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BeitragVerfasst: 12. Mär 2006, 09:35 
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Selex hat geschrieben:
SELEX Sistemi Integrati signs EUR 50 million agreement to supply two RAT 31 DL long range radar systems to Austria.

SELEX Sistemi Integrati, a Finmeccanica company operating in command and control systems, has signed a contract with the Austrian defence
ministry to supply two RAT 31 DL long range radar systems. Worth around EUR 50 million, the agreement includes logistics activities (some 20% of the total value of the contract), and is a follow-up to the supply of
the first RAT 31 DL system, delivered to Austria in 2002.

The two new radar will be operated for long-range air surveillance and will replace two S-band radar systems supplied to Austria by the company in the 1970s. The new RAT 31 DL radar systems are similar to the systems previously supplied to NATO countries. This contract brings the total number of RAT 31 DL radar systems sold to NATO and non-NATO countries to 21.

SELEX Sistemi Integrati is world leader in the manufacture of systems
and sensors for defence, the civil sector, and air traffic control and
management. The company operates in the sectors of homeland protection, air defence, C4I systems, naval mission systems, and air traffic control and management.


Wie im Artikel schon erwähnt handelt es sich beim RAT 31 DL um das gleiche System, wie es bereits auf dem Kolomansberg installiert wurde. Dort ist es seit Jnner 2003 in Betrieb.
Das RAT 31 DL hat eine offizielle Reichweite von 500km, die Luftfahrzeuge können sich bis in 30km Höhe befinden. Als 3D Radar gibt es Entfernung, Richtung und Höhe an. Das angeschlossene Sekundärradar erfasst darüber hinaus auch Transpondersignale von damit ausgerüsteten "kooperativen" Luftfahrzeugen auf Entfernungen bis zu 450km.
Mit den neuen Anlagen am Speikkogel und Steinmandl und der bereits bestehenden Anlage am Kolomansberg vergrößert sich der Überwachungsbereich und damit die Vorwarnzeit der österreichischen Luftraumüberwachung recht eindrucksvoll (etwa +200 km Radius!). Natürlich erreicht auch die Qualität und Störresistenz der Überwachung eine neue Dimension, denn die derzeitigen RAT 31 S Radargeräte beruhen auf der Technik der späten 70er Jahre.

Bild
Der Überwachungbereich der passiven österr. Luftraumüberwachung mit dem alten System (RAT 31 S). Grafik: airpower.at

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BeitragVerfasst: 14. Mär 2006, 18:52 
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wo ist der unterschied zwischen aktiv- und passivradar??


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BeitragVerfasst: 14. Mär 2006, 19:16 
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Passiv: reiner Empfang von Transponderdaten, die von den Transpondern von damit ausgestatteten Flugzeugen ausgesendet werden.

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BeitragVerfasst: 14. Mär 2006, 19:59 

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kann mir jemand sagen ob es in D etwas vergleichbares gibt? bitte :)

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BeitragVerfasst: 15. Mär 2006, 14:42 
Gibt es. Eine steht zum Beispiel im Hunsrück auf dem Erbeskopf. Über den Sinn solcher stationären militärischen Anlagen lässt sich ja auch streiten, da sie in einem Konflikt die ersten Minuten nicht überstehen würden.
Übrigens hat die Radaranlage der F 124 Sachsen Klasse die gleiche Reichweite wie die Goldhaube, nur das diese zusätzlich noch mit einer Freund - Feind – Kennung ausgestattet. Dazu kommen ja noch die in Gelsenkirchen stationierten Awacs – Aufklärer die eine noch größere Reichweite haben und die Patriot Systeme die ja eine schon eine Bekämpfungsreichweite von 100 km haben.


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BeitragVerfasst: 15. Mär 2006, 16:33 

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Mhh. Also ich glaube beim österreichischen ist schon ein Freund-Feind Erkunnungssystem dabei, hat zumindest so ausgesehen als ich es das letzte mal gesehen habe. Bin mir aber nicht sicher! Weiß jem. dazu genaueres?


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BeitragVerfasst: 15. Mär 2006, 16:38 
natürlich verfügt die LRÜ auch über Freund-Feind Erkennung...


