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300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Fahrzeuge, Waffen, Gerät, Ausrüstung und Uniformen
Bad Rabbit
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Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von Bad Rabbit » 10. Sep 2008, 12:53

@stonehenge

was soll man dazu sagen?

der dingo ist komisch? die österreichische presse und viele im bundesheer behandeln ihn als ersatz für radpanzer wie den pandur, was er einfach nicht ist; es ist ein gepanzerter geländewagen - punkt.
den hat man entwickelt, weil einfach zu viele soldaten in ihren geländewagen auf patroullien getötet wurden.
hast du schonmal das bild von dem dingo gesehen, der in afghanistan auf eine mine gefahren ist? die besatzung hat überlebt, bei einem puch-g bzw wolf (welchen der dingo ja im ausland weitgehend ersetzen soll, zumindest bei uns) wäre nicht viel übrig geblieben
also, sollen lieber österreichische soldaten in österreichischen jeeps sterben, oder sicher in dingos rumfahren? über radpanzer könnt ihr reden, wenn ihr mehr als zwei transportflugzeuge habt, oder glaubst du, es gibt ne autobahn nach kabul?
Nebenbei: Der UNIMOG ist eines der geländegängigsten fahrzeuge der welt und es können durch das weltweite servicenetzwerk von mercedes praktisch überall ersatzteile beschafft werden

und was das böse us-gewehr betrifft: da gab es mal einen thread zu...es ging doch darum, dass das jagdkommando das "barret light fifty" dem steyr HS .50 vorzieht, nicht?
sei froh, dass die das bekommen, was die brauchen, und nicht irgendwelche zweitklassigen lösungen aufgedrückt kriegen, nur weils aus österreich kommt

da beschweren sich alle, dass das bundesheer keine gute ausrüstung hat, und dann, wenn was vernünftiges beschafft wird, um zumindest die sicherheit beim auslandseinsatz zu erhöhen, dann ist es auch falsch
WAS WILL ÖSTERREICH?!?
Ein Wolf im Schafspelz bleibt trotzdem ein Wolf.

wolfgang
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Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von wolfgang » 11. Sep 2008, 16:41

Ich habe mich im Internet jetzt ein bisschen schlau über den RG-32M gemacht. Ich muss schon sagen, dass dieses Fahrzeug schon ein ernst zu nehmender Gegner für den Eagle IV und Caracal ist. Er passt auch genau in das vom Ministerium geforderten Schema. Der RG-32M hat ca. 7,3 Tonnen. Einzig und alleine der Steyr Motor kommt mir ein bisschen schwach vor, er wird zwischen 135 und 148 KW angeführt. Übrigens das Fahrzeug kostet rund 200.000,-- Euro je nach Ausführung plus minus 20.000,-- Euro und es wurden weit über 800 Fahrzeug bereits gebaut und verkauft in die ganze Welt. Ich habe auch erfahren, dass Österreich schon im Jahr 2002 den RG-32M von Südafrika gekauft bzw. bestellt hat. Also der RG-32M gehört definitiv Austria und nicht UNO. Laut dem Bild auf der BMLV Homepage fahren aber mehr als ein RG-32M bei unserem Heer. Auf dem Bild sind zumindest zwei Stück abgebildet.
Noch ein kleiner Tipp: Bei Google RG-32M eingeben und man bekommt nützliche Infos über das Gerät, übrigens die oben angführte Info kommt größtenteils von der Deagle Homepage.

TL
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Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von TL » 12. Sep 2008, 06:44

wolfgang hat geschrieben:Ich habe auch erfahren, dass Österreich schon im Jahr 2002 den RG-32M von Südafrika gekauft bzw. bestellt hat. Also der RG-32M gehört definitiv Austria und nicht UNO.


Das war ein Referenzfahrzeug. Und die RG-32 am Golan gehören nicht Austria, sondern definitiv der UNO. Es sind exakt drei Fahrzeuge, die bei FHQ-Coy der UNDOF im Einsatz stehen.

