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 Betreff des Beitrags: RAL 7013 - Schützenpanzer Ulan
BeitragVerfasst: 28. Aug 2007, 07:59 
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Neues Typenblatt in der RAL 7013 Datenbank: Der Schützenpanzer Ulan (ASCOD)
Link: http://www.doppeladler.com/oebh/kette/ulan.htm

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 Betreff des Beitrags: Re: RAL 7013 - Schützenpanzer Ulan
BeitragVerfasst: 11. Mai 2011, 22:34 

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Wenn ich mich nicht täusche betrifft diese Beschaffung von neuen ABC-Schutzanlagen den "Ulan" (Von welchen Fahrzeugen haben wir sonst noch 112 Stück?):

Aura’s VIPER System and Beth-EL Industries’ NBC Protective Systems Selected by the Austrian Military for Vehicle Application (27. Januar 2011)

Zitat:
Aura Systems Inc. (OTC: AUSI), announced yesterday that the Austrian Military selected the Power and Air filtering system proposed jointly by Beth-EL Industries Ltd. of Israel and Aura Systems Inc.

The team will provide 112 completely integrated systems to be used by the Austrian military in specialty vehicles. Aura’s portion of the award will vary from a minimum of $2.6 million to a maximum of $3.6 million depending on options that will be finalized shortly. Beth-El industries Ltd. has teamed up with Aura to supply the VIPER mobile power solution to support the electric power requirements of its Nuclear, Biological and Chemical “NBC” protective systems.




___________________________________________________________


TRUPENDIENST, Folge 295, Ausgabe 1/2007 hat geschrieben:
Österreich: Fahrschulpanzer "Ulan" für die Ausbildung

Im Sommer 2006 erhielt die Panzertruppenschule in Zwölfaxing den Prototyp des Fahrschulpanzers "Ulan" mit dem vom deutschen Hersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) entwickelten Fahrschulrüstsatz. Nach der erfolgreichen Erprobung dieses Prototyps wurde nun die Serienfertigung der Fahrschulpanzer aufgenommen. Bis Mitte 2007 wird das Bundesheer insgesamt sechs dieser Fahrzeuge erhalten.

Rüstsatz für die Fahrschulausbildung

Der Fahrschulpanzer "Ulan" besteht aus dem üblichen Kettenfahrgestell des Herstellers Steyr-Daimler-Puch Spezialfahrzeug GmbH., hat jedoch anstelle des Turmes eine Fahrschulkabine aufgesetzt. Diese bietet Platz für den Fahrlehrer und einen Fahrschüler. Das fehlende Gewicht des Turmes wird durch einen Ballastring ausgeglichen. Damit bleibt das Fahrverhalten nahezu unverändert, und der Wechsel vom Ausbildungs- zum Einsatzgerät bedarf keiner Umgewöhnung. Die Rüstsätze sind so konzipiert, dass der Fahrschulpanzer bei Bedarf nach einer kurzen Rückbauphase auch wieder als Schützenpanzer eingesetzt werden kann.

Die Schulung der Panzerfahrer am Originalfahrzeug, das anstelle des Gefechtsturmes mit der Fahrschulkabine ausgestattet ist, ermöglicht eine praxisnahe Ausbildung auf höchstem Niveau. Wie bei den herkömmlichen Fahrschulfahrzeugen (Personenkraftwagen und Lastkraftwagen) hat auch beim Fahrschulpanzer der Fahrlehrer von der Kabine aus in jeder Situation die Möglichkeit, den Schüler zu übersteuern. Dafür stehen ihm alle wichtigen Funktionen wie Lenkung, Bremse, Fahrpedal und Gangschaltung zur Verfügung.

