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Gerät der AABs - Kürassier A2, M-109, Drohnen

Fahrzeuge, Waffen, Gerät, Ausrüstung und Uniformen
theoderich
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Re: Gerät der AABs - Kürassier A2, M-109, Drohnen

Beitrag von theoderich » 21. Aug 2009, 17:56

Ja. Und zwar schon einmal aus einem einfachen Grund: Die Maschine die den Menschen intellektuell ersetzen kann, ist noch nicht erfunden. Und die Robotertechnik steckt noch derartig in den Kinderschuhen (siehe amerikanisches "Future Combat System"), dass sie immer noch Menschen zur Kontrolle benötigt. Das sehr sehr beschränkte Urteilsvermögen eines Computersystems ist einem Menschen unmöglich gewachsen.

P.S.: Ich habe berechtigte Zweifel, ob die AABs in den nächsten Jahren abgesehen von den LMVs noch irgendwelche neuen Ausrüstungsgegenstände zu Gesicht bekommen werden. Wenn überhaupt, kommen sie in zu geringen Stückzahlen oder "tröpferlweise" über viele Jahre. Mindestens bis 2013 gibt es für solche Maßnahmen ohnehin kein Geld, und da gäbe es noch Beschaffungen mit höherer Priorität, wie die neuen Jettrainer und die Allschutzfahrzeuge, die insgesamt einen Auftragswert von rund 650 Mio. Euro widerspiegeln (Vorausgesetzt, man versteift sich nicht auf eine Billigst- oder Gebrauchtlösung, die in Folge viel höhere Kosten verursacht, als der Kauf kosteneffizienterer, moderner Jets, was bei uns bis in die allerjüngste Vergangenheit viel zu oft vorgekommen ist. Und mit einem Verteidigungsminister, der seine Vorgaben teilweise von einer bundesheerfeindlichen Partei erhält, kann man sich nichts erwarten. Dazu ein Zitat aus dem NR-Wahlkampf 2002 (Offenbar sind damals schon die Grundlagen für die heutige Situation des Bundesheeres gelegt worden.):

1. Mit dem bisherigen Wehrbudget ist eine Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber der EU entsprechend den Helsinki-Goals nicht erfüllbar. Wie steht Ihre Partei zu diesen Verpflichtungen? Will Ihre Partei aus diesen EU-Verpflichtungen aussteigen? Wenn nein, wie werden Sie die dafür notwendigen Mittel bereitstellen?

    SPÖ:
    Wir treten für die Weiterentwicklung des Friedensprojekts Europäische Union ein, für einen Ausbau der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU auf Basis der UNO Charta, für den Ausbau entsprechender Kapazitäten. Die klassische militärische Landesverteidigung tritt dem gegenüber in der Bedeutung klar zurück. Wir sind der Auffassung, dass mit den finanziellen Mitteln sorgsam umgegangen werden muss. Es wird für Österreich in Zukunft nicht sinnvoll und nicht möglich sein, eine nach Maßstäben von Großmächten vollständige Armee zu unterhalten. Wir werden daher Prioritäten setzen müssen.



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Re: Gerät der AABs - Kürassier A2, M-109, Drohnen

Beitrag von theoderich » 23. Sep 2009, 12:33

Ich habe auf der BMLV-Homepage eine bereits zwei Jahre alte Meldung ausgegraben:

Erste Tests für die neuen Artillerieaufklärungsbataillone (23. April 2007)

Die Übung KOMBATT072 wird nicht nur zur Fortbildung und Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeiten der Berufssoldaten genutzt, sondern es werden auch Feldversuche und Tests für die Weiterentwicklung in allen Bereichen durchgeführt.


Ziel ist, das bereits in Verwendung stehende Elektronische-Artillerie-Feuerleitsystem für die Aufklärungstruppe zu adaptieren. Dies soll ein wesentlicher Baustein werden, um die Zusammenarbeit innerhalb der beiden Waffengattungen Artillerie und Aufklärung unter einem Kommando effizient zu gestalten. Mit dem zukünftigen Gerät soll es möglich sein, Beobachtungen und die Wirkung von Waffen noch schneller und effektiver zu koordinieren.



Dabei scheint es sich um das EAFLS II zu handeln, von dem ich vor ein paar Monaten bereits gelesen habe. Ist sicher noch im Entwicklungsstadium oder bereits eingestellt worden.

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Re: Gerät der AABs - Kürassier A2, M-109, Drohnen

Beitrag von theoderich » 14. Okt 2009, 20:38

Hochinteressant was neuerdings auf der BMLV-Homepage so veröffentlicht wird:

Sachausschreibung für Request for Information: Beobachtungs- und Aufklärungsausstattung Elektro- Optisch fahrzeuggestützt

Anbotfrist: 04. Dezember 2009 Bekanntmachung: Request for Information. Ausschreibende Stelle: Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport/Kaufmännische Abteilung, Roßauer Lände 1, 1090 WIEN; Gegenstand des Auftrags: "Beobachtungs- und Aufklärungsausstattung Elektro- Optisch fahrzeuggestützt"; Erfüllungsort: Wien; Schlusstermin der Abgabe der Auskünfte: 04.12.2009; Weitere Informationen: ACHTUNG! KEIN Vergabeverfahren sondern "Request for Information"! Unterlagen sind unter Bekanntgabe der BMLVS-GZ E90031/5/6-KA/2008 bis 13 11 09 an Arbeitstagen von 09.00 bis 14.00 Uhr im BMLVS, Franz Josefs- Kai 7-9, 1010 Wien, 6. Stock, ZiNr. 667 erhältlich oder können schriftlich bei BMLVS/KA/1, Roßauer Lände 1, 1090 WIEN, fernmündlich (Tel.: +43 (0)50201/Kl. 10 23915 oder 23911), per Fax (Kl. 10 17028) oder e-mail (ka@bmlvs.gv.at) angefordert werden. Das Übermitteln der Unterlagen per Telefax oder e-mail ist aus verwaltungstechnischen Gründen nicht möglich. Rückfragen schriftlich bis spätestens 20 11 09.



