Hinweis: Sie befinden sich im Archiv des alten Forums von DOPPELADLER.COM. Dieses Forum wird nicht länger betrieben. Es ist nur mehr Lesezugriff möglich.
Sie erreichen das DOPPELADLER.COM FORUM nun unter ...

https://www.doppeladler.com/da/forum/index.php



Fennek für das Bundesheer?

Fahrzeuge, Waffen, Gerät, Ausrüstung und Uniformen
Antworten [phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable
Merlin
Beiträge: 69
Registriert: 21. Nov 2006, 22:33
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable

Fennek für das Bundesheer?

Beitrag von Merlin » 29. Nov 2008, 10:09

Fennek reconnaissance variants are fitted with a retractable Rheinmetall Defence Electronics BAA mast-mounted sensor pod, containing thermal optics and a laser rangefinder that can be raised 1.5 metres above the vehicle's roof. Dutch Fenneks are armed with a manually operated 12.7-mm heavy machine gun while German vehicles mount the Heckler & Koch 40-mm Grenade Machine Gun. Four vehicles have been bought by the Czech Republic and Austria has announced plans to field the Fennek.


Dieses Zitat stammt aus der August Ausgabe von Armada.
http://www.thefreelibrary.com/The+modern+armoured+car%3a+the+asymmetric+threat+has+spurred+the+demand...-a0184287847

Grundsaetzlich ja ein sehr gut geeignetes Fahrzeug fuer unsere Aufklaerer. Allerdings passt das nicht ganz mit den Berichten ueber eine Aufklaerungsversion des Caracal zusammen. Hat davon schon irgendjemand gehoert? Armada ist normalerweise eine recht zuverlaessige Quelle.

Milizler
Beiträge: 1986
Registriert: 29. Jul 2008, 20:32
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable

Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von Milizler » 29. Nov 2008, 12:31

vielleicht habens Austria mit Australia verwechselt ^^
Beordert bei 1./JgB NÖ

theoderich
Beiträge: 20984
Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable

Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von theoderich » 29. Nov 2008, 14:03

Ich wäre mir da nicht so sicher: Der "Fennek" ist am 28. Jänner dem Bundesheer am TÜPl Großmittel präsentiert worden, dort liegt bekanntlich das "Testzentrum" des ARWT. Obwohl ich sagen muss, dass ein wirklich objektives Beschaffungswesen in Österreich nicht ausgebildet ist.
In der Schweiz wurden z.B. die Kandidaten für der Tiger - Teilersatz jeweils einer mehrwöchigen Testkampagne unterzogen, die in Emmen von Piloten der armasuisse durchgeführt wurde, während in Österreich Undurchsichtigkeit, Bürokratie und Lobbyismus regieren. Die armasuisse betreibt in der ganzen Schweiz insgesamt acht Laboratorien und Testeinrichtungen, mit Fachgebieten die von Detonik und ABC-Abwehr bis zu Verteidigungselektronik und Fahrzeugtechnik reichen. Bei uns wird hingegen fast immer ein Skandal aus jeder größeren Beschaffung gemacht und (wahrscheinlich) keine unabhängigen Tests vom ARWT durchgeführt, das (in den meisten Fällen) weder die Einrichtungen, noch die finanziellen Mittel - woran es wohl am meisten liegt - für derartige Untersuchungen hat. Der Flugplatz in Emmen ist wesentlich größer als Zeltweg und verfügt z.B. über Flugvermessungssysteme. Bei uns ist man wohl hauptsächlich auf Firmenangaben angewiesen. Die mangelnde Offenheit gegenüber der Bevölkerung lässt sowieso jeden Rüstungskauf wie einen Korruptionsfall aussehen und die Medien tragen mit Freuden dazu bei. Wenn man in ein paar kleine aber gut ausgestattete Test- und Forschungszentren zur Verringerung der technologischen Abhängigkeit vom Ausland und zum Aufbau eines objektiv begründeten Beschaffungswesens investieren würde, käme höchstwahrscheinlich aus irgendeiner politischen Ecke der Vorwurf, das Bundesheer verschwende Steuergelder oder entwickle Technologien, die man doch viel billiger von ausländichen Rüstungskonzernen kaufen könne.