Bild
(c) WO II Gernot P.

theoderich
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Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von theoderich » 14. Sep 2008, 14:35

Ich persönlich glaube, dass (trotz vieler Spekulationen hier im Forum) die Beschaffung der genannten 300 Fahrzeuge entweder verschleppt, reduziert oder nicht zustandekommen wird. Nachdem es der derzeitige Verteidigungsminister (der, nach dem derzeitigen Stand der Unfragen, wahrscheinlich leider weitere 5 Jahre im Amt bleiben wird) schon einmal geschafft hat das Heeresbudget auf das absolute Existenzminimum zu drücken, gehe ich davon aus, dass es nach den Budgetverhandlungen keinen Spielraum für Beschaffungen mehr geben wird (die bereits beschlossenen Wahlversprechen der SPÖ müssen ja auch irgendwie finanziert werden).
Als Folge davon könnte die Heeresreform (das Zieldatum 2010 ist sowieso unhaltbar) zu Grabe getragen werden, die Ausrüstung auf die minimalsten Notwendigkeiten für Katastrophenhilfe und Bedarfs - Auslandseinsätze reduziert und das "Bundesministerium für Landesverteidigung" in ein "Bundesministerium für Katastrophenschutz und Regierungs-PR" umgewandelt werden. Ich weiß, dass das in den Augen mancher verrückt klingen mag, aber nachdem die Darabos im Heer (laut Informationen eines Verwandten der gerade seinen EF-Dienst absolviert) das Feindbild schlechthin ist, und die Wahlumfragen keine Aussicht auf Besserung versprechen, halte ich den Gedanken für durchaus realistisch. Nicht zu vergessen, dass auch die Vorgängerregierungen konsequent auf den Status Quo hingearbeitet haben.

P.S.: Wie kommen Auslandseinsätze zustande ? (Trotz all meiner Schwarzmalerei etwas Amüsantes ...)
Der Minister bekommt eine Anfrage der EU, ob sich Österreich nicht an einem "humanitären" Einsatz in Afrika beteiligen will. Er fliegt mit einem Geschäftsreisejet in das betroffene Krisengebiet, wird am Flughafen bei strahlendem Sonnenschein freundlich begrüßt und mit einer Luxuslimousine abgeholt. Dann trifft er sich mit dem Staatschef, übernachtet in einem 5-Sterne-Hotel und denkt sich: "Schönes Wetter, tolle Unterkünfte, ein netter Herrscher ... keinerlei Gefahren für unsere Soldaten ... der Auslandseinsatz ist verantwortbar, ich werde veranlassen, dass er stattfindet ..."
Als er dann wieder in Wien ist wendet er sich an Generalstabschef Mag. Entacher und will, dass sich das Heer auf den Einsatz vorbereitet. Der General zündet sich eine Zigarette an, lehnt sich zurück und fragt sich: "Wie mache ich das jetzt ?"
_______________________________________

Der Panther. Die Zeitung des Jägerbataillons 17, 23. Jahrgang, Ausgabe 1/2008 hat geschrieben:Erweiterung des Fuhrparks

Der Fuhrpark des JgB 17 wurde Ende 2007 mit einem VW Touareg erweitert


Neben dem Zulauf von einem neuen Ford Transit Bus konnte am 20. Dezember 2007 ein VW Touareg beim Heereslogistikzentrum in Salzburg übernommen werden.

Verwendungszweck

Mit dem VW Touareg steht den Bataillonskommandanten ein zeitgemäßes Fahrzeug zur Verfügung, mit dem Fahrten im Inland zur Dienstaufsicht in der Ausbildung und in Assistenzeinsätzen sowie Erkundungsfahrten für Übungen und Einsätze abgedeckt werden können. Und das vor allem auch abseits von befestigten Straßen und auf unbefestigten Wegen. Darüber hinaus sollen solche Fahrzeuge dort zum Einsatz kommen, wo Geländegängigkeit gefragt ist, wie z.B. auf Truppenübungsplätzen. Rund 100 Stück wurden für das ÖBH angekauft. Der Touareg ist wie der Puch G der Fahrzeugklasse „B2“ zugeordnet, weil der Heereskraftfahrer das Fahrzeug auch abseits von Straßen und befestigten Wegen sicher bewegen können muß.

