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Bundesheer beschafft 575 neue LKW

Fahrzeuge, Waffen, Gerät, Ausrüstung und Uniformen
malcat
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Re: Bundesheer beschafft 575 neue LKW

Beitrag von malcat » 02. Okt 2009, 17:47

Nachdem immer wieder 12M18 verkauft/versteigert werden, ist hier von einer schleichenden Ablöse auszugehen. Bleibt nur die Frage - Ablöse wodurch.

Wenn ich mir so den Aufbau auf dem MAN ansehe, stelle ich mir auf Grund der Höhe die Verladung eines Schwerverletzten nicht gerade einfach, aber dafür konditionsfördernd vor.

Abgesehen davon wünsche ich dem ÖBH mit seinen EMPL-Aufbauten mehr Glück, als wir bei unserer Freiw. Feuerwehr mit dem EMPL-Fahrzeug (SCAM) haben, wo die Verbindungen zum Tank permanent leck werden, und EMPL keine Abhilfe/Unterstüzung bietet. Foto: http://www.ff-steinbach.at/menue-dateie ... ge/klf.htm

MB
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Re: Bundesheer beschafft 575 neue LKW

Beitrag von MB » 02. Okt 2009, 18:56

malcat hat geschrieben:Wenn ich mir so den Aufbau auf dem MAN ansehe, stelle ich mir auf Grund der Höhe die Verladung eines Schwerverletzten nicht gerade einfach, aber dafür konditionsfördernd vor.

Dazu hat Empl auch etwas entwickelt:

EMPL hat geschrieben:Auf Grund der Höhe des hochgeländegängigen Fahrgestelles und den vorgegebenen Normen für Patiententransport, musste ein neues Tragengestell entwickelt werden, welches das Aufnehmen der Patienten auf Tragen auch vom Boden aus ermöglicht.

bs
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Re: Bundesheer beschafft 575 neue LKW

Beitrag von bs » 14. Okt 2009, 05:52

Eine kleine Neuigkeit, die auch die österr. MAN - Produktion betrifft.

http://isht.comdirect.de/html/detail/ma ... Wkn=703000

beistrich
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Re: Bundesheer beschafft 575 neue LKW

Beitrag von beistrich » 15. Okt 2009, 17:28

aus dem Artikel oben:
...Neben der Zentrale der MAN-Militärsparte in München mit etwa 300 Beschäftigten gibt es noch ein Werk bei Wien mit rund 1000 Mitarbeitern...


Ich wusste gar nicht das so viel der MAN-Militärsparte "österreichisch" ist.

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Cyclop
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Re: Bundesheer beschafft 575 neue LKW

Beitrag von Cyclop » 16. Okt 2009, 09:09

MAN Österreich ist der Nachfolger großer Nutzfahrzeughersteller wie Steyr LKW, ÖAF und Gräf & Stift, die alle auch im militärischen Bereich tätig waren. Auch im zivilen MAN Bereich sind die Standorte Wien und Steyr von großer Bedeutung.

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Re: Bundesheer beschafft 575 neue LKW

Beitrag von bs » 16. Okt 2009, 11:34

Die zivilen und mil. LKW werden ja auch auf der gleichen Linie produziert. Von MAN wird sowieso nur das Chassie und evt. noch das Fahrerhaus produziert. (bei den gepanzerten Versionen wird das ja auch zugeliefert).
Die Aufbauten usw. kommen dann von (zum Teil österr.) Firmen wie Empl, und Achleitner usw.

weils gerade so passt: bei uns in Villach (Fa. Ressenig) stehen zur Zeit auch gerade gepanzerte MAN´s - in einem Schönen Sandbraun :-) herum, vielleicht kann ich ja mal ein paar Fotos machen und Fragen wo die hingehen!!!

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Re: Bundesheer beschafft 575 neue LKW

Beitrag von theoderich » 07. Apr 2010, 16:38

Als Nachtrag:

Jahr 1985

Dezember: Firma Steyr erhält vom Bundesministerium für Landesverteidigung den Auftrag zur Lieferung von 1000 Stk. glLKW (12M18).


Jahr 1986

Oktober: 100 mittelschwere Steyr-LKW (12M18) von Bundesminister Krünes übernommen.



