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Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Fahrzeuge, Waffen, Gerät, Ausrüstung und Uniformen
theoderich
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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 16. Okt 2010, 20:51

Bunker im Blick

Die Bunkeranlage der Kaserne Bruckneudorf könnte für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das Militär überlegt, die Bunker zum Museum zu machen. Wir haben den ersten Blick in die Bunker.


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FAN U3" heißt die Bunkeranlage aus den 1970er-Jahren. Sie liegt 20 Meter unter der Erde und ist sehr gut erhalten.

Die Anlage Ungerberg 3 diente einst mit fünf ähnlichen Anlagen an der Brucker Pforte dem Schutz des Landes. 42 Soldaten konnten in den Bunkern einige Wochen überleben.



Eine wirklich gute Idee. Es gibt in der Meldung übrigens auch einen Videobericht - der Erhaltungszustand der ganzen Anlage ist bemerkenswert!

theoderich
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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 06. Nov 2010, 20:12

Besuch im Regierungsbunker

Man fragt einfach irgendjemanden auf der Straße nach dem Regierungsbunker. Es gibt niemanden hier, der „eines der strengsten Staatsgeheimnisse Österreichs“ nicht kennt.

Die Anführungszeichen kommen vom Büro des Verteidigungsministers und sind aus mehreren Gründen bemerkenswert: Einmal, weil ein Sprecher des Ministers wieder einmal beweist, dass man alles steigern kann – „rund“, „geheim“ oder „verboten“. Es ist ja hierzulande etwas nicht einfach nur verboten – wenn man es wirklich ernst meint, erklärt man es für „strengstens verboten“.

Zweitens aber zeigt es, dass es bei allem Ausnahmen gibt. Es ist wie die alte Weisheit, dass in Deutschland alles verboten sei, was nicht ausdrücklich erlaubt ist, in Frankreich alles erlaubt sei, wenn es nicht ausdrücklich verboten ist, und in Österreich alles erlaubt sei, auch wenn es ausdrücklich verboten ist.

Im Büro von Norbert Darabos erklärt man also, dass man mehr oder weniger jeden erschießen muss, der als „nicht strengster Geheimnisträger“ einen Blick in den Bunker wirft. Als der Minister freilich vor einigen Jahren dem Regierungsbunker einen Besuch abstattete, nahm er dazu den Fotografen eines Boulevardblattes mit, der viele Bilder schoss und dabei möglicherweise unbewusst auch umherliegendes Geheimmaterial ablichtete, wie das BZÖ in einer parlamentarischen Anfrage fürchtete.


Das Bundesheer hatte, als es noch nicht infrage gestellt worden war, eine fantastische Parallelwelt in Österreich aufgebaut – beispielsweise mit den 500 Bunkern, die an strategischen Stellen in Österreich platziert waren. Die „festen Anlagen“ waren mit allem, was man für den Kriegsfall benötigt, ausgestattet: einer Panzerkanone, Betten, Waschraum – sogar ein Holzsarg gehörte zur Standardausrüstung. 1956 baute man die ersten, 1960 gab es die Anlagen flächendeckend überall dort, wo ein Durchmarsch fremder Panzerarmeen zu erwarten gewesen wäre: In der Brucker und Eisenstädter Pforte, dem Wald- und Mühlviertel, an den Eingängen zum Salzkammergut, im Inntal, aber auch an Pässen wie Loibl-, Wurzen- oder Brennerpass. Im Mühlviertel waren sogar russische T-34-Panzer eingebaut.

Bei den Bunkern steigerte man „geheim“ übrigens nicht einmal in den Komparativ. Man habe ja gewollt, dass der Feind wisse, wie gut man gerüstet sei, erklärt ein Offizier.


Die EZ/B wurde Ende der 1970er-Jahre, als der Kalte Krieg besonders kalt war, unter „strengster Geheimhaltung“ um drei Milliarden Schilling einen Kilometer tief im Heukareck errichtet. Der Bunker, dessen oberer Eingang durch ein Wohnhaus getarnt ist, hat fünf Stockwerke, auf die aufgeteilt die Verteidigung Österreichs bei einem Einmarsch des Ostens organisiert worden wäre.


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"Wir sind der lästigste Luftraum in Europa" (25. März 2002)

Um die Notwendigkeit neuer Abfangjäger zu unterstreichen, gestattete das Bundesheer nun erstmals einigen Berichterstattern einen Blick in den geheimen Regierungsbunker in St. Johann/Pongau.

Die genaue Größe der "Einsatzzentrale Basisraum" (wie der Bunker exakt heißt) wird nicht bekannt gegeben, nur so viel: Rund 250 Personen sind hier ständig beschäftigt, im Kriegsfall würde der Bunker 500 Menschen aus Regierung und Verwaltung Zuflucht bieten und der Aushub beim Bau der Stollen in den 70er Jahren entsprach jenem für einen drei Kilometer langen Straßentunnel.

In einer etwa turnsaalgroßen, matt erleuchteten Halle befindet sich die Luftraumüberwachungszentrale: 18 Computerarbeitsplätze, jeder mit einem runden Radarschirm und mehreren Telefonen, eines davon rot.



Fest gemauert in der Erden (05.02.1998)

Es hat noch nie eine Regierung gesagt, sie will da hinein", erklärt Gustav Kaudel vom Bundeskanzleramt zum zuletzt etwas ins Gerede gekommenen "Regierungsbunker" bei St. Johann. Der Ministerialrat ist Leiter der Abteilungen für die Koordination der Krisenvorsorgen und des staatlichen Krisenmanagements und kann Meldungen, die in den letzten Tagen durch die Medien geisterten, wonach eine der nächsten Ministerratssitzungen im "Regierungsbunker" in St. Johann stattfinden soll, nicht bestätigen. "Aus meiner Sicht kann es aber nicht schaden, wenn die Minister wissen, was dort vorhanden ist."

Auch direkt im Büro des Bundeskanzlers will man - offiziell - noch gar nichts von einem Regierungsausflug in das neonkalte Halbdunkel des Bunkers gehört haben. Das Ganze sei irgendwie aus dem Verteidigungsministerium durchgesickert und nicht mit dem Kanzleramt abgesprochen. Eine Ministerratssitzung im Bunker werde es wohl nicht werden, erklärte ein Kanzler-Sprecher den SN. Es sei aber möglich, daß sich die Minister in den nächsten Wochen den Bunker in St. Johann anschauen.

Man könne sich aber nicht vorstellen, daraus - wie beschrieben - eine "Karo-As-Aktion" mit Hubschrauberflug der ganzen Regierungsmannschaft und einer Mahlzeit mit dehydrierten "Über"lebensmitteln aus dem Bunkerdepot zu machen. "Da würde man ganz normal mit Autos dorthin fahren."

Die St. Johanner Bunkeranlage ist in den frühen 70er Jahren während des kalten Kriegs unter der Drohung eines Atomkriegs errichtet worden. Im Auftrag des Landesverteidigungsrates seien geschützte Ausweichräumlichkeiten zu schaffen gewesen, damit die Regierung im Ernstfall handlungsfähig bleibe, sagt Kaudel.