Motorisierung und Ausstattung

Das Fahrzeug wird von einem Reihenfünfzylinder TDI mit rund 174 PS angetrieben und verfügt über einen Dieselpartikelfilter. Zusätzlich zum permanenten Allradantrieb mit automatischem Sperrdifferential kann der Lenker manuell die Längssperre und die Quersperre an der Hinterachse dazuschalten und weiters eine Geländeübersetzung auswählen. Das Fahrzeug wurde in der Grundausstattung ohne viele Extras beschafft.

Instandsetzung

Der Kraftfahrer ist für die Benutzermaterialerhaltung wie Überprüfung vor der Fahrt und technischen Dienst zuständig. Neben der Kontrolle der Flüssigkeitsstände und der Reifendruckkontrolle hat der Kraftfahrer nur das Nachfüllen von Scheibenreinigungsmittel. Darüber hinaus unterliegt das Fahrzeug den
Bestimmungen des Wartungsvertrages für VW- und AUDI-Fahrzeuge.

    Hptm Alois Tomaschitz

Zuletzt geändert von theoderich am 23. Okt 2016, 21:41, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von em » 14. Sep 2008, 19:07

theoderich da stimme ich dir komplett zu - außerdem wird das zu geringe budget in auslandseinsätze hinausgeschmissen, anstatt mit diesem geld wenigstens die notwendigsten wichtigeren anschaffungen für die inlandsaufgaben des öbh (lrü, hubschrauber, gute mannesausrüstung etc) zu tätigen.

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Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von Doppeladler » 15. Sep 2008, 08:16

Umgekehrt hätten wir ohne dem bedeutenden Ausmaß der Auslandseinsätze einen Großteil des modernen Geräts nie beschafft.

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Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von cliffhanger » 15. Sep 2008, 09:33

wenn man nicht viel geld hat muss man halt sparsam damit umgehen.

geschütztes Fahrzeug: http://www.kaddb.com/static/project8.shtm

mfg Cliff

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Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von beistrich » 20. Sep 2008, 15:46

theoderich hat geschrieben:....
P.S.: Wie kommen Auslandseinsätze zustande ? (Trotz all meiner Schwarzmalerei etwas Amüsantes ...)...


Amüsant schon aber nicht wirklich richtig. Die Eu-Außenminister* hatten wegen der Anfrage der UNO schon im July 2007, lange bevor VM Darabos überhaupt in der Nähe des Chad war, die Militärs mit der Planung eines möglichen Einsatzes betraut und die Vorarbeit* dafür hat noch länger davor angefangen.

@cliffhanger: Billiger vieleicht aber ob das Ding den gleichen Schutz und Nutzen (Geländegängigkeit?) wie zb: der Eagle IV hat?

edit:
* inkl. unserer Außenministerin
** inkl. zb: des öst. Botschafters in Brüssel

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Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von theoderich » 26. Sep 2008, 18:28

Hat irgendjemand von euch Neuigkeiten, bezüglich der "geschützten Fahrzeuge" ?
In den diversen Heeresmedien wie "Truppendienst" oder "MilizInfo", aber auch im Handbuch "Soldat 2008 - Leitfaden für den Wehrdienst" sind Werbeanzeigen für den Achleitner PMV Survivor II und den MOWAG Eagle erschienen, aber es gibt weder auf der Website des Heeres, noch sonst irgendwo Informationen über den Stand der Beschaffung. Man könnte meinen sie sei nie eingeleitet worden und diente als Alibihandlung um den Soldaten und Offizieren den Mund wässrig zu machen.
Man kannn den Ankauf der Eurofighter kritisieren wie man will, aber dieser war im Gegensatz dazu ein Musterbeispiel für Transparenz. Ich habe vor ein paar Tagen eine Anfrage über die BMLV- Homepage versendet, in der ich mich über die Fahrzeuge erkundigt habe. Ich hoffe es maldet sich noch jemand (Es sei denn, der Wahlkampf hat zur Einstellung aller Rüstungsaktivitäten im BMLV geführt, um die SPÖ damit nicht in Verbindung zu bringen) ...

