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 Betreff des Beitrags: Letzte "Feste Anlage" T-34 ausgebaut
BeitragVerfasst: 11. Okt 2007, 08:09 
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BMLV hat geschrieben:
Letzter T-34 Kampfpanzer aus fester Anlage ausgebaut

Mauthausen, 09. Oktober 2007 - Das Raumverteidigungskonzept der 1970er und 80er Jahre teilte Österreich in Raumsicherungszonen und Schlüsselzonen ein. In diesen Gebieten wurden sogenannte "Feste Anlagen" (Bunker) errichtet, aus denen heraus die Soldaten des Bundesheers verteidigt hätten.
Sowjetische Panzer

Unter anderem wurden in diese Bunker sowjetische T-34 Kampfpanzer eingemauert oder deren Panzertürme auf den Anlagen angebracht. Aufgabe dieser Befestigungsanlagen war die Sicherung von wichtigen Straßen oder Tälern.
Bunkermuseum

In Oberösterreich gab es 76 Feste Anlagen, davon waren 19 mit T-34 Panzern ausgestattet. Heute wurde der Letzte aus seinem 60 Zentimeter dicken Stahlbetonbunker befreit und trat den Weg zur Restaurierung an. Ab nächstem Frühling soll er im Bunkermuseum am Wurzenpass der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Starthile nach 1955

Der T-34 Kampfpanzer war nach 1955 als eine Starthilfe der Sowjetunion für das Bundesheer gedacht. Insgesamt 37 Stück wurden dem Bundesheer damals überlassen.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Oberösterreich

Bild

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BeitragVerfasst: 11. Okt 2007, 19:51 

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Also wenn ich das Richtig jetzt deute wurden die Panzer eingegraben und als fixes Geschuütz montiert?

Gruß Christian


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BeitragVerfasst: 12. Okt 2007, 11:59 

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Hab mich bis jetzt nie so richtig mit dem Thema Raumverteidigungskonzept befasst, deshalb hab ich immer nur gedacht, dass nur die Türme verbunkert worden sind. Noch eine konkrete Frage:

Wieso fehlt bei diesem T-34 das Rohr???

Wurde der Panzer nach der Raumverteidigungsära kampfunfähig gemacht?


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BeitragVerfasst: 12. Okt 2007, 15:08 

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Obi hat geschrieben:
Hab mich bis jetzt nie so richtig mit dem Thema Raumverteidigungskonzept befasst, deshalb hab ich immer nur gedacht, dass nur die Türme verbunkert worden sind. Noch eine konkrete Frage:


Es gab mehrere Arten Fester Anlagen (FAn). Primär waren das Anlagen zur Panzerabwehr, die mit Masse aus Panzertürmen Centurion bestanden, die auf einen einbetonierten Drehkranz, der an der Spitze eines Mannschaftsbunkers angebracht war, aufsaßen. Also quasi ein Kampfpanzer ohne Wanne.
Daneben gab es zur Panzerabwehr auch noch geringere Stückzahlen anderer Türme (Charioteer etc.). Weiters wurden einige T34-85 fix eingebunkert, allerdings inkl. Wanne. Man hat so eine Art "Garage ohne Tür" gebaut, in die der komplette Panzer gestellt wurde.

Daneben gab es auch noch allerhand Exoten, z.B. großkalibrige Geschütze zur Steilfeuerunterstützung (teilweise Ex-Schiffsgeschütze), Schartengeschütze an Talengen und diverse Führungsbunker. Mir sind sogar noch alte 88er-Flak der Wehrmacht bekannt, die in FAn eingebaut wurden.

All das wurde aber bei weitem nicht in der Intensität und Perfektion betrieben, wie das die Schweizer taten. Unsere Bunker waren durchwegs einzeln und nicht durch Gänge verbunden, praktisch nicht nachtkampffähig und relativ schlecht ausgerüstet. Von der geringen Stückzahl ganz zu schweigen.

Es gab sicher - v.a. bei den Alpendurchgängen - sinnvolle und schwer ausschaltbare FAn, aber zumindest die im Flachland waren nicht immer zielführend (meine Meinung). Ihre Position wurde bereits im Frieden aufgeklärt und so konnte man sie im Prinzip schon mit einem mGrW mit Blendgranaten effektiv an ihrem Einsatz hindern.

Letztendlich waren die gesamten Sperrtruppen eine Art Heugabelinfanterie, die man den Panzerarmeen des Warschauer Paktes entgegenwarf, um bestenfalls ein paar Tage lang einen Durchmarsch zu verzögern.


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BeitragVerfasst: 12. Okt 2007, 18:26 

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bei einer derartigen vielfalt an geschützen und kalibern aus unterschiedlichster herkunft wäre eine effektive versorgung mit munition doch defacto unmöglich gewesen,oder?


