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12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Flugzeuge, Großgerät, Fliegerhorste, ...
steff1
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von steff1 » 23. Jun 2014, 17:09

Am vorliegenden Beispiel sieht man, was die Schlagzeile macht. Schon vor Wochen stand - so glaube ich in den Oberösterreichischen Nachrichten sinngemäß, dass man den Eurofighter-Betrieb auf die Amtsstunden zurückfahren könnte, die aktive LRÜ im "Planquadrat" (d.h. wahrscheinlich zu wechselnden, aber insgesamt wenigen Zeiten) oder nur zu "Großveranstaltungen" machen könnte. Aufgeregte Reaktionen? Keine. Was stand vor Jahr und Tag in offiziellen Papieren des BMLVS, ich weiß es auch nur, weil es irgendwann hier im Forum war? "Grenzüberschreitender Einsatz der aktiven LRÜ-Komponente" oder so ähnlich. Bloß eben nicht nur der eigenen, sondern auf Gegenseitigkeit. Reaktionen? Keine. Jetzt kommt sinngemäß die gleiche Geschichte, gewürzt mit ein bisschen ungarischem Paprika und los geht es. Obwohl es keinen Neuigkeitswert gibt. Dass man aus finanzieller Aussichtslosigkeit das Thema auch im Ministerium wieder hochkochen wird, keine Frage.

Dass wir im Herbst dann heftig schlucken werden, das steht freilich außer Frage...

Aber, was nützt das ganze Geseier unter mehr oder minder Gleichgesinnten hier? Schreibt an eure Politiker, auch wenn's höchstwahrscheinlich nix nutzt. Hier nutzt garantiert nix.

theoderich
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von theoderich » 23. Jun 2014, 17:22

Luftraumüberwachung: Klug will kein Auslagern



Keine Neutralität ohne eigene Kampfflugzeuge

Experten sehen dadurch die Neutralität in Gefahr. Aufhorchen lässt aber auch die ÖVP: In zwei Jahren soll es wieder mehr Geld fürs Heer geben.

Der Verfassungsexperte Heinz Mayer erklärte im Ö1-Mittagsjournal, dass ein neutraler Staat "ganz sicher nicht" militärische Aufgaben einem anderen Staat übertragen dürfe. Auch der SPÖ-Wehrsprecher Otto Pendl erklärte "klipp und klar", dass die Luftraumüberwachung eindeutig eine Aufgabe der Republik Österreich sei.

Der Verfassungsrechtler Theo Öhlinger relativiert das im KURIER-Gespräch. Er hält Abkommen mit Nachbarstaaten für möglich, solange sie auf EU-Recht basieren – etwa bei "Air Policing"-Einsätzen gegen zivile Flugzeuge. Unmöglich sei es aber, einen Ungarn-Jet gegen ein eindringendes militärisches Flugzeug einzusetzen. Solche Einsätze blieben Aufgabe der Republik Österreich.

Kooperationen

Dem KURIER gegenüber bezog nun Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) erstmals Stellung: Ein "Auslagern" der Luftraumüberwachung stehe nicht zur Debatte. Klug: "Dafür werden wir auch in Zukunft die nötigen Abfangjäger und Radarsysteme im Einsatz haben."

Wohl aber werde der Ausbau der bestehenden Kooperationen mit anderen Luftwaffen geprüft. Vorschläge sollen im Rahmen des Reformpakets im Herbst vorgelegt werden.

Auch für ÖVP-Wehrsprecher Bernd Schönegger kommt die Auslagerung der Luftraumüberwachung "nicht infrage". Denn das wäre das Ende der Neutralität, was auch internationale Auswirkungen hätte.

Wohl aber könne man über die "Nacheile" reden – gemeint ist das Verfolgen von Zivilflugzeugen über die Staatsgrenze hinweg. Das war etwa in der Schweiz der Fall, als ein entführtes Flugzeug bei der Landung in Genf von zwei französischen Abfangjägern begleitet wurde. In einer ähnlichen Situation könnten ungarische Gripen schließlich doch bis Wien fliegen – umgekehrt aber auch österreichische Eurofighter bis München. Das ermöglicht zwar noch nicht die von den Militärs angestrebte Einschränkung der Einsatzbereitschaft, erspart aber viele teure Alarmstarts auf beiden Seiten.