Modernste Sensorsysteme: Wir schärfen unseren Blick
Großmittel, 28. Jänner 2008 - Das Jahr 2008 steht für den Aufbruch in eine neue Ära der militärischen Aufklärung. Erstmals entwickeln Truppenteile der Land- und Luftstreitkräfte gemeinsam Sensorsysteme zur frühzeitigen, weitreichenden Erkennung und Identifizierung von unbekannten Personen und Objekten weiter.

Leistungsschau in Großmittel
Initiiert wurde die Umsetzung von der Abteilung Strukturplanung unter der Obhut des Planungsstabes im Rahmen einer Präsentation der neuesten Aufklärungsmittel und -verfahren. Der militärische Übungsplatz Großmittel mit seiner Geländevielfalt und der Flugplatz Wr. Neustadt boten sich als optimale Areale zur Darstellung des Zusammenwirkens von boden- und luftgestützten Sensorsystemen an.

Internationales Publikum
Das große Interesse an dieser Veranstaltung war wegen der regen Teilnahme der militärischen Führung, der hochrangigen ausländischen Gäste und der Vertreter der beteiligten Firmen, verständlich. In seiner Eröffnungsrede lenkte der mit der Durchführung beauftragte Abteilungsleiter des Bundesheeres, Brigadier Norbert Huber, die Aufmerksamkeit des Auditoriums auf die zur Schau gestellten Aufklärungssysteme der Zukunft: „Wie bereits im Rahmen der Bundesheerreformkommission erkannt wurde, steuern wir auf neue Herausforderungen zu. Neue Herausforderungen erfordern naturgemäß neue Mittel. Mittel, welche uns helfen, die an uns alle gestellten Aufgaben besser und ökonomischer als bisher zu erfüllen. Dies gelingt umso leichter, je genauer man weiß, womit man konfrontiert ist. Daher benötigen wir eine neue Qualität in der Aufklärung.“

Thematisch eingeleitet wurde die Leistungsschau von einem Vertreter der deutschen Bundeswehr, der mit seinem Eröffnungsreferat einen Einblick in die Aufgaben, Strukturen und vor allem in die Leistungsfähigkeit der Aufklärungskräfte gewährte. Gezeigt wurde dies am Beispiel der Flugdrohne Aladin und des Aufklärungsfahrzeuges Fennek mit seinen Bodensensoren, die vor Ort zum Einsatz kamen.

Österreichisches Know How
Auch die österreichischen Firmen Diamond und Schiebel führten mit ihren luftgestützten Aufklärungssystemen vor, wie derzeit noch bestehende Fähigkeitslücken geschlossen werden könnten. Diese Systeme zeichnen sich darüberhinaus dadurch aus, dass sie sich auch zur Unterstützung der Bevölkerung bei Hilfeleistungen durch das Bundesheer eignen.

Liveübertragung via Satellit
Die Veranstaltung wurde durch Satellitenverbindung live in das Seminarzentrum Reichenau/Rax übertragen, bei der sich neben Generalleutnant Othmar Commenda weitere hochrangige Vertreter des Bundesheeres ein Bild von den neuen Möglichkeiten machen konnten.


Vielleicht ist aus der Anfrage die ich vor kurzem angeführt habe (sobald sie beantwortet ist, das kann bis zu einem Monat oder sogar länger dauern) etwas in Bezug auf Beschaffungsvorhaben in dieser Richtung ersichtlich.

P.S.: Laut einem Artikel im "Truppendienst" Nr. 2 / 2008 gibt es bei den Luftstreitkräften ein Konzept für das Integrierte Modulare Luftaufklärungssystem (IMLAS) bestehend aus:

    Flugzeugen, Hubschraubern und UAVs
    Kombination unterschiedlicher Sensoren (Radar, Laser, IR, elektrooptisch, optisch)
    Nutzung gleicher Sensoren auf unterschiedlichen Plattformen
    Nutzung gleicher Datenlinks
    Nutzung gleicher Bodenempfangsanlagen und Bodenauswerteanlagen
    Nutzung gleicher Steuerungseinheiten und Interfaces
    Nutzung gleicher Führungs- / Kommunikationsmodule