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BeitragVerfasst: 12. Okt 2007, 21:27 

Registriert: 28. Okt 2006, 20:59
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"Ehemalige Schiffsgeschütze" waren genauso wie die acht/acht nie in festen Anlagen verbaut noch jemals im BH der 2. Republik in Verwendung.
Die größte Steilfeuerwaffe die in Ö jemals in festen Anlagen verbaut wurden, waren ehemalige 15,5cm Feldkanonen Long Tom. Die einzigen Geschütze aus Beständen der Wehrmacht welche ortsfest verbaut wurden, waren die 10,5cm Feldhaubitzen 18/40.

Von einer geringen Stückzahl kann nicht die Rede sein.

Selbstverständlich waren die Bunker auch in Ö unteriridisch verbunden.

Die Anlagen waren so situiert, dass sie dem anrückenden Feind im Vorteil waren. Eine rasche Erfassung wurde wiederum durch Scheinanlagen erschwert.

Von einer 100% Aufklärung kann dank Scheinanlagen auch nicht die Rede sein.

Für Blendangriffe gab es verbunkerte Außenbeobachter, die die Zielführung der geblendeten Geschütze übernommen hätten.


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BeitragVerfasst: 14. Okt 2007, 20:32 

Registriert: 18. Jun 2006, 19:39
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TL hat geschrieben:
"Ehemalige Schiffsgeschütze" waren genauso wie die acht/acht nie in festen Anlagen verbaut noch jemals im BH der 2. Republik in Verwendung.


Mir ist zumindest eine derartige Anlage bekannt (8,8 cm FlAK) auf ortsfest montierter Lafette (inkl. Bunker drumherum). Ich war sogar dort und bin am Geschütz gesessen.

TL hat geschrieben:
Selbstverständlich waren die Bunker auch in Ö unteriridisch verbunden.

Das Rückgrat der Sperrtruppe, die FAn Centurion, waren mit Masse in nicht durch Gänge verbundenen Einzelbunkern. Das trifft auf die bereits stillgelegten Anlagen zu. Über die anderen will ich wegen der nach wie vor aufrechten Geheimhaltung keine Aussage treffen. Es kann also sein, dass es dort anders ist.
Als Verbindung waren bei diesen Anlagen lediglich Fernmeldeeinrichtungen vorgesehen. Gänge kenne ich lediglich aus Sperrwerken in den Alpen, aber auf einem nicht mit der Schweiz vergleichbaren Niveau.

TL hat geschrieben:
Die Anlagen waren so situiert, dass sie dem anrückenden Feind im Vorteil waren. Eine rasche Erfassung wurde wiederum durch Scheinanlagen erschwert.

Natürlich waren die FAn so positioniert, dass der größtmögliche taktische Vorteil herausgeholt wurde. Dennoch stellt sich bei vielen Anlagen die Frage nach dem taktischen Wert einer PAK, deren Position sich im Einsatz um keinen Zentimeter zur vorher jahrzehntelang beübten Lage verschieben kann. Ich kenne sogar Anlagen, die wegen des besseren Schussfeldes erhöht montiert waren (wohlgemerkt auf einem Erdhügerl in brettelebener Umgebung, also auch für einen kasachischen Richtschützen mit 12 Dioptrien unter Alkoholeinfluss leicht zu finden).

Ich kann mich noch gut an die BWÜ der Sperrkompanien erinnern, bei denen alle zwei Jahre die komplette Kompanie auf den Meter genau an der gleichen Position eingesetzt wurde (und damit meine ich nicht die unbeweglichen FAn, sondern praktisch alle Truppenteile (Granatwerfergruppen, FLA-Züge, Jäger etc.). Und ich kann mich auch recht gut an die "defekten LKW" aus Tschechien und Ungarn erinnern, die dort regelmäßig ihren "Motorschaden" hatten. Inkl. der spazieren gehenden Fahrer und Begleitpersonen mit den Feldstechern und Fotoapparaten.
Von den meisten Sperrkompanien war praktisch alles bereits im Frieden aufgeklärt, sodass der Feind in einem Einsatz schon mit vorbereiteten Ziellisten "Artillerieschulschießen 1. Übung" spielen hätte können.

Selbst wenn man neben jede FAn eine Scheinanlage stellt, wäre das lokale Kräfteverhältnis dermaßen ungleich gewesen, dass die Wirkungsstreuung auf FAn und Scheinanlage keinen hohen taktischen Wert gehabt hätte.
Auch wenn ein verbunkerter Centurion-Turm eine relativ geringe Trefferfläche bietet, ist er beim der zu erwartenden Kräfteverhältnis alleine bei den Rohrwaffen in Nullkommanichts ausgeschaltet. Und zwar auf eine Entfernung, die weit über der eigenen Wirkungsreichweite liegt. Und da reden wir noch nicht von den beim WaPa zahlreich vorhandenen Lenkwaffen oder ebenfalls zu erwartender Luftunterstützung.
Und selbst wenn kein Direkttreffer erzielt wird: Haben Sie schon einmal versucht, einen Panzerturm zu drehen, auf den wegen des vorangehenden Artillerieeinsatzes ein Baumstamm gefallen ist ?