Krauss-Maffei Wegmann bietet ein breites Spektrum an Ausbildungsgeräten an. Die Fahrschulkabinen der Firma stehen weltweit im Ausbildungseinsatz, integriert auf Fahrgestellen der von KMW hergestellten Kampfpanzer "Leopard" 1, "Leopard" 2, der Luftlandepanzer "Wiesel" und der Schützenpanzer "Marder". Insgesamt werden von KMW heute 167 Fahrschulpanzer an fünf verschiedenen Standorten gewartet und instand gesetzt.

-si-



Zuletzt geändert von theoderich am 05. Jan 2014, 23:10, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: RAL 7013 - Schützenpanzer Ulan
BeitragVerfasst: 12. Mai 2011, 08:16 
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Sehr interessant.

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 Betreff des Beitrags: Re: RAL 7013 - Schützenpanzer Ulan
BeitragVerfasst: 12. Mai 2011, 09:40 

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Ob das etwas ist, was wirklich dringend gebraucht wird, wage ich zu bezweifeln.


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 Betreff des Beitrags: Re: RAL 7013 - Schützenpanzer Ulan
BeitragVerfasst: 12. Mai 2011, 10:20 

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Ein bisschen seltsam ist es schon, denn der "Ulan" hat bereits seit seiner Auslieferung eine ABC-Schutzanlage integriert. Vielleicht sind die ursprünglichen Systeme technisch veraltet gewesen und man bekam für sie keine Ersatzteile mehr?


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 Betreff des Beitrags: Re: RAL 7013 - Schützenpanzer Ulan
BeitragVerfasst: 12. Mai 2011, 11:09 
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Kann sein das diese Systeme auch für den LMV gedacht sind?

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 Betreff des Beitrags: Re: RAL 7013 - Schützenpanzer Ulan
BeitragVerfasst: 12. Apr 2012, 14:00 

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Schützenpanzer ULAN ("Miliz Info" 1/2000)

Zitat:
Die letzten Tests

Es erfordert noch einige Vorbereitungen, bis die ersten Fahrzeuge der Truppe übergeben werden können. Die ersten Mobilitätsabnahmen der Komponenten des Fahrwerkes im Rahmen von Fahrversuchen mit Serienbauteilen erfolgen demnächst. Panzerbesatzungen des Bundesheeres führen diese Mobilitätstest durch. Parallel dazu finden Beladeübungen des Fahrzeuges unter Federführung der Panzertruppenschule statt, damit sichergestellt ist, dass die mitzuführende Ausrüstung der Besatzung verstaut werden kann. Dabei werden auch die neuen ergonomischen Sitze im Mannschaftsraum getestet.


Zitat:
Fahrzeugmontage

Die Abnahme der 30mm Kanonen sowie der leistungsstärkeren Motoren, die den europäischen Abgasnormen gerecht werden, hat bereits begonnen. Auch völlig neuartige Bordsprechanlagen wurden bestellt, damit diese bei der Fahrzeugmontage berücksichtigt werden können.

Alles in allem läuft die Einführung dieses Waffensystems plangemäß, sodass die Lieferung der ersten vier Fahrzeuge im Mai 2001 zu erwarten ist. Danach wird die Serienfreigabe durch BMLV erfolgen. Plangemäß werden in weiterer Folge 36 Serienfahrzeuge pro Jahr ausgeliefert, sodass im zweiten Quartal 2004 alle Fahrzeuge der Truppe zur Verfügung stehen. Zu diesem Zeitpunkt werden auch alle Ausbildungsmittel einschließlich Simulatoren und Logistikkomponenten verfügbar sein. Die genauen Zulauftermine zur Truppe werden nach Lieferung der ersten vier Fahrzeuge festgelegt.

ADir Hptm Ing. Erich Bonatotzky, WGM


Bei der AG Truppendienst arbeitet man, wie ich heute erfahren habe, derzeit an einer rückwirkenden digitalen Erfassung der seit 1962 erschienenen Jahrgänge. Ein erstes Ergebnis ist der Jahrgang 2003.

