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Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Flugzeuge, Großgerät, Fliegerhorste, ...
theoderich
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Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von theoderich » 17. Sep 2015, 10:21

Und was ist z.B. mit Wucher Helicopter? Diese Firma hat seit Jahren Standorte in St. Anton am Arlberg und Innsbruck.


Wofür braucht es dann noch einen schlecht ausgelasteten Heliport mit einem einzelnen Militärhubschrauber? Wieso die ganze Hysterie? "Sachliche Argumente", wie Günther Platter meint, habe ich bei dieser ganzen Debatte weder bei ihm, noch beim zuständigen Nationalratsabgeordneten Hermann Gahr wahrgenommen. Da ging es nur darum, um jeden Preis einen Hubschrauber des Bundesheeres in Tirol stehen zu haben, wegen einer diffusen "Bedeutung für den Katastrophenschutz".

Die heute ventilierte Idee vom "Polizeihubschrauber" in Vomp ist ebenso schwer nachvollziehbar. Tatsache ist: Die Flugpolizei hat seit 59 Jahren (!) einen Helikopter in genau 28 km Entfernung beim Flugrettungszentrum West am Flughafen Innsbruck stationiert - das sind 7 Minuten Flugzeit (Reisefluggeschwindigkeit EC-135 P2+: 254 km/h).


theoderich
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Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von theoderich » 18. Sep 2015, 12:45

VVT sorgt für politische Unruhe

Kein Verständnis hat Fritz Gurgiser (Gurgiser und Team) für die Schließung des Bundesheer-Hubschrauberstützpunkts in Vomp und die Verhandlungen über einen Innenministeriumshelikopter als Ersatz. „Wir fordern den dauerhaften Erhalt eines voll funktionsfähigen Hubschrauberstützpunktes Vomp mit Neuausrichtung“, betont Gurgiser, der mit seiner „Unabhängigen Initiative zum Erhalt des Hubschrauberstützpunktes Vomp“ mehr als 3500 Unterschriften gesammelt hat.

    http://www.tt.com/politik/landespolitik/10517562-91/vvt-sorgt-für-politische-unruhe.csp

Alpine
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Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von Alpine » 18. Sep 2015, 19:45

theoderich hat geschrieben:Die heute ventilierte Idee vom "Polizeihubschrauber" in Vomp ist ebenso schwer nachvollziehbar.


ob da nicht, wie ich schon einmal als Vorschlag geschrieben habe, irgendwie mit den von der Cobra geforderten zusätzlichen Hubschraubern irgendwie was gemacht wird.... die Kaserne Schwaz/Vomp wäre eine ideale "Cobra-Kaserne"........
fakt ist außerdem, dass die Libelle Innsbruck eine sehr hohe Auslastung hat....
nur Frage ich mich, was es der Flugpolizei bringt, neben dem neuen Stützpunkt in Innsbruck in Vomp auch noch was zu haben... und Innsbruck ganz nach Vomp verlegen wird wohl auch nicht die Lösung sein.....

also ich bin gespannt auf nächste Woche was da als die zukünftige Nutzung präsentiert werden soll.....

theoderich
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Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von theoderich » 23. Sep 2015, 00:57

Katastrophenschutz gefährdet – Land über Heli-Abzug verärgert (21. September 2015)

Ähnlich deutlich fallen die Reaktionen des Landes Vorarlberg aus. „Der Abzug der Bundesheer-Helikopter ist eine strategische Fehlentscheidung“, sagt der für Sicherheit zuständige Landesrat Erich Schwärzler auf VN-Anfrage. Im Katastrophenfall sei ein Stützpunkt in der Nähe von entscheidender Bedeutung. So spiele der Zeitfaktor eine wichtige Rolle. Im Ernstfall müsse Hilfe schnell geleistet werden. Da könne man nicht warten, bis Hubschrauber aus Niederösterreich in Vorarlberg ankommen. „Hubschrauber gehören in Bergregionen. Hier werden sie gebraucht“, so Erich Schwärzler weiter.