Um ein Beispiel zu nennen: Auf eine typische Sperrkompanie an einer Autobahn wären vermutlich Kräfte in Brigadestärke angesetzt worden (Durchmarschstärke). Das wären dann alleine über 100 Kampfpanzer und mehrere Hundert Schützenpanzer. Und bei manchen Kompanien (speziell im Flachland) wäre ein Brigadeansatz auf breiter Front möglich gewesen. Natürlich wäre die Sperrkompanie dann nicht alleine gewesen, aber sie stellte nach wie vor das Rückgrat der Panzerabwehr dar. Und mit den paar hundert Jägern drumherum, die bestenfalls über rPAK und PAR66 verfügen können, wäre auch nicht mehr herauszuholen gewesen.

Im Gebirge sah es allerdings wirklich besser aus. Da gab es Sperranlagen, die tatsächlich schwer zu knacken wären. Zumindest vom Boden aus, aber mit Kampfhubschrauberunterstützung sähe es dann halt anders aus.

TL hat geschrieben:
Für Blendangriffe gab es verbunkerte Außenbeobachter, die die Zielführung der geblendeten Geschütze übernommen hätten.


Für eine PAK ist eine Fremdbeobachtung mit den vorhandenen Mitteln nicht möglich. Wenn der Richtschütze nichts sieht, wird er auch nichts treffen. "Sperrschießverfahren" wie bei der Rohr-FLA sind in der Panzerabwehr nicht üblich...


Ich will hier aber nichts schlechtreden. Das Raumverteidigungskonzept war in der damaligen Zeit das Beste, was man mit den geringen vorhandenen Mitteln machen konnte, aber es war ganz klar auf einen Verzögerungskampf hin ausgelegt. Nachhaltige Abwehr wäre so nicht möglich gewesen.
Und den taktischen Wert von Sperranlagen kann man spätestens ab dem Zweiten Weltkrieg als gering ansehen.


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BeitragVerfasst: 14. Okt 2007, 20:36 

Registriert: 18. Jun 2006, 19:39
Beiträge: 110
wARLOCK hat geschrieben:
bei einer derartigen vielfalt an geschützen und kalibern aus unterschiedlichster herkunft wäre eine effektive versorgung mit munition doch defacto unmöglich gewesen,oder?


Man kann annehmen, dass die FAn über eine ausreichende Munitionserstausstattung verfügen, die rechtzeitig eingelagert werden kann.
Anschlussversorgung ist taktisch wahrscheinlich nicht sinnvoll, da die FAn nach dem Ersteinsatz wegen der zu erwartenden Zerstörung sowieso nicht mehr feuerbereit ist.

So groß war die Munitionsvielfalt dann aber auch wieder nicht.


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BeitragVerfasst: 15. Okt 2007, 13:07 

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Als langjähriger Kommandant einer Festen Anlage komme ich nicht umhin, ebenfalls meinen Senf dazu zugeben.
Was die 8,8 und die „Schiffsgeschütze“ betrifft, muss ich Nikolaus widersprechen.
Es gibt nach meinen Informationen in Österreich nur eine 8,8 und die steht im HGM (möglicherweise im Depot zwischengelagert) und ist im Tauschweg gegen einen WK II – Radpanzer aus Belgien nach Österreich gekommen. Solltest Du diesbezüglich aber andere Informationen haben, wäre ich daran natürlich sehr interessiert. Da nun diese Anlagen nur mehr von historischem Interesse sind, gibt es sicher kein Problem mit der Geheimhaltung.