"Ulan" - Der neue Schützenpanzer des Österreichischen Bundesheeres (TRUPPENDIENST, Folge 268, Ausgabe 1/2003)

Zitat:
Den endgültigen Anstoß gab dann das 1985 vom Bundesheer erstellte militärische Pflichtenheft über den Kampfschützenpanzer 90 (KSPz 90). Aufbauend darauf wurde das technische Konzept des KSPz 90 erstellt; der Bericht darüber ist in TRUPPENDIENST, Heft 5/1988, Seite 542 ff. nachzulesen. Zwei­erlei war jedoch bald klar: Eine öster­reichische Bestellung würde in absehbarer Zeit nicht erfolgen, und die Ent­wicklungskosten lägen über den finanziellen Möglichkeiten der Firma.

Die Folge war ein 1988 unterzeichneter Kooperationsvertrag mit der spa­ni­­schen Firma Empresa National Santa Barbara S. A., worauf die weitere Entwicklung unter der Bezeichnung ASCOD (Austrian Spa­nish Cooperative Develop­ment) lief.

Die Arbeiten zum Bau des ersten Prototyps schritten nunmehr zügig voran. Die Wanne wurde in Spanien gefertigt, der Turm in Österreich, als Weiterentwicklung des SP 3-Turmes, der bereits auf der Aufklärungsversion des "Pandur" Verwendung gefunden hatte. Der erste Prototyp wurde 1991 in Sevilla vorgeführt.


Bild

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      Planungen im Bundesheer (ASMZ Nr. 1/1994, FOTO)

      Zitat:
      Pikant ist in diesem Zusammenhang die Beschaffung von 68 Radschützenpanzern Pandur von Steyr. Geplant war eine derartige Beschaffung bereits Mitte der achtziger Jahre, bekämpft allerdings gerade aus der Richtung der SPÖ. Heute zählen Arbeitsplatzargumente, Verwendung im UNO-Einsatz usw. Dass der Konzernchef von Steyr, Kandidat der SPÖ im letzten Bundespräsidentenwahlkampf, über diesen Auftrag nicht unglücklich sein wird, versteht sich von sebst, wird doch das Konzernergebnis deutlich aufgebessert. Die lange Lieferfrist des auch innerhalb der SPÖ nicht unamstrittenen Auftrags gibt der Regierung eine Schonfrist: Solange diese gepanzerten Fahrzeuge nicht ausgeliefert sind, kann Österreich nicht an UNO-Kampfeinsätzen teilnehmen.


Zitat:
In Österreich dauerte es aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel bis Mai 1999, ehe der Auftrag über 112 der nunmehr als "Ulan" bezeichneten Fahrzeuge erteilt wurde.


Zitat:
Überdies wurde von vorn­­­­herein die Option einer Zusatzpanzerung für den Bug und die Turmfront angeboten. Diese Zusatzpanze­rung wurde auch vom Bundesheer bestellt. Mit ihr ergibt sich eine Beschuss­sicherheit gegen 30-mm-Pfeilgeschosse auf Entfernungen ab 1 000 m in einem Winkelbereich von +/-15° zur Fahr­zeugachse. Der Rest der Wanne bietet Schutz gegen 14,5-mm-Geschosse ab einer Entfernung von 500 m und gegen Granatsplitter. Zusätzlich wird dieser Schutz noch durch Spall-Liner (Kunst­stoffmatten, um die Besatzung gegen die sekundäre Trefferwirkung zu schützen, z. B. Geschossteile, die die Wanne durchschlagen) verbessert.


Zitat:
Zwei weitere Änderungen fallen schon rein äußerlich auf: Während beim Kampfschützenpanzer 90 noch schräge Seitenwände mit zwei seitlichen Schießluken vorgesehen waren, sind die Seitenwände ab dem ASCOD senkrecht und ohne Schießluken ausgebildet. Ins Auge fallen überdies die beiden an der Rückwand angebrachten Behälter (Staukasten rechts und Zusatztank links).