Parteiübergreifender Protest

Die Sparmaßnahmen auf Kosten des Katastrophenschutzes sorgen über Parteigrenzen hinweg für Unverständnis. So würden sich die jährlichen Betriebskosten des Stützpunktes auf lediglich 35.000 Euro belaufen, rechnet der Tiroler Oppositionspolitiker Fritz Gurgiser vor.

Wer im Sicherheitsbereich gut gewachsene regionale Strukturen abschaffe, sei falsch beraten, ärgert sich auch Landesrat Erich Schwärzler. Das Land werde sich jetzt jedenfalls weiter gemeinsam mit den anderen westlichen Bundesländern für den Erhalt eines Hubschrauberstandortes stark machen.

Entsprechende Maßnahmen sollen im Landtag beschlossen werden. Das Thema werde im nächsten Ausschuss eingebracht, erklärt Landtagspräsident Harald Sonderegger. Im Oktober sollen die fehlenden Helikopter für den Katastrophenschutz im Landtag behandelt werden. Mit einem Entschließungsantrag könnte Vorarlberg seine klare Haltung in diesem Thema zum Ausdruck bringen und an den Minister appellieren, einen Stützpunkt im Westen zu belassen, zeigt Sonderegger die Möglichkeiten auf.

Ob der Protest Wirkung zeigen wird, ist unklar. Alle bisherigen Interventionen waren vergebens. So liegen aus Tirol 3500 Unterschriften, eine einstimmige Landtagsentschließung und Forderungen von 279 Gemeinden zum Erhalt des Stützpunktes Vomp vor. Das Bundesheer verteidigt die Schließung gegenüber der Tiroler Tageszeitung (TT) damit, dass jederzeit Hubschrauber präventiv und zeitlich begrenzt auf zivilen Flugplätzen oder in Kasernen bereitgestellt werden können.

Davon hält Landesrat Schwärzler wenig: Die Sparmaßnahmen auf Kosten der Sicherheit könnten sich im Ernstfall rächen, glaubt er.


Alpine
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Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von Alpine » 23. Sep 2015, 18:16

Gerüchte besagen, dass der zusätzliche Polizeihubschrauber nach Innsbruck kommt statt nach Vomp.
aber in welchen Hangar frage ich mich..... denn im bestehenden Polizeihangar haben nicht 2 Helis platz....

theoderich
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Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von theoderich » 24. Sep 2015, 07:00

Die "Argumente" des ÖVP-Nationalratsabgeordneten von Innsbruck-Land werden immer irrwitziger:


Das Österreichische Bundesheer besitzt derzeit 66 Hubschrauber. Diese sollen in Zukunft auf 40 reduziert werden und ausschließlich im Osten Österreichs stationiert werden. Salzburg, Tirol und Vorarlberg werden so zur hubschrauberfreien Zone. Dieser Kahlschlag in Westösterreich steht dem Schutzauftrag des Bundesheeres klar entgegen.

3. Wie können Sie die geplante Reduktion der Hubschrauberflotte bei den vorliegenden geänderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen verantworten?


    Woher will Hermann Gahr wissen, dass die Hubschrauberflotte des Bundesheeres von 66 auf 40 Exemplare reduziert werden soll? Das Bundesheer verfügt derzeit über:

      10 OH-58B "Kiowa"
      24 SA-319 "Alouette" III
      23 AB-212
      9 S-70A "Black Hawk"

    Fallen die "Alouette" III weg, verbleiben 42 Hubschrauber. Trifft es die OH-58B, gibt es noch 56 Maschinen. Und sollten beide ersatzlos ausgemustert werden (was ausgeschlossen werden kann), bleiben 32 Helikopter übrig.


Hierzu gibt es mehr als nur berechtigte Zweifel. Gerade in den Kasernen in Salzburg, in Tirol und in Vorarlberg vermittelt das österreichische Bundesheer seit seiner Gründung allen Soldatinnen und Soldaten die Alpinkompetenz, die in einem Gebirgsland für alle militärischen und zivilen Aufgaben unumgänglich ist. Auch für die Hubschrauber ist es wichtig im Hochgebirge zu trainieren und die Piloten mit den speziellen Gegebenheiten vertraut zu machen. Dies hat sich bei vielen Katastrophenschutzeinsätzen in der Vergangenheit deutlich gezeigt.


