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Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Fahrzeuge, Waffen, Gerät, Ausrüstung und Uniformen
innsbronx
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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von innsbronx » 24. Dez 2013, 13:25

Du kannst sie dir mit so einer Software die den Bildschirm aufzeichnet einfach aufzeichnen und dann speichern. Das ist rechtlich absolut okay (Recht auf Heimkopie).

Landsknecht
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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von Landsknecht » 24. Dez 2013, 19:20

Danke für eure Tipps. Der Kaufpreis für die paar Minuten ist schon geschmalzen, da werde ich wohl die andere Möglichkeit nutzen und diesbezüglich technisch "aufrüsten".

Jedenfalls ist es gut, dass das HGM doch noch erkennt, dass diese letzten vollständigen Anlagen für die Nachwelt erhalten werden müssen.

Hoffentlich gibt es bei Andreas am Wurzenpass auch bald eine dauerhafte, faire Lösung für das Museum.
Ohne ihm wäre alles abgebaut und verschrottet worden.

theoderich
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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 03. Jan 2014, 08:16

70. Memorandum of Conversation

I–25875/72 Washington, July 19, 1972, 9:30–10:15 a.m.

SUBJECT

    Courtesy Call by Minister Luetgendorf

PARTICIPANTS

Austrian Side
    Minister for National Defense—Karl Ferdinand Luetgendorf
    Military & Air Attaché, Embassy of Austria—Brig. Ferdinand Folten

U.S. Side
    Deputy Secretary of Defense—Kenneth Rush
    Principal Deputy Asst Secretary of Defense (ISA)—Armistead I. Selden, Jr.
    Deputy Asst Secretary of Defense (ISA)—John H. Morse
    Military Asst to the DepSecDef—Colonel John G. Jones, USA
    Austrian Desk Officer, EurReg/ISA—Charles T. Lloyd

6. Military Equipment for Austria

The Minister expressed his appreciation for the great U.S. help which enabled Austria to build up its Army. He said that it has been ten years since Austria had a credit of $46 million and that it runs out this year. He reported that much of the Army’s equipment is old and needs replacing and asked whether it would be possible to get a new credit to buy material from the U.S. Army, especially communications and signal equipment. He also mentioned the need for heavy weapons including M–60, M–109 howitzer, 106mm recoilless cannon, anti-tank cannon ammunition and helicopters. He suggested that if this material were available as surplus as was the case between 1956–60 this would be good for Austria. Secretary Rush said that the U.S. would be glad to consider any Austrian request that the Minister might propose. He said that we have very friendly feelings for Austria and while she must be neutral we consider her a good friend of ours.


7. Reorganization of Austrian Army

The Minister said that the strategy of Austrian defense is moving toward that of Yugoslavia in which the Army will not engage in Major battles but will utilize Austria’s mountains and confine defense efforts to small groups fighting behind enemy lines. For this, he said, they need good communications, anti-tank and small anti-aircraft weapons. He said that the Army would maintain one interceptor aircraft group in order to defend Austrian air-space. It would also be important
to have helicopters for communication and to shift troops.
Mr. Morse noted that the Yugoslavs are interested in the same type of Equipment for similar purposes. Secretary Rush agreed that communications and mobility are vital in such operations.


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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 24. Jan 2014, 15:58

Luftraumsicherungsoperation "Dädalus 14": Klug besucht Einsatzzentrale

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Seit Montag dieser Woche unterstützt das Bundesheer mit der Sicherung des Luftraums über Westösterreich das Weltwirtschaftstreffen in Davos in der Schweiz.

Aus diesem Anlass besuchte Verteidigungsminister Gerald Klug am Freitag erstmals die Einsatzzentrale "Berg" in St. Johann im Pongau.


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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 28. Jan 2014, 07:52

Sachausschreibung für GZ S95510/7-MIMZ/2014; 5600 St. Johann/Pg., Betrst. EZ/B Plankenau, Erneuerung von Haustechnik und Gebäudeleittechnik im Untertagebereich (UTB)

Gegenstand des Auftrags: Erneuerung von Haustechnik und Gebäudeleittechnik im Untertagebauwerk (UTB) unterteilt in:

    - Mess-, Steuer- und Regeltechnik (MSR) mit Verfahrenstechnik (VDT)
    - Elektrotechnik;
    - Lüftungsanlagen inkl. HKS-Teilen und Gaslöschanlagen;


CPV-Codes: 45216200.


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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 21. Jun 2014, 01:36

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1972 - Die Sperrtruppe

Von Militärkommando Tirol · vor über einem Jahr aktualisiert

Ende der 1960er Jahre wurde vom österreichischen General Emil Spannocchi (1916–1992) das militärische Konzept der „Raumverteidigung“ entwickelt, welches im Gegensatz zur Grenzverteidigung im Rahmen der so genannten „umfassenden Landesverteidigung“ eine Verteidigung im gesamten Territorium vorsah. Dabei sollten mögliche Aggressoren nicht in einer großen Verteidigungsschlacht abgewehrt werden, sondern man wollte sie durch stetige Überfälle und Kleinkrieg auf Nachschublinien zermürben. Durch den auf diese Art erzielten hohen "Durchmarschpreis" sollten Gegner von vornherein davon abgehalten werden, ein Queren Österreichs zu versuchen. Das Raumverteidigungskonzept sah den Kampf und die starke Verteidigung in Schlüsselzonen vor, die mit hunderten „Festen Anlagen“, vorbereiteten Sperren, Feldsperren, Sprenganlagen, Landwehrlagern und starken militärischen Einheiten ausgestattet waren. „Schlüsselzonen“ und „Sperranlagen“ befanden sich Großteils im alpinen, leichter zu verteidigenden Bereich. Sie waren in der östlichen Landeshälfte gegen den Warschauer Pakt, in Tirol gegen die NATO aus Deutschland und Italien gerichtet. Bereits mit der Ungarn- Krise 1956 begannen die Bauarbeiten der „Festen Anlagen“, welche im Einsatz mit Soldaten zu besetzen waren. Daraus entstand in den nächsten Jahrzenten ein bundesweit flächendeckendes Netz von Kampf-, Schutz-, Führungs- und Versorgungseinrichtungen. Neben der Wallmeisterorganisation wurde eine eigene Waffengattung – die Sperrtruppe – aufgestellt. Ihren Höhepunkt erlebten die Landesbefestigung und Sperrtruppe in der Ära der Raumverteidigung mit Ende der 80er Jahre. Unzählige Mannstunden und beachtliche Geldmittel wurden in die Errichtung, Ausbau und Erhalt der baulichen Infrastruktur investiert. Zahlreiche Sperrzüge, -kompanien und -bataillone wurden in weiterer Folge – teils aus dem Grenzschutz gewachsen – in der Landwehr ausgebildet und formiert. In den Beorderten Waffenübungen wurden sie in den jeweiligen Einsatzräumen regelmäßig beübt. Der Fall des Eisernen Vorhangs und der Wegfall der lange dominierenden Ost-West-Konfrontation mit ihren Durchmarschszenarien ab 1989 waren der Anfang vom Ende der Raumverteidigung. Die Sperrtruppe wurde nach und nach bis zur völligen Auflösung verkleinert. Die Infrastruktur war schwieriger abzubauen: Seit 1999 wurden auch in Tirol unter beträchtlichem Aufwand die Festen Anlagen demilitarisiert und zum Teil verkauft bzw. abgebaut. Diese Arbeiten wurden im Jahre 2009 abgeschlossen Die Einsatzeinheiten- und verbände, in denen am Höhepunkt der Sperrtruppe mehr als 33.000 Soldaten aus dem Präsenz- und Milizstand gleichzeitig beordert waren, existieren heute nicht mehr.