in einem Führungs- / Aufklärungsverbund mit den Landstreitkräften. Es sollen dafür ein truppengattungsübergreifendes IADS (Integrated Air Defence System / Aufklärungs- Führungs- und Wirkungsverbund),das auch mit den "weiteren Hauptsystemen der Luftstreitkräfte"* zusammenwirken soll, und ein LTS (Lufttransportsystem; wahrscheinlich die Diamond DA-42 MPP, die in Großmittel präsentiert wurde.) geschaffen werden, die gemeinsam mit dem IMLAS operieren sollen.
Wenn ihr mich fragt, ist das zwar ein zukunftsweisendes Konzept, aber durch die finanzielle Lage im Heer nur in Ansätzen durchführbar. Wenn ein solches System etwa bis 2015 einsatzbereit sein soll, wären, für österreichische Maßstäbe, unglaubliche finanzielle Aufwendungen vonnöten (Alles in allem sicher zwischen 250 und 500 Mio. Euro, die finanzielle und vor allem politische "Schmerzgrenze" liegt da schon sehr nahe.). Man träumt wohl von "Net-Centric-Warfare", das wird es in einem so ausgehungerten Heer ohne ernstzunehmende Zukunftsperspektiven nie geben, weil voraussichtlich unter keinen Umständen die erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden würden, ÖBH 2010 hin oder her ...

*vielleicht ist damit der "Leichte Transport- / Aufklärungshubschrauber" (Ersatz für Alouette III / OH-58 / AB-206A)gemeint, der Ende August 2007 in einer Anfragebeantwortung von Verteidigungsminister Darabos in Zusammenhang mit einer "Fliegerabwehrlenkwaffe neu" (konkret der IRIS-T SL), einem neuen Tactical Operations Center, einem modernisierten Daten- und Kommunikationsnetz, dem Upgrade der RAC-3D Radaranlagen und einer Systemanpassung IFF des Aufklärungs- und Zielzuweisungsradars erwähnt wurde. Weitere mittelfristig (laut Anfragebeantwortung bis 2015, bei Gesamtkosten von ca. 54 Mio. Euro - ich hingegen glaube, dass es wesentlich teurer kommen wird) zu realisierende Projekte sollen demnach ein Ersatz der Radaranlagen "Steinmandl" und "Speikkogel" durch ein Long Range Radar, ein Ersatz der mobilen Radarstationen und eine Erneuerung der Infrastruktur der ortsfesten Radaranlagen sein.

P.S.: Anwesend waren bei der Übung von Seiten des Bundesheeres:

    GenMjr Mag. Karl WENDY (Leiter Planungsstab);
    Bgdr MMag. Wolgang PEISCHEL (Planungsstab);
    Bgdr MMag. Norbert HUBER (Planungsstab);
    Bgdr Mag. Helmut HABERMAYER, MSc (Abteilung Militärstrategie);
    Bgdr Mag. Harald MÜLLER;
    Bgdr Mag. Hermann LOIDOLT, MSc (Kdo Führungsunterstützung);
    Bgdr Mag. Günter SCHIEFERT (Leiter FlFlATS);
    Bgdr Mag. Robert PRADER (Kdt. 4. PzGrenBrg);
    Bgdr Ewald ANGETTER (Kdt. PzTS);
    Bgdr Rainer KARASEK (Waffenchef Artillerie);
    Bgdr Dieter KIENE
Zuletzt geändert von theoderich am 17. Apr 2010, 21:12, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Cyclop
Beiträge: 883
Registriert: 07. Nov 2006, 13:36
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable

Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von Cyclop » 01. Dez 2008, 08:44

Der Fennek ist ja bereits seit aufkommen der AAB Idee immer wieder im Gespräch und sicher ein tolles Fahrzeug. Nachdem was ich gehört habe ist er allerdings wirklich kostbar und ich bin mir auch nicht sicher ob es wirklich Sinn macht, schon wieder einen neuen Fahrzeugtyp einzuführen. Daher sollte man eventuell die Sensorik auf eine Plattform montieren, die bereits existiert oder deren Einführung bereits geplant ist. Realistischer Weise glaube ich eher an eine Iveco LMV bzw. Mowag Eagle Version ähnlich dieser hier:
Bild
Schweizer Artilleriebeobachtungsfahrzeug auf MOWAG Eagle Basis

theoderich
Beiträge: 20984
Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable

Re: Fennek für das Bundesheer?

