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BeitragVerfasst: 11. Aug 2008, 16:25 
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Auf der BMLV Seite ist diese Ausschreibung zu finden: Lieferung von 6 Stück Minenräumfahrzeug mittel - splittergeschütztes, geländegängiges Fahrzeug zum Räumen von Landminen und UXOs, mittels "Schlägeltechnik" und/oder "Erdfrästechnik".
Anbotfrist: 09. September 2008

Wer weiß näheres?


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BeitragVerfasst: 18. Feb 2013, 13:44 

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"Capricorn 2013": Gebirgssoldaten aus Österreich und Deutschland trainieren gemeinsam (13. Februar 2013)

Zitat:
Die Salzburger Soldaten des Pionierbataillons 2 unterstützten die Truppen im Rahmen der laufenden Übung mit der Errichtung einer Seilbahn zur Versorgung eines abgelegenen Beobachtungspostens, einer Pionierbrücke 2000 sowie der Beistellung von Minenräumfahrzeugen.


Ich frage mich, welchen Fahrzeugtyp man eingeführt hat?

____________________




Zuletzt geändert von theoderich am 27. Dez 2013, 23:59, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 04. Sep 2013, 21:33 

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Weißbuch 2012

Zitat:
Nachfolgend sind daher wesentliche Beschaffungsvorhaben im Rüstungsbereich auszugsweise aufgelistet, die jeweils signifikante Weiterentwicklungen der Fähigkeiten des Österreichischen Bundesheeres mit sich bringen werden bzw. bereits brachten (in der Reihenfolge nach der Höhe der Investitionssumme):

[...]

    • Beginn der Beschaffung von vier Stück leichten Minenräumfahrzeugen mit einem Gesamtwert von ca. € 2,9 Mio. zum weiteren Fähigkeitszuwachs im Bereich der Pioniere des ÖBH ,


Zitat:
AUSBLICK

Über die im Beschaffungsprozess stehenden Vorhaben hinaus werden zusätzliche Fähigkeitsentwicklungen insbesondere in den Bereichen Aufklärungsfähigkeit (leichtes Drohnensystem), Pionierfähigkeiten (mittleres Minenräumfahrzeug), Schutz der eingesetzten Soldaten (Soldat 2015 mit ballistischen Westen, Schutzbrillen, Kampfhelmen, Nachtsicht) etc. vorgenommen. Gerade im Hinblick auf größere Neubeschaffungen werden Schritte gesetzt, um diese möglichst im Rahmen einer europäischen Kooperation zu tätigen.


Die "mittleren Minenräumfahrzeuge" gibt es offenbar noch gar nicht.


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BeitragVerfasst: 08. Okt 2013, 09:41 

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Am TdoT in Zwölfaxing auf einem Klappständer beim ARWT gestanden:

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BeitragVerfasst: 08. Okt 2013, 10:06 

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Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Pioniertruppe kroatische Minenräumgeräte bekommen würde:


Das oben abgebildete mittlere Minenräumgerät stammt übrigens aus dänischer Produktion:



Zuletzt geändert von theoderich am 09. Okt 2013, 15:24, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 08. Okt 2013, 10:28 
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Weiß jemand wie viel Stück man vom mittleren beschafft?

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BeitragVerfasst: 08. Okt 2013, 19:02 

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theoderich hat geschrieben:
Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Pioniertruppe kroatische Minenräumgeräte bekommen würde:


Angesichts der Minensituation in Kroatien eigentlich nicht überraschend, dass dort gutes Gerät gebaut wird:

http://commons.wikimedia.org/wiki/File: ... fields.png

Dürfte sich ja auch um einen Verkaufsschlager handeln:

http://www.army-technology.com/projects ... clearance/


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BeitragVerfasst: 08. Okt 2013, 20:34 

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Wer glaubt, dass die beschafft werden?


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BeitragVerfasst: 08. Okt 2013, 20:37 
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Naja zwischen "Beschaffung vorgesehen" und "Derzeit in Beschaffung" ist schon ein gewaltiger unterschied, halte es daher für realistisch das die kleine Variante tatsächlich beschafft wird.

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BeitragVerfasst: 08. Okt 2013, 20:41 

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Genau, so ist es! Ist jemanden von Euch schon eine diesbezügliche Ausschreibung bekannt?