Da diese Ausschreibung nur ein "Request for Information" darstellt, lässt sich über eine tatsächliche Beschaffungsabsicht wenig sagen (schon wegen des akuten Geldmangels). Es ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Die Fahrzeuge auf die ein solches System noch am ehesten montiert werden würde, wären wahrscheinlich "Dingo" oder LMV.
Wahrscheinlich kommt ein Vergabeverfahren frühestens 2011 zustande, wenn überhaupt.

P.S.: Ein paar Beispiele für solche Systeme:








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P.P.S.: Eurosatory 2002

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    http://www.armyrecognition.com/europe/Suisse/vehicules_a_roues/Eagle/
    Eagle_Artillery_Observation/Eagle_I_II_III_Artillery_Observation_Suisse_diaporama.htm


Schiesskommandantenfahrzeug (Technische Daten)





Schießkommandantenfahrzeug im Einsatz:

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Re: Gerät der AABs - Kürassier A2, M-109, Drohnen

Beitrag von Cyclop » 15. Okt 2009, 12:11

Das wird die Ausstattung für das Aufklärungs- und Beobachtungsfahrzeug auf LMV Basis sein. Nachdem die Fahrzeuge schon bestellt sind wird die Beschaffung vermutlich füher durchgeführt, als Du denkst. Schließlich muss das verwendete System beim Bau des Fahrzeugs berücksichtigt werden.

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Re: Gerät der AABs - Kürassier A2, M-109, Drohnen

Beitrag von theoderich » 15. Okt 2009, 13:03

Da das AAB7 rund 20 Fahrzeuge dieses Typs erhalten könnte, kann, falls die drei Bataillone gleichwertig ausgestattet werden. mit maximal 60 Sensoren gerechnet werden. Das ist budgetär sicherlich drinnen, weil es kaum mehr als 10 Mio. Euro kosten dürfte..

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Re: Gerät der AABs - Kürassier A2, M-109, Drohnen

Beitrag von Cyclop » 15. Okt 2009, 14:47

Die Rechnung kann ich nicht ganz glauben. Was macht ein AAB mit 20 Sensorplattformen auf LMV Basis?
1) Woher stammen die 20 Fahrzeuge für das AAB7?
2) Weiters werden die AABs vermutlich sowohl "Aufklärungs- und Beobachtungsfahrzeuge", als auch "Mehrzweckfahrzeuge für Aufklärungstrupps" mit Waffenstation erhalten.

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Re: Gerät der AABs - Kürassier A2, M-109, Drohnen

Beitrag von theoderich » 15. Okt 2009, 16:50

Du hast recht. Aber die 20 Fahrzeuge kann ich schon belegen (Obwohl das das erwartbare Maximum darstellt und sowohl Sensorplattformen, als auch bewaffnete Fahrzeuge umfasst.):

Ausrüstung. Damit das neue Bataillon wirklich effizient arbeiten kann, fehlt es noch an Ausrüstung und technischen Mittel. Als "Riesenschritt" bezeichneten die Offiziere die Anschaffung der Funkgeräte des Typs "Conrad". Hoffnung wird in die vom Verteidigungsministerium kürzlich bestellten gepanzerten Mehrzweckfahrzeugen von Iveco gesetzt: Von den georderten 150 Stück könne man in der Oststeiermark mit rund 20 Fahrzeugen rechnen, so Karasek. Die ersten Geräte sollen 2011 in Fehring ankommen.



Ich glaube, dass am ehesten Trupps aus je zwei GeschMzwFzg mit Waffenstation und einem Fahrzeug mit Sensorausstattung aufgestellt werden. Das "rund 20" könnte man auf 18 revidieren - man hätte dann pro AAB immerhin sechs Aufklärungstrupps mit je zwölf Soldaten. Das ist zwar eine Gedankenspielerei von mir, klingt gar nicht so unrealistisch.

P.S.: Der Kauf von (inzwischen verbotener) Suchzündermunition, war vom BMLV angeblich nie vorgesehen (Zumindest laut dieser Anfragebeantwortung.):

Anfrage

2. Plante das BMLV die Beschaffung von Suchzündermunition?



Anfragebeantwortung

Zu 2:
Nein.



P.P.S.: Die Beschaffung von Drohnen durch das BMLV befindet sich offiziell seit Februar 2008 im Planungs- bzw. "Projekt"stadium, inoffiziell aber schon seit über 10 Jahren:



P.P.S.: Ich frage mich was mit dem EAFLS passieren wird. Ein Teil der Geräte erreicht demnächst das Ende seiner Nutzungsdauer und von einer Modernisierung, geschweige denn einem Ersatz, ist keine Rede. 2007 gab es, wie ich hier schon angemerkt habe, Tests in Zusammenarbeit mit der Herstellerfirma, aber vermutlich hat das BMLV keine Beschaffungsabsicht.

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Re: Gerät der AABs - Kürassier A2, M-109, Drohnen

Beitrag von theoderich » 26. Okt 2011, 19:18

Wie ich heute am Heldenplatz erfahren habe, werden die drei AABs zwar Haubitzen verlieren, dafür aber in Zusammenhang mit der Einführung der Beobachtungsversion des Iveco LMV ein nagelneues Feuerleitsystem mit Sensor-to-Shooter-Link erhalten. Die Erprobungen dafür laufen bereits. U.a. soll im Rechenstellenpanzer ein großes LCD-Display, das u.a. eine Karte des Gefechtsfeldes mit den diversen Einheiten und die Zieldaten der LMV anzeigt, eingerüstet werden.

TRUPPENDIENST, Folge 292, Ausgabe 4/2006 hat geschrieben:Die Zukunft des EAFLS liegt aber auch in der laufenden Modernisierung der Geräte, insbesondere des Beobachtergerätes COMPACT (Observer and Commander Device), dessen Hardware nun schon seit mehr als 18 Jahren unverändert ist.