Beitrag von theoderich » 01. Dez 2008, 09:58

Laut army-guide.com ist ein einzelnes Fahrzeug dieses Typs ca. 4,5 Mio. Dollar wert. Das Bundesheer könnte sich so ein Gerät nur in einer Stückzahl zwischen 25 und 50 Exemplaren leisten, wenn es mehr sein sollten, müsste man entweder das Budget aufstocken, eine außerbudgetäre Finanzierung anstreben oder den Kauf über mehrere Jahre in kleineren Tranchen abwickeln. Es gibt im Heer außerdem nur drei Einheiten die solche Fahrzeuge benötigen würden: das AAB3 in Mistelbach, das AAB4 in Allentsteig und das AAB7 in Feldbach.

Artikel über die Aufklärungs-/Artilleriebataillone im "Truppendienst":
http://www.bmlv.gv.at/truppendienst/ausgaben/artikel.php?id=576

P.S.: Der vor kurzem gestrichene Bell ARH-70A sollte ca. 14,48 Mio, Dollar / Stück kosten.

Milizler
Beiträge: 1986
Registriert: 29. Jul 2008, 20:32
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable

Re: Fennek für das Bundesheer?

Beitrag von Milizler » 01. Dez 2008, 11:28

Wäre nicht laut Sicherheitspapier der neuen Regierung ohnehin vorgesehen derartige Anschaffungen über Sonderfinanzierungen zu machen?

Wäre deshalb weil das Thema Sicherheit in Österreich nur auf dem Papier existiert!
Beordert bei 1./JgB NÖ

Nikolaus
Beiträge: 110
Registriert: 18. Jun 2006, 19:39
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable

Re: Fennek für das Bundesheer?

Beitrag von Nikolaus » 01. Dez 2008, 12:22

Warum sollte man für eine derzeit und wahrscheinlich auch zukünftig eher unwichtige (da real nicht einsetzbare) Waffengattung wie die Artillerie so teure Fahrzeuge beschaffen ? Die M-109 werden in den nächsten Jahren sicher weiter reduziert, da der Erhalt der aktuellen Stückzahlen sinnlos ist.

Ich halte das für ziemlich unwahrscheinlich. Das wäre ja das "mech-Paket im Kleinen".

BSLion
Beiträge: 72
Registriert: 11. Aug 2008, 13:28
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable

Re: Fennek für das Bundesheer?

Beitrag von BSLion » 01. Dez 2008, 13:44

Nikolaus hat geschrieben:Warum sollte man für eine derzeit und wahrscheinlich auch zukünftig eher unwichtige (da real nicht einsetzbare) Waffengattung wie die Artillerie so teure Fahrzeuge beschaffen ? Die M-109 werden in den nächsten Jahren sicher weiter reduziert, da der Erhalt der aktuellen Stückzahlen sinnlos ist.

Ich halte das für ziemlich unwahrscheinlich. Das wäre ja das "mech-Paket im Kleinen".


Und da drehen wir uns wieder im Kreis!

Die Politik soll ENDLICH sagen, welche Aufgaben das ÖBH künftig hat. Dann kann und muss man entsprechend ausrüsten.

theoderich
Beiträge: 20984
Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable

Re: Fennek für das Bundesheer?

Beitrag von theoderich » 01. Dez 2008, 15:12

Es steht seit 2004 fest, welche Fähigkeiten und Aufgaben das Bundesheer im Jahr 2010 haben sollte (was nicht bedeutet, dass es diese bis dahin tatsächlich haben wird, es wird wohl eher einige mögliche Einsatzbereiche einbüßen, da sie finanziell, materiell und personell nicht mehr in vollem Umfang abgedeckt werden können.):

Das Bundesheer des Jahres 2010 sollte daher nachstehende operationelle Fähigkeiten
aufweisen:

    Permanente umfassende Lagefeststellung und -beurteilung unter Einbeziehung der subkonventionellen
    Bedrohungen als Voraussetzung zur Mitwirkung im nationalen und
    multinationalen Entscheidungs- und Führungsprozess sowie zur Unterstützung der eingesetzten
    Kräfte.

    Einsätze zur Aufrechterhaltung der staatlichen Souveränität und Assistenzeinsätze (einschließlich
    des Schutzes gegen allfällige neue subkonventionelle Bedrohungen) durch
    strukturierte Kräfte im ausreichenden Ausmaß.

    Assistenzeinsätze im Rahmen der nationalen Katastrophenhilfe zum Schutz der österreichischen
    Bevölkerung.