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BeitragVerfasst: 15. Mär 2006, 17:41 
Freund - Feind - Erkennung beim System Goldhaube; für alle 18 EF und 28 Saab 105 :wink:
Bei dem Deutschen System ging es nur um die Erkennung von NATO Flugzeuge als "Freund"(teilweise?)
Bei Welt der Wunder kam im februar übrigens ein Bericht über Radarsysteme zum Aufspüren von Stealthbomber.
http://www.weltderwunder.de/archiv/2006 ... ssUrsache/
http://www.weltderwunder.de/archiv/2006 ... uffressen/


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BeitragVerfasst: 15. Mär 2006, 18:23 
Ich glaube nicht, dass Deutschland ein aktives festes und zentral geführtes System zur Rundumüberwachung und lückenlosen Überwachung des Inlands hat, das 24h und 365 Tage im Jahr im Einsatz steht. Gibt es Standorte und Radartypen des deutschen Systems im Netz nachzulesen?

Im Zusammenhang mit ortsfester Luftraumüberwachungsradare auf seegestützte Systeme, AWACS oder Patriot-Systeme zu verweisen ist wenig sinnvoll.
Über die Sinnhaftigkeit ortsfester Luftraumüberwachungsradare lässt sich nur streiten, wenn man zu wenig vom Sinn und Zweck dieser Anlagen versteht.


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BeitragVerfasst: 15. Mär 2006, 19:40 

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über die leistungsfähigkeit der sachsenklasse hab ich was im fernsehen gesehen....ein sehr beeindruckendes schiff!

ich bin mir sicher das die luftwaffe auch irgendwo so´n zeugs rumstehen hat aber wo......due bundeswehr gibt über die einsätze der alarmrotte und die aufklärung usw. nicht in dem maße auskunft wie das bundesheer...

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BeitragVerfasst: 15. Mär 2006, 20:05 

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@ Cyclop

http://dip.bundestag.de/btp/13/13215.asc
(Finde im Text: Radaralagen)
Aus dem Text:.....
Aufgabe dieser Radaranlagen ist vorrangig die Überwachung des
Luftraumes und die Führung von militärischen Luftfahrzeugen der NATO und
der Bundeswehr. Darüber hinaus leiten sie auch Daten an die Deutsche
Flugsicherung GmbH weiter.
Die Windkraftanlagen schränken die Wirksamkeit der Radaranlagen
erheblich ein. Letztlich kann das zu einer Gefährdung von zivilen und
militärischen Luftfahrzeugen und damit der Luftsicherheit insgesamt
führen. Beeinträchtigungen treten auch bei mobilen Radaranlagen der......

http://cdl.niedersachsen.de/blob/images ... 89_L20.pdf
S. 48
Die hohe Anzahl der Anlagen lag wahrscheinlich daran, das Niedersachsen direkt an die DDR Grenzte, und das solche Anlagen wie schon beschrieben, eines der ersten Ziele gewesen wäre.

Und noch eins, auch wenn ich wie du vorher geschrieben hast: „Über die Sinnhaftigkeit ortsfester Luftraumüberwachungsradare lässt sich nur streiten, wenn man zu wenig vom Sinn und Zweck dieser Anlagen versteht.“
Vor allem den 2 Abschnitt lesen.
Dazu aus Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/AWACS
..... Auf der Ministertagung des Verteidigungs-Planungsauschusses der NATO am 5. und 6. Dezember 1978 in Brüssel billigen die Minister das Programm für das fliegende NATO-Frühwarn- und Kontrollsystem und unterzeichnen eine entsprechende multilaterale Grundsatzvereinbarung. Mit dem Airborne Warning and Control System (AWACS) riefen die Mitgliedsstaaten das größte gemeinsam finanzierte Beschaffungsprogramm ins Leben, das bis dahin von der NATO durchgeführt wurde.

Anfang der 70er Jahre gaben die Obersten NATO-Befehlshaber Studien in Auftrag, die belegten, dass die vorhandenen fest installierten Systeme eine wirksame Luftverteidigung des kontinentaleuropäischen Raumes nicht mehr gewährleisten: So verfügte der Warschauer Pakt bereits über schnelle Luftfahrzeuge, die in der Lage waren, sich zum Beispiel im Tiefflug den weitreichenden Radaren zu entziehen; weiterhin bestand Gefahr, dass die fest stationierten Systeme durch elektronische Kampfführung (Eloka) ausgeschaltet werden könnten,.....


Zu den erwähnten AWACS, diese sind bei Veranstaltungen wie Olympia in Turin oder die WM 2006 in Deutschland mittel der ersten Wahl und sind bzw. werden/wurden dort eingesetzt.Stationiert in Geilenkirchen und nicht
wie ich vorher geschrieben habe in Gelsenkirchen
@ Bad Rabbit
.. bundeswehr gibt über die einsätze der alarmrotte und die aufklärung usw. nicht in dem maße auskunft wie das bundesheer...
Stimmt.Über abgefangene Flugzeuge wird nur nebenbei berichtet, wie z.B über ein abgefangenes Spionageflugzeug.
Die F-124 ist gut, aber schau dir mal die Fähigkeiten und die Bewaffnung der zukünftigen Schiffsklasse F-125 an.