Unter dem Eindruck der Tschernobylkrise wurde im November 1986 das staatliche Krisenmanagement in erweiterter Form eingerichtet. Es handelt sich um ein Koordinationsorgan, in dem die Bundesministerien, die Länder die gesetzlichen Interessenvertretungen sowie ORF und APA vertreten sind. "Nicht einmal im Verstrahlungsfall" würde dieses Gremium derzeit in einem der beiden EZB-Bunker mit Schutzräumen für das staatlichen Krisenmanagement in Wien bzw. Johann zusammentreten, sagt Kaudel.

Im Rahmen des Krisenmanagements, dessen Ziel es ist, die staatlichen Strukturen im Ernstfall aufrechtzuerhalten, gibt es eine Reihe von Vorbereitungsmaßnahmen, von Abkommen mit Medien über Verlautbarungen bis zur Einrichtung von Schutzräumen. Auch aus den Büros im Bunker könnten dann verschiedenen staatliche Einrichtungen koordiniert und wichtige Daten gesichert werden. Dazu gibt es auch in der Anlage bei St. Johann Kommunikationseinrichtungen, Leitungsanschlüsse und eine Großrechenanlage.

Der Ausdruck "Regierungsbunker" ist irreführend. Die Räume für das staatliche Krisenmanagement dienen nicht etwa dazu, für Regierungsmitglieder samt Familie und Hund ein Überleben des atomaren Winters zu gewährleisten, sondern dazu, daß aus allen wichtigen Ressorts Schlüsselpersonen - das muß nicht der Minister sein - weiterarbeiten können.

Bei der Bunkeranlage in St. Johann handelt es sich primär um eine militärische Anlage. Die Anlage in St. Johann ist auch Teil des Luftraumüberwachungssystems "Goldhaube". Für die Aufrechterhaltung der Staatsverwaltung gebe es nur ein paar Arbeitsräume mit den wichtigsten Vorkehrungen zur Koordination des staatlichen Krisenmanagements und einen größeren Sitzungssaal.

Man habe derzeit im Kanzleramt nicht einmal Krisenpläne für ein Ausfliegen der Regierung im Ernstfall, erklärt Kaudel. Aber es bedeutete keine Schwierigkeit, kurzfristig einen Hubschrauber für die Regierung bereitzustellen. - Auch wenn sich vielleicht nicht die gesamte Regierung gleichzeitig in einem Hubschrauber setzen sollte, wie angemerkt wird. Im derzeit praktisch unvorstellbaren Anlaßfall wäre eine Verlegung nach St. Johann Entscheidung der Regierung.

Man müsse nicht unbedingt so weit reisen. Es gebe auch in Wien einen Bunker für das staatliche Krisenmanagement, falls die Arbeit in Normalgebäuden zu gefährlich werde. Im "Objekt 6" in der Stiftskaserne im 7. Wiener Gemeindebezirk befinde sich unter dem alten Flakturm eine Bunkeranlage, "die das gleiche wie in St. Johann bietet und vielleicht sogar etwas mehr Platz hat", so Kaudel.

Kaudel sieht keinen Anlaß, in der heutigen Situation große Investitionen in die Ausstattung des Bunkers in St. Johann zu machen. Man verfüge dort über eine EDV-Anlage und eine Büroausstattung. Der Rechner ist leistungsfähig. Es handle sich um die zentrale Ausweichanlage des Bundes. Die Anlage springe laufend ein, wenn irgendwo eine Großrechenanlage ausfalle, etwa als bei Umbauarbeiten ein Kabel des Rechners der Nationalbank beschädigt worden sei.

"Ein Szenario für dieses Einsatzobjekt kann ich mir derzeit überhaupt nicht vorstellen", erklärt der oberste Krisenbeamte im Kanzleramt gelassen. Ein mögliches Szenario? "Krieg, sonst nichts!"



Hier drei Fotos der Anlage (Das letzte habe ich, um Details besser erkennen zu können, nachbearbeitet.):

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Rein optisch ist sie ziemlich unauffällig, am Eingang der Liechtensteinklamm gelegen. Wenn man auf den Luftbildern nicht genau hinsieht, könnte man meinen es wäre ein Gasthaus.

Fotos der Außenanlagen:

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"Österreich", 4. Februar 2007


Andere Anlagen dieser Art sind freilich deutlicher als Schutzbauten zu erkennen (Bei Google Maps sind die Fotos, im Gegensatz zu diesem offiziellen Portal der französischen Regierung, nicht verpixelt.):

    http://www.geoportail.fr/visu2D.do?cg=djoxLjEqYzptZXRyb3BvbGUqY3Y6MS4wKn
    Z2OjEuMSp4eToyLjIyNjIzMDU2NzUwNzYzMDN8NDkuMDMzODgzOTM5Nzk1Mjk1KnM6Ni
    pwdjoxLjAqcDpkZWNvdXZlcnRlKmw6UGhvdG98MXwxMDB8MA%3D%3D

    http://www.geoportail.fr/visu2D.do?cg=djoxLjEqYzptZXRyb3BvbGUqY3Y6MS4wKn
    Z2OjEuMSp4eTo0Ljc4NDUwOTkyMzI0OTM2OXw0NS44NTAzMzU1NzI0NjE3KnM6Nipwdjo
    xLjAqcDpkZWNvdXZlcnRlKmw6UGhvdG98MXwxMDB8MA%3D%3D

P.S.: Ein Foto aus dem Inneren der Anlage:

Bild


P.P.S.: Ich habe noch etwas im Internet gefunden:

Einsatzzentrale Berg des BM für Landesverteidigung
Berg/Salzburg / Österreich

Projekt:
Erneuerung der Niederspannungshauptverteilung (NSHV) in der Einsatzzentrale Berg / Salzburg. Im Rahmen dieses Projektes wurde auch die Steuerung und die Anlagenvisualisierung modernisiert.

Leistungsumfang:
Planung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme:

    Niederspannungshauptverteilung
    Automatisierungssystem
    Anlagenvisualisierung

Betriebsführung während der Umbauphase

Fertigstellung: Jänner 2008

Vorteile:
Auf Grund der höchsten Verfügbarkeitsanforderungen an die Anlage, wurde die Steuerung mit einem hochverfügbaren Steuerungssystem ausgeführt. Der Umbau erfolgte im laufenden Betrieb der Einsatzzentrale.


Projektvolumen

    EUR 3,3 Mio.

Leistungsumfang

Erneuerung der Niederspannungshauptverteilung (NSHV) in der Einsatzzentrale Berg/Salzburg. Im Rahmen des Projektes wurde auch die Steuerung und die Anlagenvisualisierung modernisiert.