Im Wannendach sind drei Luken, im Heck ist eine große seitlich angeschlagene Tür vorgesehen, welche ein rasches Auf- und Absitzen der Grenadiergruppe von acht Mann ermöglicht. Bei dem in Norwegen erprobten ersten Prototyp war ursprünglich eine Heckrampe anstelle der Tür eingebaut.


Zitat:
Die Firma hat schon vom Beginn der Entwicklung an eine ganze Panzerfamilie ins Auge gefasst. An erster Stelle steht hier natürlich ein leichter Kampfpanzer. Auf dem Fahrgestell des ASCOD wurden bereits drei verschiedene Türme mit 105-mm-Panzerkanonen erprobt.


Steyr–Daimler–Puch Spezialfahrzeug AG, Wien (Wahrnehmungsbericht des Rechnungshofes. Teilbereiche des Steyr-Daimler-Puch-Konzerns, Reihe Bund 1994/8)

Zitat:
Panzerfahrzeuge sind wegen ihres sehr langfristigen Produktzyklus, wenn kein gesicherter Absatz unmittelbar an die Entwicklungsphase anschließt, aufgrund des technischen Fortschritts bald überholt. Der Unternehmung war es nicht gelungen, für ein neues Kampfschützenpanzerkonzept einen Entwicklungsauftrag des Bundesheeres zu erhalten. Aber auch beim Radpanzer war es in den Jahren 1985 bis 1988 zu einem Stillstand gekommen. Trotz laufender Kontakte war es der Unternehmung nicht möglich gewesen, verbindliche Zusagen des Bundesheeres über etwaige Neubeschaffungen zu erhalten.


Zitat:
Kampfschützenpanzer

Mangels eines Inlandsauftrages für einen neuen Kampfschützenpanzer war es notwendig, auf dem Auslandsmarkt Partner zu suchen. Zum einen kam es infolge bisheriger Geschäftskontakte zum Abschluß eines Know–how–Vertrages mit dem griechischen Partner der Unternehmung, der allerdings nur den Schützenpanzer betraf. Zum anderen fand aber die Unternehmung im Rahmen des spanischen Verstaatlichten–Konzerns einen Kooperationspartner für die Entwicklung und Vermarktung eines neuen Kampfschützenpanzers. Anfang 1992 wurde eine gemeinsame Tochtergesellschaft gegründet.

Der RH verwies auf das allgemeine Risiko der internationalen Waffenmärkte, wenn auch der Unternehmung nunmehr Teilerfolge gelungen waren.

    Laut Stellungnahme des Vorstandes sei diese Lösung hinsichtlich des Kampfschützenpanzers für die Unternehmung vorteilhaft und sichere ihr Dispositionsfreiheit mit einem beachtlichen Absatzpotential.

Radpanzer

In der Zwischenzeit trieb die Unternehmung die Serienreifmachung des Radpanzers unter Schwierigkeiten und Verzögerungen weiter voran. Kontakte zu ausländischen Kooperationspartnern führten zu zwei Vertragsabschlüssen
im Jahr 1991. Konkrete Geschäftserfolge waren aber bis zum Zeitpunkt des Endes der örtlichen Einschau des RH im Oktober 1992 noch ausgeblieben. Eine Reihe von weiteren Projekten, welche sämtliche Spot–Charakter aufwiesen, führten zu keinen Ergebnissen. Nach Ende der Erhebungen des RH konnte die Unternehmung jedoch einen Lizenzvertrag über die Technologienutzung ihres Radpanzers abschließen. Darüber hinaus bemühte sich die Unternehmung um einen Auftrag des Bundesheeres.

Wie der RH kritisch vermerkte, führten auch Teilerfolge auf dem Auslandsmarkt bei weitem nicht die Wirtschaftlichkeit des Produkt–Projektes herbei. Nach Ansicht des RH sollte das Projekt des Radpanzers erst bei Erfüllung von Wirtschaftlichkeitskriterien — insbesondere Bestellung größerer Stückzahlen — weiterverfolgt werden.

