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BeitragVerfasst: 20. Jun 2012, 14:28 

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In dieser Ausgabe von "Armada International" gibt es ein Foto eines Steyr Mannlicher-Werfers mit deutlich längerem Lauf:

Zitat:
Steyr Mannlicher is developing its own 40-mm system, but based on a 180-mm long barrel, that can quickly be replaced by a 38 or 42-mm calibre type and enable to fire less than lethal rounds. Working in double-action mode only, it can be attached through a Picatinny-rail or using its own very-low-profile quick-mount system that reduces the distance between the two barrels and thereby the parallax effect. Steyr Mannlicher is refining its launcher and plans to start production in early 2012, in time for the Austrian army tender for 140 pieces. The launcher is 270 mm long and can also be had as a stand-alone system. Respective weights are 1,02 and 2,18 kg, the stand-alone length with stock extended being 640 mm.


Das hängt mit der Aussschreibung vom 3. Februar 2012 zusammen, die hier diskutiert wurde:


Was will man mit nur 140 Granatgewehren anfangen? Das reicht bestenfalls für Militärpolizei und Jagdkommando.


Zuletzt geändert von theoderich am 15. Okt 2012, 13:58, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 20. Jun 2012, 14:56 
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Naja das ist doch ausreichend. Ironie Ende

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BeitragVerfasst: 20. Jun 2012, 22:53 

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Immerhin wird es mal eingeführt.


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BeitragVerfasst: 21. Jun 2012, 08:23 

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Mal abgesehen davon, dass mir 140 auch etwas wenig vorkommen, würde ja selbst unter nichtösterreichischen Umständen gewiss nicht das Ziel, jeden Infanteriesoldaten mit einem solchen Trumm auszustatten, oder?


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BeitragVerfasst: 21. Jun 2012, 08:31 

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stg76 hat geschrieben:
Mal abgesehen davon, dass mir 140 auch etwas wenig vorkommen, würde ja selbst unter nichtösterreichischen Umständen gewiss nicht das Ziel, jeden Infanteriesoldaten mit einem solchen Trumm auszustatten, oder?


Im Orgplan steht 1 Granatgewehrschütze pro Jägergruppe.


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BeitragVerfasst: 21. Jun 2012, 08:59 
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Richtig, und auch der Nahsicherer des SSch Trupps verfügt laut OrgPlan über ein STG mit Granatwerfer.

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BeitragVerfasst: 21. Jun 2012, 09:17 

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Es soll in den Sechzigern Orgpläne gegeben haben, die von Fliegerabwehrlenkwaffen sprachen, bei den großen Übungen der letzten zwanzig Jahre des Kalten Krieges borgten die nichtübenden Verbände des Bundesheeres den übenden Material (mir wurde erzählt, auch Personal), und wie all die Milizeinheiten und -verbände im Globalen und im Detail zu beurteilen waren, nämlich hinsichtlich ihrer Menschen, ihres Könnens und ihres Willens, darüber glaube ich, traut sich bis heute niemand etwas sagen. Wir haben einfach kein Geld und es ist nicht zu erwarten, dass jede Jägergruppe, die auf dem Papier oder tatsächlich existiert, ihr Granatgewehrgerät bekommt.


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BeitragVerfasst: 21. Jun 2012, 11:29 

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ich möcht einmal erleben, dass niemand sudert wenn das öbh was kauft


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BeitragVerfasst: 21. Jun 2012, 12:00 

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Hmmm, wir sudern nicht weil was gekauft wird, sondern weil zu wenig davon gekauft wird, ist doch ein kleiner feiner Unterschied.


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BeitragVerfasst: 21. Jun 2012, 12:03 
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Der Kauf an sich ist eine tolle Sache und ein Schritt in die richtige Richtung. Aber ich kann mich nur wiederholen, das Bundesheer besteht eben NICHT nur aus Jakdo.

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BeitragVerfasst: 21. Jun 2012, 13:25 

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Zur Klarstellung: Meine Zeilen waren nicht als Klage und Suderei zu verstehen, sondern als Hinweis, dass der Mangel das Heer schon immer bestimmt. Ich hege - und erneut muss ich sagen, nicht, um den aktuellen Minister irgendwie zu verteidigen - auch den Verdacht, wäre der Minister ein anderer, wäre seine persönliche Vergangenheit eine andere, dann würde unter gleichen Umständen weniger gejammert. Trotzdem halte ich ihn für den Falschen auf diesem Posten.

Leider werden nur jene Teile des Heeres von Neuanschaffungen etwas sehen, deren Einsatzwahrscheinlichkeit hoch ist. Schlecht, aber besser als nichts. Die Zwei- oder Dreiklassenarmee haben wir, aber wir hatten sie immer. Womit lief denn die Masse dieses Heeres an Ausrüstung herum, als der Hintergrund noch der Kalte Krieg war?


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BeitragVerfasst: 25. Jun 2012, 16:03 

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ich finde ausreichend, dass diese 140 granataufsätze für das stg beschafft werden. wir werden in nächster zukunft sicher nicht die gesamten bodentruppen des öbh auf einmal gegen einen feind an unserer grenze einsetzen müssen. für die vorgesehene ausrüstung der jägergruppen bzw für einsätze im rahmen der battle-groups der eu ist die anzahl dieser granataufsätze sicherlich ausreichend.