    • Niederspannungshauptverteilung
    • Automatisierungssystem
    • Brandmeldeanlage
    • Anlagenvisualisierung
    • Montage- und Verkabelungsarbeiten


Österreichs Neutralität und die Operationsplanungen des Warschauer Paktes

Regierungsbunker

Tatsächlich entstand nach den Erfahrungen der CSSR-Krise eine neue, zivile Führungsstruktur. 1968 stritten die Entscheidungsträger der Regierung in Wien über die Frage, ob man den Einsatzstab in die Bezirkshauptmannschaft Zell am See oder in eine Gendarmeriekaserne in Hall in Sicherheit bringen sollte.

Heute gibt es den "Regierungsbunker" im Salzburger Pongau. Streng geheim. Die einzige Beschreibung lieferte Hugo Portisch, der für Österreich II einen Blick in die "Unterwelt" warf.

Der Zugang ist getarnt, durch Panzertüren gesichert, der Zugangsstollen ist einen Kilometer lang. Als Verkehrsmittel im Stollensystem rollen elektrische Kleinbusse. Es gibt Schlaf- und Wohnräume für Regierungsmitglieder und Beamte. Dazu ein kleines Spital mit Operationstisch und Behandlungseinrichtungen für Strahlenverseuchte. Die Befehlszentrale ist ständig in Betrieb. Überrascht berichtete Portisch, daß er im zivilen Teil eine größere Anzahl Beamte vorgefunden hat: "Sie speichern und duplizieren die wichtigsten Datenbanken des öffentlichen Dienstes".

Neben dem zivilen Teil befindet sich dort auch das Herzstück des Systems "Goldhaube". Das ist der bekannte Deckname für das elektronische Luftraumüberwachungssytem des Bundesheeres, das ebenfalls als Konsequenz aus den Ereignissen des Jahres 1968 errichtet wurde.



KORKISCH Friedrich: Die atomare Komponente. Überlegungen für einen Atomwaffen-Einsatz in Österreich, in: Manfried RAUCHENSTEINER (Hg.): Zwischen den Blöcken. NATO, Warschauer Pakt und Österreich (Wien-Köln-Weimar 2010)

Die Beurteilung der Gesamtlage durch General i.R. Othmar Tauschitz

Fragen der nuklearen Bedrohung Österreich stellten sich natürlich bereits von Anbeginn des Bundesheeres. Das Thema wurde im Rahmen des 4. Generalstabskurses 1963 behandelt, denn der damalige GTI, General Fussenegger, hatte die Befassung mit diesem Thema (Einsatzbedrohung durch ABCR-Waffen) als Lehrziel angeordnet.

Das Thema atomare Bedrohung wurde heeresintern aber kaum von Politikern besprochen, die sich ja generell wehrten, mit der militärischen Führung Fragen der militärischen Landesverteidigung umfassend zu erörtern. Für uns als Militärs war diese Frage natürlich immer vorhanden. Wir hatten mit dem Bau der Einsatzzentrale Kolomannsberg das erste Objekt geschaffen, das eine Führung der Luftstreitkräfte bzw. auch des Bundesheeres aus einem weitgehend geschützten unterirdischen und auch technisch autonomen Bauwerk ermöglichen sollte. Die später gebaute Einsatzzentrale in St. Johann, die "EZ-B" (Einsatzzentrale Berg) war praktisch A-Waffen-fest und auch gegen konventionelle Waffen unempfindlich.

Was die strategische Ebene betrifft war für uns nie klar, ob die Politik das Bundesheer eingesetzt hätte. Beide politischen Parteien waren nicht davon überzeugt, dass man Österreich verteidigen soll oder überhaupt kann. Gespräche mit den damaligen Politikern waren von Desinteresse und Fatalismus gekennzeichnet. Das betraf die Bundespräsidenten, die Bundeskanzler und Wehrsprecher gleichermaßen. Wenn daher schon solche essenzielle Fragen nicht geklärt werden konnten, wie soll man dann als Soldat mit Überzeugung seine Aufgabe wahrnehmen? Wie kann man die Untergebenen vom Sinn der Landesverteidigung und von der täglichen Arbeit für diese überzeugen?

Die Politik stand vor der Frage, bei einem Krieg erhebliche Zerstörungen und Opfer in Kauf zu nehmen oder zu kapitulieren. Sie fürchtete Ersteres genauso wie Letzteres und war daher geneigt nur ein kleines Heer für einen begrenzten Widerstand zu finanzieren. Ob sie damit sich und Österreich vor der Geschichte gerettet hätte, muss man aber bezweifeln. Wir wiederum versuchten, mit Mitteln der Organisation das Maximum aus den Budgets für die Ausbildung herauszuholen.



Einberufung des staatlichen Krisenmanagements (4979/J)

Die Abgeordneten zum Nationalrat Kiss und Kollegen haben am 7. Oktober 1998 unter der Nr. 4979/J an mich eine schriftliche parlamentarische Anfrage betreffend Einberufung des staatlichen Krisenmanagements gerichtet.

Diese Anfrage beantworte ich wie folgt:


Zu den Fragen 3 und 7:

    Die Definition einer Krisensituation, die für die Einberufung des Staatlichen Krisenmanagements letztlich ausschlaggebend ist, ist unter Punkt 1 des Ministerratsbeschlusses vom 3. November 1986 eingehend beschrieben.

    Zu den maßgeblichen Kriterien zählt vor allem:

      — das Vorliegen einer (im Hinblick auf Art und Ausmaß) nicht alltäglichenGefährdungssituation,

      — die kurzfristig rasches Handeln der Verwaltungsbehörden erfordert,

      — darüber hinaus ein (längerfristiges) koordiniertes Vorgehen verschiedener Verwaltungsstellen verlangt,

      — welches überdies nach Möglichkeit von einer Gesamtkonzeption getragen ist, und

      — sowohl hinsichtlich des raschen Einsatzes von Verwaltungsmaßnahmen als auch der (längerfristigen) koordinierten Vorgangsweise einen erhöhten Informationsbedarf für die Verwaltungsstellen mit sich bringt und eine intensive und koordinierte Information der Öffentlichkeit erfordert.

    Weiters wird dabei auf den Umstand hingewiesen, daß es sich dabei um Situationen handelt, in denen gerade von der öffentlichen Verwaltung - und hier vor allem des Bereichs, dessen Aufgabe in der Wahrung bundesweiter Interessen liegt - rasches und koordiniertes Handeln zur Abwehr aufgetretener Gefahren erwartet wird.


Zu Frage 5:

    Zur besseren Übersichtlichkeit ist die Beantwortung dieser Frage in einen Teil, der sich mit der ablauforganisatorischen Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des Staatlichen Krisenmanagement befaßt, und einen Teil, der den Stand der Infrastruktur der Einsatzzentralen des Staatlichen Krisenmanagements darstellt, gegliedert:

    Ablauforganisation

    Zur Sicherstellung eines raschen Zusammentretens des Staatlichen Krisenmanagements wurde ein bestehender Alarmplan überarbeitet und durch meinen Amtsvorgänger mit 1. Jänner 1993 in Kraft gesetzt. Dieser Alarmplan gilt für sämtliche im Koordinationsausschuß vertretenen Bereiche sowie für das Personal des Büros und der Informationszentrale des Staatlichen Krisenmanagements.