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Re: Bundesheer beschafft 575 neue LKW

Beitrag von theoderich » 31. Jan 2013, 13:42

Führungsunterstützung (TRUPPENDIENST, Folge 331, Ausgabe 1/2013)

Das Wechselaufbausystem

Nach der Überleitung vom Fernmeldebataillon 1 zum FüUB1 kam das System Wechselaufbau als logistisch bedeutendes Transportelement zur Truppe.

Die Einführung dieses Systems steht für eine Disposition von möglichst hoher Kubatur an Laderaum für Gerät und Mannschaft mit möglichst wenigen Kraftfahrzeugen und geringem Personalaufwand zur ökonomischen und kostengünstigen Gestaltung des Fuhrparks. Dies verlangt speziell bei Einsätzen oder Übungen eine sorgfältige Planung des Transportmanagements sowie eine effiziente Manipulation der Wechselaufbauten bei Verfügbarkeit eines entsprechenden Manipulationsgerätes. Zur Manipulation dieser Wechselaufbauten steht derzeit lediglich ein handbetriebener Manipulationssatz, verlastet auf einem Anhänger, zur Verfügung. Dies macht das Handling der Wechselaufbauten sehr zeitaufwändig. Durch die Anschaffung eines Schwenk­laders wird dies in Zukunft wesentlich erleichtert und beschleunigt.

Die Wechselaufbauten sind im FüUB1 für folgende Verwendungen vorgesehen:

    Vermittlungssystem Netz;
    Radio Access Point (RAP);
    Shelter FM/allgemein (RiFuTrp, EinrTrp, LWLTrp);
    Patiententransport;
    Mannschaftstransport;
    Ladebordwand/allgemein.

Als Force Provider ist ein geschlossener Einsatz des FüUB1 eher unwahrscheinlich. Daher kann der Transportbedarf aus heutiger Sicht mit den derzeitigen Ressourcen ohne Probleme abgedeckt werden.


Den Patiententransport- und Mannschaftstransportaufbau kenne ich schon. Weiß jemand, ob die anderen Aufbauten schon ausgeliefert sind? Ich glaube mich an einen Shelter mit angebrachten Antennen erinnern zu können, der bei irgendeiner Heeresveranstaltung präsentiert worden ist.

      Der Weg zur perfekten Verbindung, in: 13er Kurier. Truppenzeitung des Panzergrenadierbataillons 13, 3/2012 hat geschrieben:Eine weitere Neuerung stellt die Einführung des RapSys (Radio Access Point) dar. Dies ist ein weiterer Bestandteil des Truppenfunksystem CONRAD, der es ermöglicht Telefonie und Funk zu kombinieren.

      Mit dem RapSys wird es möglich sein, dass der Bataillonskommandant über ein Telefon mit dem Kompaniekommandanten, der sich auf dem Gefechtsfeld im Schützenpanzer Ulan befindet, mittels Funk in Verbindung tritt.

      Die Prototypen existieren bereits, der Einbau der benötigten technischen Komponenten wird beim Führungsunterstützungsbataillon 2 in St. Johann erfolgen. Mit einem Zulauf ist im Jahr 2013 zu rechnen.



      CONRAD - das VHF-Truppenfunksystem des Österreichischen Bundesheeres (TRUPPENDIENST, Folge 316, Ausgabe 4/2010)

      Vorgesehen ist auch ein Radio Access Point (RAP - Funkanschlusspunkt) zur IFMIN-Einbindung der Funknetze. (IFMIN - Integrierte FernMeldeINfrastruktur - ist ein heereseigenes, auf Richtverbindungen abgestütztes, verschlüsseltes Fernmeldenetz.) Der ortsfeste IFMIN-Teilnehmer kann so Funknetzteilnehmer direkt rufen bzw. von diesen direkt gerufen werden.


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Re: Bundesheer beschafft 575 neue LKW

Beitrag von Doppeladler » 07. Aug 2013, 14:09

EMPL liefert Patiententransporter in zwei Varianten an Österreichisches Bundesheer aus!