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BeitragVerfasst: 25. Jun 2012, 18:43 

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em hat geschrieben:
wir werden in nächster zukunft sicher nicht die gesamten bodentruppen des öbh auf einmal gegen einen feind an unserer grenze einsetzen müssen. für die vorgesehene ausrüstung der jägergruppen bzw für einsätze im rahmen der battle-groups der eu ist die anzahl dieser granataufsätze sicherlich ausreichend.


Für Jagdkommando und Militärpolizei ist es auf jeden Fall ausreichend. Evtl. bekommen die KPE auch ein paar "Brocken" ab. Und wofür man diese Geräte im aktuellen sicherheitspolitischen Umfeld verwenden soll, außer vielleicht für CRC, ist natürlich auch die Frage. Für Objektschutzaufgaben im Inland sind sie nicht unbedingt erforderlich. Da bräuchte es eher ordentliche Aufklärungsmittel (z.B. Vectronix JIM LR oder JIM MR).

Und Grundwehrdiener und Miliz zumindest an diesen Waffen "einzuführen", finde ich nicht abwegig. Jedenfalls wäre es besser, als in Präsentationen über Orgpläne mit Waffensystemen zu reden, die niemand je zu Gesicht bekommen hat.


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BeitragVerfasst: 25. Jun 2012, 19:51 

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Sehe ich überhaupt nicht so. Wenn man sich dazu entschließt, sich eine bestimmte Waffengattung zu leisten - und welche Armee der Welt kommt bitte ohne Infanterie aus - dann muss diese auch zeitgemäß ausgerüstet sein. Die österreichische Infanterie mag vieles sein, aber sicher nicht gut ausgerüstet:

- katastrophale Führungsmittel (zu wenig und zu alte Funkgeräte etc.)
- keine technischen Aufklärungsmittel (auf keiner Ebene)
- faktisch nicht nachtkampffähig
- nur zu sehr geringem Teil motorisiert
- keine FlA-Waffen im Baon/der Kp
- keine PA-Waffen in der Kp
- erbärmlich schlechte Sanitätsversorgung
- mangelhafte Mannesausrüstung (im internationalen Vergleich)
- keine nennenswerten Unterstützungswaffen bzw. Unterstützungstruppen

Vom Ausbildungsstand des Kaders (insbesondere fehlende Einsatzerfahrung bzw. einsatznahe Ausbildung) und den sehr bescheidenen Übungsmitteln will ich jetzt gar nicht reden.

Alleine die Tatsache, dass der Erwerb einer niedrigen dreistelligen Anzahl von Gewehrgranatwerfern überhaupt erwähnenswert ist, spricht Bände. Sowas ist seit dem Koreakrieg Standard, war niemals per Staatsvertrag verboten und kostet ungefähr so viel wie ein paar Stunden Eurofighter-Flug. Da mangelt es meiner Meinung nach nicht einmal an den Finanzmitteln, denn solche geringe Beträge kann selbst das BMLV aufbringen, ohne beim Finanzminister betteln gehen zu müssen. Das ist einfach Unfähigkeit, fehlende Einsatzerfahrung, die Idee, dass eh nie was passieren kann und fehlende Wertschätzung gegenüber der eigenen Truppe. Österreichs Soldaten waren und sind im Einsatz Kanonenfutter und im Frieden lustige Blasmusikanten.


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BeitragVerfasst: 25. Jun 2012, 21:16 

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Berndorfer, Hptm Norbert: Granatgewehre. Eine Feuerlücke sollte endlich geschlossen werden (TRUPPENDIENST 1/1994, S. 32 - 33)

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Zitat:
In diesem Zusammenhang wird an den vom Infanterieinspektor, Oberst Hans Widhofner, geschriebenen Artikel im TRUPPENDIENST, Heft 6/1987, "Die Feuerlücke in unserer Infanteriebewaffnung", erinnert. Damit soll zu verstehen gegeben werden, daß diese Forderung nicht nur von einem einzelnen, übereifrigen Kompaniekommandanten gestellt, sondern seit Jahren von höchsten Kommandanten als unabdingbare Notwendigkeit erachtet wird.

Waffen, Munition und Vorschläge für die Eingliederung von Granatwerfern in die Kampfeinheiten gibt es genügend; Munitionsversuche und Waffenerprobungen wurden erfolgreich durchgeführt. Die Notwendigkeit der Einführung einer derartigen Waffe ist allen damit Befaßten klar, und auch das Geld kann bei diesen nicht gerade teuren Waffen keine Rolle spielen. Die Forderung der Einführung eines solchen Waffensystems im österreichischen Bundesheer ist daher mehr als gerechtfertigt.


Der aktuell beim Jagdkommando und bei Auslandseinsätzen verwendete Heckler & Koch AG-C wurde im Jahr 2000 vom damaligen Amt für Wehrtechnik erprobt und erstmals 2005 in Afghanistan eingesetzt:

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Im "Truppendienst"-Artikel gibt es auch ein Foto des M203 am StG77, wenn mit einer anderen Montage:

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Zuletzt geändert von theoderich am 28. Okt 2013, 01:50, insgesamt 4-mal geändert.

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