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Ergebnis Eurofighter-Sonderkommission. Doskozil: stilllegen!

Flugzeuge, Großgerät, Fliegerhorste, ...
Rabe
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Re: Ergebnis Eurofighter-Sonderkommission. Doskozil: stillle

Beitrag von Rabe » 17. Nov 2017, 01:58

Ich sag dazu das Sulzberger seit seiner jugend SP mitglied (parteisoldat) ist!

Dr4ven
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Re: Ergebnis Eurofighter-Sonderkommission. Doskozil: stillle

Beitrag von Dr4ven » 17. Nov 2017, 10:15

Alle Bediensteten des Bundesheeres mit Parteibuch gehören entfernt.

Propellix
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Re: Ergebnis Eurofighter-Sonderkommission. Doskozil: stillle

Beitrag von Propellix » 17. Nov 2017, 11:37

Dr4ven hat geschrieben:Alle Bediensteten des Bundesheeres mit Parteibuch gehören entfernt.

Ja, schon, aber dann gibt´s keine Offiziere über Major mehr!
Weil für´n Obstlter und d´rüber geht nix mehr ohne PB.
Vom Himmel hoch, da komm ich her, ach wenn ich nur schon unten wär´!
A jeder Flug, der hat a End; "Cleared to land!"

Dr4ven
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Re: Ergebnis Eurofighter-Sonderkommission. Doskozil: stillle

Beitrag von Dr4ven » 17. Nov 2017, 12:22

Weiss ich doch...

GG
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Re: Ergebnis Eurofighter-Sonderkommission. Doskozil: stillle

Beitrag von GG » 17. Nov 2017, 20:28

Ja, schon, aber dann gibt´s keine Offiziere über Major mehr!
Weil für´n Obstlter und d´rüber geht nix mehr ohne PB.


Wäre doch die Gelegenheit, die Führungsetage etwas zu straffen!

theoderich
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Re: Ergebnis Eurofighter-Sonderkommission. Doskozil: stillle

Beitrag von theoderich » 19. Nov 2017, 23:42

Langsam scheint sich Realismus in den Medien breitzumachen:

    Diese Baustellen erwarten den neuen Verteidigungsminister

    LUFTRAUMÜBERWACHUNG

    Ein großes Thema für den neuen Minister wird die Luftraumüberwachung sein. Zum einen muss dringend ein Ersatz für die seit 1970 eingesetzten Saab 105-Flieger gefunden werden. Die noch in Verwendung befindlichen 15 Düsenflieger werden zu Trainingszwecken und als Unterstützung für den Eurofighter bei der Luftraumüberwachung verwendet. Sie sollen aus Altersgründen 2020 ausrangiert werden.

    Die zweite Baustelle sind die Eurofighter selbst. Minister Doskozil hat den Ausstieg aus dem umstrittenen System eingeleitet und geplant gehabt, die Eurofighter und die Saab 105 gemeinsam durch eine Überschall-Flotte mit 15 Einsitzern und drei Doppelsitzern zu ersetzen. Ob die schwarz-blaue Regierung das weiter betreiben wird, ist fraglich. Gut möglich, dass sie stattdessen die Saab 105 durch neue Eurofighter ersetzt. Immerhin ist dieses System schon implementiert. Zudem gibt es Zweifel, ob ein Umstieg auf ein neues System tatsächlich günstiger wäre als die Beibehaltung der Eurofighter.


GG
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Re: Ergebnis Eurofighter-Sonderkommission. Doskozil: stillle

Beitrag von GG » 20. Nov 2017, 10:11


iceman
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Re: Ergebnis Eurofighter-Sonderkommission. Doskozil: stillle

Beitrag von iceman » 20. Nov 2017, 11:48

GG hat geschrieben:Ein weiteres Beispiel für den wiederaufgeflammten Realitätssinn der Medien:
http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/Bundesheer-Neue-Perspektiven-fuer-den-Eurofighter;art385,2738786


Vor allem das "Defense Aid Subsystem", kurz DASS, das dem Piloten anzeigt, wenn er beschossen wird, sei notwendig, wäre aber nur unter enormem Aufwand nachzurüsten.

Wäre das wirklich so enorm?

theoderich
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Re: Ergebnis Eurofighter-Sonderkommission. Doskozil: stillle

Beitrag von theoderich » 20. Nov 2017, 13:56

Glaube ich gar nicht. DASS ist modular aufgebaut und die Verkabelung für das System ist immer noch vorhanden. Die Störsender und das Schleppziel in den Flügelbehältern sind wohl das geringste Problem. Ein bisschen größerer Aufwand wäre der Einbau der Komponenten in der Avionikbucht.


Was die Kosten betrifft: Im Kaufvertrag von 2003 waren 6 DASS für 44,6 Mio. EUR und 6 PIRATE für 8,4 Mio. EUR vorgesehen. 2007 wurde die Streichung von 6 DASS und 6 PIRATE vom Rechnungshof mit ca. 69 Mio. EUR beziffert.
_____________________________________________________

    Hans Peter Doskozil

    20. November um 12:24

    Ich habe Anfang Juli aus guten Gründen auf Basis eines Expertenberichts entschieden, im Jahr 2020 aus dem System Eurofighter auszusteigen. Es wird bereits spekuliert, dass eine neue Regierung den Ausstieg vom Ausstieg machen wird. Das wäre aus meiner Sicht der falsche Weg, denn der Weiterbetrieb ist ein zu hohes finanzielles Risiko für den Steuerzahler. Der Eurofighter kostet uns im Betrieb in den kommenden 30 Jahren bis zu 5 Milliarden Euro. Ein alternatives Flugzeug wäre auf die Lebensdauer gerechnet im Betrieb um bis 2 Milliarden günstiger und noch dazu militärisch effektiver.


Auch wenn er seine Stehsätze tausendmal wiederholt, werden sie nicht richtiger.
Zuletzt geändert von theoderich am 28. Nov 2017, 11:55, insgesamt 1-mal geändert.

iceman
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Re: Ergebnis Eurofighter-Sonderkommission. Doskozil: stillle

Beitrag von iceman » 20. Nov 2017, 16:53

... und das die Engländer den ÖBH ein sehr günstiges Angebot zur Senkung der Betriebskosten gemacht haben, wissen wir auch nur hier im Forum.

theoderich
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Re: Ergebnis Eurofighter-Sonderkommission. Doskozil: stillle

Beitrag von theoderich » 20. Nov 2017, 19:43

Doskozil warnt:
„Eurofighter-Weiterbetrieb wäre ein Riesenschaden“

Nachdem am Montagvormittag Spekulationen aufgetaucht waren, dass die sich anbahnende türkis-blaue Regierung einen Rückzieher vom Eurofighter-Ausstieg in Erwägung ziehen könnte, hat Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) erneut vor einem Weiterbetrieb der ebenso umstrittenen wie sündteuren Abfangjäger gewarnt.

Am Montag war jedoch, wie zum Beispiel in einem Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten", spekuliert worden, dass unter Türkis-Blau ein Ausstieg vom Eurofighter-Ausstieg angepeilt und die Jets sogar aufgerüstet werden könnten. Auch aus dem Verteidigungsministerium hieß es am Montag, dass Ähnliches "auf Anwaltsebene immer wieder vermittelt wurde".

Doskozil warnt vor Kosten in Milliardenhöhe

Doskozil warnte deshalb - nachdem er dies bereits am 12. November in einem "Krone"-Interview getan hatte - erneut: "Ein neuer Minister könnte einen Eurofighter-freundlichen Kurs einschlagen. Das wäre aber der falsche Weg, denn der Eurofighter kostet uns im Betrieb in den kommenden 30 Jahren bis zu fünf Milliarden Euro. Ein alternatives Flugzeug wäre auf die Lebensdauer gerechnet im Betrieb um bis zwei Milliarden günstiger und noch dazu militärisch effektiver."

"Ausufernde Betriebskosten" beim Eurofighter

Doskozil kritisierte außerdem, dass Österreich derzeit mit der Saab 105 und dem Eurofighter "mit hohem Aufwand ein Zwei-Flotten-System betreibt", das noch dazu nicht besonders effektiv sei. "Ich habe mich im Sinne des Steuerzahlers für den Ausstieg aus dem Eurofighter entschieden", begründete Doskozil bereits im Juli seine Entscheidung. Beim Eurofighter seien außerdem "die ausufernden Betriebskosten nur schwer in den Griff zu bekommen".

Doskozil will "moderne und leistungsfähige Überschallflugzeuge"

Die Saab 105 wiederum sei ein Unterschallflugzeug und müsste 2020 nachbeschafft werden, da dann das Ende der Lebensdauer erreicht ist. Der Umstieg auf ein alternatives Ein-Flotten-System sei dem Minister zufolge militärisch effektiver und wirtschaftlich effizienter. Doskozil: "Wer Ja sagt zur Neutralität und zur Souveränität Österreichs, muss auch Ja sagen zu modernen und leistungsfähigen Überschallflugzeugen, die rund um die Uhr einsetzbar sind."



Doskozil warnt vor Jet-Manöver

„Natürlich könnte ein neuer Minister einen Eurofighter-freundlichen Kurs einschlagen“, meinte nun Doskozil gegenüber der Tiroler Tageszeitung. Er warnte aber zugleich eine künftige schwarz-blaue Regierung davor, den Eurofighter weiter zu betreiben. „Das wäre aus meiner Sicht der falsche Weg, denn der Weiterbetrieb ist ein zu hohes finanzielles Risiko für den Steuerzahler. Der Eurofighter kostet uns im Betrieb in den kommenden 30 Jahren bis zu fünf Milliarden Euro. Ein alternatives Flugzeug wäre auf die Lebensdauer gerechnet im Betrieb um bis zu zwei Milliarden günstiger und noch dazu militärisch effektiver.“

    http://www.tt.com/politik/innenpolitik/13692137-91/doskozil-warnt-vor--jet-manöver.csp


Das Hauptmetier von Herrn Doskozil ist offensichtlich das Verbreiten von Fehlinformationen.

"Ich habe mich im Sinne des Steuerzahlers für den Ausstieg aus dem Eurofighter entschieden"


"Ich habe mich im Sinne der Aufstockung unserer Parteifinanzen für den Ausstieg aus dem Eurofighter entschieden" - das wäre wenigstens ehrlich gewesen.


Und im ORF heute wieder mal Propaganda:


Der Beitrag selbst ist ausgesprochen sachlich, aber dieses dumme Eurofighter-Bashing des Moderators entspricht wohl der Sendelinie des ORF.


ZIB 1

Mo, 20.11.2017 19.30 Uhr 17:13 Min.

ÖVP und FPÖ: Eurofighter nachrüsten?

Rainer Hazivar: "Wenn es nach dem scheidenden Verteidigungsminister Doskozil geht, dann werden die Eurofighter ja ausgemustert."

Nadja Bernhard: "Wie die Oberösterreichischen Nachrichten heute berichten, wird in den türkis-blauen Koalitionsverhandlungen aber über eine Nachrüstung der Eurofighter verhandelt. Sie könnten also doch nicht ausgedient haben."
____________________________

[Eurofighter beim Start in Zeltweg] Die 15 Eurofighter sind teuer - und noch dazu militärisch untauglich. Das ist, vereinfacht gesagt, der Befund [Eurofighter bei Flugmanövern] einer bundesheerinternen Kommission. Und weil das Heer auch Ersatz für die bald [Saab-105OE wird mit einer Schleppstange aus der Halle der Fliegerwerft Hörsching gezogen] ein halbes Jahrhundert alten Saab-Flieger braucht, [Saab-105OE, mit demontierten Cockpithauben, in der Fliegerwerft] will SPÖ-Noch-Verteidigungsminister Doskozil [Geteiltes Bild: Oben Eurofighter im Flug, unten Saab-105] eine komplett neue Luftfahrtflotte als Ersatz für Saab und Eurofighter.

    Hans Peter Doskozil (Verteidigungsminister, SPÖ): "Aus diesem Umstand heraus wurde klar die Ergebnisse gezogen, dass ein Betrieb des Eurofighters für die nächsten 30 Jahre in etwa 5 Milliarden, bis zu 5 Milliarden kosten würde, und der Umstieg auf ein neues System, auf ein Ein-Flotten-System - diese Entscheidung geht damit einher - 2 Milliarden Einsparungen bedeuten würde."

[Drei Gardisten beim Show-Exerzieren beim Jahresempfang 2017 der Parlamentarischen Bundesheerkommission] Beim heutigen Festakt der Bundesheerkommission ist hinter den Kulissen zu hören, [Gäste beim Applaudieren, darunter Gen iR Entacher, MinR Holenia und AbgzNR iR Walter Murauer] dass der neue Minister, [Fotografen, davor stehend AbgzNR Bösch, AbgzNR Hammer, AbgzNR Köstinger, BM Doskozil und AbgzNR Pendl] ob nun von ÖVP oder FPÖ gestellt, die Doskozil-Weisung zurücknehmen und doch am Eurofighter festhalten könnte.

[Zwei Eurofighter auf dem Rollfeld, vor dem Sicherheitsbezirk] Airbus könnte es einem neuen Minister durch ein kulantes Angebot [Saab JAS-39C/D Gripen auf einem schwedischen Fliegerhorst] leicht machen, etwa indem die nötigen Nachrüstungen der Eurofighter kostengünstig vorgenommen werden.

    Michael Hammer (Vorsitzernder Parlamentarische Bundesheer-Kommission, ÖVP): "Es ist aus meiner Sicht, in diesen Verhandlungsgruppen wo ich bin, über dieses Thema noch nicht gesprochen worden, daher ist es auch ein Gerücht."

ORF: "Das heißt, es ist noch einfach nicht entschieden, wie's da weitergeht."

    HAMMER: "So ist es."

[Eurofighter bei der Landung in Zeltweg] Der brisanteste Teil: Noch sind Klagen der Republik gegen Airbus anhängig.

Bericht: Matthias Schrom

Zuletzt geändert von theoderich am 24. Nov 2017, 01:24, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Ergebnis Eurofighter-Sonderkommission. Doskozil: stillle

Beitrag von theoderich » 21. Nov 2017, 00:09

"Nach links rücken ist zu wenig" (ab 24:40)

Wolfgang Fellner: "Aber Sie werden ein Thema haben, wo Sie, glaub' ich, regelmäßig auf den Tisch klopfen werden - das ist sozusagen Ihr mutiger Schritt gewesen - teilweise auch ein bisschen im Pingpong mit Peter Pilz - einen Ausstieg aus den Eurofightern zu wagen, die Eurofighter-Firma auf viele, viele Millionen zu klagen und hier einen Bonzenskandal aufzudecken, wenn ich das mal so sagen darf. Und jetzt befürchten Sie, dass diese schwarz-blaue Regierung diesen mutigen Schritt von Ihnen rückgängig machen könnte. Um es ganz klar zu sagen: Wie weit sind wir mit dem Eurofighter-Ausstieg? Wo stehen wir da? Wann müsste die neue Regierung endgültig aus den Eurofightern aussteigen?"

    Hans Peter Doskozil: "Also wir haben, ganz unabhängig jetzt vom Strafverfahren, haben wir für das Bundesheer beurteilt: ,Macht es Sinn mit dem Eurofighter weiterzufliegen oder nicht?' Auch angesichts dessen, dass wir jetzt auch die Saab-105 wieder nachbeschaffen müssen. Wir haben ja zwei Systeme derzeit, also den Eurofighter und die Saab-105. [FELLNER: "Da haben Sie zum Eurofighter klar ,Nein' gesagt."] Und wir haben eine Situation, richtig, wir haben eine Situation, wo schon es die Herausforderung ist, dass wir auf der einen Seite die militärischen Notwendigkeiten und Herausforderungen abdecken müssen. Das ist aus meiner Sicht und aus Sicht des Verteidigungsressorts derzeit nicht gegeben. Eurofighter beispielsweise ist nicht nachtflugfähig, hat etliche Fähigkeiten nicht, wo man sagen könnte ,Das ist ein einsatztaugliches Flugzeug'.

    Andererseits ist aber auch die Herausforderung - und das ist auch die Verantwortung dem Ressort gegenüber und auch die Verantwortung dem Steuerzahler gegenüber - dass wir mit dem Steuergeld, das uns zur Verfügung gestellt wird, sorgsam haushalten. Dass wir sparsam damit umgehen. Und deshalb haben wir eine Kommission eingesetzt, eine Kommission, die genau diese Situation beurteilt hat: ,Welches wäre jetzt besser? Eine Beibehaltung des Eurofighters, die Nachbeschaffung der Saab möglicherweise, den [FELNNER: "Und das ist ja abgeschlossen] Eurofighter upzudaten, den Eurofighter nachzurüsten, die teuren Betriebskosten des Eurofighters zu zahlen'.

    Diese Betriebskosten würden in einer Spanne von 30 Jahren bis zu 5 Milliarden Euro betragen. Und gegenübergestellt eine Systematik, wo wir nur mehr ein Flugzeugtyp haben sollen, [FELLNER: "Die Saab."] welches auch immer ein wirtschaftlich günstiges und ein militärisch notwendig und effektives Gerät und unseren Berechnungen zufolge - und das haben ja Experten berechnet, des Heeres, mit externen Experten - wäre das Einsparungspotential auf diese 30 Jahre gerechnet im Betrieb 2 Milliarden Euro. Das sind klare Berechnungen, das sind klare Zahlen, und daher ist aus meinem Weg auch für einen hinkünftigen Verteidigungsminister der Weg klar vorgezeichnet."

FELLNER: "Das heißt, was muss jetzt passieren? In welcher Zeit?"

    DOSKOZIL: "Es muss jetzt passieren, dass - und das ist ja schon passiert - dass ebenfalls sich wieder eine Kommission zusammensetzt, dass auch Mitglieder des Finanzministeriums ... ich glaub' wir müssen diese Frage nicht isoliert im Verteidigungsressort, sondern auch mit den betreffenden Ressorts ganz klar klären, dass wir jetzt und die andere Entscheidung die ja gefallen ist - wir machen keine Ausschreibung, sondern wir streben ein Regierungsgeschäft ab - dass man jetzt ganz konkret mit den in Frage kommenden Anbietern in Verhandlungsgespräche kommt und damit ermöglicht, dass der Umstieg aus den Eurofightern und der Umstieg in ein anderen Flugzeugtypus ab 2020/21 möglich ist. Und dass man den zeitlichen Ablauf ermöglicht."

FELLNER: "Das heißt, bis 2020 kompletter Ausstieg aus den Eurofightern und gleichzeitig Klage gegen Airbus - auf wie viel?"

    DOSKOZIL: "Auf Schadenersatz! [FELLNER: "Aber das ist ..."] Der Schadenersatz wurde ja ... wurde ja beziffert bis zu einer Milliarde, über eine Milliarde. Der Schaden steigt ja auch stetig, je länger dieses Verfahren dauert. Das ist aber jetzt Angelegenheit und Sachlage der Gerichte. Wir haben hier sehr intensiv zugearbeitet. Wir liefern auch täglich neue Anhaltspunkte. Wir werden sehen wie das Verfahren in Deutschland sich weiterentwickelt. Ich gehe davon aus - und das sind durchaus ... Informationen, die Bestand haben - dass auch möglicherweise dort bald es zu einer Anklage kommen wird, in Deutschland. Und ich kann mir nicht vorstellen - auch für die Zukunft - dass wir heute mit einem Geschäftspartner - wie man so hört - dass es hier Annäherungen gibt. Airbus nähert sich wieder an, der neuen Konstellation, der schwarz ... [FELLNER: "Der neuen Regierung."] schwarz-blauen Regierung, um vielleicht noch andere Optionen auszutesten. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit einem Geschäftspartner, der möglicherweise angeklagt wird, hier weiter in Geschäftsbeziehungen bleibt. Zumal ja dieser Geschäftspartner auch klar, beispielsweise Drohungen indirekt gegen mich ausgesprochen hat, in weiterer Folge - wir haben es ja gesehen - durch diese ganze Systematik, wie er uns gegenüber aufgetreten ist. Und wir sehen ja auch den wirtschaftlichen Effekt dahinter."

FELLNER: "Das heißt, Ihre Sorge ist, dass diese schwarz-blaue Regierung, die ja praktisch in weitester ... weitester Sicht die ,Erb-Regierung' der Eurofighter-Käufer ist, dass die Ihren Ausstieg rückgängig machen könnte, sich mit Airbus wieder ins Bett legt und das ganze irgendwie so verharmlost, dass man mit Eurofighter weiterfliegt und die Klage irgendwann einmal einschlafen lässt. [DOSKOZIL: Das ...] Das ist Ihre Sorge."

    DOSKOZIL: "... das ist, in leichten Facetten, meine Sorge. Das muss man im Auge behalten. Wir haben natürlich jetzt die Situation, dass auch Peter Pilz nicht mehr im politischen Prozess ist, der hier im parlamentarischen Prozess darauf aufmerksam machen könnte. Wir ziehen uns auch in vielen Bereichen aus dem Verteidigungsressort zurück. Aber eines ist klar: Wir werden darauf acht nehmen, wir werden hier in weiterer Folge dieses Verfahren weiter verfolgen. Der Ansatz ist auch klar, dass es - und das leg' ich schon hier großes Vertrauen in die Justiz - dass hier die Verfahren fair geführt werden, dass die Verfahren unabhängig geführt werden und ich rate jedem zukünftigen Justizminister, diese Verfahren einerseits nicht zu beeinflussen und ich rate auch jedem zukünftigen Verteidigungsminister, im Sinne des Bundesheeres und im Sinne des Steuerzahlers, diese Entscheidungen zu treffen."

FELLNER: "Aber Ihre Warnung heißt: ,Steigt aus dem Eurofighter-Ausstieg nicht wieder aus!'"

    DOSKOZIL: "Das ist ganz klar. Der Weg wurde jetzt eingeschlagen: Ausstieg aus dem Eurofighter. Und der darf nicht revidiert werden, aus meiner Sicht."

FELLNER: "Um den Peter Pilz ist Ihnen leid?"

    DOSKOZIL: "Ich glaube vor allem in dieser Frage hat er gezeigt, dass er hier inhaltlich sehr aktiv dabei war. Wir haben sehr gut zusammengearbeitet, auch was die ... auch was die Taten betrifft, auch was hier an Inhalten ... Er war hier in dieser Eurofighter-Frage - obwohl es natürlich viele politische Unterschiede gibt, das ist keine Frage, aber wenn es um den Aspekt Korruption und Korruptionsaufklärung, Korruptionsbekämpfung geht, war er ein fairer Partner."



DOSKOZIL: [...] Diese Betriebskosten würden in einer Spanne von 30 Jahren bis zu 5 Milliarden Euro betragen.


Der rechnet also beim Kauf von 18 neuen Kampfflugzeugen (Modell "15 ES AF + 3 DS AF") mit Life-Cycle-Costs (Investitions-, Betriebs- und Ausbildungskosten), die über 30 Jahre eine konstante Bandbreite von jährlich 69 - 141,7 Mio. EUR haben? Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass er hier "Betriebskosten" gemeint hat, sondern einfach die LCCs als "Betriebskosten" bezeichnete, um die Kosten höher darzustellen, als sie tatsächlich sind.

Diese Aussage würde bedeuten, dass die Nulllinie (= "Mittelwert der Lebenszykluskosten der Referenzvariante") in der Grafik des Kommissionsberichts bei ca. 4339 Mio. EUR (= 5000 - 661) liegt. Und die Einsparungen von 2 Milliarden Euro "Betriebskosten" über 30 Jahre werden dadurch erst recht unglaubwürdig. Vergleichen wir mal anhand dieses Werts für die Nulllinie:

    Investitions-, Betriebs- und Ausbildungskosten (Zukauf von Ausbildungsphasen im Ausland) über 30 Jahre

    Nulllinie: 4339 Mio. EUR

    Referenzvariante (15 EFT + 10 AJT): 3678 - 5000 Mio. EUR

    Variante 1 (15 ES EFT + 10 AJT): 4445 - 5890 Mio. EUR

    Variante 2 (15 ES EFT + 3 DS EFT + 10 HET): 4479 - 5429 Mio. EUR

    Variante 3 (15 ES AF + 3 DS AF + 10 HET): 2620 - 5058 Mio. EUR

    Variante 4 (15 ES EFT): 4040 - 4810 Mio. EUR

    Variante 5 (15 ES EFT + 3 DS EFT): 3940 - 4623 Mio. EUR

    Variante 6 (15 ES AF + 3 DS AF): 2082 - 4251 Mio. EUR

In allen diesen Varianten sind die Anschaffungskosten inbegriffen (Berücksichtigt man diesen Aspekt, erscheinen die Varianten 3 und 6 wie Luftschlösser.). Die Beschaffungskosten für die 15 "Eurofighter" lagen bei 1,709 Mrd. EUR. Und für das Leasing von 8-12 Advanced Jet Trainern rechnete der Generalstab noch im Februar 2016 mit Kosten von 750 Mio. - 1,2 Mrd. EUR über 30 Jahre.

Selbstverständlich nehme ich nicht in Anspruch, dass meine Zahlen hundertprozentig authentisch sind und mit den Berechnungen der SoKo übereinstimmen. Das ist lediglich eine Annäherung anhand der oben zitierten Aussage.


Ich habe gerade wieder diesen vielsagenden Post meinerseits vom 22. April 2016 gefunden:

    theoderich hat geschrieben:Ich habe erst vorgestern wieder einmal gehört, dass die österreichischen "Eurofighter" auf Betreiben der SPÖ bis 2020 außer Dienst gestellt werden sollen. Es gibt Überlegungen, sie an die Partnernationen zu verkaufen und für den Erlös JAS-39 "Gripen" anzuschaffen.


iceman
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Re: Ergebnis Eurofighter-Sonderkommission. Doskozil: stillle

Beitrag von iceman » 21. Nov 2017, 09:13

http://tvthek.orf.at/profile/Daheim-in- ... t/14178932

Interessant zu hören ist, daß es wieder 17 EF-Piloten gibt.

theoderich
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Re: Ergebnis Eurofighter-Sonderkommission. Doskozil: stillle

Beitrag von theoderich » 21. Nov 2017, 10:00

Eurofighter in Koalitionsgesprächen ausgeklammert

ÖVP und FPÖ wollen sich offenbar an der heiklen Eurofighter-Frage die Finger nicht verbrennen. Dieses Thema soll aus den Koalitionsverhandlungen ausgeklammert und vorerst einer Kommission überlassen werden. Das hat die APA aus Verhandlerkreisen erfahren.

Der scheidende Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) hatte den Ausstieg aus dem Eurofighter eingeleitet und plante, die Eurofighter und die Düsenflieger Saab 105 gemeinsam durch eine Überschall-Flotte mit 15 Einsitzern und drei Doppelsitzern zu ersetzen. Ob die schwarz-blaue Regierung das weiter betreiben wird, ist fraglich.

Kommen doch neue Eurofighter?

Sie könnte auch die Saab 105 durch neue Eurofighter ersetzt, denn dieses System ist vorhanden. Zudem gibt es Zweifel, ob ein Umstieg auf ein neues System tatsächlich günstiger wäre als die Beibehaltung der Eurofighter. Diese Frage wird zunächst aufgeschoben und soll erst später geklärt werden.


theoderich
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Re: Ergebnis Eurofighter-Sonderkommission. Doskozil: stillle

Beitrag von theoderich » 21. Nov 2017, 18:32

Eurofighter: Koalition bläst Neuausschreibung wieder ab

Das gilt auch für das traditionelle Streitthema Eurofighter: Da haben die Verhandler von ÖVP und FPÖ beschlossen, die Linie des derzeitigen Verteidigungsministers Hans Peter Doskozil (SPÖ) nicht fortzusetzen. Eine Entscheidung über die weitere Vorgangsweise gibt es noch nicht, man will sich externe Hilfe holen: Es soll eine internationale Expertenkommission eingesetzt werden, die sich mit der Frage beschäftigt, wie die Luftraumüberwachung künftig abgewickelt wird, und ob die Eurofighter weiterhin eingesetzt werden.

Schon im Juni war allerdings klar: Bis zur Nationalratswahl wird sich eine Ausschreibung nicht mehr ausgehen, die neue Regierung muss entscheiden, wie es tatsächlich weiter geht. Und die bläst nun die Neuausschreibung wieder ab und geht nun bei der Entscheidungsfindung zurück an den Start. Wobei die Zeit allerdings drängt: Die Saab 105, an sich ein Trainingsflugzeug im Unterschallbereich, mit dem aber in Österreich ein wesentlicher Teil der Luftraumüberwachung durchgeführt wird, ist am Ende ihres Lebenszyklus angekommen. Spätestens 2020 müssen diese Flieger ausgemustert werden. Der Vorgang der Neubeschaffung dauert normalerweise mehrere Jahre.

Strafverfahren läuft weiter

Eng damit verknüpft ist die Frage, wie die neue Regierung in der rechtlichen Auseinandersetzung mit Eurofighter weiter vorgeht. Doskozil hat eine Strafanzeige gegen den Eurofighter-Konzern eingebracht, die die Staatsanwaltschaft natürlich weiter verfolgen muss. Doch inwieweit Schadenersatzforderungen weiter vorangetrieben werden, liegt im Ermessen des neuen Ministers.



Der "Standard" ist fleißig am Dreck werfen:

    Neue Evaluierung der Eurofighter steht an

    Die Mahnungen, die der scheidende Verteidigungsminister rund um das Bundesheer derzeit fast tagtäglich absetzt, ehe Hans Peter Doskozil (SPÖ) als Finanzlandesrat ins Burgenland wechselt, stoßen bei den türkis-blauen Koalitionsverhandlern offenbar kaum auf Gehör. "Evaluieren und weiterentwickeln", lautet zumindest die blaue Devise zu einigen Reformen, die Doskozil dem maroden Militär in den knapp zwei Jahren seiner Amtszeit verpasst hat – die ÖVP-Seite will diverse Bestrebungen, wie gehabt, weder bestätigen noch dementieren.

    Eurofighter Das Aus für die umstrittenen Abfangjäger, das Doskozil im Sommer verkündet hat, ist vorerst Geschichte – denn gemäß FPÖ soll überprüft werden, ob die derzeit fünfzehn Eurofighter nicht doch weiterhin betrieben werden sollen – noch dazu, wo im Jahr 2020 eine Neubeschaffung für die veralteten Trainingsflugzeuge Saab 105 ansteht. Dass die neuerliche Evaluierung mit Regierungsantritt abgeschlossen ist, gilt als unwahrscheinlich – deswegen sei der heikle Komplex Eurofighter "noch nicht entscheidungsreif", heißt es.

    Fest steht allerdings, dass Doskozils 26-köpfige Sonderkommission zur Luftraumüberwachung unter Luftstreitkräftechef Karl Gruber im Juli neben der Stilllegung durchaus auch eine mögliche Nachrüstung der Eurofighter in den Raum gestellt hat – samt Beschaffung weiterer dreier Doppelsitzer desselben Typs, um die Ausmusterung der 24 Saab 105 abzufangen. Worauf die Experten der Luftwaffe ebenfalls pochten: dass Österreichs Abfangjäger künftig uneingeschränkt, ergo auch in der Nacht und bei schlechter Sicht, einsetzbar sein müssen – wodurch die Eurofighter mit diversen Systemen nachzurüsten wären, die Doskozils Vorgänger Norbert Darabos (SPÖ) einst abbestellt hat, darunter etwa das Defensive Aids Sub-System, kurz DASS genannt.



      Eurofighter: Schuss ins Knie (Kommentar)

      Eine Stilllegung der Abfangjägerflotte kommt für Kurz, Sobotka und Co offenbar aus Prestigegründen nicht infrage

      Dem Vernehmen nach will die künftige Kanzlerpartei ÖVP das Bundesheer weder mit mehr Budget ausstatten noch eine Entscheidung über die Eurofighter fällen. Stattdessen ist wieder einmal Evaluierung angesagt – womöglich werden die umstrittenen Abfangjäger sogar aus den Koalitionsverhandlungen herausgehalten.

      Mit Verlaub, aber so lässt sich kein neues Militärpaket zusammenbasteln – noch dazu, wo als allgemein bekannt gilt, dass die Eurofighter wegen ihrer hohen Betriebskosten einen Großteil des Verteidigungsetats verschlingen. Genauso gut könnte ja ein Militärpilot versuchen, blind ein Flugzeug im heimischen Luftraum abzufangen.

      Die türkise Herumdruckserei hat wohl andere Gründe: Einst legte sich die Partei unter ihrem Säulenheiligen Wolfgang Schüssel auf den milliardenschweren Kampfjet fest. Seitdem hat eine Reihe von ÖVP-Obleuten und ÖVP-Finanzministern dazu beigetragen, das Verteidigungsbudget auf jenes von Zwergenstaaten wie Malta oder Luxemburg zusammenzuschrumpfen.

      Doch eine Stilllegung der Abfangjägerflotte, wie vom scheidenden (roten!) Verteidigungsminister geplant, kommt für Kurz, Sobotka und Co offenbar aus Prestigegründen nicht infrage. Damit verkommt ihr ostentativer Kassasturz vor den Verhandlungen nachträglich noch mehr zur Farce. Und die türkise Selbststilisierung als Sicherheitspartei gleicht immer mehr einem Schuss ins eigene Knie.


      Bernhard Völkl
      @bvoelkl

      Ich bin des #Eurofighter Fanboytums ja eher unverdächtig, aber zu behaupten dass die Flieger einen "Großteil des Verteidigungsetats verschlingen" ist eine Falschbehauptung. Die Kollegin möge einen Blick ins #Bundesheer Budget werfen. Hint: Personalkosten.



Von Doskozil kommen weitere Nebelgranaten. "Kurz-Analyse des Ministeriums" - dass ich nicht lache!

    Doskozil: Aus für Milliarden-Einsparung?

    Bis Ende Juni werkte eine 26-köpfige Sonderkommission im Auftrag von Noch-Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) an Szenarien der künftigen Luftraumüberwachung in Österreich. Empfohlen wurde von den Experten ein Abschied vom Eurofighter ab dem Jahr 2020. Der ungeliebte Jet hat bis Ende 2016 rund 2,5 Milliarden Euro verschlungen.

    Außerdem waren die Experten für den Umstieg auf ein überschallschnelles, im Betrieb günstigeres Ein-Flotten-System mit einer uneingeschränkten Einsatzfähigkeit bei Tag und Nacht. Das hätte also das Problem der nötigen Nachbeschaffung der alten Saab 105 gleich mit gelöst.

    Nun verhandeln ÖVP und FPÖ bald vier Wochen einen neuen Koalitionsvertrag, doch die Eurofighter-Zukunft dürfte vorerst einmal ausgeklammert bleiben. Das berichtet die APA auf Basis einer nicht genannten Quelle aus den ÖVP-FPÖ-Verhandlungen. Demnach soll das politisch überaus heikle Thema einer neuen Experten-Kommission vorgelegt –sprich völlig neu analysiert – werden.

    Damit erhält das Gerücht vom "Ausstieg vom Ausstieg" beim Eurofighter neue Nahrung. Stimmt es, wird der Kampfjet dem Land länger erhalten bleiben, also zuvor mehrmals versprochen worden war. Berichtet wird, dass Airbus-Anwälte nach der Betrugs-Anzeige durch Doskozil die Ansicht vertreten hätten, dass unter einer neuen Regierung "ohnehin alles anders" werde.

    Dem KURIER gegenüber wurde die neuerliche Sonderkommission in Verhandlerkreisen weder bestätigt noch dementiert. Klar ist nur, der Ausstieg vom Ausstieg könnte sehr teuer werden.

    Doskozil sagt auf Basis der Berechnungen seiner Sonderkommission, dass der Eurofighter im Betrieb in den kommenden 30 Jahren bis zu fünf Milliarden kosten dürfte. Und ohne Alternativflotte würde auf ein Einsparungspotenzial von bis zu zwei Milliarden Euro verzichtet.

    In einer Kurz-Analyse des Ministeriums werden die Auswirkungen des Ausstiegs vom Ausstieg folgendermaßen bewertet:

      2-Flotten-System

      Das aufwendigere Zwei-Flotten-System müsste weiterbetrieben werden

      Saab

      Weil die Lebensdauer der alten Saab 105 unwiderruflich 2020 endet, wäre die Anschaffung neuer Unterschallflugzeuge nötig. Diese seien militärisch aber "nicht effektiv". Daher wurde ja der Umstieg auf besagtes Ein-Flotten-System empfohlen.

      Eurofighter

      Die Eurofighter Typhoon Tranche 1, wie sie Österreich betreibt, sind im Betrieb enorm kostenintensiv. Nötige Updates der Jets bergen ein hohes Kostenrisiko.

Zuletzt geändert von theoderich am 01. Dez 2017, 14:12, insgesamt 2-mal geändert.

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