    Gewährleistung der staatlichen Souveränität im Luftraum.

    Unterstützung der Landstreitkräfte durch die Luftstreitkräfte vor allem durch Lufttransport
    und Luftaufklärung (zusätzlich abgestützt auf strategische Partner und Vertragslösungen)
    im In- und Ausland.

    Führung einer multinationalen Brigade im Sinne des EU-Framework-Nation-Konzepts5
    über das gesamte Spektrum der ESVP/Petersberg-Aufgaben. Die Gesamtstruktur des
    Bundesheeres 2010 sollte dabei eine Verweildauer im Einsatzraum von zumindest einem
    Jahr gewährleisten. Der Einsatz soll in einem drei bis vierjährigen Rhythmus wiederholbar
    sein.

    Einsatz von bis zu zwei Bataillonen auch in getrennten Einsatzräumen jeweils aus weitgehend
    strukturierten Kräften. Im oberen Spektrum der Petersberg-Aufgaben würde ein
    solcher Einsatz alternativ zur Führung einer multinationalen Brigade erfolgen; für klassische
    Peacekeeping-Einsätze sollten erforderlichenfalls auch zusätzliche Kapazitäten verfügbar
    gehalten werden.

    Im unteren Einsatzspektrum sollte die Verweildauer im Einsatzraum unbegrenzt und im
    oberen Spektrum über zumindest ein Jahr gewährleistet sein.

    Zeitgleich zu den Brigade- bzw. Bataillonseinsätzen sollen kurzfristige und zeitlich begrenzte
    Einsätze zum Zwecke einer raschen Katastrophenhilfe, humanitären Hilfe, Evakuierungsoperationen
    sowie als Beitrag zu einer - im Rahmen von Friedensoperationen im Auftrag der Vereinten Nationen
    zum Einsatz kommenden - „Battle Group“ der EU vorerst zumindest in Kompaniestärke möglich sein.



Aus heutiger Sicht ist dieses Ziel innerhalb von nur zwei Jahren nicht mehr zu erreichen, man müsste (ausgehend vom heutigen Budgetstand und dem mangelhaften Reformwillen in der Regierung) wahrscheinlich zwischen fünf und fünfzehn weitere Jahre zur Umsetzung der Reform einplanen (ergo wäre es dann die Reform ÖBH 2023). Der Einsatz von zwei Bataillonen im Ausland wird allein schon durch die ans Ende ihrer Lebensdauer kommende Lufttransportflotte des Heeres und die geringe Stückzahl der Flugzeuge eingeschränkt. Assistenzeinsätze im Inland werden durch die veraltete, sowohl qualitativ als auch quantitativ mangelhafte Ausrüstung, die Ausbildung ohne Truppenübungen und die finanziellen Engpässe bei der Miliz nicht mehr ohne weiteres möglich sein (zumindest nicht in großem Umfang).

BSLion
Beiträge: 72
Registriert: 11. Aug 2008, 13:28
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable

Re: Fennek für das Bundesheer?

Beitrag von BSLion » 01. Dez 2008, 15:31

theoderich hat geschrieben:Aus heutiger Sicht ist dieses Ziel innerhalb von nur zwei Jahren nicht mehr zu erreichen, man müsste (ausgehend vom heutigen Budgetstand und dem mangelhaften Reformwillen in der Regierung) wahrscheinlich zwischen fünf und fünfzehn weitere Jahre zur Umsetzung der Reform einplanen (ergo wäre es dann die Reform ÖBH 2023).


Es scheint aber in der politischen Spitze des BMLVg, geschweige denn in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen zu sein!

Wäre dies der Fall, würden sich doch etliche Diskussionen in den Medien erübrigen und die Budgetierung des ÖBH entsprechend ausfallen.

Um eine Fähigkeitslücke zu schließen, reißt man wo anders ein neues Loch. Und zwar mit richtig viel "Wiener Herzblut".

theoderich
Beiträge: 20984
Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable

Re: Fennek für das Bundesheer?