TRUPPENDIENST, Folge 293, Ausgabe 5/2006 hat geschrieben:Im Falle der Artillerie, die mit der (Gefechts-)Aufklärung gemeinsam als Aufklärungsartilleriebataillon (AAB) organisiert wird, wäre daher die Unterstützung mit Informationssystemen (IS) folgendermaßen denkbar:

- Beibehaltung des EAFLS für die Artillerie und Ausrüstung der Aufklärung mit einem getrennten neuen IKT-System, zusätzlich mit integrierten Aufklärungssensoren.

- Systemerhaltung des EAFLS, die Integration von Komponenten und Schnittstellen im Hinblick auf eine weitere Internationalisierung sowie der stufenweise Aufbau bzw. der Umbau in ein Informationssystem für das AAB.

- Ablöse des EAFLS durch ein kombiniertes Aufklärungs- und Feuerleitsystem zur gemeinsamen Abdeckung der Aufgaben.



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ESL AIT am 15. April 2001 hat geschrieben:EAFLS

Elektronisches Artillerie Feuerleitsystem.


Mit der Einführung von EAFLS wird ein wichtiger Schritt in Richtung Modernisierung und Kampfwertsteigerung der österreichischen Artillerie getan. Das herkömmliche manuelle Verfahren wird durch ein modernes automatisiertes ersetzt. Der Informationsfluss zwischen den EAFLS-Komponenten bei den Rechenstellen, Geschützen, Beobachtern und Kommandanten wird über digitale Datenübertragung, unter Abstützung auf im österreichischen Bundesheer eingeführte FM-Mittel, abgewickelt.

Die Anwendersoftware des EAFLS nimmt speziell auf die Anforderungen der österreichischen Artillerie (Vorschriften, Geschütztypen, Munition etc.) Rücksicht und wird in Österreich gemeinsam durch ESL und Heeres Daten Verarbeitungsamt (HDVA) auf Basis der ELBIT-Komponenten entwickelt.

Projektstand:

Die Softwareentwicklung und Dokumentation erfolgt nach einem speziellen US-Amerikanischen Entwicklungsstandard (DOD–STD–2167 A).

Die gesamte Softwareentwicklung und Systemintegration für das 1. Teilprojekt (Batterieebene) wurde im 2. Quartal 1997 mit einer umfangreichen Abnahme durch Artillerieschule (AS) und HDVA sowie einer Truppenerprobung in Allensteig mit ausgezeichneten Erfolg abgeschlossen.

Die Planungsaktivitäten für das 2. Teilprojekt (Battailonsebene) sind abgeschlossen. Die Entwicklung befindet zur Zeit im Analyse und Design Stadium.

Als Ausblick auf die Funktionalität des zukünftigen Gesamtsystems EAFLS sei eine weitere Kampfwertsteigerung und Verbesserung der Führungsfähigkeit durch Integration von Aufklärungssensoren, des Navigationssystems NAPOS, sowie durch Einbindung in den gesamten Führungs- und Aufklärungsverbund angeführt.

Das System

Der Aufbau der Hardwarekomponenten ist modular, d.h. es werden die selben Platinen (Modem, Schnittstellenkarten, Prozessor, Speicher, etc.) zum Großteil in allen EAFLS-Komponenten eingesetzt. Eine Modernisierung der Prozessoren ist daher durch Upgrade möglich.

EAFLS besteht aus folgenden Komponenten:

ATC

Der Artillery Tactical Computer bildet im System EAFLS das Herzstück sowohl als Kommunikationsknoten als auch als Rechnerzentrale. Mittels diesem Computer werden werden alle erforderlichen Daten gesammelt und verwaltet und sämtliche ballistische Berechnungen durchgeführt.

COMPACT

Der Compact ist als Beobachter und Kommandanten Gerät zur Ein- und Ausgabe der relevanten Daten gedacht. Die Abbildung zeigt das Compact mit einem Batterie-Pack, da das COMPACT auch in "abgesetzter" Form betrieben werden kann.

GCU

Das Gun Controll Unit ist in der Batteriekonfiguration als Ausgabe- und Rückmeldegerät für das Geschützpersonal eingesetzt.

Drucker

Der Anschluss erfolgt direkt am ATC. Es können hiermit Screenshots, Listen und Grafiken ausgedruckt werden. Die Druckfunktion wird hauptsächlich zur Dokumentation der Geschehnisse verwendet.

Fernmeldegeräte

Darunter fallen die EAFLS Fernmeldeanschlussgeräte die die Schnittstelle zu den heeresüblichen FM-Geräten darstellen. Als FM-Geräte sind Funkgeräte der Type PRC 77 bzw. Feldtelefone eingesetzt.


__________________________________________________________


Das Aufklärungs- und Artilleriebataillon (AAB) des Österreichischen Bundesheeres (SOGAFlash Nr. 21, August 2011)

Entstehungsgeschichte

Wie die meisten Armeen ist auch das ÖBH gezwungen, aufgrund sich ändernder Bedrohungsszenarien und budgetärer
Zwänge Strukturen und Ablauforganisationen fast permanent zu evaluieren und in recht kurzen Abständen anzupassen. Im
Zuge der Vorschläge des Managements ÖBH 2010 zeichnete sich 2005 eine Reduzierung der Verbände des ÖBH ab, von der natürlich auch die Aufklärungs- und Artillerietruppe betroffen war. Im Zuge dieser Entwicklung gelang es – wenngleich von manchen Entscheidungsträgern erst nachträglich so erkannt – zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, nämlich den Erhalt der grundsätzlichen Fähigkeiten der beiden Waffengattungen einerseits und die Reduzierung der Anzahl der Bataillone andererseits. Insbesondere durch den damaligen Artilleriechef des ÖBH, Brigadier Karasek, wurden wegweisende Überlegungen zur Vereinigung dieser beiden Waffengattungen angestellt, welche in einem Konzeptentwurf an das BMLV weitergeleitet wurden und letztendlich zur Schaffung dieses neuen Verbandes führten.