    Üben die Hubschrauber vom Fliegerhorst Vogler etwa nur im Flachland? Und so weit ich mich erinnern kann, gibt es seit vielen Jahren Hochgebirgslandekurse vom Fliegerhorst Fiala-Fernbrugg aus - nicht beim Mini-Helipad in Schwaz.


Auch die Salzburger, die Tiroler und die Vorarlberger Bevölkerung haben sich bei der Volksbefragung im Jänner 2013 klar für den Katastrophenschutz ausgesprochen. Dem muss die Politik Rechnung tragen. Die Kosten für die Stationierung eines Hubschraubers im Westen Österreichs sind überschaubar.


    So weit ich mich an die Fragestellung erinnern kann, hat man sich für Wehrpflicht und Zivildienst, nicht "für den Katastrophenschutz" ausgesprochen.


Durch diese Stationierung ist es jedoch auch möglich, Einsätze in Salzburg, in Tirol oder in Vorarlberg zu fliegen, wenn die Heranziehung weiterer Hubschrauber aus dem Osten durch eine Schlechtwetterfront unmöglich ist.


    Was für einen Unterschied macht EIN leichter Verbindungshubschrauber?


5. Wer übernimmt die Anreisekosten, wenn die Hubschrauber an Übungen in Westösterreich teilnehmen?

8. Beabsichtigen Sie, dass sich das Bundesheer in Salzburg, Tirol und Vorarlberg aus dem Katastrophenschutz zurückzieht?


    Wessen Geistes Schöpfung sind solche Fragen?!?


P.S.: Entschuldigt meinen Zynismus, aber etwas anderes fällt mir dazu leider nicht mehr ein.

iceman
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Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von iceman » 24. Sep 2015, 09:27

Das Bundesheer schließt einen heli-Stützpunkt mit einem Verbindungshubschrauber und die Landespolitiker tun so, als ob man 3 Bundesländer aufgibt.

Propellix
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Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von Propellix » 25. Sep 2015, 07:53

Leute, darum geht´s doch nicht. Glaubt Ihr das ernsthaft?
Es geht darum, dass der Herr Landeshauptmann doch sein Privattaxi braucht, wenn irgendwo das Ergebnis eines Lawinenabganges aus der Luft zu begaffen ist oder auf einer Berghütte ein neues Pissoir eröffnet wird.
Leute, das sind POLITIKER!!!
Wie sagt der Sicherheitsberater des Präsidenten so treffend in "Jagd auf Roter Oktober": "Ich bin Politiker; wenn ich nicht gerade kleine Kinder küsse, klaue ich ihnen ihre Lollies..."
Vom Himmel hoch, da komm ich her, ach wenn ich nur schon unten wär´!
A jeder Flug, der hat a End; "Cleared to land!"

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Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von theoderich » 25. Sep 2015, 10:11

Wortwörtlich:


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Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von theoderich » 25. Sep 2015, 11:33

Einigung von LH Platter mit BMin Mikl-Leitner



Land will Hubschrauber kaufen

Rund um das geplanten Aus für den Hubschrauberstützpunkt des Bundesheeres in der Kaserne in Vomp in Tirol hat das Land nun eine Lösung präsentiert. Das Land Tirol wird selbst einen Hubschrauber kaufen, der in Innsbruck stationiert wird.

Das teilte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Freitag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck mit. Das neue Fluggerät soll zwischen 2,5 und vier Millionen Euro kosten.

„Wir haben lange mit Verteidigungsminister Klug (SPÖ) verhandelt, leider ergebnislos“, sagte Platter. Der Verteidigungsminister blieb trotz zahlreicher Interventionen bei der Entscheidung, die Kaserne aufzulassen und den Hubschrauber abzuziehen. Der Landeshauptmann gab sich überzeugt von seinem Vorhaben: „Geld war selten so gut angelegt wie in diesem Fall“, meinte er.

Betreiber ist das Innenministerium

Das Land Tirol werde den Hubschrauber zwar kaufen, betreiben soll ihn jedoch das Innenministerium. Gemeinsam mit den Blaulichtorganisationen soll nun ein Anforderungsprofil erstellt und die Ausschreibung gestartet werden. Das Fluggerät soll auf jeden Fall auch für Löscheinsätze geeignet sein und im hochalpinen Raum gut funktionieren, meinte der Landeshauptmann.

Für Platter Kauf eine Verpflichtung

Der Kauf des Hubschrauber sei notwendig, da es eine staatliche Verpflichtung gebe, für den Katastrophenschutz zu sorgen, erklärte Platter. Das Angebot des Verteidigungsministers, im Katastrophenfall Hubschrauber nach Tirol zu verlagern, sei nicht ausreichend.

Der neue Hubschrauber soll den Schriftzug „Land Tirol“ und das Tiroler Wappen tragen. Er soll in Innsbruck stationiert werden und in einem bis eineinhalb Jahren zur Verfügung stehen. In der Zeit zwischen dem Abzug des Bundesheerhubschraubers und des Kaufes des neuen Helikopters werde das Innenministerium „Maßnahmen treffen, um die Lücke zu schließen“, hieß es.


Günther Platter und die Landtagsabgeordneten wollten offensichtlich ihre persönliche VIP-Luftkutsche, einen "Marine One" im Kleinformat.

Kritik von Gurgiser

Fritz Gurgiser sagt im Namen der "Unabhängigen Initiative zum Erhalt des Hubschrauberstützpunktes Vomp“, ein zusätzlicher Polizeihubschrauber ersetze nicht einen voll funktionsfähigen Hubschrauberstützpunkt wie Vomp, wo im Notfall zehn oder mehr Hubschrauber tage - und wochenlang im Fall einer schweren Naturkatastrophe stationiert, gewartet, betankt etc. werden können. Landeshauptmann Platter habe sich bei diesem sehr ernsten Thema in Wien nicht durchsetzen können.


"Zehn oder mehr Hubschrauber" - dieser Gurgiser kennt die örtlichen Gegebenheiten der Frundsberg-Kaserne wohl nur vom Hörensagen.
___________________________________

Innenministerin Mikl-Leitner in Tirol: Gefeiert und angefeindet

Tirols Landeshauptmann ist stolz, sein Vorarlberger Amtskollege erleichtert, der Gemeindeverbandspräsident soll jubeln, das Rote Kreuz dankt, höchstens der Verteidigungsminister könnte sich grämen, aber das ist ja jetzt auch egal: Die Innenministerin konnte einen "Anschlag auf die Bevölkerung des Westens" (Zitat ÖVP-Nationalratsabgeordneter Hermann Gahr) vereiteln. Dank ihrer bekommt Tirol nun nämlich doch einen Heli.

Der potenzielle Attentäter war Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ), der bis Ende des Jahres den Hubschrauberstützpunkt im Tiroler Vomp auflassen möchte. Nach Ansicht einiger Politiker sowie auch des Landeschefs Günther Platter (ÖVP) sei dadurch Tirols Katastrophenschutz in Gefahr.

"Geld selten so gut angelegt"

Klug soll das allerdings nicht einsehen wollen, selbst den Bundespräsidenten habe Platter nach eigener Aussage bemüht – auch der war erfolglos. Retterin in der Not ist nun Johanna Mikl-Leitner (ÖVP): Tirol kauft einen neuen Hubschrauber, das Innenministerium kümmert sich um dessen Betrieb, wurde auf einer Pressekonferenz am Freitag stolz verkündet.

Das Land Tirol soll das zwischen zweieinhalb und vier Millionen Euro kosten. Dafür wird der Neo-Heli dann auch mit der Aufschrift "Land Tirol" und einem Wappen bedruckt. Der nun vom Verteidigungsministerium bald abgezogene Alt-Hubschrauber ist im Jahr 2014 rund 20-mal abgehoben, es stehen mehr als ein Dutzend nicht ausgelastete private Rettungshubschrauber in Tirol zur Verfügung, aber: "Der Katastrophenschutz ist eine staatliche Verpflichtung. Geld war selten so gut angelegt wie in diesem Fall", ist Platter überzeugt.

Zuletzt geändert von theoderich am 29. Sep 2015, 10:39, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von Milizler » 25. Sep 2015, 12:00

Oh du klein geistiges Österreich. Warum schreiben sie nicht statt Land Tirol "LH Platter", mit seinem Konterfei statt dem Wappen.
Zuletzt geändert von Milizler am 25. Sep 2015, 13:15, insgesamt 1-mal geändert.
Beordert bei 1./JgB NÖ

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Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von Dr4ven » 25. Sep 2015, 12:48

Jedes Mal wenn ich den Platter sehe schäme ich mich Tiroler zu sein.

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Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von theoderich » 26. Sep 2015, 21:20

Bundesheer fliegt ab, Land springt mit Polizei-Heli ein

Dass die 15 in Tirol stationierten Rettungs- und Transporthubschrauber die Aufgaben des abfliegenden Bundesheerhelikopters in Vomp übernehmen könnten, kommt für Tirols LH Günther Platter (VP) nicht infrage. Obwohl es im Notfall hauptsächlich um Berge- und Löscheinsätze bzw. Erkundungsflüge geht, sei der Katastrophenschutz eine staatliche Verpflichtung, betonte gestern der Landeshauptmann. Das Angebot von Verteidigungsminister Gerald Klug (SP), im Katastrophenfall wie etwa 2013 beim Hochwasser in Kössen rasch Hubschrauber nach Tirol zu verlegen, reicht Platter nicht aus. Freuen kann sich deshalb die Polizei. Denn als Ersatz für den Heereshelikopter – der Stützpunkt in Vomp macht zu Jahresende dicht – wird das Land zusätzlich zur in Innsbruck stationierten „Libelle“ um 2,5 bis vier Millionen Euro einen zweiten Hubschrauber für die Polizei ankaufen. Betreiben wird ihn das Innenministerium, die Vereinbarung wurde gestern besiegelt.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (VP) spricht von einer Win-win-Situation, „weil wir ja hoffen, dass der Hubschrauber so selten wie möglich benötigt wird. Neben dem Katastrophenschutz wird er deshalb auch für polizeiliche Maßnahmen zur Verfügung stehen und so das Bundesland noch sicherer machen.“ Sowohl Mikl-Leitner als auch Platter loben die einzigartige und vorbildhafte Kooperation. Angesprochen auf eine weitere Zusammenarbeit und die offene Finanzierung des geplanten Sicherheitszentrums erklärt die Innenministerin, dass in den nächsten Wochen die letzten Details geklärt würden.

Doch zurück zum Hubschrauber: Bis zuletzt hatte sich das Land für den Erhalt des Stützpunkts Vomp eingesetzt und Verteidigungsminister Klug ebenfalls einen Hubschrauber angeboten. Doch Klug wollte nicht, der Hubschrauber aus Vomp wird nach Hörsching bei Linz verlegt. Die Einsätze des Heeres-Helis hielten sich ohnehin in Grenzen, außerdem war die Crew am Wochenende nicht verfügbar. Künftig ist der zweite Polizei-Heli mit Tiroler Wappen und der Bezeichnung „Land Tirol“ jedoch rund um die Uhr einsatzfähig. In den nächsten Wochen wird mit den Einsatzorganisationen Flugpolizei, Feuerwehr und Rotes Kreuz ein Anforderungsprofil entwickelt und der Hubschrauber-Kauf ausgeschrieben. „Neben den Bedrohungsszenarien Lawine, Hochwasser und Mure ist auch die Einsatzbereitschaft für den Fall eines Waldbrandes wie vergangenes Jahr in Absam sicherzustellen. Das bedeutet, dass der Hubschrauber über große Außenlastkapazitäten für den Wassertransport verfügen muss“, ergänzt Platter.

Landespolizeidirektor Helmut Tomac und der Leiter der Flugpolizei Werner Senn sind zufrieden. „In vielen Fällen ist der Hubschrauber das einzige Einsatzmittel. Mit dieser innovativen Lösung hat das Land Tirol eine Versicherungspolizze der ganz besonderen Art für die Sicherheit seiner Bevölkerung abgeschlossen“, betont Senn. Als weitere Stärkung „unserer technischer Möglichkeiten“ und als positives Ergebnis, „weil verschiedene Institutionen so vorbildhaft miteinander kooperiert haben“, sieht es Tomac.

    http://www.tt.com/politik/landespolitik/10554371-91/bundesheer-fliegt-ab-land-springt-mit-polizei-heli-ein.csp
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Tirol heute
Fr, 25.09.2015 19.00 Uhr

Militär geht - Polizei kommt

Martin Papst: "Das Militär geht - die Polizei kommt. Sie wird künftig in Tirol mit einem zusätzlichen Hubschrauber Katastropheneinsätze fliegen. Den Heli kauft das Land - das Innenministerium wird ihn betreiben. Das wurde heute vereinbart und soll eine Nachfolgelösung für Vomp sein. Bekanntlich will das Bundesheer seinen dortigen Hubschrauberstützpunkt mit Ende des Jahres, wegen zu geringer Auslastung, auflassen."

[Genlt Schmidseder, Bgdr Aschauer, BM Klug, GenMjr Keller und BP Fischer, dahinter Bgdr Wagner und Genlt Csitkovits, mit Blick auf das Heldendenkmal gerichtet] Alles hat Tirol versucht - nichts hat geholfen. [Genlt Schmideser, BM Klug und BP Fischer beim Abschreiten der angetretenen Gardisten vor dem Heldendenkmal, dahinter das Burgtheater, das Reiterstandbild von Erzherzog Karl, die Minoritenkirche und der Leopoldinische Trakt der Hofburg] Sogar bei Bundespräsident Heinz Fischer als Oberbefehlshaber des Heeres [BM Klug mit ausdruckslosem Gesicht, dahinter salutierend GenMjr Keller] hat der Landeshauptmann interveniert - der rote Verteidigungsminister blieb ungerührt.

[Begrenzungszaun der Frundsberg-Kaserne; Kamera schwenkt über die Lagergebäude zum Hangar] Der Hubschrauberstützpunkt Vomp wird mit Ende des Jahres dichtgemacht, der Hubschrauber nach Oberösterreich verlegt. [Windsack in der Frundsberg-Kaserne] Das sorgt für rauen Wind bei Bevölkerung und Politik, hat doch das Bundesheer dann im Westen keinen fixen Hubschrauberstützpunkt mehr.

[Flachbildschirm: "Pressekonferenz. LH Günther Platter. BM Johanna Mikl-Leitner"; Kamera schwenkt zum Tisch mit (v. l. n. r.) Landesrettungskommandant Heinz Wolf, Ltr Flugpolizei Werner Senn, LH Günther Platter, BM Johanna Mikl-Leitner, Landespolizeidirektor Helmut Tomac, Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl] Die Lösung: Tirol kauft sich eben selber ein Fluggerät. Mit allem, was für das alpine Gelände notwendig ist.

    Günther Platter (Landeshauptmann, ÖVP): "Es werden verschiedenste Maßnahmen auch beim Hubschrauber unternommen, wie z.B. Verankerungen, damit auch Wasser befördert werden kann, Wasserbehältnisse, im Zusammenhang mit Waldbränden, damit hier eine effiziente Hilfe gegeben wird. Und notwendig ist natürlich, dass dieses Fluggerät insbesondere im hochalpinen Raum gut funktioniert. Wir brauchen deshalb einen starken Hubschrauber und in diese Richtung wird auch dieses Ausschreibung gehen."

[Rotorblatt und Sonne dahinter. Kamera schwenkt auf Polizeihubschrauber Ecureuil AS 355 N mit seitlich montierten Staukörben] Der neue Landes-Heli darf bis zu 4 Millionen Euro kosten und trägt die Aufschrift "Land Tirol" mit Wappen. Die Polizei wird den Hubschrauber am [AS 355 N neben EC135 des ÖAMTC und VW-Bus der Polizei am Stützpunkt Innsbruck] derzeitigen Stützpunkt Innsbruck-Kranebitten lediglich betreiben.

[Augusta A109 im Landeanflug auf verschneitem Schigebiet im Gebirge, davor die Talstation eines 6er-Sessellifts und Pistenraupen] Einen zusätzlichen Hubschrauber für Katastropheneinsätze: Kritiker sehen bei 16 privaten Heli-Stützpunkten in Tirol ein Zuviel des Guten.

    PLATTER [Helmut Tomac beugt sich zu Mikl-Leitner und flüstert ihr etwas ins Ohr]: "Letztendlich will ich das auch haben, dass das über staatliche Organisationen abgewickelt wird. Wenn wir im Einsatzfall dann zusätzliche Hubschrauber benötigen, dann wird man selbstverständlich auch auf jene zurückgreifen, die sonst eingesetzt werden."

    Johanna Mikl-Leitner (Innenministerin, ÖVP): "Zum anderen ist er natürlich für die polizeilichen Aufgaben auch zur Verfügung. Und was hat denn die Polizei für einen Vorteil? Dass wir natürlich eine Rundum-Besetzung haben, wenn etwas passiert."

[Tiroler Dorf nach einem Murenabgang, gefilmt vom Hubschrauber aus] Ausschreiben muss der Chef der Flugpolizei. Für ihn ist der Hubschrauber im Katastrophenfall, neben anderen Einsatzorganisationen, oft das einzige Einsatzmittel.

    Werner Senn (Leiter Flugpolizei): "Wenn ich an die Hochwasserkatastrophe 2005, Paznauntal, Stanzertal, oberes Gericht in Pfunz. Wenn ich mich daran erinnere - und da war ich noch an vorderster Front mit dabei, wo wir also in den frühen Morgenstunden mehr als 100 Personen, gemeinsam dazumal mit dem ÖAMTC, von den Hausdächern und von den Balkonen weggeflogen haben. Und es war wirklich eine Weltuntergangsstimmung. Ohne Hubschrauber wäre es nicht möglich gewesen."

    Heinz Wolf (Landesrettungskommandant): "Für das Rote Kreuz bedeutet einen Hubschrauber zu haben, dass wir in der Lage sind, in der Katastrophenhilfe nicht nur Verletzte zu transportieren - das findet ja tagtäglich statt, mit den Rettungshubschraubern. Katastrophenhilfe bedeutet für uns im Roten Kreuz allerdings, eine große Anzahl an Einsatzpersonal, eine große Anzahl an Material, an Logistik, vor Ort zu bringen."

[Johanna Mikl-Leitner beim Unterzeichnen des Verwaltungsübereinkommens; Platter und Mikl-Leitner stehen auf und schütteln sich gegenseitig die Hände] Zum Schluss der Pressekonferenz wird die Hubschrauberallianz noch offiziell zwischen Land und Ministerium paktiert, damit auch alles seine Richtigkeit hat.

    Bericht: Margit Schuschou
Zuletzt geändert von theoderich am 01. Okt 2015, 17:23, insgesamt 4-mal geändert.

iceman
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Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von iceman » 27. Sep 2015, 03:32

Um 2,5 bis 4 Mio. große Auenlastkapazitäten?

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Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von theoderich » 27. Sep 2015, 07:12

Um diese Summe gibt es nicht einmal einen Eurocopter EC135. Höchstens einen Ecureuil oder eine EC120. Aber er wird ausreichen, um den Tiroler Landeshauptmann "standesgemäß" zum Hahnenkammrennen zu fliegen.

Antworten
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