RRR
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Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von RRR » 26. Sep 2008, 20:23

Das war der aktuellste Artikel, den ich zu diesem Thema gefunden habe:

300 Mio. Euro
Steyr SSF hofft auf Bundesheer-Aufträge
Wien, 08. September 2008

300 neue gepanzerte Radfahrzeuge wird das österreichische Bundesheer in Kürze bestellen. Steyr SSF hat gute Chancen, den Auftrag an Land zu ziehen.

Der Gesamtwert des Deals belauft sich auf 200 bis 300 Mio. Euro. Gute Chancen rechnet sich dabei die in Wien-Simmering ansässige Steyr-Daimler-Puch Spezialfahrzeug GmbH (Steyr SSF) aus, die dem Bundesheer ihr Mehrzweckfahrzeuge "Eagle IV 4x4" angeboten hat.

50-70 Jobs stehen auf dem Spiel
Sollte der Eagle den Zuschlag erhalten, wären damit in Simmering 50 bis 70 Jobs für die nächsten vier Jahre gesichert, sagte Lutz Kampmann von der Steyr-Muttergesellschaft General Dynamics ELS bei einer Präsentation im Simmeringer Werk. Der "Eagle" sei dem stärksten Konkurrenten, dem italienischen Iveco LMV (Light Multirole Vehicle) technisch eindeutig überlegen. Zudem würde der "Eagle", ein Fahrzeug der Schweizer Schwesterfirma MOWAG, zur Gänze in Österreich gebaut werden, betonte Kampmann. Einer der Faktoren, um am Markt Erfolg zu haben, sei die lokale Wertschöpfung.

Bei der zweiten Ausschreibung dürfte man sich bereits auf das deutsche Transportfahrzeug "Dingo" festgelegt haben, so Kampmann, darum habe das von Steyr angebotene Allschutz-Transportfahrzeug RG31 BAE Systems* wohl schlechte Karten.

150 Fahrzeuge um 100-150 Mio. Euro
Bei den beiden Ausschreibungen gehe es jeweils um rund 150 Fahrzeuge im Gesamtwert von jeweils 100 bis 150 Mio. Euro, sagte Kampmann, Vizepräsident der Division Radfahrzeuge bei General Dynamics European Land Systems. Derzeit befinde man sich in der Endphase der Ausschreibungen und werde noch diese Woche das endgültige Preisangebot abgeben. Mit der Vergabeentscheidung sei allerdings erst nach der Wahl zu rechnen.

Bereits im Oktober 2004 hatte sich das Bundesheer für den Kauf von 20 gepanzerten Fahrzeugen des Typs "Dingo 2" des deutschen Herstellers Krauss-Maffei Wegmann (KMW) um 13,3 Mio. Euro entschieden - eine Entscheidung, die man bei Steyr naturgemäß nicht goutiert. Das Werk in Simmering sei mit 561 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in Österreich im Bereich Wehrtechnik, so Kampmann, "aber ohne einen Auftrag des österreichischen Bundesheeres".


http://www.oe24.at/zeitung/wirtschaft/Steyr_SSF_hofft_auf_Bundesheer-Auftraege__356739.ece

Sieht so aus als ob die Beschaffung trotz Wahlkampf weitergeht. Wenn durch die neue Regierung nicht alles umgeschmissen wird, tipp ich mal auf Eagle IV und Dingo 2.

*Spanien hat erst vor kurzem 100 RG-31 bei GDLS bestellt. Laut diesem Artikel hat er sich bei Erprobungen gegen den Dingo 2 durchgesetzt, der nur an 3. Stelle gereiht wurde: http://www.defenseindustrydaily.com/mraps-and-new-wheeled-apcs-for-spain-04144/

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Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von wolfgang » 27. Sep 2008, 08:11

Auf den Eagle IV tippe ich auch, da wie gesagt dieser in Wien Simmering gebaut werden würde. Betreffend des zweiten Fahrzeuges, welches eine Schutzklasse höher liegt als der Eagle IV war ich mir bis vor kurzem auch sicher, dass es der Dingo 2 wird, da dieses Muster beim ÖBH auch schon eingeführt ist. Mittlerweile haben sich aber schon zahlreiche andere Firmen gemeldet, welche im gleichen Segment Produkte anbieten. Für mich mittlerweile hat auch der Tiroler Achleitner gute Chancen. Wir sprechen immerhin von ca. 150 Stk. von Fahrzeugen und wenn der Schutz und Nutzen des Fahrzeuges gleichzustellen mit dem Dingo ist, dann selbstverständlich der Tiroler. Mit den bereits vorhandenen 35 Stk. Dingo 2 sehe ich kein Problem, da es sich hierbei bei 15 Stk. um Spezialversionen handelt.