    Auf Basis dieses Alarmplanes wurden Alarmpläne durch die im Krisenmanagement vertretenen Stellen erarbeitet und in Kraft gesetzt.

    Infrastruktur

    In Vollzug der Ausführungen des Landesverteidigungsplanes zur Zivilen Landesverteidigung, Punkt 2.26, wurde sowohl am Sitz der Bundesregierung in Wien als auch in St. Johann im Pongau die entsprechende Vorsorge zur Sicherstellung der Kommunikation und Information auf Bundesebene durch die Errichtung zweier Einsatzzentralen getroffen.

    Zu den beiden Einsatzzentralen ist im einzelnen folgendes anzumerken:

    A) Einsatzzentrale Objekt 6 in Wien

      Im Bereich des AG Stiftgasse steht dem Staatlichen Krisenmanagement eine Einsatzzentrale zur Verfügung, welche die erforderliche büro- und kommunikationstechnische Ausstattung aufweist. Besonderer Wert wurde auf den Ausbau von redundanten Verbindungengelegt, die nicht nur die Kommunikation mit Bundes- und Landesdienststellen sicherstellen, sondern auch eine rasche Information der Öffentlichkeit durch ORF und APA gewährleisten. Damit steht für die Arbeit des koordinationsausschusses des Staatlichen Krisenmanagements eine jederzeit sofort aktivierbare Einsatzzentrale zur Verfügung. Sie dient insbesondere für Anlaßfälle, wie sie im Ministerratsbeschluß vom 3. November 1986 angeführt sind.

    B) Einsatzzentrale Basisraum in St. Johann

      Zur Sicherung der erforderlichen Einrichtungen für das zentrale Ausweichsystem des Bundes und für die “Koordinierte Führung” in einem Anlaßfall der Umfassenden Landesverteidigung wurden anläßlich der Planung und Errichtung der Einsatzzentrale Basisraum (EZIB) Teile dieser Anlage dem Bundeskanzleramt zugeordnet. Ein entsprechendes Ressortübereinkommen wurde zwischen dem Bundesministerium für Landesverteidigung und dem Bundeskanzleramt abgeschlossen. Dieses Objekt ist mit der für den genannten Anlaßfall erforderlichen Grundausstattung versehen. Sollte sich ein solcher Anlaßfall jemals abzeichnen, wird diese im Rahmen der dabei zur Verfügung stehen- den Vorlaufzeit mittels vorhandener mobiler Geräte zu einer entsprechenden Vollausstattung ergänzt.

    Beide Einsatzzentralen sind in ein EDV-Netz eingebunden und verfügen über entsprechend ausgestattete Notstudios, die zur raschen Information der Bevölkerung im Anlaßfall dienen. Die Funktionsfähigkeit der Notstudios wurde im Rahmen von Probeübertragungen getestet. Das Zusammenwirken des ORF mit dem Staatlichen Krisenmanagement wurde in einem Vertrag zwischen dem Bundeskanzleramt und dem ORF festgelegt. Darin erklärt sich der ORF unter anderem bereit, im Bedarfsfall den nötigen Gerätebedarf und das zum Betrieb notwendige Bedienungs- und Servicepersonal unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Weiters übernimmt der ORF die Überprüfung und Wartung der Einrichtungen in angemessenen Zeitabständen. Grundsätzlich ist festzuhalten, daß insbesondere die technischen Einrichtungen beider Einsatzzentralen durch das Bundeskanzleramt laufend den modernen Erfordernissen angepaßt werden.

    Zusammenfassend darf darauf hingewiesen werden, daß durch Ablaufregelungen, Einweisungen, Übungen und technische Überprüfungen dem Erfordernis einer kurzfristig herstellbaren personellen, materiellen und infrastrukturellen Einsatzbereitschaft des Staatlichen Krisenmanagements Rechnung getragen wird.

    Grundsätzlich ist festzuhalten, daß insbesondere die technischen Einrichtungen beider Einsatzzentralen durch das Bundeskanzleramt laufend den modernen Erfordernissen angepaßt werden.

    Zusammenfassend darf darauf hingewiesen werden, daß durch Ablaufregelungen, Einweisungen, Übungen und technische Überprüfungen dem Erfordernis einer kurzfristig herstellbaren personellen, materiellen und infrastrukturellen Einsatzbereitschaft des Staatlichen Krisenmanagements Rechnung getragen wird.



Eine weitere Bezeichnung der EZ/B ist übrigens Betriebsstelle PLANKENAU (Commenda, Othmar (Hrsg.): ÖBH 2010. Die Realisierung (Wien 2005), S. 57)

Und im "Truppendienst" gab es vor Kurzem auch ein paar Infos:


25 Jahre "Zentrales Ausweichsystem" (FOTO)


Symposium Kritische Infrastrukturen (FOTO)


mögliche Preisgabe von Staatsgeheimnissen im Zuge eines Besuches des Verteidigungsministers in der Kommandozentrale für Krisenfälle, dem so genannten ‚Regierungsbunker

    Zu 12:

    Nein; derartige Genehmigungen waren nicht erforderlich, da es sich bei der „Einsatzzentrale Basisraum“ um kein militärisches Sperrgebiet im Sinne des Sperrgebietsgesetzes 2002 handelt.

KEIN Sperrgebiet ??? Und woher stammt dann das Foto aus dem "Presse"-Bericht?


Unter dem Ballhausplatz soll eine geheime U-Bahn-Station zur Evakuierung des Bundeskanzleramts bestehen.
Zuletzt geändert von theoderich am 03. Mai 2015, 15:02, insgesamt 28-mal geändert.

Alpine
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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von Alpine » 26. Dez 2011, 22:07

hier ein Film einer FAn gegen Deutschland am Achensee. Leider ist kein Ton dabei.
http://www.youtube.com/watch?v=T2o7Ztbq5F8


Die Aufnahmen sind teils aus dem alten Teil aus dem 2. WK, aber an vielen Stellen deutlich erkennbar dass es sich um eine Bundesheer FAn aus der Raumverteidigung ist (Schieß- und Beobachtungsscharten, Elektro-Sicherungen, Zimmer, Türen,...)

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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 10. Mai 2012, 07:45


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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 13. Okt 2012, 16:29

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Info-Veranstaltung und Festakt "25 Jahre Einsatzzentrale Basisraum"

Bundesland

    Salzburg

Ort

    St. Johann im Pongau

Beginn

    10:00 Uhr

Ende

    15:30 Uhr

Veranstalter

    Betriebsstab Luftraumüberwachung

Beschreibung

    Zum 25-Jahr-Jubiläum des Vollbetriebs der Einsatzzentrale Basisraum veranstalten Heer und die Gemeinde St. Johann/Pongau ein Fest mit Leistungsschau am Postbusbahnhof. Um 13 Uhr spielt die Militärmusik am Maria-Schiffer-Platz, der Festakt folgt um 14 Uhr.