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BeitragVerfasst: 08. Okt 2013, 20:49 

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Ich habe dazu noch etwas im aktuellen Bundesrechnungsabschluss gefunden:


Für die im Bundesrechnungsabschluss erwähnten Beschaffungen „Kurzwellenfunkgeräte“, „Multibandfunkgeräte“, und „Fernmeldeaufklärung“ gab es auch keine Ausschreibungen. Die Entscheidung für das „Flugfunksystem“ fiel schon 2009 - damals war das Bundesvergabegesetz Verteidigung & Sicherheit 2011 noch gar nicht in Kraft.


Elo59 hat geschrieben:
Genau, so ist es! Ist jemanden von Euch schon eine diesbezügliche Ausschreibung bekannt?


Es gibt für dieses Problem eine nachvollziehbare und stichhaltige Erklärung - Militärfahrzeuge konnten bis vor einem Jahr ohne Ausschreibung beschafft werden:




    Bundesvergabegesetz 2006 - BVergG 2006 hat geschrieben:
    Schwellenwerte

    § 12. (1) Verfahren von Auftraggebern zur Vergabe von Aufträgen erfolgen im Oberschwellenbereich, wenn der geschätzte Auftragswert ohne Umsatzsteuer

      1. bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen, die von in Anhang V genannten Auftraggebern vergeben werden, mindestens 154 000 Euro beträgt – im Bereich des Bundesministeriums für Landesverteidigung gilt dies nur für Lieferaufträge betreffend Waren, die in Anhang VI genannt sind;

      2. bei allen übrigen Liefer- und Dienstleistungsaufträgen mindestens 236 000 Euro beträgt;

      3. bei öffentlichen Bauaufträgen und Baukonzessionsverträgen mindestens 5 923 000 Euro beträgt.

    (2) Wettbewerbe von Auftraggebern erfolgen im Oberschwellenbereich, wenn bei Realisierungswettbewerben der geschätzte Auftragswert des Dienstleistungsauftrages ohne Umsatzsteuer unter Berücksichtigung etwaiger Preisgelder und Zahlungen an Teilnehmer bzw. bei Ideenwettbewerben die Summe der Preisgelder und Zahlungen an die Teilnehmer

      1. bei von in Anhang V genannten Auftraggebern durchgeführten Wettbewerben mindestens 154 000 Euro beträgt;

      2. bei von anderen als in Z 1 genannten Auftraggebern durchgeführten Wettbewerben mindestens 236 000 Euro beträgt.

    (3) Verfahren von Auftraggebern zur Vergabe von Aufträgen erfolgen im Unterschwellenbereich, wenn der geschätzte Auftragswert ohne Umsatzsteuer die in Abs. 1 genannten Beträge nicht erreicht. Wettbewerbe erfolgen im Unterschwellenbereich, wenn der geschätzte Auftragswert unter Einrechnung der Preisgelder und Zahlungen oder die Summe der Preisgelder und Zahlungen an die Teilnehmer die in Abs. 2 genannten Beträge nicht erreicht.


      Bundesvergabegesetz 2006 - BVergG 2006, Anhang VI hat geschrieben:
      Anhang VI

      Verzeichnis der in § 12 Abs. 1 Z 1 genannten Waren im Bereich der Verteidigung


      [...]

      Kapitel 87: Zugmaschinen, Kraftwagen, Krafträder, Fahrräder und andere nicht schienengebundene Landfahrzeuge

              ausgenommen:

              aus 87.01 Zugmaschinen
              aus 87.02 Militärfahrzeuge
              aus 87.03 Abschleppwagen
              aus 87.08 Panzerwagen und andere gepanzerte Fahrzeuge
              aus 87.09 Krafträder
              aus 87.14 Anhänger

    Bundesvergabegesetz 2006 - BVergG 2006 hat geschrieben:
    3. Abschnitt

    Ausnahmen vom Geltungsbereich

    Vom Geltungsbereich des Gesetzes ausgenommene Vergabeverfahren


    § 10. Dieses Bundesgesetz gilt nicht

    [...]