Was die „Schiffsgeschütze“ betrifft, waren dies tatsächlich alte deutsche 10,5 cm Haubitzen aus dem letzten Weltkrieg. Der, von der VOEST angefertigte Geschützturm erinnert allerdings wirklich etwas an die Schiffartillerie. Diese Türme (in der Nähe der Kaserne Strass steht einer) waren (zusätzlich mit Stahlbeton eingedeckt) im sogenannten „Schleinzerwall“ (quasi die österreichische Maginot-Linie) an der Ostgrenze eingebaut. Was diese Anlagen betrifft, braucht man keinen Vergleich mit dem Ausland zu scheuen. Da gab es eine sehr gut ausgebaute, unterirdische Infrastruktur (Küchen, Sanitäranlagen, große Schlafräume, lange Gänge). Allerdings war die Geländebeschaffenheit äußerst ungünstig. Dies und die bald nicht mehr zeitgemäße Bewaffnung sowie die Doktrin der Raumverteidigung führten zu einem Umdenken. Nun wurden im Landesinneren meist an natürliche Engstellen verstärkt die uns bekannten „Festen Anlagen“ (FAn) errichtet. Wurden dabei anfangs alle möglichen Türme von ausgeschieden Panzern eingebaut, waren es später dann nur noch jene vom Centurion. Dabei wurden bei den meisten älteren Anlagen (z.B. M 47) die Türme ausgewechselt.
Eine Verbindung mit benachbarten Anlagen in Form von Gängen gab es im Einzelfall, war aber nicht unbedingt notwendig, da jede FAn, was die Ausrüstung betraf, autark war. Über Fernmeldeeinrichtungen war man allerdings miteinander im Kontakt.
Da in den Munitionsständen ausreichend Munition lagerte, war man auch nicht auf einen Munitionsnachschub angewiesen.

Es gab übrigens auch etliche Schartengeschütze wobei mir die 4 cm Bofors besonders eindrucksvoll in Erinnerung geblieben ist. Und eine 15,5 Long Tom in einer Felskaverne ist auch recht beeindruckend.

Die Nachtkampftauglichkeit war durch die Ausleuchtung mit dem PAR „Carl Gustav“ einigermaßen gegeben.

Natürlich wussten die Herrn vom Warschauer Pakt die Positionen der FAn (wahrscheinlich auch jene der Schweizer Festungen), aber ich hatte auch das Vergnügen als "Kampfbeobachter" in einem „Kiowa“ an einem simulierten Angriff auf meine eigene Anlage teilzunehmen und obwohl ich die Position genau kannte, war die Anlage aus größerer Entfernung kaum auszumachen. Übrigens war der Hubschrauberschweberaum im Wirkungsbereich unserer Kanonen.

Wirklich sehr schwierig (wenn nicht fast unmöglich) wäre allerdings bei einer Blendung das Bekämpfen eines „harten Zieles“ mit Hilfe des Außenbeobachters gewesen. Auch zu einzelnen Ausfällen durch gegnerisches Steilfeuer oder durch Luftangriffe von Jabos wäre es gekommen, auch wenn wir wahrscheinlich Unterstützung aus der Luft (und da meine ich in erster Linie nicht unsere Flieger) bekommen hätten.

Wenn man vom heutigen Wissensstand ausgeht, kann man sagen, dass die Armeen des Warschauerpaktes auch nur mit Wasser gekocht haben. Die Kampfkraft und Zuverlässigkeit der Verbündeten wurde damals eher überschätzt. Was helfen die vielen Kampfpanzer wenn sie aufgrund des Geländes oft nur in schmaler Formation vorrücken können.
Die Festen Anlagen hätten als Rückgrat der Raumverteidigung sicher geholfen, einen Durchmarsch zu verzögern und das war schließlich ihre einzige Aufgabe.
Ein Flankenangriff auf die NATO hätte somit potenziellen Angreifern keine Vorteile gebracht.
Gott sei Dank ist es auch nie soweit gekommen.

Ich kann aber allen Interessierten das Museum auf den Wurzenpass (www.bunker.at) sehr empfehlen.

So, nun würde ich auch gerne wissen warum dem T 34 das Rohr fehlt!?


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BeitragVerfasst: 15. Okt 2007, 16:10 

Registriert: 18. Jun 2006, 19:39
Beiträge: 110
Die 8,8er befanden sich an einer Wasserstraße mit Wirkbereich in den Stauraum eines Kraftwerks. Die Anlage war zumindest Ende der 80er-Jahre noch aktiv.

Die Schiffsartillerie war französischen Ursprungs, allerdings so weit ich mich erinnern kann ohne den ursprünglichen gepanzerten Turm, sondern nur mehr die lafettierte Kanone an sich (sah ähnlich aus wie die Long Tom). Ich glaube auch, dass sie ein Kaliber von 12cm (?) hatte, jedenfalls weniger als 15,5. Ich habe aber keine Ahnung, bis wann die eingesetzt wurden. Einsatzraum war glaube ich in der Steiermark, aber da kann ich mich auch irren.

Ich muss sagen, dass ich mit den Anlagen in den Alpen, vor allem mit jenen im südlichen Raum, nicht so vertraut bin. Die paar, die ich gesehen habe, waren mit Masse an Talengen bzw. -übergängen in Nord-Süd-Richtung positioniert und allesamt gegen einen Angriff aus dem Norden angelegt. Da gab es dann in den Fels getriebene Gänge etc., leider auch mit dem entsprechenden Sickerwasser, was das Leben in den Anlagen nicht gerade angenehm machte. Das waren aber sicher die interessanteren Anlagen, vor allem weil sie in gut zu verteidigendem Gelände positioniert waren und der Gegner seinen quantitativen Vorteil kaum ausspielen hätte können.