Das Österreichische Bundesheer gehört bereits seit Jahren zu den treuen Kunden der Fa. Empl. Bereits hunderte Aufbauten wurden an die Truppe übergeben. Derzeit werden, zeitgleich neben den 147 Stück geschützten leichten Mehrzweckfahrzeugen LMV für den Auslandseinsatz, 82 Ambulanz Shelter als Wechselsystem für den Patiententransport fertiggestellt.

Das Besondere an dem von Empl speziell für das Österreichische Bundesheer entwickelten Wechselsystem sind dessen Effizienz und Flexibilität. Verschiedene Aufbautypen – sei es ein Truppentransporter, ein Feldkabeltrupp, ein mobiler Werkstattaufbau oder wie in diesem Fall ein Patiententransporter – können bei Bedarf einfach und sicher sowohl auf einem geländegängigen als auch wegegängigen Fahrgestell aufgesetzt werden. Der große Vorteil dieses Systems ist unter anderem, dass die Wechselaufbauten in Verbindung mit einem eigens von Empl entwickelten Tridem Anhänger so konzipiert sind, dass sie für internationale Einsätze effizient auch per Flugzeug transportiert werden können.

PATIENTENTRANSPORTER

Die Patiententransporter sind unterteilt in 60 Stück, ausgeführt in Basisversion, sowie 22 Stück mit Vollausstattung für den Auslandseinsatz. Ein selbsttragender Bodenrahmen mit Staplertaschen bildet das Grundgerüst. Hochwertige Einfassprofile bilden das Gerippe für den Kofferaufbau. Dieser ist im Dachbereich abgeschrägt und erfüllt somit die internationalen Transitlademaße der Bahn.

Zur Innenausstattung gehören neben der Sanitätsausstattung wie Schaufeltrage, Vakuummatratze, Sauerstoffflaschen, Deckensatz, Krankentragen, Rettungssanitätsrucksack, Durchflussmessgerät, Doppelinfusionsflaschenhalter, Wasserkanister und Spritzenabwurfbehälter unter anderem die Trageeinrichtungen für 4 Liegende bzw. 6 Sitzende Verletzte. Weiters sind für die Sanitäter 2 Bussitze entgegen der Fahrtrichtung sowie ein Stauschrank für Sanitätsmaterial im Aufbau verbaut. Sämtliche Beleuchtung im Innenraum des Aufbaus ist in LED Beleuchtung ausgeführt und so angebracht, dass die liegenden Patienten nicht geblendet werden. Ein Heizsystem für Einsätze in kalten Regionen gehört zur Standardausrüstung.

Die vollausgestatteten Patiententransporter für den Auslandseinsatz verfügen zusätzlich über eine ABC Schutzanlage, eine Klimaanlage für tropische Einsätze und Einsätze unter extremen Temperaturbedingungen sowie einen zusätzlichen Stromerzeuger.

Quelle: http://www.empl.at/792.html?L=0


Bild
Basisausstattung
Bild
Vollausstattung (siehe Belüftungsschlitze)
Bild
Vollausstattung
Bild
Vollausstattung

Ursprünglich sollten es 193 Stk. Shelter fuer den Patiententransport werden ...

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Re: Bundesheer beschafft 575 neue LKW

Beitrag von Orakel » 07. Aug 2013, 16:51

Alle Kenner und User der SAN-Pinzgauer wissen, dass wir noch etwas kleineres brauchen. Ich habe läuten hören, dass darüber nachgedacht wird, fürchte aber, dass der "Sparzwang" zu Vietnam-ähnlichen "Bahre quer über die Motorhaube" führen wird

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Re: Bundesheer beschafft 575 neue LKW

Beitrag von theoderich » 10. Aug 2013, 12:30

Doppeladler hat geschrieben:Ursprünglich sollten es 193 Stk. Shelter fuer den Patiententransport werden ...


Zwischen der Bestellung und der Auslieferung liegen immerhin acht Jahre, eine zum Scheitern gebrachte Heeresreform und drei Sparpakete. Das Auslandsengagement ist dramatisch heruntergefahren (dzt. gerade mal 775 Mann; im Dezember 2004 waren es noch 1.182 Mann) und wird in den nächsten Jahren voraussichtlich auch nicht erhöht werden. Vom angepeilten Fähigkeitsniveau ganz zu schweigen: Im "Weißbuch 2004" stehen auf S. 92 [EU-ESVP] und S. 94 [NATO-PfP] noch eingemeldete Kräfte, von denen man heute nur noch träumen kann:

    Weissbuch 2004 hat geschrieben:Derzeit sind folgende Kräfte des Bundesheeres für ESVP bekannt gegeben:

      ein mechanisiertes Infanteriebataillon (teilweise derzeit im Rahmen von KFOR eingesetzt),

      ein leichtes Infanteriebataillon (derzeit im Rahmen von UNDOF eingesetzt),

      eine Panzerkompanie,

      eine Panzergrenadierkompanie,

      eine leichte Fliegerabwehrlenkwaffenbatterie,

      eine Pionierkompanie,

      eine ABC-Abwehrkompanie,

      eine Sanitätskompanie,

      eine leichte Transporthubschrauberstaffel,

      Stabspersonal für internationale operative und taktische Kommanden,

      Militärbeobachter sowie

      ein CIMIC-Element.

    Zum Zwecke der solidarischen Hilfeleistung zur Bewältigung der Folgen von Terroranschlägen sind durch Österreich derzeit folgende Kräfte bekannt gegeben:

      eine ABC-Abwehrkompanie,

      eine Pionierkompanie,

      eine Sanitätskompanie,

      eine Katastrophenhilfeeinheit,

      eine Infanteriekompanie sowie

      eine leichte Transporthubschrauberstaffel.


    Weissbuch 2004 hat geschrieben:Derzeit sind folgende Kräfte des Bundesheeres für NATO/PfP bekannt gegeben:

      ein mechanisiertes Infanteriebataillon (teilweise derzeit im Rahmen von KFOR eingesetzt),

      ein leichtes Infanteriebataillon (derzeit im Rahmen von UNDOF eingesetzt),

      eine Panzerkompanie,

      eine Panzergrenadierkompanie,

      eine leichte Fliegerabwehrlenkwaffenbatterie,

      eine Pionierkompanie,

      eine ABC-Abwehrkompanie,

      eine Sanitätskompanie,

      eine leichte Transporthubschrauberstaffel,

      Stabspersonal für internationale operative und taktische Kommanden,

      Militärbeobachter,

      CIMIC-Element sowie

      eine Katastrophenhilfeeinheit.


    Weissbuch 2004 hat geschrieben:Derzeit sind folgende Kräfte des Bundesheeres für OCC-Pool of Forces eingemeldet:

      ein mechanisiertes Infanteriebataillon,

      ein leichtes Infanteriebataillon,

      eine Panzerkompanie,

      eine Panzergrenadierkompanie,

      eine leichte Fliegerabwehrlenkwaffenbatterie,

      eine leichte Transporthubschrauberstaffel sowie

      eine Katastrophenhilfeeinheit.


    Weissbuch 2004 hat geschrieben:Im Rahmen des UNSAS sind durch Österreich derzeit folgende Kräfte bekannt gegeben:

      ein mechanisiertes Infanteriebataillon (derzeit im Rahmen von KFOR eingesetzt),

      ein (gebirgsbewegliches) Infanteriebataillon (derzeit im Rahmen von UNDOF eingesetzt),

      Militärbeobachter,

      Stabspersonal für internationale Kommanden sowie

      eine Panzergrenadierkompanie.


    Weissbuch 2004 hat geschrieben:Die United Nations Standby High Readiness Brigade (SHIRBRIG) stellt eine Weiterentwicklung des UNSAS dar.

    [...]

    Österreich hat einen ständigen Vertreter im Planungselement.

    Österreich hat für SHIRBRIG neben Stabspersonal eine Transportkompanie eingemeldet.


Dieses Ziel wurde dann noch eine Zeit lang aufrecht erhalten:

      Weissbuch 2006 hat geschrieben:Der Planungs- und Überprüfungsprozess (PARP)

      Im gegenwärtigen PARP (Planning and Review Process)-Zyklus hält Österreich am Ziel fest, beginnend mit 2010 eine Rahmenbrigade für das internationale Krisenmanagement aufzustellen. Die dafür notwendigen PARP-Verhandlungen wurden mit der NATO im Frühjahr 2006 geführt und entsprechende Zeitleisten festgelegt.

      Die bereits 2004 in den Pool of Forces eingemeldeten Kräfte wurden durch eine ABC-Abwehrkompanie (ABCAbwKp) ergänzt und mit den Einmeldungen in die relevanten EU-Prozesse harmonisiert. Zeitgleich wurden Planungen erstellt, diese Kräfte gemäß dem Operational Capabilities Concept (OCC) in den folgenden Jahren zu evaluieren. 2006 wurden eine OCC Selbstevaluierung Level 1 und eine OCC NATO Evaluierung Level 1 oben erwähnter ABCAbwKp durchgeführt.


      Weissbuch 2006 hat geschrieben:Als zentraler Aufgabenträger der Landstreitkräfte hat sich die Ebene der Brigade etabliert. Die Qualitätskriterien an die österreichische Rahmenbrigade werden insbesondere durch die Fähigkeit zum Kampf der verbundenen Waffen und der Fähigkeit zur multinationalen Zusammenarbeit bestimmt. Diese Kriterien werden innerhalb der EU bzw. NATO/PfP durch Prozesse gesteuert und überprüft. Die Teilnahme an diesen Prozessen ist für das Bundesheer Voraussetzung für die Zusammenarbeitsfähigkeit mit anderen Streitkräften und gleichzeitig die beste Möglichkeit, anhand erprobter und realistischer Aufgabenstellungen die Befähigung eigener Verbände zur militärischen Auftragserfüllung zu bewerten.

      Die neuen Erfordernisse liegen daher im Wesentlichen in folgenden Bereichen:

        + Österreichische Führung einer zum Kampf der verbundenen Waffen befähigten Brigade.

        + Abgestufte hohe zeitliche Verfügbarkeit; dies erfordert präsente Einheiten und Verbände (bis auf weiteres im Rahmen KIOP-KPE), die auch als nationale Reserve (oder als Teil einer multinationalen Reserve) zum Einsatz kommen können.

        + Größere Entfernungen der möglichen Einsatzräume zu Österreich bei – bezogen auf den Gefährdungsgrad – anspruchsvolleren Einsatzbedingungen (auch bei Einsätzen im Rahmen der VN); auch weit entfernte Regionen, die zum Interessengebiet der EU insgesamt zählen, können zu möglichen Einsatzräumen für Kräfte des Bundesheeres werden.


      Weissbuch 2006 hat geschrieben:Künftige Struktur des Österreichischen Bundesheeres 2010

      Die wesentlichen Eckdaten der künftigen Gliederung des ÖBH 2010 wurden wie folgt festgelegt:

        + Mobilmachungsstärke von 55.000 Soldaten;

        + Verhältnis von vorerst 1:1 zwischen Grundorganisation und Truppe;

        + Erhaltung der Kaderstärke von 24.400 Personen unter Personalverdichtung bei der Truppe;

        + Aufstellung eines Streitkräfteführungskommandos, dem alle Elemente der Land- und Luftstreitkräfte sowie die Spezialeinsatzkräfte unterstehen;

        + Bildung eines Einsatzunterstützungskommandos, dem die logistische Unterstützung des gesamten ÖBH obliegt;

        + Reduzierung der Brigaden als Aufgabenträger der Truppe von 5 auf 4 (Verdichtung);

        + Zusammenführung der 6 Waffenschulen in 2 Truppengattungsschulen;

        + Die Miliz als unverzichtbarer Bestandteil des ÖBH bildet selbständige Milizbataillone und Einheiten sowie einen Expertenpool;

        + Die Militärkommanden nehmen die territorialdienstlichen Aufgaben wahr, wie die „Zivil-Militärische Zusammenarbeit“ im Bundesland (einschließlich Aufgaben im Rahmen von Assistenzeinsätzen), das Ergänzungs- und Stellungswesen sowie den Betrieb der militärischen Liegenschaften. Bei den Militärkommanden verbleibt die Mobverantwortung für jeweils 1 Jägerbataillon (mob), mit Ausnahme Wien (2), jeweils 1 Pionierkompanie (mob) sowie für den „Expertenpool“;

        + gesteigerte Fähigkeiten im Bereich eines Aufklärungsverbundes nach Implementierung neuer Systeme (Aufklärungsmehrzweckfahrzeuge, Drohnen, Gefechtsfeldaufklärungssysteme etc.) für eine Rahmenbrigade;

        + Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht unter Verkürzung des Grundwehrdienstes auf sechs Monate (mittels Verordnung des Bundesministers für Landesverteidigung bereits seit 1. Jänner 2006 in Kraft).


      Weissbuch 2008 hat geschrieben:Nationaler „Level of Ambition“ sowie künftige Fähigkeiten des ÖBH

      Das ÖBH 2010 soll eine moderne, zur multinationalen Zusammenarbeit mit hoher Fähigkeit zur Aufgabenerfüllung und Flexibilität ausgerichtete Struktur haben, welche auf die Vorgaben der EU und die Qualitätskriterien der Partnerschaft für den Frieden abgestimmt ist. Das bedeutet:

      [...]

        Sicherstellung kurzfristig verfügbarer Kapazitäten (Readiness-Kategorie 30 Tage) zur Führung einer multinationalen Framework-Brigade mit hoher Leistungs- und umfassender Aufgabenfähigkeit, einschließlich entsprechender Unterstützung; eine Verweildauer im Einsatzraum von zumindest einem Jahr soll dabei gewährleistet sein; ein Einsatz dieser Art soll in einem drei- bis vierjährigen Rhythmus wiederholbar sein; Teile dieser Kräfte können alternativ auch in einer EU-Battlegroup zum Einsatz kommen;


      Weissbuch 2008 hat geschrieben:Das ÖBH soll dabei zum gesamten militärischen Aufgabenspektrum der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik – auch bei kurzen Vorwarnzeiten – beitragen können. Das betrifft auch die Wahrnehmung der Teilnahme an schnellen Krisenreaktionskräften der EU („Battle-Group-Konzept“). Wesentlich dabei ist die Erreichung des bestehenden EU -Planungsziels („Headline Goal 2010“).

      Gleichzeitig wird auf das ambitionierte Ziel hingearbeitet, kurzfristig verfügbare, strukturierte Kräfte zur Führung einer multinationalen Framework-Brigade zur Erfüllung von Aufgaben im gesamten Spektrum der Petersberg-Aufgaben ins Ausland zu entsenden.


      Weissbuch 2010 hat geschrieben:Im Hinblick auf die Planning and Review Process (PARP)-Verhandlungen (ein in einem zweijährigen Intervall laufender Prozess, in dem Österreich von der NATO vorgeschlagene Ziele zur Entwicklung der Streitkräfte annimmt, und darauf aufbauend die Umsetzung derselben durch die NATO bewertet wird) waren im Berichtszeitraum 2009/2010 die geänderten budgetären Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Folglich war die Zielsetzung, der Aufbau einer Framework-Brigade, wie in den Empfehlungen der Bundesheerreformkommission enthalten, auf diese Rahmenbedingungen hin anzupassen. Die Implementierung der bis dato angenommenen 42 Partnerschaftsziele wurde weiter vorangetrieben. Darüber hinaus wurde ein weiteres Partnerschaftsziel vorgeschlagen. In Abhängigkeit zu den weiteren ressortinternen Detaillierungsplanungen wird die Annahme dieser neuen Ziele vor dem Hintergrund der Sicherstellung der Zusammenarbeitsfähigkeit zu beurteilen sein.


      Weissbuch 2010 hat geschrieben:Erfordernis zur Anpassung der Streitkräfteentwicklung

      Das im Jahr 2010 beschlossene Bundesfinanzrahmengesetz 2011 bis 2014 beinhaltete Budgetansätze, die in Summe € 530 Mio. unter den bis dahin beschlossenen (siehe Bundesfinanzrahmengesetz 2010 bis 2013) bzw. erwarteten Beträgen zu liegen kamen. Diese Reduktion war als der seitens des Ressorts zu tragende Beitrag an der Budgetkonsolidierung des Bundes zur Überwindung der schwierigen wirtschaftlichen Situation zu verstehen. Die grundsätzliche Absicht des Ressorts war bzw. ist, dass diese notwendige Budgetanpassung – die selbstverständlich Anpassungen bzw. Änderungen erforderlich macht – möglichst geringe Auswirkungen auf die Leistung des ÖBH zeigt. So war als unmittelbare Maßnahme das ambitionierte Ziel, nämlich die Entwicklung kurzfristig verfügbarer, strukturierter Kräfte zur Führung einer multinationalen Framework-Brigade für die Erfüllung von Aufträgen im gesamten Spektrum
      der Petersberg-Aufgaben, in zeitlicher Hinsicht zu strecken.
      Überdies wurden im Jahr 2010 erste organisatorische Maßnahmen eingeleitet, um die Betriebskosten weiter zu reduzieren.

Mit der Planungsleitlinie 2011-2016 wurde das Thema "Framework Brigade" auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben und damit de facto endgültig ad acta gelegt, die neuen Zielsetzungen lauteten folgendermaßen:

    Lead Nation für Stabilisierungs- und Wiederaufbau (Search & Rescue / SAR)-Operationen für bis zu 1 Jahr
    1 SAR-Bataillon in 1 AOR für unbegrenzten Zeitraum
    1 Peace Keeping-Bataillon in 1 AOR für unbegrenzten Zeitraum
    1 Bataillon für einen kurzfristigen Einsatz von 6 Monaten über das gesamte militärische Aufgabenspektrum

    Einstellung der Fähigkeitsentwicklung zum Zweck der Befähigung der Streitkräfte zur Führung einer multinationalen Brigade im gesamten militärischen Aufgabenspektrum

Und im Inland gilt ohnehin nur noch das Prinzip: "Es wird schon nix passieren - und wenn doch, sind wir ja von NATO-Staaten umgeben."

theoderich
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Re: Bundesheer beschafft 575 neue LKW

Beitrag von theoderich » 04. Mär 2015, 17:29

HQ-Insider. Informationszeitschrift der 3. Panzergrenadierbrigade, Ausgabe Jänner/Februar 2015 hat geschrieben:Kdo 3.PzGrenBrig

Zulauf des Wechselaufbausystem für den Patiententransport


Dem Österreichischen Bundesheer wurden zwei unterschiedliche Versionen des „Wechselaufbaues Patiententransport“ ausgeliefert.

Bei der Basisversion gab es wenige offene Fragen. Die Vollversion hingegen ist mit Aggregaten und Luftfiltern ausgestattet, für deren Umgang noch kein Technischer Dienstbehelf zur Verfüg steht. Nach Rücksprache mit 6. und 7. JgBrig stellte sich heraus, dass dort die gleichen Probleme vorherrschen.

Es ergibt sich daher folgendes Lagebild: der Wechselaufbau Patiententransport wurde zwar ausgeliefert, kann aber bis zur Klärung der noch offenen Fragen weiterhin nur bedingt eingesetzt werden.

Bedienungspersonal:

Als Kraftfahrer und Sanitäter darf gemäß Nutzungsbestimmungen nur ausgebildetes Personal (SanCh oder SanUO mit abgeschlossener RS-Ausbildung, bzw. HKf - zumindest Ch) eingeteilt werden. Entsprechend den Nutzungsvorgaben ist für den Fahrer neben der notwendigen HLB für das Trägerfahrzeug auch eine nachweisliche Schulung als Kf eines Einsatzfahrzeuges (Blaulicht) erforderlich. Diese Schulung wird aber im eigenen Verband als Einweisung durchzuführen sein, da die derzeit an HLogS entsprechend der Vorschriftenlage angebotenen Kurse nur für Einsatzfahrer am Notarztwagen (Mercedes Sprinter) zutreffen. Im Curriculum für die Ausbildung zum Einsatzfahrer am Notarztwagen ist zudem als Zulassungsvoraussetzung neben der abgeschlossenen Ausbildung zum Rettungssanitäter und dem Besitz der entsprechenden HLB auch eine Geräteeinweisung am Mercedes Sprinter vorgesehen. Da es sich bei den Wechselaufbauten weder um ein Notarztfahrzeug handelt, bzw. der Ausbildungskurs auch nicht für HKfz mit Wechselaufbau sondern für den handelsüblichen („echten“) Notarztwagen vorgesehen ist, handelt es sich bei dieser Nutzungsvorgabe offenbar um einen Übertragungsfehler aus dem Curriculum für den Lehrgang „Einsatzfahrer Notarztwagen“.

Manipulation der Shelter:

Da die Verbände, mit Ausnahme von PiB3 über keine geeigneten Stapler verfügen, müssen Shelter (und sehr wahrscheinlich nicht nur der SanShelter) unter Zuhilfenahme des Manipulationsanhängers „aufgescheltert“ werden. Ein Unterfangen bei dem zumindest 4 Personen, wenn möglich ab einer Körpergröße von mind. 178cm benötigt werden welche zumindest 1,5 Stunden damit beschäftigt sind, einen Shelter auf dem Trägerfahrzeug anzubringen und zu befestigen.

Zufahrt zu den Krankenhäusern:

Hier wurde man aufmerksam, dass gut 60 % der zivilen Krankenhäuser rund um die Garnisonen der 3.PzGrenBrig mit dem Wechselaufbau nicht angefahren werden können, da die Vordächer der Eingänge meist nicht die notwendige Zufahrtshöhe aufweisen. Wegen der beengten Verhältnisse bei vielen Zufahrten ist auch ein Wenden aufgrund des Wendekreises des Trägerfahrzeuges erschwert bis unmöglich.

Schließlich entstehen Probleme aufgrund der nicht vorhandenen Interoperabilität mit zivilen Systemen. Viele Krankenhäuser verfügen nämlich nicht mehr über Krankentragefahrgestelle, da das zivile Rettungswesen nur mehr Fahrtragen verwendet, mit denen bis in die Ambulanz oder auf die Station gefahren wird. Mit den uns zur Verfügung stehenden Krankentragen müsste der Patient entweder umgelagert, oder von 2 Personen bis zum Zielort getragen werden.

    ObstA Dr. LACKNER, OStv KREITNER


Ich hätte nicht geahnt, dass die San-Aufbauten solche Probleme machen.

theoderich
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Re: Bundesheer beschafft 575 neue LKW

Beitrag von theoderich » 26. Mär 2015, 09:53


chris10
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Re: Bundesheer beschafft 575 neue LKW

Beitrag von chris10 » 23. Feb 2016, 11:06

Heer bekommt 16 neue Intensivtransportwagen


Wals-Siezenheim, 22. Februar 2016 - Das Bundesheer erhält 16 neue Notarztwagen. Jetzt wurden die Fahrzeuge den Notfallsanitätern des Heeres in der Schwarzenberg-Kaserne vorgestellt.

Neue Vorgehensweise

Früher hatte der rasche Transport in ein Krankenrevier oder ins Krankenhaus nach einem Unfall absoluten Vorrang. Heute wird der gründlichen Erstversorgung am Ort des Geschehens wichtiger gesehen. Speziell geschulte Notarztsanitäter und eine bestens ausgestattete, fahrbare Intensivstation haben dies ermöglicht. Untersuchungen beweisen die Richtigkeit dieser modernen Rettungsphilosophie zugunsten des Patienten.

Mehr Arbeitsraum

Der größere Innenraum bietet mehr Platz für die Besatzung und ermöglicht es, die zahlreichen zusätzlich mitgeführten intensivmedizinischen Geräte, die das Fahrzeug zu einer rollenden Intensivstation machen, unterzubringen.

"Ich bin stolz, dass wir diese modernen Intensivtransportwagen jetzt beim Bundesheer haben und diese auch schon in den nächsten Tagen der Truppe zukommen", so Offiziersstellvertreter Walter Stein vom Sanitätszentrum West, der für die Einschulung verantwortlich war.


http://www.bundesheer.at/cms/artikel.php?ID=8207

Wurden hier die Aufbauten von empl und LKW's beschafft oder nur Aufbauten?

theoderich
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Re: Bundesheer beschafft 575 neue LKW

Beitrag von theoderich » 23. Feb 2016, 13:16

Dieses Foto stammt von 2014 - ein MAN 12.240 mit dem Kennzeichen BH 74783:


Der MAN im Artikel zu den Sanitätsaufbauen hat das Kennzeichen BH 74748 - Schlussfolgerung: Die Wechselaufbauten sind neu, die Lkw aber nicht. Womöglich sind es sogar noch Wechselaufbauten aus der 2005 erfolgten Bestellung bei EMPL.


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