      2. für Lieferungen von Waren, für die Erbringung von Dienstleistungen und für die Erbringung von Bauleistungen im Bereich des Bundesministeriums für Landesverteidigung, auf die Art. 296 des Vertrages zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (EGV) Anwendung findet,


      Konsolidierte Fassung des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft

      Zitat:
      Artikel 296

      (1) Die Vorschriften dieses Vertrags stehen folgenden Bestimmungen nicht entgegen:

        a) Ein Mitgliedstaat ist nicht verpflichtet, Auskünfte zu erteilen, deren Preisgabe seines Erachtens seinen wesentlichen Sicherheitsinteressen widerspricht;

        b) jeder Mitgliedstaat kann die Maßnahmen ergreifen, die seines Erachtens für die Wahrung seiner wesentlichen Sicherheitsinteressen erforderlich sind, soweit sie die Erzeugung von Waffen, Munition und Kriegsmaterial oder den Handel damit betreffen; diese Maßnahmen dürfen auf dem Gemeinsamen Markt die Wettbewerbsbedingungen hinsichtlich der nicht eigens für militärische Zwecke bestimmten Waren nicht beeinträchtigen.

      (2) Der Rat kann die von ihm am 15. April 1958 festgelegte Liste der Waren, auf die Absatz 1 Buchstabe b) Anwendung findet, einstimmig auf Vorschlag der Kommission ändern.




    Bundesvergabegesetz Verteidigung und Sicherheit 2012 – BVergGVS 2012 sowie das Bundesvergabegesetz 2006 (1513 d.B.)

    Zitat:
    07.12.2011 Beschluss im Nationalrat 482/BNR

      Dafür: S, V, B, dagegen: F, G


    [...]

    15.12.2011 Beschluss im Bundesrat 482/BNR

      mehrstimmig


      Zitat:
      Bundesgesetzblatt Nr.

        BGBl. I Nr. 10/2012


      Datum der Kundmachung

        16.02.2012

          Bundes-Verfassungsgesetz hat geschrieben:
          Artikel 49. (1) Die Bundesgesetze sind vom Bundeskanzler im Bundesgesetzblatt kundzumachen. Soweit nicht ausdrücklich anderes bestimmt ist, treten sie mit Ablauf des Tages ihrer Kundmachung in Kraft und gelten für das gesamte Bundesgebiet.

        Bundesvergabegesetz Verteidigung und Sicherheit 2012 - BVergGVS 2012 hat geschrieben:
        Schwellenwerte

        § 10. (1) Verfahren von Auftraggebern zur Vergabe von Aufträgen erfolgen im Oberschwellenbereich, wenn der geschätzte Auftragswert

              1. bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen mindestens 387 000 Euro beträgt;

              2. bei Bauaufträgen mindestens 4 845 000 Euro beträgt.

            (2) Verfahren von Auftraggebern zur Vergabe von Aufträgen erfolgen im Unterschwellenbereich, wenn der geschätzte Auftragswert die in Abs. 1 genannten Beträge nicht erreicht.


Vor Kundmachung des BVergGVS 2012, d.h. vor dem 17. Februar 2012, waren Ausschreibungen für Militärfahrzeuge nicht erforderlich. Das bestätigt auch der Rechnungshof in seinem Bericht zum GMF Iveco - maßgeblich war die ÖNORM A 2050 (Die aber nicht online abzurufen ist. Man kann sich nur über Austrian Standards zu einem horrenden Preis erwerben.):

Ausgewählte Beschaffungsvorgänge im BMLVS, in: Bericht des Rechnungshofes. Reihe BUND 2011/1 hat geschrieben:
Vergabeverfahren

Das Vergabeverfahren stützte sich auf die vom BMLVS 1992 [gemäß Erlass vom 30. Juli 1992, in Kraft gesetzt am 30. Juli 1992; GZ 57.010/5–4.3/9] erlassenen Richtlinien für die Vergabe von Leistungen und damit auf die Anwendung der ÖNORM A 2050 vom 30. März 1957. Die Beschaffung militärischer Güter war vom Geltungsbereich des Bundesvergabegesetzes ausgenommen.

Die Vergabe der geschützten Mehrzweckfahrzeuge erfolgte freihändig im Wettbewerb. Das BMLVS lud fünf Unternehmungen zur Angebotslegung ein.

Die gewählte Vergabeart war grundsätzlich zulässig.



