hätten bewusst klein gehalten werden müssen, dann wäre die Ernüchterung heute nicht ganz so groß (Wobei ich auch zu bedenken geben muss, dass jeder noch so kleine Hoffnungsschimmer in einer so desolaten und unterfinanzierten Armee wie der unseren zwangsläufig zu - aus späterer Sicht, nicht angebracht gewesener - Euphorie führen muss.).
    6.) Kritiker hätten ihre Meinung kundtun und nicht zu unwissenden, egoistischen und überheblichen Dauernörglern erklärt werden dürfen. Außerdem hätte es ernsthafte Diskussionen mit der Offiziersgesellschaft, der Unteroffiziersgesellschaft, den Milizverbänden, der VÖP, der Bundesheergewerkschaft und den Verfassern des bekannten Zustandsberichtes geben müssen.
    7.) Eine glaubwürdige Verankerung des Bundesheeres in Regierungsprogrammen - d.h. klare Zielsetzungen ohne schwammige Formulierungen (wie es seit ein paar Jahren besonders auffällig ist - siehe Regierungsprogramme der Kabinette Gusenbauer + Faymann).
    8.) Vermeidung der parteipolitischen Instrumentalisierung des Bundesheeres (Ich weiß, das wäre selbst bei einer erfolgreichen Durchführung der Bundesheerreform alltäglich gewesen, weil das Bundesheer immer noch das bevorzugte und wehrloseste Opfer von politischer Agitation gewesen wäre.).
Zuletzt geändert von theoderich am 06. Jun 2009, 18:12, insgesamt 7-mal geändert.

Antworten
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