Die 4cm MK von Bofors habe ich auch gesehen, auch im scharfen Schuss (allerdings nur am Schießplatz).

Was die Nachtkampffähigkeit betrifft, sehe ich das nicht ganz so positiv. Ich kann mich noch recht gut an die diversen Milizübungen erinnern, bei denen die in den Türmen vorhandenen Nachtsichtgeräte mehr oder minder unbrauchbar waren (v.a. ohne Aktivierung des IR-Scheinwerfers). Bei "meiner" Sperreinheit hatten wir wahrscheinlich ein nicht ganz repräsentatives, sehr weites Schussfeld mit mehreren Kilometern Flachland vor uns. Also ein ideales Panzergelände, in dem ein Ansatz auf 2-3 Kilometern Breite möglich gewesen wäre. Das wäre ohne Artillerie oder zumindest mGrW nicht auszuleuchten gewesen.

Und unsere Türme waren (was die Tarnung betrifft) so ungünstig positioniert, dass man ihre Lage kilometerweit erkennen konnte. Ich erinnere mich noch gut an die mit Puch G mit eingeschalteter Warnblinkanlage gefahrenen Zieldarstellungen. Ein Kiowa blieb uns leider versagt...
Man konnte zwar den Turm gut tarnen, aber die gesamte Anlage war so ungünstig in den Hang hineingegraben, dass sich hinter den FAn der abgegrabene Hang deutlich hervorhob. Und da standen sie dann aufgefädelt in einer Reihe.
Aber egal, spätestens nach dem ersten Schuss hätte einer der zahlreichen feindlichen Beobachter die Position an der Rauchspur oder der Abschusssignatur erkannt. Im übrigen auch das große Problem der rPAK bei den Jägern.
Wie man es auch dreht und wendet. Eine FAn Centurion war ein bewegungsunfähiger Panzer an wahrscheinlich taktisch idealer Stelle mit geringer Trefferfläche nach vorne. Über den Wert einer solchen Waffe kann man diskutieren. Ich halte ihn für nicht sehr hoch.

Was Angriffe aus der Luft betrifft, verfügten wir zwar über einen verstärkten 2cm-Zug, dessen Kanonen wir liebend gerne im Erdeinsatz verwendet hätten (v.a. gegen die zahlreich erwarteten Schützenpanzer), aber dessen Einsatz wäre wohl nur gegen langsam fliegende Ziele (Hubschrauber) sinnvoll möglich gewesen. Wenn er denn nicht schon beim vorbereiteten Artilleriefeuer erheblich geschwächt worden wäre. Immerhin war ja seine Position jahrelang unverändert. Einen JaBo zu treffen wäre wohl wirklich ein glücklicher Zufall gewesen.

Ab Anfang der 90er-Jahre gab es dann meist zur Unterstützung einen PAL-Zug, der flankierend eingesetzt werden konnte. Der hatte hervorragende Ziel- und Beobachtungsmöglichkeiten, vor allem auch in der Nacht. Auch die Kürassiere, die teilweise mithalfen, waren da besser dran als wir.

Ganz allgemein muss ich sagen, dass die Türme technisch recht schlecht ausgestattet waren. Die vorhandenen elektrischen Seitenrichtanlagen wurden deaktiviert (wir hatten theoretisch ein Schussfeld von ca. 90 Grad, da kurbelt man dann schon eine Weile) und die schlechten klimatischen Verhältnisse im Turm führten im Winter rasch zu einem Beschlagen der Optiken. Das wichtigste Utensil des Richtschützen war dann auch ein Optikreinigungstuch, mit dem er andauernd in der Okularschale herumrieb.
Die schweizer Anlagen, die ich gesehen habe (allerdings nur ein paar wenige) waren durchwegs besser ausgerüstet. Da gab es dann z.B. ABC-Anlagen (wir hatten nur die übliche Mannesausrüstung), brauchbare Nachtsichteinrichtungen etc.
Das lustigste waren aber unsere Funkgeräte (gut, die braucht man zur PA nicht, denn da gab es ja das Feldtelefon). Die effektive Reichweite lag ungefähr dort, wo man eh noch hinschreien kann. Immerhin konnten die Blattantennen nicht so leicht brechen wir beim TFF21.