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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 17. Apr 2013, 15:28

Ein paar Fotos von der durch die SIVBEG veräußerte Raumverteidigungsanlage "Ungerberg 3". Sie wird jetzt scheinbar von ein paar Bediensteten des TÜPl Bruckneudorf betrieben:


Schauanlage Ungerberg

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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von Milizler » 17. Apr 2013, 15:39

Gibt es dort einen Museumsbetrieb wie im Bunkermuseum am Wurzenpass?

Was mir etwa beim Bunkermuseum massiv fehlt sind erklärende Schilder in den einzelnen Teilen der Anlage.
Beordert bei 1./JgB NÖ

bs
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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von bs » 18. Apr 2013, 11:53

Das sieht ja fast besser aus als im Bunkermuseum am Wurzenpass.

Milizler - Finde auch das am Wurzenpass noch einiges besser gemacht werden müßte, nicht nur die Beschilderung der einzelnen Anlagen.
Vorallem die "Inneneinrichtung" der einzelnen Anlagen lässt zu wünschen übrig (zumindest wenn ich mir jetzt die Fotos von Bruckneudorf so anschaue - wenn die Fotos der Funkanlagen und der Munition auch von dort stammen)
Da (am Wurzenpass) ist noch einiges zu tun. Obwohl man auf die Sachen schön aufpassen muß, ihr glaubt nicht was die Leute alles mitgehen lassen.

Übrigens die Saison startet am 8.Mai, und wer helfen will, am 1.Mai werden die Anlagen aus dem Winterschlaf geküsst (wenn der Schnee bis dahin dann mal weg ist - derzeit liegt noch ein halber Meter :-)

Für Interessierte den 9.Mai vormerken, mit Besuchen anderer Anlagen im nahen Ausland - alles in einem Radius von ca. 30km rund um das Bunkermuseum am Wurzenpass - alles sehr interessant, vorallem die italienischen Anlagen im nahen Kanaltal (gebaut knapp vor Ausbruch des 2.WK und dann im kalten Krieg adaptiert) - sehr zu empfehlen - vorallem deren Anzahl und die Größe der Anlagen!!!

Anbei ein kleiner Überblick - vom Betreiber des Museums:

01.05.2013 ab 10:00 Uhr am Wurzenpass: Nach durchschlagendem Erfolg im Vorjahr veranstalten wir auch heuer wieder am 1. Mai unseren Tag der Arbeit!
Mit unseren Vereinsmitgliedern werden wir auch heuer gemeinsam das Areal für den Betrieb 2013 vorbereiten – und nach getaner Arbeit gemeinsam das eine oder andere Getränk samt Gulasch zu uns nehmen. Bitte kommen – und mich zur Organisation vorab informieren!
Sollte jemand tageweise oder komplett mehr Zeit haben: zwischen 01. und 07. Mai wird es am Wurzenpass viel zu tun geben. Wer kann und will: gaanz herzlich willkommen!
Unterkunft und Verpflegung werden kein Problem sein… ich bitte auch dafür um Info vorab.

08.05.2013 ab 10:00 Uhr: Saisonstart 2013 in unserem Bunkermuseum am Wurzenpass

09. – 11.05.2013: INTERFEST-Jahrestagung 2013 mit Besuch im Bunkermuseum und Möglichkeit für unsere Vereinsmitglieder, an weiteren Programmpunkten teilzunehmen.
INTERFEST ist ein Fachverein, der seit 1986 Befestigungen weltweit unter technischen, politischen und sozialen Aspekten erforschen und dokumentieren will (http://www.interfest.de ).
Ich bin dort bereits Mitglied und kann diesen höchst professionellen Verein sehr empfehlen. Wer von unserem Verein will, kann gerne an folgenden Programmpunkten teilnehmen (ich bitte für die Organisation um Info vorab):
Do, 09.05: Bunkermuseum Wurzenpass, danach Besuch italienischer Befestigungsanlagen aus dem Kalten Krieg (Sperrbereich „Forcella Nebria“)
Fr, 10.05: Flitscher Klause und Fort Hermann (SLO), Befestigungsanlagen Sella Nivea und Raibler See (ITA)
Sa, 11.05: WK.I-Museum in Kötschach-Mauthen und Bunkeranklagen am Plöckenpass aus dem Kalten Krieg
Zuletzt geändert von bs am 18. Apr 2013, 12:09, insgesamt 3-mal geändert.

theoderich
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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 18. Apr 2013, 11:58

Ich habe im Internet einige Fotos von noch so einer Anlage gefunden:

September 2009: Besichtigung der festen Anlagen im Lammertal und am Pass Lueg

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Landsknecht
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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von Landsknecht » 18. Apr 2013, 15:02

Ich sehe das alles mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Einerseits wäre es wohl Aufgabe der Republik Österreich gewesen, einige Feste Anlagen zu behalten und eventuell als Außenstellen des HGM zugänglich zu machen. Aber es wurde alles verkauft und verwertet.
So war zum Beispiel die Anlage am Pass Lueg im Besitz der Bundesforste und wurde dann samt dem umgebenden Wald verkauft.

Positiv ist aber sicher, dass es - Gott sei Dank – doch Privatpersonen gibt, welche mit enormen persönlichem Aufwand dafür sorgen, dass diese Zeugen österreichischer Militärgeschichte für die nächsten Generationen erhalten bleiben.
Primär denke ich da an Andreas Scherer, der mit seinem unermüdlichen Einsatz und trotz zeitweise heftigem Widerstand das Museum am Wurzenpass aufgebaut hat.

Auch wenn ich die Fotos (vielen Dank an theoderich für das Reinstellen) der Schauanlage Ungerberg 3 betrachte, kann ich zu dieser Präsentation nur gratulieren.
Hier würde mich interessieren, ob diese Anlage von einem Verein betreut wird, wer der Eigentümer ist und welche Unterstützung durch das Bundesheer geleistet wird.

Nachdem ich selbst längere Zeit Kommandant einer Festen Anlage war, bin ich bei diesem Thema sehr emotional und habe natürlich ein persönliches Interesse, dass diese Bunkeranlagen erhalten bleiben.

manfred
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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von manfred » 17. Jun 2013, 20:24

- ich kann mich noch gut errinnern als die Sperrkompanie Weissenbach in OÖ mit dem Centurion ein einziges mal dort scharf geschossen hat, Quer gegenüber in eine Felswand ca 1600 m wurden 2 Stk APDS gefeuert und sie haben auch das Ziel getroffen,
Damals war natürlich abgesperrt jedoch viele Schaulustige auch Sommertgäste haben sich das angesehen

Beim Stausee Klaus in der Nähe des ÖBB Gleises und Tunnel war ein T 34 , der hat sicher die Straße beherscht links und rechts neben der Staumauer und kaum eine Bombe oder Rakete oder Maschinenkanone hätte den im Eck erreicht , womöglich verschütten hätten sie den können , im Gegensatz der T 34 Bunker( FAN) der beim Kalkwerk war den hätte ein Flieger oder Hubschrauber schon ausschalten können.
Die T 34 wurden später noch gegen M 47 Türme getauscht

Die Long Tom ( 15,5 mm ) wurden in in der Nähe von Traun auch längst schon ausgebaut die Betonbunker stehen noch und die Öffnungen sind mit Holzbretter zugemacht

Was aus den T 34 die in St Peter am Wimmberg in den Granit hineingelegt wurden geworden ist weis ich nicht aber da war nicht viel Platz zwischen Lucke und Beton , vermutlich wurden sie auch ausgebaut

theoderich
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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 27. Okt 2013, 22:46

1971

    13.02: Rücktritt von Verteidigungsminister General der Infanterie Freihsler aus gesundheitlichen Gründen. Sein Nachfolger wird am 10. Februar Brigadier Karl F. Lütgendorf.