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BeitragVerfasst: 08. Mai 2014, 09:28 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20733
Auf der sicheren Seite der Kampfmittelbeseitigung

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Melker Pioniere freuen sich über Minenräumsystem leicht

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Zitat:
Damit wird eine lang ersehnte Forderung der Österreichischen Pioniere erfüllt, über ein Arbeitswerkzeug zu verfügen, dass in Belangen der humanitären Minenräumung höchsten Ansprüchen unter maximaler Bedienersicherheit gerecht wird. Das Österreichische Bundesheer hat insgesamt vier dieser leichten Minenräumsysteme beschafft, die Bediener- und Mechanikerschulung fand Anfang Mai in Allentsteig statt.

Zitat:
Somit verfügen unsere Kampfmittelabwehrspezialisten nunmehr über eines der bewährtesten und meist getesteten Minenräumsysteme weltweit. Zudem ist das lufttransportfähige und durch Stahlplatten geschützte Spezialfahrzeug in der Lage, mehr als 2.000 Quadratmeter Grundfläche pro Stunde zu räumen. Aufgrund seiner geringen Abmessungen, hoher Wendigkeit und geringen Bodendrucks, ist der MV-4 für die Minenräumung von Hauszufahrten, Obstgärten, Waldwegen oder Flussufern und andere Arten von unzugänglichen Geländeabschnitten bestens geeignet.

Die verschiedenen Betriebswerkzeuge für die Minenräumung bzw. für die Bodenbearbeitung zerstören auch die kleinsten Anti-Personenminen und durch Strahldruck die gefährlichsten Arten von springenden Minen. Die Maschine wird dabei aus sicherer Entfernung bis zu 1.000 Meter ferngesteuert. Vier Kameras auf dem Trägerfahrzeug und bis zu vier weitere Kameras auf den Anbauteilen, sorgen für eine optimale Bildübertragung zum Bedienpersonal.

Zitat:
Die durch Explosion von Sprengstoffen verursachten Schäden an den modulartig angebauten Teilen können durch die Bediener bzw. Mechaniker einfach gewechselt werden. Zudem wurden geeignete Anbautools beschafft, die in einem Counter IED (Gegenmaßnahmen zur Abwehr von unkonventionell hergestellten Spreng- oder Brandvorrichtungen) wertvolle Dienste leisten. Konkret können die Bediener in kurzer Zeit zwischen folgenden Anbautools wählen: Einem Roboterarm, einer Greif- und Schneidzange, einem Räumschild, Staplerzinken oder dem Flail (sich drehender Vorspann, der durch rotierende Klöppel Minen und Sprengvorrichtungen bis zu einer Bodentiefe von 35 Zentimetern mechanisch zerstört).

Zitat:
Die kroatische Firma DOK-ING ist in der Hauptstadt Zagreb auf die Herstellung und den Vertrieb von Roboter- und Sonderanlagen spezialisiert. Sie hat Niederlassungen in Slunj (etwa 50 Kilometer südlich von Zagreb), in den USA und in Südafrika. Das Unternehmen wurde 1991 gegründet, ist zu 100% in Privatbesitz und beschäftigt 220 Mitarbeiter.






Die Bundeswehr hat in Afghanistan zwei interessante Systeme auf Basis des "Wiesel" und des "Fuchs" im Einsatz (Der DOK-ING MV4 ist aber leistungsfähiger als der Mini MineWolf.):



Und die Schweiz hat zur Minenräumung 2006 eine "eierlegende Wollmilchsau" angekauft:

    Rüstungsprogramm 2006

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    Geniepanzer


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      VBS Mediathek


    Botschaft über die Beschaffung von Armeematerial (Rüstungsprogramm 2000)

    Zitat:
    1.5.2 Leichte Minenräumsysteme

    Das leichte Minenräumsystem besteht aus einem Trägerfahrzeug und einem Anbaugerät zur Minenräumung. Beim Trägerfahrzeug handelt es sich um ein gepanzertes Spezialfahrzeug auf der Basis des Schützenpanzers 63/89. Das Anbaugerät ist ausgelegt für die Räumung von offen verlegten Minen auf harter Unterlage. Es ist somit nicht geeignet zur Minenräumung im Gelände sowie der Kampfmittelbeseitigung, respektive der humanitären Minenräumung.

    Mit dem leichten Minenräumsystem geht es darum, die Mobilität der mechanisierten Kampfverbände und deren Unterstützungswaffen sicherzustellen. Es soll in der Lage sein, u.a. ballistisch verlegte Minen auf Strassen und Wegen zu räumen. Dies muss bei Tag und Nacht, bei jeder Witterung rasch und ohne langwierige Vorbereitungsmassnahmen
    aus der Verschiebung heraus erfolgen. Insgesamt sollen zwölf komplette Minenräumsysteme sowie 14 Anbaugeräte für die spätere Ausrüstung weiterer Fahrzeuge beschafft werden.