Irgendwie ein Wahnsinn, dass man ab Anfang der 70er-Jahre versuchte, ein Verteidigungskonzept auf völlig veralteter Waffentechnik aufzubauen. Insgesamt 27 Kampfpanzer des Typs T-34 wurden 1955 an das Bundesheer übergeben - die Produktion dieses Typs war schon 1950 eingestellt worden. Außerdem verfügte er nur über eine 85 mm-Kanone. Ich weiß nicht, wie glaubwürdig diese Angaben sind, aber die Durchschlagsleistung war scheinbar mehr als dürftig:

    BEWAFFNUNG

      85-mm-Kanone M1944 ZIS-S53 L/51 mit 60 Schuß


    [...]

    Durchschlag auf 500 m auf 30°

      APCBC: 103 mm (111 mm auf 0°)
      DS: ca. 110 mm (138 mm auf 0°)


    Durchschlag auf 1.000 m auf 30°

      APCBC: 94 mm (102 mm auf 0°)
      DS: ca. 80 mm (100 mm auf 0°)


    Durchschlag auf 1.500 m auf 30°

      APCBC: 86 mm


    Durchschlag auf . 2.000 m auf 30°

      APCBC: 77 mm


Der sowjetische T-55 verfügte am Turm über eine Panzerung von 39 - 203 mm. Und als Hauptbewaffnung diente eine 100 mm-Kanone, die auf 1000 m 146 mm Panzerstahl durchschlagen konnte. Beim Einsatz gegen feindliche Panzerkräfte wären alle diese FAn sicher nutzlos gewesen.


15. Mai 2014: Exkursion zur FAN am Pass LUEG
(Fotos: OStWm Mayr und Vzlt Tomelitsch)


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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 25. Jun 2014, 15:24

Landeshauptmann Haslauer besucht "geheimsten Ort" Salzburgs

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Das Foto oben ist einige Meter vor dem Bunkereingang entstanden.

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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von Landsknecht » 15. Jul 2014, 07:56

Die Bunkeranlage Ungerberg 3 der Kaserne Bruckneudorf wird nun vom HGM als Außenstelle übernommen.
In der gestrigen Sendung "Burgenland heute" war darüber ein Beitrag

...das habe ich im Vorjahr geschrieben. Auf der HGM-Homepage scheint die Anlage aber bis dato noch nicht als Außenstelle auf.
Wird daran noch gearbeitet beziehungsweise hat jemand diesbezüglich aktuelle Informationen?

theoderich
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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 12. Sep 2014, 13:34

Bunkeranlage Ungerberg

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Freitag 12. September 2014

11:00 Uhr - 14:00 Uhr

Einladung zur Eröffnung der Bunkeranlage

»Bunkeranlage Ungerberg«


______________________________

Ein paar interessante Details aus Beiträgen im Buch von Manfried Rauchensteiner "Zwischen den Blöcken":

    RAUCHENSTEINER Manfried: Sandkästen und Übungsräume. Operative Annahmen und Manöver des Bundesheers 1955–1979, in: Manfried RAUCHENSTEINER (Hg.): Zwischen den Blöcken. NATO, Warschauer Pakt und Österreich (= Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, Salzburg 36, Wien - Köln - Weimar 2010), p. 253 - 323

    p. 271 - 272 hat geschrieben:In Ansehung der Schwierigkeiten, in dem ebenen und für die Verteidigung schlecht geeigneten Gebiet Ostösterreichs einen Rückhalt für die Verteidigung zu finden, wurde schließlich mit dem Bau einer Befestigungsanlage im Raum der Brucker Pforte begonnen. Das zugrunde liegende Konzept war schon 1958 von Major d. R. Max Stiotta verfasst worden. Die Umsetzung begann ein Jahr später und hatte die erste nennenswerte Sperranlage zur Folge, die nach dem Krieg gebaut wurde. Die Meinungen über den Nutzen einer linearen Befestigung gingen jedoch auseinander, wobei immer wieder ins Treffen zu führen war, dass angenommene Truppen des Warschauer Pakts jederzeit die Möglichkeit hätten, Truppen aus der Luft und in der Tiefe des Raums abzusetzen, womit die Befestigungen in der Brucker Pforte rasch auszuschalten wären. Letztlich aber ging es darum, dass ein Teil der Anlage auf dem dortigen Truppenübungsplatz errichtet werden konnte und der 4. Punkt des Antrags von Max Stiotta zu gelten hatte, wonach »die auf dem Truppenübungsplatz ausgebauten Teile für Übungen zu benützen« wären, »um an den Objekten Erfahrungen für den Ausbau, den Angriff und die Verteidigung zu gewinnen«. Der Begründung für die Sinnhaftigkeit des Bauens auf dem Areal des Truppenübungsplatzes entbehrte aber auch nicht einer Passage, die ganz in die Kategorie »Ostkrieg« passte : »Solange auf dem TÜPl [Truppenübungsplatz] gebaut wird, sind wir nicht verpflichtet, gleichzeitig an anderer Stelle bauen zu müssen, um als Neutrale das Gesicht zu wahren.«

    Der Kampf aus und in Festen Anlagen wurde ab 1961 als Teil der Abhaltestrategie verstanden, doch zwangsweise erhielten damit die operativen Überlegungen etwas Statisches. Es war wie die Rückkehr zur Reichsschutzstellung 1944/45.
    p. 303 hat geschrieben:Er beschäftigte sich – ohne schon die von Herfried Münkler gebrauchte Begrifflichkeit verwenden zu können – mit dem »Asymmetrischen« Krieg, wobei auf den österreichischen Fall bezogen alle Formen der Asymmetrie zur Anwendung zu bringen waren: Österreichs Landesverteidigung verkörperte ein krasses Missverhältnis an einzusetzenden Kräften, vor allem aber an Waffen, und während man sich in Wien noch um die Interpretation der staatsvertraglichen Bestimmung hinsichtlich der Verbote von »Spezialwaffen« bemühte, waren in den Arsenalen der anderen bereits Technologien der übernächsten Generation gelagert.