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Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von Beobachter » 27. Sep 2008, 14:32

Es werden doch wohl hoffentlich nicht 35 vorhandene Dingo II schlussendlich ausschlaggebend dafür sein, ob 150 (in Worten: einhundertfünfzig) weitere im Inland (bei Achleitner) beschafft werden können. Es geht dabei darum, einem heimischen Unternehmen einen Auftrag in Höhe von 150 Mio Euro zukommen zu lassen. Das kann man mit Gegengeschäften nie hereinholen, was da an Arbeitsplatzimpulsen, Steuern und anderen Abgaben der Allgemeinheit zu Gute käme. Abgesehen davon, dass es für ein neutrales Land immer noch erstrebenswert sein sollte, zumindest in einigen Bereichen leistungsfähige Rüstungsbetriebe zu haben, um eine gewisse Unabhängigkeit zu wahren. Wenn Preis und Leistung halbwegs auf Augenhöhe mit der Konkurrenz sind, müsste einem klar denkenden Staatsbürger die Entscheidung unter Beachtung der genannten Punkte leicht fallen.
Wobei noch zu beachten ist, dass bei einem Auftrag über 150 Fahrzeuge zu ebenso vielen Millionen Euro der Effekt ein noch weit größerer sein kann, wenn man bedenkt, dass man dem heimischen Anbieter als Referenzkunde am internationalen Markt wertvolle Hilfe leisten kann. Gerade auch aus diesem Blickwinkel ist es auch besonders bedauerlich, dass man sich auf politischer Ebene noch nicht zu einer Anschaffung des Pandur II aufraffen konnte.

In diesem Forum wurde dem TW1-Magazin "Einsatz" schon eine gewisse nähe zum Ministerium nachgesagt. Wenn nun in der aktuellen Ausgabe breit über Achleitners PMV Survivor II berichtet wird, könnte man dem folgend daraus auch ein wenig auf die Vorlieben des Ministeriums schließen. Ist zwar etwas weit her geholt, aber auf die Vernunft hoffen kann man ja noch.

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Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von wolfgang » 27. Sep 2008, 16:18

Vielleicht kommt es ja auch noch zu einer Beschaffung von des Pandur II. Immerhin wurde von Chefs des ÖBH Entacher bei einem Interview einmal vor ca. zwei oder drei Monaten bekannt gegeben, dass auch an die Beschaffung von 60 Stk. Pandur II gedacht ist.
Übrigens der Bericht bei Einsatz über den Achleitner Survivor II fand ich ganz gelungen. Ich hoffe, dass der neue Minister gewisse Beschaffungsvorhaben seines Vorgängers übernimmt. Damit meine ich zumindest die Beschaffung von

145 Stk. Allschutzfahrzeuge der Schutzklasse III,
100 bis 170 Stk. geschützte Fahrzeuge der Eagle IV Klasse Schutzklasse II weiters
die Ausschreibung über mehrere Minenräumgeräte, welche im September ausgelaufen ist.

Übrigens eines ist mir auf der Homepage des BMlV aufgefallen. Seit es die Regierung nicht mehr gibt, werden auch keine Ausschreibungen mehr durchgeführt. Normalerweise gibt es immer eine Vorausplanung von ca. 3 bis 4 Monate und dabei insgesamt ca. 30 Ausschreibungen. Wenn man jetzt reinschaut sind gerade noch 10 Stk. drinnen.