Betrachtet man die Fähigkeitsprofile beider Waffengattungen, so waren schon bisher relativ viele Gemeinsamkeiten zu finden.


Bei diesen geforderten Fähigkeiten ist jedoch zu berücksichtigen, dass derzeit nicht alle erfüllt werden können (noch nicht vorhandene oder nicht zeitgemäße Ausstattung mit Aufklärungs- und Beobachtungsmitteln und Trägerfahrzeugen sowie Drohnen; Präzisionsmunition nicht eingeführt; mangelnde Fähigkeit zur Bekämpfung von harten und halbharten Zielen durch Verbot der Verwendung von Bomblets, Ruhen des Projektes ASCA …)


Struktur des AAB

Abgeleitet aus den bisher angesprochenen Überlegungen und Forderungen sieht die Grundstruktur des AAB wie folgt aus:

      Ein Bataillonskommando, bei dem im Führungsgrundgebiet 2 und 3 sowohl die Komponenten Artillerie und Aufklärung entsprechend abgebildet sind und mit Verbindungselementen beider Komponenten zur Abstellung an den übergeordneten Verband.

      Eine Stabskompanie, welche im Wesentlichen jener anderer Waffengattungen gleicht, zusätzlich aber über vier Beobachtungstrupps verfügt.

      Zwei Aufklärungskompanien, die aus je drei Aufklärungszügen à drei Aufklärungsgruppen bestehen.

      Zwei Panzerhaubitzbatterien M109A5Ö mit je zwei Zügen à 4 Geschützen (= 16 Geschütze) sowie je 5 Beobachtungstrupps.

In den Konzepten ist auch eine technische Aufklärungskompanie mit Bodenüberwachungsradarelementen, Artillerieaufklärungs- und Schießradarelementen und Drohnen vorgesehen, welche insbesondere aus budgetären Gründen in absehbarer Zeit aber nicht verwirklicht werden kann.

Somit sollte das AAB nach Vollausstattung in der Lage sein, ohne zusätzliche Verstärkungen oder Unterstellungen folgende Kräfte und Mittel zum Einsatz zu bringen:

    • Panzerhaubitzen M109A5Ö
    • Aufklärungsspähtrupps
    • Drohnen
    • Bodenüberwachungsradartrupps
    • Artillerieortungsradargruppen
    • Artilleriebeobachtungstrupps
    • Feuerunterstützungsorgane auf Ebene Großer Verband und Kampftruppenbataillon


____________________________________________________


18. Jänner 2011

Sicherheitsfragen in Fehring geklärt

Einen klaren Schwerpunkt des Jahres 2010 bildete die Weiterqualifikation der Soldaten. Im Rahmen der Maßnahmen erfolgte unter anderem die Wiederinbetriebnahme des Waffensystems M 109. Keine leichte Aufgabe, wie Simbüger aufgrund des tragischen Unfalls in Allentsteig betonte. Schulungen des Kaderpersonals erfolgten außerdem u. a. am Bodenüberwachungsradar MSTAR.


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Re: Gerät der AABs - Kürassier A2, M-109, Drohnen

Beitrag von theoderich » 03. Mär 2012, 16:33

Headquarter's Insider. Informationszeitschrift der 3. Panzergrenadierbrigade. Freitag, 02 03 12, Ausgabe Nr. 5 hat geschrieben:C2IS PHOENIX-Übung in Mautern

Zur Vorbereitung der taktischen Fortbildung in der 3.Panzergrenadierbrigade wurde von 20. bis 24. Februar in MAUTERN eine C2IS-Übung im Brigaderahmen durchgeführt. Die Übung selbst wurde durch den Brigadestab, Vertreter der kleinen Verbänden und einem Mann des Führungsunterstützungszentrums bestritten. Zusätzlich waren Beobachter anderer Brigaden anwesend um den aktuellen Stand von PHOENIX mitzuverfolgen. Des Weiteren waren Interessierte aus der Strukturplanung, der Heerestruppenschule und dem Projekt COMBAT NG vertreten.

Ziel war es den gesamten Führungs- und Planungszyklus durchzuspielen und notwendige Verbesserungen oder Erkenntnisse zu gewinnen. Neben den Basisfertigkeiten der Operatoren und der Informationsmanager wurde hauptsächlich die Zusammenarbeit des Taktikers mit den Operatoren geübt. Obwohl 29 NATO-, EU- und PfPStaaten den Standard MIP BL3.0 (Multilateral Interoperability Programme) für ihre Entwicklung von Führungsinformationssystemen verwenden, ist Österreich und im konkreten die 3.Panzerzgrenadierbrigade im Bereich des Informationsmanagements in manchen Bereichen sogar wegweisend. Es zeigte sich erwartungsgemäß dass die Zusammenarbeit von Taktiker, Informationsmanager und Operatoren sehr wichtig ist. Am Ende jeden Übungstages wurden die gewonnen Erkenntnisse diskutiert und zusammengefasst, sodass sie für den weiteren Entwicklungsprozess verfügbar sind.Diese Übung war sehr wertvoll um die Handlungs- und Ablaufsicherheit zu verbessern. Nachfolgend werden die erarbeiteten Abläufe standardisiert und für alle zukünftigen Vorhaben zur Verfügung stehen.


Bei "COMBAT NG" handelt es sich um ein Artilleriefeuerleitsystem von ELBIT:

Combat-NG
Fire control and command solutions for artillery and air defense

Key features of Combat-NG include:

    • Customizable for all types of firing platforms
    • Integrated fire control system
    • Muzzle velocity radar
    • Inertial navigation systems
    • Advanced day and night target acquisition system for the forward
    observers
    • Firing locating/correcting radar
    • Meteorological system
    • UAVs and UGVs for target recognition and scouting
    • Interface with other C4I systems
    • Multiphase implementation



COMBAT/COMBAT-NG (Israel), Command information systems - Land

It uses the TC 2000 Tactical Computer with a communications controller for up to four networks and the Hand-Held Computer (HHC) for forward observers and at the gun.