Höheres Budget

Schönegger sieht einen Silberstreif für das ausgeblutete Bundesheer. Zwei Jahre müsse es mit dem Konsolidierungsbudget noch überstehen, aber ab 2016 werde es wieder mehr Geld geben. Er muss es wissen. Denn sein Parteichef Michael Spindelegger ist Finanzminister. Und damit reagiert die ÖVP erstmals positiv auf eine Forderung des SPÖ-Verteidigungsministers.




Das glaubt doch Theuretsbacher selbst nicht! Das Budget 2016 liegt ganz massiv unter den Zahlen von 2014:

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    Vom Militär nur die Musik (Kommentar)

    Ein fesches Militär mit hilfsbereiten Katastrophenhelfern, auf Hochglanz polierten Kampfjets und natürlich einer Militärkapelle für jedes Bundesland - das hätten die Österreicher gern. Kosten soll es halt bitte schön nichts.

    Für die Wehrpflicht, deren wahren Geldbedarf niemand genau überschauen kann, hat es im Vorjahr eine Bevölkerungsmehrheit gegeben. Für ein ausreichendes Verteidigungsbudget gibt es aber keine Regierungsmehrheit. Das führt zu der absurden Situation, dass es beim Bundesheer zwar genügend Grundwehrdiener gibt, aber nicht genügend Fahrzeuge, diese auch nur zu einem Hilfseinsatz zu transportieren. Von einer internationalen Standards entsprechenden soldatischen Ausbildung kann keine Rede mehr sein; nicht für die Wehrpflichtigen, aber auch nicht mehr für die Profis, denen die Mittel zum Üben vorenthalten werden.

    Dass es so weit kommen würde, war seit Jahren absehbar: Neue Waffensysteme und neues Gerät werden sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb immer teurer. Am teuersten sind die Kampfflugzeuge - Österreich hat ja das Glück, keine Marine unterhalten zu müssen (die würde noch mehr kosten). Als sich Österreich im vorigen Jahrzehnt nach großen Mühen und mit großer Verspätung dazu durchgerungen hat, neue Abfangjäger zu kaufen, war klar, dass diese einen viel zu großen Teil vom Verteidigungsbudget brauchen würden.

    Die Regierung Schüssel I schien dies auch einzusehen und legte sich auf eine Sonderfinanzierung fest - eine Festlegung, die die Regierung Schüssel II nicht gelten ließ: Diese setzte eine Reformkommission ein, deren Ergebnis letztlich weniger Geld und weniger Bundesheer war. Manche vermuteten dahinter einen Geheimplan: Ein auf international kooperierende Luftstreitkräfte und gut vernetzte Geheimdienste reduziertes Militär ohne lästige Wehrpflichtige, Panzer und sonstiges Zubehör spukte in den Köpfen einiger Generalstäbler herum.

    Das aber wollten letztlich weder Politik noch Bevölkerung. Also wird weitergewurstelt - was bei den Abfangjägern heißt: weniger Gerät, weniger Einsatzbereitschaft, weniger trainierte Piloten.

    Geht noch weniger? Ja, vielleicht, wenn Österreich in einem Militärbündnis wäre - aber das traut sich keiner zur Diskussion zu stellen.

    Und zwar nicht nur, weil die Nato wenig populär ist, sondern weil sich am Ende herausstellen könnte, dass der Mitgliedsbeitrag unterm Strich sogar höher ausfallen könnte als die erwartete Ersparnis: Es ist schwer vorstellbar, dass eine fremde Luftwaffe Österreichs Luftraum für noch weniger Geld schützen könnte, als es das Bundesheer mit seiner Sparvariante einer Eurofighter-Flotte tut.

    Relativ geringe Beträge - aber immerhin ein paar Zehntausend Euro je Einsatz - wird man sparen können, wenn man die sogenannte Nacheile bei Non-Com-Renegades zulässt, wie das längst auch bei Neutralen internationale Gepflogenheit ist: Das würde bedeuten, dass ein auf dem Radar nicht identifiziertes Flugzeug, das von ausländischen Abfangjägern bereits erfasst wurde, von diesen auch im österreichischen Luftraum begleitet oder zur Landung gezwungen werden kann.

    Das wäre es dann aber auch schon. Mittelfristig bleibt nur, das Bundesheer mit genügend Mitteln auszustatten - oder klar zu sagen, dass man vom Militär weder Soldaten noch Flieger, sondern nur die Musik haben will.