    Spannocchi sah in einem Verteidigungsfall keine Möglichkeit zur geordneten Zurücknahme kämpfender Truppen und zu großen Bewegungen angesichts einer massiven Überlegenheit an mechanisierten Kräften und einer von vornherein anzunehmenden absoluten Luftüberlegenheit eines jeden Gegners. Also wollte er dem hinhaltenden Kampf keinen Platz mehr einräumen, vor allem die Landwehr dazu verwenden, in vorher bestimmten Räumen und unter Abstützung auf eine Vielzahl von Festen Anlagen einen Aggressor zu einem langsamen Vorgehen zu zwingen, ihm, wo es ging, Abbruch zu tun und ihn schließlich zum Angriff auf stark verteidigte Schlüsselzonen zu nötigen. Es ging also nicht um die operative Verselbstständigung des Jagdkampfs oder, wie dann häufig verkürzt gemeint wurde, um Partisanenkrieg, sondern sehr wohl um den Einsatz regulärer Kräfte. Jenseits jeglicher Operation sollte es aber das Ziel aller politischen und militärischen Anstrengungen, also der Gesamtstrategie, sein, einen Konflikt so auszudehnen, dass dem angegriffenen Staat irgendeine Form von internationalem Schutz oder zumindest Hilfe zuteil werden konnte. – Soweit die Theorie. Doch dafür brauchte es Soldaten, Kräfte, die vornehmlich infanteristisch und im Kleinkrieg einsetzbar waren, und zwar dreimal so viel Soldaten, wie bis dahin in der militärischen Organisation Platz gefunden hatten. Siebenmal so viel wäre wohl noch besser gewesen. Was Spannocchi nicht sehen konnte und schließlich nicht wahrhaben wollte, war aber, dass es nach 15 Jahren noch nicht einmal doppelt so viele sein würden.

    Zunächst aber schien das Konzept aufzugehen. Wesentliche Vorgaben lieferte dabei nicht nur die Politik, sondern vor allem auch das ansatzweise schon bis dahin Gedachte, das nur jetzt anders und vor allem mit anderer Konsequenz zusammengefasst wurde. Im Oktober 1970 legte die Gruppe Operation den Entwurf eines Konzepts der Gesamtraumverteidigung vor. Es skizzierte die Anlassfälle der Landesverteidigung recht einfach: Die Einbeziehung Österreichs in einen militärischen Konflikt ist entweder im Rahmen eines gesamteuropäischen Konflikts oder – mit geringerer Wahrscheinlichkeit – im Rahmen eines lokal begrenzten Kriegs (auch Stellvertreterkriegs) denkbar. Die operative Konzeption der österreichischen Landesverteidigung ist auf den Verteidigungsfall ausgerichtet. Das Ziel: »Möglichst großer Abhalteeffekt oder im Fall der Aggression das Festhalten der für die Bewahrung der Souveränität wesentlichen Teile des Staatsgebiets. Dem eigenen Staatsvolk müssen die Erfolgsaussichten innerhalb eines konventionellen (nicht atomaren) Kriegs glaubhaft vor Augen geführt werden. Die technische Überlegenheit eines Eindringlings ist kein Grund für eine sicherheitspolitische Resignation«. Dann hieß es weiter: Das bisherige operative Einsatzkonzept ist auf die neue Struktur des Bundesheers nicht übertragbar. Das neue Konzept der Gesamtraumverteidigung verwertet bestehendes Ideengut, zieht aber auch die notwendigen Konsequenzen, die sich aus den Landwehraufstellungen ergeben. Träger der Gesamtraumverteidigung sind die Landwehr und die Bereitschaftsverbände. Zweck der Gesamtraumverteidigung ist es, »einem Eindringling so viel Zeit und Kräfte abzufordern, dass dieser sein operatives Ziel von vornherein in Frage gestellt sieht«. Das war nun nichts umwerfend Neues. Dennoch: Der Entwurf ging in Begutachtung und wurde ein Jahr später im Wesentlichen approbiert, allerdings erst 1974 als »Die Konzeption der Gesamtraumverteidigung« ausgegeben.

    Das Konzept wäre möglicherweise eine leere Hülle geblieben, hätte es nicht in Emil Spannocchi einen sehr glaubhaften Interpreten gefunden. Er wurde Kommandant des Aufstellungsstabs Bereitschaftstruppe und trat seine neue Aufgabe in einem Augenblick an, als das Heer seine kritischsten Phasen durchlebte. Das Reserveheer der von 1956 bis 1970 Ausgebildeten wurde mehr oder weniger abgeschrieben. Ein neues Reserveheer musste erst aufgebaut werden. Die Sorge, dass das militärische (Fast-)Vakuum in Österreich ein hohes Risiko barg, ging um.

    In dieser Situation war es wohl klar, dass operative Planungen sekundär waren. Es kam darauf an, überhaupt wieder Heereskräfte zu haben, mit denen disponiert werden konnte. Das Ziel war vorgegeben. Am 1. Juli 1973 wurde Spannocchi General und erster Armeekommandant.



    PHILIPP Hannes: Der Operationsfall »A«. Gesamtbedrohung im Zeichen der Raumverteidigung, 1973–1991, in: Manfried RAUCHENSTEINER (Hg.): Zwischen den Blöcken. NATO, Warschauer Pakt und Österreich (= Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, Salzburg 36, Wien - Köln - Weimar 2010), p. 325 - 386

    p. 337 - 339 hat geschrieben:Militärische Kräfte

      Aus dem Zwang der 1970er-Jahre entstand das österreichische Konzept der Raumverteidigung.

      Dieses Konzept sah einen raumdeckenden Einsatz vor. Daher war es erforderlich, die Dimensionierung der Streitkräfte diesem Vorhaben anzupassen. Das sollte durch ein milizartig strukturiertes und auf Mobilmachung angewiesenes Heer erfüllt werden.

      Die Heeresgliederung wurde auf diese Vorhaben hin in mehreren Schritten bis 1978 erstellt.

      Durch die Umsetzung des Landwehrkonzeptes 1978 war organisatorisch der Grundstein für den Übergang zum Milizheer gegeben. Das Bundesheer sollte aus der Bereitschaftstruppe (BT), der Mobilen Landwehr (mblLW) und der Raumgebundenen Landwehr (rgbLW) bestehen.

      Diese Kräfte wurden durch Fliegerkräfte, Versorgungstruppen und territoriale Organisationen ergänzt.

    Die Bereitschaftstruppe

      bestand fast zur Gänze aus den Kräften der 1. Panzergrenadierdivision (PzGrenDiv). Zur Panzergrenadierdivision gehörten: Divisionstruppen sowie die 3., 4. und 9. Panzergrenadierbrigade.

      Der Kaderanteil war (angemessen) hoch und wies einen hohen Grad an Einsatzbereitschaft auf. Die volle Einsatzbereitschaft wurde erst nach kurzer Mobilmachung zur Komplettierung des Kaders und der Mannschaft erreicht. (Im Landesverteidigungsplan wurde die vollständige Auffüllung schon im Frieden vorgesehen und als Aufgabe der Bundesregierung definiert ; dieses Vorhaben scheiterte aber an der Nichtfreigabe von Dienstposten von Zeitsoldaten.)

      Die Aufgabe im Verteidigungsfall (wie im Operationsfall »A«) wäre die Führung von gepanzerten Gegenangriffen bei der Verteidigung von Schlüsselzonen bzw. das Bilden von Reserven auf operativer Ebene gewesen. Vom Bedarf des Zonenkonzeptes her wären zwei Panzergrenadierdivisionen erforderlich gewesen.

      Die Jägerbataillone (JgB) 24, 25 und 26 gehörten zur Bereitschaftstruppe und waren für besondere Aufgaben wie Gebirgskampf, Luftlandeeinsatz und Hochgebirgskampf ausgebildet und gegliedert.

    Die Landwehr

      In der Friedensorganisation der Landwehrstammregimenter (LWSR) erfolgte die Ausbildung (Nährrate), Materialerhaltung und Vorbereitung der Mobilmachung der Mobtruppenkörper. Im Mobilmachungsfall wurden die Landwehrstammregimenter aufgelöst, und aus ihnen entstanden für jedes Bundesland eine Brigade der mobilen Landwehr sowie die Regimenter der raumgebundenen Landwehr.

      Der Umfang der mobilen Landwehr betrug acht vollmotorisierte Jägerbrigaden, die aus einem Stabsbataillon, drei Jägerbataillonen und einem Brigadeartilleriebataillon bestanden. Bei drei Jägerbrigaden war zusätzlich noch ein Sperrbataillon (SpB) vorgesehen.

      Die Raumgebundene Landwehr stellte die Hauptelemente zur Bewältigung des Verteidigungsfalles dar. Sie rekrutierte sich aus der Einsatzgegend, wurde auf ihren Einsatz hin ausgebildet und übte diesen im Verlauf von Waffenübungen. Durch die einsatznahe Dislozierung und Einlagerung des Gerätes sollte die raumgebundene Landwehr rasch mobilisiert und in kurzem Aufmarsch in ihren Grundauftragsräumen eingesetzt werden können. Die raumgebundene Landwehr war der harte Kern der Landesverteidigung.

      Sie war »maßgeschneidert« organisiert und ausgebildet und bestand aus einer unterschiedlichen Anzahl (nach Maßgabe des Einsatzraumes) von Landwehrbataillonen (LWB), leichten Landwehrbataillonen (lLWB), Sperrbataillonen (SpB) und Jagdkampfbataillonen (JaKB) sowie aus regimentsunmittelbaren Stabs-, Pionier- und Panzerjägerkompanien. Diese Verbände hatten nur einen geringen aktiven Kaderanteil. Der Kraftfahrzeuganteil war gering, eine Verlegung über größere Entfernung war mit eigenen Mitteln nicht machbar.

      Die raumgebundene Landwehr sollte in Schlüsselzonen und in Verbindung mit Sperr- und Jagdkampfkräften in Raumsicherungszonen eingesetzt werden. Sie sollten aus ihren »angestammten« Zonen nicht verlegt werden.

      1979 bestand das Mobile Heer der Landwehr aus 33 Landwehrbataillonen, 21 leichten Landwehrbataillonen und sechs Sperrbataillonen. Eine große Anzahl war noch nicht voll aufgestellt und hatte materielle Fehlstellen, vor allem im Bereich der schweren Waffen und bei der Funkausstattung.

      Im Landesverteidigungsplan war für das Jahr 1986 die Stärke von 186 000 Mann (zuzüglich 5 % Wachkompanien, 15 % Ersatzorganisation, 10 % Personalersatz) vorgesehen.

    Verteidigungsbudget

    Das erforderliche Budget blieb zwar zwischen 1980 und 1986 konstant zwischen 1,17 % und 1,31 % des Bruttoinlandsproduktes, konnte aber die erforderliche Rüstung für die sich ständig vermehrende Organisation nicht sicherstellen.

    Als große Schwäche erwies sich der hohe Anteil an Personal- und Betriebskosten. Dies wirkte sich auf den Investitionsanteil bremsend aus, der dadurch geringer wurde, weil er nicht mit dem Ausbau mit wuchs. So entstand eine unausgewogene Streitkräftestruktur. Die neue Gliederung der raumgebundenen Landwehr 1978 war nur der erste Schritt zur Verwirklichung des Raumverteidigungskonzeptes. Die vorgegebene »Sättigung des Raumes« war in weite Ferne gerückt und hätte erst nach Erreichung der »endgültigen« Ausbaustufe bewerkstelligt werden können. Dies war in der Auftragserteilung zu berücksichtigen, und man musste sich mit pragmatischen Übergangslösungen begnügen.


    p. 343 - 346 hat geschrieben:Die zusammenfassende Bearbeitung der Erkundungsergebnisse der Generalstabsreise 1978 wurde vom Armeekommando am 14. Juni 1978 herausgegeben und war die Grundlage für operative Planungen, die raumgebundene Landwehr, die Schlüsselzonen und selbstständigen Schlüsselräume (sSR). Dazu wurden auch die Zielvorstellungen der Grundaufträge festgestellt. Die Prämisse war, unter der militärstrategischen Zielsetzung der Abhaltung für den Fall eines militärischen Angriffes, die Verteidigung vor allem in den entscheidenden Räumen zu gewährleisten. Der Landesverteidigungsplan sah hiezu die Raumverteidigung vor.

    Den Zoneneinteilungen wurden ein Feindansatz entsprechend den bisherigen Operationsfällen »Warschauer Pakt« und »NATO« sowie die aktuellen Ausarbeitungen des Heeres-Nachrichtenamts zugrunde gelegt. Bei der Anordnung der Zonen wurde darauf Bedacht genommen, dass diese auch im Falle eines lokal begrenzten Konflikts in die dann erforderliche Verteidigung eingeordnet werden konnten. Während sich die Abgrenzungen der Raumsicherungszonen im Allgemeinen an politische Grenzen hielten (im Hinblick auf die koordinierte Führungsstruktur auf Bezirksebene), orientierten sich die Abgrenzungen der Raumsicherungszonen ausschließlich an den taktischen Erfordernissen. Der taktische Verantwortungsbereich einer Schlüsselzone ergab sich aus dem für den Abwehrkampf einer Schlüsselzone erforderlichen Raum, der auf der Grundlage einer konkreten taktischen Absicht zu ermitteln war.

    Festlegung der Zonen

      Der Zentralraum (ZR)

      Der Zentralraum als der allen Basisräumen gemeinsame Raum war in allen Operationsfällen von wesentlicher Bedeutung. Er bildete einen eigenen Führungsbereich mit zahlreichen wesentlichen Aufgaben der Raumordnung und der taktischen Führung. Der Zentralraum wurde in sechs Teilzonen (TlZ) unterteilt : Ennstal, Pinzgau, Murtal–Lungau, Möll–Liesertal, Salzburg–Flachgau und Osttirol mit Anteilen an angrenzende RSZ.

      Der Zentralraum sollte gegen Angriffe aus jeder Richtung mit Schwergewicht an den Eingängen und Bewegungslinien verteidigt werden. Er bildete im Falle der Zerschlagung der vorgelagerten Schlüsselzonen und im Zusammenwirken mit den in den angrenzenden Raumsicherungszonen verbleibenden Kräften den abwehrgünstigen Teil des möglichst zusammenhängenden, verbliebenen Staatsgebietes und folglich den Ausgangspunkt zur Rückgewinnung verlorengegangener Gebiete. Der Zentralraum sollte außerdem die Versorgungsbasis aller Zonen sein.

      Die Schlüsselzonen (SZ)

      Die Schlüsselzonen außerhalb des Zentralraums waren : Hausruck, Donau/Erlauf, Wienerwald, Gleinalpe, Bleiburg/Lavamünd, Landeck, Donau/Linz, Donau/Tulln, Semmering, Koralpe und Innsbruck/Wipptal.

      Die Schlüsselzonen waren zu behaupten. Schlüsselräume in Schlüsselzonen hatten immer einen Verteidigungsauftrag zu erfüllen. Dadurch sollte die Voraussetzung für den Kampf in den vor oder zwischen Schlüsselzonen liegenden Raumsicherungszonen geschaffen werden. Die für den Operationsfall »A« wesentlichen Schlüsselzonen wurden wie folgt definiert :

        Schlüsselzone Donau/Linz:

        Verhinderung des Donauüberganges von zwei unmittelbar angesetzten Divisionen bei Feindstoß aus dem Mühlviertel zumindest über zwei Tage. In der Folge größtmögliche Feindbehinderung in der Schlüsselzone für ein Minimum von fünf Tagen. Abwehr von Feindangriffen durch das niederösterreichische Alpenvorland an der Enns. Verhinderung einer raschen Inbesitznahme der Ennslinie aus Richtung Westen. Schutz des Ballungsraumes Linz vor Feindzugriff aus Richtung Norden oder Westen.

        Schlüsselzone Donau/Erlauf:

        Verhinderung eines Durchbruches von zwei unmittelbar angesetzten Divisionen aus Richtung Osten durch das niederösterreichische Alpenvorland sowie aus Richtung Nord zur Inbesitznahme der Enns zumindest über drei Tage. In der Folge größtmögliche Feindbehinderung in der Schlüsselzone über ein Minimum von fünf Tagen. Sperrung des Raumes Strengberge, Urlbachtal gegen Feindangriffe über den Raum Mauthausen bzw. allgemein aus Richtung Westen.

        Sperrzone Donau/Tulln (vorher SZ Donau/Tulln) :

        Verhinderung der Donauübergänge von zwei unmittelbar angesetzten Divisionen bei Feindstoß durch das Weinviertel zumindest über zwei Tage. In der Folge größtmögliche Feindbehinderung in der Schlüsselzone auf ein Minimum von fünf Tagen. Abwehr von Feindangriffen aus dem Wienerwald zur Öffnung der Schlüsselzone.

        Selbstständige Schlüsselräume (sSR) waren : Scharnitz, Kufstein, Sillian, Plöckenpass, Nassfeld, Arnoldstein/Wurzen, Loibl und Seebergsattel mit ausgebauten Festen Anlagen (FAn). Diese sollten zunächst verteidigt und in der Folge die ungehinderte Nutzung ihres Raumes verwehrt werden. Ihr Auftrag war die Abwehr von Feindangriffen in Regiments- bis Brigadestärke zur Öffnung der Über- und Eingänge zumindest durch drei Tage.

        Selbstständiger Schlüsselraum Kufstein: Abwehr von Feindangriffen bis Brigadestärke zur Öffnung des Inntales zumindest über zwei Tage. In der Folge Verwehrung der ungehinderten Raumnutzung.

      Die Raumsicherungszonen (RSZ)

      Das nach Abzug des Zentralraumes und der Schlüsselzonen verbleibende Staatsgebiet wurde wie folgt in 17 Raumsicherungszonen unterteilt : Innviertel, Alpenvorland (West), Waldviertel, Wien, Wiener Becken (Süd), Südsteiermark, Oberkärnten, Unterinntal, Vorarlberg, Mühlviertel, Alpenvorland (Ost), Weinviertel, Wiener Becken (Nord), Oststeiermark, Mittelkärnten, Flachgau und Oberinntal.

      Die Aufgabe der RSZ waren die Überwachung des unmittelbaren Verlaufes der Staatsgrenzen, Aufnahme des Kampfes ab dieser mit Schwergewicht an den Grenzübergängen und Kampf im gesamten Zwischengelände. Verzögern und Abnützen vorstoßender Feindkräfte zumindest an den in die Tiefe des Raumes führenden Bewegungslinien. Nichtaufgabe durchstoßener Räume und Verwehrung einer uneingeschränkten Feindnutzung, insbesondere der Bewegungslinien. Die Festlegung einer konkreten eigenen Absicht im Hinblick auf eine zeitliche Erfüllung einer Verzögerungsaufgabe sowie des Umfanges der beabsichtigten Dezimierung der Feindkräfte war in Abhängigkeit von der eigenen Absicht in den Schlüsselzonen und unter Zugrundelegung der gesamten eigenen operativen Absicht für die Ausbaustufe (300 000 Mann) noch vorzunehmen.