Was die Luftunterstützung betrifft, hätte ich mir praktisch keine Hoffnung gemacht. Unsere Luftwaffe wäre zum Zeitpunkt des Angriffs ziemlich sicher ausgeschaltet oder anderweitig eingesetzt worden. Und selbst wenn es Kräfte gegeben hätte, dann wären keine Mittel dagewesen, um gegen einen mech-Feind wirksam vorzugehen. Die ungelenkten Raketen kann man denke ich getrost vergessen, und mit Kanonen gegen eine relativ FLA-starke mechanisierte Ostbrigade anzutreten ist schon sehr mutig. Jedenfalls aber nicht effektiv und schon gar nicht effizient.
Ob die NATO Luftunterstützung geschickt hätte, kann ich nicht beurteilen, aber ich denke mir, dass die genug Probleme über dem eigenen Territorium gehabt hätten. Wenn sie aber z.B. verhindern wollten, dass der WAPA über Bayern in die Flanke fällt, hätte es da sicher etwas gegeben. Nur hätte man dann auf alles geschossen, was sich bewegt. Oder im schlimmsten Fall mit schlimmeren Mitteln abgeriegelt.

Natürlich hat auch der WAPA nur mit Wasser gekocht, aber alleine das materielle Übergewicht war erdrückend und wir waren ziemlich schlecht ausgerüstet in vorderster Linie.
Abgesehen davon war ich von der Qualität des Geräts, das ich nach dem Ende des Kalten Kriegs sehen konnte, relativ überrascht, vor allem bei den Panzern. Und wenn man dann sieht, wie ein MTLB, der ja angeblich nicht die Donau durchqueren konnte, problemlos in St. Pölten auf und ab fährt, denkt man sich seinen Teil.

Und ob ein österreichischer Milizsoldat so viel kampfkräftiger war als ein Motschütze aus Ungarn, wage ich nicht zu beurteilen. Motivierter waren wir aber sicher !

Alles in allem war die Zeit bei der Sperrtruppe - abgesehen von den schlechten Aussichten im tatsächlichen Einsatz - die schönste meiner gesamten Dienstzeit. Wir wussten alle, was zu tun war und die Moral der Kameraden war recht hoch. So sehe ich heute noch die Zeit der Raumverteidigung als den Höhepunkt des Bundesheeres. Da gab es noch einen greifbaren militärischen Gegner und nicht die unsäglichen "Sicherungsübungen", die ab Mitte der 90er-Jahre mein Leben als Milizsoldat langsam aber sicher vermiesten. Vielleicht sollte ich schön langsam auch ins Museum ;-)

Das Rohr des T34 haben sie vermutlich abgetrennt, damit es dem Bagger bei der Bergung nicht in die Quere kommt. Oder sie haben die Bunkerfront einfach rausgerissen und da war das Rohr im Weg ?


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BeitragVerfasst: 16. Okt 2007, 14:08 

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Leider kann ich Dir, was die technische Ausstattung der Türme betrifft, nicht widersprechen. Da hätte ich mir damals auch einige Verbesserungen gewünscht.

Was die Lage „meiner“ FAn betrifft, war ich viel besser dran. In den Bergen, am Rande einer 60m tiefen Schlucht gelegen, wirkten wir flankierend auf ein kurzes Straßenstück auf der anderen Hangseite, das , aus einem dichten Wald kommend, zu einer nicht sehr breiten Brücke führt.

Da wir als eine der ersten Anlagen (damals noch mit dem Turm des M 47) in Österreich ein Scharfschießen im Einsatzraum (gemeinsam mit der, im Erdeinsatz verwendeten 2 cm FlAK) durchführten, habe ich eine kleine Vorstellung davon, wie das im Ernstfall ablaufen könnte.
Der enge Turm, der Lärm, die Verbrennungsgase, die sich beim Öffnen des Verschlusses im Inneren verteilen. Das rasche Reagieren wenn die Situation es erfordert. Es war schon beeindruckend mit welcher Präzision die Besatzungen der beiden Anlagen agierten. Bei derart gut eingespielten Teams sitzt wirklich jeder Handgriff und die Trefferausbeute war (auf diese, eher kurze Einsatzentfernung) optimal.
Aber man genießt anschließend die frische Bergluft und freut sich, dass es nur eine Übung war und niemand zurückgeschossen hat.

Liegt jetzt wohl schon ca. zwei Jahrzehnte zurück, erinnere mich aber noch gerne daran.


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BeitragVerfasst: 16. Okt 2007, 18:53 

Registriert: 21. Mär 2006, 18:11
Beiträge: 248
Nikolaus hat geschrieben:
Im Gebirge sah es allerdings wirklich besser aus. Da gab es Sperranlagen, die tatsächlich schwer zu knacken wären.


zum Beispiel das Brennerwerk bzw. die Anlagen im Wipptal.
würde viel dafür geben, eine der beeindruckenden FAn in den Felsen einmal besichtigen zu können.
Der Bau muß ja ein Wahnsinsaufand gewesen sein...