Description

COMBAT-NG The latest, fourth-generation version is called COMBAT-NG. Improvements include unit ammunition and logistics management and decision support. The TC 2000 Tactical Computer has been upgraded to the Enhanced Tactical Computer (ETC).


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Handheld Computers



Moderne Panzerhaubitzen für das Bundesheer (9. Juli 1999)

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Radiowettersonden für die Artillerie (9. Januar 2001)



Der "Wettermacher" (TRUPPENDIENST, Folge 279, Ausgabe 5/2004)
Das Radiowettersondensystem für die österreichische Artillerie



TRUPPENDIENST, Folge 290, Ausgabe 2/2006 hat geschrieben:EAFLS/Bataillon - Truppenfreigabe

Am 17. März 2006 wurde bei einem Festakt an der Artillerieschule in Baden das Elektronische Artillerie-Feuerleit-System/Ebene Bataillon für die Verwendung durch die Truppe freigegeben. Das System ermöglicht die Koordination von 25 Beobachtungsstellen sowie des Feuers von bis zu 32 Geschützen.



Das Elektronische Artilleriefeuerleitsystem (I) (TRUPPENDIENST, Folge 292, Ausgabe 4/2006)



Das Elektronische Artilleriefeuerleitsystem (II) (TRUPPENDIENST, Folge 293, Ausgabe 5/2006)



Das elektronische Artilleriefeuerleitsystem (III) (TRUPPENDIENST, Folge 294, Ausgabe 6/2006)

Zuletzt geändert von theoderich am 15. Feb 2013, 13:56, insgesamt 8-mal geändert.

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Re: Gerät der AABs - Kürassier A2, M-109, Drohnen

Beitrag von theoderich » 02. Jun 2012, 16:27

profil hat geschrieben:So ist für 2013 der Ankauf von sechs Drohnen-Systemen geplant, unbemannte Flugkörper, die Aufklärung aus der Luft sicherstellen.


So eine Beschaffung befindet sich seit 1998 im "Planungsstadium" - realisiert wurde sie bis heute nicht. Trotz mehrfacher Präsentationen, diverser Pflichtenhefte, und Ankündigungen seitens der Politik, um die Entmilitarisierung des Heeres "schmackhafter" zu machen.

Darabos hat die Anschaffung von Drohnen übrigens gegenüber dem Ö1-Mittagsjournal bestätigt:

    Klaus Webhofer: Jetzt gerade wird wieder an einer Neuausrichtung des Heeres gearbeitet, in Ihrem Haus. Das macht auch der Spardruck notwendig. "Profilschärfung" ist jetzt das Schlagwort. Was steckt dahinter?

        Norbert Darabos: Es ist so, dass wir umschichten müssen. Hin zur Truppe. Das ist der Sinn einer Reform.

    WEBHOFER: Das hören wir auch schon seit zehn Jahren!

        Darabos: Ja, aber ich setze es auch um! Das ist in der Vergangenheit nicht umgesetzt worden. Es ist ein schwieriger Prozess. Es gibt eine neue Sicherheitsstrategie, die ausgearbeitet wurde, da geht's um Schärfung, auch der Aufgaben, auch um eine Umgestaltung der Aufgaben. Der Panzerkrieg im Marchfeld ist passé. Wir sind angewiesen Cyberkriminalität besser bearbeiten zu können, Terrorismusbekämpfung ins Auge zu fassen, um nur zwei Punkte zu nennen. Und um diese Umgestaltung geht es.

        Und da gibt's vielleicht ein Beispiel, das ich nennen darf: Wir haben die Panzer um zwei Drittel reduziert oder sind dabei sie zu reduzieren und wenden uns neuen Aufgaben im Österreichischen Bundesheer zu, wie beispielsweise der Anschaffung von Drohnen, die dazu dienen sollen, eine verbesserte Überwachung im Österreichischen Bundesheer im Auslands- und im Inlandseinsatz zu ermöglichen. Wir haben ... hätten beispielsweise im Assistenzeinsatz an der Grenze mit Drohnen auch in den vergangenen Jahren schon besser fahren können. Wir sind im Auslandseinsatz damit auch sicherer. Und das ist schon ein Beispiel, wo man sagt, man geht weg von konventionellen Anschaffungen, hin zu modernen Anschaffungen, die dem Österreichischen Bundesheer auch den Anspruch geben, der in Zukunft gefragt ist, modern und auch zukunftsorientiert zu sein.

    WEBHOFER: Wir reden hier von Kleindrohnen, glaube ich. Man sollte jetzt den Hörern auch dazusagen, dass damit keine Dinger gemeint sind, die die Amerikaner in Afghanistan oder im Irak verwenden.

        DARABOS: Das ist richtig. Die Amerikaner benutzen diese großen Drohnen ja dazu, auch Angriffe zu fliegen. Das ist natürlich für das Österreichische Bundesheer ausgeschlossen. Wir benutzen das um die Sicherheit unserer Truppe im Ausland zu steigern. Das sind kleine Drohnen, die mit Modellflugzeugen vergleichbar wären, von der Größe her, aber die eine wichtige, auch militärische Aufgabe erfüllen können, nämlich Überwachung und damit auch eine Entlastung und Sicherung der Truppe gewährleisten.