    Weiters wurden für den Ausbau der Zonen Prioritäten festgelegt, die vor allem die Schlüsselzonen im Donautal betrafen. Die Kommanden (Korps- und Militärkommanden) wurden angewiesen, Planungsunterlagen für den weiteren Ausbau der Landesbefestigung und für die Grundaufträge an die raumgebundene Landwehr zu erarbeiten.

    Die zuständigen Kommanden wurden informiert, dass die Landeshauptleute der einzelnen Bundesländer dem Armeekommando je fünf Millionen Schilling für den Ausbau von Festen Anlagen und Sperrmaßnahmen zugesagt hatten.

    p. 358 hat geschrieben:Nach einem weiteren Vortrag beim Bundesminister entschied der Generaltruppeninspektor, dass die Zuführung der 6. Jägerbrigade und des Jagdpanzerbataillons 4 in die Schlüsselzone 41 bis zur Aufstellung der erforderlichen raumgebundenen Landwehr-Kräfte genehmigt werde. Das Stadtgebiet Linz/Urfahr wurde ausgespart. Zur Sicherung der Bundeshauptstadt Wien, nördlich der Donau, wurden nur mehr das Heeres-Aufklärungsbataillon und leichte Landwehr-Kräfte des Landwehrstammregiments 21 vorgesehen.

    Die Sperrstellungen in der Raumsicherungszone 21 konnten aus Budgetgründen zunächst nicht ausgebaut werden. Dies galt auch für die Sperrstellungen südlich der Donau in den Raumsicherungszonen 11 und 12.

    Am 2. April 1982 wurde das Armeekommando über die neuen Planungsvorgaben in Kenntnis gesetzt und begann ein geändertes Abwehrdispositiv auszuarbeiten. Am 20. April 1982 lag es vor. Dieses wurde als Grundlage für weitere Operationsfall-Bearbeitungen im Bereich der Armee genehmigt. Am 7. Juni 1982 wurde durch den Generaltruppeninspektor die »Operative Weisung Nr. 2« erlassen. Mit dieser operativen Weisung wurden die Änderungen, die sich durch die jüngsten Planungsarbeiten ergeben hatten, konkretisiert. Die Kernaussagen dieser Weisung waren:

      Das Armeekommando führt im Basisraum. Zudem sollten vom Armeekommando die Armeetruppen, die Fliegerdivision sowie die Korpskommanden und das Militärkommando Tirol direkt geführt werden.

      Es wurden drei Operationsräume festgelegt. Diesen Operationsräumen waren folgende Befehlsbereiche und Kommanden zugeordnet :

        Operationsraum Ost/Korpskommando I: Befehlsbereich 1 (Burgenland – Raumsicherungszonen 11 und 12, Schlüsselzone 14); Befehlsbereich 2 (Wien – Raumsicherungszone 21, Schlüsselzone 22, Stadtgebiet Wien); Befehlsbereich 3 (Niederösterreich – ohne Schlüsselzone 35 und die den Befehlsbereichen 1 und 2 zugeordneten Zonen); Befehlsbereich 5 (Steiermark – ohne Schlüsselzone 14).

        Operationsraum Mitte/Korpskommando II: Schlüsselzone 35 (Kommando Panzergrenadierdivision); Schlüsselzone 41 (Kommando 4. Panzergrenadierbrigade), bisherige Schlüsselzone 41 und Raumsicherungszone 42; Befehlsbereich 4 (Oberösterreich – ohne Schlüsselzone 41, einschließlich Zentralraum-Anteil, jedoch ohne Attergau); Befehlsbereich 8 (Salzburg – einschließlich Attergau als Teil der Raumsicherungszone 81); Befehlsbereich 7 (Kärnten – einschließlich Raumsicherungszone 64). Diese Anordnung der Führungsbereiche wurde von den Korpskommandanten einhellig kritisiert, weil es dadurch zu einem »Weiterreichen« eines längs des Donautals angreifenden Feindes gekommen wäre. Ein operativ zusammengehöriger Geländeabschnitt sollte entzwei geschnitten werden.

        Kommando West/Militärkommando Tirol: Befehlsbereich 6 (Tirol – ohne Raumsicherungszone 64); Befehlsbereich 9 (Vorarlberg).

      Die 6. Jägerbrigade und das Jagdpanzerbataillon 4 waren in die Schlüsselzone 41 als Variante einzubinden. Im Marchfeld waren die Sperrstellungen nicht weiter auszubauen. Die Bundeshauptstadt Wien war aus den militärischen Abwehrvorbereitungen auszusparen. Der Zeitbedarf für Mobilmachung und Aufmarsch war sowohl durch das Armeekommando als auch die Sektion IV zu erarbeiten und dem Generaltruppeninspektor bis Ende 1982 vorzulegen.

    Weiters wurden die Bearbeitung des Operationsfalls »A«/Durchmarsch eingestellt und der Operationsfall »Warschauer Pakt« außer Kraft gesetzt. Die Operationsfälle »D« und »C« waren erst nach Bearbeitung des Operationsfalles »A« auf Korpskommando- und Militärkommandoebene zur Genehmigung vorzulegen.

    Der »operativen Weisung Nr. 2« war auch ein Prioritätenkatalog beigeschlossen: vorrangiger Ausbau des Abwehrsystems Donau; Aufbau von leichten Landwehrbataillonen nur dort, wo auch Grenzüberwachung durchzuführen ist. Dadurch freiwerdende Aufstellungskapazitäten sollten zur »Befüllung« der Schlüsselzonen 35 und 41 vorgesehen werden ; Ausbau von Festen Anlagen und Aufstellung von Sperrtruppen nur in den oben angeführten Schlüsselzonen.

    Zur Schwergewichtsbildung in den Schlüsselzonen 35 und 41 mussten neben der Masse der BT und der Jägerbrigaden der mobilen Landwehr auch raumgebundene Landwehr-Kräfte aus anderen Bundesländern zum Einsatz gebracht werden (Landwehrbataillon 533 in der Schlüsselzone 33, Landwehrbataillon 721 in der Schlüsselzone 35, Landwehrbataillone 711, 712, 731 in der Schlüsselzone 41).