    Steuern, Spaß und Sicherheit (Kommentar)

    Eines muss man unserem Verteidigungsminister lassen: Humor hat er. Am Wochenende übte er scharfe Kritik an der Sicherheitspolitik der EU, die es sich unter dem Schirm der USA gemütlich mache und ihre Mitglieder in Wahrheit nicht schützen könne. „Europa muss Verantwortung für seine Sicherheit übernehmen“, forderte Gerald Klug (kein Witz!) und schob noch nach: Europa gebe zwar Unsummen für sein Militär aus, nun gelte es aber, „diese PS auch auf die Straße zu bringen“.

    Das ist für den Minister einer Armee, die von PS auf der Straße nur noch träumen kann, weil ihr nämlich das Geld für den Sprit gestrichen wurde, eine wirklich lustige Aussage. Auch das mit dem „es sich auf Kosten anderer gemütlich machen“ und dem „sich in Wahrheit nicht selbst schützen können“ zeugt von ausgeprägter Selbstironie.

    Dann skizzierte Klug noch den künftigen Weg des österreichischen Bundesheeres, nämlich „Profilschärfung“ und „Rollenspezialisierung“. Was das ist? Ganz einfach: Bei der Fähigkeit unserer Soldaten, Fahrzeuge aus den 60er- und 70er-Jahren zu betreiben, wird das Bundesheer künftig für ganz Europa die militärischen Oldtimer-Rallyes ausrichten. Das heißt, wenn uns Europa die Begleichung der Spritrechnungen garantieren kann.



Ich habe nicht erwartet, in der "Presse" einmal einen Kommentar auf "Kronen Zeitungs-Niveau" lesen zu müssen. Aber man lernt ja jeden Tag dazu:

    Wen kümmert die Neutralität? (Kommentar)

    Wie es um die Einsatzfähigkeit des Personals in Österreich steht, darüber gibt es nur Vermutungen. Wie sehr aber leidet das Bundesheer als Ganzes an Adipositas? Auf den ersten Blick erscheint es ausgezehrt und grob vernachlässigt.

    Aber nur, wenn man von der abstrusen Hypothese ausgeht, Österreich müsse sich selbstständig gegen militärische Bedrohungen verteidigen. Wenn Minister Gerald Klug nun doziert, die EU müsse Verantwortung für ihre Sicherheit übernehmen, darf gefragt werden, was ihn hindert, zu beginnen. Derzeit sickert durch, dass die Luftraumüberwachung außerhalb der Bürozeiten (kein Scherz) von anderen übernommen werden könnte. Schon zeigen Neutralitätswächter mit dem Daumen nach unten. Dass das Modell in der Schweiz, dem Mutterland der Neutralität, praktiziert wird, kümmert nicht. Interessant: Ungarische oder tschechische Gripen würden den Luftraum schützen. Die waren lange als billigere Variante zu Eurofightern im Gespräch. So etwas nennt man Treppenwitz der Geschichte.

Zuletzt geändert von theoderich am 24. Jun 2014, 02:34, insgesamt 4-mal geändert.

Milizler
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von Milizler » 23. Jun 2014, 18:03

Abwarten und Teetrinken. Es klingt zumindest mal nach einem Lichtblick und die Aussage des Ministers ist zumindest mal eine klare.

Persönlich finde ich übrigens das Abkommen zum "Nacheilen" durchaus sinnvoll, es darf aber eben nicht das Ende der Luftraumüberwachung bedeuten.
Beordert bei 1./JgB NÖ

theoderich
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von theoderich » 23. Jun 2014, 18:17

Keine Auslandshilfe für Eurofighter



Verteidigung: Neutralitäts-Aus über Österreich?

Doch was steckt wirklich hinter den Plänen? Minister Klug versuchte am Montag zu beschwichtigen: „Österreich wird auch in Zukunft selbstständig für seine Luftraumüberwachung sorgen können. Das gehört zu den grundlegenden Aufgaben des Heeres“, ließ er der „Presse“ ausrichten. Man werde auch in Zukunft „die nötigen Abfangjäger und Radarsysteme im Einsatz haben“. Aber: „Wenn wir durch Kooperation effizienter werden können, dann sollten wir das offen diskutieren.“ Genaueres werde im Herbst feststehen.