    Rüstungsplanung im Bundesheer: Gestern und Heute



    UAVs im militärischen Einsatz (TRUPPENDIENST, Folge 267, Ausgabe 6/2002)

    Bild

    UAVs im militärischen Einsatz (II) (TRUPPENDIENST, Folge 268, Ausgabe 1/2003)

    Taktische Aufklärung auf Bataillons- und Brigadeebene

    UAVs, die für die taktische Aufklärung auf Bataillons- und Brigadeebene eingesetzt werden, sind sehr kleine Systeme der Kategorie "Close Range" (10 - 30 km) bzw. "Short Range" (bis etwa 70 km). Sie sind meistens sehr einfach zu bedienen und kommen mit wenigen Spezialisten und einfacher Logistik aus. Dem Vorteil der taktischen Beweglichkeit steht hier der Nachteil der eingeschränkten Einsatzdauer und Nutzlast (daher Sensorleistungsfähigkeit) sowie der relativen Wetterempfindlichkeit gegenüber.

    Die Hauptaufgaben von derartigen UAVs liegen vor allem in der Zielortung und Beobachtung für weitreichende Artilleriesysteme sowie in der Aufklärung der Tiefe des Gefechtsstreifens bzw. des Interessenbereiches der unteren und mittleren taktischen Ebene. Der Bedarf an solch einfachen, billigen und sehr flexiblen Systemen leitet sich jedoch nicht nur aufgrund klassischer konventioneller Kampfaufgaben ab. Gerade bei friedensunterstützenden Einsätzen ist die Ver­fügbarkeit eines solchen Aufklärungsmittels von großem Nutzen. Einfachheit und geringe Ausmaße solcher Systeme erlauben ein relativ leichtes und rasches Verlegen (mittels Lufttransport) sowie den Einsatz ohne großen logistischen und infrastrukturellen Aufwand. Weiters von Vorteil ist, dass solche Systeme den Betrieb durch eine geringe Anzahl an Personal, das noch dazu einfach auszubilden ist, ermöglichen. Dies macht sich bei langfristigen Einsätzen, die durch oftmalige Rotationen gekennzeichnet sind, positiv bemerkbar. Natürlich lassen sich UAVs der unteren und mittleren taktischen Ebene auch bei Einsätzen zur Katastrophenhilfe (Such- und Ret­tungs­einsätze, Waldbrände, Über­schwem­­­­mun­gen etc.) sowie für Assistenzeinsätze (Raumschutz, Grenzschutz) verwenden. Derzeit sind solche Systeme bei der deutschen Bundeswehr ("Luna" - noch nicht offiziell eingeführt) und bei den britischen Streitkräften ("Sen­der") im Einsatz.


Sollte das wirklich in die Beschaffungsreife kommen, dann werden es wohl maximal Systeme dieser Größenordnung:



Es stellt sich die Frage, was man mit nur sechs MUAV-Systemen anfangen will? Finnland hat bekanntlich vor kurzem die Entscheidung in einem Wettbewerb um 55 MUAVs bekanntgegeben (Aeronautics Defense Systems "Orbiter 2"). Und getestet bzw. angekündigt wurde in diesem Bereich schon so viel, dass man die Glaubwürdigkeit dieser Aussagen ernsthaft bezweifeln darf.


P.S.: Ich darf an eine leicht hysterische Reaktion der Ministersprecherin erinnern, als die "Vorarlberger Nachrichten" vor zwei Jahren zur Verwendung von Drohnen im Bundesheer anfragten:

      Schweizer schicken Drohnen an die Vorarlberger Grenze (21. Mai 2010)

      Keine österreichischen Drohnen Österreichern kann das nicht passieren. Denn die Grenze überfliegen die unbemannten Flugzeuge nicht. „Bei uns in Vorarlberg gibt es keine Drohnen. Ein Einsatz ist auch nicht angedacht“, erklärt der Vorarlberger Stabsleiter Rainer Fitz. Östereich besitzt ja auch keine unbemannten Flugzeuge. Beim Verteidigungsministerium zeigt man sich ob der VN-Anfrage abwehrend: „Nein, wir haben keine Drohnen und es wird auch nicht überlegt, welche anzuschaffen. Wir haben dafür überhaupt kein Geld“, meint Ute Axmann.

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Dr4ven
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Re: Gerät der AABs - Kürassier A2, M-109, Drohnen

Beitrag von Dr4ven » 02. Jun 2012, 21:38

Wenn sie wenigstens fürs Jagdkommando ein paar Ravens anschaffen würden...

theoderich
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Re: Gerät der AABs - Kürassier A2, M-109, Drohnen

Beitrag von theoderich » 03. Jun 2012, 18:09

Darabos will Drohnen für den Grenzschutz

Im kommenden Jahr werden die ersten Drohnen, so groß wie Modellflugzeuge, angeschafft. Und zwar sechs Systeme mit je zwei bis vier unbemannten Flugkörpern. Kosten: rund zwei Millionen Euro.


"Die Drohnen dienen der Aufklärung und einer besseren Überwachung", sagt Darabos, der sich im "Krone"- Gespräch auch dafür ausspricht, die kleinen Flieger für den Grenzschutz einzusetzen. Das jedoch müsse das Innenministerium entscheiden und eine entsprechende Anforderung stellen.

Drohnen auch bei Auslandseinsätzen
Auch beim Katastrophenschutz oder bei Auslandseinsätzen sollen die Drohnen zum Zug kommen. Bei der Bundesheer- Mission im Tschad etwa hätten die Überwachungsflieger, so Darabos, ein gutes Lagebild der Wüstenlandschaft liefern können.

Nach dem Probejahr will das Verteidigungsministerium eine größere Anzahl Drohnen anschaffen – die Kosten seien durch das laufende Budget gedeckt.


Das wäre zumindest ein erster Schritt. Nur der Satz "Nach dem Probejahr [...] größere Anzahl Drohnen anschaffen" macht mir Sorgen - man muss als Beispiele nur mal den "Pandur" und den "Dingo" heranziehen. Dort wurde auch jahrelang von Zusatzbeschaffungen geredet - und doch blieb es bei 68 (+ 3) bzw. 20 (+ 15) Stück. Überdies haben wir nächstes Jahr Nationalratswahlen

Dass das "Grenzschutz"-Argument populistischer Unsinn ist (Stichwort: Schengen-Erweiterung), ist klar. Aber irgendwie müssen von der "Kronen Zeitung" doch die Ressentiments gegen "kriminelle Ausländer" geschürt werden. Die illegale Verlängerung des AssE nach dem Wegfall der Grenzkontrollen zu Ungarn und der Slowakei am 21. Dezember 2007 ist schließlich u.a. auch auf dem "Mist" der "Kronen Zeitung" gewachsen.