    Zur Verteidigung des Basisraumes verblieben somit nur geringe Kräfte. Mit den vorhandenen Jagdkampfkräften konnten nur Teile der Raumsicherungszonen abgedeckt werden. Die Zusammenarbeit zwischen Jagdkampfkräften in Raumsicherungszonen und verteidigenden Kräften in Schlüsselzonen – wie es die Raumverteidigung vorsah – war somit nicht gegeben. Auch der Ausschöpfung der »Raumkenntnis« wurde keine Bedeutung beigemessen.

    p. 381 - 383 hat geschrieben:In Österreich reagierte man auf die Veränderungen der Ost-West-Beziehungen, noch ehe deren Ausgang feststand. Die Bundesregierung beschloss massive Budgeteinsparungen zur Budgetkonsolidierung. Dies brachte bei gleichbleibenden Aufträgen und Beibehalten der strategischen Absicht der Abhaltung massive Kürzungen des Verteidigungsbudgets. Materielle Forderungen – vor allem im Bereich der Versorgungsgüter (Munition) – waren noch weniger erfüllbar. Der weitere Heeresabbau, wie er im Landesverteidigungsplan unverändert vorgegeben war, musste neu überdacht werden.

    Die geringer werdenden Geburtsraten der Sechzigerjahre (Pillenknick) wiesen einen Verlauf auf, der die stärkemäßige Erreichung der Ausbaustufe fragwürdig erscheinen ließ.

    Zunehmende Untauglichkeit (15 bis 20 %), die Zunahme der Systemerhalterrate (zur Einsparung von Zivilbediensteten) auf über 10 000 Personen pro Jahr bedeutete weitere Einschnitte. Die Erleichterungen zum Abdienen des Wehrersatzdienstes brachten ein sprunghaftes Ansteigen der Zivildiener. Dies alles führte zu einem dringenden Änderungsbedarf bei der Heeresstruktur.

    Bis 1986 wurden aus finanziellen Gründen beim Heeresausbau vorrangig die Organisationselemente mit geringen Aufstellungskosten bedacht. So kamen bei diesem Aufbau Jagdkampfkompanien und Sperrkompanien zum Zug und trugen zahlenmäßig zum Heeresausbau erheblich bei ; die teuren Organisationselemente der Führung, Fernmeldewesen, Feuerunterstützung und Versorgung kamen zu kurz. So wurde zwar die Stärke der Zwischenstufe termingerecht 1986 erreicht, die Funktionalität und somit die Fähigkeit zur Auftragserfüllung war aber bei Weitem nicht erreicht worden.

    Auch in der Personalstruktur gab es Fehlbestände, nämlich 1 200 Offiziere, 21 000 Unteroffiziere und 9 000 Chargen. Dabei gab es in der Gesamtstruktur militärisches Personal, das in der Verwaltung und im ministeriellen Bereich Dienst versah und nicht mobbeordert war. Das Fehlen von Unteroffizieren und Chargen war auf die sparsame Aufnahme von Zeitsoldaten zurückzuführen. Dies wirkte sich auch bei der Bereitschaftstruppe so aus, dass zur Komplettierung der MobStärke erst Personal aus dem Reservestand zugeführt werden musste. Durch Fehlbestände im Ausrüstungsbereich kam es zur Aufstellung von MobEinheiten, die keine Ausrüstung hatten und mit Fremdgerät ausgebildet wurden. Die gehegten Hoffnungen, die Engpässe durch Budgeterhöhung abdecken zu können, waren ab 1987 weitgehend aufzugeben. Somit konnte das Bundesheer vor allem aus Geldmangel den Vorgaben der Effizienzerfordernisse der im Landesverteidigungsplan festgelegten Zwischenstufe (1986) nicht entsprechen. Aber auch eine verspätete Fortsetzung des Heeresaufbaus konnte aus budgetären Gründen nicht erfolgen, und so entschloss man sich zu einer neuen Heeresgliederung.

    Der Heeresausbau wurde »eingefroren«, und nicht vollständig aufgestellte Verbände wurden zusammengelegt. Dadurch war die Effizienz der Zwischenstufe bedingt zu erreichen. Als Nächstes kam es zu massiven Einschnitten bei der raumgebundenen Landwehr, die für Nebenbedrohungsräume vorgesehen war. Dasselbe traf auch auf die Sperrtruppen zu, bei denen die Außenverteidigung der Festen Anlagen eingespart wurde. Weitere Maßnahmen sollten folgen. Im Großen und Ganzen kam es zu einem generellen Abgehen von den Ergebnissen der »wertfreien Zonenerkundung« und deren Zielvorstellungen für den Heeresausbau.

    Die Heeresgliederung 1987 wurde am 14. Juni 1988 verfügt und trat am 1. Jänner 1990 in Kraft. Es war klar vorauszusehen, dass sich die Heeresgliederung 1987 nicht mehr mit dem Operationsfall »A« zur Deckung bringen ließ.

    Der Armeekommandant legte bei der Beschlussfassung der Heeresgliederung im Landesverteidigungsrat eine vom Armeekommando erstellte Kostenrechnung der zusätzlich erforderlichen Geldmittel vor. Dies wurde zur Kenntnis genommen und in das Protokoll aufgenommen, aber im folgenden Budget war auch keine Berücksichtigung für die Kosten der neuen Heeresgliederung zu erkennen. Und obwohl der personelle Rahmen verkleinert und die Geldmittel geschmälert wurden, blieben die Aufträge und das politische Ziel der Abhaltung aufrecht.

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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von Landsknecht » 14. Sep 2014, 09:22

Vielen Dank für den Hinweis auf die Eröffnung der Außenstelle.

Vor einigen Jahrzehten war ich selbst Kdt einer FAn (M 47) und habe etliche Anlagen von 4 cm (Bofors) bis 10,5 (Centurion) kennengelernt.
Solche mit Artilleriebestückung kenne ich aber nur von außen. Daher freue ich mich schon darauf die Anlage Ungerberg zu besuchen.

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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 14. Sep 2014, 18:38

In Salzburg scheinen neben den Befestigungen am Pass Lueg noch mehr FAn nach wie vor zu bestehen:


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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 15. Sep 2014, 22:38

Bunker als Museum

In ganz Österreich gibt es nur mehr einen Bunker im Originalzustand, nämlich die Bunkeranlage Ungerberg auf dem Truppenübungsplatz Bruckneudorf. Um dem letzten gut erhaltenen Bunker vor dem gänzlichen Verfall zu bewahren, wurde er vom Heeresgeschichtlichen Museum (HGM) Wien in ein Museum umgewandelt, um es als Relikt des Kalten Krieges in der Originalausstattung der Nachwelt zu erhalten. Eröffnet wurde die neue Außenstelle des HGM von Landeshauptmann Hans Niessl.