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BeitragVerfasst: 16. Mär 2006, 10:04 
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Ich glaube auch nicht, dass die Bundeswehr ein System, das mit der Goldhaube vergleichbar ist, im Dauerbetrieb hat.
Der Plan von Niedersachsen sagt nicht viel aus - da über die Art und Leistungsfähigkeit der Geräte nichts dabei steht. Einen Plan mit Dutzenden Radargeräten kann man von Österreich auch zeichnen - zivile und militärische LRÜ, Flughafenradaranlagen etc.

Das deutsche System ist (vielleicht sollte man schreiben NOCH) eher auf die Abwehr eines militärischen Angriffs ausgerichtet, wärend die Goldhaube zur lückenlosen Überwachung als Vorraussetzung für luftpolizeiliche Maßnahmen dient. Es gibt unterschiedliche Anforderungen und unterschiedliche Rahmenbedingungen.

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BeitragVerfasst: 16. Mär 2006, 11:22 

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Ob die Anlagen vergleichbar sind kann ich nicht genau sagen. Aber es gibt solche Großraumüberwachungsanlagen. Im Harz stehen z.B. welche und man kann noch sehen wo ihre Spiegel auf DDR Seite standen.Ebenso steht wie schon erwähnt im Hunsrück eine Anlage die jetzt noch vor der WM modernisiert werden soll. Bei der Lückenlosen Überwachung wird ja im Wikipedia darauf hingewiesen, das diese mit stationären Anlagen nicht möglich ist. Dies liegt zu einem an der Erdkrümmung (hätte die Kirche im Mittelalter rechtgehabt mit der Scheibe, wäre es leichter) und an anderen Hindernissen. Aus diesem Tiefsflugüberwachungsproblem ist ja dann der Tornado entstanden der im Tiefstflug sein Heil suchen sollte.
Übrigens setzen die Engländer bei ihren Marineverbänden, zusätzlich zu dem Schiffsradar welches mit dem der F-124 vergleichbar ist, bei Einsätzen jetzt immer noch zusätzlich einen Hubschrauber mit einer darunter hängenden Radarantenne ein, (Folge des Falklandkrieges) obwohl es auf dem Meer ja keine störende Berge und Vegetation sprich Bäume gibt.


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BeitragVerfasst: 16. Mär 2006, 17:43 

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Laut aktueller BW-Struktur sind Einsatzsführungsverbände 1-4 der Luftwaffe das was bei uns Goldhaube ist. (4 > DE ist ja auch viel größer als AT) :lol:

Glaubt ihr wirklich das FF-Kennung in Ö funktioniert ?

Die Saab 105 hat meines wissen noch nie ein FF-Gerät gesehen.
zur Eklärung : ein ziviler Transponder ist was ganz anderes als ein mil. Transponder (FF-Gerät) - oder :?:


Robert T.: "Ich glaube auch nicht, dass die Bundeswehr ein System, das mit der Goldhaube vergleichbar ist, im Dauerbetrieb hat. "


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BeitragVerfasst: 16. Mär 2006, 18:52 

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Robert T.: "Ich glaube auch nicht, dass die Bundeswehr ein System, das mit der Goldhaube vergleichbar ist, im Dauerbetrieb hat. "
Bei der Serie „Sonja wird eingezogen. Teil I: Luftwaffe
Dort wird unter anderem die Alarmrotte präsentiert, wo gesagt wird das 2 F4 II rund um die Uhr einsatzbereit sind. Des weiteren sagt dann der Herr Thomas Koller (Hauptmann) das diese dann von der Bodenstation zum Ziel geleitet werden. Soll heißen das die Flieger ohne Bodenstation keinen Sinn machen und wenn die Flieger 24 h am Tag einsatzbereit sein müssen, dann muss die Bodenstation wohl eben solange besetzt sein.
Leider ist der I Teil nicht mehr im Netz, kann aber eventuell bei Interesse unter folgendem Link nachgefragt werden: http://217.160.111.131/sede/
Zwischen 5 min. und 10 min.
Teil 3 "Heer" und 4 "Am Limit" sind Online, und unter der gleichen Adresse erhältlich.


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