    Mit der Beschaffung des leichten Minenräumsystems werden

      − die Mobilität und die Reaktionsfähigkeit des Gesamtsystems Panzerbrigade erhöht und damit die Einsatzleistung stark verbessert;

      − die Minenräumung auf harter Unterlage mit mechanischen Mitteln ermöglicht und dadurch die lebensbedrohenden Risiken der mit der Minenräumung beauftragten Truppe erheblich vermindert;

      − die Möglichkeiten geschaffen, im Rahmen der Friedensförderung oder der Krisenbewältigung Achsen von offen verlegten Minen zu räumen.


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      VBS Mediathek


Das mittlere Minenräumfahrzeug wird sicher dem Sparstift zum Opfer fallen. Und den Kampfmittelabwehr- und den Pionieraufklärungszügen der Pionierbataillone fehlen außerdem nach wie vor die im Orgplan vorgesehenen Allschutzfahrzeuge.


Zuletzt geändert von theoderich am 13. Mai 2014, 09:51, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 12. Mai 2014, 23:13 

Registriert: 14. Dez 2011, 13:35
Beiträge: 595
Gut, dass die Schweiz das wenigstens hat. Dieses Fahrzeug können sie sicher gut im Kanton Glarus oder sonst wo gebrauchen. Ein echtes Minenfeld wird es aber nie zu Gesicht bekommen.


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BeitragVerfasst: 13. Mai 2014, 10:00 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20733
Das sehe ich anders. Der Genie- und Minenräumpanzer ist zur humanitären Minenräumung absolut geeignet. Und die Schweizer Armee war in diesem Zusammenhang auch schon im Ausland eingesetzt (Kosovo, Bosnien-Herzegowina, Laos, Sudan), wenn auch nicht mit diesem neuen System:

    Minenräumsysteme (TRUPPENDIENST, Folge 318, Ausgabe 6/2010)

    Zitat:
    Pflugsysteme:

    Die Wirkung der Pflugsysteme beruht auf Räumschilden mit Grabzähnen. Bei der Vorwärtsbewegung des Minenräumsystems durchpflügen die Grabzähne das Erdreich und heben die Minen an die Erdoberfläche. Mit den Räumschilden werden die Minen seitlich zur Bewegungsrichtung weggeschoben. Aufgrund ihrer Arbeitsweise werden diese Systeme auch Grabsysteme, Messerräumsysteme oder Räumpflugsysteme genannt.

    Der Räumerfolg und die Räumgeschwindigkeit sind abhängig
      von der Größe der zu räumenden Minen (Panzerminen oder Schützenminen),
      vom Abstand der Pflugzähne,
      von der Verlegetiefe der Minen,
      von der Breite des Räumsystems (durchgehender Pflug oder Spurbreite),
      von der Bodenart (bei felsigem oder gefrorenem Boden können diese Systeme nicht eingesetzt werden) und
      von der Motorleistung des Fahrzeuges an dem das System montiert ist.


    Der Durchschnittswert der Räumgeschwindigkeit liegt bei ca. fünf bis acht Stundenkilometern. Mit Pflugsystemen kann eine fast hundertprozentige Räumsicherheit für sämtliche Minenarten erreicht werden (Erfordernis des humanitären Minenräumens im Gegensatz zum militärischen), allerdings können Minen beschädigt werden, was eine manuelle Nachsuche zwingend erforderlich macht.


Ein Problem stellen freilich das Schweizer Parlament und der Bundesrat dar:



P.S.: Den Sarkasmus will ich mal ignorieren.


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BeitragVerfasst: 13. Mai 2014, 12:36 

Registriert: 12. Mai 2011, 11:05
Beiträge: 3392
Geil, als Österreicher gegenüber der Schweiz noch Sarkasmus üben...ich glaube das kann man sich derzeit nur gegenüber Malta oder dem Vatikanstaat erlauben.
Dann frag ich mich doch glatt sofort was deren F-18 mit den neuen AIM-9X, AIM-120 AMRAAM-C7 und JHMCS machen..,die werden wohl auch nie einen damit BVR abknallen.


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