    Laut Stellungnahme des Vorstandes habe sich die Unternehmung bei einer Reihe von Tests im Ausland im Spitzenfeld qualifiziert und sei bislang keines dieser Projekte an den Mitbewerb verloren gegangen. Nach einer etwaigen Beschaffung durch das Bundesheer wären deshalb chancenreiche Voraussetzungen für Geschäftsabschlüsse gegeben. Eine definitive Ablehnung durch das Bundesheer würde allerdings den weiteren Projektverlauf in hohem Maße bestimmen. Die Unternehmung hätte sich seit dem ersten Pflichtenheft (1978) immer wieder am Bedarf des Bundesheeres ausgerichtet. Tatsache sei, daß das Bundesheer trotzdem erst im Herbst 1993 verbindliche technische Lieferbedingungen vorlegt hätte.


Zitat:
Die Unternehmung hatte mit dem Radpanzer von der Steyr–Daimler–Puch AG ein bis zur Prototypenreife entwickeltes Produkt übernommen. Für Kettenfahrzeuge besaß die Unternehmung besondere Kenntnisse aus der Eigenfertigung und der Überholung samt Kampfwertsteigerung von Fremdprodukten.

Der RH vermerkte, daß die Unternehmung wegen ihrer Größe keine Grundlagenforschung betrieben hatte und die Vorentwicklungen neuer Produkte gering waren.

    Laut Stellungnahme des Vorstandes verfüge die Unternehmung mit den beiden Panzertypen über zwei Produktlinien, die jeweils eine beachtliche Anzahl von Ausführungsvarianten aufwiesen. Außerdem könnten angesichts der vorhandenen Modernisierungstechnologien dem Kunden jederzeit verschiedene Kategorien leichter Panzer angeboten werden.


Zitat:
Radpanzer

Der Radpanzer hatte in der Entwicklungsphase (seit 1978) sehr hohe Entwicklungskosten. Während die Unternehmung ursprünglich von einer Heeresabnahme ab 1984 ausging, zeichnete sich eine Truppenverwendung frühestens für 1995 ab.

Nach Ansicht des RH war mangels Projekteinbindung des Bundesheeres das Risiko der Unternehmung hoch. Weiters hatten sich wegen der langen Entwicklungsdauer wesentliche Baugruppen und Aggregate der Lieferanten geändert, was hohe Kosten verursachte.

    Laut Stellungnahme der Unternehmung hätte ihr im Feber 1985 der damalige Verteidigungsminister Dr Frischenschlager die Beschaffungsabsicht bestätigt; eine rechtsverbindliche Zusage sei jedoch aufgrund der Vergabevorschriften nicht möglich gewesen. Um die Radpanzerfamilie marktkonform im Programm zu halten, sei die Vielfalt der Ausführungsvarianten notwendig.

Kampfschützenpanzer

Die Entwicklung des neuen Kampfschützenpanzers mit dem spanischen Partner hatte sich aus einem angestrebten Kundenauftrag 1988 hergeleitet. In der Folge wurde daraus eine Eigenentwicklung der Unternehmung gemeinsam mit einem Kooperationspartner.

Der RH räumte ein, daß die Fortführung der Kettenfahrzeugproduktion eine vom Aufsichtsrat genehmigte Grundsatzentscheidung darstellte. Der RH befürchtete für das Projekt hohe Risken; zudem könnte sich eine ähnlich lange Produktvorlaufzeit wie beim Radpanzer nachteilig auf das Gesamtprojekt auswirken.

    Laut Stellungnahme des Vorstandes entspringe das Projekt zwar einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit dem Bundesheer, dessen Einbindung sei aber vorerst nicht möglich gewesen. Die Unternehmung habe daher ihre Riskenteilung im Rahmen der gemeinsamen Tochterunternehmung mit ihrem spanischen Partner vorgenommen. Die Zusammenarbeit erfolge auf der Grundlage klarer organisatorischer Festlegungen und gesellschaftsrechtlicher Regelungen. Von den Kernprojekten werde die Wirtschaftlichkeit der Kampfschützenpanzerentwicklung und die Zeitachse definiert. Die vom RH aufgezeigten Risken sah der Vorstand nicht.



Zuletzt geändert von theoderich am 02. Sep 2012, 20:15, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: RAL 7013 - Schützenpanzer Ulan
BeitragVerfasst: 30. Jul 2012, 11:33 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20724
Ein paar Fotos des zweiten ASCOD-Prototypen, erkennbar an nur sechs Laufrollen, seitlichen Schießluken (Die beim Serienmodell zugunsten eines größeren Innenraums entfernt wurden.) und dem "Tür-in-Tür"-System - heute ein Ausstellungsstück bei Santa Barbara Sistemas in Sevilla:

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Zuletzt geändert von theoderich am 27. Apr 2014, 01:04, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: RAL 7013 - Schützenpanzer Ulan
BeitragVerfasst: 10. Okt 2012, 23:20 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20724
Sehe ich das falsch, oder ist das eine Art improvisierter "Kommando-Ulan"?

Bild

Das scheint man schon seit einigen Jahren je nach Anlass zu praktizieren:

Bild

Zum Vergleich:



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 Betreff des Beitrags: Re: RAL 7013 - Schützenpanzer Ulan
BeitragVerfasst: 11. Okt 2012, 07:58 

Registriert: 12. Mai 2011, 11:05
Beiträge: 3392
Jetzt weiss ich auch warum die Deutschen da so lachen, denn es ist Oktober und es fehlt da nur noch das Bier und die Brezen, der Biertisch steht schon drinnen.


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 Betreff des Beitrags: Re: RAL 7013 - Schützenpanzer Ulan
BeitragVerfasst: 05. Dez 2012, 10:27 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20724
Bild

Auch hier wurde offensichtlich gebastelt: Man beachte den weißen Kasten oberhalb der Maschinenkanone des rechten "Ulan" und den ungewöhnlichen "Höcker" vor dem Periskop des linken Schützenpanzers.

Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: RAL 7013 - Schützenpanzer Ulan
BeitragVerfasst: 05. Dez 2012, 15:59 

Registriert: 14. Dez 2011, 13:35
Beiträge: 594
Was meinst du genau mit "Höcker"?


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 Betreff des Beitrags: Re: RAL 7013 - Schützenpanzer Ulan
BeitragVerfasst: 05. Dez 2012, 16:10 

Registriert: 11. Jun 2005, 18:20
Beiträge: 984
Wohnort: Wien
Den abgelegten Helm vermutlich!


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 Betreff des Beitrags: Re: RAL 7013 - Schützenpanzer Ulan
BeitragVerfasst: 05. Dez 2012, 16:19 

Registriert: 09. Sep 2008, 22:29
Beiträge: 20724
Elo59 hat geschrieben:
Den abgelegten Helm vermutlich!


Eben nicht. Ich meine die dreieckige, spitze Blechverkleidung vor dem linken Rand des Periskops. Man sieht sie hier vielleicht besser:

Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: RAL 7013 - Schützenpanzer Ulan
BeitragVerfasst: 05. Dez 2012, 16:29 

Registriert: 26. Mär 2005, 23:49
Beiträge: 45
theoderich hat geschrieben:
Eben nicht. Ich meine die dreieckige, spitze Blechverkleidung vor dem linken Rand des Periskops. Man sieht sie hier vielleicht besser:

Wenn ich richtig verstehe, was gemeint ist - check mal die Ulan-Bildergalerie: Auf dem letzten Bild ("Schützenpanzer am Tag der Leutnante in Wiener Neustadt." - und nur auf diesem) haben alle so ein eckiges Ding.


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