Beitrag von theoderich » 01. Dez 2008, 16:43

Es gibt monentan leider

1,) keinen politischen Willen mehr für jegliche fortschrittliche Aktivitäten in der Landesverteidigung.
1.) keine kommunizierbare Motivation für eine Erhöhung der Budgetmittel.
2.) keine ernstgenommene konventionelle oder unkonventionelle Bedrohung der Republik Österreich.
3.) zu viele Politiker die das Bundesheer für parteipolitische Zwecke missbrauchen.
4.) keinen Rückhalt in der Bevölkerung
5.) zu viele Medien die das Bundesheer lieber schlechtmachen, als Probleme aufzuzeigen. Die wenigen Zeitungen die es
überhaupt für wert befinden, auf finanzielle Engpässe, sowie personelle und materielle Schwierigkeiten aufmerksam
zu machen, haben eine zu geringe Reichweite und der ORF ist so parteiendominiert, dass das Bundesheer in seiner
heutigen Form entweder hochgelobt wird (siehe TW1: "Einsatz") oder nicht in der Berichterstattung vorkommt (es sei
denn, es gibt einen Skandal oder "Vermutungen" von Akteuren wie Peter Pilz.).

Die Politik hat spätestens seit der Tschechienkrise den Ruf des Bundesheeres sukzessive ruiniert, statt über die Gründe für die Unfähigkeit der damaligen und heutigen Armee zu einer ernsthaften Landesverteidigung nachzudenken. Die Reform ÖBH 2010 sollte eine Richtungsentscheidung gewesen sein, in welcher Weise das Heer zukünftig ausgerichtet werden sollte, dabei wurde auf eine engere Kommunikation mit der Bevölkerung vergessen. Es hat seit 2004, d.h. seit der Präsentation des Reformpapiers, keinen Politiker gegeben, der in ernsthafter Art und Weise begründen konnte, warum man plötzlich mehr als zweieinhalbmal soviel Geld wie bisher jährlich in die Landesverteidigung stecken sollte. Es ist eben leichter Probleme totzuschweigen bis sie von Betroffenen und Institutionen wie dem Rechnungshof aufgezeigt werden (siehe Verfassungs-, Verwaltungs- und Gesundheitsreform). Die Kritik von dieser Seite wird dann entweder als Unfug oder überspitzte Darstellung abgetan, es wird die Schuld einer Vorgängerregierung zugeschoben (für die SPÖ ist bis heute für alle Probleme "Schwarz-Blau" verantwortlich.), die Kritiker selbst mit Anschuldigungen und Vorwürfen eingedeckt, um ihre Glaubwürdigkeit zu untergraben oder sie werden schlicht ignoriert.
Zusätzlich ist der Reformwillen leider seit zwei Jahren immer stärker dem Populismus gewichen. Noch bis zum Jahr 2000 warf man Parteien wie der FPÖ vor populistisch zu agieren, heute zählt das zum Standardrepertoire aller politischen Fraktionen. Dieselben nutzen diese Instrument bekanntlich weidlich aus und streuen hunderte Millionen Euro, wenn nicht sogar Milliarden, für kurzfristige Wahlerfolge unters Volk, ohne über die Folgen für künftige Budgets und den schwerer werdenen Schuldenrucksack für die jüngeren Generationen nachzudenken.

beistrich
Beiträge: 121
Registriert: 11. Dez 2007, 17:52
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable

Re: Fennek für das Bundesheer?

Beitrag von beistrich » 01. Dez 2008, 18:03

Nikolaus hat geschrieben:Warum sollte man für eine derzeit und wahrscheinlich auch zukünftig eher unwichtige (da real nicht einsetzbare) Waffengattung wie die Artillerie so teure Fahrzeuge beschaffen ?....


Der Einsatz der Fenneks* wäre nicht unbedingt vom Einsatz der Artillerie abhängig, ein gutes Fahrzeug für die Aufklärer hat in den Auslandseinsätzen sicher seinen Platz.

*edit: solange Österreich auch Fenneks in der Aufklärer- und nicht nur Artilleriebeobachtungsversion beschafft.

Benutzeravatar
Doppeladler
Site Admin
Beiträge: 1295
Registriert: 23. Mär 2005, 14:53
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable

Re: Fennek für das Bundesheer?

Beitrag von Doppeladler » 01. Dez 2008, 18:39

Admin: Bitte nicht ständig das Thema wechseln!!! Falls nötig ein neues Thema eröffnen oder bei einem anderen Thema fortsetzen. Es gibt auch bereits ein Thema zur Ausrüstung der AABs.

Antworten
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable