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Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Flugzeuge, Großgerät, Fliegerhorste, ...
theoderich
Beiträge: 20985
Registriert: 09. Sep 2008, 22:29

Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von theoderich » 24. Mär 2017, 08:29

Retter in der Rushhour


Da wird der Hubschrauberkauf des Landes noch unverständlicher.

Lauf Robert
Beiträge: 7
Registriert: 28. Jan 2016, 17:42

Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von Lauf Robert » 24. Mär 2017, 22:45

Hallo,

Man muss einfach einmal unterscheiden, dass ein Rettungshubschrauber nur bedingt für KAT Einsätze eingesetzt werden kann. Was macht jetzt den Unterschied aus?

Ganz einfache Erklärung. Ja richtig,es gibt sehr viele Notarzthubschrauber in Tirol. Diese sind eben für Rettungseinsätze vorgehalten. Das ist in Tirol durch die Topographie und den vielen Gästen sicher einmalig. Wer einmal versucht hat an einen Winterwochenende mit dem Fahrzeug unterwegs zu sein, wird sicher verstehen, dass hier andere Vorraussetzungen herrschen.

Sicher kann man zur Not einen NAH zum Material und Personentransport verwenden. Dafür sind sie nur bedingt geeignet. Schwere Ausrüstung, wenig Sitzplätze, Lastaufnahme, Aufnahme Löschbehälter usw.

Also bleiben eine Maschine des BMI, wenn sie gerade frei ist und eine Maschine des BH, wenn sie da ist (Sa/So?),oder Eigenaufträge hat. Da die BH Maschinen im Wechsel stationiert sind, kann es sein, dass z B. 1 Woche eine Blackhawk da ist. Dafür gibt es zB. keinen Löschbehälter, welcher sofort verfügbar ist. Wenn eine AB212 da ist, fehlt manchmal die Rettungswinde.Außerdem muss erst ein Assistenzeinsatz eröffnet werden. Das bedeutet Zeitverzögerung. Das BH ist nach wie vor sehr wichtig, aber leider durch die Politik eingeschränkt.

Ein spezieller Hubschrauber, welcher besonders für diese Einsätze ausgestattet ist erhöht die Leistungsfähigkeit gerade auf diesen Sektor erheblich. Das BMI ist hier in Tirol einfach der 1 Ansprechpartner für KAT Einsätze, Lawineneinsätze, Sucheinsätzen oder Brandeinsätze und sehr schnell verfügbar. Es kommt hinzu, dass auch das BMI polizeiliche Aufträge zu erfüllen hat. Damit dürfte jedem klar sein, dass die Auslastung sehr hoch ist.

Private Maschine sind natürlich auch vorhanden, müssen aber dann auch bezahlt werden. Auch diese Maschinen haben ihre Auslastung im
privaten Bereich und sind nicht immer bereit. Auch die notwendige Ausstattung ist hier nicht gesichert. Personen und Materialtransport im Außenlastbereich zugleich durchführen, ist dafür ein notwendige Grundlage.

Im Kat oder Brand Einsatz ist es absolut notwendig, dass Personen schnell auch mit Tau / Winde evakuiert werden und gleichzeitig Außenlasten und Löschbebälter eingehängt werden können.

LG Robert

Alpine
Beiträge: 248
Registriert: 21. Mär 2006, 18:11

Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von Alpine » 02. Okt 2017, 11:55

http://www.tt.com/politik/landespolitik ... bt-hilfsflügen-einen-riegel-vor.csp
[url]http://www.tt.com/politik/landespolitik/13502604-91/heeresministerium-schiebt-hilfsflügen-einen-riegel-vor.csp[/url]


und nochmals zur am Anfang dieses Topics diskutierten Flugsicherung in Schwaz:
Raveman hat geschrieben:Nein. In Schwaz gibt es keine Flugsicherung.

es gab aber zumindest eine, siehe zB auch Zeitungsartikel auf der Facebook Seite des Stützpunktes mit dem historischen Foto und der Beschreibung der Tätigkeiten des Personals => "Flugsicherer". Muss bis mindestens Ende der 90er Jahre gewesen sein, denn da gab es wie bereits erwähnt nochmals einen Zeitungsartikel wo extra erwähnt wird, dass an jenem Abend die "Flugsicherung" für den BH-Stützpunkt ab einer bestimmten Uhrzeit die Austro Control vom Flughafen Innsbruck aus mit übernimmt.
was da konkret von der "Schwazer Flugsicherung" gemacht wurde, ist natürlich eine andere Frage. War aber immerhin ein nicht militärischer sondern ziviler Vertragsbediensteter der das gemacht hat.
Zuletzt geändert von Alpine am 03. Okt 2017, 09:10, insgesamt 2-mal geändert.

Raveman
Beiträge: 940
Registriert: 26. Mär 2008, 08:28
Wohnort: Graz

Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von Raveman » 03. Okt 2017, 05:26

Das ist jetzt eine i-Tüpfel-Reiterei...In Schwaz wird Fluginformationsdienst ausgeübt, aber kein Flugsicherungsdienst. Siehe hierzu auch die ICAO-Karte wo keine MATZ oder der gleichen eingetragen ist.

Alpine
Beiträge: 248
Registriert: 21. Mär 2006, 18:11

Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von Alpine » 03. Okt 2017, 09:05

Raveman hat geschrieben:Das ist jetzt eine i-Tüpfel-Reiterei...In Schwaz wird Fluginformationsdienst ausgeübt, aber kein Flugsicherungsdienst. Siehe hierzu auch die ICAO-Karte wo keine MATZ oder der gleichen eingetragen ist.


sorry, wollte hier nicht i-Tüpfel-Reitern, aber es war eben in beiden Zeitungsartikeln und im auf Facebook geposteten Zeitungsausschnitt von Flugsicherung die Rede, das sind bzw. waren meine bisherigen Quellen, aber Fluginformationsdienst wäre logisch;

theoderich
Beiträge: 20985
Registriert: 09. Sep 2008, 22:29

Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von theoderich » 03. Okt 2017, 13:22

Aktuelles aus der Regierungssitzung

Heute, Dienstag, beschloss die Tiroler Landesregierung die Mittel für die Anschaffung eines Hubschraubers an den Bund zur Verfügung zu stellen. Für eine solche wurde bereits im vergangenen Jahr eine Haushaltsrücklage in Höhe von vier Millionen Euro gebildet – der nun vom Bund bekannt gegebene Kaufpreis von rund 3,3 Millionen Euro liegt damit unterhalb des maximal festgelegten Kostenrahmens. Um die erforderlichen Mittel bereitzustellen, ist die Genehmigung der Entnahme aus der Haushaltsrücklage erforderlich. Im November wird der Antrag dem Landtag vorgelegt.

„Die Sicherheit der Tirolerinnen und Tiroler hat oberste Priorität. Tirol wird immer wieder von schwerwiegenden Naturkatastrophen heimgesucht. Für eine rasche Bewältigung solcher Katastrophen ist ein dauerhaft stationierter Hubschrauber in Tirol unerlässlich“, erklärt LH Günther Platter, dass der Katastrophenschutz Ländersache ist: „Wir haben gegenüber der Bevölkerung eine Verantwortung. Unser Ziel ist es, dass wir gemeinsam mit dem BMI eine ganzjährige Einsatzbereitschaft für den umfassenden Zivil- und Katastrophenschutz sowie zur Unterstützung der Sicherheitsbehörden bei der Vollziehung ihrer Aufgaben sicherstellen“, betont LH Platter, dass Tirol mit einer solchen Kooperation Vorreiter in Österreich ist. Der Hubschrauber wird speziell für den Katastrophenschutz und hochalpines Gelände ausgerüstet und einsetzbar sein, aber auch für die Bekämpfung von Waldbränden oder für Erkundungsflüge mit Fachleuten wie z.B. der Landesgeologie oder des Lawinenwarndienstes im Rahmen einer Gefahrenbeurteilung für Siedlungsräume oder öffentliche Verkehrswege zur Verfügung stehen. Dieser Hubschrauber steht ab Herbst 2018 zur Verfügung. Das Innenministerium stellt aber bereits ab Winterbeginn 2017 einen solchen Landeshubschrauber zur Verfügung und übernimmt auch bereits den Betrieb.



Landes-Heli kostet rund 3,3 Millionen Euro


theoderich
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Re: Finanziert das Land Tirol einen Helikopter für das ÖBH?

Beitrag von theoderich » 16. Dez 2017, 09:36

Provisorischer Landes-Heli im Einsatz

Zu Beginn dieser Woche ist der Ersatzhubschrauber für den Landes-Helikopter in Innsbruck gelandet. Er steht bei der Flugeinsatzstelle der Polizei beim Flughafen. Und er hatte bereits seinen ersten Lawineneinsatz.

Der Landeshubschrauber, der speziell für Katastrophenschutz ausgerüstet ist und 3,3 Millionen Euro kostet, kommt nämlich erst im Herbst 2018. Der Hintergrund für die Anschaffung eines eigenen Landes-Helikopters liegt zwei Jahre zurück. Damals wollte das Verteidigungsministerium den Heli-Stützpunkt in Vomp aus Spargründen schließen.

Vomp wurde dann doch nicht geschlossen, der Landeshubschrauber kommt trotzdem, allerdings erst 2018. Betrieben wird er vom Innenministerium, das jetzt schon einen Ersatzhubschrauber zur Verfügung stellt. Dieser hatte am Mittwoch bereits seine ersten Einsätze: mit einem Suchflug nach einer vermissten Person, einen Lawineneinsatz in Serfaus und einer Landung mit der Lawinenkommission in 3.000 Metern Höhe für ein Schneeprofil.


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