P.S.: Möglich, dass diese Entscheidung auch mit Kritik aus den eigenen Reihen zu begründen ist:

Der österreichische Beitrag zur Aufklärungskomponente am Balkan (TRUPPENDIENST, Folge 323, Ausgabe 5/2011)

Gemischte Aufklärungskompanie KFOR

Gliederung und Ausstattung

Im September 2008 stellte das AAB7 für sechs Monate den österreichischen Anteil des Kompaniekommandos der gemischten Aufklärungskompanie (Bezeichnung im Einsatzraum "Multinational Reconnaissance Company", kurz MNRC oder MN RECCE COY) der Multinationalen Task Force South (MNTF S) im Kosovo. Diese Aufklärungskompanie entsprach dem Verständnis der deutschen Bundeswehr von einer Aufklärungseinheit und verfügte, dem Einsatzraum und den Aufgaben angepasst, über alle vier Teilfähigkeiten der Aufklärung:

    Späh-,
    Radar-,
    Drohnen- und
    Gesprächsaufklärung.

Die RECCE COY bestand aus deutschen, türkischen und österreichischen Soldaten, einer "ALADIN"-Gruppe und insgesamt vier Aufklärungszügen:

    einem österreichischen Aufklärungszug,
    einem türkischen Aufklärungszug,
    einem deutschen technischen Aufklärungszug und
    einem deutsch-österreichischen Feldnachrichtenzug.

Die Ausstattung des technischen Aufklärungszuges (TAZ/DEU) stützte sich mit Masse auf sechs Transportpanzer "Fuchs" ab, wovon drei Stück als Radarträger "RASIT" (radar d‘acquisition et de surveillance terrestre) genutzt werden konnten.


Zur Mannesausrüstung zählten beim TAZ Bildverstärkerbrillen, Laser-Licht-Module sowie Nachtsichtaufsätze zur Standardausrüstung. An weiteren Beobachtungsmitteln standen zehn Wärmebildgeräte "Sophie", ein Fernrohr "Leica" (mit 30-facher Vergrößerung) sowie zwei Digitalkameras zur Verfügung. Diese Ausstattung zählte bereits zum Zeitpunkt des Einsatzes geringerer Intensität zur Minimalkonfiguration für die Entsendung eines Aufklärungszuges und ließ schon die ersten Unterschiede zum österreichischen Äquivalent (keine Kameras und Spektive/Fernrohre sowie nur eine geringere Anzahl an Nachtsichtmitteln) erkennen.


Die "ALADIN"-Gruppe (Abbildende luftgestütze Aufklärungsdrohne im Nächstbereich) erweiterte die Teilfähigkeiten innerhalb der Kompanie um die Komponente der dritten Dimension, der Aufklärungsdrohne. Obwohl sie in Afghanistan und in der Deutschen Bundeswehr als zusätzliches Mittel für den Spähtruppführer auf "Fennek" (gepanzertes Aufklärungsfahrzeug der Bundeswehr)-Basis dient, wurde sie im Kosovo als eigenes Element verfügbar gemacht. Die Aufklärungskompanie hatte zwei Bodenkontrollstationen und sechs Flugkörper (Unmanned Aerial Vehicles - UAV). Die maximale Reichweite der Drohne ist mit ca. fünf Kilometer Reichweite bei einer Flughöhe zwischen 150 und maximal 3 000 Meter und einer Geschwindigkeit von 45 bis 70 km/h beschränkt. Die Vorbereitungen für den Start benötigen ungefähr zehn Minuten und erforderten eine enge Koordinierung mit anderen Luftraumnutzern.


Die vierte Teilfähigkeit, nämlich jene der Spähaufklärung, wurde durch den türkischen und österreichischen Aufklärungszug abgedeckt. Der türkische Aufklärungszug verfügte über gepanzerte leichte Spähaufklärungsfahrzeuge des Typs "Cobra", die sehr wendig und geländegängig besser zum Einsatz gebracht werden konnten als die Fahrzeuge des österreichischen Aufklärungszuges. Dieser hatte "Dingo" 2, die für die meisten Wege im südlichen Kosovo abseits der Hauptbewegungslinien zu schwerfällig waren. So musste der österreichische Zug für derartige Einsätze oftmals auf die ungepanzerten "Puch G" zurückgreifen oder gar auf Fahrzeuge nach dem Ausbringen (Absetzen der Spähtrupps nahe der Aufklärungsziele - die Trägerfahrzeuge verlegen wieder zurück ins Camp) verzichten. Im türkischen Zug war noch zusätzlich ein Radar vom Typ "ASKARAD" mit ähnlichen Leistungsparametern wie das "RASIT" für den abgesetzten Betrieb vorhanden. Der österreichische Aufklärungszug (AufklZg/AUT) wurde durch den KPE-AufklZg des Jägerbataillons 18 gestellt und hatte mit 40 Mann die größte Durchhaltefähigkeit.


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Der Aufklärungszug des Multinationalen Bataillons EUFOR "Althea"

Gliederung und Ausstattung

Der Aufklärungszug des Multinationalen Bataillons gliederte sich in drei Aufklärungsgruppen zu je zwei Aufklärungstrupps und war mit "soft skinned vehicles", also ungehärteten Fahrzeugen des Typs "Puch G" ausgestattet.