Tatsächlich wird – „Die Presse“ berichtete – schon seit Wochen überlegt, sich hinsichtlich der Luftwaffe an der Schweiz zu orientieren. Das Nachbarland sichert den eigenen Luftraum nur zu Bürozeiten mit eigenen Kampfjets. Kommt es zu einem Einsatz außerhalb des Betriebs, übernimmt ein anderes Land: so etwa bei jener entführten Maschine der Ethiopian Airlines, die im Winter in Genf landete. Damals eskortierte das französische Heer den Flieger. „Nacheile“ nennt man diese Vereinbarung.

Der Wehrsprecher der ÖVP, Bernd Schönegger, kann sich dieses Modell durchaus vorstellen. Allerdings sei er dagegen, die Luftraumüberwachung vollständig abzugeben. „Das ist eine Kernaufgabe des Staates. Das ist der Rest der Neutralität, den wir in Österreich haben.“


stratos
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von stratos » 23. Jun 2014, 20:52

Keine Neutralität ohne eigene Kampfflugzeuge Eine Auslagerung gefährde die Neutralität. Der Druck wirkt: Das Heeres-Budget soll ab 2016 wieder aufgestockt werden.
Meldung aus Kurier online - ist`s ein Silberstreif am Horizont ?!
Angeblich gibt es eine Zusage vom "Spindi !!

theoderich
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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von theoderich » 23. Jun 2014, 21:13

Schau' Dir die zwei Tabellen an, die ich oben gepostet habe. Das sind die läppischen 36 Mio. EUR, die nicht einmal die Inflation abdecken - so viel zu "wieder mehr Geld". Real ist es wieder eine Budgetkürzung. Es würde Jahrzehnte dauern, um den Stand von 2010 wieder zu erreichen - vom Stand 2007 ganz zu schweigen.

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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von Dr4ven » 23. Jun 2014, 21:26

Diese Aussage ist eigentlich eine absolute Frechheit - zuerst reduzieren sie in 2 Jahren 150 Millionen und stocken danach um 36 auf und meinen es gibt dann eh wieder mehr Geld, was ist bei denen los bitte, sind die jetzt komplett irre?
Wie dumm glauben die sind wir?

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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von theoderich » 24. Jun 2014, 11:33

Luftraumüberwachung - Verteidigungsminister Klug: Auslagern ist kein Thema



Bundeskanzler Faymann: Österreich nimmt seine Rolle als Brückenbauer wahr

Auf Nachfrage zur Luftraumüberwachung sagte der Bundeskanzler: "Der Verteidigungsminister hat in der Regierungssitzung dazu klar Stellung bezogen: Es steht keine Auslagerung der österreichischen Luftraumüberwachung zur Debatte."



Faymann: Auslagerung "steht nicht zur Debatte"

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat am Dienstag das Nein von Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) zu einer Auslagerung der Luftraumüberwachung bekräftigt. "Eine Auslagerung der Luftraumüberwachung steht nicht zur Debatte", verwies er beim Pressefoyer nach dem Ministerrat auf entsprechende Aussagen des Ressortchefs.

Es sei ein wichtiger Bestandteil der Neutralität, "auch Herr über den eigenen Luftraum zu sein", meinte auch Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) nach dem Ministerrat.


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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von iceman » 24. Jun 2014, 12:20

Dr4ven hat geschrieben:Diese Aussage ist eigentlich eine absolute Frechheit - zuerst reduzieren sie in 2 Jahren 150 Millionen und stocken danach um 36 auf und meinen es gibt dann eh wieder mehr Geld, was ist bei denen los bitte, sind die jetzt komplett irre?
Wie dumm glauben die sind wir?


Er hätte sagen sollen, daß das Heeresbudget ab 2016 nicht weiter gekürzt wird.

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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von Dr4ven » 24. Jun 2014, 12:29

Das Budget müsste alleine schon um die Indexerhöhung abzudecken jährlich um 30-60 Millionen aufgestockt werden.
Das ist alles nur eine versteckte Budgetkürzung, vergleichbar mit der kalten Progression die dir bei einer Gehaltsvorrückung deine Lohnsteuer erhöht und so damit indirekt deinen Reallohn kürzt.

theoderich hat geschrieben:Faymann: Auslagerung "steht nicht zur Debatte"


Die stand ja auch nicht zur Debatte, es geht denen darum die LRÜ und damit die Flugstunden aufs Minimum zu reduzieren und einen Teil der Alphas vertraglich abzuwälzen indem man das Nacheilen in österr. Luftraum und die Abdeckung österr. Territoriums von ausländischen Luftwaffen bei Grossveranstaltungen legalisiert, denn ein Davos oder irgendeine sportliche Europameisterschaft über mehrere Wochen wirds nimmer so leicht spielen.