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BeitragVerfasst: 16. Okt 2007, 20:23 

Registriert: 16. Okt 2007, 20:10
Beiträge: 199
Nikolaus hat geschrieben:
Die 8,8er befanden sich an einer Wasserstraße mit Wirkbereich in den Stauraum eines Kraftwerks. Die Anlage war zumindest Ende der 80er-Jahre noch aktiv.

Die Schiffsartillerie war französischen Ursprungs, allerdings so weit ich mich erinnern kann ohne den ursprünglichen gepanzerten Turm, sondern nur mehr die lafettierte Kanone an sich (sah ähnlich aus wie die Long Tom). Ich glaube auch, dass sie ein Kaliber von 12cm (?) hatte, jedenfalls weniger als 15,5. Ich habe aber keine Ahnung, bis wann die eingesetzt wurden. Einsatzraum war glaube ich in der Steiermark, aber da kann ich mich auch irren.


Werter "Nikolaus" - hier irrst du dich.
Weder eine 8,8er noch ein ehem. Schiffgeschütz wurden in eine FAn eingebaut.
Wenn du mir sagen kannst wo dies genau gewesen sein soll, kann ich dir sagen um welches Geschütz es sich tatschlich gehandelt hat.


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BeitragVerfasst: 23. Apr 2008, 11:56 

Registriert: 06. Mär 2008, 16:58
Beiträge: 199
http://www.unterirdisch-forum.de/forum/ ... 1208778377
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Und jetzt auf dem Weg auf den Wurzenpass!!


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BeitragVerfasst: 11. Apr 2010, 22:32 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20762
Eingebunkert (7.Juli 2009)


Letzte schwere Feldkanone aus Raumverteidigungs-Bollwerk demontiert (16. Oktober 2008)


Letzter Kärntner Panzerturm abgebaut (16. Juli 2008)


Letzter T-34 Kampfpanzer aus fester Anlage ausgebaut (9. Oktober 2007)


Bunkermuseum am Wurzenpass eröffnet (26. August 2005)


geplanten Rückbau von sogenannten Festen Anlagen (266/J) (Beantwortet am 22. März 2000)

      Zitat:
      Zu den einleitenden Bemerkungen der Anfragesteller ist zunächst zu bemerken, dass zahlreiche Feste Anlagen des Bundesheeres im Zuge der Strukturanpassung zur Heeresgliederung 1992 entbehrlich geworden sind und deshalb je nach Priorität aufgelassen oder umgewidmet werden. Dabei wird möglichst ökonomisch und sparsam vorgegangen, indem in der Regel im Einvernehmen mit dem Käufer einer Liegenschaft bzw. dem Eigentümer eines in Bestand genommenen Grundstückes ein Rückbau vermieden wird.

Zitat:
1. Wieviele sogenannte Feste Anlagen sind von dieser Maßnahme betroffen?
2. Wieviele Sperrstellungen sind von dieser Maßnahme betroffen?
3. Wieviele sonstige vorbereitete Stellungen, Bunker u.ä. sind von dieser Maßnahme betroffen?

      Zitat:
      Zu 1 bis 3:

      Bis dato musste noch keine Feste Anlage rückgebaut werden, da es immer noch möglich war, derartige Liegenschaften entweder zu verkaufen oder Bauwerke mit Auflösung des Bestandvertrages zumindest kostenlos dem Bestandgeber zu übertragen.

Zitat:
4. Wieviele Grundstücke mit Festen Anlagen, Sperrstellungen u.ä. Anlagen befinden sich im Besitz der Republik?

5. Wieviele Grundstücke mit Festen Anlagen, Sperrstellungen u.ä. Anlagen wurden durch das BMLV gepachtet?

      Zitat:
      Zu 4 und 5:

      Zur Zeit befinden sich 287 derartige Grundstücke im Eigentum der Republik Österreich; 246 Grundstücke sind in Bestand genommen.

Zitat:
6. Inwieweit stimmen die Angaben der Kronen Zeitung, daß Waffenteile dieser Anlagen an Israel verkauft werden sollen, einem Staat der ununterbrochen kriegerische bzw. kriegsähnliche Handlungen setzt (Südlibanon)?

      Zitat:
      Zu 6:

      Bis dato wurde in meinem Ressort über einen allfälligen Verkauf von Waffen - bzw. Waffenteilen Fester Anlagen noch keine Entscheidung getroffen.

Zitat:
8. Welche Kosten entstanden bei der Errichtung sämtlicher derzeit auf dem Bundesgebiet vorhanden Festen Anlagen und Sperrstellungen (Bunker, Waffenstände, Geschütz-, Granatwerfer - und Kanonenanlagen, Panzertürme, vorbereitete Sperranlagen usw.)?