    01.08: Wehrgesetznovelle (Bundesgesetz vom 15. Juli) Festlegung des Grundwehrdienstes in der Dauer von sechs Monaten und Festsetzung von Truppenübungen im Ausmaß von 60 Tagen; Schaffung der Möglichkeit der Ableistung eines freiwillig verlängerten Grundwehrdienstes in der Dauer von bis zu drei Jahren.

    01.12: Generalmajor Anton Leeb wird als Nachfolger von General der Infanterie Otto Seitz neuer Generaltruppeninspektor.


1972

    07.03: Grundsatzerklärung des Landesverteidigungsrates unter Vorsitz des Bundeskanzlers über die Verteidigungsdoktrin: die Republik Österreich bekennt sich zur umfassenden Landesverteidigung.

    06.06: Die Bundesregierung beschließt die Heeresgliederung 72. Trennung zwischen Bereitschaftstruppe und Landwehr sowie Umgliederung der Zentralstelle. Die Stärke der Bereitschaftstruppe wird mit 15.000 Mann festgelegt (26 Bataillone).

    01.10: Bildung des Aufstellungsstabes Bereitschaftstruppe unter Generalmajor Emil Spannocchi.


1973

    01.07: Errichtung des Armeekommandos (AK), das dem Ministerium unmittelbar unterstellt ist. Auflösung des Gruppenkommandos I und des Kommandos der Luftstreitkräfte. Dem AK sind die Gruppenkommanden II (Burgenland, Niederösterreich und Steiermark) und III (Oberösterreich, Tirol, Kärnten, Salzburg und Vorarlberg), das Militärkommando Wien, die Fliegerbrigade sowie die bisherigen Heeres- und Gruppentruppen der Gruppe I unmittelbar unterstellt.


1974

    01.01: Errichtung der Korpskommanden I und II in Graz bzw. Salzburg aus den Gruppenkommanden II und III. Unterstellung der Ausbildungsregimenter unter die Militärkommanden.

    01.07: Beginn der Aufstellung von Landwehrabteilungen in jedem Bundesland und Ernennung je eines Landwehrkommandanten zur Führung der aufzustellenden Reservebrigaden.

    Dezember: Nationalrat beschließt das 1. Zivildienstgesetz.


1975

    10.06: Aufnahme der Verteidigungsdoktrin der umfassenden Landesverteidigung und der Allgemeinen Wehrpflicht in die Bundesverfassung als Artikel 9a.

    01.07: Umgliederung der Heeresfliegerkräfte im Sinne der Heeresgliederung 72 in eine Fliegerdivision mit drei Regimentern.

    15.07: Fortsetzung der organisatorischen Umgliederung: Aufstellung der 1. Panzergrenadierdivision (3., 4. und 9. Panzergrenadierbrigade) mit Kommando in Baden. Im Zuge des Aufbaues der Landwehr soll jedem Militärkommando eine Jägerbrigade (in Salzburg die 8. Jägerbrigade) unterstellt werden; nur in Vorarlberg untersteht das Jägerbataillon 23, das bisher zur 6. Jägerbrigade (Tirol) gehörte, direkt dem Militärkommando.

    28.10: Der Ministerrat beschließt die Ausarbeitung eines Landesverteidigungsplanes.

    13.12: Einführung des Kampfanzuges 75 (Anzug und Rüstung 75, nach der Farbbezeichnung RAL-7013 auch RAL Garnitur genannt) als Ersatz der bisherigen Uniform sowie des als Übergangslösung getragenen mausgrauen Drillichs.



1978

    01.01: Divisionär Hans Riedl wird zum neuen MilKdt S ernannt und dient in dieser Funktion bis 1982.

    Umstellung der Friedensorganisation der Landwehr gemäß Ministerratsbeschluss vom 28. Februar: Aufstellung von zusätzlich 28 (Ziel: 30) Landwehrstammregimentern, die die Ausbildungs- und Mobilmachungsbasis darstellen. Im Mobilmachungsfall sollen aus diesen Landwehrstammregimentern sowohl die Truppenkörper der acht Jägerbrigaden der mobilen Landwehr, als auch die 26 (Ziel: 33) Landwehrregimenter der raumgebundenen Landwehr aufgestellt werden. Im Gefolge der HG 72 kam es zur Wiedereinrichtung der 8. Jägerbrigade unter Führung von Obst Viktor Wanner in Salzburg, wobei diverse Bataillonssteine für diese zugeliefert wurden: das JgB 30 (mobverantwortlich LWSR 82) und die Masse des StbB (mobverantwortlich LWSR 81 und 82) wurden in Glasenbach, das JgB 29 an der JgS in Saalfelden, das JgB 31 (mobverantwortlich LWSR 83) in Tamsweg und das Brigadeartilleriebataillon 8 (mobverantwortlich LWSR 81) in der Schwarzenbergkaserne formiert.

    01.06: Eingliederung des Armeekommandos als Sektion III in das Ministerium. Der Armeekommandant, General der Panzertruppen Emil Spannocchi, hat die bisherige Sektion III schon seit 01. Jänner 1978 interimistisch geleitet.


1979

    19.11 - 22.11: Raumverteidigungsübung 79 im niederösterreichischen Alpenvorland. An diesem Manöver
    sind ca. 32.000 Mann des I Korps mit 480 Ketten- und 4.200 Räderfahrzeugen beteiligt.


1982

    15.10 - 22.10: Raumverteidigungsübung (RVÜ) 82 im Raum Kufstein. An diesem Manöver waren etwa 14.000 Mann mit 165 Ketten- und 1.600 Räderfahrzeugen, 60 Tragtieren sowie 20 Flächenflugzeugen und 20 Hubschraubern beteiligt. Die 8. Jägerbrigade in der Stärke von 8.000 Mann als Verteidiger (Partei Blau) unter Kommando von Obst Viktor Wanner (Kdt bis 1992), verstärkt durch ein Kufsteiner Bataillon raumgebundener Landwehr, 165 Jagdpanzer und das Salzburger PiB 3, konnte den von ihr verteidigten Schlüsselraum (Inntal zwischen Kufstein und Wörgl) im Wesentlichen behaupten.


1985

    Juli: 10 Jahre Kommando der Panzergrenadierdivision. Die ersten 60 von insgesamt 220 Centurion-Panzern werden im Heeresfeldzeuglager Salzburg für Feste-Anlagen adaptiert.