Das Problem ist aber dass dies der Anfang vom Ende sein kann.

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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von Maschin » 24. Jun 2014, 13:12

...
Zuletzt geändert von Maschin am 26. Jun 2016, 21:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von Dr4ven » 24. Jun 2014, 15:20

Weil du gerade aktuellerweise den Putin Besuch ansprichst - noch etwas das komplett widersinnig ist zu dem wie Österreich sich im Ausland positioniert: Als neutraler Vermittler.

Und als neutraler Vermittler mit UNO, OSZE und OPEC Standorten MUSS man jederzeit in der Lage sein grossangelegte und vor allem kurzfristige hochrangige Meetings und Konferenzen dementsprechend absichern zu können, vom Papstbesuch oder gar POTUS wie 2006 reden wir mal gleich gar nicht.
Und dann gebietet es sich nunmal dass man auch für ausreichend Sicherheit im dreidimensionalen Raum sorgt.

Das ist auch ein Grund warum ich mir ein lautes Lachen nicht verkneifen konnte als man sich für die Winter Olympiade bewerben wollte - nix da ohne aktive LRÜ!

Tja und dann kommt in Ermangelung von mehr EF wieder die 105er Nachfolge ins Spiel und man dreht sich im Kreis.

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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von theoderich » 24. Jun 2014, 15:22

steff1 hat geschrieben:Aufgeregte Reaktionen? Keine. Was stand vor Jahr und Tag in offiziellen Papieren des BMLVS, ich weiß es auch nur, weil es irgendwann hier im Forum war? "Grenzüberschreitender Einsatz der aktiven LRÜ-Komponente" oder so ähnlich. Bloß eben nicht nur der eigenen, sondern auf Gegenseitigkeit. Reaktionen? Keine. Jetzt kommt sinngemäß die gleiche Geschichte, gewürzt mit ein bisschen ungarischem Paprika und los geht es. Obwohl es keinen Neuigkeitswert gibt. Dass man aus finanzieller Aussichtslosigkeit das Thema auch im Ministerium wieder hochkochen wird, keine Frage.


Was in den letzten paar Tagen so hitzig debattiert wurde, ist schon im Juni 2012 vom damaligen Verteidigungsminister Darabos genehmigt worden:

    Streitkräfteprofil F2

    Strategieelement

      Strategieelement 3: Schutz vor Bedrohungen aus der Luft

    Strategische Option

      Option B: LRÜ im internationalen Verbund

      Einsatz der aktiven Komponente grenzüberschreitend in Kooperation mit Partnern; Einsatz der passiven LRÜ im Vollbetrieb; größtmögliche internationale Kooperation.

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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von Dr4ven » 24. Jun 2014, 15:44

Daran ist ja auch nichts verkehrt, aber dann soll der Generalstab und der BM Klug das auch so kommunizieren und nicht den Theuretsbacher zum stänkern vorschicken (wer immer das auch war, denn irgendwer muss ja geplaudert haben).

Wenn man in der Politk und im Generalstab wirklich wollte, kann man, wenn schon die Landesverteidigung so pfui ist, die aktive Komponente der Bevölkerung leicht und ganz wunderbar für notwendig erklären - mit den Dingen mit denen sich Österreich offiziell die Freiheit nimmt sich weiterhin neutral schimpfen zu dürfen - eben wie oben gesagt als Dreh und Angelpunkt inmitten Europas und durch die ganzen Konferenzen und Veranstaltungen sowie den Schutz dieser um international ernst genommen zu werden.

Ich sollt PR Manager werden..

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Re: 12 "Eurofighter" und weitgehendes Aus für "Goldhaube"?

Beitrag von theoderich » 24. Jun 2014, 15:57

Ich kann wieder mal Mark Wahlberg zitieren (in "Departed - Unter Feinden"):

    Mit FBI-Leuten [ersetze "FBI-Leute" durch "Journalisten"] ist es wie mit Pilzen: Mit Scheisse füttern und im Dunkeln halten.

Das beschreibt einwandfrei die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit des BMLVS.

Antworten
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