RRR
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Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von RRR » 13. Okt 2008, 18:45

Panzeraufträge rollen von Wien weg
Das Bundesheer kauft 300 gepanzerte Fahrzeuge - aber nicht jene Radpanzer, die es brauchen würde - bei Steyr SSF bangt man daher um die Zukunft von 560 Arbeitsplätzen

*****

Wien - Wenn Generalstabschef Edmund Entacher von seiner Dienstreise in die Schweiz zurückkehrt, wird er einen geharnischten Brief von Steyr SSF auf seinem Schreibtisch finden. Die Panzerproduzenten in Wien-Simmering ersuchen darin um dringende Aufklärung, warum sie bei zwei Ausschreibungen für gepanzerte Fahrzeuge nicht zum Zug gekommen sind. In Simmering vermutet man unlauteren Wettbewerb und verweist darauf, dass 560 Arbeitsplätze, die derzeit mit der Produktion von Pandur-Radpanzern ausgelastet sind, auf dem Spiel stünden.

Es geht um zwei Aufträge, deren Ausschreibung noch unter dem damaligen Verteidigungsminister Günther Platter (ÖVP) vorbereitet wurde: Gesucht wurde nach einem sogenannten "Allschutzfahrzeug" (145 Stück mit einer Option auf weitere 75) und einem "geschützten Mehrzweckfahrzeug". Es galt von Anfang an als ausgemacht, dass der sechsrädrige Steyr-Pandur nicht in Betracht gezogen würde, weil explizit nach vierrädrigen Vehikeln gesucht wurde.

Steyr SSF - ein Tochterunternehmen von General Dynamics - sah sich schon durch die Ausschreibungskriterien benachteiligt, bot aber dennoch mit: Im Angebot war jeweils eine Österreich-Version des von Mowag entwickelten "Eagle" und des auf einer südafrikanischen Entwicklung basierten "RG31", der in Lizenz von BAE Systems in Österreich produziert werden sollte.

Steyr SSF erfuhr, dass es bei beiden Aufträgen nicht auf der Shortlist gelandet ist und begehrt nun Aufklärung über die Gründe dafür. Eine Drohung mit rechtlichen Schritten steht im Raum.

Aus dem Verteidigungsministerium gibt es dazu keinen Kommentar - allerdings wird darauf hingewiesen, dass das Vergabeverfahren "sehr weit fortgeschritten" sei.

Erwartet wird allgemein, dass sich der bereits im Bundesheer eingeführte, in der Praxis aber mit vielen Problemen behaftete "Dingo" durchsetzen wird. Platter hatte 35 Stück dieses bei Krauss-Maffei gebauten Fahrzeugs beschafft - weitere Fahrzeuge sollten bei Empl im Tiroler Zillertal gebaut werden.

Falls die "Dingos" denn die Ausschreibung gewinnen: Im Rennen ist nämlich auch der als überlegen geltende "PMV Survivor II", der vom Tiroler Hersteller Achleitner angeboten wird. Bei dem 14 Tonnen schweren Panzerfahrzeug handelt sich um eine Gemeinschaftsentwicklung mit MAN - die 145 Fahrzeuge sollten bis 2016 in Wörgl, Steyr und Wien gebaut werden. Bei Empl in Kaltenbach - dieses Unternehmen beliefert das Bundesheer bereits mit Lkws mit Wechselaufbauten - könnten zudem gepanzerte Fahrzeuge auf Iveco-Basis hergestellt werden.

Ganz durch die Finger schauen dürfte Steyr SSF ohnehin nicht. General Entacher sagte bei einem Vortrag vier Tage vor der Wahl: "Uns fehlt das Element des Rad-Schützenpanzers." Man dürfe sich nicht der Illusion hingeben, dass die All- und Mehrschutzfahrzeuge ausreichen - für den Einsatz benötigt man zusätzlich Panzer wie den Pandur. Allerdings brauchte das Heer dafür mehr Budgetmittel. (Conrad Seidl, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14.10.2008)


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Re: 300 geschützte Kfz u. VW Touareg als G-Ersatz geplant

Beitrag von Cyclop » 14. Okt 2008, 07:37

-> keine MOWAG Eagle IV
damit kommt wohl der IVECO LMV (Koproduktion von EMPL)
-> keine RG-31E
damit verbleiben KMW Dingo 2 (Koproduktion von EMPL) und der
PMV Survivor II (Achleitner/MAN)
Ich tippe da auch auf EMPL - goldene Zeiten für das Zillertaler Unternehmen

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