1986

    Oktober: Raumverteidigungs-Herbstübung: Bisher größtes Manöver in der 2. Republik, 33.000 Soldaten, davon ca. 20.000 Reservisten. Die Salzburger 8. Jägerbrigade nimmt daran in Mob-Stärke teil.


      Das Militärkommando Salzburg im Umbruch (1990 - 1999)
      Obst Franz Pritz, MSD

      Von 1983 bis 1994 war der damalige Divisionär Engelbert Lagler Militärkommandant von Salzburg, ihm zur Seite stand ObstdG Strauß, bis 1985 als G3 und in der Folge bis 1995 als Chef des Stabes. General Lagler hatte als der Militärkommandant der Raumverteidigungsära in Salzburg den personellen Aufbau der Miliz, den Zonenausbau mit dem Ausbau von Feldbefestigungen, Festen Anlagen, B-Stellen, Unterständen, Gefechtsständen, Sperren und Mob-Lagern sowie der sonstigen militärischen Infrastruktur massiv vorangetrieben. Dazu setzte er auch Initiativen im Bereich einer methodisch richtigen Ausbildungsdurchführung, initiierte Studien und Kaderfortbildungen zum Thema „Kampf im Tunnel” zur Entwicklung von nachhaltigen, allerdings nicht die Struktur zerstörenden Methoden zur Verteidigung der Autobahntunnel im Bereich Pass Lueg.

      [...]

      Einen kongenialen Partner für den Zonenausbau fand Divisionär Lagler insbesondere im Kommandanten des LWSR 82, Bgdr Heitz (1979-1991), der mit seinen Wallmeistern im Bereich Pass Lueg und Lammertal ein wahres Bollwerk errichtete. Daneben war Bgdr Heitz auch ein einfallsreicher Erfinder, auf den die Panzerigelschuhe, Steckräder zum einfachen Transport der Panzerigel, sowie die Sandsackfüllmaschine zurückgehen. Auch die grundlegende Idee zur Entwicklung des mittlerweile weltweit in Verwendung stehenden Bergegeräts UT2000 stammt von ihm.



      Die Entwicklung der Landesverteidigung im Bundesland Salzburg
      Vzlt Sepp Gruber

      Schon in den 50er Jahren hat man sich Gedanken über den Ausbau der militärischen Landesbefestigung im Bundesland Salzburg gemacht. Von Interesse sind vor allem die Gedächtnisprotokolle des damaligen Pionieroffiziers Oberst Ing. Edmund Adolf sowie des WAR Obstlt Hermann Wiery, welcher sehr viele Erkundungen durchführte. Aus dem 2. Weltkrieg wurde lediglich die Stecksperre „Kniepass” übernommen.

      Wer war in erster Linie dafür vorgesehen?

      Diese Sperren und Festen Anlagen waren für die raumgebundenen Kräfte vorgesehen. Es hat begonnen mit dem Landwehrregiment 311, dem die Grenzschutzkompanien Oberndorf, Saalfelden, die Sperrkompanien St Gilgen, Werfen sowie den Wachkompanien Salzburg, Hallein, Bischofshofen und Zell am See unterstellt waren. Ende der 70er Jahre wurde umgegliedert und so entstanden die Landwehrstammregimenter 81, 82 und 83. Die Kommandanten dieser Regimenter waren für die Einsatzvorbereitung ihrer Zonen zuständig und führten auch laufend Verbesserungen durch.

      Mit der Wallmeisterorganisation hatten sie ein sehr wirksames Element. Die Wallmeister mit ihren Gehilfen, welche zum
      größten Teil ausgesuchte Fachkräfte vom Baugewerbe waren, hatten die Kontrolle sowie die Instandsetzung dieser Festen Anlagen und Sperren durchzuführen, auch wurden sie zum Bau dieser Befestigungsanlagen herangezogen.

      Eine der ersten großen Baumaßnahmen war die Befestigung des „ Pass Lueg” im Jahre 1958; davon gibt es eine umfangreiche und detaillierte Dokumentation.

      Mit der Planung für die Großanlage „Kroaten” begann man im Jahr 1960, wobei mit der Errichtung 1962 begonnen wurde. Mit dem Ausbau war bis 1985 großteils der BauPiZg des MilKdo S unter Vzlt Katsch befasst, wobei zu Beginn die Wallmeister, unter Vzlt König, mit ihren zugeteilten Fachkräften diese Arbeiten durchführten.

      Große Anlagen, wie die FAn Lueg errichtete die Fa. Hinteregger aus Salzburg, die FAn Kroaten die Fa. Ing. Roth aus Hallein und die 3 FAn 4cm Bofors in St. Michael vom WS Bau aus Mauterndorf.

      Ab dem Jahre 1980 wurde beim damaligen LWSR 82 ein eigener BauPiZg Zone 82 eingesetzt. Unter dem Kdo des Rgt-Kdt, Oberst Heitz, und des Kdt Bau Pi Zone 82, OWm Gruber, wurden innerhalb kürzester Zeit für sämtliche Sperreinheiten Unterstände errichtet.

      Die Schutzanlagen waren Kavernen, Unterstände in ortsfester Bauweise sowie Fertigteilunterstände von Eternit. An Kampfanlagen sei hier die Anlage beim Ofenauer – Tunnel an der A 10 hervorzuheben.

      Ende der 80er Anfang der 90er Jahre wurden die Ausbauarbeiten in der Zone 83 intensiviert. So entstanden die Anlagen beim Nordportal des Tauern-Tunnels bzw. im Raum St. Michael, welche für den Gefechtsstand der Armee „Mob Lager Liesertal” als Sicherung dienten.


      Im Endausbau, das war Ende 1994, hatte das Bundeslan Salzburg folgende Anlagen und Sperren:

        2 Großanlagen (eine davon bestückt mit zwei 7,6 cm Pak 42)
        14 FAn Cent
        1 FAn 7,6 cm PAK 42
        3 FAn 4 cm Bofors
        7 Unterstände FTL
        4 Unterstände OB
        5 Kavernen
        1 Kampfanlage
        2 Kampfstände PAK 52
        1 B-Stelle OB
        33 Sprengsperren
        2 Brückensprengungen
        85Pzi-Sperren mit 2.225 Panzerigel
        3 Seilsperren
        10Stecksperren und
        2 Verrammelungen

      Außerdem waren die Tunnels auf der Tauernautobahn (Ofenauer-Hiefler) mit sogenannten Flammtassen ausgestattet.

      1996 kam der Befehl „Desarmierung”. Was Jahrzehnte lang mit großer Hingebung und persönlichem Einsatz aufgebaut wurde, wurde zunichte gemacht. Für etliche der Betroffenen war dies etwas Unvorstellbares – hatten sie doch an der Verwirklichung der „Alpenfestung” mitgewirkt und ihre ganze Kraft dafür eingesetzt.


      Abbau der Landesbefestigung

      Eine der ersten Maßnahmen war eine Verringerung der Wallmeister. So waren Anfang 1994 5 Wallmeisterunteroffiziere im Dienst und am Ende des Jahres waren es nur noch 2.