      Zitat:
      Zu 8:

      In Anbetracht der großen Zahl derartiger Anlagen sowie der Tatsache, dass deren Errichtung und Ausbau bis zum Jahr 1958 zurückreichen, und Unterlagen darüber vielfach nicht mehr zur Verfügung stehen, erscheint eine Beantwortung dieser Frage faktisch nicht möglich.

Zitat:
. Wieviele Soldaten der Einsatzorganisation waren vor 1999 in Verbänden und Kompanien die solche Anlagen besetzten beordert?

      Zitat:
      Zu 9:

      Zu Beginn des Jahres 1997 waren im Bereich der Sperrorganisation rund 3.900 Soldaten beordert.

Zitat:
10. Wieviele Soldaten der Einsatzorganisation werden nach dem geplanten Rückbau dieser Anlagen in Verbänden und Kompanien die solche Anlagen besetzen beordert sein?

      Zitat:
      Zu 10:

      Mit Auflösung der Sperrorganisation im Zuge der Strukturanpassung zur Heeresgliederung 1992 wurde das gesamte Personal entordert bzw. mobausgeteilt.


Stellenplan für das Jahr 1987

Zitat:
Im Bereich der Mechanisierung sind Aufwendungen für die Modifikation der Bergepanzer M 88, sowie für die Beschaffung von Pionierpanzern vorgesehen. Darüber hinaus ist beabsichtigt, das Fehl an leichten Bergepanzern abzudecken. Im Bereich der Panzerabwehr steht die Verdichtung der Festen Anlagen durch zusätzliche Centurion-Türme und die Beschaffung moderner Pfeilmunition im Vordergrund.

Auf dem Fernmeldesektor wird vor allem auf die Ausstattungsergänzung mit Fernsprechgerät und Fliegerleitgerät Bedacht genommen. Darüber hinaus ist die Beschaffung von modernen Kurzwellen-Funkgeräten als Ersatz für veraltetes Gerät im Bereich vor allem der mittleren Führung vorgesehen. Der für den Ausbau der integrierten Fernmeldeinfrastruktur 80 (IFMIN 80) vorgesehene Betrag ist die Jahresrate 1987 des Projektes, durch das im wesentlichen das bestehende und überalterte ortsfeste Heeresfernmeldenetz ersetzt und die gemäß Raumverteidigungs-Einsatzkonzept erforderlichen Verbindungen vor allem der oberen und obersten Führung sichergestellt werden sollen. Der Ersatz des bestehenden Netzes ist bereits dringend erforderlich, weil sonst umfangreiche Investitionen für die Instandhaltung vorgenommen werden müßten.

Zur Verbesserung der Unterstützung der Landwehr sind Aufwendungen für die Beschaffung von leichten Fliegerabwehrkanonen für die Sperrtruppe vorgesehen .. Um die Lebensdauer der mittelkalibrigen Fliegerabwehr in die 90er Jahre hinein sicherzustellen und ihre Leistungsfähigkeit der gesteigerten Bedrohung aus der Luft anzupassen, ist deren Modifikation und Grundüberholung vorgesehen. Die für das System GOLDHAUBE bereitgestellten Mittel sollen sicherstellen, daß das System in betrieblicher Hinsicht fertig gestellt werden kann. Hauptaugenmerk wird dabei der Datenverarbeitung und Datenübertragung gewidmet.

Im Bereich der Luftstreitkräfte sind Mittel insbesondere für die Anzahlung der Luftraumüberwachungsflugzeuge, welche die in Friedens- und Krisenzeiten bedeutsame Wahrung der Lufthoheit in effizienterem Maße als bisher sicherstellen sollen, sowie für die Bereitstellung der hiezu erforderlichen Infrastruktur vorgesehen.


Zitat:
Verbesserung der Ausbildung

Die kurze Grundwehrdienstzeit erfordert eine Intensivierung der Ausbildung. Dies ist ua. durch Beschaffung von modernem Ausbildungsgerät möglich. Neben den Mitteln für den Ausbau von Schieß- und Kampfanlagen sowie audiovisuellen Geräten soll 1987 vor allem die Beschaffung von Schießsimulatoren fortgesetzt und der Bestand an Gefechtssimulatoren erweitert werden. Mit diesen Mitteln sollen nicht nur die Ausbildung verbessert und gefechtsnäher gestaltet, sondern auch Einsparungen durch den verminderten Gebrauch des Einsatzgerätes erzielt werden. Die Umstellung des Ausbildungsgerätes erfolgt in mehreren Etappen; im Bundesvoranschlag 1987 sind nur anteilige Kosten berücksichtigt. Angemessene Aufwendungen für die Milizarbeit sollen die laufende Information und Ausbildung der Milizsoldaten auch zwischen den Waffenübungen sicherstellen.



Zuletzt geändert von theoderich am 17. Jun 2013, 22:11, insgesamt 4-mal geändert.

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