Dieser Zug hatte grundsätzlich ähnliche Aufträge und mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie jener zwei Jahre zuvor im Kosovo. Die Einsätze waren nahezu ausschließlich verdeckt durchzuführen. Die vorhandene Ausstattung ließ jedoch anfangs eine Auftragserfüllung im vollen Umfang nicht zu (z. B. durch das Fehlen einer qualitativ hochwertigen Fotoausrüstung). Doch nach und nach wurden u. a. die so dringend benötigten Kameras für die Umsetzung der Aufträge geliefert. Damit konnten nun Fotos von gesuchten/verdächtigen Personen mit der geforderten Qualität bis zu einer Entfernung von 700 Metern gemacht werden.


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Zuletzt geändert von theoderich am 19. Feb 2013, 17:24, insgesamt 3-mal geändert.

theoderich
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Re: Gerät der AABs - Kürassier A2, M-109, Drohnen

Beitrag von theoderich » 04. Jun 2012, 07:58

Militärische Aufklärung (Neues Foto des Iveco LMV - bereits mit regulärem ÖBH-Kennzeichen)

In jedem Aufklärungs- und Artilleriebataillon bestehen zwei Aufklärungskompanien zu je drei Aufklärungszügen, welche derzeit noch mit dem AP 710 Pinzgauer, in naher Zukunft jedoch mit dem geschützten Mehrzweckfahrzeug IVECO ausgestattet werden.


Das geschützte Mehrzweckfahrzeug IVECO befindet sich in der Einführungsphase und wird in naher Zukunft das Aufklärungsfahrzeug der Spähaufklärer werden.

Zusätzlich wurden leistungsfähige Kameras zum Zwecke einer effizienten Beobachtung und Dokumentation angeschafft.

Darüber hinaus erfolgen zahlreiche Erprobungen und Kooperationen mit der Deutschen Bundeswehr für die Ausbildung und den Einsatz von luftgestützten unbemannten Aufklärungssystemen (Drohnen).

Durch die Heerestruppenschule, Institut Aufklärung, erfolgte im Jahr 2011 die Einführung eines Auswertelehrganges, bei dem die Fähigkeit der Auswertung von Informationen künftig vermittelt wird.


Mit den "leistungsfähigen Kameras" meint man offensichtlich Spiegelreflexkameras mit Teleobjektiven (siehe Foto) ...


Die Zielstruktur für die AABs sieht etwa so aus (Stand 2008):

    Kommando Aufklärungs- und Artilleriebataillon
      o 4 Artilleriebeobachtungstrupps*

    1. Aufklärungskompanie
      o Aufklärung-Kommando (Gruppe)
      o Aufklärung-Versorgung (Gruppe)
      o Aufklärungszug 1 (4 Trupps*)
      o Aufklärungszug 2 (4 Trupps*)
      o Aufklärungszug 3 (6 Trupps*)

    2. Aufklärungskompanie
      o Aufklärung-Kommando (Gruppe)
      o Aufklärung-Versorgung (Gruppe)
      o Aufklärungszug 1 (4 Trupps*)
      o Aufklärungszug 2 (4 Trupps*)
      o Aufklärungszug 3 (6 Trupps*)

    1. Panzerartilleriekompanie
      o Panzerartillerie-Kommando (Gruppe)
      o Versorgung (Gruppe)
      o Panzerartillerie-Erkundung (Gruppe)
      o Panzerartillerie-Beobachtungstrupp 1*
      o Panzerartillerie-Beobachtungstrupp 2 *
      o Panzerartillerie-Beobachtungstrupp 3 *
      o Panzerartillerie-Beobachtungstrupp 4 *
      o Panzerartillerie-Geschützstaffel (8 Panzerhaubitzen)

    2. Panzerartilleriekompanie
      o Panzerartillerie-Kommando (Gruppe)
      o Versorgung (Gruppe)
      o Panzerartillerie-Erkundung (Gruppe)
      o Panzerartillerie-Beobachtungstrupp 1 *
      o Panzerartillerie-Beobachtungstrupp 2 *
      o Panzerartillerie-Beobachtungstrupp 3 *
      o Panzerartillerie-Beobachtungstrupp 4 *
      o Panzerartillerie-Geschützstaffel (8 Panzerhaubitzen)

    Technische Aufklärungskompanie [+ ?Hubschrauber?–Gruppe* (ab 2012)]
      o AASR-Zug
      o UAV-Zug
      o BÜR-Zug

* Ich konnte das Zeichen nicht identifizieren - es sieht aus wie ein Rotor mit vier Blättern.

* Ausstattung mit IVECO LMV
Zuletzt geändert von theoderich am 04. Jun 2012, 19:02, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Gerät der AABs - Kürassier A2, M-109, Drohnen

Beitrag von theoderich » 04. Jun 2012, 16:31

Darabos kündigt neue Drohnen für Bundesheer an

Rund zwei Millionen Euro sollen in den Ankauf der unbemannten Fluggeräte investiert werden, sagte Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) heute in Eisenstadt.

Verwendungsmöglichkeiten böten sich zum Schutz der Truppe bei Auslandseinsätzen sowie zur Aufklärung bei Lawinen- und anderen Naturkatastrophen. „Wenn es gewünscht wird“, könnten Drohnen auch im Assistenzeinsatz an der Grenze tätig werden - „ohne dass wir Menschenrechte verletzen, ohne dass wir die Privatsphäre von Menschen auskundschaften“, so Darabos.

„Unsere Drohnen sind auf jeden Fall keine Waffenträger“, so der Minister: „Es wird keine Drohnen in Österreich geben, die ein ähnliches Potenzial haben wie Drohnen der US-Armee beispielsweise in Pakistan.“ Das sei „eine völlig andere Dimension“.


Das "passiv" ausgerichtete Bundesheer ... nicht offensiv und nicht mehr defensiv ...

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Re: Gerät der AABs - Kürassier A2, M-109, Drohnen

Beitrag von Raveman » 04. Jun 2012, 16:38

Darabos hat geschrieben:"Drohnen wären aus meiner Sicht eine Kostenersparnis. Das sind eine Art Modellflugzeuge, die hier an der Grenze tätig wären", so Darabos.



http://diepresse.com/home/politik/innen ... e/index.do

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