      Die ersten FAn Cent wurden in der Zone 83 im Saalachtal zurückgebaut. Es folgten die FAn im Lammertal anschließend wurde mit dem Abbau der FAn in der Zone 81 begonnen. Die sogenannten „Flammtassen” wurden jedoch schon in den 80-er Jahren aufgrund ihrer Giftigkeit entsorgt.

      Der Rückbau der Stecksperren erfolgte etappenweise, wobei die Steckeisen im Jahre 1998 an die VÖEST verkauft wurden. Die letzte Stecksperre wurde 2005 im Zuge der Autobahnsanierung im Ofenauer- bzw. Hieflertunnel entfernt.

      Die Seilsperre im Katschbergtunnel wurde 2002 abgebaut bzw. aufgelassen.

      Zum Rückbau der Sprengsperren ist folgendes zu sagen:

        Sprengsperren, welche im Straßenkörper eingebaut sind, werden laufend im Zuge der Straßensanierung bzw. Deckenerneuerung rückgebaut.

      Panzerigelsperren:

        Wenn man davon ausgeht, dass es 85 PzI Sperren mit 2225 Panzerigel gegeben hat, so war das eine sehr beachtliche
        Menge. Die Rückführung an die 3 Lagerorte, welche für ein PzI-Lager vorgesehen sind, ist 2009 abgeschlossen worden. Diese 3 Sammellager befinden sich in Hochfilzen, der Struckerkaserne und in der Schwarzenbergkaserne. Die PzI des Bundeslandes Salzburg sind für eventuelle Katastropheneinsätze, wie etwa Bachverbauungen, Hangsicherungen usw. vorgesehen.

        Die zwei Brückensprengungen mit den dazugehörenden Portalabsprengungen auf der A1O wurden 2004 im Zuge der Autobahnsanierung rückgebaut.


      Mit Ende des Jahres 2004 waren nachfolgende Einrichtungen vorhanden:

        1 Großanlage Lueg
        4 FAn Cent
        3 FAn 4 cm, Bofors
        3 Unterstände FTL
        5 Unterstände OF
        1 B-Stelle
        1 Kampfanlage
        5 Kavernen
        PzI Sperren
        17 Sprengsperren

      Mit Ende des Jahres 2005 gab es nachfolgende Einrichtungen:

        Großanlage Lueg
        4 FAn Cent
        3 FAn 4 cm Bofors
        3 Unterstände FTL
        5 Unterstände OF
        1 B- Stelle
        1 Kampfanlage
        5 Kavernen
        PzI Sperren
        13 Sprengsperren (Abbau der Schächte Scheffau, Zehrau)

      Stand mit Jahresende 2012

        1 Großanlage Lueg
        2 FAn Cent
        5 Unterstände OF
        1 Kampfanlage
        2 Kavernen
        10 Sprengsperren

In der Festschrift finden sich auch eine interessante Information zur Führungsinfrastruktur:

      Erinnerungen an „Zwölf Jahre Militärkommando Salzburg"
      Gen iR Mag. Engelbert Lagler

      In der Riedenburgkaserne wurde um 1990 ein tief verbunkerter Fernmeldeknoten eingebaut, dessen geheimnisumwitterte Existenz seinerzeit sehr hilfreich war, wenn es darum ging, die häufigen Grundstücksspekulationen abzuwehren.



Hier im BHI-Forum gibt es noch ein paar Fotos von der FAn am Pass Lueg:


_____________________________

Die "Kronen Zeitung" war vor ein paar Wochen in der Einsatzzentrale/Basisraum (Ein inhaltsleerer Artikel samt schwer einzuordnender NSA-Panikmache.):

    Das ist Österreichs "geheimster Ort" (14. September 2013)

    Heute gilt St. Johann als "Datenberg" - nämlich als digitaler Safe brisantester "Daten des Bundeskanzleramtes und aller Ressorts, vom Innen- bis zum Finanzministerium", wie Sektionschef Manfred Matzka bestätigt. Der "Datenbunker der Republik" wird mit strengsten Zutrittskontrollen abgeschirmt. Doch was nützen ausgeklügeltste Sicherheitsmaßnahmen, wenn ein Verteidigungsminister - wie vor sieben Jahren - Fotoreporter persönlich (!) durchs Stollensystem führt? "Beweisbilder" aus dem Inneren sind seither österreichweit zu bestaunen. Und im Vorjahr berichtete ein TV- Team dann stolz "von seinen ersten Eindrücken aus dem Regierungsbunker".

Zuletzt geändert von theoderich am 04. Jan 2014, 19:33, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 21. Nov 2013, 19:49

Tätigkeitsbericht des Rechnungshofes,

Verwaltungsjahr 1973


44.36.1. Im Dezember 1968 bestellte die Einkaufsabteilung des BM f. Landesverteidigung aufgrund eines dringlichen Antrages der zuständigen Fachabteilung bei einer Schweizer Firma elektronische Schießelementrechner für die schwere Feldkanone. Im November 1970 wurde der Einkaufsabteilung mitgeteilt, es bestehe die Absicht, die schweren Feldkanonen nur mehr in: den Festen Anlagen der Landesbefestigung zu verwenden, so daß die bestellten elektronischen Rechengeräte nicht mehr erforderlich seien. Die Bestellung möge storniert werden. Auf· die Anfrage der Einkaufsabteilung, ob und unter welchen Bedingungen die Bestellung widerrufen werden könne, teilte die Lieferfirma mit, die Geräte stünden zum Versand bereit; im Falle eines· Rücktrittes müßte der volle Bestellbetrag beglichen werden.

44.36.2. Zur Feststellung des RH, daß das Bundesheer nun Rechengeräte im Besitze habe, die fast 2 Mill. S gekostet haben, aber nicht benötigt werden, gab das BM f. Landesverteidigung lediglich bekannt, die Rechengeräte seien in der Mob-Ausrüstungsnachweisung für die schwere Feldkanone enthalten und seien dementsprechend an die Truppe verteilt worden.


Bild

Interessant. Ich wusste gar nicht, dass so ein System vor der Implementierung des EAFLS schon im Bundesheer eingeführt war.

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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von Landsknecht » 23. Dez 2013, 19:21

Die Bunkeranlage Ungerberg 3 der Kaserne Bruckneudorf wird nun vom HGM als Außenstelle übernommen.
In der gestrigen Sendung "Burgenland heute" war darüber ein Beitrag.
Gibt es eine Möglichkeit diesen legal aus der ORF-Mediathek runterzuladen?

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Re: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut

Beitrag von theoderich » 24. Dez 2013, 07:23

Bunker wird zum Museum


Und noch vor drei Jahren hat man versucht, diese Anlage über die SIVBEG zu verschachern ...


P.S.: Legal herunterladen kann man die Sendung nicht. Es gäbe nur eine extrem kostspielige Option:

Zuletzt geändert von theoderich am 15. Jul 2014, 10:01, insgesamt 1-mal geändert.

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