Bereits nach der ersten Besichtigung der Bunkeranlage Ungerberg sei man von der Notwendigkeit überzeugt gewesen, die Anlage als Museum zu erhalten, erklärt der Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums, Dr. M. Christian Ortner. „Wir sind schon seit längerem dazu übergegangen Außenstellen einzurichten. Wir wollen der Bevölkerung die Geschichte des Österreichischen Bundesheeres näherzubringen.“ Das Besondere an der Bunkeranlage in Bruckneudorf sei, „dass sie sich noch im Originalzustand zu Ende des Kalten Krieges befindet. Es gab keine Zubauten.“


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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 16. Sep 2014, 16:40

Das BMLVS verkauft eine weitere FAn:

    Liegenschaftsverkauf bzw. Ausbietung: Grundstück Nr. 127/2, Wald, EZ 295, KG 12151 EGGENDORF, Bezirksgericht Krems an der Donau im Ausmaß von 607 m²

    Das Militärische Immobilienmanagementzentrum, als Vertreter der Republik ÖSTERREICH/Heeresverwaltung, beabsichtigt den Verkauf des Grundstückes

    Nr. 127/2, Wald, EZ 295, KG 12151 EGGENDORF, Bezirksgericht Krems an der Donau im Ausmaß von 607 m²

    Auf dem Grundstück befindet sich eine militärische Anlage (Gruppenunterstand), welche mit Erde überdeckt ist. Das Grundstück hat keine Anbindung an das öffentliche Gut und somit keine gesicherte Zufahrtsmöglichkeit. Ein derartiges Geh- und Fahrtrecht ist vom Käufer auf eigene Kosten und Veranlassung zu erwirken.

    Das Grundstück liegt im Grünland. Die behördliche Bewilligung für eine zivile Nutzung, sowohl der Anlage als auch des Grundstückes, muss sich der Käufer/die Käuferin selbst einholen.

_________________________

Das Raumverteidigungskonzept. Planung und Durchführung in den Jahren 1968 bis 1978 (Armis et Litteris 17)


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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 26. Sep 2014, 01:04

Radweg entlang Ischlerbahn-Trasse von Plomberg nach St. Gilgen ist auf Schiene (25. September 2014)

Nach einem Jahr Vorarbeit sind die Weichen nun gestellt. Die alte Ischlerbahn-Trasse wird mit einem Radweg neu belebt: von Plomberg rechts einen Forstweg hinauf, durch zwei Tunnels durch bis nach Winkl und weiter nach St. Gilgen, wo der neue Radweg in den bestehenden und bis nach St. Wolfgang führenden Weg münden wird.

Grundablösen mit rund einem Dutzend an Grundbesitzern sind zu fixieren, die beiden Tunnels müssen geöffnet werden, die Brücken erneuert und die Trassen geschottert werden. Bei einem der Tunnel läuft noch ein Mietvertrag mit dem Bundesheer. Dieses hatte sich seinerzeit eingemietet, um darin die nach dem Spannocchi-Konzept der Raumverteidigung notwendigen Panzersperren über den Scharfling für den Ernstfall aufzubewahren.


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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 30. Sep 2014, 08:14

Ein paar Fotos vom Bau der "Einsatzzentrale Basisraum" in St. Johann im Pongau:

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      Quelle: Festschrift Einsatz Zentrale Basisraum. 1987 - 2012 (Wien 2012), S. 14

    1976

      Mai - August

        Ausarbeitung von Studien zur Entscheidung der Standortwahl

      September

        Entscheidung für den Standort Liechtensteinklamm durch Verteidigungsminister Karl LÜTGENDORF. Die Errichtung erfolgt als militärischer Sonderbau. Die Bauleitung wird durch das Amt für Landesbefestigung (ALB) wahrgenommen.

      Oktober

        Beginn der Probebohrungen. Beginn der Detailplanung und der Bauausführungsplanung gemeinsam mit dem ALB.

    1977

      Februar

        Fertigstellung des EDV-Konzeptes und der Ausschreibungsunterlagen für das Radarsichtgerätesystem mit der Projektbezeichnung "Operator Input and Display System" (ODS) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZ) und unter Beiziehung von Experten der EUROCONTROL.

      April

        Beginn des Einrichtens der Baustelle.

      Juni

        Beginn der Aushubarbeiten für das Obertagebauwerk (OTB). Anschlag des LKW-Stollens beim Portal/West. Das Unternehmen wird als "Bergbauvorhaben" deklariert.

      Oktober - Dezember

        Evaluierung und Vergabe der ODS-Ausschreibung an die Firma HSA/HOLLAND (autonomes Vier-Farben-Sichtgerätesystem).

      November

        Der Ausbruch und die Sicherungsarbeiten im LKW-Stollen sind fertiggestellt. Das Abteufen des Aufzugschachtes ist beendet (OTB). Unterlagen für die Detailplanung des OTB werden fertiggestellt.

    1978

      März

        Der Baufortschritt erreicht einen Stand, der den Einsatz einer Militärwache, gestellt von der Garnison St. Johann/Pg., notwendig macht.

      Juni

        Fertigstellung des Konzeptes für das Flieger-Informationssystem (FlInfo-System).

      August

        Die Entscheidung zur Einbindung des Bundes-Strahlenwarnnetzes in die EZ/B erfordert neuerliche Planungsänderungen.

    1979

      Jänner

        Stollendurchschlag in die Liechtensteinklamm.

      Mai

        Ein ODS-Testsystem wird in der HECKENAST-BURIAN-Kaserne in Wien aufgebaut.

      September

        Der Rohbau des OTB ist fertiggestellt.

      Dezember

        Die "Schürfarbeiten" für das Stollensystem des Untertagebauwerkes (UTB) sind beendet. Beginn der Errichtung des Zentralgebäudes des UTB.
        Vergabe der Haustechnik-Aufträge.

      Quelle: Festschrift Einsatz Zentrale Basisraum. 1987 - 2012 (Wien 2012)

Zum Vergleich - die "Gesamtverteidigungsanlage für die Landesregierung" der Schweiz:



Hier ein paar Bilder der EZ/B:


Der oben abgebildete Eingang mit der Brücke befindet sich an der Liechtensteinklammstraße, direkt unterhalb des Obertagebauwerks.
Zuletzt geändert von theoderich am 19. Okt 2017, 10:58, insgesamt 2-mal geändert.

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